Ausgabe 
(17.7.1943) 195
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PavIeiamtULlie Layeszettung

Das flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

dev Narionalsozial-isten. Vremens

flmtiiches Berkündungsbiatt des Ncictisstattstallers in Oldenburg und Bremen

kinzelpreis 15 Npf.

Nr. 195, 1Z. Mrgang

Sonnabend, 1?. Juli 194Z

Vettere Lueveiiimg ller Lcklackl im Osten

Berlin, 16. Juli. Die Schlacht im Raum BjelgorodOrel hat am 15. Juli weitere, bisher ruhige Frontabschnitte er­faßt. Sowohl am deutschen Angriffskeil nördlich Bjelgorod wie südlich Orel erwei­terten sich die Kampfräume nach Osten und Westen. Im Abschnitt nördlich Bjelgorod drang eine deutsche Kräftegruppe trotz Er­schwerung ihrer Bewegungen durch anhal­tend schlechtes Wetter von der Spitze des Lurch unsere bisherigen Angriffserfolge ent­standenen Stellungskeils nach Westen vor. Auf einem Höhenrücken stellte sie die Verbin­dung zu einer zweiten Stoßgruppe her, die sich aus der alten Hauptkampflinie nach Osten vorgekämpft hajte. Dadurch wurde die e nze Front westlich des Keils nahezu auf die Höhe der weiterhin im Angriff stehenden Spitzengruppen nach Norden vorgeschoben. Das südlich der neuen Kampflinie liegende waldreiche Gebiet wird zur Zeit noch von abgeschnittenen feindlichen Kräften gesäu­bert. Im Verlaus weiterer Vorstöße zur Ver­tiefung unseres Angriffskeils war eine sowje­tische Kampfgruppe von etwa 100 Panzern in unübersichtlichen Wäldern von ihren Ver­bindungen abgeschnitten worden. Nachdem unsere Truppen bereits am Vortage 60 die­ser Panzer abgeschossen hatten, vernichteten sie hier am 15 Juli weitere 22 Sowjetpan­zer, so daß nur geringe Reste der umfaßten Bolschewisten der Vernichtung entgingen.

Weitere mehrtägige Kämpfe wurden im Raum der Bahnstrecke Bjelgoro d Kursk und westlich davon zum Abschluß gebracht, Dabei hat eine rheinisch-westfälische Panzer-Division an einem Tage allein 32 Sowjetpanzer, 12 Geschütze und 56 Panzer­abwehrkanonen vernichtet oder erbeutet, während Verbände der Waffen-ff ihre vor- tägigen Angriffserfolge durch bodengewin- nende Vorstöße erweiterten. Die Bolschcwi- sten hatten unter Aufbietung starker Kräfte ihre Stellungen entlang der Bahn zu halten versucht. Noch am Abend des 13. Juli hatten sie ein Bataillon sibirischer Scharfschützen herangeführt und damit ein Strafregiment verstärkt, das um joden Meter Boden ver­bissen kämpfte. Nach Vernichtung zweier Panzerziige griff dann mit wirksamer Stuka­unterstützung ein Panzer-Grenadier-Bataillon der Waffen-ft unter Ritterkreuzträger Sturmbannführer Kaiser die starken bol­schewistischen Stellungen an der Bahn an, brach nach siebenstündigem Kampf den er­bitterten feindlichen Widerstand und nahm den Schlllsselpunkt des feindlichen -Stellungs­systems. Im Nachstoß gewann das Bataillon dann eine wichtige Höhe, von der aus der Angriff noch in der Nacht tief in die sowje­tische Linie vorgetragen wurde. Infolge sei­ner schweren Menschen- und Materialver­luste an den Vortagen ließ die Angriffs­freudigkeit des Feindes im Raum von Bjel- gorod weiter nach. An einigen Stellen ge­führte schwache Vorstöße brachen bereits im Abwehrfeuer zusammen.

Die Bolschewisten verloren am 15. Juli bei den Kämpfen in der Mitte der Ostfront erneut 530 Panzer, so daß die Eesamtverlu'te des Feindes an Panzerkampfwagen in die­sem Raum seit 5. Juli nun fast 3400 betra­gen. was der Waffenausrüstung von rund 60 sowjetischen Panzer-Brigaden entspricht.

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Ausdem Führerhauptquartier, 16. Juli. Der Führer verlieh am 14. Juli das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Walther von HL - nersdorff Kommandeur einer Panzer- Division, als 25S. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Sowjets verloren erneu! 53V ks arsr

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Aus dem Führerhauptquartier, 16. Juli. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:Die schweren Kämpfe in der Mitte der Ostfront hielten auch gestern bei schlechtem Wetter an. Der An­griff unserer Truppen nördlich Bjelgo­rod gewann weiter Raum und führte zur Einkesselung einer starken feindlichen Kräfte­gruppe. Die Gegenangriffe des Feindes ließen in diesem Frontabschnitt infolge der in den bisherigen Kämpfen erlittenen schweren Verluste an Stärke nach. Dagegen führten die Sowjets mit starken Jnsanterie- und Panzerkräften Entlastungsangrifse an der gesamten Front von Kursk bis S u ch i n i t s ch i. Sie wurden überall blutig abgewiesen und dabei allein im Bereich einer Armee über 250 feindliche Panzer ab­geschossen. Insgesamt verloren die Sowjets gestern in der großen Schlacht 530 Panzer. Die Luftwaffe unterstützte trotz des schlechten Wetters die Kämpfe der Erdtruppen und schoß 40 Flugzeuge ab.

In Siidsizilien schlugen deutsche und italienische Truppen auch gestern zahlreiche gegen die Linie Agrigento südlich Cata- nia vorgetragene britisch-nordamerikanische Angriffe ab und fügten dem Feind schwere Panzerverluste zu. Deutsch-italienische Lust- streitkräste griffen bei Tage und bei Nacht die Tchiffsansammlungen vor der siziliani- schcn Küste mit gutem Erfolg an. Mehrere feindliche Transportschiffe wurden versenkt oder schwer beschädigt. In der Zeit vom 10. bis 14. Juli einschließlich verlor die feindliche Landungsflotte mindestens 52 Schiffe mit zusammen 300 000 BRT. Zahl­reiche weitere Schiffe und Landungsboote

erhielten Treffer. Bei einem Angriff aus ein ! und südwestliche Reichsgebiet. Lustver- deutsches Geleit im Mittelmeer schassen Siche-> teidigungskräste brachten am gestrigen Tage

rungssahrzeuge der Kriegsmarine und Marineebordflak sieben feindliche Flug­zeuge ab.

In der vergangenen Nacht griffen feind­liche Fliegerkräste wie immer unter Ver­letzung des Schweizer Hoheitsgebietes einige Orte in Ostfrankreich an. Dabei erlitt die Bevölkerung erhebliche Verluste. Einzelne Störflugzeüge überflogen das nördliche

und in der vergangenen Nacht 14 britisch- nordamerikanische Flugzeuge zum Absturz. Deutsche Kampfflugzeuge stießen in der Nacht zum 16. Juli in den Raum von Lon­don vor^ Unterseeboote versenkten im Angriff gegen Eeleitzüge und Einzelfahrer, die durch Luft- und Seestreitkräfte stark ge­sichert waren, acht Schiffe mit 51 000 BRT. und einen Transportsegler."

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Rom, 16. Juli. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt:Vom Gebiet von Agrigent bis zur Ebene von Catania boten italienische und deutsche Ein­heiten zäh und tapfer kämpfen- dem be­ständigen Ansturm starker feindlicher Ein­heiten Front. Dem Feinde wurden erheb­liche Verluste an Panzern beigebracht. Un­sere Torpedoflugzeuge erneuerten ihre An­griffe auf Schiffe und Landungsfahrzeuge. Sie versenkten einen Handelsdampfer von 10 000 BRT. und beschädigten drei weitere Einheiten von insgesamt 29 000 BRT. Ita­lienische und deutsche Kampf- und Sturz­kampfflugzeuge griffen mit gutem Erfolg englischen und amerikanischen Schiffsraum längs der sizilianischen Ostküste an. Bei den Kampfhandlungen der Luftwaffe zeichneten sich in diesen Tagen folgende Einheiten be­sonders aus. Der 43. Kampffliegersturm. die

113. Torpedo-Flieger-Eruppe. die 121. Sturz­kampffliegergruppe. Neapel, Foggia und Genua waren das Ziel feindlicher Luft­angriffe. In Neapel sind Schäden und Opfeif zu beklagen. Vier viermotorige Flugzeuge wurden von unseren Jägern über Neapel vernichtet. Auch auf Ortschaften der Provin­zen Alessandria, Savona, Bologna, Parma und Reggio Emilia, wurden Spreng- und Brandbomben abgeworfen, die der Bevölke­rung leichte Verluste zufügten. Zwei vier­motorige Flugzeuge wurden von der Boden­abwehr getroffen und stürzten ab. Das eine Flugzeug stürzte bei Traversetolo (Parma), das andere bei Mirandola (Modena) ab. Einige Vesatzungsangehörige wurden ge­fangengenommen. Elf feindliche Torpedo­flugzeuge wurden von Schiffseinheiten sowie von Flugzeugen abgeschossen, die als Be deckung für unsere Geleitzllge eingesetzt waren."

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Drabtbericbt unseres Vertreters

ep. Tokio, 16. Juli. Aus autorisierter militärischer Quelle erfährt ryan, daß eine große, von den Japanern im Pazifik aus­gelöste Gegenoffensive augenblicklich im Gange ist. Der Feind verlor bisher 41 Kriegsschiffe, darunter 5 Kreuzer, und über 200 Flugzeuge bei dem Versuch, Munda wiederzuerobern. Weiter wurden die feind­lichen Versuche, in die japanischen Verteidi­gungslinien auf Neu-Eeorgien einzudringen, vollständig vereitelt. Es gelang nicht einen einzigen Mann auszuschiffen. Mindestens 1300 nordamerikanische Soldaten wurden ge­tötet.

Die Versuche der Briten und Nordameri- kaner, durch weitere Truppenlandungen auf New-Georgia eine Entscheidung zu erzwin­gen, dauern mit unverminderter Heftigkeit an. Trotz zahlreicher Flugzeuge, Schiffe, Lan­dungsboote und schwerer Waffen, die die Feinde in diesem Kampfabschnitt zusammen­zogen, gelang es den Japanern, alle Lan­dungsversuche abzuschlagen und dem Gegner schwere Verluste beizubringen. Bei dem Lan­dungsversuch zwischen Rubiania und Munda am Mittwoch bei dem, wie gemeldet, 20 feindliche Landungsboote versenkt wurden,

waren im ganzen 70 Landungsboote mit je 60 Mann beteiligt, was etwa die Hälfte der britisch-nordamerikanischen Streirkräfte in dem Kampfabschnitt darstellt. Als sich die Landungsboote der Küste von New-Georgia bei Munda näherten, wurden sie mit lebhaf­tem Geschütz- und Gewehrfeuer empfangen, und es gelang, die gelandeten feindlichen Soldaten ausnahmslos ins Meer zu trei­ben. Ein weiterer Angriff richtete sich gegen die japanischen Truppen 6 Kilometer östlich von Munda, der gleichfalls abgeschlagen wurde. Die Zusammenziehung so großer Men­gen von Kriegsmaterial bei den Briten und Nordamerikanern deutet nach Meinung der japanischen Presse darauf hin, daß den bis­herigen feindlichen Angriffen zweifellos noch weitere folgen werden.

Nachdem es anfangs schien", schreibt Mainitschi",als würde dem Feind ein ein­deutiger Erfolg zufallen, läßt die Entwick­lung der Ereignisse erkennen, daß die end­gültige Entscheidung noch nicht gefallen ist. Während die Feindseite," so fährt das Blatt fort,heute Anzeichen von Ermüdung zeigt, gibt uns der unerschütterliche Kampfgeist der japanischen Truppen allen Grund, diesen Kampfabschnitt mit Optimismus zu be­trachten".

Die japanische ZeitungPomiuri Hotschi" meldet aus Kanton: Der Besuch Böses

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rck. Berlin, 16. Juli. 'Die Kämpfe, die durch die Sommeroffensiven des Feindes aus­gelöst worden sind, haben in den letzten Ta­gen an Ausdehnung und an Heftigkeit zu­genommen. Im Osten hat die Schlacht im Raum von BjelgorodOrel am Donners­tag weitere, bisher ruhige Frontabschnitte erfaßt und ist im Augenblick auf einer Front­breite von etwa 350 Kilometer, nämlich von Bjelgorod bis Suchinitschi in im­mer stärkerer Heftigkeit entbrannt. Die Zahl der abgeschossenen Feindpanzer, die der Wehrmachtbericht für einen Tag mit 530 an­gibt, ist ein beredtes Zeichen für die Schwere der hin- und hergehenden harten Kämpfe. Unsere eigene Gegenoffensive, die längs der von Bjelgorod nach Kursk führenden Eisenbahnlinie vorgetragen wird, hat an Raum etwas gewinnen können, wurde aber offensichtlich sowohl durch den starken Gegen­druck des Feindes am schnelleren Vorwärts­kommen gehindert, als auch dadurch, daß verschiedentlich Einkesselungen erzielt wer­den konnten, die naturgemäß Aufräumungs­kämpfe in den Kesseln zur Folge hatten.

Hierdurch vor allen Dingen wurde der Feind zu Entlastungsangriffen im Raum zwischen Orel und Suchinitschi ver­anlaßt, die unter dem Einsatz größter Massen und schwersten Materials geführt wurden und überaus verlustreich für den Feind ver­liefen. Ueberhaupt bilden die großen Verluste der Sowjets im gegenwärtigen Zeitpunkt des Krieges einen Aderlaß für die bolsche­wistische Armee, Sie früher oder später schwerste Folgeerscheinungen zeitigen muß. Die deutschen Verluste halten sich demgegen­über in engen Grenzen, weil einmal die Schulung der deutschen Truppen und dann

auch die ' Güte des deutschen Materials. Ueberlegenheit und Schutz bieten.

Auch auf Sizilien' haben die Kämpfe eine Ausdehnung erfahren und. sind, mit Ausnahme von Stunden, in denen der Feind den durch die Landungen gewonnenen Küstenraum zu sichern bestrebt war, heftiger geworden. Angesichts der Tatsache, daß Sizilien als Insel an vielen Stellen im Be­reich der Geschütze überlegener feindlicher Flottenstreitkräfte liegt, konnten sich die ge­landeten englischen und nord.amerikanischen Streitkräfte alsbald in den Besitz eines breiten südöstlichen Kllstenstreifens setzen. Auch die wenigen Befestigungen Siziliens boten demgegenüber keinen Schutz. Dennoch hat sich der deutsch-italienische Widerstand sehr versteift, und die Anglo-Amerikaner wurden gezwungen, erhebliche Kräfte an Erd- und Luftstreitkräften einzusetzen. Dieses Vorwerk der Festung Europa erfüllt damit eine überaus wichtige Aufgabe.-

Der Feind, dessen Ziel es offenbar ist, ir­gendwann einmal Europa selbst anzugreifen, hat vielleicht geglaubt, eine Besetzung dieser italienischen Insel ohne sehr großen Wider­stand durchführen zu können. Stattdessen aber sieht er sich in Kämpfe verwickelt, deren Ausgang noch durchaus offen steht, und die ihn zwingen, immer neues Material und neue Streitkräfte einzusetzen, während zur gleichen Zeit seine überseeischen Verbindun­gen empfindlich gestört werden So betrach­tet. ist die Südfront auf der sizilianischen Insel die erste vorgeschobene Abwehrlinie Europas, die er erst durchbrechen muß, ehe er sich seinen weitergehenden Plänen zuwen­den kann. Die«Kämpfe in den südlichen Ge­birgen Siziliens und in den östlichen

Küstenebenen werden den Engländern und Amerikanern jedenfalls bereits jetzt gezeigt haben, daß sie viel Blut aufwenden müssen, wenn sie wirklich gewillt sind, sich einmal an Europa selbst heranzuwagen.

LUIss imä äis LNanNK-Lksrla

Stockholm, 16. Juli. Nachdem Churchill soeben im Unterhaus die Atlantik-Charta gewissermaßen als wertloses Stück Papier zerrissen hat. indem er erklärte, die Charta sei kein Vertrag und verpflichte keinen der Vertragspartner, hat sein Stellvertreter Attlee den Atlantikschwinbel noch deutlicher offenbart. Als im Unterhaus die Frage ge­stellt wurde, ob die Atlantik-Charta die USA. und Großbritannien daran hindern würden, gewisse strategische Punkte, die frü­her den Achsenmächten gehörten, im Falle eines Sieges der Achsengegner zu behalten, antwortete Attlee, in der Charta gäbe es nach Ansichi der britischen Regierung nichts, was England bzw. die USA. daran" hindern könnten, ihnen geeignet erscheinende Maß­nahmen zu ergreifen. Altlee hat sich also um eine klare Antwort herumgedrückt. Immer­hin sind seine Redensarten im unmittel­baren Anschluß an die Churchill-Erklärung deutlich genug, um zu bestätigen, daß die ganze Atlantik-Charta ein groß aufgelegtes Schwindelmanöver ist, das auf Dummen- iang berechnet war. ^

Mllkis prSsiäsntsekstlsksnüiäst

Stockholm, 16. Juli. Nach einer Meldung des englischen Nachrichtendienstes erklärte Wendest Willkie in Neuyork, daß er im Herbst nächsten Jahres als Präsidentschafts­kandidat auftreten werde.

in Schonan und seine Erklärung über die Bildung der provisorischen Regierung des freien Indiens habe großen Wider­hall in der Welt gefunden und die be­reits in Schwierigkeiten befindlichen britisch­indischen Behörden in Verwirrung gestürzt. Wie aus Neu-Delhi gemeldet wird, hat sich die indische Regierung gezwungen gesehen, zwecks Aufstellung eines neuen 2-Millionen- Heeres, unter dein Vorwand der Ergänzung der indischen 4. Armee, ein Werbegesetz und. vor allem in der Provinz Neu-Delhi eine Verordnung für die Zwangseinziehung zum Wehrdienst zu erlassen. Die indische Warme plant eine bedeutende Verstärkung der Mannschaften. Waffen und Munitions­bestände. Ferner sind Maßnahmen zur Er­richtung eines großen Arsenals in Bombay ergriffen, um die Verbesserung und Ver­mehrung der Waffen zu beschleunigen und gleichzeitig auch die Ergänzung und Aus­bildung des technischen Personals zu för­dern. Zu diesen Zwecken wird unter Zuhilfe­nahme aller Propagandamittel in Rund­funk und Presse rege die Reklamatrommel gerührt.

Was die innere Lage des Landes betrifft, so verursacht sie der indischen Regierung viel Kopfzerbrechen, insbefondere bean­sprucht die Vorbeugung weiterer politischer Unruhen ihre gayze Aufmerksamkeit. So wurde bekanntgegeben, daß alle politischen Verbrecher, die im vergangenen Jahre ver­haftet wurden, bedingungslos freigelassen werden. Nachdem bereits 460 Personen auf freien Fuß gesetzt worden sind, wird be- kanntaemacht, daß die Freilassungsaktion fortgesetzt werden soll. Alle diefe Maßnah­men lassen erkennen, zu welchen Manövern und Machenschaften die britisch-indische Re­gierung Zuflucht nehmen muß.

Nationale Universität in Spanien. Die Coitez nahmen das Universitätsresormqcsetz einstimmiq an.

Von Usus H 6 r t 6 I

Als wir Nationalsozialisten den Kampf um die Seele des deutschen Volkes begannen, brachten wir auch in eigenen Formen unier Ideengut zum Ausdruck. Zu diesen Formen zählen wir auch unseren Gruß, der später als deutscher Gruß Gemeingut des ganzen deutschen Volkes wurde:Heil Hitlers" Er ist für uns mehr als eine äußere Form oder gar eine belanglose Aeußcrlichkeit. und daran wollen wir uns gerade jetzt erinnern.

In einer führerlosen Zeit riefen wir Na­tionalsozialisten zum ersten MalHeil Hitler!" Es war eine Zeit. die sich am meisten durch ihren Mangel an überragen­den Persönlichkeiten auszeichnete. Die besten Deutschen hofften auf den Retter, auf den Mann. der einmal mit eisernem Besen aus­fegen und dem Reich wieder Ordnung. Kraft und Sicherheit bringen sollte. Parteipro­gramme und Versprechungen waren damals billig, sie wurden dem deutschen Volke bei jeder Wahl zu Dutzenden angeboten, aber ein Mann, eine Idee fehlten uns.

Wenn wir heute zurückblickend fragen, was uns Nationalsozialisten in unseren langen und schweren Kampfjahren nicht allein Kraft, sondern vor allem ein wahres, inneres Glück brachte, dann finden wir die Antwort immer in der Perlon des Führers. Wer je dem Füh­rer begegnete und die Kraft empfand, die er persönlich ausstrahlt, der konnte glauben. Fär uns verkörperte der Führer von jeher eine stolze Zukunft in einem großen Deut­schen Reich. Deshalb waren auch unsere Hoff­nungen nicht romantisch und verschwommen, sie hatten in dem Manne Gestalt gewonnen, der sichtbar vor uns stand, in Adolf Hitler. Ihm ordneten wir uns freiwillig unter, denn das wußten wir von nun an: wo Adolf Hitler steht, marschiert das Deutschland der Zukünft! Wer damals in den Bannkreis der Bewegung gezogen wurde, erlebte von Stund an eine tiefe, innere Wandlung. Alle unsere persönlichen Sorgen und Wünsche traten hin­ter der großen Aufgabe zurück, für das kom­mende Reich Adolf Hitlers zu kämpfen. Diese Aufgabe war für uns keine Sonntags-Ange- legenheit. Wer Nationalsozialist ist, dem ge­nügt es nicht, gelegentlich an einer Partei- veranstaltung t'silzünehmen und im übrigen genau so weiterzuleben wie sonst. Das Be­kenntnis zu unserer Weltanschauung bedingt eine ständige Bereitschaft, in jed"r Stunde des Alltags so zu handeln wie es das Wohl der Gemeinschaft und» nicht das eigene Ich fordert. Nationalsozialist muß man immer sein, vor allem im Alltag. Was Walter Flex einmal als beste Sinngebung des Preußentums schrieb, gilt heute fii die nationalsozialistische Bewegung in der Ueber- tragung: Wer -auf des Führers Fahne schwört, hat*nichts mehr, was ihm selber gehört!

An diesem' inneren Gesetz des National­sozialismus scheiden sich die Geister. Man kann diese Forderung nicht mit Halbheiten abgelten. U-m sie ganz zu erfüllen, muß man ständig in der Umwelt durch beispielhafte Haltung wirken. Aus dieser Erkenntnis er­wuchs auch unser Gruß. Er soll uns an jeder Stunde des Tages an unsere nationalsozia­listischen Pflichten erinnern. Wenn wir Heil Hitler!" rufen, dann bekennen wir uns in jedem Gruß erneut als getreue Ge­folgsleute des Führers.Heil Hitler!" rufen die Bekenner, die anderen sagenGuten Morgen!" oderGuten Tag!" Das war.schon in der Kampfzeit so. Die Vorsichtigen dach­ten an sich und überließen die Rettung des Reiches den Nazis. Für und Nationalsozia­listen aber war Vorsicht, wenn es um das Schicksal des Reiches ging, voift jeher ver­brecherische Feigheit.

In.der. Erfüllung unserer Aufgabe waren wir Nationalsozialisten notfalls auch unhöf­lich. Zu uns kann Man ruhigGuten Mor­gen!" oderGuten Tag!" sagen, wir ant­worten immer mitHeil Hitler!" Damrls schon und heute erst recht. Besonders gerne haben wir immer diejenigen mit unserem Gruß beehrt, die vom Führer gar nichts wissen wollten. Uns hat das schon damrls nichts ausgemacht. Die wenigen Partei­genossen grüßten sich damals über die ganze Straße hinweg laut mitHeil Hitler!" und zwangen damit alle unpolitischen und geg­nerischen Menschen auf der Straße, wieder einmal an den Führer zu denken. So trugen

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