Ausgabe 
(26.7.1943) 204
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erschei nt 7mal wöchent lich

Monaisdezug 2,8V RM ekn>qi Zustellgebühr; Poftbezugsprets monatlich 2.88 RM letnlchl. S0.l Rps Postzettungsgebührl ,o,ügl 42 Rps. Bestellgeld Postlch-Ü: Hamburg 17272 «n,et» genpreise und Aufnahmebedingungen lt Preis­liste. Ausnahmetermln« ohn« Verbindlichkeit.

vremer Zeitung

Geschäfts st eilen:

Bremens Geere» 8/8. Aul 2 18 81. illachlrui u. lonntags 2 47 8b Obernst, «8. Rui 2 >8 81; Syke: Mühlendamm 2; B, -Hem-lingen Bahn- hofstratze 8. ES- Poststr. Rui 4 84 88. Br.- Veg-l-ck- Röhrst, 24 Ru» 4 u 8; Br -Blumen, tbal: Kart -Dallmann-Etr. 41/43. Ruf 88 u 88

VLrliriamtKclie Layeszettung

Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeistcrs der Zreien Hansestadt vremen

Nr. 204 , 1Z. Mrgang

üer Nationaisoziatisten. Vremens

flmtliches verkündungsbiatt des Ncichsstattliallers in Oldenburg und vremen

Montag, 2 S. IuU 1 S 4 Z

kinzelpreis 15 Nps.

8tütsounkt-»ommsnäLni rsttsts Sie 8ituLtion

Berlin, 25. Juli. Im Zuge ihrer Angriffs­tätigkeit versuchten die Sowjets, auch in die Stellungen nördlich Dorogobusch ein­zudringen und die Hauptkampflinie aufzu­rollen. Batterien aller Kaliber, Salven­geschütze, Pak und Granatwerfer bereiteten in einem 20 Minuten anhaltenden Trommel­feuer den Angriff vor. Nachdem die Sowjets Minensperre und Drahthindernis beseitigt hatten, traten sie unter dem Schutz des Mor­gennebels mit drei Kompanien und zwei starken Stoßtrupps als Angriffsspitze,gegen die Stellungen einer sächsischen Einheit an. Während der Feind im zusammengefaßten Abwehrfeuer der Infanteriewaffen schon vor der Hauptkampflinie überall blutig abge­wiesen wurde, wobei er über hundert Tote und viele Verwundete verlor, gelang es einer feindlichen Panzergruppe, in einen unserer vorgeschobenen Stützpunkte einzudringen. Da warf sich der Stützpunktkommandant, ein deutscher Unteroffizier, mit nur vier Grena­dieren der Uebermacht von 50 Volschewisten entgegen. In dem sich nun entspinnenden Kampf gelang es der kleinen tapferen Schar, die Volschewisten mit über 100 Handgrana­ten und ununterbrochenem Maschinengewehr­feuer in wenigen Minuten restlos zu vernich­ten und so ein Aufrollen unserer Stellungen zu verhindern.

vor irslisniscliö VekrmaclilLberickt

Rom, 25. Juli. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt:In Sizilien fanden auch gestern harte Kämpfe statt. Der feindliche Ansturm der im öst­lichen und mittleren Abschnitt aufgehalten wurde, wiederholte sich mit besonderer Hef­tigkeit am nördlichen Flügel unserer Auf­marschlinie. Unsere Bomber träfen einen Dampfer mittlerer Tonnage im Hafen von Auglista. Deutsche Jäger und kleinere Ein­heiten der deutschen Kriegsmarine schössen in den beiden letzten Tagen elf Flugzeuge ab. Ein weiteres Flugzeug wurde über der Küste Lalabriens von unseren Jägern zerstört. Livorno wurde von feindlichen Flugzeugver­bänden bombardiert. Die Schäden sind unbe­deutend. Die Zahl der Opfer werden zur Zeit festgestellt. Zwei Flugzeuge wurden von der Bodenabwehr zum Absturz gebracht."

kiltumsüllslimsil lür äis römische vsvölkerimy

vr. v. i. Rom, 25. Juli. Die bei dem schwe­ren Terrorangriff vom 19. Juli auf Rom ausgebombten Römer sind nun restlos unter­gebracht bzw. evakuiert worden. Die ersten Züge mit Kindern bombengeschädigt-r römischer Familien sind nach den Sommer­lagern der faschistischen Staatsjugend abge­gangen. Zur Erleichterung des Loses der hart betroffenen römischen Familien wett­eifern die faschistischen Hilfsorganisationen mit der privaten Initiative der römischen Bevölkerung. An diesem Unterstützungswerk nehmen, wie die römische Presse am Sonn-- tag an hervorragender Stelle meldet, die deutschen Soldaten durch eine SpeZde von über 100 000 Lire teil, die Generalfeldmar­schall Freiherr von Richthofen zugun­sten der ausgebombten römischen Familien dem Parteisekretär Scorca überreichte. Die­ser würdigte mit herzlichem Dank die Spende als Zeugnis der deutsch-italienischen Kame­radschaft.

Inzwischen dauern die verbrecherischen An­schläge gegen die Zivilbevölkerung und die Kulturstätten Italiens unablässig an. Opfer der barbarischen Zerstörungswut wurde durch einen zweieinhalbstündigen Tagesan- griff aus Bologna auch eine der berühm­testen mittelalterlichen Kirchen Italiens, die aus dem 13. Jahrhundert stammende Fran- ziskus-Kirche. Neben weiteren Kirchen, Kran­kenhäusern. Kulturmonumenten und' Wohn­vierteln wurde auch das Geburtshaus des großen italienischen Erfinders Marconi schwer beschädigt.

Visüer über ä'ö 8cdvei2...

Bern, 25. Juli. Wie aus einer amtlichen Mitteilung hervorgeht, haben in der Nacht zum 25. Juli wiederum britische Flugzeuge schweizerisches Gebiet den Kanton Gens und die Gegend von -Ehiasso überflogen.

Veclinelvolls ksmpke bei vrel

12.5 ?O5irs5 ,'m Ostsn V 65 m'clitst / 6sg5S5irts Qui 5 ir//,'sn /

165505051ausunc// 6/5/is5-355'/u9r6ugcr^5c/iÜ55S9SM6/c/6t

Aus dem Führerhauptquartier, 25. Juli. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:Am Kuban-Brücken­kopf und an der Mius-Front scheiterten mehrere örtliche Angriffe des Feindes, die zum Teil im Gegenstoß abgewehrt wurden. Am mittleren Donez ließ die Angrisss- tätigkeit der Sowjets merklich nach. Starke sowjetische Infanterie- und Panzerkräfte versuchten wiederum vergeblich den Durch­bruch im Raum von Vjelgorod. Im Kampfgebiet von Orel hielten die wechsel- vollcn Kämpfe an. Die Sowjets wurden an mehreren Stellen in erfolgreichem Gegen­angriff zurückgeworfen. Oertliche Einbrüche wurden abgeriegelt. Südlich des Ladoga­sees brachen auch gestern wieder sämtliche mit stärkeren Kräften geführte Angriffe un­ter besonders hohen Verlusten des Feindes zusammen. Die Sowjets verloren in den Kämpfen des gestrigen Tages 125 Panzer. Bei den letzten Kämpfen an der Mius-Front zeichnete sich die rheinsch-westsälische 16. Pan­zergrenadier-Division besonders aus.

Aus Sizilien fanden gestern nur ört­lich begrenzte Kampfhandlungen statt, ohne daß der Feind Erfolge erzielen konnte. Jagd- und Zerstörerverbändc der Luftwaffe griffen in die Erdkämpse ein. Flakartillerie schoß in der Straße von Messina ein feind­liches Schnellboot in Brand.

Vor der niederländischen Küste kam es in der vergangenen Nacht erneut zu meh­reren Gefechten zwischen den Sicherungs­streitkräften eines deutschen Geleits und bri­tischen Schnellbooten. Ein Schnellboot wurde versenkt, fünf andere in Brand geschossen und mehrere beschädigt. Ein eigenes Fahr­zeug ging verloren. Teile der Besatzung konnten gerettet werden. In den Gewässern des hohen Nordens schlugen deutsche Jäger in den heutigen Vormittagsstunden einen Angriff feindlicher Fliegerkräfte auf ein eigenes Geleit ab. Von den angreifen­den 35 feindlichen Flugzeugen wurden 17, darunter elf Bomber, abgeschossen. Durch Tagesangriffe nordamerikanischer Bomber auf norwegisches Gebiet hatte die Be­

völkerung erhebliche Verluste an Toten und Verwundeten. Besonders in Drontheim wurden starke Eebäudeschäden in Wohnge­bieten verursacht. Ein starker Verband bri­tischer Bomber führte in der vergangenen Nacht einen Terrorangrifs gegen die Stadt Hamburg, durch den schwere Verluste un­ter der Bevölkerung und starke Zerstörungen an Wohnvierteln. Kulturstätten und öffent­lichen Gebäuden entstanden. Lustverteidi- gungskräste schössen im nordwestdeutschen Küstengebiet und im norwegischen Raum nach bisherigen Feststellungen 17 der angrei­fenden Bomber ab. Bei den schon gestern gemeldeten erfolglosen Angriffsversuchen feindlicher Fliegerkräste auf Kreta wurden insgesamt 21 feindliche Flugzeuge über der Insel abgeschossen."

ckr. ve. sclr. Die militärische Entwicklung ist gekennzeichnet in erster Linie durch den Wei- tergang der großen Schlacht im Osten, die nunmehr bereits in die vierte Woche einge­treten ist, ohne an Heftigkeit und Umfang der Kämpfe nachzulassen. Im Gegenteil wei­sen alle Anzeichen darauf hin, daß die So­wjets ihren Massendruck noch steigern wer­den, wobei allerdings die Frage offen bleibt, wie lange der bolschewistische Koloß den da­mit verbundenen Riesenverschleiß noch aus­halten kann und welche entscheidenden Fol­gen damit verbunden sein werden.

Während gleichzeitig die Konzentration der Verteidigung auf Sizilien einen befriedi­genden Fortgang nimmt, haben die Änglo- Ämerikaner nach einer gewissen Pause, die zweifellos durch die Notwendigkeit der Auf­füllung ihrer gelichteten Verbände zurückzu­führen war, ihre Terrorangriffe gegen Deutschland wieder aufgenommen. Ziel der neuen Aktion war die Stadt Hamburg, die von den britisch-amerikanischen Mord­brennern- mit -den gleichen brutnlen Metho-. den des absichtlichen Bombenabwurfs auf die dicht bevölkerten Wohnviertel heimgesucht wurde, wie das auch in Westdeutschland ge­schehen ist. Der teuflische Plan der Vernich­tung der europäischen Kultur wird von der

Gegenseite, wie ja auch das Verbrechen an Rom beweist, mit hemmungslosem Zynismus weitergeführt. Doch dürfen die Anglo-Ameri- kaner sicher sein, haß in dieser, Beziehung das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Ebenso­wenig wie der Ansturm im Osten und der Angriff im Süden die europäische Verteidi­gung erschüttern kann, so ist der Bomben- trieg das Mittel, den deutschen Kampfwil­len zu zermürben, oder aber die deutsche Produktionskraft entscheidend zu schwächen. Was den Gegnern in Westdeutschland nicht gelungen ist, wird ihnen ebensowenig in an­deren Teilen des Reiches möglich sein. Im Gegenteil, der Haß gegen die angelsächsischen Barbaren steigt ins Angemessene. Je mehr die großen militärischen Entscheidungen an den Kriegsfronten die Unbezwingbarkeit der europäischen Front offenbaren, um so näher rückt auch der Termin, der den Kriegs­verbrechern an der Themse klarmachen wird, daß es auch auf dem Feld des Bombenkrie- ges eine deutsche Gegenwehr gibt, die stark genug ist, um den Urhebern des Terrors end­gültig das Handwerk zu legen.

Nach dreiwöchigem Kampf im Osten ist die strategische Lage der sowjetischen Offensive bereits weitgehend klar geworden. Es steht nunmehr fest, daß die Sowjets von Anfang an den Plan verfolgten, im Kursk-Bogen auf einer Breite von rund 200 Kilometer den Durchbruch zu erzwingen, während An­griffe nördlich und südlich dieses Raumes die deutschen Reserven fesseln sollten. Durch den deutschen Gegenstoß wurde ein Teil die­ses Planes bereits unmöglich gemacht. Der Angriffsraum für die Sowjets wurde we­sentlich verengt, außerdem mußten die So­wjets erhebliche Umgruppierungen vor­nehmen. Der hauptsächlichste Druck des Fein­des richtete sich nun auf den engeren Ab­schnitt Orel. Hier wurde von feiten der Sowjetkommandos eine wahre Panzerflut "gegen^ie'deutschen Stellungen eingesetzt.

Aus Beutebefehlen geht unzweideutig her­vor, daß bei Orel unter allen Umständen der Durchbruch erzwungen werden sollte, wobei

(Fortsetzung aus Seite 2)

8owjs!sngrittö überall sdgevlsssll

-Hn c/sf gcmrsn Ortkront kio/is tio/5c/iswl'5ti5ckis ^Sk/u5ts

Berlin, 25. Juli. Das Bild der Kämpfe an der gesamten Ostfront hat sich, verglichen mit den Vortagen, wenig geändert. Immer noch wirft der Gegner rücksichtslos neue Massen von Menschen und Material in den Kampf im Bestreben, einen Durchbruch durch die deutschen Stellungen zu erzielen, und immer wieder wird er an allen Punkten der Front mit hohen blutigen Verlusten zurück­geschlagen.

Im Südosten des K u b a n - V r ü ck e n - köpf es traten die Volschewisten nach star­ker Vorbereitung durch Artillerie und Kampfflieger erneut zum Angriff gegen die deutschen Linien an. Sie wurden aber unter schweren Verlusten, teilweise im Gegenstoß, zurückgeworfen. Auch im östlichen Teil des Kuban-Brückenkopfes, wo der Feind eben­falls mit Panzerunterstützung angriff, er­litt er dasselbe Schicksal. Gegenangriffe un­serer Grenadiere kosteten die Sowjets meh­rere Panzer und hohe Verluste an Toten und Verwundeten.

An der Mius-Front erneuerte der Feind seine von Panzern unterstützten An­griffe bis zu Rcgimentsstärke. Bei den wech- selvollcn Kämpfen, in die unsere Kampf­und Sturzkampfflugzeuge sowie rumänische Kampfflugzeuge durch Bekämpfung sowjeti­scher Batteriestellungen, Truppen- und Pan­zeransammlungen besonders im Raum süd­lich Kuibyschew erfolgreich eingriffen,

wurde der Feind ebenfalls in verlustreichen Kämpfen, bei denen er mehrere Panzer ver­lor, abgewiesen. Bei diesen. Kämpfen trotzte die im vorstehenden Wchrmachtbericht er­wähnte rheinisch-westfälische 16. Panzer- Grenadier-Division stark überlegenen Feind­kräften und trug entscheidend dazu bei, den von den Sowjets beabsichtigten Einbruch in die deutschen Stellungen zu vereiteln.

Die Division vernichtete in heldenmütigem Einsatz während der letzten sechs Tage allein 206 sowjetische Panzer.

Am mittleren Donez verhielt sich der Feind bis auf geringfügige örtliche An­griffe ruhig, deutsche Schlachtflugzeuge grif­fen im Raume von Jsjum erfolgreich in die Erdkämpfe ein, indem sie in Tiefflügen feindliche Stellungen und Truppenansamm- lungen mit Bomben und Bordwaffen an­griffen.

Im Raum von Bjelgorod erneuerte der Feind mit starken Infanterie- und Pan­zerkräften, unterstützt von Schlachtfliegern, seine Angriffe auf die deutschen Stellungen. Es entspannen sich harte Abwehrkämpfe, in deren Verlauf , wieder 49 Sowjctpanzer ab­geschossen wurden. Ein starker Verband deutscher Kampfflugzeuge griff in die Kampfhandlungen ein und vernichtete Trup­pen- und Panzerbereitstellungen des Fein­des im Raum 40 Kilometer nördlich von Bjelgorod. v

Beim Angriff einer verstärkten Negiments- grpppe im Raume Orel, die eine verloren­gegangene Verbindung mit den Nachbar­truppen wieder herzustellen suchte, wurden acht sowjetische Panzer vernichtet. In dem Wald- und Flußgelände nordwestlich Orel entspannen sich besonders harte Kämpfe. Durch Vernichtung starker feindlicher Kräfte brachte die Luftwaffe in diesem Raum in unermüdlichen Einsätzen den Verbänden des Heeres große Entlastung. Sie zerstörte eine große Anzahl bolschewistischer Panzer und vernichtete mehr als 150 feindliche Kraftfahr­zeuge, zahlreiche Geschütze, Munitions- und Treibstofflager. Deutsche Jäqerverbände schwächten wirksam den Einsatz der sowjeti­schen Luftstreitkräfte über dem Kampfraum.

Bei trübem Wetter setzten die Bolschewisten südlich des Ladogasees nach heftiger Feuervorbereitung durch Artillerie, Granat­werfer und Salvengeschütze die Angriffe der Vortage unter dem Einsatz stärkster Kräfte und zahlreicher Panzer fort. Hierbei kam es zu erbitterten, für den Feind sehr verlust­reichen Nahkämpfen.

Der Erfolg, den uns diese ständig wieder­holten starken Angriffe der Volschewisten bringen, liegt in den auf die Dauer unersetz­lich hohen Verlusten an Menschen und Ma­terial, die der Feind täglich hinnehmen muß und die ihn zwingen, immer neue Reserven in das deutsche Abwehrfeuer zu schicken.

?svolill!: keine HlllÄon Ivellr mögück

Osr Ksi5p,s//05S sngÜLckis kgoi5mu5 Womit Lt'csi 5pko6 k//iot /?O05Svs/t nock kfüstst

Rom, 25. Juli. Ueber die Absichten der Anglo-Amerikaner gegenüber Italien ist keinerlei Illusion möglich, schreibt der ehe­malige Volksbildungsminister Pavolini im Mesiaggero". Die Engländer, so betont Pa­volini, halten bereits nach den besten Teilen Italiens Ausschau, die sie sich aneignen möch­ten, während sie den Mest des Landes dem Verfalle überlassen würden. Sie würden in Italien genau so vorgehen, wie sie bereits in Aethiopien vorgegangen sind, wo sie von den Provinzen Harrar und Ogadcn Besitz er­griffen und die übrigen Teile des Reiches des Negus dem Verfall und der Rückkehr zur Barbarei überließen. So würde es auch Ita­lien ergehen, stünden den Engländern und Amerikanern nicht die Italiener gegenüber mit ihrem unbeugsamen Lebenswillen und ihrer unbesiegbaren Kraft.

Sir Robert Vansittart hat den Italienern ein noch schlimmeres Los als den materiellen Tod zugedacht, betontCarriere della Sera" zu der jüngsten Forderung des britischen Hetzers Vansittart, die Völker der Achse aus­zurotten. Vansittart wolle die Italiener als Bürger einer Großmacht ausrotten, von der geographischen Karte beseitigen und als lebendige Antriebskraft aizf wirtschaftlichem, produktivem und geistigem Gebiet vernichten.

Nicht minder kennzeichnend sei aber auch die Kritik Lord Beaverbrocks an der Gleich­gültigkeit Großbritanniens gegenüber den Bedürfnissen der Bevölkerung in der Sowjet­union, wo seinen Aussagen zufolge allein in Leningrad eine Million Menschen verhungert seien. Abgesetzt von den Schlußfolgerungen, die man bezüglich des Krieges daraus ziehen könne, werde hier abermals, wieCorrkere della Sera" abschließend betont, der beispiel­lose englische Egoismus entlarvt. Darüber hinaus erhebe sich aber auch die Frage, was die Engländer in einem besiegten Lande unternehmen würden, wenn sie schon einem verbündeten Lande gegenüber so gleichgültig seien. Man brauche dabei auch bloß an die Erfahrungen Indiens zu erinnern.

Elliot Roosevelt, der Sohn Franklin De- lanos, brüstete sich .einer Meldung aus Washington zufolge vor Pressevertretern, daß ermit besonderen Aufträgen" Rom überflogen habe. Er habe die kürzlich bom­bardierten Ziele selbst erkundet, was, wie er sagte, lange Zeit in Anspruch genommen habe. Während der Oberfreimaurer und USA.-Präsident F. D. Roosevelt den allge­meinen Befebl zur Bombardierung Roms gab, bat sein Sobn also die einzelnen Ziele, wie die Basilika Sän Lorenzo, den Friedhof Campo Verano, die Wohnviertel und Uni­

versitätsanlagen, gcnauestens ausgekundschaf­tet. Wahrlich, eine feine Familie!

Lus sllsn Isilen äsr Veit...

Madrid, 25. Juli. Die Bombardierung hat, wie b?b meldet, unter der katholischen Be­völkerung Mexikos größte Entrüstung her­vorgerufen. In allen Kirchen wurden Bitt­gottesdienste abgehalten. Der Kardinalspki- mas und Erzbischof von Mexiko, Luis Maria Martinez, richtete ein Protesttelcgramm an Roosevelt.

Aus allen Teilen der Welt gehen dem Va­tikan weiterhin zustimmende Telegramme zu dem Brief des Papstes an den Kardinal­vikar von Rom zu. Papst Pius xn. zeigte sich, wie von vatikanischer Seite mitgeteilt wird, sehr befriedigt darüber, daß seine Worte überall mit solchen Verständnis auf­genommen wurden.

Der Erzbischof von Sydney, Dr. N. T. Gil- roy, erklärte, der Bombenangriff auf Rom habe seine Ideale von den führenden Män­nern Englands mit der USA. vernichtet. Der Bombenangriff auf die Wiege des Christentums", so sagte er wörtlich,ist un­würdig. Die unbedeutenden militärischen Ziele in Rom sind bei weitem kein Gegen­gewicht gegen die großartigen Schätze Roms an kulturellen Werten."

kie Lrkolss bei kisu-Ksorgls

Tokio, 25. Juli. Die heftigen Kämpfe zwi­schen den Japanern und den Amerikanern im Raum des Salomon-Archipels werden seit dem 30. Juni unausgesetzt ausgetragen. Soweit bis heute bekannt ist, verlor der Feind allein bei der Insel Neu-Eeorgia sechs Kreuzer, sechs schwere Zerstörer, 34 Trans­porter bzw. sonstige Wasserfahrzeuge und 350 Flugzeuge. Diese schweren Verluste veran­lassen die amerikanische Kriegsmarine jetzt, in der Hauptsache Flugzeuge für den Trans­port einzusetzen, aber, wie aus der Bekannt­gabe hervorgeht, erleben auch diese schwere Verluste.

..H8L.-?rir1slHorsl sstSHiy"?

Vichy, 25. Juli. Die Agentur OFJ berich­tet in einer aus Tanger datierten Meldung, sie habe aus sicherer Quelle in Rabat er­fahren, daß die Nordamerikaner während des seinerzeitigen Aufenthaltes Roosevelts in Casablanca den Sultan von Marokko über seine Einstellung zu einem etwaigen USA.- Protektorat an Stelle des französischen über Marokko befragt hätten. Sie hätten durch­blicken lassen, daß ein nordamerikanisches Marokko-Protektoraterhebliche Vergünsti­gungen" gegenüber dem alten französischen mit sich brächte. Der Vorfühler sei sehr vor­sichtig gehalten gewesen, da die Amerikaner auf ihren Strohmann Eiraud wenigstens der Form halber Rücksicht nehmen mußten.

I/s« tieökse^e«

Von

8/V-Qruppenkükrsr brich Hasse

' Man hat es uns Deutschen »gewissermaßen immer zum Vorwurf gemacht, daß wir dann, wenn es geschichtlich notwendig war, nicht mit Ausdauer und Härte hassen konnten. Der Vorwurf trifft uns nur zum Teil mit Recht. In unserer langen Geschichte sind wir bei inneren Auseinandersetzungen oft mit einem erbitterten Haß aufeinander losgegangen und haben uns damit schwere Wunden geschla­gen. Wir unterlagen hier dem Naturgesetz der großen Leidenschaften, das neben die Liebe den Haß setzte und beide nicht dem Gesetz des Verstandes, sondern des instinkti­ven Triebes unterstellte. Haß ist nur dort echt, wo er aus dem Instinkt erwächst. Ver­rat oder Schändung unseres Blutes haben bei uns Deutschen immer echten Haß erzeugt. Die Geschichte unseres mittelalterlichen Kampfes um die Wiedergewinnung des Ost- raumes beweist das. Was wir damals als Kampf gegen die Heiden zu führen vermein­ten, war in Wirklichkeit echter Haß gegen uns auch innerlich fremde und feindselige Völker der östlichen Steppe, die uns in den Zeiten unserer größten Volksnot den Hei­matboden stahlen und unser dort verbliebe­nes Volkstum schändeten.,Hier konnten wir bis zu einem Höchstmaß'hart sein in unserem Haß, der sich nicht mit der Züchtigung be­gnügte, sondern die Vernichtung solcher Geg­ner forderte.

Wir haben im Verlauf unserer Geschichte gegen manches unserer Nachbarvölker kämp­fen müssen wenn es zur Erhaltung unseres Volkstums und Lebensraumes nötig war. Wir haben die meisten dieser Kriege ohne wirklichen Haß geführt. Unsere Soldaten be­wahrten sich in solchen Kämpfen in Sieg und Niederlage immer ein Gefühl der Ach­tung für den Gegner, und oft schwang ein Untertan des Bedauerns darüber mit, daß wir mit ihm überhaupt zu solchem Waffen- gang vom Schicksal gezwungen waren. Die Kriege zum Beispiel, die wir in früherer Zeit gegen die Schweden und Dänen füh­ren mußten, tzgben wir ohne Haß geführt. Immer blieb uns ein Erundgefühl, das uns diese Gegner mit dem Willen zur Versöh­nung betrachten ließ. Das war die Stimme des gemeinsamen Blutes. Es war der In­stinkt. der uns so denken ließ. Selbst die Franzosen, die uns in langen Jahrhunder­ten oft genug Leid und Unrecht antaten, vermochten wir nicht aus dem Grunde unse­res Herzens zu hassen. Es blieb in uns das Bewußtsein vieler Gemeinsamkeiten der abendländischen Kultur und europäischer Eeistigkeit lebendig, das unseren Zorn über erlittene Unbill nicht zu Haß werden ließ.

Auch den Engländern gegenüber haben wir diese Haltung im verflossenen Weltkrieg be­wahrt, obwohl uns durch ihn klar wurde, daß wir es hier nicht mit blutsverwandt fühlen­denVettern jenseits des Kanals" zu tun hatten, sondern mit einem in seiner Ziel­setzung brutalen Feind, der uns Ehre, Frei­heit und Zukunft rauben wollte. An einem wirklichen Haß diesem englischen Volk gegen­über aber hinderte uns bis zuletzt eine unwägbare Stimme des Blutes, die wir zwar beim Gegner nicht vernahmen, an die wir aber doch immer noch glauben wollten. Wir bemaßen die Gefühle, die uns in diesem Kampf beseelten, nach dem Gesichtspunkt einer, wenn schon nicht germanischen, so doch europäischen Gemeinsamkeit, und unsere Sol­daten sahen imTommy" den ehrlichen Geg­ner im Waffenkampf. Erst eine spätere Ein­sicht lehrte uns, daß die englische Fübrung im Hungerkrieg gegen Frauen und Kinder uns in unserem Lebensbestand treffen wollte und damit nach einem anderen Gesetz han­delte als wir selbst.

Diesem anderen Gesetz ist England in dem jetzt entbrannten Weltkampf treu geblieben. Deutlicher als damals erkennen wir heute, daß dieses England überhaupt nicht für seine eigenen Lebensfragen die Waffen gegen uns erhoben hat, sondern als blindes Werkzeug im Dienste einer anderen Macht steht, die wir aus tiefster Seele zu hassen vermögen: das Weltjudentum. Dieses Verhalten des britischen Volkes ist damit zum- Verrat an einem Lebensgesetz geworden, dem wir uns immer wieder gebeugt haben, wenn uns der Streit der Waffen rief. Es ist das Le­bensgesetz von der Schicksalsgemeinschaft der europäischen Völker. Wir ermessen diesen Verrat Englands heute an den Haßaus­brüchen eines Vansittart und anderer ihm geistesverwandten englischen Fübrer. Wir erkennen am Verhallen eines Churchill die ruchlose Entartung, sich bedenkenlos an eine artfremde Macht auszuliefern, die uns aus Instinkt haßt und die wir aus gleichem In­stinkt ebenso tödlich hassen. Wenn dieses Eng­land sich heute zum Mutterschiff für die Bomber hergibt, die unsere ehrwürdigen Kul­turdenkmäler zerstören, unsere Frauen und Kinder erbarmungslos hinmcuchcln und un­sere Wohnstätten in Asche legen, dann lodert in uns der Haß auf über den damit ver­übten Verrat an einem Gesetz, das über der Gemeinschaft aller Völker unseres Kontinents steht. Wenn das gleiche England uns das Rassenchaos der asiatischen Steppe auf den Hals gehetzt hat und mit uns- ganz Europa der teuflischen Marterung und Auslöschnng durch den jüdischen Bolschewismus auslie­fern möchte, dann spornt uns der Haß zu den höchsten Anstrengungen an. diese Ruch­losigkeit mit einem Strafgericht zu beant­worten. wie es England noch nicht erlebt hat. Gewiß, es mag auf der britischen Insel noch vereinzelte Engländer geben, die diesen Lauf der Dinge so zu seheü vermäaen wie wir selbst. Engländer, die es mit Scham. Scknnerz und Sorge erfüllt ihr Anid am Ende in sol­chem Verrat versinken zu setzen Wir können nach diesen Engländern, deren Stimme un-