Ausgabe 
(29.9.1942) Nr. 268
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

krIch e int 7 f -al wöchentlich

D!-N°!»d«,ug 2.20 RM «inlchl ZustellgebührI PestbeMsprel» ouinaiUch L>A> RM. ffinfchl M > xpl P»st,ei:iingsgebühi> zuzügl <2 Rpf. L-st-llg'" Pc-üar.-rkis ist tiN voraus »ahl- ba- Postlü-S: ürumburg 17 272. Eine Be- g,'a,eru'>g ber Lieferung rechtfertigt keinen -5 aus Ruch,ahlung des Bezugsvr-i«"

g- nen s»«" st'Br.ch,°It-n:Berl°g--rkI °ggl ^Schriftleitk- 12.3i>-13.3v Uhr.

vremerWung

Anzeigen-Erundpreiir

Snzetgenpret!« und Sutnahmebedingungen Preisliste Sufnahmetermtne ohne Berbindlich' kett. EelchSstsst eilen: Bremen: Teeren S S. Ruk 2 19 21; Nachtruf und lonntag» 217 55: Ob-rnstraste 25. Ruf 2 19 21; S,k«: Mühlen- dämm 2; Bremen-Hemelingen: Bahnhofstr. 5, E>ke Poststraste. Ruf 12158: Bremen-Degefa-: Rohrstrabe 21. Ruf 1 n 8: Bremen-Blumen- lhal: Napt.-Dallmann-Str. 11/12. Ruf 88 u. 89.

parteianEcffe Layeszettuny

vas p-^tsblatt des Reglerenden vürgermeisters der Zielen ffanscstadk lZrcmen

M

üer NarionalsoziaMen. vremens

flmtlicffes vcrkündungsblatt des Rcichsstaktticillers in Oldenburg und lZremen

268 , 12. Jahrgang

Vienstag. 29. September 1942

Linzelpreis 15 Upf.

.-Iruppenttansport im Mlantik schwer getroffen

furchtbarer Schlag gegen Noosevelts kngland-Nachschub / Drei mit Kruppen, Munition und Kriegsmaterial oollbeladene Sroßschiffe von 1S000,17000 und ll000 VM. vernichtet / Insgesamt wieder 14 feindschiffe

mit l040ÜS önr. und ein Zerstörer in vier ragen versenkt

Neuer Naumgewinn im Stadlgebiel von SlalingraL

Aus dem Führer Hauptquartier , 28. Sep­tember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt;Im Nordwesttcil des Kaukasus nahmen deut­sche und slowakische Truppen in harten Gebirgskämp- fen mehrere Höhcnstellungen. An der Schwarznieerküste versenkte ein deutsches Schnellboot einen Dampfer von Mb VRT. Im Kampf um Stalingrad stiegen Sie deutschen Truppen auch gegen die nördlichen Stadtteile vor. Das bisher eroberte Stadtgebiet wurde restlos vom Feinde gesäubert. Die Angriffe wurden durch zu- sa>i"nc,rgrs»!,tes Feuer der Artillerie des Heeres und der Flakartillerie der Luftwaffe und von massiert ein­gesetzten deutschen, rumänischen und kroatischen Nah- kampsfliegerkrüsten wirksam unterstützt. Feindliche Ent­lastungsangriffe südlich und nördlich der Stadt schei­terten. Im mittleren Frontabschnitt und bei Rschew wurden mehrere, von starker Artillerie unterstützte An­griffe des Feindes zum Teil im Gegenstoß abgeschlagen und ein eigenes örtliches Angrisfsunternehmen erfolg­reich weitergeführt. Südostwärts des Jlmensees brachen wiederholte feindliche Angriffe unter hohen Verlusten zusammen. Auch' südlich des Ladogasees wurden erneute Angriffe des Feindes in zähen Kämpfen abgeschlagen. Der mit starken Kräften unternommene Versuch des Feindes, den Einschliegungsrinq von Leningrad nach Osten über die Newa zu durchbrechen, ist unter hohen Verlusten für den Gegner gescheitert. Die Zahl der ver­nichteten Boote hat sich auf 385 erhöht. An der Eis­meerfront griff die Luftwaffe bei Tag und Nacht sowje­tische Flugstützpunkte an. Deutsche Jäger schössen dabei ohne eigene Verluste 28 feindliche Flugzeuge ab.

Wie durch Sondermeldung bekanntge­geben, haben deutsche Unterseeboote im Nordritlan- tik einen nach England bestimmten amerikanischen Truppentransport zum grötzten Teil vernichtet. Sie erfatzten einen schnellen feindlichen Geleitzug von nur wenigen großen Passagierdampfern, der stark gesichert und mit Truppen, Munition und Kriegsmaterial beladen war. In tagelangen har­ten Angriffen und Verfolgungskämpsen versenk­ten sie einen 19 00« BRT. großen Zweischornstein­dampfer vom TypViceroy of India", der nach drei Torpedotreffern kenterte, eilten 17 «80 BRT. großen Zweischornsteindampfer vom TripReina de! Pacisico", der nach zwei Torpedotreffern mit einer großen Stichflamme in die Luft flog, einen 11N00BRT. großen Transporter vom TypDerby- shire" und einen Zerstörer der Geleitsicherung. Zwei weitere Transporter wurden durch Torpedo­treffer beschädigt. Mit diesen Erfolgen haben un­sere Unterseeboote dem Feinde einen schweren Tchlag zugefügt. Die feindliche Transportflotte hat drei besonders wertvolle schnelle Einheiten von zusammen 47««« BRT. verloren, wie sie bei be­sonders wichtigen und dringenden Truppentrans­porten eingesetzt zu werden pflegen. In anderen Seegebieten des Atlantik von der afrikanischen bis zur amerikanischen Küste versenkten Untersee­boote noch weiter elf Schiffe mit 57 ««« BRT., so daß die Gesamtverluste der feindlichen Schiffahrt in den letzten vier Tagen wiederum 14 Schiffe mit 104 «0« BRT. betragen."

ri­

llt der Versenkung von drei großen britischen Trans- tdampfern im mittleren Nordatlantik Lurch deuffcke terseeboote teilt das Oberkommando der Wehrmacht änzend mit: Für den Nachschub der B^ten und Nord- erikaner bedeutet die Vernicht.,,'-: ' großen

maligen Fahrgastda.upfer, die fetzt als -"uppentrans- idanipser eingesetzt waren, einen schweren Verlust, handelte sich bei den drei Schiffen, wie in der Son- mcldung besonders hervorgehoben wurde, um nell'ahrende Truppentransporter, die durch starkes Aufgebot von Zerstörern und Korvetten ge­rn Trotz dieser starken Sicherung gelang es

. deutschen Unterseebooten in tagelangen harten Au­ssen und Verfolgungskämpsen, die drei grötzten Schisse i dem Geleitzug herauszuschießen.

)er fast 28 888 BRT. groß- DampferViceroy os d i a", der erst 1020 " 0 M Stapel gelaufen war, wurde Gegensatz zu den beiden übrigen Schissen am Tag« i-se'ifson und in kurzer Zeit zum Sinken gebracht. Die <82 BRT. großeReina del Pacisico", ein

schönes, im Frieden schneeweißes Passagierschisf der Paci­fic Steam Navigation Company in Liverpool, wurde in der Nacht durch Torpedos getroffen. Das Schiff hatte außer Truppen auch erheblich» Mengen Munition und Kriegsmaterial an Bord. Die Munitionskammer des Schiffes detonierte, die Folgen waren furchtbar: das 188 Meter lange Schiff wurde buchstäblich auseinander- gerifsen. Es zerbarst unter einer riesigen, grell leuchten­den Stichflamme, deren Schein das Meer in weitem Umkreis taghell erleuchtete. Auch die 11 888 BRT. große Derby shi r e", die erst im Jahre 1838 in Dienst ge­stellt wurde, also zu den modernsten Fahrgastschiffen der britischen Handelsflotte zählt, wurde in der Nacht durch Torpedos getroffen und sank..

Die versenkten Schiffe stellen einen für den britischen und amerikanischen Nachschub besonders wert­vollen Transportraum dar. Die Nusnutzungs-

guote als Transportschiff liegt bei Dampfern dieser Art erheblich höher als bei gewöhnlichen Frachtschiffen. Auch können die ehemaligen Fahrgastschiffe infolge ihrer wesentlich größeren Geschwindigkeit erheblich mehr Transporte durchführen als die viel langsameren Frach­ter. Außerdem werden jetzt im Kriege Fahrgastschiffe dieser Art weder auf britischen noch auf amerikanischen Werften neu gebaut.

Die jetzt im mittleren Nordatlantik versenkten briti­schen Passc-gierdampfer besaßen Einrichtungen, um rund 13 888 Mann nebst Waffen und Gerät sowie weitere er­hebliche Mengen Kriegsmaterial und Munition zu be­fördern. Die deutschen Unterseeboote haben dafür ge­sorgt, daß diese Truppen England nicht mehr erreichen und auch keine Gelegenheit mehr haben werden, den Plan einerZweiten Front" in Europa verwirklstchen zu helfen.

Her Stafflblock des Vreierpaktes

Kelegrammwechsel zwischen dem sichrer und den Staaksoberkäuplern, dem Vuce und Japans Ministerpräsidenten sowie zwischen den flustenministern

Berlin, 28. September. Aus Anlaß des zweiten Jahrestages des Dreimächtepaktes fand zwischen dem Führer und den Staatsoberhäuptern, dem Duce und Ministerpräsidenten Tojo sowie zwischen Außenministern der verbündeten Nationen ein Telegrammwechsel statt, in dem die enge Verbundenheit der im Dreierpakt geeinten Staaten zum Ausdruck kommt.

Der Führer an den König und Kaiser Victor Emanuel:Zum zweiten Jahrestag des Abschlusses des Dreimächtepaktes sende ich Eurer Majestät meine und des deutschen Volkes herzlichste Grüße. In engster Freundschaft miteinander verbunden, werden Deutsch­land, Italien und Japan den Kampf für eine aus Ge­rechtigkeit und gegenseitigem Verstehen ausgebaute Neu­ordnung Europas und Ostasiens unerbittlich und ent­schlossen bis zum gemeinsamen Endsieg führen."

König und Kaiser Victor EManuel an den Führer:Beim zweiten Jahrestag des Abschlusses des Dreimächtepaktes, der mit so engen Bindungen Ita­lien, Deutschland und Japan in der gemeinsamen Aus­gabe der Schaffung einer neuen Ordnung in Europa und in Asien vereinigt hat, ist es mein Wunsch, Ihnen, Führer, den Gruß und den Glückwunsch des italienischen Volkes wie meine persönlichen Glückwünsche und Grüße zu übersenden."

Der Führer an den Duce:Der zweite Jahres­tag des Abschlusses des Dreimächtepaktes, durch den sich Deutschland, Italien und Japan zur Wahrung und Sicherung ihrer Rechte und Lebensinteressen zu engster Zusammenarbeit miteinander verbunden haben, sieht un­sere beiden Völker und das japanische Volk im siegreichen Kampf für eine neue und gerechte Weltordnunq in un­lösbarer Treue vereint. Indem ich an diesem Tage des mit uns gemeinsam marschierenden faschistischen Italiens und seiner Soldaten gedenke, übermittle ich Ihnen, Duce, in treuer Kameradschaft meine und des deutschen Volkes aufrichtigste und herzlichste Grüße."

Der Duce an den Führer:Das faschistische

Italien grüßt am zweiten Jahrestag des Dreimächte­paktes in erneuter Treue das nationalsozialistische Deutschland. Die Einigkeit der drei großen verbündeten Mächte ist wärmer und fester denn je. Unser Glaube an den Sieg und an die Erfüllung der Aufgabe der europäischen und asiatischen Neuordnung, die im Drei­mächtepakt bekräftigt sind, sind sicherer denn je. Nehmen Sie, Führer, an diesem Jahrestag meinen herzlichen ii»v r,»»»i>ich«fir»<h»n Erutz entgegen."

Der Führer an den Tenno:Eurer Majestät sende ich zum zweiten Jahrestag der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes meine und des deutschen Volkes auf­richtigste Grüße. Ich bin gewiß, daß die in dem Pakt zusammengeschlossenen drei großen Nationen 'im Be­wußtsein ihrer geschichtlichen Sendung den ihnen auf­genötigten Freiheitskampf siegreich zu Ende führen und damit das große Ideal der Schaffung einer neuen Weltordnung in Europa und Ostasien verwirklichen werden."

Der Tenno an de» Führer:Am Jahrestag des Abschlusses des Dreimächtepaktes für die Errichtung einer neuen Ordnung in der ganzen Welt möchte ich Eurer Exzellenz meine herzlichsten Glückwünsche für die glänzenden Erfolge, die Ihre Nation heute erringt und gleichzeitig meinen festen Entschluß mit Ihnen bis zum Endsieg zusammen zu arbeiten zum Ausdruck bringen."

Der Führer an den japanischen Ministerpräsidenten Tojo:Am zweiten Jahrestag der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes gedenke ich und das deutsche Volk der verbündeten japanischen Nation und ihrer Soldaten. In unerschütterlichem Glauben an den gemeinsamen Endsieg weiß ich mich eins mit Eurer Exzellenz in der Gewißheit, daß der unseren Ländern sowie Italien auf- gezwungene Krieg eine alllckliche Zukunft unferer Völker und damit auch ganz Europa und Eroß-'-iasien herbei­führen wird. In diesem Geiste sende ich Ihnen meine aufrichtigen Grüße."

Der japanische Ministerpräsident Tojo an den Füh­rer :An dem zweiten Jahrestag des zwischen Japan, Deutschland und Italien abgeschlossenen Dreimächte- vaktcs habe ich die Ehre, Ew. Exzellenz und vem deut­schen Volk meine herzlichsten Glückwünsche zu senden. Meine tiesste Bewunderung und Verehrung gilt dem deutsche» Volke, das unter der genialen Führung Ew. Exzellenz in strengster Disziplin alle Härten und Schwie­rigkeiten überwindet, glänzende Wasfentaten leistet und damit Schritt nm Schritt zur Verwirklichung einer neuen Ordnung Europas vorwärtsschreitet. An diesem Jahrestag qebe ich erneut meiner festen Ueberzeugung Ausdruck, daß Japan, Deutschland und Italien, den Gellt des Dreimächtepaktes weiter zur Entfaltung brin­gend, in diesem in der Menschheitsgeschichte beispiel­losen Krieg durch die engste Zusammenarbeit den End­sieg gewinnen und eine neue Welt der Kerechtiakcit ausbauen werden. Nehmen Sie bitte meine besten Wünsche für Ihr Wohlergehen und für das Gedeihen des deutschen Volkes entgegen."

(Fortsetzung auf Seite 2)

Me hoffen pflichten des deutschen pffiziers

Ver sichrer sprach zu 12000 ostizieren und otstziersanwärtern

BerIin, 28. September. Der Führer sprach am Mon­tag auf einem Appell im Sportpalast zu 12 888 Offizie­ren und vor ihrer Beförderung stehenden Offiziers­anwärtern des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe und Junkern der Wasfen-ff. Reichsmarschall Hermann Eöring meldete dem Führer die zu ihren Fronttrnppen- tcilen zurückkehrenden jungen Soldaten. In mitreißen­den Worten gab der Führer der jungen Mannschaft eiiic« Einblick in die große deutsche Geschichte, die in

dem gewaltigen Schicksalskampf unserer Tage ihre Krö­nung findet. Nach einem Hinweis aus die hohen Pflich­ten, die dem Offizier an der Spitze der ihm anvertrau­ten Soldaten in diesem Kampfe obliegen, schloß der Führer seine Ansprache, in der er seiner unbedingten Sicgcsgewißhcit und seinem fclscnfastcn Vertrauen in die überlegene Kampfkraft des deutschen Soldaten Aus­druck gab. Der Reichsmarschall ließ den Appell ausklin- gen mit einem von den jungen Soldaten begeistert auf­genommenen Sieg-Heil aus den Führer.

LttMei-teestöeü ttkseeee tt Aaste

Empfindliche Strafe für Roosevelt

är. v. seh. Berlin, 28. September. Den Wortführern im Feindlager sollte wirklich allmählich die Lust ver­gehen, über angebliche Erfolge in der Atlantikschlacht zu renommieren. Jedes, aber auch jedes Mal, wenn sie mit einer dummdreisten Erfolgsbehauptung aufwarten, kriegen sie sofort furchtbar eins drauf. So ergeht es jetzt auch wieder dem Leiter des amerikanischen Schiffs­büros, der dieser Tage seinem Publikum weismachen wollte, daß die Schiffsverluste der USA. in den letzten beiden Monaten bedeutend abgenommen hätten. Als Antwort hat der Mann eine Sonder meldungvon neuartiger Prägung erhalten. Gleichzeitig mit den nun schon üblich gewordenen Erfolgen im Raum zwischen der afrikanischen und amerikanischen Küste konnte das Oberkommando der Wehrmacht die Ver­senkung von drei großen Truppentranspor­tern bekanntgeben, die in einem besonders schnellen Geleitzug auf dem Wege nach England fuhren. Wenn man sich in den Vereinigten Staaten damit trösten will, daß nur noch ein kleinerer Teil der versenkten Schiffe aus amerikanischem Besitz stammt, nachdem nämlich das amerikanische Küstengebiet von unseren Unterseebooten weitgehend gesäubert werden konnte, so hat sich in­zwischen gezeigt, daß auch in den Eeleitzügen auf den großen ozeanischen Verbindungswegen die feindliche Schiffahrt vor unseren Torpedos nicht sicher ist, daß vielmehr die Erfolge unseres llnterseebootskrieges im­mer noch steigerungsfähig .sind.

Allein in der Woche vom 20. bis zum 26. September, der Woche, die der Veröffentlichung der neuen Sonder­meldung vorausgeht, konnten rund 400 000 BRT. des feindlichen Schiffsraumes auf den Meeresgrund geschickt werden, so daß wir, nachdem in den vorausgegangenen (uns Monaten die Grenze von 800 000 Vrütt'oregister- tonnen nicht ein einziges Mal unterschritten wuröe, in diesem Monat mit der Möglichkeit eines Re­kord e r g e b n i s s e s rechnen können. Die Sonder- meldungen, nunmehr schon sieben an der Zahl im Scp- leinver. haben sich in den letzten Wochen geradezu ge- lagt, obgleich die Erfolge zum größeren Teil im Kampf gegen Geleitzüge erreicht werden mußten. Im Gegensatz zu der frisch-fröhlichen Jagd im Küstengebiet der Ver- einigten Staaten, die nach deren Effitritt in den Krieg eröffnet wurde, ist der Kampf gegen Geleitzüge als die Hohe Schule des ll-Boot-Krieges bezeichnet worden Wenn das schon zutrifft, so muß der vernichtende Schlag gegen einen besonders schnellfahrenden stark gesicherten Geleitzug von Truppentransportern gerad-zu als ein Meisterstück bezeichnet werden. Die schnellen und großen Passagierdampfer mit einer Geschwindigkeit von 18 bis 19 Knoten bereiten den unter Wasser wesentlich langsamer fahrenden Unterseebooten natürlich ganz be­sonders Schwierigkeiten.

Die Einzelheiten, die das Oberkommando der Wehr­macht zu dem großen Erfolg ergänzend niitteilt, zeigen, wie unsere U-Boot-Kommandanten auch diese erheb­lichen Schwierigkeiten zu meistern vermochten, wie sie die schwerste Aufgabe, die ihnen überhaupt gestellt wer- kann, gelöst haben. Die Tatsache, daß der Gegner solche schnellen Passagicrdampfer in einem Geleitzug vereinigte, deutet darauf hin, daß dieser Transport von a.ruppen und Munition als besonders dringend und wertvoll angesehen wurde. Der Verlust dieser Schiffe muß vom Gegner ganz besonders schmerzlich empfunden werden. Wenn es schon zutrifft, was der Reichsaußen­minister von Ribbentrop gestern in seiner Rede sagte daß nämlich,ganz gleich, was man auf der anderen Seite an Tonnage bauen wird. die Dreierpaktmäckffe immer in der Lage sein werdon. weitaus mehr Handels­tonnage zu versenken, als von unseren Feinden nach- ?°baut werden kann", so ist in diesem besonderen Falle festzustellen, daß solche Schiffe wie die eben versenkten großen und schnellen Passagierdampfcr, in diesem Kriege überhaupt nicht mehr nachgebaut werden können

Dazu treten besonders empfindlich die hohen Men­sch e n v e r l u st e Wenn, nach den Mitteilunacn des Oberkommandos, die versenkten Passagierdampfcr den Transport von 13 000 Mann mit Bewaffnung gestatte- tcn, so ist sicher, daß angesichts der Schiffsraumnot unse- rer Gegner zeder Ouadratzentimeter ausgenutzt war daß also Roosevelt mindestens 13 000 Amerikaner in'den ^.od geschickt hat. Das amerikanische Volk hat nun wie­der eine Gelegenheit, sich die tragischen folgen zu über­legen, die der verbrecherische Krieasanstifter Roosevelt heraufbeschworen hat und die fetzt im Atlantik eine be­sondere Zuspitzung erfahren haben.

Von Mbbentrops veweise sind zwingend!

Me wel,öflentlilffkeik im Sänne 0er deutschen flriegsbilan; die öegner schäumen vor Wut Leere pffralen statt Zweite front

Drahibcricht unserer Berliner Schristleitulig . ckr. v. seh. Berlin, 28. September. Die ganze Welt­öffentlichkeit steht heute vollkommen im Banne der Kundgebungen, die anläßlich des zweiten Jahrestages der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes veranstaltet wurden. Vor allem die Ausführungen des Reichsaußen- »linisters von Ribbentrop haben überall und ausnahms­los einen ganz überwältigenden Eindruck gemacht. Diese siegcssichere und überzeugende Bilanz der bisherigen Kriegsercignisse wurde nicht nur in den verbündeten und befreundete» Ländern, sondern auch im gesamten neutralen Ausland und im gegnerischen Lager ausführ­lich durch den Rundfunk oder unter riesigen Balken- Überschriften auf den Titelseiten der Zeitungen wicdcr- gegeben und behandelt.

Bei unseren Verbündeten und Freunden hat diese be­zwingende Darstellung der Kriegslage eine neue Welle

der stärksten Zuversicht und des unbedingten Sieges- glaubeiis ausgelöst. 2n den neutralen Ländern, sei es nun in der Türkei, in Schweden, auf der Pyrenäen- Halbinsel oder in Argentinien, macht man nirgendwo noch den Versuch, sich der unerhört wuchtigen Argu­mentation des Reichsaußenministers zu entziehen. Da erscheinen inStockholms Tidningen", inSvenska Dagbladet" und in ..Dagens Nyheter" die ganzseitigen Schlagzeilen:Die Sowjetunion muß früher oder spa­ter aufgeben",Ueber 100 Millionen der Sowjetunion gingen verloren",Die Hälfte der europäischen Sowjet­union besetzt".Die Sowjets fallen mit Stalmgrad". Eine türkische Zeitung setzt heute über ihre Wiedergabe der Ridbentrop-Rcdc die mehrspaltige Uebcrschrift: ..Der letzte Seufzer der Sowjets naht." In Argcnnnien über­schreibtNoiicias Erasicas" ihre Meldung niit großen Lettern:Die Sowjets verloren 14 Millionen Solda-1

ten", und selbst deutschfeindliche Zeitungen in Süd- amerika müssen in ihren Ueberschristen die Zahlen über die sowjetischen Verluste unterstreichen.

Die Gegner, die diesen übermächtigen Eindruck der beweiskräftigen Bilanz des Reichsaußenministers erken­nen müssen und seinen Ausführungen nicht den gering­sten Gegenbeweis entgegenzustellen vermögen, schäumen vor Wut. Die Sprecher der britischen und der amerika­nischen Sender scheinen zunächst die Nerven verloren zn haben, denn sie geben ohne' Gegenargumente ihrem Publikum die Haupttatsachcn bekannt, die der Reichs- außenministcr mitteilte, daß nämlich die Sowjets 14 Millionen Soldaten und 1 Million Quadratmcilcn ver­loren haben, d^ß ferner weder die Errichtung einer zweiten, noch einer dritten und vierten Front die zu­nehmende Lähmung der Sowjets verhindern kann, daß (Forijetzung aus Seite 2)

VN8Qk

u-^oote 14 tzemdschine mit insgesamt 11)4 1)1)1) VNT ^rmitcr drei USA.-Grohtransportcr von znsamme 47 888 VRT. sowie einen Zerstörer.

Die bisher eroberten Stadtgebiete von Stalinqrad wurden restlos vom Feind gesäubert.

Anläßlich des Jahrestages des Dreierpaktabschlusses fand zwischen dem Führer und den Staatsober­häuptern und Staatsmännern ei» Telegramm- wechfel statt.

Dem überwältigenden Eindruck der Ribbentrop- Rede auch in der neutralen Weltöffentlichkeit kann man im fxeindlager nur verlegenes Stammeln und wnste Schimpfereien entgegensetzen.

Der Führer sprach zu 12 000 Offizieren und Offi­ziersanwärtern.

Hanptmann Hcldig erhielt das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Für den Besuch der deutschen Jugendherbergen wurde eine Kriegsregelung erlassen.