Ausgabe 
(4.7.1943) 182
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheint 7rnal wöchentlich

Monatsb-zag 2,30 SlM etnlchi Zustellgebühr; Postbezugspreis monatlich st,80 RM leinlchl. 80.1 Rps Postzettungsgebllhrl zuzügl 12 Rpf. Bestellgeld Postscheck: Kamburg 1727L Anzei­genpreis« u»d Aufnahmebedingungen li Preis- list«. Aufnahmetermin» ohn» Verbindlichkeit.

Geschäfts st -II- nr

Bremen: Teeren S/8. Ru, 2 18 31; A-chtruf ». sonntags 217 SS: Obern?,. 88. Ruf 8 ISA; Syke: Mühlendamm S; Br »Hemelingen: vahn- hofstratze S. Ecke Poystr.. Ruf 181 SS: Br.- v-ges-ck: Pohrst, 21. Ruf 1 u. 8: B, -Home»- thal: Kapt.-Dallmann-Str. 11/13, RufWu. SS

parleicmrtllclie Layeszettung

vos flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen iiansestadt vremen

der Nariona»ldzral.ikken.Vremens

flmtliches verkündungsbtat» des Ncichsstatklialkers in Oldenburg und Vremen

Nr. 182, 1Z. Jahrgang

Sonntag, 4. Juli 1S4Z

kinzelpreis 1S Npf.

Koo8övelt8

Ootlumsntclfl'scsis krsiäftung c/sr 5csiu/c/ c/s§ ructi/orsn Krisgstrsi'trsfs im iVsiösn /-/c»u5 -^ur vis/sagsnc/sn ösn'clitsn c/sr c/sm ?fä5ic/sntsn trs/rsunc/stsn L)ip/omc>tsn

vor /uäeokneckt

Von

ck. 8. vtstrieb

AmTag -er amerikanischen Unabhängig­keit", den man am 4. Juli mit besonderem Stolz in den Vereinigten Staaten zu begehen pflegt, ficht sich die deutsche Presse in der Lage, die Welt mit dem Inhalt einer Akten- reiye bekanntzumachen, die in sorgfältiger, lückenloser Beweisführung Roosevelts ohne­hin schon feststehende Kriegsschuld noch unter­mauert, darüber hinaus aber zeigt, wie Eng­land und mit ihm die vor dem Kriege in seinem Schlepptau segelnden europäischen Regierungen in amerikanische Hörigkeit geraten sind. Dasselbe England, gegen das sich dereinst das amerikanische Volk in schwe­ren und blutigen Fveiheitskämpfen die Un­abhängigkeit erringen mußte.

Es ist die vom Auswärtigen Amt seit län­gerer Zeit in Vorbereitung befindliche Her­ausgabe einer Dokumentensammlung unter dem GesamttitelDie Entstehung des Krie­ges von 1939" zur Stunde soweit gediehen, daß ihr erster Band, 33 diplomatische Be­richte französischer, polnischer, belgischer, und anderer Herkunft enthaltend, in Verbindung mit einer politischen Uebersicht, nunmehr vorliegt.Roosevelts Weg in den Krieg" heißt dieser erste Band, der einen untrüg­lichen Einblick in Roosevelts haßsprühendes Kriegstreiben gegen Deutschland und seine Kriegsschuld gibt. Und da in diesem Band auch jenes Material aus Tageslicht gebracht r»ird, worauf der. ssinerzeitige amerikanische Botschafter in Paris Bullitt zielte, als er der französischen Regierung versicherte, daß man in Washington im Besitz von Mitteln sei, womit man »inen wirklichen Zwang auf England ausüben könne, quf daß es zum Kriege sich entschließe, wirft die jüngste deutsche Mtenpublikation nebenbei noch ein beschämendes Licht auf die Verantwortlichen in London, die schlecht und schwach genug sich zeigten, den ruchlosen Erpresserkünsten des Verbrechers im Weißen Hans zu unterliegen. Man darf keinesfalls etwaentschuldigend" für England annehmen, daß wenn Roosevelt entschlossen war, auf England «inen Druck auszuüben, um es zu jenem verhängnisvollen XSavantiepakt für Polen zu zwingen, der zu­letzt den Krieg auslöste, dieses England darum nicht ebenfalls sein vollgerütteltes Maß an Schuld am Ausbruch des Krieges trüge. Das stolze Albion hätte sich ja nur weniger schwach gegenüber den Roosevelt'schen Drohungen zeigen müssen und jener, die pol­nische Regierung zum Krieg gegen Deutsch­land aufputschende, britische Schritt wäre unterblieben.

Daß Roosevelt unter allen Umständen Eng­land und seine Vasallen in Europa zum Kriege gegen Deutschland hetzen wollte, mußte für England bereits im Jahre 1934 bekannt sein, wo, wie aus der jetzt veröffent­lichten Dokumentensammlung klar hervor­geht, die diplomatischen Vertreter der euro­päischen Westmächte in .Washington ihre Re­gierungen schon damals vertraulich über die feindselige Einstellung Roosevelts gegenüber Deutschland unterrichten konnten. Aufge­stachelt von seiner jüdischen Umgebung, äußerte sich der Präsistdeut im Weißen Hause in hemmungslosen Wutausfällen gegen Deutschland, und diese Wut ging so weit, daß er auf einer Gesellschaft mit lauter Stimme über seine Auseinandersetzung.mit dem deutschen Botschafter Dr. Luther (in der die für Deutschland unerträglich gewordene fremdländische Zinsenlast. Gegenstand der Verhandlungen war) in einer Form berich­tete, die alles beiseite ließ, was bis dahin diplomatischer Brauch und diplomatische Höf­

lichkeit von einem Staatsoberhaupt ver­langte. Immer wieder kam auch in den folgenden Jahren der Präsident bei jeder Gelegenheit einmal im Frühstückszimmer im Weißen Hause wetternd darauf zu­rück, daß die Kabinette in Europa nicht scharf genug gegen Deutschland aufträten, daß man Hitler die Faust zeigen müsse, eine Einstellung, die schließlich bereits im Jahre 1938 dazu führte, daß Staatssekretär Hüll den englischen und französischen Diplomaten gegenüber wissen ließ, es würden die Ver­einigten Staaten im Falle eines europäischen Krieges nicht neutral bleiben. Das Abkommen von München nannte Roosevelt einen schänd­lichen Frieden, behauptete, es sei eine Ka­pitulation Frankreichs und Englands vor dem deutschen Militarismus und sorgte in mannigfachen diplomatischen Ränken und Winkelzügen dafür, daß sich rasch in der Welt die Hoffnungen auf eine von München aus­

gehende allgemeine Weltbesriedung zerschlu­gen. ^Ungezügelter Wortemacher", nennt der französische Geschäftsträger Jules Henry den Präsidenten angesichts seiner kriegstreibe- rischen und auftrumpfenden Aeußerungen, und ein leises Grauen des französischen Geschäfts­trägers spricht aus dem hier in Frage kom­menden Dokument, ein Grauen davor, daß sich eines Tages Frankreich, wenn es sich auf des Präsidenten Worte verließ, verlassen sein könnre. Zwei Jahre danach war es dann auch in Frankreich so weit.

Und weiter geht es aufRoosevelts Weg in den Krieg". Obwohl er der Bevölkerung der Vereinigten Staaten das feierliche Ver­sprechen gegeben hatte, das Land aus dem Kriege herauszuhalten, ging sein ganzes Be­mühen zielbewußt, und zwar bereits vor dem Ausbruch des Krieges, dahin, eine Haß­psychose gegen Deutschland in seinem Volke zu erzeugen, als deren Folge zur gegebenen

Stunde von selbst die Kriegsbereitschaft wachsen mußte. Getrieben von einer Presse, von Radio und Film, die alle von Juden beherrscht sind, ließ sich das USA.-Volk völlig unwissend und ahnungslos über die politi­schen Zustände in Europa, von dem gefähr­lichen Rattenfänger immer weiter in einen Haßtaumel gegen Deutschland führen und be­greiflich ist es, daß dieses Volk sich wie vor den Kopf geschlagen fühlte, Roosevelt aber geradezu entsetzt war, als im Spätsommer 1939 durch die Bemühungen des Führers und Mussolinis der Friede in Europa wieder gesichert schien.Die Hysterie der Neutrali­tätspolitik müsse nunmehr aufhören", schrie Roosevelt wenige Tage später Sumner Wel­kes an, der wiederum den französischen Bot­schafter kommen ließ, um ihm den Rücken zu einer Kriegserklärung an Deutschland zu steifen. In keinem anderen Land wurde der Ausbruch des Krieges mit einem Freuden-

vsr Nervenkrieg scklsgt seine vrkeber

Ois 5psku/crtion gsgsn kufvpor innsrs lvont /sklgssck/ogsn ^s/Ltörtsr 2s/tp/crn

Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleituna Ider Achsenmächte gestellt werden. So meldet 6r.vv.scb. Berlin, 3. Juli. Wenn jetzt dieNew York Times" von der Mittelmeer- sslbst in den Berichten der anglo-amerikani- > front, daß die englischen und amerikanischen >ck>t>n Nnkbi-ickitienaaenturen sür Südamerika Truppen nach den langen Debatten über das

WW

MWW

scheu Nachrichtenagenturen für Südamerika die Auffassung ihren Niederschliag findet, daß der Nervenkrieg über das Thema der Inva­sion völlig gescheitert sei, so scheint sich auf der Gegenseite nun doch die Erkenntnis einer sehr bitteren Wahrheit durchgesetzt zu haben. Churchill ist nie ganz von ber Idee losge­kommen, daß es diesmal wieder so gehen könnte wie im ersten Weltkriege, daß also vielleicht noch einmal ein Zwiespalt zwischen Volk und Führung zu einem Zusammen- bruch der Hsimatfront führen würde, so daß die kämpfende Front ihren Rückhalt verloren hätte. Insbesondere richtete sich diese Spe­kulation gegen das verbündete Italien. Man sprach darum von der weichen Bauchseite Europas, die man zunächst aufschlitzen werde. Nunmehr wind aus Buenos Aires berichtet, daß in zahlreichen dort veröffentlichten Mel­dungen, gerade auch aus anglo-amerikani- scher Quelle, darauf hingewiesen werde, daß die Reaktion Italiens keineswegs den Wün­schen der Achsengegner entsprochen habe. Be­zeichnend dafür ist ein Bericht der amerika­nischen Agentur Associated Preß, in dem mit Betonung festgestellt wird, daß Italien alle Kräfte konsolidiere und daß die energische Reorganisation der faschistischen Partei zeige, daß Italien jetzt und künftig Widerstand lei­sten werde.

Umgekehrt haben die Agitatoren auf der Feindseite die Gefahr nicht richtig einge­schätzt, daß die Methoden des Nervenkrieges bedenklich auf die eigene Öffentlichkeit zu­rückwirken müssen, wenn die damit ver­knüpfte Spekulation sich nicht bald als eini­germaßen zutreffend erweisen würde. So müssen jetzt in der gegnerischen Presse mit Bestürzung starke Unruhemomente auf der Seite der Achsengegner verzeichnet werden, die in Gegensatz zur entschlossenen Haltung

ruppen nach den langen wo und wann der Invasion nunmehr anfin­gen nervös zu werden. Es zeige stch, daß psychologische Mittel zur Täuschung des Feindes sich in mancher Beziehung rückwärts gerichtet hätten.

Auch in einem Londoner Bericht einer schweizerischen Zeitung heißt es, daß der Nervenkrieg zwei Seiten habe. Man könne nicht die Deutschen durch Gerüchte über Truppenbewegungen und bevorstehende Ak­tionen bald an dieser, bald an jener Stelle in Atem halten, ohne auch die eigene Be­völkerung auf die Dauer zu beunruhigen. In Unterhaltungen mit Engländern könne man heute «ruf eine starke Ermüdung nach der anhaltenden Spannung der letzten Wochen und angesichts der täglich in der Presse an­gestellten Kombinationen über die möglichen eigenen Züge und die deutschen Eegenzüge feststellen. Auch die Hoffnungen, die an die

der Luft geknüpft worden sind, begännen sich schon schnell wieder zu verwischen.

Die Ernüchterung an diesem Punkte ist allerdings nur zu begreiflich, wenn man sie in Zusammenhang mit den steigenden Wir­kungen der deutschen Abwehr bringt. Wenn im Monat Juni mindestens 614 englische und amerikanische Flugzeuge, und davon wieder­um 408 viermotorige Bomber abgeschossen wurden, die gegen Deutschland und die be­setzten Gebiete im Terrorkrieg eingesetzt waren, so ist das trotz aller Renommistereien über die Produktionszifser doch ein so emp­findlicher Aderlaß, daß er vom Feinde auf lange Dauer nicht ertragen werden kann. Der Verlust von 2600 bis 3000 Mann des fliegenden Personals kann ja nicht mit Ver­lusten an den Landfronten in Vergleich ge­stellt werden, denn hier handelt es sich um Spezialtruppen, die eine lanadauernde Aus­bildungszeit durchgemacht haben müssen und die nicht in wenigen Wochen ersetzt werden können. So sehr man sich drüben auch heute

(Fortsetzung auf Seite 2)

gesteigerte äeuiscke Lbvskrkrstt

614 ong/o-omsrikon/sclis ^/ugrsugs c/c»5 4trsc/iu9s,gst)M5 übsr c/sm /?sic/i unc/ c/sn trsrstztsn ^/srtgsb/stsn im /uns

Aus dem Führerhauptquartier, 3. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:

An der Ostfront verlies der Ta>g ohne besondere Kampfhandlungeii. Schwere Ar­tillerie des Heeres bekämpfte kriegswichtige Ziele in Leningrad mit beobachteter guter Wirkung. JmMittelmeerraum schössen gestern deutsche Jäger und Flakartillerie der Luft­waffe 24 feindliche Flugzeuge, darunter zahlreiche viermotorige schwere Bomber, ab.

Insgesamt verlor der Feind gestern in diesem Raum 30 Flugzeuge. Einzelne feindliche Flugzeuge flogen in der vergangenen Nacht in das westdeutsche Grenzgebiet ein. Durch Abwurf einiger weniger Bomben entstanden Gebäudeschäden.

Im Monat Juni wurden über dem Reich und den besetzten Westgebieten von Luftwaffe und Kriegsmarine K14 britische und nord- amerikanische Flugzeuge abgeschossen, dar­unter 408 viermotorige Bomber."

Aunekmenäe 8psnnung88gmptome in äsn V8L.

k/n f/ri-liuL-Äsg koossvs/tr übst- c/sn Kong,s6 Osr fräL/olsnt Lömp/ts m/t o//sn i^/tts/n

^.n 6er 2ün6srstsIImascbins vvei6sn 6is ?1skgiLnsten scbuütertig gernacbt. um nsck cker ^bkeueruvg im gegebenen Augenblick ru krepieren.

VL.-Lrlsxsberiobtsr Slrsckksiasr PS 2 ( 8 d,)

Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleituna

6r. V. seb. Berlin, 3. Juli. Wenn die Roosevelt und Churchill immer noch und im­mer wieder den fundamentalen Fehler be­gehen, auf den inneren Zerfall der ihnen ge­genüberstehenden Heimatfront zu spekulieren, o werden wir ihnen auf diesem Wege gewiß nicht folgen. Wir verlassen uns entscheidend auf unsere militärische Kraft, auf unsere überlegene strategische Lage und auf ein Kriegspotential. das in den von uns be­herrschten geschlossenen Räumen mit den höchst industrialisierten Gebieten der Welt ich trotz aller gegnerischen Prahlereien chließlich doch als wirksamer erweisen muß. Die inneren Spannungssymptome auf der Gegenseite verzeichnen wir ganz nüchtern und sachlich, ohne Illusionen daran zu knüpfen. Dabei handelt es sich doch wirklich um Span­nungen, die viel tiefer begründet sind, als alles, was uns die Feindagitation auf die­sem Gebiet« andichten möchte.

Ein höchst charakteristisches Licht auf die Heftigkeit der Gegensätze, um die an der in­neren Front der Gegner gerungen wird, werfen die letzten Ereignisse in den Ver­einigten Staaten. Roosevelt mußte soeben nach ganz kurzer Zeit zum zweiten Male dem Willen einer großen Kongreß-Mehrheit mit einem Veto entgegentreten. Sein erstes Veto« richtete sich gegen das vom Parlament ver­abschiedete Antistreikgesetz. Wenn er in die­sem Falle den Willen des Parlaments nicht zu brechen vermochte, so war es ihm mit seinen Bemühungen offenbar nicht übermäßig ernst. Seine Stellungnahme entsprang viel­mehr im wesentlichen demagogischen Absich­ten. Im Hinblick auf die Wahlen des näch­sten Jahres wollte er zweifellos bei den Ar­beitern die Meinung hervorrufen, daß er im Gegensatz zu einer reaktionären Kongreß­

mehrheit fortschrittliche soziale Auffassungen vertrete. In dem neuen Falle hingegen ging es ihm um den Eindruck, daß er unter allen Umständen an dem Ziel der Prsisstabilisie- rung festhalte, nachdem die unterbrochene Steigerung der Lebenshaltungskosten, mit denen ja auch die Streiktendenz in den Kohlenrevieren und in der Rüstungsindustrie zusammenhängt, zu einer wachsenden Empö­rung in immer weiteren Kreisen der Oef- föntlichkeit geführt hat.

Der Eesetzesantrag, der am Freitag vom Repräsentantenhause angenommen worden war, sollte entgegen dem Willen Roosevelts Subventionen der Regierung für Nahrungs­mittel zum Zwecke der Preisstabilisierung ausschließen. Das Parlament ging dabei zu einem Teil wohl von der Auffassung aus, daß staatliche Subventionen aus preispopli- tischen Gründen nicht mit den Grundlagen einer liberalistisch-kapitalistischen Wirtschaft in Einklang zu bringen sind, zum anderen spielten natürlich entscheidend auch die Ge­sichtspunkte starker Jnteressentengruppen eine Rolle. Jedenfalls enthüllt sich an die­sem Gegensatz die vollkommene innere Halt­losigkeit der dilettantischen Wirtschaftspoli­tik Roosevelts, die autoritäre Methoden einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung auf- oktroieren möchte, ohne daß die geistig-poli­tischen Voraussetzungen wie auf unserer Seite geschaffen wären. Jedenfalls drohte dem amerikanischen Präsidenten bereits von diesem im Kongreß verabschiedeten Gesetz, also lediglich von der einen Frage der Sub­ventionen für Lebeysmittel her, die Ge­fahr. daß sein ganzes System der Kriegs­wirtschaft in Kürze zum Einsturz kommen werde. Darum hat er sich diesmal mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln der verfassungsmäßigen Rechte und der Dema­

gogie zur Wehr gesetzt, um das Suboen- tionsprogramm seiner jüdischen Ratgeber als das letzte und einzige Mittel gegen zu­nehmende Teuerung und Inflation durch­zusetzen.

Das Repräsentantenhaus hat diesmal nicht mehr die notwendige Zweidrittelmehrheit ausgebracht, die nach der amerikanischen Ver­fassung notwendig gewesen wäre. um das Veto des Präsidenten zu überstimmen. Roose­velts Freunde triumphieren über einen Sieg" über den widerspenstigen Kongreß. Wenn aber wirklich einmal in parlamen­tarischen Machtkämpfen von eineiH Pyrrhus­sieg gesprochen werden kann, so ist es hier angebracht. 228 Abgeordnete stimmen auch jetzt noch gegen Roosevelts Subventionspro­gramm und nur 154 dafür. Es war also noch eine recht erhebliche absolute Mehrheit, die sich gegen Roosevelts Methoden der Kriegs­wirtschaft aussprach, aber es war nicht die Zweidrittelmehrheit, die zur Niederlage Roosevelts erforderlich gewesen wäre. Und das. obgleich Roosevelt in einer Botschaft an dem Kongreß mit allen Mitteln der Demagogie und der Beschwörung die allerschärssten Register gezogen hatte. Er sagte zu dem Antrag des Kongresses, daß er vernichtende Auswirkungen für die Wirtschaft und für die Kriegsanstrenaungen der Vereinigten Staa­ten haben werde und daß seine Annahme die Regierung so behindern könne, daß sie den Krieg nicht zu gewinnen vermöge. Wenn trotzdem sich 228 Stimmen für den von Roose­velt in dieser Form bekämpften Antrag und nur 154 Stimmen dagegen aussprachen, so kennzeichnet das wohl zweifellos eine Span­nung. wie man sie sich im innerpolitischen Kampf einer im größten Kriege aller Zei­ten stehenden Großmacht kaum schärfer vor­stellen kann.

ausbruch begrüßt, nur im Land des Präsi­denten Roosevelt, der triumphierend (wie einst nach Ausbruch des ersten Weltkrieges der russische Botschafter Jswolski) sich nun rühmen konnte:Dies ist mein Krieg."

Ja, es war Roosevelts Krieg, der bereits im September 1939 ausbrach. Das geht klar und deutlich aus der vorliegenden Mtenpublikation hervor, und nicht verwun­derlich ist es, daß, als es Roosevelt schien, als ob im_ Februar 1940 Friedensmöglich­keiten in Europa sich zeigten, er seinen Staatssekretär Sumner Welkes unverweilt nach Europa sandte, nicht, wie er heuchlerisch vorgab, um Friedensmöglichkeiten zu erkun­den, sondern zu dem ausgesprochenen Zweck» solche zu ersticken.Niemals", so ist in einer Roosevltschen Mitteilung an den französi­schen Botschafter zu lesen,würde er der Präsident sich dazu hergeben, einen Kom­promißfrieden zu schließen." Ja, Sumner Weites ging im Auftrage Roosevelts so weit, der französischen Regierung Winke zur För­derung der amerikanischen Kriegsstimmung von Paris aus zu geben. Und wenn die USA. erst nach weiteren zwei Jahren offi­ziell dem Kriege beitraten, so nur darum» weil es notwendig war, das amerikanische Volk, das in seiner Gesamtheit immer noch nichts von einem Kriege wissen wollte, zur Intervention reif zu machen. Denn wie aus einem Bericht vom November 1939 des fran­zösischen Botschafters in Nswyork an seine Regierung hervorgeht, betrug um diese.Zeit der Prozentsatz der Befürworter einer be­waffneten Intervention der Vereinigten Staaten weniger als sünf Prozent".

Aber Schritt sür Schritt brachte es Roose­velt dahin, die Vereinigten Staaten in den Krieg zu manövrieren, zuerst durch Erlasse und Winkelzüge, womit der Neutralität der USA. geradezu ins Gesicht geschlagen wurde, zuletzt durch den Schießbefehl, der ja tatsäch­lich nichts anderes als die Kriegserklärung gegen Deutschland selber war. Wie Roose­velt auch schon gegen das Deutschland früherer Jahre eine feindliche Gesinnung im Herzen trug, geht aus einem weiteren Doku­ment hervor; und aus einem anderen wie­derum läßt sich erkennen, wie Roosevelt in seinem Haß gegen Deutschland, Italien und Japan jene vom Staatsdepartement aus­gegebene Rede (die sogenante Quarantäne- Rede), die er in Chikago hielt, eigenwillig abänderte und ihr eine Schärfe gab, die der moralischen Aechtung der Dreierpaktmächte gleichkam.

Der vorliegende Dokumentenband, von dem übrigens eine ganze Reihe von Veröffent­lichungen in Form eines Weißbuches oder in anderem Gewände schon erschienen sind, gibt der amerikanischen Oeffentlichkeit zu ihrem heu­tigen Ilnabhängigkeitstage Gelegenheit dar­über nachzudenken, wie das amerikanische Volk von seinem Präsidenten irregeführt und in den Krieg gestürzt wurde, ohne es richtig zu wollen und zu wissen. Dabei kann ein zum heutigen Tag von Roose­velt angekündigtes Weißbuch, das Roose­velts Verbrechen beschönigen soll, trotz aller aufgewandten Künste die Wahr­heit nicht auf den Kops stellen. Daß jede einzelne Tatsache, von der wir oben spra­chen, geschichtlich unwiderleglich bleibt, ist schwarz auf. weiß nochmals durch die Ver­öffentlichungen des Auswärtigen Amtes aller Welt dargetan und belegt. Roosevelt, der Hauptschuldige an diesem Kriege, hat nicht nur ein unsühnbares Verbrechen an der gan­zen Menschheit begangen, sondern auch an seinem Volke, dessen Willen er in das Gegen­teil verkehrte, dessen Gesetz er mit Füßen trat, ja, dessen Zukunft er als echter Hasar­deur aufs Spiel setzte.

Als Hasardeur erscheint uns Roosevelt im Kaleidoskop dieser Dokumente auch darum, weil er, der durch das Scheitern seinesNew Deal" zum Bankrotteur gewordene Staats­lenker der USA. äußere politische Verwick­lungen krampfhaft suchte, um den katastro­phalen Eindruck seiner gescheiterten Sozial- und Wirtschaftspläne vor seinem Volke zu verwischen. Nun er sein Hasardspiel auf das militärische Schachbrett der Welt verlegt hat, ist sein Einsatz ebenso verwegen und verzwei­felt, wie er auf dem innerpolitischen Feld ge­wesen isd Und verloren ist dieser Einsatz wie jener. Wohl mag Roosevelt jetzt noch als oberster der Gangster triumphieren über die Wirkung seiner Mordübersälle aus deutsche Frauen, Kinder und Greise, wohl mag er mit seinem Triumphgeheul die militärischen Nie­derlagen zu verdicken suchen, die er geerntet hat, seitdem bei Pearl Harbour ein guter Teil seiner Flotte versank: einmal aber wird die Stunde kommen, wo der deutsche Vergel­tungsschlag den wilden Terrorangriffen des Kulturschänders und Kriegsverbrechers Ein­halt gebietet und wo alles, was er an Ber­brechen auf sich gehäuft, auf ihn zurückfällt. Auch seine Politik, die den Krieg entfachte^ wird sich einmal gegen ihren Urheber selbe« wenden, gegen ihn und den Verschwörerklün^ gel, dem ja ohnehin das von ihm heraufbe- Ichworene furchtbare Blutvergießen in Eu­ropa nur ein Mittel darstellt, sich die Taschen zu füllen und den Traum der jüdischen Welt- Herrschaft zu verwirklichen.

Wenn das amerikanische Volk erst des Krieges richtig leid wird, den ihm sein Präsi­dent beschert hat, wenn es erst einmal er. kennt, wie es unter dem Deckmantel plattester