Ausgabe 
(31.7.1943) 209
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der Nationalsozialisten vreinens

flmtliches lerkündungsbiatt des lcichsstattstalkers in Oldenburg und lrernen

Nr. 209, 1Z. Mrgang

Sonnabend, Z1. Zuli 184Z

5in;elpreis 15 Nps.

Oonäor-klugrsugs bsbämoksn Kelettrüge

Berlin, 30. Juli. Deutsche Fernkampfflug­zeuge vom Londor-Typ sichteten in den Mor­genstunden des 29. Juli nordwestlich vom Cap Finisterre einen auf nördlichen Kurs laufen­den feindlichen Eeleitzug, der durch fünf Be- wacher, zwei Flakkreuzer und Zerstörer so­wie einen Hilfskreuzer, dessen Flugzeuge das Seegebiet östlich des Geleits überwachten, ge­sichert war. Ungeachtet dieses besonders star­ken Schutzes setzten unsere Londor-Bomber sofort zum Angriff an. Ein schwer beladenes Handelsschiff von 19 000 BRT. erhielt gleich beim ersten Angriff mehrere Bombentreffer, denen heftige Explosionen folgten. Bald war das Schiff völlig in Rauch und Feuer gehüllt und versank. Ein Frachter von etwa 7000 BRT. erhielt einen Bombentreffer dicht neben der Steuerbordseite. Der Frachter muhte kurz darauf seine Fahrtgeschwindigkeit stark herabsetzen und blieb mit sinkendem Vorschiff hinter dem Geleit zurück. Andere Condor-Flugzeuge bekämpften zur gleichen Zeit einen auf südlichem Kurs ausgemachten Eeleitzug, wobei ein Handelsschiff von 8000 BRT. Bombentreffer an Steuerbord und Backbord erhielt. Bereits am 28. Juli hatten unsere Fernkampfflugzeuge mehrere hundert Kilometer westlich Cap Finisterre ein briti­sches Geleit angegriffen und ebenfalls ein 8000 BRT. grohes Handelsschiff stark be­schädigt.

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Führerhauptquartier, 30. Juli. Der Führer hat dem Duce zu seinem 60. Ge­burtstag durch den Generalfeldmarschall von Kesselring als persönliches Geschenk die Ge­sammelten Werke von Nietzsche in einer beson­ders gefertigten einmaligen Ausgabe mit einer herzlichen Widmung übersandt.

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Berlin, 30. Juli. Im Kampfraum von Orcl hielten die Bolschewisten am Donners­tag ihren Druck weiterhin ausrecht. Starke Regenfälle und Verschlammung des Gelän­des zusammen mit den anhaltend schweren Verlusten der letzten Tage zwangen jedoch den Feind, seine starken Infanterie- und Panzerangrisse auf einzelne Abschnitte zu konzentrieren, die sich im übrigen aber aus örtliche Vorstöhe beschränken. Den Haupt- angriff führten die Sowjets mit etwa 200 Panzern. Bis aus eine bereits abgeriegelte örtliche Eindruchsstelle, um deren Vereini­gung noch gekämpst wird, scheiterten alle Vorstöhe im Zusammenwirken mit den trotz der ungünstigen Wetterlage gestarteten Sturzkampffliegervcrbänden. Die Kämpfe waren wieder sehr hart und kosteten die Bolschewisten 14 Panzer.

Die vorübergehende Abschwächung der feindlichen Angriffstätigkeit an Teilabschnit­ten der Orel-Front liegt vor allem an dem erbitterten Widerstand unserer Truppen und den sich daraus ergebenden schweren Ver­lusten der Angrxifer begründet. Aus den Verhören neu eingebrachter Gefangener und den Aussagen der in wachsender Zahl in unseren Linien eintreffenden Ueberläufern ergab sich, dah einzelne Sowjetkompanien bis auf fünf Mann zusammengeschmolzen sind und, andere Kompanien in wenigen Tagen viermal ihre Führer verloren haben. Nach weiteren Vernehmungen blieben von einer ganzen kriegsstarken Kompanie nach einem einzigen Kampftag nur 29 Mann übrig, und

einige Regimenter sind bereits restlos aus­gefallen.

Dah diesen starken Verlusten beim Feind verhältnismähig geringe eigene Ausfälle gegenüberstehen, ist die Folge der sich täg­lich von neuem bewährenden elastischen Ab­wehrtaktik. Ihre Anwendung erfordert aber von der Führung wie von der kämpfenden Truppe ein hohes Mäh militärischen Kön­nens. Nur sehr gut ausgebildete Verbände können Bewegungen ausführen, wie sie jetzt der Kampf täglich verlangt.

Gemessen an den anhaltend schweren Kämpfen im Raum von Orel war die Ge- fechk'Stätigkeit an den übrigen Fronten nur gering. Am Kubanbrückenkopf stich der Feind südwestlich Krymskaja zweimal in Kompaniestärke vor, blieb aber im Feuer liegen. Eegenstöhe unserer Grenadiere, die eine in den letzten Tagen entstandene Ein- bruchsstclle zu bereinigen suchten, gewannen nach heftigen Waldkämpfen an Boden. Der Feind bemühte sich im übrigen, seine in den letzten Tagen stark angeschlagenen Verbände aufzufrischen, doch griffen Stukas die an- rückeden Reserven wirksam mit Bomben an.

Auch am MiuS und am Donez blieb es bis auf vereinzelte Vorstöhe in Kompanie­stärke und lebhafte Stohtrupptätigkeit ruhig. Bei Bjelgorod versuchte der Feind unsere Stellungen durch örtliche Angriffe abzu­tasten, wurde aber überall blutig abgeschla­gen. Unsere Luftwaffe war dagegen im Sü­den der Ostfront wieder sehr aktiv. Deutsche und rumänische Kampf- und Schlachtflug­zeuge griffen feindliche Stellungen im Raum

Kuibpschewo an, und Stukas bombardierten Truppenbewegungcw. am Donez und bei Bjelgorod. In der Mitte der Ostsronl rich­teten sich die Angriffe unserer Kampfflug­zeuge gegen Ausladungen und Nachschub- zentren des Feindes und gegen Bahnhöfe. Truppcnquartierc und Flugplätze.

Südlich des Ladogasees war die Angriffs- tätigkeit der Bolschewisten weiterhin schwach. Nur an- einzelnen Abschnitten setzte der Feind seine Voxstähe in Bataillonsstärke fort und unterstützte sie mir Panzern und Schlachtfliegern und heftigem Artillerie­feuer. Harte Kämpfe entwickelten sich im Abschnitt einer Gebirgsjägerdivision, wo der Feind vorübergehend in unsere Lfnie ein­dringen konnte. In erbitterten Nahkämp­fen wurden die Bolschewisten schliehlich auch hier geworfen und dabei sieben Panzer ab­geschossen. Der rasche Erfolg des Gegenstoßes ergab sich aus der guten Zusammenarbeit zwischen Infanterie und Artillerie, da das gut liegende Sperrfeuer den Feind daran hinderte, weitere Reserven in die Einbruchs­stelle zu werfen.

Auch südlich des Ladogasees sind die blu­tigen Verluste des Feindes sehr schwer. Wie von Gefangenen ausgesagt wurde, sind auch hier bolschewistische Kompanien, die nur noch eine Kopfstärke von fünf oder acht Mann haben, keine Seltenheiten mehr. Da der Feind seine Angriffsabsichten jedoch noch keineswegs aufgegeben hat, versucht er, Ver­stärkungen heranzubringen, die beim Ab­transport und in ihren Quartieren von un­seren Kampffliegern fortgesetzt wirksam bombardiert wurden. '

ösi Orel ivisäsr dsiliss LugrMs abgewiesen

Der -eisÄ- --Mi-e

Das Gesetz dieses Krieges, der aus dem unversöhnlichen Hah unserer Gegner entstan­den ist, steht groß und unerbittlich über uns. Der Krieg war seinen tieferen Gründen nach, das weih jeder Deutsche, unvermeid­bar und zwangsläufig. Es geht und ging von allem Anfang an unseren Gegnern, das haben sie längst in aller Offenheit zugege­ben, nicht um ein Regime in Deutschland und um die innere Ordnung unseres natio­nalen Lebens, sondern es geht ganz einfach darum, dah sie ein freies, sich selbst bestim­mendes Deutschland auf dieser Welt nicht dulden wollen, und dah ihr Hah das Leben eines jeden Deutschen bedroht! Deutschland soll nicht leben — Deutschland, das durch seine blohe Existenz ein ihnen verhahtes Bei­spiel für eine Welt der echten sittlichen Werte, der ehrlichen Leistung und eine allzu lästige Mahnung des Weltgewissens ist, das von der jüdischen Weltverschwörung, die von den Plutokratien bis zum Bolschewismus reicht, so verbissen geleugnet wird.

Wir haben es bereits einmal vor fünf­undzwanzig Jahren erlebt, wie der entsetz­liche Hah von Versailles Deutschland in töd­liche Fesseln geschlagen hatte in denen Deutschland allmählich ersticken sollte, als ein Opfer, das durch seine Zuckungen sich selber in seinen mit teuflischer Verrücktheit ge­schlungenen Fesseln erdrosseln sollte. Als banst. wider alle Voraussicht der Feinde, Deutschland in einem ungeheuren Aufbruch seiner inneren Lebenskräfte sich doch wieder erhob und die Fesseln sprengte, um durch seine friedliche Arbeit, durch den Fleih und die Tüchtigkeit seiner Axheiter und Bauern und Ingenieure und Erfinder seinen Platz an der Sonne sich ehrlich und fleihig zu ver­dienen, da begann aus dem alten Hah die neue Perschwörung. Und dieser Hah war un­versöhnlich, was immer Deutschland auch tun mochte, seinen guten Willen aus ehrlichem Herzen zu beweisen. Deutschland sollte ja nicht leben ...

Berlin, 30. Juli. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luft­waffe, Reichsmarschall Eöring, das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Unteroffizier Erich Peter. Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader.

Vor dem Feind fiel der Leutnant und Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, Herbert B rönnle, ein erfolgreicher Jagd­flieger, dem der Führer am 14. 3. 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh.

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Genf, 30. Juli. Die abfälligen Bemerkun­gen des britischen Innenministers Morrison über die irische Neutralität, die bereits von „Jrish Preß" und von dem Premierminister de Balera persönlich zurückgewiesen wurden, erfahren nunmehr auch in dem irischen La- bour-Blatt „Torch" eine Entgegnung. Wenn Morrison sagte, so heißt es dort, man werde in England nicht vergessen können, welche Haltung Eire in dieser Zeit einnehme, so stellte dies eine versteckte Drohung dar, zu­mal Morrison selbst zugeben muhte, dah Eire zu seiner Haltung berechtigt sei. Das La- bour-Blatt gibt dann eine kurze Uebersicht über Englands Haltung gegenüber Irland in der Vergangenheit, erinnert an die Home- Rule-Kämpfe, an den Betrug Irlands ge­genüber nach dem letzten Kriege, wo Eng­land' angeblich für die kleinen Nationen ^ kämpfte, und fährt wörtlich fort: „Wie Eng­land seine Liebe für die kleinen Nationen zeigte, beweist die 1916/1921 auf Irland losgelassene Blutlust, als Irland nichts an­deres tat, als Englands Aufrichtigkeit auf die Probe zu stellen. Nun die Zeit könnte uns helfen, diese Handlungsweise zu ver­geben. Morrison war nicht so töricht, derar­tige Bemerkungen über Schweden und frü­her Norwegen zu machen."

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Aus dem Fiihrerhaup.quartier, 30. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: ,,^m Kampfabschnitt von Orel wurden wiederum heftige Infanterie- und Hanzerangriffe abgewiesen. Südlich des La­dogasees lieh die feindliche Angriffstätig­keit weiter nach. Wiederholte örtlich be­grenzte Angriffe der Bolschewisten mit starker Panzer- und Schlachtfliegerunterstützung wur­den blutig abgeschlagen. Deutsche Seestreit­kräfte beschossen erneut feindliche Stellungen an der Mius - Front und beschädigten durch Artillerietreffer einen Panzerzug. Im Fin­nischen Meerbusen wurde durch leichte See- streitkräste ein leichtes sowjetisches Kriegs­fahrzeug versenkt. Aus Sizilien schlugen deutsche Truppen im Mittelabschnitt der Ab­wehrfront feindliche Durchbruchsversuche un­ter Verlusten für den Gegner ab. .Vor der

Südküste der Insel erhielt ein feindlicher Transporter von 8000 BRT. so schwere Bom­bentreffer, dah mit seiner Vernichtung gerech­net werden kann. Im Atlantik versenkte die Luftwaffe ein Handelsschiff von 10 000 BRT. Zwei weitere grohe Schiffe wurden schwer getroffen. Feindliche Bomberverbände griffen am gestrigen Tage Helgoland sowie einige Orte im norddeutschen Küstengebiet, darunter Kiel, an und führten in der vergangenen Nacht erneut einen schwe­ren Terrorangrisf auf Hamburg, durch den weitere Verwüstungen in der Stadt her­vorgerufen wurden. Die Bevölkerung erlitt hohe Verluste. Luftverteidigungskräfte schös­sen 54 feindliche Flugzeuge ab. Deutsche Kampfflugzeuge warfen in der Nacht zum 30. Juli Bomben auf Ziele in Südengland. Küstensicherungsstreitkräste der Kriegsmarine

versenkten in der vergangenen Nacht nördlich Terschelling ein britisches Schnellboot."

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Rom, 30. Juli. Der italienische Wehr­machtsbericht vom Freitag lautet: „In Sizi­lien sind die Truppen nach wie vor immer erneuten heftigen Angriffen des Gegners in harten Kämpfen ausgesetzt. In den Gewässern östlich der Insel haben ita­lienische Schnellboote Angriffsvorstöße ent­sprechender gegnerischer Einheiten gegen unsere Geleite zurückgewiesen. Flieger­angriffe auf einige Ortschaften Latiums und der Campagna verursachten leichte Verluste. Unsere Jäger nahmen den Kampf mit eiirem Verband auf, der Neapel überflog, und schös­sen ein zweimotoriges Flugzeug ab."

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Bangkok, 30. Juli. Subhas Chandra Böse erklärte in einer Rede: „Die Zeit muh kom­men, und ich hoffe, sie kommt recht bald, wo unsere Befreiungsarmee an der jüdischen Grenze erscheint. Heute ist unser Schlagwort: „Auf nach Delhi!" Alle Soldaten, die an der Parade in Schonan zu Ehren Tojos teil­nahmen, wuhten, dah dies nur der Anfang rvar, die Aufgabe ist erst dann gelöst, wenn indische Truppen vor der Festung Delhi pa­radieren".

B»se dankte weiter der thailändischen Re­gierung und dem thailändischen Volk für ihre großzügige nachbarliche Hilfe und wies auf die radikalen Aenderungen „von Hong­

kong bis Rangun und Mandalay" hin. Die Ausrottung des britischen Einflusses aus dem Pazifik-Raum sei eindeutig: „Wenn es heute noch Inder gibt, die die Tatsache an­zweifeln, dah das britische Weltreich^zerfällt, dann mögen sie eine Reise durch das Gebiet machen, das einst unter britischer Herrschaft stand und in dem der britische Einfluß jetzt ausgelöscht ist".

Der Redner erinnerte weiter an Indiens langen Freiheitskampf und lobte die Inder, die ihr Leben für ihr Land Hingaben. Ost sei der Versuch zur Aufstellung einer Unab­hängigkeitsarmee in Indien gemacht worden, man konnte aber jedesmal nur einen Teil-

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erfolg erzielen, da die Engländer die führen­den Inder ins Gefängnis warfen. Jetzt, wo die indische Nationalarmee gebildet sei, müß­ten alle wehrtüchtigen Inder aufstehen und kämpfen.

Böse stellte schliehlich fest, dah die Inder eine gewaltige Streitmacht zum Sturze der britischen Herrschaft in Indien aufstellen mühten. Die indische Freiheitsbewegung werde diesmal nicht bei halben Maßnahmen stehenbleiben. Die Revolution müsse diesmal Erfolg haben. „Wenn wir diese Gelegenheit vorübergehen lassen, dann wird eine ähn­liche in den nächsten 100 Jahren nicht wie­derkommen. Wir sind stolz darauf, in einer Zeit zu leben, die eine geschichtlich grohe Zeit genannt werden wird. Wir sind der Vor­sehung dankbar, daß wir Gelegenheit haben, unserem Vaterland zu dienen und für die Freiheit zu kämpfen. Wir werden freiwillig unser Blut für Indiens Freiheit und für die Bewahrung dieser Freiheit in aller Zukunft hergeben."

Nein, Deutschland soll nicht leben! Das ist in aller Nüchternheit die Formel, auf die die sogenannten Kriegsziele unserer Tod­feinde im Westen und Osten klar und einfach zu bringen sind. Das bedeutet also, daß Deutschland in diesem uns aufgezwungenen und unausweichlichen Kriege unt sein Leben kämpft, ganz buchstäblich um das Leben je­des einzelnen Mannes, jeder deutschen Frau und jedes Kindes. Deutschland kämpft um seine nationale Existenz und damit um sein biologisches Dasein glicht für zwanzig oder hundert Jahre, sondern für alle Zukunft!

Es ist notwendig, dah wir uns immer die­ser Erundtatsachen in aller Klarheit entsin­nen. In klarer Nüchternheit der Erkenntnis, dah wir also um unseres Lebens und der ganzen Zukunft willen den Weg durch die Feuer des Krieges zu Ende gehen müssen, in der Härte eines unverrückbaren und unab­dingbaren Entschlusses und in jenem Hah, der nun in unseren Herzen brennt, ohne sie jedoch zu verbrennen,- — in dieser Haltung, die allein uns dem großen und schweren Schicksal gewachsen sein läßt, uns gefeit macht gegen alle Gefahren, und die uns un­erschütterliche Bürgschaft ist der Gewißheit, dah dies alles nicht umsonst ist. gehen wir unseren Weg weiter.

Als Vorbild haben wir in allen Stunden, auch und gerade in den dunklen Stunden, den grohen Deutschen, den wir unsern Füh­rer nennen dürfen und der vor ällen ande­ren die schwere Last des deutschen Schicksals und aller Schmerzen trägt, durch die wir hin­durch müssen. Und voller Dankbarkeit schauen wir in der Heimat zu jeder Stunde auf das Aufgebot der Nation, auf die Soldaten an den Fronten dieses Krieges. Das Maß unse­res Stolzes auf sie ist das Maß der Gewiß­heit des Sieges ^ und unser Stolz suf.sie ist grenzenlos! Wie sie in der neu entbrann­ten riesigen Abwehrschlacht des Ostens wie­der kämpfen, mit welcher hohen soldatischen Ueberlegenheit sie die gegnerischen Massen an dem beweglichen Wall ihrer Abwehr und ihres Gegenstoßes sich verbluten lassen und

6 s/ c/sn logungsn c/sr sug/irc/isn 6 swsr/c 5 c/ici/tsn ^«>ci s/n po/it/rc/isf - 4 u/po 5 §s 5 c/sf 5 ow,'st 5 cmvvsssnc/ §s/i

Drabtbericht unterer Berliner Schrittl-irunz

Zos. Berlin, 30. Juli. Die fiktive Be­seitigung der kommunistischen Internationale in Moskau durch Stalin, stich von Anfang an auf begründeten Zweifel. Heute liegen die Beweise dafür vor, dah hier nichts an­deres als ein großer Bluff vorliegt. Es steht dahin, inwiefern dieser Versuch der bolsche­wistischen Weltpest, der von England in das europäische Gebiet hereingetragen wurde, einmal an denen sich rächen wird, die ohne Rücksicht auf die größere Idee diesen Verrat an Europa unternahmen. Schon heute meh­ren sich die Anzeichen, dah insbesondere Eng­land die Geister, die es einnzal rief, nicht mehr los wird. Deutlicher zu erkennen ist dieser Eachverhalt an den Tatsachen, die sich um die britischen Gewerkschaften abspielen. Sir Walter Citrine, der soeben von einer längeren Reise nach Moskau zurückkam, gab eine Erklärung ab, nach der in Zukunft bei den Tagungen der englischen Gewerkschaften jeweils ein politischer Aufpasser der So­wjets anwesend sein wird. „Eine offizielle Einladung zur Entsendung eines sowjeti­schen Gewerkschaftsvertreters aus der höch­sten Führung ist jetzt abgegangen und wird mit Sicherheit angenommen werden." Hin­ter dieser höflichen und diplomatischen Form verbirgt sich der Zwang, den die Sowjets schon lange auf den englischen Verbündeten ausüben, in dem sie der. bolschewistischen Propaganda den Eingang in das englische

Leben eröffnen. Man darf sich hier keinen Täuschungen hingeben. Die Sowjets gehen nach einer ganz ähnlichen Methode vor, wie sie von den Amerikanern gegenüber Eng­land angewandt wird. Der Unterschied be­steht lediglich darin, daß die Provinzen, die die Bolschewisten zu erobern versuchen, auf den ideologischen Gebieten liegen, während die Pankees sich an den Sachgiitern schadlos hglten.

Da mehr als eine Woche zwischen der Rückkehr Citrines und der Absendung dieser „Einladung" verging, darf mit Recht gefol­gert werden, dah die britischen Gewerkschaf­ten nicht so entzückt über diese Liebenswür­digkeit des sowjetischen Verbündeten sind, die jetzt aus dem Tenor der Einladung hervor­geht. In der Tat werden Bevin und seine Parteifreunde als wenig angenehm vermer­ken, wenn ihre Debatte von einem sowjeti­schen Aufpasser abgehört wird. Das trifft rlm so mehr zu, als auf dem Programm der englischen Eewerkschaftstagung nach wie vor die Einschmelzung der kommunistischen Partei in England akut bleibt. Es besteht kein Zweifel darüber, dah nach der angeb­lichen Auflösung der Komintern Parteigän­ger Moskaus jeden nr^r, möglichen Versuch unternehmen, auf dem Umweqe über den Eingang in die sozialistischen Parteien und in die Gewerkschaften überall verstärkt Fuß zu fassen. Bezeichnend ist dabei, dah man in Moskau offensichtlich England als dasjenige

Gebiet betrachtet, das am ineisten reizt und am tauglichsten für einen derartigen Ver­such erscheint.

Dah darüber hinaus die weltrevolutionäre Idee des Bolschewismus auch anderweitig beständig wirksam bleibt, versteht sich am Rande. Bemerkenswert bleibt aber, daß Citrine auch darüber gewisse Mitteilungen macht. Moskau beabsichtigt, nicht allein England und Amerika, sondern auch die Dominien sowie die südamerikauischen Län­der einem anglo-sowjetischen Gewerkschafts­verband anzugliedern. Mit der Verwirk­lichung dieser Absicht wäre die Vorstufe für die Weltherrschaft des Bolschewismus ge­schaffen. Von Europa ist bemerkenswerter Weise bei diesen Planungen nicht die Rede. Moskau glaubt, auf den Trümmern der Alten Welt seine eigene Herrschaft errichten zu können, wobei ihm England die Dienste eines. Steigbügelhalters leistet. Wenn je, dann wurde nunmehr mit dieser neuen Form der bolschewistischen Komintern be­wiesen, wie richtig unsere gegen die Inter­nationale geäußerte These war. Ileberall bricht dieser Gedanke durch. Wenn heute die kommunistischen Parteien „internationa­lisiert" werden können, so bricht aus ihnen morgen ihr internationaler Gehalt um so unmißverständlicher heraus. Es bleibt un­möglich. aus einer Ente einen Schwan zu machen, Aus einem Kommunisten wird nie­mals ein Patriot werden.

voutrcbor r«rr«8re, uu« U-8oo«-1s,b. vor ric8srun,r>Iu,reug ,1b« burcb SUnltSlgnolo U-Sool/Usrm. Im Uu ««e8sn -II« volecliirrmilonon 8«, lorrlörorr boren,. oulb «Irb bor ,onouo Slonbort bor gomolbolon «olnüllcbon V-Soolo, su>,smscb«. PU.-Uriexsdericdler Stemmen (Scb.)

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