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Parleiainttictze Layeszettung
vos flmtsdlatt des Negierenden vürgermeistcrs der Zreien Hansestadt vremen
der NarionMldzral.isten. Vremens
flmtliches verkündungsbiatt des Ncichsstattlialters in Oldenburg und vremen
Nr. 194, 1Z. Mrgang
Freitag, 16 . Juli 194 Z
kinzelpreis 15 Npf.
Im Lciistten üer Vatlea
Dr. Goebbels über den „Nervenkrieg"
Reichsminister Dr. Goebbels beschäftigt sich in der Wochenzeitung „Das Reich" mit dem Nervenkrieg, der sich im Schatten des Waffen- krieges abspielt. Er wirft erneut einen Blick in die Vergangenheit und stellt fest, daß man in den entscheidenden Abschnitten des ersten Weltkrieges auf unserer Seite die Nerven verloren hatte, gleichzeitig aber auch den Atem, als es darauf ankam, mehr als zuvor alle Kraft auf den Sieg zu konzentrieren. Der Krieg schlage immer Wunden, so schreibt Dr. Goebbels weiter, und zwar dem Gewinner ebenso als auch dem Verlierer. Uns Deutschen sei das in der ersten Hälfte des Krieges nur nicht klar geworden, weil wir dabei fast gänzlich unverletzt geblieben sind. Die Entwicklung des Krieges ist seitdem offener geworden, ohne daß damit unser Vorsprung aus seiner ersten Hälfte vom Feind in wesentlichen Dingen wettgemacht worden sei. Wir kämpften immer noch mit den weitaus größeren Chancen, nur daß der Feind verzweifelt aufzuholen versuche und schon beim Entstehen einer kritischen Situation für sich einen psychologischen Vorteil verbuche. Infolgedessen dürsten wir nicht in den Fehler verfallen, uns von der vom Besiegten aus durchsichtigen Gründen verbreiteten Psychose anstecken zu lassen. Auf dieses Ziel laufe die feindliche Propaganda besonders im Zusammenhang mit den Kämpfen auf Sizilien hinaus. Sie bausche die wirklichen oder vermeintlichen Erfolge des Gegners, die unseren Kriegsentscheidungen gegenüber von nur zweitrangiger Bedeutung sind, in einer Art und Weise auf, die dem leicht zu beeinflussenden Beobachter den Eindruck aufzwingen solle, daß sich der Feind auf der Straße des Sieges befindet.
Dr. Goebbels wendet sich in diesem Zusammenhang dem Luftkrieg zu, der dem Feind im Herbst und Winter 1940 Schläge zugefügt habe, die ungleich schwerer waren als die Schläge, die er uns jetzt zufüge. Wie er damit fertig geworden sei, so würden und müßten auch wir damit fertig werden. Auch diese Phase des Krieges werde überwunden. Hier gelte das Wort, daß der Recht behalte, der zuletzt spreche. Damit wendet sich Dr. Goebbels wieder dem eigentlichen Thema, dem Nervenkrieg, zu, der von den Engländern und Amerikanern mit dem Ziel geführt werde, die Völker der Achse an der Eieg- hastigkeit ihrer Sache irrezumachen. Dieser Plan sei zwar für Leichtgläubige raffiniert und Lohhaft angelegt, könne aber beim Kenner keinerlei Eindruck hervorrufen. Die englische Kriegführung brauche sich übrigens in ihrer Nachrichtenpolitik keinerlei Rücksichtnahme auferlegen, denn der Mann von der Straße wisse sehr wohl zu unterscheiden, was auf Wahrheit beruhe und was nur auf Bluff des Gegners berechnet sei. Hier habe sich eine Art von Nebenkriegsschauplatz aufgetan, auf dem der Feind mit zynischer Rücksichtslosigkeit operiere. Wir hätten nicht die Absicht, ihm in seinen Methoden zu folgen
Dr. Goebbels kommt dann aus die zahllosen Versuche unserer Gegner zu sprechen, aus uns militärische Geheimnisse herauszulocken. Dazu stellt er lediglich fest, daß Ströme von Mannschaften und Waffen unsere Verbände an allen Fronten mehr als ausgefüllt hätten und daß uns auch eine operative Reserve zur Verfügung stehe. Wegen des Luft- und U-Boot-Krieges werde von der deutschen Führung alles nur mögliche getan, um uns auf diesen beiden Kriegsschauplätzen wieder aktiv zu machen. Wenn darüber öffentlich nichts gesagt werde, so habe das seine guten Gründe, bestimmt aber nicht den, daß wir darüber nichts zu sagen hätten. Schließlich berührt Dr. Goebbels das Thema der tausend Gebote der Schweigsamkeit. An der Front pflege man Panikmacher-Kreaturen schnellstens das Handwerk zu legen, und zwar meistens durch Selbsthilfe. Man möge das auch in der Heimat tun.
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Aus dem Führerhauptquartier, 15. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Trotz Verschlechterung der Wetterlage halten die schweren Kämpfe an der Ostfront an. Im Raum von Bjel - gorod wurde eine feindliche Krästegruppe im konzentrischen Angriff zerschlagen und er« neutr, jedoch mit schwächeren Kräften als an den Vortagen geführte Gegenangriffe unter hohen Verlusten abgewiesen. Oestlich und nördlich Orel setzte der Feind feine von Panzern und Schlachtfliegern unterstützten Angriffe auch gestern fort. Die Versuche der Sowjets, die deutschen Stellungen zu durchstoßen, scheiterten blutig. Sofort eingeleitete Gegenangriffe sind im erfolgreichen Fortschreiten. Im Gesamtabschnitt der großen Schlacht wurden gestern erneut 33K Sowjetpanzer vernichtet und von der Luftwaffe 7 V feindliche Flugzeuge abgeschossen.
Die Kämpfe in Süd-Siziliem halten mit unverminderter Heftigkeit an. An mehreren Stellen wurden feindliche, von Panzern unterstützte Angriffe zurückgeschlagen und hinter der Front gelandete feindliche Fallschirmjäger vernichtet. Deutsch-italienische Luftstreitkräste fügten dem Feinde weiter empfindliche Verluste an Schiffsraum zu. Eine größere Anzahl Kriegs- und Transportschiffe wurde versenkt oder beschädigt.
Starke feindliche Bomberverbände griffen gestern vormittag das Gebiet um Paris und einige Orte in Nordwest-Frankreich an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Im Verlaufe heftiger Luftkämpse und durch Flakabwehr wurden 22 feindliche Flugzeuge, darunter 14 schwere Nordamerikanische Bomber, abgeschossen. Fünf deutsche Jagdflugzeuge gingen verloren. In der vergangenen Nacht flogen einzelne feindliche Störflugzeuge ins nördliche Reichsgebiet ein und warfen wahllos einige Bomben."
Der im Wehrmachtbericht vom 14. Juli gemeldete Angriff schwerer deutscher Kampfflugzeuge gegen die Hafenstadt Hullan der englischen Slldostküste wurde bei günstigen Sichtverhältnissen durchgeführt. In der Nähe der Humbermündung versuchten britische Nachtjäger und Flakartillerie, die anfliegenden deutschen Verbände abzudrücken. Diese Absicht mißlang. Unsere Kampfflugzeuge erreichten sämtlich das Zielgebiet und warfen ihre Bombenlasten in die Anlagen des Al- bert-Docks und Queen-Victoria-Docks, wo mehrere ausgedehnte Brände und eine größere Explosion beobachtet wurden. Während eines unserer Flugzeuge vom Feinvflug nicht zurückkehrte, gelang es der Besatzung eines anderen, trotz eines schweren Flaktreffersund
mit ausgefallener Funkpeilung das schwerbeschädigte Flugzeug zum Einsatzhafen zurückzubringen. — In der Nacht vorher hatten, wie bereits gemeldet, deutsche Kampfflugzeuge den wichtigen britischen Versorgungsund Umschlaghafen E r i m s b y an der Humbermündung angegriffen. Bomben aller Kaliber detonierten tn der Nähe des Bahnhofes sowie in den Hafsn- und Dockanlagen. Auch bei diesem Angriff versuchten die Briten, durch Einsatz zahlreicher Nachtjäger und schwerer Flakbatterien den deutschen Angriff zu verhindern. Das bei wolkenlosem Himmel durchgeführte Bombardement wirb von den Besatzungen unserer schweren Kampfflugzeuge als sehr wirkungsvoll bezeichnet.
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Rom, 15. Juli. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „Auf Sizilien wird der Druck des Feindes von den Truppen der Achsenmächte beherrscht. Hartnäckige, mit starker Panzerunterstlltzung durchgeführte Angriffe wurden abgewiesen. In der Ebene von Catania wurden feindliche Fallschirmjägertruppen sofort vernichtet. In den Kämpfen dieser Tage zeichneten sich das 10. Bersaglieri-Regiment. die 207. Kü- stendivision und die deutsche Division Hermann Göring aus. An der Schlacht, die heftig und erbittert weitergeht, beteiligten sich in ununterbrochenem starken Einsatz die Flieger der Achsenmächte und besonders unsere kühnen Torpedoflugzeuge, die gestern vier weitere Dampfer mit insgesamt 27 000 BRT.
versenkten und einen schweren Kreuzer sowie zwei mittelgroße Handelsschiffe beschädigt haben. Ziele zur See und auf Land wurden ebenfalls wirkungsvoll von unseren und deutschen Kampfflugzeugen angegriffen. Deutsche Jäger schössen über Sizilien fünf Spitfire ab. Zwei weitere Flugzeuge wurden von deutschen Minensuchern abgeschossen. Feindliche Verbände führten Einflllge auf Palermo, Messina sowie auf Neapel und Umgebung durch, die beträchtliche Gebäude- schäden anrichteten und Opfer unter der Zivilbevölkerung forderten. Von den Abwehrbatterien wurden sechs viermotorige Flugzeuge in Messina und eines in Neapel vernichtet. Im Mittelmeer wurde ein Zerstörer von einem unserer Motortorpedoboote versenkt.
Abnutzung stärkster leiiuHicksr krskte
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eck. Berlin, 15. Juli. An beiden Brenn -1 Die im Raum zwischen Orel und Bjelgo- punkten der Schlacht im Osten geht die Ab- rod massierten gegnerischen Kräfte stellen so- nutzung stärkster feindlicher Kräfte laufend wohl materialmäßig wie in bezug aus die weiter. Immer wieder versucht der Gegner, Mannschaft das schlagkräftigste dar, was der mit massierten Kräften unter starkem Pan- Gegner aufzubieten vermag. Es ist nur zu zer- und Schlachtflieger-Einsatz die deutschen natürlich, daß die Abnutzung, Zerschlagung Angriffsteile aufzuhalten oder zu durchsto- und Vernichtung derartiger Einheiten nur ßen. In diesen harten Kämpfen bewährt sich in harten Kämpfen erreicht werden kann. immer wieder der Heldenmut des deutschen Um so höher ist die Leistung des deutschen Soldaten, der eigenverantwortlich und aus Soldaten zu werten, der in diesem giganti- freier Initiative auch unvorhergesehene Si- scheu Ringen, wie soeben gemeldet wird, tuationen zu meistern und die ihm von der bis zum 15. Juli 2800 feindliche Panzer und deutschen Heimat zur Verfügung gestellten über 1000 Feindflugzeuge zu vernichten hochqualifizierten neuen Waffen erfolgreich mochte. Diese stolzen Zahlen sind das Er- einzusetzen versteht. In der großen Schlacht gebnis einer Unsumme von heldenhaftem im Osten werden sowohl an den einzelnen Einsatz, kühnster Tapferkeit und kühl ab- deütschen Soldaten wie auch an die Führung wägender Entschlossenheit der deutschen Sol- harte Anforderungen gestellt, da viel impro- batem Die Zahl der Gefangenen hat in-
visiert werden muß und nicht von einer generellen Stoß- oder Angrisfsrichtung gesprochen werden kann, sondern nach der Lage der Dinge die Angriffsrichtung gewählt wird, die den sichersten Ersolg verspricht und diesen Erfolg bei geringsten eigenen Verlusten erreicht.
zwischen weit die im Wehrmachtsbericht vom 12. Juli genannte Ziffer von 28 000 überschritten, wobei zu berücksichtigen ist, daß die blutigen Verluste des Gegners die Ecsan- genenzahlen erheblich übersteigen dürften.
Ein Beweis hierfür dürfte auch in der Tatsache gesehen werden, daß die hartnäcki-
Me koosevell ui»ä OdurckiU idre „Verdülläelea" betrügen
Ans rü/i 75 s/igs cm c/is?o/sn — ^ocl» c/sf ^srrsiöung c/sr n/cjit pariset, c/sr/ZisIt
Trahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
ckr. v-. seb. Berlin, 15. Juli. Gestern hat Churchill wirklich wieder einmal eine Gipfelleistung der schamlosen Heuchelei zuwege gebracht. Nachdem er am Mittag im Unterhaus, wie wir gestern bereits ausführlich dargestellt haben, in aufgeregtem Zorne die unbequem gewordene Atlantikerklärung sozusagen öffentlich zerrissen hatte, scheute er sich dennoch nicht, beinahe im gleichen Atemzüge, nämlich in einer Rundfunkrede am Mittwochabend, sich an die Polen zu wenden und sich einige Krokodilstränen über den Tod Sikorfkis abzuquetschen, der ja schließlich nur ein Opfer der verlogenen britischen Versprechungen und Garantien geworden ist. Als Sikorski sich gegenüber den bolschewistischen Forderungen auf die von . England gegebenen Verpflichtungen berufen und keine Vernunft annehmen wollte, da wurde er für den vollkommen abhängigen britischen Trabanten der Sowjets absolut untragbar und mußte sterben. Es klingt wie blutiger Hohn. wenn Churchill nunmehr den Polen mit betrübtem Gesicht sein Beileid ausdrückt und sie auffordert, sich ins Gedächtnis zurückzurufen, daß Sikorski für die Vereinigung aller Polen gekämpft habe. Gerade weil er in den letzten Monaten seines Lebens diesen Kampf in erster Linie gegen die bolschewistischen Ansprüche glaubte führen zu müßen und weil andererseits sich England gegenüber dem Kreml gehorsam jedem Winke verhalten muß, waren die Tage des polnischen Emigrantenhäupilings ge-, zählt.
Der Ursprung der Unterhausdebatte über die seinerzeit aus der „Potomac" für die Weltöffentlichkeit formulierten Versprechun
gen ist zu einem wesentlichen Teil in den inzwischen durch die Entwicklung geschaffenen neuen Tatsachen zu erblicken, in denen die polnisch-sowjetischen Beziehungen sowie die absolute britische Abhängigkeit von Moskau eine übergeordnete Rolle spielen und die mit der Atlantik-Erklärung nicht mehr in Einklang zu bringen waren. Obgleich die Preisgabe der baltischen Völker, eines großen Teiles von Finnland und Polens an die Sowjets von feiten Englands tatsächlich schon längst erfolgt ist, stellten die Formulierungen der Atlantik-Erklärung für die britische Politik bisher noch eine gewisse Hemmur- gegenüber dem bolschewistischen Verlang n dar, sich auch ganz öffentlich und sichtbar praktisch zum Verrat Europas und vor allem zur Preisgabe der kleinen Völker an den Bolschewismus zu bekennen. Darum wurde auch aus dem Unterhaus heraus die Forderung gestellt, Verhandlungen mit dem Ziel der Abänderung der Atlantik-Charta einzuleiten; darum auch erklärte Churchill ganz unwirsch, daß das gar nicht nötig sei, weil die Atlantik-Charta niemals verpflichtenden Charakter gehabt habe; die gleiche Atlantik- Charta, die man seinerzeit als die politische Grundlage der eigenen Kriegführung, als das gewaltig« Werk der anglo-amerikani- schen Staatsmannschaft für die künftige Weltgestaltung und als das große Befrei- ungsprogramm für alle Völker proklamiert hatte. Gewesen — gewesen! In die Eck«, Besen!
Am Abend des gleichen Tages aber geniert sich dieser widerliche Schurke Churchill nicht, sich mit rührseligen Worten dem polnischen Volke zuzuwenden und ihm erneut mit Versprechungen zu kommen, daß das (allein auf Englands Schuldkonto zu setzende)
Opfer Sokorski nicht umsonst gewesen sein wurde. Die praktischen Bemühungen der englischen Politik sehen selbstverständlich ganz anders aus. Es ist ganz klar, daß Churchill bei der Neubildung des polnischen Emigrantenausschusses in London seine Finger im Spiel gehabt und daß er nach Möglichkeit für eine Zusammensetzung dieses Mario- nettenklllngels gesorgt hat, die weitere britisch-sowjetische Reibungen ausschließt, also die stillschweigende Unterwerfung der von britischen Cchecks abhängigen Emigranten unter die bolschewistischen Aussaugiiugsan- sprllche einbegreist. Zum Häuptlinq der polnischen Emigranten wurde nunmehr endgültig Pan Mikolajczyk erkoren, von dem man bisher in London gesagt hatte, daß er eine absolute politische Null sei. Dieser Pan Mikolajczyk hat dann noch 13 weitere Empfänger von britischen Schecks um sich versammelt, und damit alle Kinder einen Namen haben, wurden sogar im Rahmen dieses Emigrantenklüngels „Ministerien" für die Vorbereitung der Friedenskonferenz, für die Vorbereitung der künftigen Regierung und — für die Angelegenheiten des Mittleren Osten geschaffen. Noch lächerlicher kann man sich ein politisches Theater kaum vorstellen.
Gerade die wegwerfende Handbewegung Churchills gegenüber den Atlantikversprechungen läßt die Problematik aller Emigrantenklüngel in London in besonders tragikomischem Lichte erscheinen. Der Ausschuß Mikolajczyks setzt sich aus Vertretern der polnischen Minderheiten. aus Gegnern Pilfudskis, aus einigen Antibolschewisten und aus vier Juden zusammen, die natürlich im bolschewistischen Fahrwasser schwimmen. Mikolajczyk mußte in seinem Marionetten- lFortfetzung auf Seite 2)
gen feindlichen Angriffe, am Mittwoch an einigen Stellen erheblich an Schwungkraft verloren hatten oder nur mit weit geringeren Kräjren als am Vortage unternommen wurden. Die restlose Zerschlagung einer weiteren feindlichen starken Krästegruppe bei Bjel- gorod vermehrt die Schwächung des Gegners, dessen Verteidigung in zahlreichen starken, durch weiträumige Minenfelder gesicherten Riegelstellungen aber nach wie vor erbittert ist. Vom Gegner immer wieder herangeführte Reserven unterliegen schon beim Anmarsch den ständigen erfolgreichen Angriffen der deutschen Luftwaffe, die überall die Operationen der Formationen des Heeres in rollendem Einsatz tatkräftig unterstützt.
Irsuertsisr, kür »ermann Lokls
Berlin, 15. Juli. Von einem der alten Vorkämpfer des nationalsozialistischen Auslandsdeutschtums. dem verstorbenen früheren Landesgruppenleiter der Auslands-Organi- sation der NSDAP. in der südafrikanischen Union, Universitätsprofessor Dr. Hermann Bohle, nahm am Donnerstag das Führerkorps der ÄO. im Großen Ehrensaal in einer schlichten Gedenkfeier Abschied, zu der außer den Angehörigen eine große Zahl von Trauergästen aus Partei, Staat. Wehrmacht und Wirtschaft erschienen waren.
Brigadeführer Albrecht legte im Namen des Führers an der Bahre einen Kranz nieder. An der Trauerfeier nahm auch eine Abordnung der faschistischen Partei in Deutschland unter Laudesgruppenleiter Graf Rug- geri mit der Fahne des Fascio-Berlin teil.
Das Verbrechen an Nikolaus II. am 17. Juli 1918
Von kNtel
Genau vor fünfundzwanzig Jahren, in der Nacht vom 16. zum 17. Juli 1918 unseres Kalenders, geschah in der Stadt Jekaterin- burg im Hause des Kaufmannes Jpatjew durch die offiziellen Bevollmächtigten der Sowjets eine grausige Untat. Nachdem man den „Bürger Romanow, gewesenen Oberst" von seinem Hauptquartier in Mohilew nach der zaristischen Sommerresidenz Zarskoje Selo und von dort nach dem fernen sibirischen Nest Tobolsk verschleppt hatte, war ihm nun von den Vo.lschewisten als Unterkunft dieses Kaufmannshaus in der weltver- lassenen Stadt am Ural angewiesen worden. Kerenski-Kürbis, ein Halbjude, war als Beherrscher und „Eeneralismus" von den Bolschewisten abgelöst worden. England, das den Zaren in den Krieg getrieben hatte, das zynisch der Dezimierung des russischen und der anderen Völker zugesehen hatte, ließ den heimlichen Förderer des Umsturzes, den britischen Botschafter Sir George Vuchanan, bezeichnenderweise ohne jede Weisung für die „Regelung der Zarenangelegenheit". So mußten die Volschewi- sten, daß sich Otd Albion blutwenig um das fernere Geschick der Zarenfamilie kümmerte. Von britischen Logen spannen sich manche Bande zu den Verschwörern und auf der anderen Seite hatte der Jude Jakob Schiff von Hause Kühn, Loeb und Company den Bolschewisten wichtige Kredite beschafft, die das gesamte amerikanische und britische Judentum dem Zarismus vorenthielt.
Einen Königsmord gibt es sowohl in der britischen wie auch in der französischen Geschichte. Von den Vorgängern des politisch so unzulänglichen Nikolaus war fast keiner eines natürlichen Todes gestorben. Daß der letzte Zar, her nach dem Urteil seiner eige- neü Umgebung die Würde von sich tat wie „ein lästiges Bündel", überhaupt keine politische Gefahr darstellte für die Bolschewi- sten, steht außer Zweifel. Der „Kleinbürger im Zarenpalast" beklagte sich über nichts und war offensichtlich fest entschlossen, für immer von der politischen Bühne zu verschwinden. Die Tat, die man an ihm und an seinen unmündigen Kindern in der grausigen Nacht von Jekaterinburg vollbrachte, war nacktester jüdischer Meuchelmord. Die Liste derer, die von Lenin und Trotzki-Bronstein mit der Vollstreckung beauftragt wurden, ist recht umfangreich und — was bezeichnender ist — sie ist fast hundertprozentig jüdisch. Hatten nicht schon Jahre vorher die Juden heimlich Ansichtskarten verkauft, auf denen der zweite Nikolaus als blutiges Sühneopfer Judas dargestellt wurde? Hatten sie nicht immer wieder mit heimlich leuchtenden Augen von „dem Tag" gesprochen? Hebräische Schrift- zeichen fand man in dem Zimmer des Untergeschosses, in dem in sinnloser Raserei die Mörder in ihre Opfer gefeuert hatten, bis das Magazin nichts mehr hergab.
Sie arbeiteten gründlich. Sie warfen noch die Leichname in Gruben, nachdem sie sie angezündet hatten. Man sollte keine Spur von ihnen finden. 15 Jahre später — nämlich im Februar 1933 — berichtete der geflüchtet« russische Mönch Jliodor (Sergius Trufanow), daß die „Beauftragten" den Kopf des Zaren nach Moskau schicken mußten und daß er das Haupt selbst gesehen hatte. Hier hatte sich wahrhaft alttestamentarifche Rachgier ausgetobt bis zum Exzeß. Kein Wunder, wenn man die Mörder-Reihe der Jankel Swerd- low, Chaim Eolostschekin-Nacktbacke. Jankel Jurowski, Wainin, Laipont und Fekete« Schwarz überblickt.
Wo blieb damals jenes berühmte „Welt- gewissen". das von den Briten und Nord- amerikanern immer dann bemüht wird, wenn man von einer besonders großen Lumperei ablenken will, die im Zeichen des Union Jack und des Sternenbanners vollbracht wird? Es meldete sich damals aus Paris der Schwager des Zaren, der bezeichnenderweise von den deutschen Truppen befreite Großfürst Alexander Michailowitsch, beim britischen Königshof an. um diesen nächsten Verwandten des ermordeten Zaren einige letzte Nachrichten von Nikolaus und seiner Familie zu
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