Ausgabe 
(3.9.1943) 243
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flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Nremen

Nr. 24Z / 1Z. Jalsrgang

Freitag, Z. September 1S4Z

kinzelpreis 1 5 Npf.

Kampf bi; rum 5ieg!

Von den p^nenaen rum I^Iiuz, von bi; ^üditslien

neidit veutzcklandz rtanken Zckwentsi'm

s.k.v. Bremen, 3. September.

Vier volle Jahre steht nun das deutsche Volk in dem härtesten Schicksalskampf seiner Geschichte. Vier Jahre sind verflossen, seitdem England in Mißachtung der unveräußerlichen Lebensrechte Großdeutschlands, zusammen mit Frankreich uns den Krieg erklärte mit dem Ziele, die uns vom Führer kaum errungenen Grundlagen unserer na­tionalen Existenz zu entreißen, Großdeutschland Auszulöschen aus der Geschichte und die kommen­den deutschen Generationen zum Ausbeutungsob­jekt derjenigen zu machen, die als „auserwähltes Volk" sich anmaßen, die Welt beherrschen und die Menschheit ausbeuten zu können.

Entschlossen nahm vor vier Jahren das deutsche Volk die überhebliche Herausforderung an und sicherte sich in raschen, entscheidenden Siegen jene Stellungen, deren es zu seiner Behauptung allen kommenden Möglichkeiten eines weltumfassenden Kriegsgeschehens entsprechend bedurfte. Und da . es die Staatskunst der Führers verstand, dem jun­gen, starken Volke der Deutschen auch noch Ver­bündete zu gewinnen, gelang es innerhalb der ver­gangenen vier Jahre nicht allein in Europa, son­dern auch im fernen Asien, den Feinden Deutsch­lands militärische und wirtschaftliche Niederlagen beizubringen, die wieder auszugleichen, selbst tvenn der Krieg noch jahrelang sich hinziehen Müßte, unseren Gegnern nie und nimmer mehr möglich sein wird.

Sie hatten sich die Entwicklung ihres Krieges, der nach Churchills Erwartungen ein reizender werden sollte, anders gedacht. Damals als sie hohn- voll die doch wahrlich bescheidenen Vorschläge des Führers zur Bereinigung der polnischen Frage zu­rückwiesen, wußten sie nichts von der seelischen Stärke des deutschen Volkes im nationalsozialisti­schen Reiche, und brachten es fertig, auch noch nach , den großen deutschen Siegen über Polen und Frankreich und nach der Besitznahme Norwegens schnöde des Führers Friedenshand zurückzuschla­gen. Im Wahn, es werde sich abermals ein Novem­ber 1918 einstellen und in der Hoffnung, dann mit einem sogenannten Ueber-Versailles das deut­sche Volk zur Strecke zu bringen, gingen sie ein Risiko ein, das zumindest für England bereits s heute den Untergang des Empire bedeutet.

f Im Kampf um seine Freiheit aber hat während ! dieser vier Kriegsjahre Großdeutschland keinen Augenblick das Wohl Europas aus dem Auge ge- ^ lassen und daß dieses.Europa heute, auf der Schwelle zum fünften Kriegsjahr, allen Anstürmen der Bolschewiken im Osten zu trotzen, sich der Ter­rorluftangriffe der Feinde im Westen erfolgreich zu errpehren und allen Invasionsplänen der Bri­ten und Amerikaner mit fester Zuversicht ent­gegenzusetzen vermag, das ist Deutschlands Ver­dienst und Deutschlands Stärke. Letztere aber wird allen im Kriege nun einmal als unvermeidlich hinzunehmenden Gegenschlägen des Feindes zum Trotz mit der Zeit nicht etwa geringer, sondern noch bedeutender werden. Der letzte Krieg endete für Deutschland nach vierjähriger Dauer in unver­kennbarer Erschöpfung der Hilfsmittel, welche der Front zur Führung des Krieges unerläßlich sind. Er mündete vor allem darum m den deutschen Zu­sammenbrach, weil die Heimat, betört von den Sirenengesängen unserer Feinde, töricht genug war, den falschen Lockungen zu erliegen und ver­meinte nur vertrauensvoll die Waffen niederlegen , zu müssen, um als gleichberechtigtes Volk unter ! den Siegervölkern sich neu entfalten und wie das einmal so schön hieß, mit ihnen ein Leben in

> Schönheit und Würde führen zu können. Wie ganz I anders heute!

Das deutsche Volk hat die ganze Furchtbarkeit ! der feindlichen Kriegsziele längst begriffen und

> daß das Reich und seine Bewohner völlig vernich­tet werden müßten, haben uns*diesmal unsere

Gegner oft genug und in vielfältigen Formen ver­sichert. So stimmte dem Kriegsziel der Ausrottung des deutschen Volkes bei einer kürzlichen Abstim­mung der britischen Labour Party eine Mehrheit' von 80 v. H. zu und die Wortführer unserer Feinde sind uns mit Namen wohl bekannt, die sich gera­dezu in sadistischen Vorstellungen ausmalen, wie nach der Ausstoßung Deutschlands aus dem Kreis der Nationen, und nach der Wehnahme seines Le­bensraums die endgültige und völlige Vernichtung der deutschen Kultur, der deutschen Wehr- und Wirtschaftskraft und endlich des deutschen Men­schen überhaupt vor sich gehen soll. Ob sie Sir Robert Vansittard, Theodor Kaufmann, Ilja Ehrenburg, Winston Churchill, Delano Roosevelt oder Pierre van Passen heißen, alle ihre Kriegs­ziele sind in der einen Forderung umschlossen: Ver­dichtung des deutschen Volkes und Rückkehr aller

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Es war der Wille unserer Feinde, friedliche Stützte und Dörfer mit den Mitteln der grausamen Vernichtung zu bedrohen. Es ist aber schon heute erwiesen, daß sie nur Häuser oder Menschen vernichten, aber den Geist nicht brechen, sondern nur zu stärken ver­mögen. Was bei Veginn des Krieges vielen deutschen Männern und Frauen noch unbekannt war, ist ihnen nunmehr klar geworden:

Der LLampf,

den uns die gleichen Feinde wie einst im Jahre 1914 aufgezwungen haben, entscheidet über das Sein oder die Vernichtung unseres

Volkes. Der Mrer am Z0.1. 194Z

Juden nach Deutschland bei Zurückerstattung des früher von den Hebräern hier zusammengeraubten Besitzes.

Da gäbe es für das deutsche Volk, selbst wenn ihm in diesem Kriege nicht seine menschheitserlö- senden Ziele vor Augen stünden, schon aus Not­wehr nichts anderes als kämpfen für die nackte Existenz. Und dies unter allen Umständen zu tun, ist das deutsche Volk nicht nur im Hinblick auf sein eigenes Leben und seine Sicherheit, son­dern auch in Rücksicht auf den ihm von den älte­sten Generationen überkommenen Ehrbegriff

entschlossen. So hart und schrecklich immer ein Krieg von solch ungeheurer Ausdehnung, wie wir ihn führen müssen, manchem erscheinen mag: unsere Generation ist nicht die erste, die als deutsche einen solchen erleidet. Ob man an die Zeit des Dreißigjährigen Krieges denkt oder an die der Awaren- und Mongolen­stürme oder auch an das, was die preußische Generation unter Friedrich dem Großen erlitt und leistete: immer steht uns vor Augen, daß uns vom Schicksal aufgegeben ist, durchzukämpfen und zu vollbringen, was andere deutsche Generationen

vor uns bereits durchkämpft und vollbracht haben. Wie weit wir dabei schon dem Ziele nahe sind, kön- nen wir zwar im Augenblick nicht überblicken, wenngleich wir es uns gerne vorzustellen wünsch­ten in höchster Anspannung beim Einsatz unserer. Kräfte, über die wir gottlob zu Ende des vierten Kriegsjahres in nicht geringerem Matze als zu Be­ginn des Krieges verfügen.

Was wir in diesen vier Jahren in vorher jedem Militärfachmann unvorstellbar gewesenen Siegen bereits erstritten und erkämpft haben, stellt sich strategisch und wirtschaftlich so überragend den Augen jedes Unbefangenen dar, daß deiner, der nicht gottverlassen oder bezahltes Subjekt des Feindes ist, übersehen kann, wie sehr bereits der Endsieg uns verbürgt bleibt. Unsere unversiegba­ren nationalen Hilfsquellen stehen im Einklang mit der unerschütterlichen seelischen Kraft unseres Volkes, die nicht zuletzt aus dessen Bewußtsein sich ergibt, für eine neue Lebensordnung im deutschen und europäischen Raum zu kämpfen und mit der Zerschmetterung der alten Unordnung der Briten und Amerikaner (die lediglich auf Ausbeutung der Völker und der eigenen Massen hinzielt), der Menschheit ein gleichmäßiges, anständiges, in Frie­den und Sicherheit verlaufendes Dasein zu gewin,- nen. Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit setzen wir den perfiden Plänen unserer Feinde entgegen, die ganz abgesehen von den Segnungen der national­sozialistischen Wohlfayrtseinrichtungen, bei uns so­gar jene von Bismarck noch geschaffenen sozialen Werke wieder abschaffen möchten, damit, wie sie schamlos selber sagen, die Arbeitermassen in Eng­land und Amerika nicht zu „ungerechtfertigten Forderungen" an ihren Staat und dessen pluto- kratischen Despoten veranlaßt werden können.

Das deutsche Volk hat diesen Krieg wahrlich nicht gewollt. Aber da es damit gegen seinen Wil­len von seinen ewigen Feinden freventlich über­zogen wurde, hat es ihn entschlossen hingenommen, tapfer und erfolgreich die vier Jahre hindurch ge­führt und denkt gar nicht daran, ihn ohne klaren Sieg auf seiner Seite jemals zu beenden. Nichts kann dieses Volk in seiner Siegeszuversicht er­schüttern, keine Rückschläge, keine Terrorangriffe, keine Alltagssährnisse oder Unbequemlichkeiten. Alles, was uns heute an Opfern abverlangt wird, wird sich nach dem Siege hundertfach gelohnt haben. Alles, was wir an Gütern unter den An­griffen der Luftpiraten verlieren, ist ersetzbar. Un­ersetzbar aber bleibt unsere nationale Ehre und unser nationales Sein. Beides zu wahren, auf daß wir dereinst vor dem Urteil der Kinder derer, die an der Front und in der Heimat im deutschen Schicksalskampf ihr Leben ließen, bestehen kön­nen, ist uns selbstverständlich. Auch die schmerz­lichen Lücken, die dieser Krieg in unsere Reihen reißt, werden wieder aufgefüllt werden können, wenn nur die Grundlagen unseres nationalen Seins erhalten bleiben. Daß diese zu vernichten das satanische Streben unserer Feinde ist, das wis­sen wir heute alle besser, als es uns jemand zu sagen vermöchte. Gerade darum aber mag der Feind nur alle Hoffnungen, uns abermals zu über­tölpeln, fahren lassen, darum mag er der Erwar­tung entsagen, jemals unsere Fronten, wo immer sie verlaufen, wankend oder die Heimat am Ende wieder mürbe zu machen.

Von den Pyrenäen bis zum Mius, von Nars vik bis nach Süditalien, von der niederländischen Küste bis an die Gestade des Schwarzen Meeres haben sich die um ihre Zukunft bangenden übrigen europäischen Völker mit ihrer Arbeitskraft und zum Teil auch mit ihrem militärischen Potential, an die Seite des dämpfenden deutschen Volkes ge­stellt. Nach vielen Millionen zählt die im Dienste unserer Kriegführung eingesetzte europäische Ar^ beiterschaft und schmiedet mit der schassenden deut­schen Heimat in gewaltigen Produktionsstätten aus alten und neugewonnenen, unausschöpfbaren Rohstoffvorkommen, die ständig sich verbessernden Waffen für die Front. Diese aber in ihrer Haltung und Tapferkeit über alle Maßen bewundernswert. übertrifft sich nach wie vor jederzeit untz in allen Lagen immer wieder, wie schwer und manchmal verzweifelt auch oft das Standhalten vor vielfach überlegenen feindlichen Kräften sein mag, und wie zeitlich unabmeßbar auch die Dauer des Krieges den alten Frontkriegern erscheinen will.

Je länger der Krieg sich hinzieht, umso sicherer wird er zu unseren Gunsten verlaufen und es scheint uns/im Hinblick auf die Zustände im Lager der Feinde, die heute schon nicht mehr sich der un­bedingten Luftherrschaft rühmen können, nicht zu optimistisch zu sagen, daß die Zeit für uns arbei­tet. Der große und unfehlbare Garant aber unse­res Sieges ist und bleibt der Führer, der sein Volk nicht allein aus den Ketten von Versailles befreit