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Varleianrtticlie Layeszettuny
Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeistcrs der §rcien Hansestadt vremen
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der NalicmalsozralisteiT Vreinens
flmtliches Nerkünüungsbtatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und Nremen
Nr. 185 . 1Z. Jahrgang
Mittwoch. 7. Juli 1S4Z
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UngIsuU§ Llleinsekulä am Lombönkrieg
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Drahtbericht unseres Vertreters
ckr. v. sei,. Berlin, 6. Juli. Die Empörung der ganzen Kulturwelt über den verbrecherischen Anschlag gegen den Kölner Dom hat einige Kreise in England doch etwas aufhorchen lassen. Dazu kommen die Gedanken, die man sich über künftige Entwicklungsmöglichkeiten des Luftkrieges machen muh. Es liegen schon Anzeichen dafür vor, welche neue Platte die britischen Agitatoren in dem einen oder anderen Falle der Entwicklung auszulegen gedenken. Darum kommt es wesentlich darauf an, schon rechtzeitig im voraus die Frage nach der Verantwortung und nach den zwangsläufigen Zusammenhängen so eindeutig beweiskräftig vor der Weltöffentlichkeit zu klären, bah sich im gegebenen Zeitpunkt jede weitere Diskussion erübrigt, weil überhaupt kein Zweifel mehr möglich ist.
Die kkindsßitstion möckte vorbauen
Heute schon, wo auch die Gegenseite sich der Erkenntnis nicht mehr entziehen kann, dah die Spekulation mit der schnellen Wirkung des Terrorkrieges fehlgeschlagen ist und dah die deutsche Abwehrkraft den englisch- amerikanischen Zeitplan über den Haufen geworfen hat, machen sich im Feindlager Stimmen bemerkbar, die der künftigen Agitation den Weg bereiten sollen. Da läht man vereinzelt weihe Raben aufflattern, die in der Betrachtung der angerichteten Kulturschäden in Deutschland scheinheilig weinerliche Töne anschlagen. Man versucht, uns
auch wieder mit der heuchlerischen Behauptung zu kommen, dah Deutschland mit dem Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung begonnen habe. Was die larmoyanten Töne in der Betrachtung einzelner Auhenseiter betrifft, so vermögen sie uns nicht darüber hinwegzutäuschen, dah die ganze englische Hochkirche, vom Erzbischof von Canterbury angefangen, bis zum kleinsten Landvikar, sich gerade im Hinblick auf den Luftterror jahrelang in sadistischen Ausbrüchen geradezu überschlagen hat. Was die Frage nach der Verantwortung betrifft, so sollen sie nicht
glauben, dah man nur wacker darauf loszulügen braucht, weil dann immer etwas hangen bleibt. Wir sind schon auf dem Posten und sorgen dafür, dah die Wahrheit nicht durch sreche Verlogenheit entstellt werden kann.
Auf dieser Linie liegt die Veröffentlichung des neuen Weihbuches durch das Auswärtige Amt mit den Dokumenten über die Allein- schuld Englands im Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung. Wenn man diese Dokumente zur Kenntnis genommen hat, so muh man sich schon fragen, für wen die britischen
Lügen über die angebliche deutsche Verantwortung überhaupt noch bestimmt sein können. Vollständiger und schlagender wie dies in dem neuen deutschen Weihbuch geschieht, ist ein Gegenbeweis überhaupt nicht verstellbar. Hier ist eine dokumentarische Beweisführung dafür gegeben, dah jede militärische Folgerung in umfassendem und vernichtendem Ausmah der unbestreitbaren britischen Alleinschuld und in der unfahbaren Gemeinheit des englisch-amerikanischen Verbrechens gegen die höchsten Werte der Menschheit ihre absolute Berechtigung erhält.
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Aus dem Führerhauptquartier, 6. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Aus einem erfolgreichen örtlichen Angriffsunternehmen deutscher Infanterie im Abschnitt Vjelgorod entwickelten sich durch starke sowjetische Gegenangriffe im Verlause des gestrigen Tages schwere Kämpfe aus der Erde und in der Luft. die sich bis auf den Raum nördlich Kursk ausdehnten und bis zur Stunde immer größere Heftigkeit annehmen. Bei wiederholten Vorstößen zur Küste Siziliens erlitten britisch-nordameri- kanische Fliegerverbände am gestrigen Tage erneut schwere Verluste. Die deutsche und italienische Luftwaffe schoß insgesamt 51 feindliche Flugzeuge ab, darunter vorwiegend viermotorige Bomber. In der letzten Nacht bekämpfte ein starker Verband deutscher Kampfslugzeuge das Hafengebiet von Viserta mit Bomben schwersten Kalibers. Bei nächtlichen Störslügen des Feindes über Nord- und Nordwestdcutschland entstand durch Abwurf einzelner Bomben nur geringer Sachschaden."
An dem erneuten Abwehrerfolg der deutsch-italienischen Luftverteidigung im Mittelmeerraum am 5. Juli ist die deutsche Luftwaffe mit 22 Abschüssen beteiligt. Jagdflieger vernichteten hiervon 15, Flakartillerie der Luftwaffe sieben Gegner. Die britisch- nordamerikanischen Angreifer verloren über einer Ortschaft in SizÜien allein 15 schwere viermotorige Bomber und drei Begleitflug- zeuge. Bei diesen Luftkämpfen gingen nur zwei deutsche Flugzeuge verloren.
Die Dokumente greifen zeitlich sehr weit zurück, bis in die ersten Monate nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland. Damals wurden im Rahmen der Genfer Liga Verhandlungen über die Herabsetzung und Begrenzung der Rüstungen geführt, in deren Verlauf die Reichsregierung den Antrag stellte, dah die Unterhaltung von Luftstreitkrästen verboten werden sollte, was selbstverständlich das Abwerfen von Kampfmitteln jeder Art aus Luftfahrzeugen sowie die Vorbereitung hierfür ebenfalls ausgeschlossen haben würde. Es kam zu einer weitgehenden Uebereinstimmung aller in der Abrüstungskommission vertretenen Staaten im Sinne des deutschen Antrags.
Einzig die britische Regierung wollte eine Einschränkung des Verbotes des Bombenabwurfes durchleben, und nn dem britischen Widerstand allein sind damals die Bemühungen im Sinne des deutschen Antrages gescheitert.
Die Haltung der englischen Regierung wurde in jener Zeit nicht nur von allen Neutralen, sondern selbst von den Vertretern der Sowjet-Union und der Vereinigten Staaten desavouiert. Der Eowietvertreter behandelte die englischen Einwände mit bitterer Ironie und der amerikanische Deleaierte Wissen sprach sich mit starken Worten für die Auflassung aus, dah das Lustbombardement ein Verbrechen sei und dah die Anwendung einer solchen Waffe uneingeschränkt moralisch ae- ächtet werden müsse. Was allerdings damals nach dem Willen auch der Amerikaner als Verbrechen moralisch geächzt werden sollte das ist heute gemeinsame P-aris der britischen und der amerikanischen Lurtaängster geworden. Außer den Dokumenten über dies-- Verbandlunaen der Abriiskungska"'mission enthält das Weißbuch G'n-e'bcleae über die Haltung, die die britische Reaieruna schon vor zebn Jabren eingenommen bat <^s werden Aeußerungen von Baldwin. Cßamber- k«nn und des Unterst/x-f-isekretärs kür die Ollitsoßri Sir Vbilin SoNnon. m^riorgooe- ben. die den gemeinschaftl'/ben W'kken aller maßgeblichen en"lisckien Stellen bekunden auch gegen den Willen der aanren übrioen Welt die Möglichkeiten iur Aufnahme des ^errorkrieaes aus der Lukt ru erb"1ten Die Kalander erfanden damals den B-arirk des Police Bobbina" als Gegenstück dos honte "reklamierten ..Alrea Bombing" In der Verteidigung dos britischen Stand"»"^"« erklärte Si" Salloon. dah es nicht d'" Ausgabe der Aire Force sei, nur wollene ^-"^en ab- 'umerfen oder Heuschrecken »„ bekämpfen Auch in der Luft mühte der Polizist mit dem
Philantropen Hand in Hand gehen. Die Gesinnung Baldwins wurde durch seine Aeußerung gekennzeichnet: „Man muh mehr
Frauen und Kinder töten als der Feind, wenn man sich selbst schützen will." Deutschland führte seine Bemühungen, der Kriegführung klare Grenzen der Menschlichkeit zu setzen, unentwegt fort.
In einem Memorandum vom Jahre. 1936 wurde eine Vereinbarung wenigstens in dem beschränkten Ausmah angeregt, dah der Abwurf von Gas-, Gift- und Brandbomben überhaupt und der Abwurf von Bomben jeglicher Art auf offene Ortschaften außer halb der Reichweite der kämpfenden Fronten verboten werden sollte. Immer wieder war es England, das jegliche Begrenzung für die Tätigkeit der Luftstreitkräfte unmöglich machte. Den klaren Tatbestand unterstreicht die dokumentarisch belegte Tatsache dah sich im Jahre 1933 die niederländische Regierung ausdrücklich auf die bisher vergeblich gebliebenen deutschen Bemühungen sür eine Begrenzung des Luftkrieges be-oo um in England und in Frankreich eine Zustimmung auf der Linie der deutschen Vorschläge zu erwirken.
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Worauf es den Briten bei ihren Widerstand gegen jegliche Einengung der Luftkriegsmöglichkeiten anfam, das offenbarte sich in den britisch-französischen Generalstabsbe- sprechungcn seit Anfang März 1938. Im Verlauf des Westfeldzuges sind uns bekanntlich die Akten des französischen Auhenminist? riums im weiten Umfang in die Hände ge fallen, und so sind wir in der Lage, auch über die Vorbereitungen der Gegner schon eineinhalb Jahre vor Kriegsbeginn beweiskräftige Dokumente vorzulegen. Schon damals hat man sich in Eeneralstabsbesprechun gen ausgiebig über die Ziele in Deutschland unterhalten, die gegebenenfalls aus der Luft angegriffen werden könnten. Dabei wurde offen die Möglichkeit angedeutet, wie es in einer Aufzeichnung des britischen Generalstabes heißt: „Gegen gewisse Ziele vorzugehen, die nicht als rein militärisch im engsten Sinne des Wortes bezeichnet werden können", in der gleichen Aufzeichnung wird es schliehlich als das Beste bezeichnet, „von vornherein die Handschuhe auszuziehen und die Ziele anzugreifen, die am besten geeignet' sind, ohne Rücksicht darauf, ob eine solche Aktion schwere Verluste unter der feindlichen Zivilbevölkerung hervorrufen wird oder nicht."
Lückenlos kann so der Beweis erbracht werden, dah die englischen Politiker und Militärs schon viele Jahre vor dem Kriege zielbewußt und entgegen der Auffassung und den Wünschen der überwältigenden Mehrheit der übrigen Welt aus den Terrorkrieg hingearbeitet haben und dah sie ihn im gleichen Augenblick entfesselten, als sie sich stark genug dafür glaubten.
In einer Niederschrift über die Sitzung des Obersten Rates in London am 17 November 1939 nimmt die Erörterung eines Planes zur Bombardierung des Ruhrgebietes den größten Raum ein. Der britische Premier sprach sich grundsätzlich für diesen Plan aus. Dah
er sich gegen die Zivilbevölkerung richten würde, war ihm ganz klar. Er erklärte, dah bei der Durchführung des Planes die Bevölkerung des Ruhrgebietes keinen Augenblick Ruhe haben werden und dah die Bombardierung des Ruhrgebietes sich als wirksamer erweisen könne als der Angriff auf Flugplätze, Venzinlager usw. Offen sprach Chamberlain in jener Sitzung des Obersten Rates aus, dah auf diesem Wege der Angriff gegen offene Städte beginnen würde, und dah es dann fast unvermeidbar wäre. einen Luftkrieg ohne Einschränkung zu führen. Dennoch sprach er sich grundsätzlich in diesem Sinne aus, dah die Bombardierung des Ruhrgebietes, also der Terrorkrieg gegen die Zivilbevölkerung dem Angriff auf militärische Ziele vorzuziehen sei. Schon damals also, kaum zwei Monate nach Kriegsbeginn, fiel die Entscheidung für das „Aerea Bombing", für das Flächenbombardement gegenüber dem Zielangriff auf militärische Ziele.
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Das war zu einer Zeit, als auch noch von gegnerischen Seite anerkannt wurde, dah die deutsche Luftwaffe entsprechend den ihr gegebenen Befehlen sich bei ihren Angriffen ausschließlich auf militärische Ziele beschränke. Belege dafür sind unter anderem der Bericht des französischen Generals (Fortsetzung aus Seite 2)
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Drahtberiäü unseres Vertreters
ep. Tokio, 6. Juli. Am Borat. ... des Tages, an dem vor sechs Jahren der japa- nisch-tschungking-chinesische Konflikt aus- brach, veröffentlicht das kaiserliche Hauptquartier eine Zusammenstellung der Erfolge in diesem Feldzug während der letzten nvölf Monate. Danach verlor Tschungking in dieser Zeit 457 800 Mann an Toten, während 149 000 gefangengenommen wurden und 96 000 Mann auf die Seite der chinesischen Nationalregierung übertraten. Der Feind bühte ferner 270 Flugzeuge ein. 16 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes, hauptsächlich auf dem Pangtsekiang, wurden versenkt. Die Verluste der Japaner betrugen 8281 Mann an Toten und 44 Flugzeuge.
Am 7. Juli sind sechs Jahre seit dem Zwischensall an der Marco-Polo-Vrücke vergangen. der sich alsbald zu einem kriegerischen Konflikt zwischen Japan und Tschiang- kaischek-China auswuchs. Während jedoch der Kamps gegen die Briten und Nordamerikaner mit dem vollen Einsatz aller verfügbaren Kräfte und mit dem Ziel der endgültigen Vertreibung des englisch-nordame- rikanischen Imperialismus aus Ostasien geführt wird, ist das militärische Vorgehen Japans in China nur ein notwendiges Mittel zu dem Zweck, das benachbarte Brudervolk von denselben Einflüssen zu befreien. Rein äußerlich läht sich dieser Unterschied bereits daran erkennen, daß Japan am 8. Dezember 1941 den grohostasiatischen Krieg erklärte, den Kampf gegen Tschungking aber trotz seiner nunmehr sechsjährigen Dauer immer noch als einen chinesisch-japanischen „Zwischensall" bezeichnet. Nachdem sich dann eine Gruppe einflußreicher, vaterländisch gesinnter Chinesen gefunden hatte, die sich zur
Neuordnung in Ostasien bekannten und ^bereit waren, vertrauensvoll mit Japan zusammenzuarbeiten, war die Grundlage für ein neues chinesisch-japanisches Verhältnis geschaffen und das erste große Ziel des militärischen Vorgehens erreicht.
Seit Gründung der chinesischen Nationalregierung durch Wangtschingwei im Februar 1941 sind die chinesisch-japanischen Beziehungen dementsprechend durch eine Folge von Ereignissen gekennzeichnet, die Japan und China einander immer näher brachten und dem Widerstand Tschungkings in zunehmendem Maße die Grundlage entzogen. Der Kriegseintritt der chinesischen Nationalregierung am 9. Januar 1943 und der Uebertritt mehrerer Tschungking-Eenerale mitsamt den vgn ihnen geführten Truppen sind lebendige Beispiele für die Wandlungen, die sich vollzogen. Obwohl Japan die Notwendigkeit nicht verkennt, auch durch militärische Maßnahmen an der Lösung des China-Problems weiterzuarbeiten, vertraut es doch darauf, dah auch die erwähnten Wandlungen zu weiteren konkreten Ergebnissen führen werden.
Japan ist am sechsten Jahrestag des tschungking - chinesisch - japanischen Konfliktes stärker denn je der Ueberzeugung, dah seine politischen Maßnahmen als Ausdruck einer Chinapolitik, die keine imperialistischen Ziele verfolgt, sondern auch dem national-chinesischen Reich einen angemessenen Platz im Rahmen der grohostasiatischen Wohlstandssphäre geben will, in immer weiteren Kreisen des chinesischen Volkes vollstes Vertrauen in die Aufrichtigkeit des japanischen Vorgehens wecken werden Japans nmie Cbina- politik" wird sich nach japanischer Auffassung als ein entscheidend wichtiges Element bei
der Lösung des Chinaproblems und des tschungking - chinesisch - japanischen Konfliktes erweisen.
Nach einer Meldung des kaiserlich-japanischen Hauptquckrtiers vom Dienstag griffen Verbände der japanischen Marine- und Heeresluftstreitkräfte einen nordamerikani- schen Eeleitzug vor Rendova an. Fünf Transporter und mehr als zehn Landungsboote der Nordamerikaner wurden versenkt. Ein Teil des von USA.-Truppen bereits gelandeten Kriegsmaterials wurde in Brand geworfen. 23 nordamerikanische Flugzeuge wurden abgeschossen. Neun japanische Piloten liehen ihre mit Bomben beladenen Maschinen auf die ihnen zugewiesenen Ziele abstürzen und fanden dabei den Tod. Wie bereits gemeldet, waren von den USA.-Lan- dungsververbänden bei den früheren Kämpfen um Rendova mehr als 100 Kriegsschiffe. Transporter und Landungsboote eingesetzt worden. Schon diesen Verbänden hatten die Japaner bei ihren Angrisfsflügen schwerste Verluste zugefügt und mit ihren Bombenwllrfert die Insel Rendova in ein Flammenmeer verwandelt.
Hock ein Isckunyking-Osners!...
Tokio^ 6. Juli. Wie Domei erfährt, ist Generalleutnant MatSchun, ein Mitglied des Stabes des Hauptquartiers für die erste Kriegszone in Tschungking, zur nationalchinesischen Regierung übergetreten General MatSchun hat den Treueid auf die Nanking- Regierung abgelegt. Der 62 Jahre alte General ersiielt seine Erziehung in England und hatte viele wichtige Posten inne. darunter auch den Posten eines Generalbevollmächtigte» gegen die kommunistische Bewegung in der Schansi-Provinz.
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Von Dr. ködert de^r
Die gegnerische Presse stürzt sich, wie Meldungen aus London und Stockholm berichten, mit sichtbarem Wohlbehagen und wollüstigem Wonnegrunzen auf meine Verordnung zur Wohnraumversorgung der luftkriegsbetroffe- nen Bevölkerung. In ihren verzweifelten Anstrengungen, ihren Lesern den Erfolg der unsinnigen Terrorangriffe der Anglobarbaren vord"monstrieren zu müssen, schreiben diese bezahlten Schreiberlinge, dah in jener Verordnung der Beweis für die Erfolge der englischen Luftwaffe zu sehen sei.
„News Chronicle". „Daily Telegraph", „Daily Mail" u. a. überschlagen sich in lleberschriften. wie „Eine Million Menschen zum Verlassen Westdeutschlands aufgefordert", oder „Obdachlose Legionen fallen nach Deutschland ein", oder „Drei Millionen verlassen die Ruhr", oder „Massenevakuierung des Rheinlandes befohlen" usw. Mir persönlich dichtet man neue Vollmachten an. schildert die Lage in den gruseligsten Farben, malt Verk-Hrsschwierigkeiten an die Wand, droht mit noch stärkeren Angriffen nach dem Prinzip: „Was fällt, soll man noch stohen", und vieles andere mehr.
Uns kann es recht sein. wie sehr sich der Engländer selbst belügt und zu welchen verzweifelten Mitteln die Judensöldlinge greifen müssen, um den betrogenen Völkern einen Sieg vorzugaukeln. Mit derartigen Sensationsmeldungen wollen sie von der höllisch brennenden Judenangst vor der Stunde der Vergeltung ablenken. Sie möchten an den Haaren Beweise dafür Herbeizerren, dah Deutschland in die Knie sinke, ehe die Ver- geltuna kommt. Darin täuscht sich England'
So schmerzlich die Verluste an Rhein und Ruhr sind. so können wir doch heute bereits sagen: Der Schock ist überwunden, die Krise vorbei. Ganz Deutschland fiebert der Vergeltung entgegen, für die Verantwortlichen jedoch gilt: Nicht zu früh, ober dann total! Und so wahr uns Gott helfe, diese Stunde wird kommen. Rache für Köln, Rache für Düsseldorf, Rache für Essen, Rache fiix Elber- feld. Rache für Barmen. Rache für Bochum, Rache für Dortmund, Rache. Rache. Rache!
Jawohl, meine Hochedlen, bis in die Haarspitzen degenerierten Lords, Deutsch
land weicht dem sadistischen Terror Eurer Luftgangster aus, soweit dies erwünscht und notwendig ist. Deutschland kann das dank seiner Größe und ungeheuren Weite. Ihr werdet das jedoch eines Tages nicht könncn. Dann wird Eure kleine Insel Euch zu eng sein, Heulen und Zähneklappern wird über Euch kommen und Ihr könnt Euch bei Eurem Judengott Iehova bedanken.
Doch nun zurück zu meiner Wohnraumlenkungsverordnung und zur Verordnung über die Wohnraumversorgung der luft- kriegsbetroffenen Bevölkerung. Diese Verordnungen sind gerade ein Zeichen für unsere trotz allem vorhandene Stärke auf dem Gebiet des Wohnungswesens. Während meine Wohnraumlenküngsverordnung in diesem Kriege erst am Ende des vierten Kriegsjahres notwendig war, muhte im ersten Weltkrieg bereits von 1915 an die ^Wohnungszwangsbewirtschaftung verfügt werden. Ein Vergleich überzeugt außerdem jedermann, dah die jetzige Verordnung weit großherziger gehalten werden konnte als die damals tief einschneidende Zwangsbewirt- schaftung.
Wir hatten, ehe diese Verordnung erlassen wurde, erstmalig durch sorgfältige Untersuchungen und gewissenhafte Feststellungen ermittelt, dah wir Deutschen trotz aller Statistiken der vergangenen Jahre über den Wohnungsmangel eigentlich recht reich an Wohn- raum waren, ja viel reicher als England und USA. — von den Bolschewisten ganz zu schweigen. Dabei ergab sich, dah wir zu Beginn des anglo-amerikanischen Luftterrors auf ca. 89 Millionen Einwohner im Groß- deutschen Reich 92 Millionen Wobnräume (ohne Küchen, Flure usw.) besahen. Das bedeutet also, wenn man theoretisch für den Fall der Not und unter Berücksichtigung des Bombentorrors jedem Deutschen. Mann und Frau, jung und alt, Kind und Greis, eines Wohnraum zuspricht, dah wir noch 3 Millionen Wokmräume Ueberschuh haben. Im vierten und fünften Kriegsjahr ist unter dem Gesichtspunkt des totalen Krieges nicht notwendig, dah größere und groß» Wohnungen von einzelnen oder wenigen Per'onen bewohnt werden. Wenn die harten Tatsachen
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IVornungrrsicksn — t.»sbs5ivslksn um ^4o§1ecru
Drahtbericht unseres Vertreters
ttz. Stockholm, 6. Juli. Das Geheimnis um den Tod Sikorskis, dessen Flugzeug kurz nach dem Start in Gibraltar ins Meer stürzte, beginnt sich zu lüften. „Stockholms Tidnin- gen" verzeichnet, man habe Sikorski ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß eine häufigen Reisen während des Krieges tets mit grohen Risiken verbunden seien, zumal er seine Pläne nicht hinreichend geheimgehalten habe. Die Tatsache, dah sein Ableben der Londoner Regierung höchst gelegen kam- wird von „Dags Posten" bestätigt, die außerdem den bedeutungsvollen Satz schreibt: „Selbst wenn Sikorski jetzt nicht umgekommen wäre. hätte seine Haltung seinen politischen Untergang nach sich gezogen."
Die Vorgeschichte dieser Entwicklung erfährt eine bewußt irreführende Beleuchtung durch die Londoner Kommentare, in denen behauptet wird, Sikorski habe sich von jeher um eine Verständigung mit Moskau bemüht. Der polnisch-sowjetische Pakt von 1941 sei ein Verdienst gewesen und er habe durch einen späteren Besuch im Kreml nochmals gezeigt, dah er die Herstellung eines loyalen
Verhältnisses zu den Bolschewisten angestrebt habe. Wenn dies dennoch nicht zu- standegekominen sei. fügt der „Dagens-Nyhe- ter"-Vertreter hinzu, liegt die Verantwortung nicht aus den Schultern Sikorskis. Es ist andernfalls nichts als Heuchelei, wenn in London heute behauptet wird, der polnische General habe das volle Vertrauen Churchills und die persönliche Freundschaft Roosevelts genossen. Dessen Brief an Sikorski war ja bekanntlich der Anlaß zu seiner plötzlichen Reise nach London, wo er „mit größter Spannung" erwartet wurde eck. Bern, 6. Juli. Aus London wird gemeldet. Sikorski habe vor Antritt se.uer Reise mehrere Briefe erhalten, darunter zwei von Mitgliedern seines „Kabinetts". Man habe ihn vor dem Antritt seiner letzten Reise mit dem Hinweis gewarnt, daß sie für ihn persönlich Gefahren berge. Auch patriotische Gesellschaften hätten Sikorski in diesem Zusammenhang gebeten, sein Leben unter keinen Umständen zu gefährden Diese neuen britischen Eingeständnisse - die Agentur Reuter selbst verbreitet die Meldung — sind ein neuer, unwiderleglicher Beweis der englischen Mordschuld.
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