Ausgabe 
(7.7.1943) 185
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Varleianrtticlie Layeszettuny

Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeistcrs der §rcien Hansestadt vremen

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der NalicmalsozralisteiT Vreinens

flmtliches Nerkünüungsbtatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und Nremen

Nr. 185 . 1Z. Jahrgang

Mittwoch. 7. Juli 1S4Z

Linzelpre s 15 Npf.

UngIsuU§ Llleinsekulä am Lombönkrieg

Ksi'n ^sz/sugnungsvsfLucst c/sr i/sriirscsisr ilann c/sn Olzsrsüsirtsn sts/ssn

Ilokumsnte sprecliea

Drahtbericht unseres Vertreters

ckr. v. sei,. Berlin, 6. Juli. Die Empörung der ganzen Kulturwelt über den verbreche­rischen Anschlag gegen den Kölner Dom hat einige Kreise in England doch etwas aufhorchen lassen. Dazu kommen die Gedan­ken, die man sich über künftige Entwick­lungsmöglichkeiten des Luftkrieges machen muh. Es liegen schon Anzeichen dafür vor, welche neue Platte die britischen Agitatoren in dem einen oder anderen Falle der Ent­wicklung auszulegen gedenken. Darum kommt es wesentlich darauf an, schon rechtzeitig im voraus die Frage nach der Verantwortung und nach den zwangsläufigen Zusammen­hängen so eindeutig beweiskräftig vor der Weltöffentlichkeit zu klären, bah sich im ge­gebenen Zeitpunkt jede weitere Diskussion erübrigt, weil überhaupt kein Zweifel mehr möglich ist.

Die kkindsßitstion möckte vorbauen

Heute schon, wo auch die Gegenseite sich der Erkenntnis nicht mehr entziehen kann, dah die Spekulation mit der schnellen Wir­kung des Terrorkrieges fehlgeschlagen ist und dah die deutsche Abwehrkraft den englisch- amerikanischen Zeitplan über den Haufen geworfen hat, machen sich im Feindlager Stimmen bemerkbar, die der künftigen Agi­tation den Weg bereiten sollen. Da läht man vereinzelt weihe Raben aufflattern, die in der Betrachtung der angerichteten Kul­turschäden in Deutschland scheinheilig weiner­liche Töne anschlagen. Man versucht, uns

auch wieder mit der heuchlerischen Behaup­tung zu kommen, dah Deutschland mit dem Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung be­gonnen habe. Was die larmoyanten Töne in der Betrachtung einzelner Auhenseiter betrifft, so vermögen sie uns nicht darüber hinwegzutäuschen, dah die ganze englische Hochkirche, vom Erzbischof von Canterbury angefangen, bis zum kleinsten Landvikar, sich gerade im Hinblick auf den Luftterror jahre­lang in sadistischen Ausbrüchen geradezu überschlagen hat. Was die Frage nach der Verantwortung betrifft, so sollen sie nicht

glauben, dah man nur wacker darauf los­zulügen braucht, weil dann immer etwas hangen bleibt. Wir sind schon auf dem Po­sten und sorgen dafür, dah die Wahrheit nicht durch sreche Verlogenheit entstellt wer­den kann.

Auf dieser Linie liegt die Veröffentlichung des neuen Weihbuches durch das Auswärtige Amt mit den Dokumenten über die Allein- schuld Englands im Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung. Wenn man diese Doku­mente zur Kenntnis genommen hat, so muh man sich schon fragen, für wen die britischen

Lügen über die angebliche deutsche Verant­wortung überhaupt noch bestimmt sein kön­nen. Vollständiger und schlagender wie dies in dem neuen deutschen Weihbuch geschieht, ist ein Gegenbeweis überhaupt nicht verstell­bar. Hier ist eine dokumentarische Beweis­führung dafür gegeben, dah jede militärische Folgerung in umfassendem und vernichten­dem Ausmah der unbestreitbaren britischen Alleinschuld und in der unfahbaren Gemein­heit des englisch-amerikanischen Verbrechens gegen die höchsten Werte der Menschheit ihre absolute Berechtigung erhält.

Me VioÜdrUsvmev jeüe Vsrsiiidsrimg sabotierte

Meäsr 51 keimt klusreugs sdgesckosssn

Aus dem Führerhauptquartier, 6. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Aus einem erfolgreichen örtlichen Angriffsunternehmen deutscher Infanterie im Abschnitt Vjelgorod entwickelten sich durch starke sowjetische Gegenangriffe im Verlause des gestrigen Tages schwere Kämpfe aus der Erde und in der Luft. die sich bis auf den Raum nördlich Kursk ausdehnten und bis zur Stunde immer größere Heftigkeit an­nehmen. Bei wiederholten Vorstößen zur Küste Siziliens erlitten britisch-nordameri- kanische Fliegerverbände am gestrigen Tage erneut schwere Verluste. Die deutsche und italienische Luftwaffe schoß insgesamt 51 feindliche Flugzeuge ab, darunter vorwie­gend viermotorige Bomber. In der letzten Nacht bekämpfte ein starker Verband deut­scher Kampfslugzeuge das Hafengebiet von Viserta mit Bomben schwersten Kalibers. Bei nächtlichen Störslügen des Feindes über Nord- und Nordwestdcutschland entstand durch Abwurf einzelner Bomben nur gerin­ger Sachschaden."

An dem erneuten Abwehrerfolg der deutsch-italienischen Luftverteidigung im Mittelmeerraum am 5. Juli ist die deutsche Luftwaffe mit 22 Abschüssen beteiligt. Jagd­flieger vernichteten hiervon 15, Flakartillerie der Luftwaffe sieben Gegner. Die britisch- nordamerikanischen Angreifer verloren über einer Ortschaft in SizÜien allein 15 schwere viermotorige Bomber und drei Begleitflug- zeuge. Bei diesen Luftkämpfen gingen nur zwei deutsche Flugzeuge verloren.

Die Dokumente greifen zeitlich sehr weit zurück, bis in die ersten Monate nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland. Damals wurden im Rahmen der Genfer Liga Verhandlungen über die Herabsetzung und Begrenzung der Rüstungen geführt, in deren Verlauf die Reichsregie­rung den Antrag stellte, dah die Unterhal­tung von Luftstreitkrästen verboten werden sollte, was selbstverständlich das Abwerfen von Kampfmitteln jeder Art aus Luftfahr­zeugen sowie die Vorbereitung hierfür eben­falls ausgeschlossen haben würde. Es kam zu einer weitgehenden Uebereinstimmung aller in der Abrüstungskommission vertretenen Staaten im Sinne des deutschen Antrags.

Einzig die britische Regierung wollte eine Einschränkung des Verbotes des Bombenabwurfes durchleben, und nn dem britischen Widerstand allein sind damals die Bemühungen im Sinne des deutschen Antrages gescheitert.

Die Haltung der englischen Regierung wurde in jener Zeit nicht nur von allen Neu­tralen, sondern selbst von den Vertretern der Sowjet-Union und der Vereinigten Staaten desavouiert. Der Eowietvertreter behandelte die englischen Einwände mit bitterer Ironie und der amerikanische Deleaierte Wissen sprach sich mit starken Worten für die Auf­lassung aus, dah das Lustbombardement ein Verbrechen sei und dah die Anwendung einer solchen Waffe uneingeschränkt moralisch ae- ächtet werden müsse. Was allerdings damals nach dem Willen auch der Amerikaner als Verbrechen moralisch geächzt werden sollte das ist heute gemeinsame P-aris der briti­schen und der amerikanischen Lurtaängster ge­worden. Außer den Dokumenten über dies-- Verbandlunaen der Abriiskungska"'mission enthält das Weißbuch G'n-e'bcleae über die Haltung, die die britische Reaieruna schon vor zebn Jabren eingenommen bat <^s wer­den Aeußerungen von Baldwin. Cßamber- k«nn und des Unterst/x-f-isekretärs kür die Ollitsoßri Sir Vbilin SoNnon. m^riorgooe- ben. die den gemeinschaftl'/ben W'kken aller maßgeblichen en"lisckien Stellen bekunden auch gegen den Willen der aanren übrioen Welt die Möglichkeiten iur Aufnahme des ^errorkrieaes aus der Lukt ru erb"1ten Die Kalander erfanden damals den B-arirk des Police Bobbina" als Gegenstück dos honte "reklamierten ..Alrea Bombing" In der Ver­teidigung dos britischen Stand"»"^"« er­klärte Si" Salloon. dah es nicht d'" Ausgabe der Aire Force sei, nur wollene ^-"^en ab- 'umerfen oder Heuschrecken » bekämpfen Auch in der Luft mühte der Polizist mit dem

Philantropen Hand in Hand gehen. Die Ge­sinnung Baldwins wurde durch seine Aeuße­rung gekennzeichnet:Man muh mehr

Frauen und Kinder töten als der Feind, wenn man sich selbst schützen will." Deutsch­land führte seine Bemühungen, der Krieg­führung klare Grenzen der Menschlichkeit zu setzen, unentwegt fort.

In einem Memorandum vom Jahre. 1936 wurde eine Vereinbarung wenigstens in dem beschränkten Ausmah angeregt, dah der Ab­wurf von Gas-, Gift- und Brandbomben überhaupt und der Abwurf von Bomben jeglicher Art auf offene Ortschaften außer halb der Reichweite der kämpfenden Fron­ten verboten werden sollte. Immer wieder war es England, das jegliche Begrenzung für die Tätigkeit der Luftstreitkräfte unmög­lich machte. Den klaren Tatbestand unter­streicht die dokumentarisch belegte Tatsache dah sich im Jahre 1933 die niederländische Regierung ausdrücklich auf die bisher ver­geblich gebliebenen deutschen Bemühungen sür eine Begrenzung des Luftkrieges be-oo um in England und in Frankreich eine Zu­stimmung auf der Linie der deutschen Vor­schläge zu erwirken.

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Worauf es den Briten bei ihren Wider­stand gegen jegliche Einengung der Luft­kriegsmöglichkeiten anfam, das offenbarte sich in den britisch-französischen Generalstabsbe- sprechungcn seit Anfang März 1938. Im Ver­lauf des Westfeldzuges sind uns bekanntlich die Akten des französischen Auhenminist? riums im weiten Umfang in die Hände ge fallen, und so sind wir in der Lage, auch über die Vorbereitungen der Gegner schon eineinhalb Jahre vor Kriegsbeginn beweis­kräftige Dokumente vorzulegen. Schon da­mals hat man sich in Eeneralstabsbesprechun gen ausgiebig über die Ziele in Deutschland unterhalten, die gegebenenfalls aus der Luft angegriffen werden könnten. Dabei wurde offen die Möglichkeit angedeutet, wie es in einer Aufzeichnung des britischen General­stabes heißt:Gegen gewisse Ziele vorzu­gehen, die nicht als rein militärisch im eng­sten Sinne des Wortes bezeichnet werden können", in der gleichen Aufzeichnung wird es schliehlich als das Beste bezeichnet,von vornherein die Handschuhe auszuziehen und die Ziele anzugreifen, die am besten ge­eignet' sind, ohne Rücksicht darauf, ob eine solche Aktion schwere Verluste unter der feindlichen Zivilbevölkerung hervorrufen wird oder nicht."

Lückenlos kann so der Beweis erbracht wer­den, dah die englischen Politiker und Mili­tärs schon viele Jahre vor dem Kriege ziel­bewußt und entgegen der Auffassung und den Wünschen der überwältigenden Mehrheit der übrigen Welt aus den Terrorkrieg hingear­beitet haben und dah sie ihn im gleichen Augenblick entfesselten, als sie sich stark genug dafür glaubten.

In einer Niederschrift über die Sitzung des Obersten Rates in London am 17 November 1939 nimmt die Erörterung eines Planes zur Bombardierung des Ruhrgebietes den größ­ten Raum ein. Der britische Premier sprach sich grundsätzlich für diesen Plan aus. Dah

er sich gegen die Zivilbevölkerung richten würde, war ihm ganz klar. Er erklärte, dah bei der Durchführung des Planes die Bevöl­kerung des Ruhrgebietes keinen Augenblick Ruhe haben werden und dah die Bombardie­rung des Ruhrgebietes sich als wirksamer er­weisen könne als der Angriff auf Flugplätze, Venzinlager usw. Offen sprach Chamberlain in jener Sitzung des Obersten Rates aus, dah auf diesem Wege der Angriff gegen offene Städte beginnen würde, und dah es dann fast unvermeidbar wäre. einen Luft­krieg ohne Einschränkung zu führen. Dennoch sprach er sich grundsätzlich in diesem Sinne aus, dah die Bombardierung des Ruhrge­bietes, also der Terrorkrieg gegen die Zivil­bevölkerung dem Angriff auf militärische Ziele vorzuziehen sei. Schon damals also, kaum zwei Monate nach Kriegsbeginn, fiel die Entscheidung für dasAerea Bombing", für das Flächenbombardement gegenüber dem Zielangriff auf militärische Ziele.

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Das war zu einer Zeit, als auch noch von gegnerischen Seite anerkannt wurde, dah die deutsche Luftwaffe entsprechend den ihr ge­gebenen Befehlen sich bei ihren Angriffen ausschließlich auf militärische Ziele be­schränke. Belege dafür sind unter anderem der Bericht des französischen Generals (Fortsetzung aus Seite 2)

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Drahtberiäü unseres Vertreters

ep. Tokio, 6. Juli. Am Borat. ... des Tages, an dem vor sechs Jahren der japa- nisch-tschungking-chinesische Konflikt aus- brach, veröffentlicht das kaiserliche Haupt­quartier eine Zusammenstellung der Erfolge in diesem Feldzug während der letzten nvölf Monate. Danach verlor Tschungking in die­ser Zeit 457 800 Mann an Toten, während 149 000 gefangengenommen wurden und 96 000 Mann auf die Seite der chinesischen Nationalregierung übertraten. Der Feind bühte ferner 270 Flugzeuge ein. 16 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes, hauptsächlich auf dem Pangtsekiang, wurden versenkt. Die Verluste der Japaner betrugen 8281 Mann an Toten und 44 Flugzeuge.

Am 7. Juli sind sechs Jahre seit dem Zwischensall an der Marco-Polo-Vrücke ver­gangen. der sich alsbald zu einem kriegeri­schen Konflikt zwischen Japan und Tschiang- kaischek-China auswuchs. Während jedoch der Kamps gegen die Briten und Nordame­rikaner mit dem vollen Einsatz aller ver­fügbaren Kräfte und mit dem Ziel der end­gültigen Vertreibung des englisch-nordame- rikanischen Imperialismus aus Ostasien ge­führt wird, ist das militärische Vorgehen Japans in China nur ein notwendiges Mit­tel zu dem Zweck, das benachbarte Bruder­volk von denselben Einflüssen zu befreien. Rein äußerlich läht sich dieser Unterschied bereits daran erkennen, daß Japan am 8. De­zember 1941 den grohostasiatischen Krieg er­klärte, den Kampf gegen Tschungking aber trotz seiner nunmehr sechsjährigen Dauer im­mer noch als einen chinesisch-japanischen Zwischensall" bezeichnet. Nachdem sich dann eine Gruppe einflußreicher, vaterländisch ge­sinnter Chinesen gefunden hatte, die sich zur

Neuordnung in Ostasien bekannten und ^be­reit waren, vertrauensvoll mit Japan zu­sammenzuarbeiten, war die Grundlage für ein neues chinesisch-japanisches Verhältnis geschaffen und das erste große Ziel des mili­tärischen Vorgehens erreicht.

Seit Gründung der chinesischen National­regierung durch Wangtschingwei im Februar 1941 sind die chinesisch-japanischen Beziehun­gen dementsprechend durch eine Folge von Ereignissen gekennzeichnet, die Japan und China einander immer näher brachten und dem Widerstand Tschungkings in zunehmen­dem Maße die Grundlage entzogen. Der Kriegseintritt der chinesischen Nationalregie­rung am 9. Januar 1943 und der Uebertritt mehrerer Tschungking-Eenerale mitsamt den vgn ihnen geführten Truppen sind lebendige Beispiele für die Wandlungen, die sich voll­zogen. Obwohl Japan die Notwendigkeit nicht verkennt, auch durch militärische Maß­nahmen an der Lösung des China-Problems weiterzuarbeiten, vertraut es doch darauf, dah auch die erwähnten Wandlungen zu wei­teren konkreten Ergebnissen führen werden.

Japan ist am sechsten Jahrestag des tschungking - chinesisch - japanischen Konfliktes stärker denn je der Ueberzeugung, dah seine politischen Maßnahmen als Ausdruck einer Chinapolitik, die keine imperialistischen Ziele verfolgt, sondern auch dem national-chinesi­schen Reich einen angemessenen Platz im Rahmen der grohostasiatischen Wohlstands­sphäre geben will, in immer weiteren Krei­sen des chinesischen Volkes vollstes Vertrauen in die Aufrichtigkeit des japanischen Vor­gehens wecken werden Japans nmie Cbina- politik" wird sich nach japanischer Auffassung als ein entscheidend wichtiges Element bei

der Lösung des Chinaproblems und des tschungking - chinesisch - japanischen Konfliktes erweisen.

Nach einer Meldung des kaiserlich-japa­nischen Hauptquckrtiers vom Dienstag grif­fen Verbände der japanischen Marine- und Heeresluftstreitkräfte einen nordamerikani- schen Eeleitzug vor Rendova an. Fünf Transporter und mehr als zehn Landungs­boote der Nordamerikaner wurden versenkt. Ein Teil des von USA.-Truppen bereits ge­landeten Kriegsmaterials wurde in Brand geworfen. 23 nordamerikanische Flugzeuge wurden abgeschossen. Neun japanische Pilo­ten liehen ihre mit Bomben beladenen Ma­schinen auf die ihnen zugewiesenen Ziele ab­stürzen und fanden dabei den Tod. Wie be­reits gemeldet, waren von den USA.-Lan- dungsververbänden bei den früheren Kämpfen um Rendova mehr als 100 Kriegs­schiffe. Transporter und Landungsboote ein­gesetzt worden. Schon diesen Verbänden hatten die Japaner bei ihren Angrisfsflügen schwerste Verluste zugefügt und mit ihren Bombenwllrfert die Insel Rendova in ein Flammenmeer verwandelt.

Hock ein Isckunyking-Osners!...

Tokio^ 6. Juli. Wie Domei erfährt, ist Generalleutnant MatSchun, ein Mitglied des Stabes des Hauptquartiers für die erste Kriegszone in Tschungking, zur national­chinesischen Regierung übergetreten General MatSchun hat den Treueid auf die Nanking- Regierung abgelegt. Der 62 Jahre alte Ge­neral ersiielt seine Erziehung in England und hatte viele wichtige Posten inne. dar­unter auch den Posten eines Generalbevoll­mächtigte» gegen die kommunistische Bewe­gung in der Schansi-Provinz.

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Von Dr. ködert de^r

Die gegnerische Presse stürzt sich, wie Mel­dungen aus London und Stockholm berichten, mit sichtbarem Wohlbehagen und wollüstigem Wonnegrunzen auf meine Verordnung zur Wohnraumversorgung der luftkriegsbetroffe- nen Bevölkerung. In ihren verzweifelten An­strengungen, ihren Lesern den Erfolg der un­sinnigen Terrorangriffe der Anglobarbaren vord"monstrieren zu müssen, schreiben diese bezahlten Schreiberlinge, dah in jener Ver­ordnung der Beweis für die Erfolge der eng­lischen Luftwaffe zu sehen sei.

News Chronicle".Daily Telegraph", Daily Mail" u. a. überschlagen sich in lleberschriften. wieEine Million Menschen zum Verlassen Westdeutschlands aufgefordert", oderObdachlose Legionen fallen nach Deutschland ein", oderDrei Millionen ver­lassen die Ruhr", oderMassenevakuierung des Rheinlandes befohlen" usw. Mir persön­lich dichtet man neue Vollmachten an. schil­dert die Lage in den gruseligsten Farben, malt Verk-Hrsschwierigkeiten an die Wand, droht mit noch stärkeren Angriffen nach dem Prinzip:Was fällt, soll man noch stohen", und vieles andere mehr.

Uns kann es recht sein. wie sehr sich der Engländer selbst belügt und zu welchen ver­zweifelten Mitteln die Judensöldlinge greifen müssen, um den betrogenen Völkern einen Sieg vorzugaukeln. Mit derartigen Sensa­tionsmeldungen wollen sie von der höllisch brennenden Judenangst vor der Stunde der Vergeltung ablenken. Sie möchten an den Haaren Beweise dafür Herbeizerren, dah Deutschland in die Knie sinke, ehe die Ver- geltuna kommt. Darin täuscht sich England'

So schmerzlich die Verluste an Rhein und Ruhr sind. so können wir doch heute bereits sagen: Der Schock ist überwunden, die Krise vorbei. Ganz Deutschland fiebert der Ver­geltung entgegen, für die Verantwortlichen jedoch gilt: Nicht zu früh, ober dann total! Und so wahr uns Gott helfe, diese Stunde wird kommen. Rache für Köln, Rache für Düsseldorf, Rache für Essen, Rache fiix Elber- feld. Rache für Barmen. Rache für Bochum, Rache für Dortmund, Rache. Rache. Rache!

Jawohl, meine Hochedlen, bis in die Haarspitzen degenerierten Lords, Deutsch­

land weicht dem sadistischen Terror Eurer Luftgangster aus, soweit dies erwünscht und notwendig ist. Deutschland kann das dank seiner Größe und ungeheuren Weite. Ihr werdet das jedoch eines Tages nicht könncn. Dann wird Eure kleine Insel Euch zu eng sein, Heulen und Zähneklappern wird über Euch kommen und Ihr könnt Euch bei Eurem Judengott Iehova bedanken.

Doch nun zurück zu meiner Wohnraum­lenkungsverordnung und zur Verordnung über die Wohnraumversorgung der luft- kriegsbetroffenen Bevölkerung. Diese Ver­ordnungen sind gerade ein Zeichen für un­sere trotz allem vorhandene Stärke auf dem Gebiet des Wohnungswesens. Während meine Wohnraumlenküngsverordnung in diesem Kriege erst am Ende des vierten Kriegsjahres notwendig war, muhte im ersten Weltkrieg bereits von 1915 an die ^Wohnungszwangsbewirtschaftung verfügt werden. Ein Vergleich überzeugt außerdem jedermann, dah die jetzige Verordnung weit großherziger gehalten werden konnte als die damals tief einschneidende Zwangsbewirt- schaftung.

Wir hatten, ehe diese Verordnung erlassen wurde, erstmalig durch sorgfältige Unter­suchungen und gewissenhafte Feststellungen er­mittelt, dah wir Deutschen trotz aller Stati­stiken der vergangenen Jahre über den Woh­nungsmangel eigentlich recht reich an Wohn- raum waren, ja viel reicher als England und USA. von den Bolschewisten ganz zu schweigen. Dabei ergab sich, dah wir zu Be­ginn des anglo-amerikanischen Luftterrors auf ca. 89 Millionen Einwohner im Groß- deutschen Reich 92 Millionen Wobnräume (ohne Küchen, Flure usw.) besahen. Das be­deutet also, wenn man theoretisch für den Fall der Not und unter Berücksichtigung des Bombentorrors jedem Deutschen. Mann und Frau, jung und alt, Kind und Greis, eines Wohnraum zuspricht, dah wir noch 3 Millio­nen Wokmräume Ueberschuh haben. Im vier­ten und fünften Kriegsjahr ist unter dem Ge­sichtspunkt des totalen Krieges nicht not­wendig, dah größere und groß» Wohnungen von einzelnen oder wenigen Per'onen be­wohnt werden. Wenn die harten Tatsachen

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Drahtbericht unseres Vertreters

ttz. Stockholm, 6. Juli. Das Geheimnis um den Tod Sikorskis, dessen Flugzeug kurz nach dem Start in Gibraltar ins Meer stürzte, beginnt sich zu lüften.Stockholms Tidnin- gen" verzeichnet, man habe Sikorski aus­drücklich darauf aufmerksam gemacht, daß eine häufigen Reisen während des Krieges tets mit grohen Risiken verbunden seien, zumal er seine Pläne nicht hinreichend ge­heimgehalten habe. Die Tatsache, dah sein Ableben der Londoner Regierung höchst ge­legen kam- wird vonDags Posten" bestätigt, die außerdem den bedeutungsvollen Satz schreibt:Selbst wenn Sikorski jetzt nicht umgekommen wäre. hätte seine Haltung sei­nen politischen Untergang nach sich gezogen."

Die Vorgeschichte dieser Entwicklung er­fährt eine bewußt irreführende Beleuchtung durch die Londoner Kommentare, in denen behauptet wird, Sikorski habe sich von jeher um eine Verständigung mit Moskau bemüht. Der polnisch-sowjetische Pakt von 1941 sei ein Verdienst gewesen und er habe durch einen späteren Besuch im Kreml nochmals gezeigt, dah er die Herstellung eines loyalen

Verhältnisses zu den Bolschewisten ange­strebt habe. Wenn dies dennoch nicht zu- standegekominen sei. fügt derDagens-Nyhe- ter"-Vertreter hinzu, liegt die Verantwor­tung nicht aus den Schultern Sikorskis. Es ist andernfalls nichts als Heuchelei, wenn in London heute behauptet wird, der polnische General habe das volle Vertrauen Churchills und die persönliche Freundschaft Roosevelts genossen. Dessen Brief an Sikorski war ja bekanntlich der Anlaß zu seiner plötzlichen Reise nach London, wo ermit größter Spannung" erwartet wurde eck. Bern, 6. Juli. Aus London wird ge­meldet. Sikorski habe vor Antritt se.uer Reise mehrere Briefe erhalten, darunter zwei von Mitgliedern seinesKabinetts". Man habe ihn vor dem Antritt seiner letz­ten Reise mit dem Hinweis gewarnt, daß sie für ihn persönlich Gefahren berge. Auch patriotische Gesellschaften hätten Sikorski in diesem Zusammenhang gebeten, sein Leben unter keinen Umständen zu gefährden Diese neuen britischen Eingeständnisse - die Agen­tur Reuter selbst verbreitet die Meldung sind ein neuer, unwiderleglicher Beweis der englischen Mordschuld.

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