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vas flmtsblatt des Negierenden vürgcrmcistcrs der Zrcien fjanscstadt vremen
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der NarionalsoziaMen. Vremens
flmtiiches verkündungsbiatt des Ncichsstatttialters in Oldenburg und vremen
Nr. 181 , 1Z. Zalsrgang
Sonnabend, Z. Juli 1S4Z
Linzeipreis 13 Npf.
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Aus dem Führerhauptquartier, 2. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Am Kuban-Brückenkopf brachen feindliche Vorstöße im Abwehrfeuer zusammen. Mehrere örtliche Angriffe im Raum von Dorogobusch wurden abgewiesen und die Sowjets unter Verlust von mehreren hundert Toten und Gefangenen auf ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnittes haben tt- und Polizeiverbände, -verstärkt durch Einheiten des Heeres und »Verbände der Luftwaffe, ein großes Säuberungsunternehmen erfolgreich beendet. 350 Bunker wurden gesprengt und 194 befestigte Bandenlager genommen. Die Banditen verloren zahlreiche Tote und große Mengen an Waffen und Material.
Bei einem Angriff zahlreicher britischer Jagdbomber auf ein deutsches Geleit vor Hoek van Holland schössen unsere Sicherungsfahrzeuge und die Bordflak der Transportschiffe sieben feindliche Flugzeuge ab. Eines unserer Schiffe wurde durch Bombentreffer beschädigt. Ueber dem Küstenraum der besetzten Westgebiete vernichteten deutsche Jäger gestern vier weitere feindliche Flugzeuge."
Wie der Wehrmachtsbericht meldet, griffen britische Jagdbomber einen deutschen Geleit- zug vor Hoek van Holland an. In dem sich entwickelnden Gefecht wurden sieben der angreifenden Flugzeuge abgeschossen. Der aus etwa siebzehn Flugzeugen bestehende Verband griff am Donnerstag im Sturzflug, aus der Sonne kommend, unser Geleit kurz vor dem Einlaufen in den holländischen Hafen an. Bereits im Anflug konnten zwei der Jagdbomber von unseren Sicherungsfahrzeugen zum Absturz gebracht werden. Den übrigen Flugzeugen gelang es, über das Geleit zu kommen, ihre Bomben zu werfen und unsere Fahrzeuge unter Bordwaffenbeschuß zu nehmen. Eines der Schiffe des Geleits erhielt einen leichten Bombentreffer an der Bordwand, der Wassereinbruch zur Folge hatte. Das Schiff konnte jedoch seine Fahrt fortsetzen. Der Versuch der Briten, durch wildes Durcheinanderfliegen das Abwehrfeuer unserer Waffen zu zersplittern, schlug fehl. Als sich eines der feindlichen Flugzeuge dem Führerboot des Geleits bis auf etwa 100 Meter näherte, wurde es im gleichen Augenblick von einer Eeschoßgarbe getroffen und buchstäblich zerrissen. Seine Trümmer schlugen noch fünfzig Meter vor dem Führerboot in die See. Einer der britischen Piloten wurde tot geborgen. Das im ganzen nur vier Minuten dauernde Gefecht kostete dem Gegner insgesamt sieben Flugzeuge. Außer dem leichten Bombentreffer auf einem unserer Schiffe erlitt das Geleit keine nennenswerten Schäden und konnte vollzählig seinen Bestimmungshafen erreichen.
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Drahtbericht unseres Vertreters
mt. Berlin, 2. Juli. In London wäre heute wohl mancher froh, wenn die gegenüber Indien begangenen Sünden vergangener Jahre ungeschehen gemacht werden könnten. Aber dazu ist es zu spät. England hat immer nur mit leeren Persprechüngen gearbeitet, hat die Inder hingehalten, solange es sie als Kanonenfutter brauchte und sie betrogen in dem Augenblick, wo es die Gefahr überwunden glaubte. Die Engländer hasten das meiste dazu getan, um der indischen Freiheitsstewegung Kraft zuzuführen. Im Unterhause ist jetzt noch ein letzter Versuch gemacht worden, wenigstens etwas zu retten. Aber der Versuch kam zu spät. Er ist zudem an dem Widerstand des sturen Herrschaftswillens der Briten gescheitert. Was üstrig blieb, ist nur eine Kennzeichnung der menschenunwürdigen Formen, mit denen England seine Herrschaft über Indien gewaltsam aufrechtzuerhalten suchte. Sie findet auch in der Ernennung des inzwischen zum Viscount beförderten Wavell ihren sichtbaren Ausdruck. Er soll mit Maschinen
gierte, soll ergänzt werden durch Standrecht und Füsilierung.
Dieser Gummiknüppel stand im Mittelpunkt der Unterhausaussprache. Ein Mitglied der Arbeiterpartei fragte an, ob es wahr sei, daß in drei Distrikten einer Provinz allein 8VVmal Prügelstrafen vollzogen seien. Der Innenminister Minister Amery wich aus. Er hätte darüber keine „Informationen".
Die Geschichte war Amery begreiflicherweise peinlich, denn es ist gerade kein besonderes Ruhmesblatt, wenn im Zeichen der Atlantik-Charta, unmittelbar nachdem Churchill eben erst den Indern neue Versprechungen gemacht hat, die Massenexekution von Prügelstrafen in alle Welt hinausposäut wird. Amery ließ sich deshalb von dem konservativen Abgeordneten Winterton Hilfs- stellung geben, der die ganze Debatte abzubiegen suchte mit dem Einwand, daß das Unterhaus für solche Fragen nicht zuständig sei. Die Ausführung der Prügelstrafen gehöre in die Zuständigkeit der Provinzial- regierungen, sei also eine Frage der „Selbstregierung" und interessiere das Londoner
gewehren und Kanonen jeden Widerstand Jndienamt überhaupt nicht. Auch eine Art niederschießen. Das Militär soll die Polizei j Rechtfertigung! England ist angeblich als ablösen, der Gummiknüppel, der bisher re- Kulturträger nach Indien gekommen und
rühmt sich bei jeder Gelegenheit, daß es die Inder der Freiheit entgegenführe: in der Praxis aber arbeitet es mit mittelalterlichen Strafsormen wie der Prügelstrafe, die für jedes gesittete Volk geradezu eine Kulturschande ist, und das Innenministerium erklärt sich in solchen Angelegenheiten für unzuständig. Die Frage des Ärbeiterparteilers. ob der Innenminister nicht zumindest die moralische Verantwortung für diese Form der „Verwaltung" trüge, ließ Amery ganz unbeantwortet. Er zog sich darauf zurück, daß er „verfassungsmäßig" keine Möglichkeit einer Untersuchung habe von Angelegenheiten. die'„der normalen Kompetenz der Provinzregierung" unterständen.
Die „demokratischen Völker" können aus diesem kurzen, aber aufschlußreichen Zwischenspiel im Unterhaus ersehen, was es mit dem freiheitlichen Programm der Atlantik- Charta aus sich hat. Es ist nicht einmal das Papier wert, auf dem es geschrieben wurde. Auch die Inder sind eben für England nur Objekt der imperialen Politik, und sie werden dafür sorgen, daß England die Quittung für die ungeheuerliche Vergewaltigung des 400-Millionen-Volkes erhält, das weiter nichts beansprucht, als nach eigenem Recht, ohne englische Zwangsjacke, leben zu können.
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Drahtberickit unserer Berliner Schriftleitung
xoe. Berlin, 2. Juli. Mit den Kämpfen in dem Gebiete der Insel Rendova, in deren Berlaus nach dem Kommuniquee des Kaiserlichen Hauptquartiers sechs feindliche Kriegsschiffe versenkt und zwei weitere beschädigt sowie mindestens 77 feindliche Flugzeuge abgeschossen wurden, sind die Kämpfe im Pazifik aus neue aufgeflammt. Sie wurden ausgelöst durch die Landung von USA- Truppen aus der in der Mitte der Salo- monengruppe gelegenen Insel. Die Zeitung „Osaka Mainitchi" erklärt dazu, diese Offensive des Gegners dürfe um so weniger leicht genommen werden, als Rendova in der Nähe von Neugeorgien, einem wichtigen japanischen Stützpunkt, liege. Man müsse daher in diesem Gebiet noch mit schweren Kämpfen rechnen. Der Feind werde versuchen, die dortigen japanischen Stützpunkte
in seinen Besitz zu bringen und vertraue hierbei aus seine materielle Ueberlegenheit.
Der neuseeländische Verteidigungsminister Jones äußerte sich gleichfalls zu den Kämpfen bei Rendova, indem er erklärte, daß die jetzige Offensive kaum „als vernichtender Schlag gedacht" sei, sondern daß es offenbar zu der alliierten Strategie gehöre, die Japaner nicht zur Ruhe kommen zu lassen, „bis der Krieg in Europa bereinigt und die volle Wucht der anglo-amerikanischen Kriegsmacht im Pazifik eingesetzt werden könne. In der Tat scheint diese Aeußerung Jones den wahren Absichten der Anglo-Amerikaner ziemlich nahezukommen. In der hier verfolgten Strategie des Gegners ist deutlich der Zwang zu erkennen, der von der Einheitlichkeit der deutsch-italienisch-japanischen Kriegsführung für den Feind entsteht. Die Folge dieser Zwangsläufigkeit ist nicht allein auf dem europäischen Kriegsschauplatz mit dem Luft-
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Berlin, 2. Juli. Im Nu steht die aus einer langen Kette von LKW.s bestehende Transportkolonne, und das Fahrpersonal hat im Straßengraben Deckung gesucht. Die Spitze hat aus dem nahen Wald Feuer bekommen. Man wußte, daß dieser Wald bandenverseucht ist und hatte alle Sicherungen getroffen. Jetzt hat sich ein lebhaftes Feuergefecht entwickelt, und ein Teil der Männer arbeitet sich unter dem Feuerschutz eines Maschinengewehrs an den Wald heran, um den Kampf mit den heimtückischen Schützen aufzunehmen und das Hindernis aus dem Wege zu räumen. Denn der Flugplatz vorn braucht die Munition, und der Marsch der Transportkolonne darf nicht länger als notwendig ausgehalten werden. Ein Vorgang, der für die Nachschubdienste im Osten alltäglich ist, wenn er auch immer wieder die härtesten Anforderungen an die Männer stellt. Hier war es nur eine Uebung auf einer Landstraße in der Nähe der Reichshauptstadt, eine Uebung im Rahmen des Lehrganges der Führerschule der NSKK.-Transportgruppe Todt.
Die NSKK.-Transportgruppe Todt ist die größte der Frontformationen des NSKK. Ueber den Einsatz von rund 75 Prozent aller aktiven NSKK.-Männer an der Front, die Ausbildung der Motor-HJ. in der Heimat, die Vorausbildung von Sturmbootfahrern und Panzerfahrern für die Wehrmacht, die Umschulung auf Eeneratorfabrzeuge usw., über alle diese Einsätze hinaus hat es das NSKK. übernommen, jene eigene große Frontformation - aufzustellen, die in die Trastsportbrigaden Speer und Todt zerfällt, die eine für den Munitions- und Treibstoffnachschub des Heeres und der Luftwaffe an allen Fronten, die andere im Dienste des Baustofftransportes für die gewaltigen Wehrbauten der OT. in allen Teilen Europas.
Wie die OT., wie der Reichsarbeitsdienst und andere Formationen ist auch die NSKK.-Transportgruppe Todt an allen Fronten eine wichtige Stütze der deutschen Wehrmacht geworden. Ohne Pause rollen ihre Fahrzeuge, um die Front mit Munition und Treibstoff zu versorgen: rollen im Westen und an anderen Stellen Europas die Transportkolonnen mit Zement, Kies und Eisen für die großen Betonbauwerke der OT. Der Gleichschritt mit der Wehrmacht bedingt, daß auch die Männer der Transportbrigäden Soldaten sind. die neben der Spezialausbildung i,n Kraftfahrdienst ihre infanteristische Grundausbildung durchgemacht haben.
Zu diesem Zweck verleben die neuen Männer zunächst einige Wochen in der freundlichen Barackenstadt der Eriatzabteilunq im Westen Berlins, von der sie dann zur Kraft- fahrlehrabteilung im Osten der Reichshaupt
stadt übersiedeln, um am Ende in der modernen Ergänzungskaserne des NSKK. zu landen, wo sie für den Fronteinsatz zusammengestellt werden. Meist sind es Freiwillige, die in den Transportbrigaden eingesetzt werden, Männer zwischen 35 und 45 Jahren die hier eine Vetätigung im Fronteinsatz finden. Mit besonderer Gründlichkeit wird selbstverständlich die F'ihrerausbildung betrieben. Alle diese Männer haben schon mehr oder weniger schwere Einsätze hinter sich. Von allen Fronten kommen sie. aus Afrika wie vom Eismeer, wo sie als Kraftfahrer oder Schlosser eingesetzt waren und nun nach dem Besuch der Unterführerschule die Besten für die Führerausbildung ausgelesen .wurden. Auch der Führer einer Transportkolonne muß wie der Soldat jeder Situation gewachsen sein, dem Bandenüberfall, der Bekämpfung vor Sperren und Minen, plötzlich auftauchenden Panzern und Angriffen von Tieffliegern. Er muß Gelände und Karte kennen und die mit seinem Transport verbundenen militärischen Aufgaben selbständig lösen können. Denn der Nachschub muß unter allen Umständen gesichert werden, gegen jedes Hindernis! Diesen Forderungen trägt die Ausbildung auf der Führerfährschule Rechnung.
Die Leistungen der NSKK.-Transportbri- gade Speer im Nachschub für Heer und Luftwaffe haben wiederholt die Anerkennung des OKW. gefunden. So wurde erst kürzlich gemeldet, daß ein NSKK.-Transportregiment im Süden der Ostfront seit dem November über zwei Millionen Kilometer zurückgelegt und Nachschubgüter im Gewicht von 210 000 Tonnen oder 660 Eisenbahnzüge an die Front gebracht hat. Nicht minder bemerkenswert ist die Leistung eines NSKK.-Transportregi-
ments, das unter den harten Einsatzbedingungen in Afrika in knapp zwei Jahren 4,7 Millionen Kilometer fuhr und 279 000 Tonnen Munition und Treibstoff für die Luftwaffe beförderte. Die NSKK.-Transport brigade Todt hat im Rahmen ihres Einsatzes für die Bauaufgaben der OT. ihre bisherige Glanzleistung am Atlantik-Wall vollbracht. Bis zum 1. Mai haben die Nutzfahrzeuge der dort eingesetzten Transportabteilungen über 325 Millionen Kilometer zurückgelegt und 52,8 Millionen Tonnen Baustoffe und Bau geräte befördert. Die Kraftomnibusse, die die Frontarbeiter zu den Baustellen bringen, fuhren in der gleichen Zeit über 44 Millionen Kilometer mit 55 Millionen Personen. Als Tageshöchstleistung wurden 823 400 Kilometer mit 133 800 Tonnen bei den Nutzsahrzeugen und 73 400 Kilometer mit 81 000 Personen bei den Kraftomnibussen ermittelt. Alle diese Leistungen betreffen nur den motorisierten Transport, der durch weitgehendsten Einsatz von Eisenbahn, Feldbahn und Binnenschiff- fahrt beschränkt wird. Und zu allen diesen Einsätzen kam oft genug der Dienst mit der Waffe, wenn es galt, die Nachschubstraßen freizukämpfen, oder bei der Abriegelung von Feindeinbrüchen mitzuhelfen. Viele Männer der NSKK.-Transportgruppe Todt tragen stolz ihre Kriegsauszeichnungen. und mancher NSKK.-Mann gab sein Leben für die Zukunft seines Vaterlandes.
Neue USA.-.,Svezialisten" für Iran. Im iranischen Parlament wurde die Anstellung von sechs weiteren amerikanischen Spezialistin" beschlossen, denen außerordentlich günstige An- stcllunasbcöinaungen zugebilligt werden mutzten. Sie „unterstützen" Dr. Millspaugh bei der Leitung der iranischen Kinanzangelcgcnkieitcn.
Lisker 4243 Lrmoräsle im Vslä von Hslyll geborgen
Smolensk, 2. Juni. Die unter ständiger Mitarbeit des polnischen Roten Kreuzes und seines Vertrauensarztes. Dr. Wodzinski, Kra- kau, vorgenommenen Grabungen im Mordwalde von Katyn, wo etwa 12 000 Offiziere der früheren polnischen Armee von der GPU. durch Genickschuß ermordet und in Massengräbern verscharrt wurden, haben bisher zur Bergung und Bestattung von 4243 Opfern geführt. Die wegen des Verwesungszustandes oft schwierigen, mit größter Sorgfalt vorgenommenen Jdenlifizie- rungsarbeiten ermöglichten die genaue Feststellung von 2805 Opfern. 'Alle bisher geborgenen Leichen wurden auf einem neuge
schaffenen Friedhof in würdiger Weife zur letzten Ruhe gebettet.
Unter den identifizierten Ermordeten befinden sich zwei Generale, 12 Obersten, 50 Oberstleutnante, 165 Majore, 440 Hauptleute. 552 Oberleutnante, 930 Leutnanle und 146 Militärärzte. Tausende von Ermordeten harren noch der Ausgrabung und Identifizierung, doch mußten die Bergungsarbeiten wegen des Eintritts der heißen Jahreszeit die nicht nur ein Massenaüftreten von Fliegen und anderen Insekten, sonhern auch ernst hafte Gefahren für die an der Bergung beteiligten Personen.mit sich. bringt, vorläufig eingestellt werden. Die Arbeiten werden im Frühherbst wieder aufgenommen werden.
terror als Ausweichmittel für die verzögerte Invasion in Europa zu erkennen, sondern ebenso in dem ganzen weiten Gebiet von der Ostfront und dem mittleren Osten bis zu den Kampfplätzen des Pazifischen Ozeans.
Bemerkenswert ist, daß Subhas Chandra Böse gerade den jetzigen Augenblick zu seiner Rückkehr nach Ostasien auswählte. Soeben gab Böse dem Tokioter Korresponden- den der römischen Zeitung „Eiornale d'Jta- lia" ein Interview, in dem er aufschlußreiche EnthiUlungen über seine Pläne zur Befreiung Indiens machte. Er stellte fest, daß die Kampagne im Innern Indiens bereits vorbereitet und daß er nur auf eine günstige Gelegenheit England gegenüber warte, um dann mit einer „Aktion von innen heraus und einem Druck von außen" zu han dein. Dies werde der Augenblick sein, wo er in feine Heimat zurückkehre. Auf die Frage, ob er geneigt sei, die Taktik des nicht gewaltsamen Vorgehens in Indien zu ändern, gab Böse zur Antwort, daß sowohl die Methode des zivilen Ungehorsams, die sich als wirksam erwies, angewendet und auf eine „höhere Tour" gebracht werden solle, daß jedoch ebenso auch, wenn es nötig sei, „durch Waffen", also durch eine Revolution von innen heraus, die Herrschaft der Engländer in Indien gebrochen werden müsse.
kilosksus ksyis ill V8L.
Stockholm, 2. Juli. Die Moskauer Nachrichtenagentur Taß bringt aus Newyork einen von 45 polnischen Politikern und US.-Ameri- kanern polnischer Herkunft unterzeichneten Aufruf, in dem zur Zusammenarbeit zwischen Polen und der Sowjetunion aufgerufen wird. Weiter wird die Entfernung „aller antidemokratischen und faschistischen Elemente, sowie aller Elemente, die der Sowjetunion feindlich gesinnt sind" gefordert. Die ; Entschließung einer Konferenz in Chikago verurteilte den früheren polnischen Minister Matuschzewski und das „Nationalkomitee der Amerikaner polnischer Herkunft" und verpflichtet die Konferenzteilnehmer, Roosevelt zu unterstützen.
Die Hand Moskaus ist hier deutlich zu erkennen. Die „polnischen Politiker" in den USA., von denen die Taß-Agentur spricht, sind jene Kreaturen, die sich in der Gruppe Wassilewska gesammelt haben und die trotz Katyn und der Massenverschleppung von Polen Anschluß bei den Bolschewisten suchen. Dafür werden die Wassilewska und ihr Anhang vom Kreml ausgehalten.
Stares
Von Dipl.-Xkm. k'. V. bilkert Oberrexierunßsrat beim Ikecbnunxsbok " , des Deutschen keicbs
, Die Höhe der Kriegskosten bestimmt die öffentlichen Lasten jedes einzelnen. Es ist daher von erheblicher Bedeutung, daß bei allen öffentlichen Aufträgen vermeidbare Kosten von vornherein ausgemerzt werden. Diese Aufträge müssen daher bei höchster Leistung aller daran Beteiligten zu den niedrigst möglichen Kosten und bei bescheidenen kriegsmäßigen Gewinnen der Betriebe ausgeführt werden. Daher bieten wir Schach dem Jrrsatz „Geld spielt keine Rolle" und dem Unwesen des „Kostenmachens"! Die Parole heißt: „Kriegskosten ersparen!" und dies bei höchster Leistung! Wir müssen den Krieg zu den optimalen Kosten führen bei Leistungssteigerung, Kosteneinsparung und Ge- winnbeschränkung.
Vermeidbare Kriegskosten können aus falscher Haltung öffentlicher Stellen entstehen, wenn etwa dort nach dem Jrrsatz „Geld spielt keine Rolle" verfahren würde. Die Folgen eines solchen Gebarens sind einmal unnötige Kriegskosten, die alle belasten, zum anderen können.dabei wertvolle Arbeitsstunden sowie unersetzliche Rohstoffe vertan werden, und außerdem entstehen leicht verdiente Mehrgewinne. denen keine entsprechende Mehrleistung gegenübersteht. Ein Teil dieser leichten Gewinne wird auch ebenso leicht wieder ausgegeben, und man geht sicher nicht fehl, wenn man annimmt, daß von hier.erhebliche unerwünschte Preisauftriebstendenzen ausgehen und daß aus diesen Gewinnen auch gelegentlich „schwarze Geschäfte" finanziert werden; denn „es kommt ja nicht darauf an!" Wer also den in letzter Zeit so oft von vielen Stellen gegeißelten Jrrsatz „Geld spielt keine Rolle" befolgen würde, vergeudete öffentliche Mittel zum Schaden der Gemeinschaft und rüttelte äm Pveisftande!
Unnötige Kriegskosten können aber auch aus übertriebenem Gewinnstreben einzelner entspringen. Der „Kriegskostenmacher- aus Gewinnsucht" ist in Deutschland dank der Ausrichtung auf das Gemeinwohl selten geworden; er muß aber, wenn er auftritt, besonders wirksam angepackt werden. Er tarnt sich bieder, gibt in seinen Angeboten zwar niedrige Eewinnausschläge vor. arbeitet aber stattdefsen mit unangemessenen Kostenan- lätzen, indem er ungünstigste Phantasie-Zeitansätze oder sagenhafte Erschwernis- und Wagnismöglichkeiten in der Vorkalkulation von Festpreisen berücksichtigt, die den allgemeinen Erfahrungen widersprechen und damit sichere Mehrgewinne garantieren. Gelegentlich ^vergißt" man auch. wenn sich der Auftrag um das Zehnfache erweitert, die Grundpreise entsprechend zu senken.
Zu > einer weiteren Art von „Kostenmachern" gehören die wenigen, die zur Schmälerung des steuerlichen Gewinns in wirtschaftlichem Unverstand die „Flucht in die Kosten" angetreten haben. Sie versuchen zur Erhöhung ihrer Betriebskosten dadurch beizutragen, daß sie gegen den Lohn- und Eehaltsstop verstoßen, überflüssige Anträge bei den Treuhändern der Arbeit stellen, selber unvertretbare Entnahmen machen, ihren persönlichen Lebensstil im Kriege unnötig verändern, entbehrliches Personal trotz strukturellen Umsatzrückganges festhalten, kriegs- unwichtige Arbeiten ausführen lasten, mit Reisespesen ganz großzügig verfahren oder anderen unwirtschaftlichen Aufwand treiben.
Die meisten vermeidbaren Kosten entstehen jedoch in den Betrieben, in denen bisher unerkannte Möglichkeiten zur Leistungssteigerung schlummern und nicht genutzt werden. Es wird die Aufgabe der nächsten Zeit sein, hier weiter aufklärend zu wirken und den Kampf gegen vermeidbare Kosten auf der ganzen Linie aufzunehmen.. Wie „Koh- lenklau" in der Energieversorgung, so wirken sich bei öffentlichen Aufträgen „Stunden- klau" und „Materialklau" leider noch in vielen Preisen aus. Beide sind die ein- geschworenen Feinde der Preis- und Währungsstabilität. aber auch der Leistungssteigerung. Deswegen gilt ihnen unser Kampf. Jeder sollte daher jede Arbeit daraufhin untersuchen, ob sie nicht von den beiden Unholden beeinflußt worden ist.
„Stundenklau" ist überall da zu Hause, wo es noch an der notwendigen Organisa-
dorvjetmctie l-s1I->cNiima8entin gelallt, uinlrs: Das ILommsvclv. das sogieicv nacw cisa Angaben' eines Lauern die Spur aufgenommen hat, findet den in einem kaum bangenden LsIIsckirm. kscbts: Lald bat clie Lücke Lrkolg: blast nimmt eine llsllsckirm- sprrngerin lest. ?L-Luko. Lriexsbsr. Liuebsrdt UU