Ausgabe 
(24.7.1943) 202
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parieiamtliclie Lcryeszettung

Das Amtsblatt des Negierenden Vürgcrnieislcrs der freien Hansestadt vremen

der Nationalsozialisten, vremens

flmiiiches verkündungsbiatt des Ncichsstattstalters in Oldenburg und Nremen

Nr. 202 , 1Z. Mrgang

Sonnabend, 24. Juli 194Z

kinzelpreis lS Npf.

vrbsberslrkil nsck äsm Vsrdrscken

«p. Stockholm. 23. Juli. Der Luftan­griff auf Rom ist aus einen persönlichen Befehl des USA.-Präsidenten Franklin De- lano Roosevelt unternommen worden, wird in Londoner politischen Kreisen betont, nach­dem es angesichts des ungünstigen Echos, das dieser Luftangriff in der neutralen Welt und auch in den katholischen Kreisen der Achsengegner gesunden hat, zwischen den zuständigen britischen und nordamerika- nischen Stellen zu Auseinandersetzungen über die Urheberschaft für diese verbreche­rische Aktion gekommen ist.

Die schroffe Stellungnahme in London ist darauf zurückzuführen, daß die Nord­amerikaner, die zunächst best Ruhm für diese Tat für sich in Anspruch nahmen, nach der Verurteilung der Bombardierung Roms versucht hatten, die Urheberschaft den Eng­ländern zuzuschieben. Datz der Luftangriff auf Rom eine nordamerikanische Angelegen­heit sei, gehe schon daraus hervor,' so' er­klärt man in London, datz die eingesetzten Flugzeuge ' Einheiten der USA.-Luftwafse gewesen seien.

?oli1i8kker I4orä in Sulssrisn

Sofia, 23, Juli. Das bulgarische Innen­ministerium gibt bekannt, datz in der Nacht zum 23. Juli in Plovdiv der stellvertretende Regierungspräsident von Plovdiv, Nikola Christoff, auf dem Nachhausewege von zwei Kommunisten überfallen wurde. In der sich dabei entwickelnden Schietzerei wurde Nikola Christoff schwer verletzt und ist bald darauf seinen Verletzungen erlegen.

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Aus dem Führerhauptquartier, 23. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Der Feind dehnte seine Groß- angrifse gegen die Ostfront aus weitere Ab­schnitte aus. Trotzdem blieben auch gestern seine Versuche, ohne Rücksicht aus Verluste einen Durchbruch zu erzielen, vergeblich. Ent­gegen aller feindlichen Propaganda stehen die Armeen des deutschen Ost- heeres festge-fiigt'und unerschüt- tert. Im engsten Zusammenwirken mit der Lustwasse sügen sie dem Feind ungeheure blutige Verluste zu. So verloren die Sowjets gestern 5KS Panzer und 105 Flugzeuge. Wei­tere Panzer wurden durch die Luftwaffe zer­stört. Am Kubanbrückenkopf und südlich des Ladogasees begann der Feind die von der deutschen Führung erwarteten Angriffe nach starker Artillerievorbereitung mit Pan­zer- und Schlachtsliegerunterstützuna. Sie scheiterten restlos. An der Front vom Asow scheu Meer bis Bjelgorod setzten die Sowjets den Ansturm gegen die deutschen Stellungen auch gestern vergeblich fort. Eine nordwestlich Kuibqschew'o durchgebrochene PanzergruppL wurde unter Abschuß von 50 Panzern bis aus geringe Reste vernichtet. Im gesamten Raum von

Orcl warfen die Sowjets starke, zum Teil frische Infanterie- und Panzerkräfte in den Kamps. Auch diese wurden in wechsel- vollen Kämpfen unter schw?ren Verlusten zurückgeschlagen. — Bei der Abwehr eines sowjetischen Bomberverbandes, der ein deut­sches Geleit in unmittelbarer Nähe der nord- norwegischen Küste anzugreifen versuchte, wurden durch Jäger und Marineslak 15 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Aus Sizilien kam es gestern nur im mittleren Abschnitt zu schweren Kämpsen, in deren Verlauf feindliche Angriffe verlust­reich abgewiesen wurden. Im westlichen Ab­schnitt wurde eine rückwärtige Verteidigungs­stellung bezogen. Der Feind folgte hier nur zögernd. Bei Catania hält der Artillerie­kamps an. Im Nachtangriff gegen den Nach­schub des Feindes zwischen Malta und Si­zilien tras die Luftwaffe vier Frachtschiffe mittlerer Erötze mit schweren Bomben."

Trotz aller Anstrengungen und Verluste haben es die Bolschewisten in der großen Schlacht im Osten bisher nicht geschafft, die deutsche Front aus den Angeln zu heben oder zu durchbrechen. Ein paar schmale, mit Strö-

KröÜls ^stsriskedlscdl äsr Kysckicdlv

V/s knlvvicüt/ung c/s 5 rn/onriglägigsn /?ingSn§ im Ostsn — /^/unmstzir ciis visrts — Vf/ciL Zto/in ivo/sts

Voll Lriexsdvi'iesttsr Oornellu« pkelkker

rä. Im Osten, im Juli. Zwanzig Tage tobt nunmehr die Schlacht im Osten, und in diesen zwanzig Tagen sind über 5000 Feindpanzer abgeschoben worden, das heitzt fünf sowjetische Panzerbrigaden an jedem Tag. Die Heimat mützte 5000 Panzer an sich vorbeiziehen sehen, dann. würde sie wissen, was das heitzt. Aus der Zahl allein kann man sich gar keine Vorstellung machen. Für uns hier drautzen bedeutet die, Gesamtzahl wenig, sie ist in Einzelkämpfe zerlegt. Für den 'Mann an der Pak oder den Panzer­grenadier ist die Vernichtung allerdings schon von Bedeutung, und sie ist in grötze- ren Teilen eine wichtige Unterlage für die Operationen der nächsten Zeit. Aber es gibt noch andere Imponderabilien, die man hier nicht vergessen darf. Der Leser in der Hei­mat aber mag aus ihr wenigstens die Härte des Kampfes erkennen, eines Kampfes, der jetzt in ein viertes Stadium getreten ist.

Was ist in diesen zwanzig Tagen alles passiert? Erste Phase: 5. Juli: Oertliche Kämpfe bei Orel und Bjelgorod, Auslösung einer bolschewistischen Offensive. — Zweite Phase: 6. und 7. Juli: Deutsche Gegen­angriffe im selben Raum. Von Norden und Süden schieben sich tiefe deutsche Keile in die sowjetische Front. — Dritte Phase: 8. bis 12. Juli: Gegenangriffe der Sowjets im Raum Kursk und ostwärts Orel. Erfolg: Rie­sige sowjetische Verluste bei geringen eigenen, ohne nennenswerten Geländegewinn des Feindes. — Vierte Phase: Nunmehr sowjetische Erotzoffensive zur Entlastung im Raum ostwärts und nördlich Orel. Auswei­tung zu einer bisher nicht dagewesenen Ma- terialjchlacht. In ihr stehen normale deutsche Abwehrkräfte.

In jedem Jahre des Ostkrieges hatten die Deutschen im Frühjahr.angegriffen, also erwarteten die Sowjets auch diesmal eine

Frühjahrsoffensive. Und zwar natürlich an Her strategisch günstigsten Stelle, nämlich aus dem Balkon von Orel. Sie hatten da­rum auf der Gegenseite eine Unsumme von Abwehrwsffen und Divisionen schon bereit­gestellt. Dann kam die lleberraschung: die deutsche Frühjahtsoffensive blieb aus. Die Sowjets waren zunächst völlig unsicher und entschlossen sich erst nach langem Zögern -nun ihrerseits, die Vorbereitungen zu einer grohen Offensive zu treffen. Das Ziel war der Raum von Orel. Sie bereiteten also vor, verschoben Truppen, konzentrierten Ma­terial, legten Depots an und waren mitten im fröhlichen Wirtschaften, da lösten die deutschen Operationen aln 5. Juli diese, Offensive vorzeitig aus.

Durch die deutschen Angriffsoperationcn wurde der Gegner, der mit seinem Aufmarsch noch nicht fertig war, plötzlich gezwungen, große Teile seiner Offensivkräfte nun zur Abwehr in den Raum von Kursk zu ziehen. Hier wurden sie im Laufe der harten Kämpfe vom 5. bis zum 20. Juli zwischen Orel und Bjelgorod zerschlagen, dezimiert und verbraucht. Im Raum westlich Kursk drohten trotzdem, da die zwei Stotzkeile aus dem Norden und dem Süden immer weiter vordrangen, die feindlichen Armeen abge­schnitten zu werden. Die Bolschewisten such­ten dieser Gefahr durch eine Esttlastungs- offensive zu begegnen. Sie begannen ihre Grotzoffensive in einer ausgesprochenen Zwangslage, dezimiert und unfertig. Große Teile der tatsächlich bereitgestellten Truppen waren um Kursk bereits verbraucht. Was blieb, war aber immer noch eine sehr be­trächtliche Streitmacht.

Was sich bei der Abwehr her bolschewisti­schen Erotzoffensive nun hier abspielt, ist nichts anderes als eine riesige Abnutzungs­schlacht. Mit einer Beweglichkeit wie nie wird jeder bolschewistische Großangriff unter

Einsatz sparsamster Mittel vckst der deutschen Heerführung gerade im rechten Augenblick gestoppt. Durch Mbschnürungen, Gegenstöße und Einkesselungen wind täglich aufs neue das einzige Ziel dieses Kampfes erreicht: die Vernichtung von Unsummen feindlicher Kräfte aller Art. Schon jetzt müssen die Bol­schewisten ihre kostbarsten Gardeschützendivi­sionen in die Schlacht hineinwerfen, weil die Panzerdivisionen längst nicht mehr aus­reichen.

Der deutsche Grenadier hat in dieser Ab­nutzungsschlacht einen weiteren Beweis seiner Vielseitigkeit gegeben. Was kann er nicht alles. Angriff vortragen, Angriff abwehren. Stellung halten, Panzer über sich hinweg- rollen lassen, sie dann von hinten vernichten, im Gegenstoß den Feind zurückwerfen, in endlosen Märschen von einem Raum in den astderen jagen und vor allem den Gegner in Atem halten. Das ist die Kunst der deut­schen Führung: Wie eine Feuerwehr ist die Truppe immer dort rechtzeitig zur Stelle, wo es zu brennen beginnt. Der Vergleich hinkt nur insofern, als nicht mit Wasser ge­löscht wird, sondern mit Panzergranaten. Schlachtfliegern und Vernichtung. Ladungen, die die Grenadiere dem T 34, dem KWJ oder dem General Sherman auf den Turm knallen.

Im Raum von Orel rollen jetzt sämtliche für die Offensive bereitgestellten Sowjet- Kräfte. und alle kommen zum Verschleiß. Die deutschen Grenadiere bedienen die Mühle, in der die Gegner zermahlen weiden. Die Zahl dex sowjetischen Toten beträgt minde­stens das siebenfache der Zahl der Gefange­nen. Noch ist die bolschewistische Sturmflut nicht versandet, aber sie ist gebrochen an dem Wellenbrecher, den- unsere Grenadiere vor der großen deutschen Ostfront im Raum von Orel in tiefster Pflichterfüllung und eiserner Härte hakten.

inen von Blut erkaufte, aber für die Eesamt- lage bedeutungslose Geländestreisen sind alles, was der Feind mit seinem Massen­aufgebot an Menschen und Waffen für sich buchen konnte.

Dieser Fehlschlag zwang die Bolschewisten zur Ausdehnung ihrer Offensive auf weitere Abschnitte der Ostfront. Der Feind wollte da­durch den Abzug deutscher Kräfte von den bisherigen Schwerpunkten erreichen, um sich die Voraussetzungen für erneute und erfolg­reichere Vorstöße zu schaffen. Er griff deshalb am 22. Juli nicht nur an den bisher schon hart umkämpften Fronten an, sondern wie­derholte am Ostabschnitt des Kuban-Brücken­kopfes seinen Ansturm mit verdoppelter Wucht unter gleichzeitiger Ausdehnung des Kampfraumes nach Süden. Südlich Orel ver­breiterte er seine Anqrifsssront aus weitere Abschnitte, und südlich des Ladogasees begann er mit den seit langem erwarteten Vorstößen.

Dem unter riesigem Aufwand an Menschen und Waffen angreifenden Feind traten unsere, von der Luftwaffe wirksam unter­stützten Heeresvcrbände überall erfolgreich entgegen und machten alle Durchbruchsver­suche zunichte.

Mit 566 erneut vernichteten Sowjetpanzern übertrafen sie um fünf Abschüsse sogar die bisher höchste, von einem einzigen Kampf­tage gemeldete Panzerabschußzahl. Zahlreiche weitere Panzer wurden durch Verbände der Luftwaffe außer Gefecht gesetzt. Die gesam­ten, dem Feinde seit 5. Juli zugefügten Panzerverluste sind damit auf weit über 6000 angestiegen.

Zahlreiche Infanterie- und Panzerdivisio­nen hatten Anteil an diesen Erfolgen. So schoß eine rheinisch-westfälische Division in neunzehn Tagen am Orel-Bogen 264 feind­liche Panzer ab. Eine ostmärkische Infan­terie-Division brachte es in acht Tagen aus 63, eine jränkisch-sudetendeutsche Infanterie- Division vernichtete in vier Tagen am mitt­leren Donez ISO und eine brandenburgische Infanterie-Division setzte ebenfalls an der Südfront in vier Tagen 74 Panzerkampf­wagen außer Gefecht. Die zuletzt genannte Division erzielte ihre Abschüsse in beweglich geführtem Abwehrkampf gegen den Ansturm von acht sowjetischen Schützen-Divisionen und einem Panzerkorps. Sie zermürbte die Kraft der Angreifer in solchem Matze, datz opera­tive Reserven des Gegners eingreifen mutz­ten, um den Zusammenbruch der feindlichen Angriffsfront an dieser Stelle zu verhindern.

Im Verlaufe der Abwehrkämpfe des 22. Juli zeigte sich erneut die Ueberlegenheit der deutschen Führung und Soldaten. Am Ost­abschnitt des Kuban-Brückenkopfes begleitete der Feind seine auf verbreiterter Front nach (Fortsetzung aus Seite 2)

?. O. 2m Sommer 1942 fand ein Kongreß der südafrikanischen Juden statt mit dem Ziel, die bedeutende Rolle des Judentums in diesem Kriege zu unterstreichen, die von niemand geleugnet wird. Der Kongreß faßte eine Entschließung, in der die aktive Beteili­gung südafrikanischer Juden hervorgehoben und nebenbei festgestellt wird, datz in Nord­afrika 13 Juden militärische Auszeichnungen erhalten hätten. Für die Zeit nach dem Kriege beanspruchte der Kongreß „volle Gleichberechtigung der Juden sowohl als Einzelperson wie auch als nationale Ge­samtheit". Smuts hielt es für richtig, an den Kongreß eine Botschaft zu richten, die von Sympathiebezeigungen für d'ie Kongreß­mitglieder und die Jud'enschaft überfloß und in der er den Hebräern für die Zeit nach dem Kriege „Freiheit und Gleichheit" nebst „Schaffung eines jüdischen Nationalheimes" versprechen zu dürfen glaubte. Der Antisemi­tismus sei, so bet'onte er, eine krebsartige Erscheinung, die ausgemerzt werden müsse.

Aber der Judenhaß in Südafrika ist nicht nur unverändert bestehen geblieben, sondern hat eine fühlbare Verstärkung erfahren. Be­weis genug ist die Klage der englisch-jüdi­schen Zeitschrift „Jewish Chronicle" im Mai 1943, die mit Unwillen feststellte, daß die Antisemiten in Südafrika in dev letzten Zeit recht aktiv geworden seien. Im Parlament habe es mehrere antisemitische „Ausfälle" gegeben. Eric Louw, ein „notorischer Antise­mit", der schon im Jahre 1939 ein Gesetz gegen die jüdische Einwanderung einbrachte, habe geäußert, die Juden würden als ein fremder und ünassimilierbarer Volkskörper betrachtet. Außerdem habe Louw einen nur mit knapper Not abgewehrten Antrag auf Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion eingebracht. Und als sich im Parlament kürzlich ein jüdischer Abgeordne­ter gegen die „unloyalen kriegsgegnerischen Elemente" wandte, habe der nationale Ab­geordnete G. Bekker geantwortet: „Ein Aus­länder will uns hier also erklären, was loyal ist und was unloyal. Wir werden es Aus­ländern nicht gestatten, uns Patriotismus zu lehren. Er soll lieber zurück nach der So­wjetunion gehen und dort seine Loyalität in Anwendung bringen und sich nicht in unsere Angelegenheiten mischen."

Der Judenhaß in Südafrika ist bei den Buren allgemein, und sogar viele Englän­der sind davon angesteckt. In den Vorder­grund ist die Erörterung der Judenfrage dort getreten, seitdem ab 1936 zahlreiche jüdische Emigranten aus Deutschland in dem gelob­ten Lande des Goldes ihre Zelte aufschlu­gen. Dabei wurden Erinnerungen lebendig, die mit der Geschichte des Untergangs der Vurenrepubliken eng verknüpft sind. Als nämlich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Südafrika der Eoldbergbau kräftigen Auf­schwung nahm, strömten Juden aus aller Herren Länder dorthin, um den Rahm ab-^ zuschöpfen. Die „Uitländer", gegen die sich alsbald die Wirtschaftspolitik der beiden Burenrepubliken zur Wehr setzte, waren fast

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Rom, 23. Juli. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „An­griffe bedeutender feindlicher Streitkräste gegen den mittleren Frontabschnitt und in der Ebene von Catania sind von den ita­lienischen und deutschen Truppen zurückge­wiesen worden, während im westlichen Ab­schnitt die Verteidigung nach erbitterten Kämpsen, die gegen schwere Panzer zu be-

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Drahtbericht unserer Berliner Schriftlcitnng

är. w. 5vh. Berin, 23. Julli. Die Ausfüh­rungen der „Chicago Daily Tribune" über den jüdisch-plutokratischen Weltherrschafts­anspruch sind keineswegs eine Einzelerschei­nung und nicht nur der Ausdruck der Wünsche und Pläne eines begrenzten politischen Krei­ses. Immer wieder trifft man auf amerika­nische Meinungsäußerungen, die in die gleiche allgemeine Richtung zielen, wenn auch die Veröffentlichung in der großen- Lhikagoer Zeitung als eine besonders klassische Formu­lierung für die wahren Absichten des judäo- amerikanischen Imperialismus erscheint. Darin stimmen heute alle amerikanischen Po­litiker und Journalisten, die etwas hinter die Kulissen zu schauen vermögen, überein, daß London in einer Weltordnung nach dem Plan von Wallstreet und Moskau nichts chehr zu sagen haben soll und daß die Aufsöung des Empire zugunsten einer Zweiteilung der Weltherrschaft zwischen dem Dollar-Imperia­lismus und dem Bolschewismus, in jedem Fall aber der jüdischen Weltdiktatur, eine beschlossene Angelegenheit ist.

Auf dieser Linie liegt auch eine Fest­stellung des bekannten amerikanischen Jour­nalisten Raymond Clapper in einem aus London datierten Bericht vom 19. Juni. „Ich glaube", so schreibt Clapper, „Ame­rika wird weit mehr maßgeblichen Einfluß aus die Gestaltung der Dinge nach dem Kriege haben, als wir es bisher selbst wissen. England und die Sowjetunion haben zwar bisher die Hauptlast des Krie­

ges getragen und tragen sie noch, aber die

Entscheidung wird schließlich Amerika

haben."

Ganz klipp und klar wird also hier den Briten und den Moskowitern zu verstehen gegeben, daß sie sich in vollkommener Ab­hängigkeit von den Vereinigten Staaten be­finden und heute bereits ihren vollkommenen politischen und militärischen Bankrott an­melden müßten, wenn sie nicht noch einen Rückhalt in Amerika hätten. Zynischer und brutaler konnte es den „Verbündeten" nicht mehr gesagt werden, daß sie sich selbst durch ihre Jrrsinnspolitik in eine Lage manövriert haben, in der sie nur noch Kanonenfutter für die Pankees darstellen. England und die Sowjetunion sollen „weiterhin die Haupt­last des Krieges tragen", während die Ver­einigten Staaten nach der vollkommenen Er­schöpfung ihrer „Verbündeten" das Kom­mando in der Welt zu führen gedenken.

Wenn die amerikanische Presse jetzt wie­der mit besonderer Betonung feststellt, daß eine entscheidende militärische Zusammen­arbeit zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion schon aus geographischen Gründen sticht in Frage kommen kann, so heißt das nichts als daß es England zufällt, die schweren Konsequenzen und Lasten zu tragen, die sich aus dieser Lage zwangsläufig ergeben. Gleichzeitig begibt sich Großbritan­nien in immer stärkerem Maße auch mili­tärisch in die Gewalt des stärkeren ameri­kanischen Partners, wenn es in seiner eige­nen Hilflosigkeit sich immer mehr züm Sprungbrett für die amerikanischen Unter­nehmungen gegen Europa machen lassen muß. Geht es schief, so sagt man sich in Washing­

ton, kommt man also weder auf dem ostasiati- schen noch auf dem europäischen Kriegsschau­platz zu den angestrebten Erfolgen, so fallen die schwerwiegenden Konsequenzen allein auf England und die Sowjetunion, in jedem Fall aber würde sich England den Juden in Wallstreet und Moskau bedingungslos zu unterwerfen haben.

Erst recht spielen diejenigen europäischen Staaten, die sich einmal zu Trabanten der britischen Kriegshetze machen ließen und in denen illusionistische Kreise heute, noch ihre Hoffnung auf die Vereinigten Staaten setzen möchten, eine geradezu jämmerliche Rolle in den amerikanischen Zukunstsspekulationen. Recht bezeichnend dafür sind die programma­tischen Ausführungen des jüdisch-amerikani­schen Schriftstellers Walter Lippmann in einem soeben veröffentlichten Buch über die außenpolitischen Ziele der Vereinigten Staa­ten. Auch für Lippmann ist die Schaffung einer jüdischen Weltrepublik mit der Zen­trale in Washington und Wallstreet eine Selbstverständlichkeit. , Als maßgeblichen Partner will auch Lippmann nur noch die Bolschewiken gelten lassen, weil sie, wie er sagt, militärisch als die besten Bundes­genossen gegen Deutschland und Japan an­zusehen seien. England tritt auch in dieser Betrachtung schon weit zurück, und erst recht gilt das im Hinblick auf Stalltest, wie Frank­reich. Im Grunde gibt Lippmann Aufklärung darüber, warum Roosevelt und Churchill heute den Herren Giraud und de Gaulle die Anerkennung als französische Regierung ver­sagen. Frankreich wird in dem Buch des Juden mit einer oberflächlichen Handbewe­gung abgetan. Höhnisch wird den Franzosen

bestätigt, daß selbstverständlich ihr Land künftig nur noch die Rolle einer drittran- gigcn Macht spielen könne. Es sei denn — hier schaltet sich der klare Plan der „Chi­cago Daily Tribune" ein —, daß auch Frank­reich untertänigst um seine Aufnahme in die USA. bitten würde. Wenn Raymond Clap­per sagt, daß die Vereinigten Staaten nach dem Kriege einen noch viel größeren Ein­fluß haben würden, „als wir es bisher wissen", so erscheint der Vergleich nicht ab­wegig, daß offenbar Roosevelt der ganzen Menschheit gegenüber die Rolle eines Zoo­direktors übernehmen möchte, der es als seine Aufgabe ansieht, für brauchbare Käfige und ausreichendes Futter für die Bewohner dieses Erdballes zu sorgen.

Es ist nur gut, daß zwischen solchen Plä­nen und ihrer Erfüllung noch die Entschei­dung der Waffen steht. Zunächst müssen sich auch die amerikanischen Imperialisten damit abfinden, daß der bisherige Verlaus der Kämpfe an der Ostfront keinerlei Aussichten auf durchschlagende Erfolge der Bolschewisten zu eröffnen vermag, wie man mit Sicherheit erhofft hatte, und zum anderen ist auch die Spekulation zusammengebrochen, daß man einfach einen Spaziergang über Sizilien nach Südeu.ropa antreten könnte. Noch ist es nichts mit der Verwirklichung der jüdisch- plutokratisch-bolschew.istischen Weltherrschafts­pläne, und je klarer sich die wahren Ab­sichten des jüdischen Weltfeindes im vor­eiligen Siegestaumel selbst entlarven, um so härter wird der Widerstand der freiheit- liebenden Völker Europas werden, an dem sich der Gegner schließlich "->» am Granit die Zähne ausbeißen wird.

stehen waren, auf rückwärtige Stellungen zu­rückgehen mußte. Fliegerverbände der Achse haben gegen die feindliche Schiffahrt in den sizilianischen Gewässern operiert; ein großes Handelsschiff ist von unseren Torpedoflug­zeugen im Osten, von Lap Passerö getroffen und in Brand gesetzt worden. Ueber Sardi­nien verlor die anglo-amerikanische Luft­flotte bei dem Angriff, der im vorigen Hee­resbericht erwähnt ist, durch unsere Jäger zehn mehrmytorige Bomber; die Flak schoß außer den bereits zwei genannten Flugzeu­gen ein drittes ab, das bei Villaser abstürzte. Luftangriffe auf Foggia, Salerno und auf einige kleine Zentren Latiums verursachten in den beiden Städten erhebliche Schäden, dagegen in der Campagna Romana solche von unwesentlichem Ausmaß. In Luft­kämpfen Aber Foggia wurde ein gegnerisches Flugzeug abgeschossen. Ein weiteres wurde über Monte Falcione bei Aveüino herunter­geholt. Die Besatzung des letztgenannten Flugzeuges ist gefangengenommen. Von den Operationen der letzten beiden Tage sind acht eigene Flugzeuge zu ihren Stützpunkten nicht zurückgekehrt." (Siehe auch unsere Karte aus Seite 2.) /

Den Druck des Gegners in Sizilien fingen die Achsentruppen, wie ergänzend mitgeteilt wird, durch bewegliche Kampfführung und energische Gegenstöße auf. Am Westflügel haben deutsche Panzergrenadiere 'und ita­lienische Einheiten vom Feind ungehindert neue, günstige Verteidigungsstellungen be­zogen, gegen die der nur zögernd folgende Gegner nach Heranführen weiterer Infan­terie und Panzerkräfte zum Angriff über­ging. ,Die zahlenmäßig stark überlegenen Nordamerikaner versuchten immer wieder, in die Verteidigungslinien bei Enna einzudrin­gen, wurden aber unter empfindlichen Ver­lusten für den Feind abgewehrt. Nach dem Scheitern dieser Vorstöße ging der Gegner noch einmal vor. doch brach auch dieser Vor­stoß bereits im Abwehrfeuer zusammen. Wie an den Vortagen waren die Ausfälle der Nordamerikaner wieder beträchtlich. Weitere feindliche Kräfte versuchtem mehr nach We­sten ausholend, erneut unsere rechte Flanke zu umfassen, doch stellten sich selbständig operierende deutsche und italienische Ein­heiten den Vorstößen immer wieder hindernd in den Weg. Die Zahl der bisher in Sizilien vernichteten feindlichen Panzer haben sich in­zwischen auf weit über dreihundert erhöht.