Ausgabe 
(2.7.1943) 180
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parleiamtlrclie Layeszettung

Vor flmtsdlatt des Negierenden vürgcrmcisters der Zreicn kjansestcidl vremen

der NationalldzialMen. Vvemens

flmtiichrs verkündungsdiatt des Neichsslattiiallers in Oldenburg und Vremen

Nr. 180, 1Z. Itchrgang

§reitag, 2. Juli 1S4Z

Einzelpreis 13 Npf.

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vsrdsrsn am kraager

Berlin, 1. Juli. Das Bombardement de, Kölner Doms und der anderen berühm­te« Baulichkeiten in der Rhein-Metropole hält auch weiterhin die Auslandspreise in Atem, die in längeren Kommentaren ihrer Empörung über diese neueste Schandtat der britisch-nordamerikanischrn Lustgangster Aus­druck verleiht.

Die tschechische Presse brandmarkt mit tief­stem Abscheu vor diesen brutalen Vernich­tungsmethoden diese bisher gröhle britische Schandtat dieser Art in diesem Kriege.Na- rodni Politika" bezeichnet die Beschädigung der berühmten Kölner Kathedrale, die mit Recht zu den Wundern gezählt wird, als einen Akt gefühlloser barbarischer Brutalität, die der Gewalttaten des Bolschewismus und der Kirchenschänder aus der Zeit der Bilder­stürmer würdig sei. Plutokratie und Bolsche­wismus hätten sich demnach in allem 'die Hand gereicht. Die ZeitungA-Zet" schreibt, die Angriffe der Briten und Amerikaner seien nicht Krieg, sondern wilder Terror.

llj Magyarsag" in Budapest schreibt: Die Menschheit wird sich für immer mer­ken, in wieweit der Krieg entartet ist, den gerade jene Mächte, die den Kölner Dom angegriffen haben, für die Menschheit, Frei­heit und Kultur vom Zaune gebrochen hat­ten." Das Blatt bemerkt, daß ein jeder an der deutschen und italienischen Empörung über die schonungslose Bombardierung des Kölner Doms uno der Katedrale von Li- yorno teilnähme.Pest! Ujsag" erklär:Die ganze Kulturwelt liest mit tiefer Bestür­zung die Meldungen über die Vernichtung des Kölner Doms."

DerPreh Arger Slovak". schreibt, über derartige Schandtaten, über die sich heute die ganze Knlturwelt empört, wird die Ge­schichte das letzte Urteil sprechen.Aus die­ser ruchlosen Tat läßt sich erkennen, dah es sie Engländer ebenso wie die Bolschewisten auf die Vernichtung der europäischen Kultur «Mgelegt haben. Dieses brutale englische Verbrechen hat bei uns Slowaken Empörung hervorgerufen. Solcher Taten sind nur Völ­ker fähig, die vor dem Untergang stehen.

Auch die gesamte schweizerische Presse bringt ausführliche Berichte über das Bom­bardement des Kölner Doms. DieGazette de Lausanne" räumt der Feststellung großen Raum ein, daß die Anglo-Amerikaner den Dom von Köln bombardierten, während im Laufe des Frankreich-Feldzuges die Deut­schen die Kirchen, Kathedralen, Kunstdenk­mäler und Bauwerke des Gegners selbst un­ter Freigabe von strategischen Vorteilen schonten.

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Aus dem Fiihrerhauptquartier, 1. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Von der Ostfront werden nur aus den Abschnitten von Lifsitschansk und Kirow örtliche Kämpfe gemeldet.

Die Luftwaffe griff Artilleriestellungen. Flugplätze und Nachschubstützpunkte des Fein­des mit gutem Erfolg an und erzielte Bom- benoolltreffer in Bootsansammlungen nord­östlich Temrju k. Im Schwarzen Meer ver­senkte ein deutsches Unterseeboot ein sowje­tisches Gleitboot. An der Zeit vom 21. bis 30. Juni erzielten .deutsche Seestreitkräfte, Bord- und Marineflak 46 Flugzeugabschllsse.

Im Kampf gegen die britischen und nord- amerikanischen Seeverbindungen wurden im Monat Juni 31 feindliche Handelsschisse mit 140 000 VRT. sowie drei Transportsegler versenkt, davon 107 000 BRT. durch Unter­seeboot«. Weitere 51 Schiffe mit 250 000 BRT. wurden zum größten Teil durch Bomben­treffer schwer beschädigt. Mit dem Verlust eines Teils auch dieser Schiffe ist zu rechnen. Ferner versenkten Kriegsmarine und Luft­waffe einen Kreuzer, zwei Zerstörer, ein Unterseeboot und sechzehn Lanbungsfahrzeuge. Drei Kreuzer und achtzehn andere Kriegs- fahrzenge sowie mehrere Landungsboote wurden beschädigt."

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Lei Lein 4 errorsngrikk äer britischen Luftpiraten aut bis Wohnviertel der Kölner Innenstscit wurde, wie berücktet, auck der Kölner vom von Lornben xetrokken. Schwere Kaliber durcksckiuxen das voinzewölbe und explodierten im Kircksninnsrn, wo sie starke Verwüstungen Lnricbtstsn.. Unser Lild. gewahrt einen LKdk in.das von Trüminerstucken ubersLtv..hI«»«l8edilk de»-6«»tte«trLnsss..

Lelieii Bilderdienst (bkülsbusehi

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(Eigener Drahtvericht)

gi. Tokio, 1. Juli. Zu der Sorge um die Versorgung und zu den ohnehin reichlich vor­handenen inneren SchwiSrigkeiten Tschung- king-Chinas kommen seit Anfang dieses Jah­res die Ausstände, die in der Provinz Kansu von bewaffneten Mohammedanern hervor­gerufen wurden. In Kansu und Lhansi leben etwa 25 Millionen Mohammedaner. Grund für die Aufstände war die entschädigungslose Requirierung,von 70 Prozent aller Boden­erträge, sowie die gewaltsame Einziehung/ des größten Teiles aller wehrfähigen Münyer zum Militärdienst.

Ursprünglich richtete sich die Rebellion aus­schließlich gegen den Tschnngking-Gouoernenr und war getragen von der Ablehnung der chinesischen Mohammedaner gegen die Krieg­führung Tschiangkaischeks. Der Aufstand wurde dann von mohammedanischen Offizie­ren in der Weise organisiert, daß sich immer weitere Kreise der Bevölkerung anschlössen, bis schließlich eine der größten Städte der Provinz Kansu von den Mohammedanern im Sturm genommen wurde. Nachdem den Aufständischen im April die Besetzung der Straße von Haian nach Langschau gelungen war, fielen ihnen, beachtliche Mengen gn Waffen und Munition in die Hände. Im Mai befanden sich dann fast alle Städte und Verkehrsknotenpunkte in den Händen der von Mohammedanern geführten Armee. '

Tschungking kam erst sehr spät zu der Er­kenntnis, daß es sich hier nicht um reUgiöse

reitet werden könne. Diese wurden jedenfalls sehr bald aufgerieben. So muhte sich Tschiang- kaischek entschließen, den Kommandeur der 8. Kriegszone zur verstärkten Unrerdrückung abzukommandieren. Diese Maßnahme ruft allerdings nur verschärften Widerstand un­ter den Mohammedanern hervor. Da harte

Kämpfe im Gange sind, geht man in Tschung- Png mit dem Gedanken um, die kommunisti- iche Armee, deren Hauptquartier sich in der Nähe der Kampfzone befindet, zu Hilfe zu rufen. Die Besorgnis ist um so größer, als das umkämpfte Gebiet zu den für die Trup- penoersorgung wichtigsten gehört.

Irompelensiynsls wr alle Inäsr"

Tokio, 1. Juli. Der Präsident der indischen Unabhängigkeitsliga auf den Philippinen, Echawani, erklärte in einem Interview, die Stunde des Handelns sei gekommen, und alle Inder seien entschlossen, mit Japan zusam­menzuarbeiten, um. die Anglo-Amerikaner endgültig zu schlagen. Ex fügte hinzu, daß die Ankunft Subtzas Chandra Böses in Ost- asien das Trompetensignal für alle Inder in und außerhalb Indiens sei zum bewaffneten Aufstand gegen die englischen Unterdrücker und ihre Nordamerikanischen - Verbündeten. Es sei sicher, daß in-Indien eine große Revo­lution ausbrechen würde, und daß sie mit dem Sieg der Patrioten gekrönt werden wird. Das nächste große Schlachtfeld werde die indisch-burmesische Grenze sein.

koosevell su üer btsusrsekrsude

ws. Lissabon, 1. Juli Roosevelt sieht sich gezwungen, dem amerikanischen Volk immer neue finanzielle Lasten aufzubürden, um seinen jüdischen Krieg durchzuführen. Wie oie- USA.-ZeitschriftNews Weeck" in ihrem

Aufstände handelte, denen durch EntsendungiJuniheft mitteilt.' beabsichtigt der jüdische von 50 000 Mann Soldaten ein Ende be-iFinanzmi

IFinanzmiilister der USA., Morgenthau, jetzt

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Hc/iwsrs /sinci/ic/is Hcsi/iirvsp/uLts i>si t-onc/ung norc/ws5t/ic/i von Ouoc/o/conor

Doki«, 1. Juli. Das Kaiserliche Haupt­quartier gab am 1. Juli bekannt:Im Ver­lauf von Kämpfen, die noch immer im Raum von Rendova-Jnsel und der Neu-Eeorgia- Jusel im Gange sind, haben lapanische Ma­rinekriegsflugzeuge bis jetzt versenkt oder schwer beschädigt: 8 feindliche Transport­schiff«, 3 Kreuzer, 1 Zerstörer. Außerdem wurden über Zl Flugzeuge abgeschossen. Die Luftwaffe wird im engsten Zusammenwirken mit den Heeresverbänden eingesetzt. Ihre Mtgriffe gegen eine nicht näher ermittelte feindljche Streitmacht, die gelandet ist, sind i« Gange."

' Ueber die Kämpfe, die seit der Landung auf der Insel Rendova dort im Gange sind. liegen hier noch keine weiteren Mewungen vor. Wie es in einem Frontbericht von Tokio Asahi Schimbun" heißt, setzte der Gegner für diese Landungsoperationen nicht nur zahlreiche Transportschiffe. Kreuzer und Zerstörer ein, die am Mittwochmorgen in den Gewässern der Insel Rendova erschie­nen, sondern benutzte gleichzeitig über 100

nis von diesen Landungsabsichten und grif­fen sofort mit Bomben- und Torpedoflug­zeugen die feindlichen Schiffseinheiten an. Dieser Angriff wurde mehrere Male mit größeren Formationen wiederholt. Dabei kam es zu heftigen Luftkämpfen, da der Gegner seine Konvois durch starke Jagd- formationen geschützt hatte.

Die .Insel Rendova ist in der Richtung von Osten nach- Westen etwa 20 Kilometer und von Süden nach Norden rund 40 Kilo- meter lang. An der Nordwestküste der Insel liegt der kleine Hafen, der ebenfalls den Namen Rendova trägt. In der Mitte der Insel erhebt sich ein Gebirge, das bis zu einer Höhe von 2000 Metern ansteigt.

Verstärkte I-uUbssen

rd. Tokio, 1. Juli. In Japan wird der

schwere Angriff japanischer Bomber auf Port Darwin als der Beginn einer umfassenden

. - - » -> - - Luftoff-e-nsive Japans im Südpazifik bezeich-

große Landungsboote. Durch die Luftaufklä- net. Die Luftangriffe gegen die amerika-,gekennzeichneten Monate wesentlich verstärkt rung erhielten die Japaner rechtzeitig Kennt- nisch-australischen Stellungen in diesem f hat.

Kampfgebiet haben seit mehr als einem Jahr immer schwerere Formen angenom­men. Sowohl Japans Positionen im Süd- wcstpazifik als auch die seiner Gegner stellen die Außenposten für alle Operationen dar. Daher hat die japanische Luftwaffe, wie in Tokio erklärt wird. durch ihre ununterbro­chenen Angriffe gegen die feindlichen Basen die Hoffnungen des Eegecs, von hier aus einen Gegenangriff ins Rollen zu bringen und sich damitSprungbretter" für den so oft und laut angekündigten Angriff gegen Japan selbst zu schaffen, zerschlagen. Daneben aber haben die japanischen Flieger den Luftkrieg mit verheerender Wirkung ins feindliche Lager getragen. Das USÄ.-Oberkommando mußte selbst die schweren Verluste zugeben, die seine See-, Land- und Luftstreitkräfte dabei erlitten. Der letzte Angriff gegen Port Darwin zeigt nach hiesiger Ansicht die Wahr­heit der auch^vom Feinde geäußerten Ver­mutung, daß Japan seine Luststreitkräfte und vor allem seine Luftbasen im Pazifik inner­halb der letzten durch verbältnismäßige Ruhe

erneut 35 Milliarden Dollar aus der Bevöl­kerung herauszuholen und damit zugleich die immer stärker anwachsende Gefahr einer Inflation zu bekämpfen. Es wird darum, wieNews Weeck" ankündigt, im Septem­ber eine neue Kriegsanleihe aufgelegt werden.

vis lürktscks UsutrsütLt

Istanbul, 1. Juli. Im Leitartikel der tür­kischen ZeitungAkscham" wirft der Ab­geordnete Sa-dak die Frage auf, warum die Türkei neutral sei und neutral bleiben werde. Die Neutralität der Türkei sei nicht, so schreibt Sadak u. a., eine vorübergehende Angstpolitik, sondern die unperänderliche Grundlage eines Staatssystems. Die Neu­tralität der Türkei sei aus dem Wesen dieses Krieges entstanden. Der eigentliche Grund dieses, Krieges sei der Frieden des letzten Krieges. Die Liquidation des ersten Welt- krieges habe den jetzigen vorbereitet. Die Türkei, die am Enbe des letzten Weltkrieges den Vertrag von Sevres nicht anerkannt habe, habe sich in ihrer schlechten Position nochmals in einen Krieg gestürzt, ein ganzes Imperium aufgegeben, und nur auf diese Weise im Frieden von Lausanne ihre Un­abhängigkeit erhalten. Den Beginn des Welt­krieges habe die Türkei durch Abtretung ihres großen Erbes und durch Vergießen ihres edelsten Blutes bezahlt. Bei der heu­tigen Liquidation habe die Türkei weder etwas zu fordern noch etwas zu geben, daher stehe sie auch außerhalb des Krieges, der für fremde Interessen geführt werde!

k. »ckil. Indische Literaten amerikanischer Zunge haben sich zu einer unverschämtenPro­klamation" wieder einmal mit derWei­marer Kulturmission des deutschen Volkes" beschäftigt, für deren Wiedergeburt ihrer Meinung nach etwas Besonderes getan wer­den müsse. Deutschland solle, so meinen sie scheinheilig, zu seinen großen Dichtern und Denkern das richtige Verhältnis zurückgewin­nen, Was diesem an sich völlig überflüssigen Kopfzerbrechen zu Grunde liegt, wissen wir: man verspricht sich von unserer Versenkung in das Eeistesgut der Unsterblichen noch im­mer eine willkommene Lähmung deutscher Tat­kraft. Wenn unsere Feinde hier auch in jeder Weise auf dem Holzweg sind, so lohnt es sich doch, bei dieser Gelegenheit einmal zu unter­suchen, mit welcher Skrupellosigkeit das jü­disch-intellektuelle Gesinde! im System- .,Deutschland" das heilige Erbe'unserer Väter zu verunstalten suchte. Es genügt, jeneBe­treuung" der Werke Goethes, des Dtchter- sürsten, und Kants, des genialen Denkers, ins rechte Licht zu rücken.

Wir können auf ein außerordentlich rei­ches Tatsachenmaterial zurückgreifen. Denn um mit dem Genius der Dichtung zu be­ginnen die deutsche Goethe-Forschung lag lange Zeit fast ausschließlich in den Händen jüdischer Professoren und Literaten vom Schlage eines Albert Bielschowsky, Ludwig Geiger, Georg Witkowski und Friedrich Gundolf. Auf alle ihre von der hebräischen Journaille hochgelabten Erzeugnisse trifft das Wort Goethes zu:Du gleichst dem

Geist, den du begreifst", und die schnüffeln­den jüdischen Schreiberlinge begriffen vom wahren Wesen deserforschten" Großen so gut wie nichts. Nur. was ihr zersetzender Verstand erfassen und zergliedern konnte, bezogen sie mit ein in die entstellende Unter­suchung. Hinzu kam, daß sie immer wieder in ihre Manie verfielen Emil Ludwig Lohn schoß mit seinemGoethe" hierbei den Vogel ab in Biographien über schöpfe­rische Männer ihnen artfremder Völker auf­geblasen das eigene kleine Ich in den Mit­telpunkt der Darstellung zu rücken. Beson­ders breit machte sich in der Systemzeit- Literatnr derdänische" Jude Moris Cohen . befaß die bodenlose Frechheit, von einerförmlichen Nätionalprählerei" unseres größten Dichters zu sprechen; bei der Beurteilung der Haltung Goethes gegen­über der französischen Aufklärung verstieg er sich sogar zu der perfiden Bemerkung, der führende Weimarerplappere nur Lessings ungerechtes Urteil nach". Kommentar dieses jeder Ehrfurcht baren Kommentars über­flüssig!

Was jene hebräischenGoethe-Kenner" im übrigen kennzeichnete, war ihre raffiniert verschleierte Zielsetzung, die Entwicklung des Dichters, seine Stilwandlungen und seine Meisterwerke selbst, im wesentlichen als Pro­dukte jeweiliger Umwelteinflüsse zuerklä­ren". Dom Gesetz des Blutes, das im Künst­ler immer wieder neu geboren, von dem in seiner Seele sich entfaltenden Erbgut, wie überhaupt von dem rassegebundenen Urgrund seines Wesens, aus dem der ewige Quell er­habener Wahrheiten mit elementarer Gewalt hervorbricht, war in den angepriesenen Bio­graphien jüdischer Federn wohlweislich nie die Rede.Der Jude, der sich mit Goethe be­faßt, wird immer nur die Außenseiten seines Wesens und die Einzelheiten seiner Werk«, aber niemals die innere Wurzel, aus der sie erwachsen sind. sehen und begreifen kön­nen" so stellt« Kapitän zur See Dr. Wolf- gang Martini kürzlich in einer wertvollen Publikation für das Frankfurter Institut zur Erforschung der Judenfrage mit Recht fest.

Ein Kapitel für sich ist der von jüdischen Literarhistorikern" mit unnachahmlicher Dreistigkeit konstruierte Einfluß ihres Nassegenossen und Talmudphilosophen Spi­noza auf Wolfgang von Goethe. Der schon erwähnte Moris Cohen Brandes verstieg sich zu der absurden Behaup­tung, Spinoza sei für das ganze Le­ben des Dichters von entscheidender Bedeu­tung gewesen,so schwach und wenig wür­dig seine Haltung auch späterhin war, als er dagegen wetterte, daß im Herzen Deutsch­lands gemischte Ehen zwischen Christen und Menschen vom Stamme Spinozas gestattet wurden!" Die hämische Wendung,so schwach und wenig würdig" spricht allein schon Bände! Zur Sache selbst weist Wolfgang Martini darauf hin. daß Goethe das Gött­liche in der Natur sah, ehe er sich überhaupt mit Spinoza beschäftigte unddaß seine Weltschau mit ihrer organischen All-Eins- Lehre dem leidenschaftsfeindlichen, aus dem abstrakten, blutleeren Begriff d^r Substanz

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Vigo, 1. Juli. Wie United Preß aus. Wa­shington meldet, Hai sich der Ausstand gegen die ..Zuruck-zur-Arbeii"-Bewegung ,m Mitt­woch durch Zentral-Pennsyloanien und Ala­bama vergrößert, obwohl in anderen Berg- werksbezirken die Reihen der streikenden Bergleute abnehmen. In Zentral-Pennsyl- vanien schlössen zwei weitere Bergwerke, während in Alabama drei Gruben schlössen. Ungefähr 25 000 Bergleute stehen in Penn- sylvanie-n im Streik, tz. i. über die Hälfte der in diesem Gebiet beschäftigten. In den übri­gen Steinkoblenbezirken in Pennsylvanien sind ungefähr weitere 12 000 der Arbeit fern­geblieben. Ferner stehe noch ungefähr die Hälfte der 80 000 USA.-Anthrazit-Arbeitcr im Streik. Reuter meldet, daß sich insgesamt noch 130 000 der 500 000 Grubenarbeiter im Ausstand befinden.

Wie aus Washington gemeldet wird, rich­tete Innenminister Jckes einen Appell an die Bergarbeiter, die noch immer streiken. Er forderte sie aus, an die Arbeitsplätze zu­rückzukehren, da die Kohle im Rahmen der Kricgsanstrengtingen abgebaut werden müsse ohne Rücksicht darauf, ob eine Lohnregelung erfolgt oder nicht. Derjenige, der nicht seinen vollen Anteil an den Anstrengungen des Landes trage, habeentweder kein Verständ­nis für die Krise, d«r wir unmittelbar ge­genüberstehen oder er sabotiert bewußt lin­iere Anstrengungen in diesem Kamps". Jckes kündigte ferner an. daß eine Organisation geschaffen werde. Der Redner teilte' schließlich mit. daß infolge der Streiks im Monat Mwi und Juni 23 Millionen Tonnen Kohle we­niger als vorgesehen abgebaut werden, was einbeträchtlicher Verlust" sei.