Ausgabe 
(1.9.1943) 241
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Erscheint 7mal chentlich

Monatsb-ziig r.SV RM etniqi ^uftellgedüh,^ Vostbezugspr«!, monatlich r.SV RM teinlchl. so.l rr»s Post,,gtba-r> ,»,««> «r Rps. Vestellgild Postiche« Kamburg I7L7L «n,«1» S«nvreII» »>>d «ufn-hm»ie»tn,unj,en lt Pi«t«. Nk« »usnabmetermin, ohn, Verbindlichkeit.

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Bremen, «beeren »U». K-I « lt> »' »tachlrol - lonnt-ss r«r«S Od-rnft, 8» -in» rivsi! Syke: Müblendamm r: vr -Kemeltngen Babn- hoistraste 8 S-le Pokft, Rot 18« 88: «r- 0-»ela« ^Röhrst» r< RuI « » 8: «r-Blumen- tbai: kavt-D-llmann-Etr. <1^3 Rat 88 u 8?

Varreiarnt^iclie Liiyeszettung

Das flmisbiatt des Negierenden Bürgermeisters der Zrcien Hansestadt Bremen

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oer NarioncUsdziaUften vremens

flmtliches verkündungsbiatt des Nelchsstattiialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 241 , 1Z. Jastrgastg

Mittwoch, 1. September 1S4Z

kinzelpreis 1S Npf.

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Drahtbericht unserer Berliner

er. «. ,ck. Berlin, 31. August.

-chriftlcilung

Der

Terrorkrieg mit Mordbomben spielt in der Kriegsrechnung unserer Gegner eine so über­geordnete Rolle, daß sie sich auch durch steil ansteigende Wirkungen unserer neuorganisier­ten Abwehr nicht so bald von ihren ver­brecherischen Unternehmungen gänzlich ab­schrecken lassen werden. Wiederum haben zwei westdeutsche Städte unter der Mordlust der britischen Mordgangster schwer zu leiden ge­habt. Die These, daß solche Lustangrisse im wesentlichen gegen militärische oder wehr- wirtschaftliche Ziele gerichtet seien, ist in­zwischen auch in den englischen Betrachtun­gen zu diesem Thema fast völlig zurückge­treten, seitdem sich der Häuptling der Luft­gangster, Harris, zu der Absicht bekannt hat, das deutsche Volk zu quälen und zu foltern, bis es winseln werde". Selbst in der schwe­dischen Presse, die ja wirklich längst nicht mehr der Deutschfreundlichkeit verdächtig ist, haben sich in der letzten Zeit Stimmen des Grauens und der Empörung gegenüber den britischen Methoden des Luftkrieges gehäuft, und heute meldet sich der Berliner Bericht­erstatter einer spanischen Zeitung zum Wort, um den Nachweis zu führen, das; der letzte Angriff auf die Reichshauptstadt sich ganz ausschließlich gegen Wohnviertel und gegen die Zivilbevölkerung gerichtet habe.

Ueber die Hintergründe mnd die Ziel­setzungen des britischen Vombenkrieges ist darum heute überhaupt kein Wort mehr zu verlieren. Dieser Sektor der Kriegführung hat nach britischer Auffassung darum eine so übergeordnete Bedeutung zu beanspruchen, weil er im engsten Zusammenhang mit allen anderen Maßnahmen des Nervenkrieges die Erschütterung und schließlich die Zertrüm­merung der deutschen Hcimatfront bewirken soll, nachdem man in England und in den Vereinigten Staaten allmählich doch zu der Erkenntnis gelangen mußte, daß der mili­tärische Angriff auf die Außenfronten der Festung Europa immer mehr zu'/einer hoff­nungslosen Angelegenheit wird. Gerade darum muß es zu einer besonders schwer­wiegenden Enttäuschung für un'ere Gegner werden, wenn sie sich langsam mit dein Ge­danken vertraut machen müssen, daß ihr Programm des hemmungslosen Terror­krieges einmal durch die Härte der Kampf­moral an der deutschen Heimatfront und zum anderen durch die Wirkungen der gesteiger­ten Abwehr zum Scheitern gebracht werden und daß die Zeit bis zum Beginn eines deutschen Eegenschlages nicht so durchschlagend genutzt werden könnte, wie man sich das wohl ausgerechnet haben mag. An die>em Punkte der Kriegführung kann Zeitverlust für den Gegner, der um­gekehrt Zeitgewinn für uns bedeutet, von ausschlaggebender Bedeutung werden.

Daß die ganz schweren Verluste an vier­motorigen Bombern, die die Briten bei ihren letzten Nachtangriffen und die Pankees schon vorher bei ihren Tagesunternehmungen zu verzeichnen hatten, drüben Anlaß zu sehr ernsten G-dankeu und zu Ueber! errungen über die Notwendigkeit taktischer und pro­grammatischer Umstellung im Luftkrieg ge­führt haben, darauf deuten heute schon man­cherlei Anzeichen hin. In der amerikanischen Oessentlickkeit bot es offenbar besondere Be­stürmung ausgelöst, als am Pnngstsonntag bei dem Angriff in Richtung auf Bremen und Kiel die Legende von der Unverwund- Larksit der schweren Pankeebomber durch er­hebliche Abschußerfolge der deutschen Jäger zerstört würd". Damals schon deutete sich die agitatorische Taktik an, mit der die Ameri­kaner der biem-durch bewirkten Schockwirkung zu b»"-egnen suchen. In den amtlichen ame­rikanischen Ber'chten wurden Abschußerfolge gegen deutsche Jäger veröffentlicht, die glatt aus den Zinnern gelooen waren. Die Van- kees ^nultivlim'-rten mit unalnublicher Frech­heit om Pünost'onntag tatsächlich erziel­ten Ad'chüsse glattweg mit 25. Diffe Me­thode bgb-n st" noch dem rurchtbaren Fiasko, das sie am 17. Angull beim Taaesangriff auk -wei süddeutsche Städte erlebten, und bei d"m sie etwa ein Drittel der zum An­

griff angesetzten Flugzeuge verloren, gerade­zu ins Groteske gesteigert. Heute kommen sie mit der lächerlichen Behauptung, daß es ihnen bei tzieser Gelegenheit gelungen sei, 303 deutsche Jäger herunterzuholen. Da wir in Wirklichkeit bei der Abwehr dieses ame­rikanischen Angriffes nur zwei Maschinen verloren haben, so .haben die Pankees in­zwischen ihre Multiplikationsziffer auf über 150 erhöht. Selbst in England hat man sich schon über diese amerikanische Zahlen- atrobatik lustig gemacht, die von kampf­erfahrenen Fliegern und Piloten nur so er­klärt werden kann, daß amerikanische Neu­linge jeden Kondensstreifen und jede ge­schickte Kurbelbewegung eines deutschen Jä­gers als Abschuß bewertet haben/ Dazu ist aber offenkundig entscheidend das agitato­rische Bedürfnis getreten, das den amtlichen Nachrichtenstellen derartige Uebertreibungen

zür Abmilderung der Bestürzung über die eigenen Verluste als eine Notwendigkeit er­scheinen ließ. Dieser Tage hat sich eine eng­lische Zeitung, gestützt auf ein umfangreiches Zahlenmaterial, ganz allgemein über die amerikanischen Erfolgsberichte ' lustig ge­macht, nach denen beispielsweise die Japa­ner schon viel mehr Schisse verloren halben müßten, als sie überhaupt jemals besessen haben.

Die Pankees könnten den Briten ant­worten, daß sie zunächst einmal vor der eige­nen Türe kehren möchten. Man braucht nur auf Churchills Taktik im Hinblick auf die Schiffsverluste zu verweisen. Was die Er­gebnisse des Luftkrieges betrifft, so hatten es sich die Engländer eine Zeit lang zur Gewohnheit gemacht, immer knapp so viele

(Fortsetzung auf Seite 2)

Alläsuen» cker erbitterksa üsmpke im Osksa

Z40O0 667-, sin ^skLlörsr unc/ v/sr Unsporksg/sr von c/suirc/isn 0 6ootsn im ^itts/mssr unc/ in c/sn 6cmc/gs6istsn c/ss >4tionti!e vsrssnlct

Aus dem Führerhauptquartier, 31. August. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:Der Feind setzte seine Angriffe gegen den südlichen und mittleren Abschnitt der Ostfront auch gestern mit un­verminderter Heftigkeit fort. Die erbitterten Kämpfe sind noch im Gange. 81 Sowjetpan­zer wurden abgeschossen. Im Seegebiet west­lich Taganrog versenkten leichte deutsche Scestreitkräste zwei von sechs feindlichen Mo­torkanonenbooten, schössen zwei Bomber ab und brachten Gefangene ein. In den Kämpfen der letzten Woche an der Mius-Front hat sich das 3. Bataillon des Ercpadier-Regiments 78 unter Führung des Oberleutnants Kechtbe­sonders ausgezeichnet. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge führten einen erneuten Ta- gesvorftoß gegen den Hasen August« und beschädigten in überraschendem Tiefangriff einen feindlichen Transporter sowie ein Lan­dungsboot schwer. In Luftkämpsen wurde dabei eine Spitsire vernichtet. Deutsche Jagd­flieger schössen im Raum von Neapel aus einem Verband von 88 angreifenden feind­lichen Flugzeugen 26 ab.

Ueber dem Atlantik brachten deutsche Fern- jagdflugzeuge ein britisches Grotzflugboot znm Absturz. Starke feindliche Fliegcrkräfte grif­fen in der vergangenen Nacht westdeutsches Gebiet an, besonders die Städte München- Gladbach und Rhcqdt. Die Zerstörun­gen und die Verluste unter der Bevölkerung sind beträchtlich. Nachtjäger und Flakartillerie

Prinz Simeon besteigt in Bul­garien den Thron feines Paters.

In einer im bulgarischen Rund­funk verlesenen Proklamation wurde bekanntgegeben, daß ge­mäß der Verfassung der Thron­folger Prinz Simeon von Tir- neoe, der om 16. Juni 1937 ge­boren ist, unter dem Namen Simeon ii- den Thron bestiegen habe. Bis zur Regelung der Re­gentschaftsfrage werde der Mi­nisterrat die Leitung Bulgariens übernehmen. Unser Bild zeigt: Prinz Simeon im September 1941 im Kreise von Soldaten während eines Manövers.

kresse-Zokkwavv

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der Luftwaffe schössen nach bisher vorliegen­den Meldungen 25 der angreifenden briti schen Bomber ab. Deutsche Untersee­boote versenkten im Mittclmeer und in den Randgebieten des Atlantik fünf Schiffe mit 34 888 BRT.. einen Zerstörer und vier Trans portsegler. Sie torpedierten ferner einen Tanker von 18 888 BRT. und schössen über dem Atlantik vier feindliche Flugzeuge ab Im Schwarzen Meer vernichteten Untersee­boote zwei sowjetische Bewacher und einen Seefchlepper mit drei Fahrzeugen."

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Rom, 31. August. Der italienische Wehr-! machtbericht vom Dienstag lautet:Erneute" Angriffe wurden von deutschen Fliegerver- bönden gegen in der Reede vor Augusta vor Anker liegende Schiffe durchgeführt. Ein Handelsschiff mittlerer Tonnage und einige mittlere Speziallandunasfahrzeuge wurden aetroffen. Die feindlichen Luftstreitkräfte führten am Montag Angriffe gegen Civita- Becchia (Dezimo) und die Umgebung von Neapel durch: bei allen Angriffen leisteten italienische und deutsche Jäger den feind­lichen Bombern und zweimotorigen Geleit­flugzeugen erbitterten Widerstand. Der Geg­ner verlor über Latium und Lampania 40 Flugzeuge. Zehn der feindlichen Maschinen wurden von unseren Jägern, 27 von deut­schen Jägern und drei durch die Flak zum Absturz gebracht."

Von Wilkrick 8 scke ,

llsiter cksr Abteilung Xulturpresss im llsicbsministsriuin kür Vollrssuklclärung unck propsgsncka

Wenn das Wort Renaissance nicht einer bestimmten Zeit geschichtlich zugeordnet wäre. müßte es den Jahrzehnten seit 1933 gegeben werden, und zwar in dem ganz konkreten Sinne eines Wiederlebendigwerdens grie­chischen Geistes und seiner Ausnahme in das Lebensgefühl unserer Zeit, rundherausgesaqt also in dem Sinne, daß wir auf diese Weise uns selbst als Zugehörige eines klassischen Zeitalters bezeichnen wollen.

Es ist noch nicht allzulange her, daß der Werr der Antike und insbesondere der grie­chischen Kultur für uns heutigen Menschen geleugnet wurde und man leichten Herzens glaubte, auf die Kenntnis der griechischen und lateinischen Sprache sowohl als auch griechischer oder römischer Philosophie. Kunst und Geschichte als unwesentlich verzichten zu können. Man erklärt ernstlich, daß es wich­tiger sei, sogenanntesreales" Misten zur Grundlage des Lebens zu machen, als die Bildungselemente, auf denen die gesamte europäische Kultur ruht.

Unterstützt wurde diese Ansicht die also auch die innere Bildung eines Menschen gleichsam auf der Kenntnis der Wirkungs­weise eines Dynamos begründen wollte in ihrer Ablehnung der Antike durch eine

Kellers! äer klieger Kliniker Kerlen

Osr nsus d/is/ c/s5 Osnsrcr/rtcr/rss c/sr /.u/tivo//s

Berlin, 31. August. Als Nachfolger des verstorbenen Generaloberst Jcschonnek wurde General der Flieger Günther Körten, zuletzt Befehlshaber eines Luftflotten- kommandos, auf die Stelle des Chefs des Generalstabes der Luftwaffe ber>ffen

General der Flieger Körten, am 26. 7.

1898 als Sohn des Regierungsbaumcistcrs Hugo Körten in Köln am Rhein geboren, wurde im September. 1914 im lothringischen Feldart.-Regt. Nr. 34 Soldat. Nach dem Heldentod seines Bruders, der mit den Kob­lenzer Pionieren ins Feld gezogen war, trat der Fahnenjunker Günther Körten zu dieser Truppe über. Er wurde im Mai 1915 bei Arras verwundet. Als Anerkennung für be­sondere Tapferkeit bei den Kämpfen in Frankreich und Rußland erhielt er beide Eisernen Kreuze verliehen. In der Nach­kriegszeit erwarb der damalige Oberleut­nant Körten den Flugzeugführerschein, worauf fliegerische Ausbildungskommandos im Ausland folgten. 1934 wurde er als Major in den Eeneralstab der Luftfahrt übernommen und dem Staatssekretär der Luftwaffe Milch zugeteilt. Zwei Jahre spä­ter übernahm er als Kommandeur eine Auf­klärungsfliegergruppe. Nach Aufstellung star- Sekei-I SilOerOiellst

ker Luftwaffenverbände im Südosten des Reiches zog Oberst E. Körten als Chef des Eeneralstabes einer Luftflotte in den Polen­feldzug. In der gleichen Dienststellung er­warb er sich, am 19. 7. 1940 zum General­major befördert, auch im Kampf gegen die Westmüchte hohe Führungsverdienste. Mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes wurde General Körten, inzwischen erneut zum Chef des Eeneralstabes der Luftwaffe Siidost berufen, nach siegreicher Beendigung der Feldzüge in Serbien und Griechenland ausgezeichnet. Auch an den Operationen, die zur Eroberung Kretas führten, war General Körten maßgeblich beteiligt. Am 1. 8. 1942 zum Generalleutnant und im Jahre 1943 zum General der Flieger befördert, war er ein volles Jahr Befehlshaber an der Ost­front, zuletzt an der Spitze einer Luftflotte, deren Verbände sich in der jüngsten Ab­wehrschlacht am Ladogasee rühmlich auszeich­neten. General der Flieger Körten ist Blut- ordensträger vom 9. 11. 1923 und. wurde in diesem Kriege am Kubanbrückenkopf erneut verwundet.

lldsrrsscdenöer VorrloÜ gegen «Isn llskea von Vsgsnrog

rcliEs /(ämpis im LÜc//iciisn unc/ mitt/s,sn ^ksc/initt c/sk Ost/ront - ssinc/ruc^vo/is, §üc/vvs 5 t/ic/i 6s///

Berlin. 31. August. Westlich und nordwest­lich von Taganrog folgten die starken An­griffsverbände der Bolschewistcn nur zögernd unseren Truppen, deren bewegliche Kympf- führung ihnen erheblich zu schaffen machte. Wie wenig die Bolschewisten in der Lage sind, die Planmäßigkeit unserer Maßnahmen zu stören, bewies eindrucksvoll der Vorstoß leichter deutscher Seestreitkräfte gegen den Hafen von Taganrog. Die Boote sollten Pioniertrupps an Bord nehmen, die bis zu­letzt am Feind geblieben wären, um nach­drängende Bolschewisten durch Zünden vor­bereiteter Sprengladungen zu vernichten. Die herankommenden Schiffselnhciten wurden zwar von Sow'rchombern entdeckt und an­gegriffen, aber bald stürzten zwei bolsche­wistische Flugzeuge im Feuer der Bo-rdflak ab, worauf die übrigen abdrehten. Obwohl damit das Ueberraschungsmoment verloren

.gegangen war, drang eine Gruppe deutscher Boote in den Hafen ein und stieß dort aus sechs Motokanonenboote. Während des sich nun entwickelnden Feuergefechts wurden zwei von ihnen versenkst Die Bolschewisten waren mit der Abwehr weiterer Angriffe und Ret­tungsaktionen an den sinkenden Booten so beschäftigt, daß sie das Anlandgehen einiger Bootsbesatzungen nicht verhindern konnten. Unsere Matrosen griffen noch schnell einige bolschewistische Sicherungen auf und kehrten mit ihren Ge'anaenen zu ihren Fahrzeugen zurück. Beim Rückmarsch wurde die Flottille noch einmal durch Sowietbomber angegriffen, die aber wieder durch Flaffeuer zum Ab- tn-eben oeZwungen wurden. R"ck> Erfüllung ibres Auftrages trafen sämtliche deutschen Boote nffeder in ibrem Stützpunkt ein.

S"'bffch und G b y e n m stick! der

Fetvb erneut mit nor.

erre'«b«e er sr-,«, eZinn->bn-" >st>w-'rer

Verluste nicht mehr als einige örtliche Ein­

brüche, bie sofort bereinigt oder Abgeriegelt werden konnten. Im mittleren Teil der Ost­front entwickelten sich südwestlich und west­lich Ssewsk wiederum harte Kämpfe, die noch anhalten. Das Schwergewicht verschob sich aber mehr nach Norden in die Abschnitte üdwestlich Wjasma und südwestlich V o l y j. Beide Angriffsunternehmen hatten als gemeinsame Stoßrichtung den Schnitt­punkt zweier großer Nachschubstraßen. Süd­westlich Wjasma versuchte der Fdind den gan­zen Tag über, durch fortgesetzte Angriffe bis zu Regimentsstärke die Front eines deutschen Korps einzudrücken, er wurde aber von unseren Grenadieren im Zusammenwirken mit der Luftwaffe in schweren Kämpfen unter Abriegelung oder Bereinigung örtlicher Ein­bruchsstellen abgewiesen.

Sehr viel schwerer war noch der neue Stoß gegen unsere Linien südwestlich Belyj. Hier grisien die Eowsets nach starker Artillerie­vorbereitung in den frühen Morgenstunden

mit etwa fünf Divisionen und 50 Panzern auf breiter Front an. Unter Abschuß von 16 Panzern wurde der Feind auch hier blutig zurückgeschlagen. Nach Säuberung kleiner Einbruchsstellen war am Abend die gesamte Hauptkampflinie wieder fest in unserer Hand. Dieser eindrucksvolle in seinen Auswirkun­gen wichtige Abwehrerfolg ist in erster Linie unseren Grenadieren und den Schulter an Schulter mit ihnen kämpfenden Panzerjägern zu verdanken. Schon in den vorausgegange­nen Gefechten haben unsere an dieser Front eingesetzten Truppen dem Feind empfindliche Verluste beibringen können. Im Abschnitt einer Jnsanterie-Division wurden allein innerhalb von vier Tagen 64 Sowsetpanzer vernichtet, davon 41 durch Sturmgeschiitze, die übrigen durch Panzerjaoer. Gleichzeitig wurde nach Kefangenenaussaqcn durch Ab- webrkampf der Grenadiere und durch Ver­nichtungsfeuer der Artillerie eine ganze so­wjetische Schützendivision zerschlagen.

Anschauung, die, obwohl sie von völlig an­deren Voraussetzungen ausging, sich in ihren tatsächlichen Folgerungen mit jener zivff.isa- torisch-technizistischen traf: wir meinen jene seltsame Auffassung, daß die Antike nichts mit-der Entwicklung des Deutschtums des germanischen Wesens überhaupt zu tun habe, ja, daß es sogar eine Verirrung, mehr noch eine Hinwegführung unseres Wesens von seiner eigentlichen Wurzel darstelle, wenn man sich ihres Studiums befleißige unv also in ihren geistigen und sinnlichen Bann ge­riete.

Es ist nun kein Zufall, daß entgegen bei­den Maximen der Nationalsozialismus sich in seinen Kulturschöpfungen sogleich und ohne zu schwanken der Klassik zuwandte. Die Bauten von Pros. Troost und Pros. Speer atmen ebensosehr diesen Geist der Klassik, wie die Plastiken, die aus dem Hause der Deut­schen Kunst jedem bekannt sind. Auf den deutschen Bühnen folgen sich die Stücke, die antike Srofse behandeln, und die großen klassischen Dramen eines Aeschylos. Sopho­kles und Eurypides gehören wieder zum fe­sten Bestände der Spielpläne. Die deutsche Lyrik hat nicht nur- die antiken Strophen wieder aufgenommen, sondern spricht un­mittelbar antike Stoffe an. Während das deutsche Volk in einem Kriege steht, der ffir ganz Europa nicht weniger schicksalsealschci- dend ist, als es seinerzeit die Verssrkripge waren, haben gleich zwei namhafte deutsche Dichter aufs neue den Hexameter als Vers­maß für Erzählungen aus eben dieser Kampf­zeit gewählt, so auch formal den Anschluß an jene Zeit vollziehend, die vor uns die Antike zur Grundlage ihres Lebens machte und gerade deshalb uns nun als eine der reinsten Ausprägungen. deutschen Wesens übcrbaupt erscheint: die Zeit Hölderl'ns und Goethes.

Es ist stets als einzionrtiges und bislang nicht vollkommen erklärbares Pbänomen an­gesehen werden, daß die innere Haltung und Kultur eines kleinen Volkes über zweiein­halb Jahrtausende hinweg als ein nicht wie­der zu erreichendes Vorbild europäischen Menschentums empfunden wurde. Nicht nur das Römertum unterwarf sich der Gewalt ariechffchen Wesens, sobald es mit ihm zu­sammentraf. auch die Germanen spürten, als sie es. wenn auch in einer späten und bereits umgestalteten Form. in Byzanz und- Rom kennenlernten, sogleich zu ihm eine seltsame Verwandtschaft. Der - Einfluß griechischen Geistes auf das Zeitalter der Ottonen ist fraglos größer, als die landläufige Ge­schichtsschreibung ibn darstellt. Die Wirkung der Renaissance auf alle oermoniichen Völker ohne Ausnahme bedarf keiner besonderen Un­terstreichung. Bedeutungsvoll wende! sich die deutsche Klassik um 1800 ebenfalls dem Krie-. chentum zu. indessen die französische Revo­lution sich darin gefäll. im Gewände alt- römischer Toaen einbsrzustolzier-en.

Wenn die deutsche Revolution nun die eine germanische Revolution ist, und in einem weit umfassenderen Maße Europa um­gestaltet, als es die französische je tat sich gleichfalls Zur Antike bekennt und ins­besondere zur Antike der reinsten Nvsvrä- aung, ihrer perikicischen . klassischen" Zeit, dann ist dies Verhalten, um so mehr als es ein weita-ebendes Echo überall findet und sogleich diese Haltung vom ganzen Volke als ihm wesensgemäß einmünden und angenom­men wird nichts Aeußerliches ume Ver- standesmäßiges, sondern die Kenntlich- machung einer Gemeinsamkeit der Haltung, die uns und das Griechentum der Antike verbinden. Die griechische Kunst ist uns nicht iremd, ihre Art zu bauen erkchoint uns 8?r linieren adäauat, ibre Bildwerke, ibre Pla­stiken sind Geist von unserem Geiste, 'hre Dramen sprechen uns unmittelbar m ihren Menicken und deren Sch'^ialen an, und die ariechiiche Pbffoscwhie drückt unffre Gedan­ken m überraschender Genauiakcit aus

Wir können dieses merkwürdige Faktum mit den Worten umschreiben, daß rmr heute