Ausgabe 
(11.9.1943) 251
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Vremeräettuna

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parleiamtktclie LiLyeszeilung

Dos flmlsblatt des Negierenden vürgcrmcistcrs der Freien Hansestadt vremen

der Nationalsozialisten. Vreinens

flmtiiches verKündungsblatt des Ncichsstattstalters in Oldenburg und Nremen^

Nr. 251 , 1Z. Jahrgang

Sonnabend, 11. September 194Z

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Lnsoracke Läolt ÜMers an äas äeutscke Volk

Führerhauptquartier.. Sep­tember. Der Führer hielt am Freitagabend aus seinem Hauptquartier folgende Ansprache an das deutsche Volk, die über alle Sender übertragen wurde:

Meine deutschen Volksgenossen und -Genos­sinnen !

Befreit von der schweren Last der seit lau­ster Zeit auf uns drückenden Erwartung, sehe ich nunmehr den Augenblick gekommen, um wieder zum deutschen Volk sprechen zu kön­nen, ohne vor mir selbst oder der Oefsent- lichkeit Hu Lügen Zuflucht nehmen zu müssen

Der öiiu^tretene Zusammenbruch Italiens war läW^ vorauszusehen, nicht infolge des Fehlens geeigneter italienischer Möglichkeiten zu einer wirkungsvollen Verteidigung oder des Ausbleibens der erforderlichen deutschen Hilfe, als vielmehr infolge des Verfagens oder besser des Nichtwollens der­jenigen Elemente, die nunmehr als Abschluß ihrer planmäßigen Sabo­tage die Kapitulation veranlaß­ten. Denn nur was diese Männer schon seit Jahren anstrebten, wurde jetzt vollzogen: Der Uebergang der italienischen Staatssiihrung von dem mit Italien verbündeten Deutschen Reich zu den gemeinsamen Feinden.

Als England und Frankreich im Septem­ber 1939 an das Deutschen Reich den Krieg erklärten, wäre Italien durch die/Verträge gezwungen gewesen, sich mit Deutschland so­fort solidarisch zu erklären. Dabei war diese Solidarität nicht nur begründet in den Ab­machungen des Paktes, sondern in dem von den Feinden sowohl Deutschland als aber auch Italien für die Zukunft zugedachten Schicksal.

Lünllaistteus Mussolinis

Es ist bekannt, daß Mussolini den festen Entschluß hatte, in Italien entsprechend den Verträgen die sofortige Mobilisierung anzuordnen. Den gleichen Kräften, tzie heute die Kapitulation herbeiführten, gelang es im August 1939. den Kriegseintritt Italiens zu verhindern. Als Füh­rer des deutschen Volkes mußte ich Verständ­nis haben für diese außerordentlichen inne­ren Schwierigkeiten des Duce. Ich habe da­her weder damals noch später Italien auf die Einhaltung der Vundesverpslichtungen gedrängt. Im Gegenteil' Ich habe es der italienischen Regierung völlig anheimgestellt, in den Krieg entweder überhaupt nicht-ein­zutreten oder wenn doch, dann zu einem Zeitpunkt, der ihr selbst genehm war. und den sie vollständig frei bestimmen konnte. Im Juni 1940 war es Mussolini gelungen, die inneren Voraussetzungen für den Bei­tritt Italiens an die Seite des Reiches zu erlangen.

Der Hampf in Polen war zu dieser Zeit ebenso entschieden, wie der in Norwegen und der gegen Frankreich und seine verbündeten englischen Armeen auf dem Festland. Den­noch mußte ich dem Duce für eine Haltung danken, die. wie mir bekannt war. im Inne­ren nicht gegen das italienische Volk. sondern nur gegen bestimmte Kreise unter äußersten Schwierigkeiten durchgesetzt werden konnte. Seit dieser Zeit baden das Reich und Italien zusammen im Kampf ge­standen: auf vielen Kriegsschauplätzen wurde gemeinsam Blut vergossen. In keiner Se­kunde war sich der Duce und ich darin im Zweifel, daß der Ausgang dieses Kampfes über Sein oder Nichtsein unserer Völker entscheidend sein wird. Dementsprechend hat Deutschland, selbst im schwersten Ringen lie­gend. bis an die Grenze des Möglichen sei­nem Bundesgenossen geholfen.

Zsdotlsrl von Lnkony sn

Viele Angebote für diese Hilfe sind von den militärischen Machthabern Italiens von Anfang an entweder überhaupt abgelehnt oder nur unter Bedingungen angenommen worden, die unerfüllbar waren. Es werden der Öffentlichkeit zur gegebenen Zeit die Unterlagen unterbreitet, aus denen hervor­geht, was Deutschland in dem gemeinsamen Schicksalskampf für seinen Bundesgenossen an Beiträgen geleistet hat und auch weiter zu leisten bereit war.

Der deutsche Soldat selbst aber hat auch auf diesen gemeinsamen Kriegsschauplätzen jene Haltung eingenommen, die ihn überall auszeichnet, denn ohne sein Eingreifen wäre schon im Winter 1940 auf 1941 Nordafrika für Italien verloren gewesen. Der Name des Marschalls Rommel ist mit dieser deutschen Leistung auf ewig verbunden. Als sich im Frühjahr 1941 das Reich entschloß, Italien auf dem Balkan zu helfen, geschah es nicht der Erfüllung eigener Absichten wegen, sondern nur, um dem Bundesgenossen beizustehen und eine durch dessen Vorgehen ausgelöste Gefahr, die natürlich auch Deutsch­

land bedrohte, zu beseitigen. Deutschland brachte diese Opfer fast im gleichen Augen­blick, da es unter der Furcht des fast stünd­lich zu erwartenden bolschewistischen Groß­angriffes gegen ganz Europa an eigenen Sorgen mehr als genug zu tragen hatte. Das Blut zahlreicher Volksgenossen be­siegelte die Bundcslreue des deutschen Volkes.

Ms ekrioso kränkuno stos llucs

Das Deutsche Reich und ich als sein Führer konnten aber diese Haltung nur einnehmen im Bewußtsein der Tatsache, daß an der Spitze des italienischen Vol­kes einer der bedeutendsten Männer stand, die die neuere Zeit hervorge­bracht hat, der größte Sohn des italieni­schen Boden seit dem Zusammenbruch der Antiken Welt. Seine bedin­gungslose Treue gab dem gemein­samen Bund die Voraussetzung zum er-

Es mag heute aus Gründen einer takti­schen Zweckmäßigkeit der Gegner das ver­schweigen, die Nachwelt aber wird einmal feststellen, daß es, von wenigen braven ita­lienischen Verbänden als Ausnahmen abge­sehen, seit dieser Zeit in erster Linie nur deutsche Truppon gewesen sind. die mit ihrem Blut nicht nur das Deutsche Reich, sondern auch den italienischen Boden ver­teidigten.

Daß nun die italienische Staatsführung sich entschlossen hat, das Bündnis -zu brechen und aus dem Kriege auszuscheiden und damit Italien selb st er st recht zum Kriegsschauplatz zu machen, mag sie mit was immer für Gründen motivieren. Sie kann dies als eine Notwendigkekit hin­stellen, sie wird aber niemals eine Entschul­digung finden für die Tatsache, daß dies ge­schehen ist, ohne den Verbündeten vorher we­nigstens zu verständigen.

Nicht nur das: am gleichen Tage, an dem Marschall Badoglio den Wasfenstillstands- vertrag unterzeichnet hatte, bat er den deut­schen Geschäftsträger in Rom zu sich und ver­sicherte ihm. daß er, ein Marschall Vadoglio, Deutschland niemals verraten würde, daß wir Vertrauen zu ihm haben müßten, und daß er es beweisen werde durch seine Taten, daß er

Wir sind daher gewillt, in kalter Ent­schlossenheit im großen und im einzel­ner immer jene Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind, die Hoffnungen un­serer Gegner zuschanden zu machen. Aber auch zahlreiche ehrliebende Ita­liener haben sich jetzt erst recht mit dem bisherigen Kampfe der beiden Völker als unlösbar verbunden erklärt. Der Ausfall Italiens bedeutet militärisch nur wenig. Denn der Kampf in diesem Lande wurde seit Mo­naten in erster Linie durch deutsche Kräfte gestützt und getragen. Wir wer­den diesen Kampf nunmehr frei von allen bela st enden Hemmun­gen fortsetzen.

Der Versuch des internationalen Plutokra- tenkomplotts, den deutschen Widerstand wie in Italien zu zerreiben, ist kindlich. Sie ver­wechseln das deutsche Volk in dem Fall mit einem anderen. Die Hoffnung, in ihm heute

folgreich Bestand. Sein Sturz, die ihm zugefügten ehrlosen' Kränkungen wer­den dereinst von Generationen des ita­lienischen Volkes als tiefste Schmach empfunden werden.

Das letzte auslösende Moment zu dem schon lange beschlossenen Staatsstreich war aber die Forderung des Duces nach erhöhten Voll­machten zur erfolgreicheren Führung des Krieges. Härteste Maßnahmen gegen die offener! und versteckten Saboteure der Krieg­führung. gegen die reaktionären Feinde der sozialen Gerechtigkeit und damit der Wider­standsfähigkeit des italienischen Volkskörpers sollten dem dienen, Mussolini wollte noch in letzter Minute die heimtückischen Feinde des italienischen Volkes im Kamps um Sein oder Nichtsein ausschalten, um damit Italiens Zukunft sicherzustell-i. Der Schmerz, der m. ' persönlich erfaßte angesichts des historisch ein­maligen Unrechtes, das man diesem Mann angetan hat, seiner entwürdigenden Bchand-

dieses Vertrauens würdig sei, daß Ita­lien vor allem niemals zu kapi­tulieren gedenke. Noch am Tage der Kapitulation aber rief der König den deut­schen Geschäftsträger und versicherte ihm ebenfalls ganz besonders, daß Italien nie­mals kapitulieren werde, sondern mit Deutsch­land auf Gedeih und Verderb verbunden, treu an unserer Seite zu stehen gedenke. Ja. noch eine Stunde, nach Bekanntgabe des Ver­rats erklärte der italienische Eeneralstabschcf Roatta diese Meldung gegenüber unserem Militärbcoollmächtigten als gemeine Lüge und englische Propagandaentc.

Im gleichen Augenblick versicherte der Ver- -treter des italienischen Außcnministeriums, diese Nachricht sei nur ein typisch britischer Schwindel, den er zu dementieren gedenke, um 13 Minuten später zuzugeben, daß na­türlich die Angelegenheit doch stimme und Italien tatsächlich aup dem Kriege ausge­treten sei.

In den Augen der demokratischen Kriegs­hetzer sowohl als in denen der heutigen ita­lienischen Regierunqsmänner mag dieses Verhalten als ein glänzendes Beispiel einer taktisch geschickten Staat»kunst gelten. Die Geschichte wird einst anders urteilen und Generationen Italiens werden sich schämen.

Verräter wie in Italien zu finden, fußt auf der vollkommenen Unkenntnis des Wesens des nationalsozialistischen Staates. Ihr Glaube, in Deutschland auch einen 25. Juli herbeiführen zu können, beruht auf dem grundlegenden Irrtum, in dem sie sich so­wohl über meine persönliche Stellung befin­den als auch über die Haltung meiner poli­tischen Mitkämpfer, meiner Feldmarschälle, Admirale und Generale. Mehr als jemals zuvor tritt diesem Vorhaben gegenüber ge­rade die deutsche Führung als eine fanatisch- geschlossene Gemeinschaft entgegen.

Jede Not wird uns nur in unserer Ent­schlossenheit festigen. Das persönliche Leben hat dabei für mich ohnehin schon längst auf­gehört, mir selbst zu gehören. Ich arbeite in der Erkenntnis und im Pflichtbewußtsein, durch meinen Beitrag das Leben meines Volkes für Generationen in der Zukunft sichern zu können. Daß ich ein Recht besitze, an diesen Erfolg bedingungslos zu glauben, liegt nicht nur in meinem eigenen Lebens-

lung, die ihn, der über 20 Jahre lang nur der einen Sorge für sein Volk lebte, nun in die Ebene eines gemeinen Verbrechers hin­abstieg, ist verständlich. Ich war und bin glücklich, diesen g--ßen und treuen Mann 'ls meinen Freund bezeichnen zu dürfen. Ich habe außerdem nicht gelernt, meine Gesin­nung nach Bedarf von Fall zu Fall zu wech­seln. oder h nur zu verleugnen. 2^ glaube, daß trotz manchen gegenteiligen Auffassungen auch im Völkerleben genau so wie im ein­zelnen die Treue ein unersetzlicher Wert ist, ohne den die menschliche Gesellschaft ins Wa geraten d ihre Organisationen früher oder sväter zerbrech n wüßten.

Trotzdem haben auch nach diesem schmach­vollen Vorgang die deutschen Truppen auf Sizilien, deutsche Flieger. Männer der U- Boote, Schnellboote, Transporter aller Art usw. zu Lande, in der Luft und auf dem Meere ihre Pflicht im höchsten Ausmaß wei­ter getan.

daß man diese Taktik einem verbündeten Freunde gegenüber zur Anwendung brachte, der mit Blut und Opfern aller Art seine Pflicht mehr als nur dem Buchstaben des Vertrages nach erfüllte.

Meine Volksgenossen! Nachdem ich schon seit zwei Jahren den steigenden Einfluß die­ser auch gegenüber den sozialen Aufgaben Italiens ablehnend eingestellten reaktionären und deutschfeindlichen Kreise mehr als ge­nügend zu beobachten Gelegenheit hatte, war seit dem Sturz des Duce kaum mehr ein Zweifel möglich über die wahre Absichi die­ses Regimewechsels.

Ich habe daher pflichtgemäß alle jene Maßnahmen angeordnet, die für diesen Fall getroffen werden konnten, um das deutsche Reich vor einem Schicksal zu bewahren, das Marschall Vadoglio und seine Männer nicht nur dem Duce und dem italienischen Volk zugefügt haben, sondern in das sie auch Deutschland stürzen wollten. Die Interessen der nationalen Kriegführung des deut'chen Volkes sind für uns ebenso heilige wie ver­pflichtende Wir alle wissen, daß in diesem erbarmungslosen Kampf nach den Wünschen unserer Feinde der Unterlegene vernichtet wird, während nur dem Sieger die Möglich­keiten des Lebens bleiben sollen.

weg begründet, sondern im Emporstieg unse­res Volkes.

Im Jahre 1939 mußten wir allein und verlassen die Kriegserklärungen unserer Geg­ner entgegennehmen. Wir haben gehandelt nach den Bekenntnissen eines Clausewitz, daß ein heroischer Widerstand unter allen Um­ständen besser als eine feige Unterwerfung sei. Ich habe deshalb auch schon am 1. Sep­tember 1939 im Reichstag erklärt, daß we­der Zeit noch Waffengewalt das deutsche Volk jemals niederzwin­gen werden. Seitdem ist in erster Linie durch unsere eigene Kraft der Feind zum Teil mehr als tausend Kilometer von den deutschen Grenzen zurückgedrängt worden.

Vsrgsltimo äv8 I-ukttsrrors

Nur auf dem Luftweg vermag er die deutsche Heimat zu terrorisie­ren. Allein auch hier find die tech­nischen und organisatorischen Vor-

lFortsetzung auf Seit» 2)

i/ees'eWee Ve«See»iee»ek

Im Urteil von Führer und Volk

s. k. v. Bremen, 11. September.

Es war zu erwarten, daß der in der Ge­schichte der Völker Europas bisher unerhört gewesene Verrat, den zu begehen dem italie­nischen Königshause und dem Plutokraten- klüngel Badoglios vorenthalten blieb, eines Tages den Führer veranlassen werde, vor dem deutschen Volke öffentlich Stellung zu nehmen. Da dies sofort nach Mussolinis Sturz, aus uns heute einleuchtenden Grün­den, nicht tunlich war, ist es nunmehr ge­schehen, zwei Tage nach Bekanntwerden der schmählichen Kapitulation Italiens und vier­undzwanzig Stunden nachdem Deutschland darauf die entsprechende Antwort gegeben hat.

Es ist nicht des Führers Art zu sprechen, nur um der Worte willen. Und so war denn auch diese Ansprache an sein Volk nicht allein eine historische Rekapitulation der seit dem 25. Juli in Italien abgerollten Ereig­nisse, sondern gleichzeitig eine gewaltige Ab­rechnung mit dem verlogenen Verräter- gesindel und dazu noch ein höchst mitreißen­der Appell an das deutsche Volk, an Front und Heimat, in diesem schicksalsgewichtigen Ringen.

Mit Ergriffenheit vernahmen wir die Worte der Teilnahme des Führers an dem Schicksal Mussolinis. Abscheu empfanden wir von neuem für das Verhalten der italieni­schen Verräter und Verachtung für die Feig­heit jener Truppenführer, die keinen An­stoß nahmen, sich zu Werkzeugen des Ver­rats zu machen und sogar zu versuchen, mit dem bisherigen Bundesgenossen die Waffen zu kreuzen. Deutschlands Gegenmaßnahmen aber, die der Führer anordnete, um das Eroßdeutsche Reich vor einem Schicksal zu be­wahren, das Marschall Badvglio und sein Klüngel nicht nur dem Duce und dem ita­lienischen Volke, sondern auch Deutschland zugedacht hatten, haben die begeisterte Zu­stimmung des deutschen Volkes gefunden. Mit nationalsozialistischer Blitzesschnelle wurde der feindliche Streich abgewehrt, und der Verrat ist auf die Verräter selbst zurück­gefallen.

Die italienische Wehrmacht hat heute auf- stehört zu sein. Die Hauptstadt Italiens ist in deutscher Hand. der Verräter Marschall Vadoglio auf der Flucht, und der ver­räterische König in Verlegenheit, dem ita­lienischen Volk und der Welt gegenüber die Verantwortung zu tragen, das Land in die unhaltbare Lage gebracht zu haben, in der es heute sich befindet. Zwischen zwei Mühlsteine steraten, ist Italien nun Schlachtfeld zwi­schen Eroßdeutschland und seinen Feinden geworden und wird alles ertragen müssen, was ihm durch das von seinen Verführern heraufbeschworene Schicksal, nämlich Ambos unter zwei Hämmern zu sein, zu leiden auf­erlegt wird.

Deutschland selber aber kann es nutz recht sein. wenn es, statt auf afrikanischem Boden und unter den denkbar ungünstigsten Nach­schubverhältnissen nur mangelhaft^ ja schlecht, oft sogar widerwillig von den italienischen Bundesgenossen unterstützt, die Klinge mit seinen anglo-amerikanischen Feinden zu kreu­zen, nun bei wesentlich günstigerer Rücken­deckung und bequemeren Rachschublinien die­sen selben Feinden Schläge beibringen kann, die diesen ganz andere Opfer an Blut und Material kosten werden, als sie je in Afrika bringen mußten. Das Ziel. ist jedenfalls das­selbe geblieben, nämlich, diesen Feinden klar zu machen, daß Deutschland unbesiegbar ist und daß es niemals eine deutsche Kapitu­lation geben wird: vielmehr daß der Kampf bis zum deutschen Sieg weitergehen wird, so lange er auch währen mag.

Auch der von dem erbärmlichen Verräter­streich der heutigen italienischen Machthaber erhoffte Schock auf das deutsche Volk im so, genannten Nervenkrieg ist völlig ausgeblie­ben. So notwendig es war, aus militäri­schen Gründen der Oeffentlichkeit den be­reits seit dem 25. Juli der deutschen Regie­rung wohl bekannten feigen Wortbruch des italienischen Königs und Badoglios zu ver­schweigen, so überraschend also auch den Großteil des deutschen Volke die bedingungs­lose Kapitulation Italiens traf, das deutsche Volk hat bei Bekanntwerden des italienischen Banditenstreiches die Ruhe nicht verloren, ja, ein Gefühl der Erleichterung hat bei vielen mit der endlichen Klärung des Verhältnisses zu dem als Bundesgenossen Mch schon abge­schriebenen offiziellen Italien Platz gegriffen.

Verdienten Spott hat darum der Führer für die feindlichen Bemühungen, auch in Deutsch­land einen 25. Juli herbeizuführen, und er konnte um so zuversichtlicher darüber die Schale seiner Ironie ausgießen, als schon heute feststeht, daß der mit dem Verrat des Badoglioschen Klüngels uns Deutschen zuge­dachte Streich weder physiologisch noch psy­chologisch getroffen oder gar verwundet hat. Wir waren nach jeder Seite hin gewappnet und gerade in krisenhafter Stunde hat sich wiederum gezeigt, daß die Feinde heute mit einem anderen Gegner zu tun haben, als im ersten Weltkrieg. Und wiederum ist ihnen die Erfahrung geworden, daß das national-

kam von äeutsclien Iruppen beseht!

O/s ,'to//sn/5c/is tVs/irmackk ksrtsjit n/c/it ms/if /n 5üc//rcmkfs,'c/i. /to/isn unc/ au/ c/sm 6o//ccrn /-/ser c/sr t.sc v/s !/c,t,/con5tac/t Ltslit unter c/sm 5cl,utz cisr c/sutrc/isn V/o//sn ^srsc/itung c/sr tVs/t t,i//t c//s Vsr,äts!

Aus dem Führerhauptquaitier, 10. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Die ver­räterische Regierung Badoglios hatte in den letzten Wochen zur Vorbereitung ihres Abfalls starke Kräfte um Rom ver­sammelt und die Stadt selbst gegen die außerhalb Roms liegen­den deutschen Truppen in Verteidigungszustand verseht. Als Be­gründung wurde die Gefahr einer feindlichen Landung westlich Rom angegeben. Seit der Kapitulation Italiens am 8. Sep­tember abends hatten sich um Rom Kämpfe zwischen deutschen und italienischen Truppen entwickelt. Der deutsche Oberbefehls­haber-Süd, Feldmarschall Kessel ring, zog Verstärkungen heran, leitete den Angriff auf Rom ein und stellte dem Kom­mandanten ein Ultimatum. Unter diesem Druck hat der italienische Befehlshaber in Rom in einem Umkreis von 50 Kilo- metern kapituliert. Die Entwaffnung der italienischen Trup- nen ist im Gange. Die Verbindung mit der deutschen Armee im Raum von Neapel und Salerno ist hergestellt. Den Schutz der Vatikanstadt wird die deutsche Wehrmacht übernehmen.

In Oberitalien hat Feldmarschall Rommel mit den Dioi- ionen seiner Heeresgruppe nach einem kurzen, aber von unseren Truppen mit tiefster Erbitterung geführten Kampf die italieni­schen Verbände zur Kapitulation gezwungen. Bahnen und Straßen, die von Körnten und Tirol nach Oberitalien führen, sind unzerstört in unserer Hand, die ligurische Küste mit Genua und La Spezia besetzt, das Esich-Tal und die

Städte im Räum von Bologna, Verona, Cremona gesäubert, Trieft nach kurzem Kamps genommen. Mehr als 90 000 Italiener sind allein dort entwaffnet worden.

In Südfrankreich hat die 4. italienische Armee ihre Waffen ohne Zwischenfälle an die Truppen des Gencralfeldmarschalls von Rundstedt abgegeben. Die Küste von Touloun bis Mentone ist von uns besetzt.

Auf dem Balkan hat sich die Masse der italienischen Kom­mandobehörden in verständnisvoller Weise den Forderungen des deutschen Oberbefehlshabers Generalseldmarschall von Weichs gebeugt. Die Divisionen der italienischen Gruppe Ost in Tirana und der 11. italienischen Armee in Athen haben größtenteils die Waffen schon niedergelegt. Die in der Aegäis befindlichen italienischen Kriegs- und Handelsschiffe sind von der deutschen Kriegsmarine übernommen. Die bisher italienischen Flugplätze sowie die wichtigsten Hasenplätze an der adriatischen Küste sind besetzt. Nur ganz vereinzelt sind noch Kämpfe im Gange. Die Fälle mehren sich, in denen überall italienische Verbände zur deutschen Wehrmacht übertreten, um den Kampf weiterzuführen.

Damit ist ein Verrat, wie er größer und hinterhältiger in der Geschichte kaum zu finden ist, auf die Verräter selbst zurück­gefallen. Die italienische Wehrmacht besteht nicht mehr. Was aber für ewige Zeiten bestehen bleiben wird, ist die Verachtung der Welt für die Verräter."

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