Ausgabe 
(3.7.1943) 181
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Erscheint 7mal wöchentlich

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Bremen: (Seeren 8 / 8 . Ruf 3 18 »I. Nachlrui ll. lonntugs 3 47 88 : Obern», 88 . Ru» 3 18 81 ; Syke Mühlendamm L: Br-Hem-ltngen: Bahn« hofstraste 8 lk»e Poststr Ruf <84 88 : Br.« Degela« Röhrst, 34 Ras 4 u 8 : Br -Blumen- thal: Kam-Dallmann-Str. 11 / 43 . Ruf 88 u SS

VarleiamNictie Layeszettnny

vas flmtsblatt des Negierenden vürgcrmcistcrs der Zrcien fjanscstadt vremen

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der NarionalsoziaMen. Vremens

flmtiiches verkündungsbiatt des Ncichsstatttialters in Oldenburg und vremen

Nr. 181 , 1Z. Zalsrgang

Sonnabend, Z. Juli 1S4Z

Linzeipreis 13 Npf.

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Aus dem Führerhauptquartier, 2. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Am Kuban-Brückenkopf bra­chen feindliche Vorstöße im Abwehrfeuer zu­sammen. Mehrere örtliche Angriffe im Raum von Dorogobusch wurden abgewiesen und die Sowjets unter Verlust von mehreren hundert Toten und Gefangenen auf ihre Aus­gangsstellungen zurückgeworfen. Im rückwär­tigen Gebiet des mittleren Frontabschnittes haben tt- und Polizeiverbände, -verstärkt durch Einheiten des Heeres und »Verbände der Luftwaffe, ein großes Säuberungsunter­nehmen erfolgreich beendet. 350 Bunker wur­den gesprengt und 194 befestigte Bandenlager genommen. Die Banditen verloren zahlreiche Tote und große Mengen an Waffen und Material.

Bei einem Angriff zahlreicher britischer Jagdbomber auf ein deutsches Geleit vor Hoek van Holland schössen unsere Sicherungs­fahrzeuge und die Bordflak der Transport­schiffe sieben feindliche Flugzeuge ab. Eines unserer Schiffe wurde durch Bombentreffer beschädigt. Ueber dem Küstenraum der be­setzten Westgebiete vernichteten deutsche Jä­ger gestern vier weitere feindliche Flugzeuge."

Wie der Wehrmachtsbericht meldet, griffen britische Jagdbomber einen deutschen Geleit- zug vor Hoek van Holland an. In dem sich entwickelnden Gefecht wurden sieben der an­greifenden Flugzeuge abgeschossen. Der aus etwa siebzehn Flugzeugen bestehende Ver­band griff am Donnerstag im Sturzflug, aus der Sonne kommend, unser Geleit kurz vor dem Einlaufen in den holländischen Ha­fen an. Bereits im Anflug konnten zwei der Jagdbomber von unseren Sicherungsfahrzeu­gen zum Absturz gebracht werden. Den übri­gen Flugzeugen gelang es, über das Geleit zu kommen, ihre Bomben zu werfen und un­sere Fahrzeuge unter Bordwaffenbeschuß zu nehmen. Eines der Schiffe des Geleits er­hielt einen leichten Bombentreffer an der Bordwand, der Wassereinbruch zur Folge hatte. Das Schiff konnte jedoch seine Fahrt fortsetzen. Der Versuch der Briten, durch wildes Durcheinanderfliegen das Abwehr­feuer unserer Waffen zu zersplittern, schlug fehl. Als sich eines der feindlichen Flugzeuge dem Führerboot des Geleits bis auf etwa 100 Meter näherte, wurde es im gleichen Augenblick von einer Eeschoßgarbe getroffen und buchstäblich zerrissen. Seine Trümmer schlugen noch fünfzig Meter vor dem Führer­boot in die See. Einer der britischen Pilo­ten wurde tot geborgen. Das im ganzen nur vier Minuten dauernde Gefecht kostete dem Gegner insgesamt sieben Flugzeuge. Außer dem leichten Bombentreffer auf einem un­serer Schiffe erlitt das Geleit keine nennens­werten Schäden und konnte vollzählig sei­nen Bestimmungshafen erreichen.

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Drahtbericht unseres Vertreters

mt. Berlin, 2. Juli. In London wäre heute wohl mancher froh, wenn die gegen­über Indien begangenen Sünden vergan­gener Jahre ungeschehen gemacht werden könnten. Aber dazu ist es zu spät. England hat immer nur mit leeren Persprechüngen gearbeitet, hat die Inder hingehalten, so­lange es sie als Kanonenfutter brauchte und sie betrogen in dem Augenblick, wo es die Gefahr überwunden glaubte. Die Engländer hasten das meiste dazu getan, um der indi­schen Freiheitsstewegung Kraft zuzuführen. Im Unterhause ist jetzt noch ein letzter Ver­such gemacht worden, wenigstens etwas zu retten. Aber der Versuch kam zu spät. Er ist zudem an dem Widerstand des sturen Herr­schaftswillens der Briten gescheitert. Was üstrig blieb, ist nur eine Kennzeichnung der menschenunwürdigen Formen, mit denen England seine Herrschaft über Indien ge­waltsam aufrechtzuerhalten suchte. Sie findet auch in der Ernennung des inzwischen zum Viscount beförderten Wavell ihren sicht­baren Ausdruck. Er soll mit Maschinen

gierte, soll ergänzt werden durch Standrecht und Füsilierung.

Dieser Gummiknüppel stand im Mittel­punkt der Unterhausaussprache. Ein Mit­glied der Arbeiterpartei fragte an, ob es wahr sei, daß in drei Distrikten einer Pro­vinz allein 8VVmal Prügelstrafen vollzogen seien. Der Innenminister Minister Amery wich aus. Er hätte darüber keineInfor­mationen".

Die Geschichte war Amery begreiflicher­weise peinlich, denn es ist gerade kein be­sonderes Ruhmesblatt, wenn im Zeichen der Atlantik-Charta, unmittelbar nachdem Chur­chill eben erst den Indern neue Versprechun­gen gemacht hat, die Massenexekution von Prügelstrafen in alle Welt hinausposäut wird. Amery ließ sich deshalb von dem kon­servativen Abgeordneten Winterton Hilfs- stellung geben, der die ganze Debatte abzu­biegen suchte mit dem Einwand, daß das Unterhaus für solche Fragen nicht zuständig sei. Die Ausführung der Prügelstrafen ge­höre in die Zuständigkeit der Provinzial- regierungen, sei also eine Frage derSelbst­regierung" und interessiere das Londoner

gewehren und Kanonen jeden Widerstand Jndienamt überhaupt nicht. Auch eine Art niederschießen. Das Militär soll die Polizei j Rechtfertigung! England ist angeblich als ablösen, der Gummiknüppel, der bisher re- Kulturträger nach Indien gekommen und

rühmt sich bei jeder Gelegenheit, daß es die Inder der Freiheit entgegenführe: in der Praxis aber arbeitet es mit mittelalterlichen Strafsormen wie der Prügelstrafe, die für jedes gesittete Volk geradezu eine Kultur­schande ist, und das Innenministerium er­klärt sich in solchen Angelegenheiten für un­zuständig. Die Frage des Ärbeiterparteilers. ob der Innenminister nicht zumindest die moralische Verantwortung für diese Form derVerwaltung" trüge, ließ Amery ganz unbeantwortet. Er zog sich darauf zurück, daß erverfassungsmäßig" keine Möglichkeit einer Untersuchung habe von Angelegen­heiten. die'der normalen Kompetenz der Provinzregierung" unterständen.

Diedemokratischen Völker" können aus diesem kurzen, aber aufschlußreichen Zwischen­spiel im Unterhaus ersehen, was es mit dem freiheitlichen Programm der Atlantik- Charta aus sich hat. Es ist nicht einmal das Papier wert, auf dem es geschrieben wurde. Auch die Inder sind eben für England nur Objekt der imperialen Politik, und sie wer­den dafür sorgen, daß England die Quittung für die ungeheuerliche Vergewaltigung des 400-Millionen-Volkes erhält, das weiter nichts beansprucht, als nach eigenem Recht, ohne englische Zwangsjacke, leben zu können.

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Drahtberickit unserer Berliner Schriftleitung

xoe. Berlin, 2. Juli. Mit den Kämpfen in dem Gebiete der Insel Rendova, in deren Berlaus nach dem Kommuniquee des Kaiser­lichen Hauptquartiers sechs feindliche Kriegs­schiffe versenkt und zwei weitere beschädigt sowie mindestens 77 feindliche Flugzeuge ab­geschossen wurden, sind die Kämpfe im Pa­zifik aus neue aufgeflammt. Sie wurden ausgelöst durch die Landung von USA- Truppen aus der in der Mitte der Salo- monengruppe gelegenen Insel. Die Zeitung Osaka Mainitchi" erklärt dazu, diese Offen­sive des Gegners dürfe um so weniger leicht genommen werden, als Rendova in der Nähe von Neugeorgien, einem wichtigen ja­panischen Stützpunkt, liege. Man müsse da­her in diesem Gebiet noch mit schweren Kämpfen rechnen. Der Feind werde ver­suchen, die dortigen japanischen Stützpunkte

in seinen Besitz zu bringen und vertraue hierbei aus seine materielle Ueberlegenheit.

Der neuseeländische Verteidigungsminister Jones äußerte sich gleichfalls zu den Kämp­fen bei Rendova, indem er erklärte, daß die jetzige Offensive kaumals vernichtender Schlag gedacht" sei, sondern daß es offenbar zu der alliierten Strategie gehöre, die Ja­paner nicht zur Ruhe kommen zu lassen,bis der Krieg in Europa bereinigt und die volle Wucht der anglo-amerikanischen Kriegsmacht im Pazifik eingesetzt werden könne. In der Tat scheint diese Aeußerung Jones den wah­ren Absichten der Anglo-Amerikaner ziemlich nahezukommen. In der hier verfolgten Stra­tegie des Gegners ist deutlich der Zwang zu erkennen, der von der Einheitlichkeit der deutsch-italienisch-japanischen Kriegsführung für den Feind entsteht. Die Folge dieser Zwangsläufigkeit ist nicht allein auf dem europäischen Kriegsschauplatz mit dem Luft-

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Berlin, 2. Juli. Im Nu steht die aus einer langen Kette von LKW.s bestehende Trans­portkolonne, und das Fahrpersonal hat im Straßengraben Deckung gesucht. Die Spitze hat aus dem nahen Wald Feuer bekommen. Man wußte, daß dieser Wald bandenverseucht ist und hatte alle Sicherungen getroffen. Jetzt hat sich ein lebhaftes Feuergefecht entwickelt, und ein Teil der Männer arbeitet sich unter dem Feuerschutz eines Maschinengewehrs an den Wald heran, um den Kampf mit den heimtückischen Schützen aufzunehmen und das Hindernis aus dem Wege zu räumen. Denn der Flugplatz vorn braucht die Munition, und der Marsch der Transportkolonne darf nicht länger als notwendig ausgehalten wer­den. Ein Vorgang, der für die Nachschub­dienste im Osten alltäglich ist, wenn er auch immer wieder die härtesten Anforderungen an die Männer stellt. Hier war es nur eine Uebung auf einer Landstraße in der Nähe der Reichshauptstadt, eine Uebung im Rah­men des Lehrganges der Führerschule der NSKK.-Transportgruppe Todt.

Die NSKK.-Transportgruppe Todt ist die größte der Frontformationen des NSKK. Ueber den Einsatz von rund 75 Prozent aller aktiven NSKK.-Männer an der Front, die Ausbildung der Motor-HJ. in der Heimat, die Vorausbildung von Sturmbootfahrern und Panzerfahrern für die Wehrmacht, die Umschulung auf Eeneratorfabrzeuge usw., über alle diese Einsätze hinaus hat es das NSKK. übernommen, jene eigene große Frontformation - aufzustellen, die in die Trastsportbrigaden Speer und Todt zerfällt, die eine für den Munitions- und Treibstoff­nachschub des Heeres und der Luftwaffe an allen Fronten, die andere im Dienste des Baustofftransportes für die gewaltigen Wehrbauten der OT. in allen Teilen Eu­ropas.

Wie die OT., wie der Reichsarbeitsdienst und andere Formationen ist auch die NS­KK.-Transportgruppe Todt an allen Fron­ten eine wichtige Stütze der deutschen Wehrmacht geworden. Ohne Pause rollen ihre Fahrzeuge, um die Front mit Mu­nition und Treibstoff zu versorgen: rol­len im Westen und an anderen Stel­len Europas die Transportkolonnen mit Zement, Kies und Eisen für die gro­ßen Betonbauwerke der OT. Der Gleich­schritt mit der Wehrmacht bedingt, daß auch die Männer der Transportbrigäden Solda­ten sind. die neben der Spezialausbildung i,n Kraftfahrdienst ihre infanteristische Grundausbildung durchgemacht haben.

Zu diesem Zweck verleben die neuen Män­ner zunächst einige Wochen in der freund­lichen Barackenstadt der Eriatzabteilunq im Westen Berlins, von der sie dann zur Kraft- fahrlehrabteilung im Osten der Reichshaupt­

stadt übersiedeln, um am Ende in der mo­dernen Ergänzungskaserne des NSKK. zu landen, wo sie für den Fronteinsatz zusam­mengestellt werden. Meist sind es Freiwillige, die in den Transportbrigaden eingesetzt wer­den, Männer zwischen 35 und 45 Jahren die hier eine Vetätigung im Fronteinsatz fin­den. Mit besonderer Gründlichkeit wird selbst­verständlich die F'ihrerausbildung betrieben. Alle diese Männer haben schon mehr oder weniger schwere Einsätze hinter sich. Von allen Fronten kommen sie. aus Afrika wie vom Eismeer, wo sie als Kraftfahrer oder Schlosser eingesetzt waren und nun nach dem Besuch der Unterführerschule die Besten für die Führerausbildung ausgelesen .wurden. Auch der Führer einer Transportkolonne muß wie der Soldat jeder Situation gewachsen sein, dem Bandenüberfall, der Bekämpfung vor Sperren und Minen, plötzlich auftauchen­den Panzern und Angriffen von Tieffliegern. Er muß Gelände und Karte kennen und die mit seinem Transport verbundenen militäri­schen Aufgaben selbständig lösen können. Denn der Nachschub muß unter allen Um­ständen gesichert werden, gegen jedes Hinder­nis! Diesen Forderungen trägt die Ausbil­dung auf der Führerfährschule Rechnung.

Die Leistungen der NSKK.-Transportbri- gade Speer im Nachschub für Heer und Luft­waffe haben wiederholt die Anerkennung des OKW. gefunden. So wurde erst kürzlich ge­meldet, daß ein NSKK.-Transportregiment im Süden der Ostfront seit dem November über zwei Millionen Kilometer zurückgelegt und Nachschubgüter im Gewicht von 210 000 Tonnen oder 660 Eisenbahnzüge an die Front gebracht hat. Nicht minder bemerkenswert ist die Leistung eines NSKK.-Transportregi-

ments, das unter den harten Einsatzbedin­gungen in Afrika in knapp zwei Jahren 4,7 Millionen Kilometer fuhr und 279 000 Tonnen Munition und Treibstoff für die Luftwaffe beförderte. Die NSKK.-Transport brigade Todt hat im Rahmen ihres Einsatzes für die Bauaufgaben der OT. ihre bisherige Glanzleistung am Atlantik-Wall vollbracht. Bis zum 1. Mai haben die Nutzfahrzeuge der dort eingesetzten Transportabteilungen über 325 Millionen Kilometer zurückgelegt und 52,8 Millionen Tonnen Baustoffe und Bau geräte befördert. Die Kraftomnibusse, die die Frontarbeiter zu den Baustellen bringen, fuhren in der gleichen Zeit über 44 Millionen Kilometer mit 55 Millionen Personen. Als Tageshöchstleistung wurden 823 400 Kilometer mit 133 800 Tonnen bei den Nutzsahrzeugen und 73 400 Kilometer mit 81 000 Personen bei den Kraftomnibussen ermittelt. Alle diese Leistungen betreffen nur den motorisierten Transport, der durch weitgehendsten Einsatz von Eisenbahn, Feldbahn und Binnenschiff- fahrt beschränkt wird. Und zu allen diesen Einsätzen kam oft genug der Dienst mit der Waffe, wenn es galt, die Nachschubstraßen freizukämpfen, oder bei der Abriegelung von Feindeinbrüchen mitzuhelfen. Viele Männer der NSKK.-Transportgruppe Todt tragen stolz ihre Kriegsauszeichnungen. und mancher NSKK.-Mann gab sein Leben für die Zukunft seines Vaterlandes.

Neue USA.-.,Svezialisten" für Iran. Im iranischen Parlament wurde die Anstellung von sechs weiteren amerikanischen Spezialistin" be­schlossen, denen außerordentlich günstige An- stcllunasbcöinaungen zugebilligt werden mutzten. Sieunterstützen" Dr. Millspaugh bei der Lei­tung der iranischen Kinanzangelcgcnkieitcn.

Lisker 4243 Lrmoräsle im Vslä von Hslyll geborgen

Smolensk, 2. Juni. Die unter ständiger Mitarbeit des polnischen Roten Kreuzes und seines Vertrauensarztes. Dr. Wodzinski, Kra- kau, vorgenommenen Grabungen im Mord­walde von Katyn, wo etwa 12 000 Offiziere der früheren polnischen Armee von der GPU. durch Genickschuß ermordet und in Massengräbern verscharrt wurden, haben bisher zur Bergung und Bestattung von 4243 Opfern geführt. Die wegen des Ver­wesungszustandes oft schwierigen, mit größ­ter Sorgfalt vorgenommenen Jdenlifizie- rungsarbeiten ermöglichten die genaue Fest­stellung von 2805 Opfern. 'Alle bisher ge­borgenen Leichen wurden auf einem neuge­

schaffenen Friedhof in würdiger Weife zur letzten Ruhe gebettet.

Unter den identifizierten Ermordeten be­finden sich zwei Generale, 12 Obersten, 50 Oberstleutnante, 165 Majore, 440 Haupt­leute. 552 Oberleutnante, 930 Leutnanle und 146 Militärärzte. Tausende von Ermordeten harren noch der Ausgrabung und Identifi­zierung, doch mußten die Bergungsarbeiten wegen des Eintritts der heißen Jahreszeit die nicht nur ein Massenaüftreten von Flie­gen und anderen Insekten, sonhern auch ernst hafte Gefahren für die an der Bergung be­teiligten Personen.mit sich. bringt, vorläufig eingestellt werden. Die Arbeiten werden im Frühherbst wieder aufgenommen werden.

terror als Ausweichmittel für die verzögerte Invasion in Europa zu erkennen, sondern ebenso in dem ganzen weiten Gebiet von der Ostfront und dem mittleren Osten bis zu den Kampfplätzen des Pazifischen Ozeans.

Bemerkenswert ist, daß Subhas Chandra Böse gerade den jetzigen Augenblick zu sei­ner Rückkehr nach Ostasien auswählte. So­eben gab Böse dem Tokioter Korresponden- den der römischen ZeitungEiornale d'Jta- lia" ein Interview, in dem er aufschluß­reiche EnthiUlungen über seine Pläne zur Befreiung Indiens machte. Er stellte fest, daß die Kampagne im Innern Indiens bereits vorbereitet und daß er nur auf eine gün­stige Gelegenheit England gegenüber warte, um dann mit einerAktion von innen her­aus und einem Druck von außen" zu han dein. Dies werde der Augenblick sein, wo er in feine Heimat zurückkehre. Auf die Frage, ob er geneigt sei, die Taktik des nicht gewaltsamen Vorgehens in Indien zu ändern, gab Böse zur Antwort, daß sowohl die Methode des zivilen Ungehorsams, die sich als wirksam erwies, angewendet und auf einehöhere Tour" gebracht werden solle, daß jedoch ebenso auch, wenn es nötig sei, durch Waffen", also durch eine Revolution von innen heraus, die Herrschaft der Eng­länder in Indien gebrochen werden müsse.

kilosksus ksyis ill V8L.

Stockholm, 2. Juli. Die Moskauer Nach­richtenagentur Taß bringt aus Newyork einen von 45 polnischen Politikern und US.-Ameri- kanern polnischer Herkunft unterzeichneten Aufruf, in dem zur Zusammenarbeit zwischen Polen und der Sowjetunion aufgerufen wird. Weiter wird die Entfernungaller antide­mokratischen und faschistischen Elemente, so­wie aller Elemente, die der Sowjetunion feindlich gesinnt sind" gefordert. Die ; Ent­schließung einer Konferenz in Chikago ver­urteilte den früheren polnischen Minister Matuschzewski und dasNationalkomitee der Amerikaner polnischer Herkunft" und ver­pflichtet die Konferenzteilnehmer, Roosevelt zu unterstützen.

Die Hand Moskaus ist hier deutlich zu er­kennen. Diepolnischen Politiker" in den USA., von denen die Taß-Agentur spricht, sind jene Kreaturen, die sich in der Gruppe Wassilewska gesammelt haben und die trotz Katyn und der Massenverschleppung von Polen Anschluß bei den Bolschewisten suchen. Dafür werden die Wassilewska und ihr An­hang vom Kreml ausgehalten.

Stares

Von Dipl.-Xkm. k'. V. bilkert Oberrexierunßsrat beim Ikecbnunxsbok " , des Deutschen keicbs

, Die Höhe der Kriegskosten bestimmt die öffentlichen Lasten jedes einzelnen. Es ist daher von erheblicher Bedeutung, daß bei allen öffentlichen Aufträgen vermeidbare Kosten von vornherein ausgemerzt werden. Diese Aufträge müssen daher bei höchster Leistung aller daran Beteiligten zu den nie­drigst möglichen Kosten und bei bescheidenen kriegsmäßigen Gewinnen der Betriebe aus­geführt werden. Daher bieten wir Schach dem JrrsatzGeld spielt keine Rolle" und dem Unwesen desKostenmachens"! Die Pa­role heißt:Kriegskosten ersparen!" und dies bei höchster Leistung! Wir müssen den Krieg zu den optimalen Kosten führen bei Lei­stungssteigerung, Kosteneinsparung und Ge- winnbeschränkung.

Vermeidbare Kriegskosten können aus fal­scher Haltung öffentlicher Stellen entstehen, wenn etwa dort nach dem JrrsatzGeld spielt keine Rolle" verfahren würde. Die Folgen eines solchen Gebarens sind einmal unnötige Kriegskosten, die alle belasten, zum anderen können.dabei wertvolle Arbeitsstunden sowie unersetzliche Rohstoffe vertan werden, und außerdem entstehen leicht verdiente Mehr­gewinne. denen keine entsprechende Mehr­leistung gegenübersteht. Ein Teil dieser leich­ten Gewinne wird auch ebenso leicht wieder ausgegeben, und man geht sicher nicht fehl, wenn man annimmt, daß von hier.erhebliche unerwünschte Preisauftriebstendenzen aus­gehen und daß aus diesen Gewinnen auch gelegentlichschwarze Geschäfte" finanziert werden; dennes kommt ja nicht darauf an!" Wer also den in letzter Zeit so oft von vielen Stellen gegeißelten JrrsatzGeld spielt keine Rolle" befolgen würde, vergeudete öffentliche Mittel zum Schaden der Gemeinschaft und rüttelte äm Pveisftande!

Unnötige Kriegskosten können aber auch aus übertriebenem Gewinnstreben einzelner entspringen. DerKriegskostenmacher- aus Gewinnsucht" ist in Deutschland dank der Ausrichtung auf das Gemeinwohl selten ge­worden; er muß aber, wenn er auftritt, be­sonders wirksam angepackt werden. Er tarnt sich bieder, gibt in seinen Angeboten zwar niedrige Eewinnausschläge vor. arbeitet aber stattdefsen mit unangemessenen Kostenan- lätzen, indem er ungünstigste Phantasie-Zeit­ansätze oder sagenhafte Erschwernis- und Wagnismöglichkeiten in der Vorkalkulation von Festpreisen berücksichtigt, die den allge­meinen Erfahrungen widersprechen und da­mit sichere Mehrgewinne garantieren. Ge­legentlich ^vergißt" man auch. wenn sich der Auftrag um das Zehnfache erweitert, die Grundpreise entsprechend zu senken.

Zu > einer weiteren Art vonKosten­machern" gehören die wenigen, die zur Schmälerung des steuerlichen Gewinns in wirtschaftlichem Unverstand dieFlucht in die Kosten" angetreten haben. Sie versuchen zur Erhöhung ihrer Betriebskosten dadurch beizutragen, daß sie gegen den Lohn- und Eehaltsstop verstoßen, überflüssige Anträge bei den Treuhändern der Arbeit stellen, sel­ber unvertretbare Entnahmen machen, ihren persönlichen Lebensstil im Kriege unnötig verändern, entbehrliches Personal trotz struk­turellen Umsatzrückganges festhalten, kriegs- unwichtige Arbeiten ausführen lasten, mit Reisespesen ganz großzügig verfahren oder anderen unwirtschaftlichen Aufwand treiben.

Die meisten vermeidbaren Kosten ent­stehen jedoch in den Betrieben, in denen bis­her unerkannte Möglichkeiten zur Leistungs­steigerung schlummern und nicht genutzt wer­den. Es wird die Aufgabe der nächsten Zeit sein, hier weiter aufklärend zu wirken und den Kampf gegen vermeidbare Kosten auf der ganzen Linie aufzunehmen.. WieKoh- lenklau" in der Energieversorgung, so wirken sich bei öffentlichen AufträgenStunden- klau" undMaterialklau" leider noch in vielen Preisen aus. Beide sind die ein- geschworenen Feinde der Preis- und Wäh­rungsstabilität. aber auch der Leistungs­steigerung. Deswegen gilt ihnen unser Kampf. Jeder sollte daher jede Arbeit dar­aufhin untersuchen, ob sie nicht von den bei­den Unholden beeinflußt worden ist.

Stundenklau" ist überall da zu Hause, wo es noch an der notwendigen Organisa-

dorvjetmctie l-s1I->cNiima8entin gelallt, uinlrs: Das ILommsvclv. das sogieicv nacw cisa Angaben' eines Lauern die Spur aufgenommen hat, findet den in einem kaum ban­genden LsIIsckirm. kscbts: Lald bat clie Lücke Lrkolg: blast nimmt eine llsllsckirm- sprrngerin lest. ?L-Luko. Lriexsbsr. Liuebsrdt UU