Ausgabe 
(27.9.1942) Nr. 266
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parleiarntiictie Layeszettuny

dos flmksblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien fzansestadr Uremrn

der Nationalsozialisten vrernens

fl'mtlickies vcrkündungsbialt des Ncichsstatthalkers in Oldenburg und Uremen

Nr. 2SS / 12. Jahrgang

Sonntag. 27. September 1942

kinzeipreis 15 Npf.

volschaften -er ftußenminifter der verbündeten Mächte an ihre Völker

rMrefundament der neuenVeliordnung

Möchtigste KoalMon der Sefchichle

Berlin, 27. September. Aus Anlaß des Jahres­tages des Abschlusses des Dreimächtepaktes tauschten die Außenminister Deutschlands, Italiens und Japans über den Rundfunk Botschaften an die verbündeten Böller des Dreierpaktes aus.

Vie Votschaft des Neichsaußenministers

hat folgenden Wortlaut: Bor zwei Jahren, am 27. Sep­tember ISIS, wurde in der Reichskanzlei zu Berlin in Anwesenheit des Führers der Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan feierlich unterzeichnet. Heute am Vorabend dieses Tages grüße ich im Namen des deutschen Volkes und der Reichsregierung die im Pakt mit uns verbündeten Völker und ihre Regierun­gen: Ich grüße das italienische Volk, das japanische Volk, das ungarische Volk, das rumänische ^Volk, das slowakische Volk, das bulgarische Volk und das kroatische Volk.

Das Ziel, das uns Lei Abschluß des Dreimächtepaktes vorschwebte, war, eine Ausdehnung des damals schon ausgebrochenen europäischen Krieges zu einem -Welt­kriege zu verhindern, die Wiederherstellung des Friedens, zu erleichtern und einer umfassenden, gerechten Neuord­nung der Welt den Weg zu ebnen.

Die Feinde der Dreierpaktmächte wollten es anders. In ihrem Egoismus und' ihrer Habsucht bestritten sie unseren gesunden, aufstrebenden Völkern ihr natürlich­stes Recht, das Recht auf Raum und Anteil an den Gütern dieser Erde, und ihr Verhalten konnte keinen Zweifel darüber lassen, daß die Frage des Lebensrech­tes, ja der Existenz unserer Völker schlechthin aufgewor­fen war.

In dieser für unsere Länder kritischen Zeit hat der Dreimächtepakt sich glänzend bewährt. Die schon ver­bündeten Völker schlössen sich nunmehr noch enger zu einer Schicksalsgemeinschaft aus Leben und Tod zu­sammen und traten ihren Feinden entgegen. In diösem «»abwendbar gewordenen Existenzkampf haben die Dreierpaktmächte gewaltige Siege zu Lande, zu Wasser

Neue kichenlaubtriiger

Berlin, 28. September. Der Führer hat dem Ober­leutnant Wolsgang Tonne, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, und dem Feldwebel Wilhelm Cri- «ius, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ver­liehen.

... und Mlerkreurträger

Berlin, 26. September. Dpr Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Otto Schmidt, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwa­der, sowie an Oberleutnant Mariens, Staffelführer in einem Jagdgeschwader, ferner Rittmeister Herbert Heyrowsky, Kommandeur einer Radfahrerabtei­lung, Leutnant Alfred Jarosch, Kompanieführcr in einem Jägerregiment, Unterossizier Franz Vetz, Grup­penführer in einem Infanterie-Regiment.

und in der Luft errungen und sich Machtstellungen ge­schaffen, die nur noch schwer angreifbar sind.

Trotzdem versucht der Feind weiter, uns die erwor­benen Stellungen streitig zu machen. Harte Kämpfe werden uns daher noch bevorstehen. Im Bewußtsein ihrer gerechten Sache und mit harter Entschlossenheit werden die Dreierpaktmächte den Feind auch weiterhin überall schlagen, wo er sich zeigt, «nd zwar so lange, bis er eingesehen hat>, daß er in ihren Lebensräumen sür alle Zeiten nichts mehr zu suchen hat.

Dann werden die Voraussetzungen sür die Errichtung einer gerechten Neuordnung geschaffen sein. Der Drei­mächtepakt aber, diese stärkste Miichtekoalition, wird auch nach der siegreichen Beendigung unseres Freiheits- kampses das Fundament der neuen Weltordnung blei­ben und der Garant sür eine lange und glückliche Frie­densarbeit sür unsere Völker sein.

Vie Votschaft des italienischen flußenministers

lautet: Vor zwei Jahren, am 27. September 19^0, schlössen Italien, - Deutschland und Japan in Berlin den Dreimächtepakt ab, der durch'unlösbares Bündnis die einheitliche Ausrichtung des Geistes, der Kräfte und Ziele der drei Nationen zu besiegeln und ihnen die Weihe zu geben bestimmt war. Heute feiern wir diesen Jahrestag in dem unerschütterlichen Willen, rkNser Werk der Vollendung zuzuführen, im Vertrauen auf unseren Sieg und tm gewissen Bewußtsein der Ideale, für die unsere Völker heute in hartem und heldenhaftem Kampfe stehen. , Diese Ideale standen uns an dem Tage vor Augen, als wir den Dreimächtepakt abschlössen. Der Dreimächtepakt ist nicht durch rein diplomatische Berech­nung und auch nicht aus einer augenblicklichen KÄeg's-

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Nordwestteil des Kaukasqs und am Terek durchbrachen deutsche und verbündete Truppen mit wirksamer Unter­stützung der Luftwaffe mehrere stark ausgebaute feind­liche Stellungen. Bor der Kaukasuslüste des Schwarzen Meeres versenkten deutsche Schnellboote einen Sowjet­tanker von 2888 To. und einen Dampfer von ISO» VNT. Ein Transportschiff und ein großer Schleppkahn er- hierTen Bombentreffer. Im Kampf um Stalingrad wur­den dem Feind die in der Nähe der Wolga liegenden Parteigebäude in schweren Kämpfen entrissen und Ent­lastungsangriffe an der nördlichen Riegelstellung unter Vernichtung von 31 Panzern abgewiesen. Kampfflug­zeuge warfen bei Nachtangriffen Bahnhofsanlagen und OeNager der Stadt Astrachan in Brand. Die Kämpfe bei Woronesch dauern an. Im mittleren Front­abschnitt nahmen Verbände des Heeres und der Wassen-s- gegen zähen feindlichen Widerstand mehrere Ortschaften. Oertliche Angriffe des Feindes südostwärts des Jlmensees scheiterten. Bei einem militärisch wir­kungslosen Tagesangrisf auf das Stadtgebiet von Oslo schössen deutsche Jäger drei von vier britischen Bombern

Notwendigkeit entstanden, vielmehr aus dem tiefen Be­wußtsein der Gemeinsamkeit der Sache, der zu dienen,' und der Gemeinsamkeit der' Ziele, stir die zu kämpfen unsere Völker, berufen sind. ,'

Italien, Deutschland und Japan haben in diesen Jah­ren die großen Erneuerungskräfte der Weltgeschichte ver- > körpert. Die stärkste Gemeinsamkeit verbindet diese Kräfte in ihrem Kamps, die Vahw für die Durchsetzung der Lebensrechte der Völker freizumachen, die Grund­lagen sür eine Neuordnung zu schaffen und zu gewähr­leisten, das Gedeihen und di?-Sicherheit der Völker zu fördern. Dies war die Voraussetzung und dies ist das Ziel des Dreimächtepaktes, seiner fortschreitenden Kraft- entsaltung und seines Wirkungsbereiches, als ihm Bul­garien, Kroatien, Rumänien, die Slowakei und Ungarn beitraten und sich für den Triumph unserer Sache an unsere Seite stellten. Das Ziel unseres heutigen Kampfes ist: den Wunsch der Völker nach einer auf Gerechtigkeit aufgebauten Wcltordnung zu verwirklichen und den Frieden der. Gerechtigkeit herzustellen, der stets das hohe Ziel der großen Führer war, die unsere Ge­schicke lenkten, und den ihr Genius und der Sieg der Massen Europas und der Welt mit Gewißheit bringen wird. ' >

ver japanische flußonmiMer

führte in seiner Runirsunkbotschmft aas: Wenn ich setzt am Vorabend des zweiten Jahrestages des Abschlusses des Dreimächtepaktes auf die veränderte Weltlage dieser zwei Jahre Zurückblicke, kommen und gehen mir viele Gedanken, Nun stehen die drei Mächte Japan, Deutsch­land, Italien in Ostasien und Europa zusammen mit den ihnen verbündeten Völkern in einem in der Wekt- l (Fortsetzung auf Seite 2)

ab. Die Luftwaffe bekämpfte in der vergangenen Nacht eine Hafenstadt in Südwestengland mit Spreng- und Brandbomben."

ijauptmann Marseille schoß weitere 4 Segner ab

Berlin, 26. September, Am Sonnabendvormittag stellte über der nordckfrikanischen Front eine Staffel deutscher Jäger unter Führung des mit dem höchsten Tapferkeitsorden ausgezeichneten und zum Hauptmann beförderten Jagdfliegers Hans Joachim Marseille bei freier Jagd über den Alamein-Stellupgen einen Verband, von über 60 britischen Jagdflugzeugen. Die deutschen Jäger nahmen den Kampf mit der sechsfachen Ueber- macht sofort auf. Im Verlaufe des erbitterten' Luftge­fechts, das sich weit in die Wüste hinzog, schoß Haupt­mann Marseille kurz hintereinander drei Spiifire und eine Lurtiß ab. so 'daß sich innerhalb weniger Minuten mit vier Abschüssen die Zahl seiner Luftsiege auf 155 erhöhte. Eine weitere Spiifire wurde durch einen Flug­zeugführer abgeschossen, der erst seit kurzem im Froni- einsatz jst. Die'britischen Jäger brachen nach diesem Ver­lust den Kampf abi Aste deutschen Flugzeuge kehrten zu ihren Startplätzen zurück. - j

Parteigebäude in Stalingrad den Sowjets entrissen

Stark ausgebaute seindstellungen im Nordwestkaukasus und am lerek durchbrochen

Aus dem Führerhauptquarticr, 28. Sept.

Marksteine auf dem weg ;um Sieg

Siöge auf den Vettmeeren Surchbruch zur Wolga in Skalingraö wachsende Bestürzung im seindlager

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DraHtbericht unserer Berliner Schriftleituns '

tr. v. ,cb. Berlin, 28. September. Die militäri- e» Ereignisse der zurückliegenden Woche, die neuen >ßen Siege in der Atlantikschlacht, die erfolgte Fiih- 'gnahme japanischer Kriegsschiffe mit den Seestreit- isten der Achse und schließlich die mit einem helden- itigen Einsatz ohnegleichen erkämpften immer tieferen nbrüche und Durchstoße in Stalingrad erscheinen als ion-ers markante Meilensteine auf dem Wege der eierpaktmächte zum Endsiege.

3m Feindlager streitet man sich heute darum, ob im olgaknie, bei Stalingrad oder auf den Weltmeeren c Schauplatz derSchlacht aller Schlachten" fei. In >gland und in den Vereinigten Staaten wird die stär­ke Neigung nach der einen oder nach der anderen Auf- fung hin zunächst von der Beurteilung der letzten Wi- cstandskraft der Sowjets, dann aber vor allem im nblick auf die Möglichkeiten für die Errichtung einer leiten Front bestimmt. Uns brauchen die Gedanken- nge im Feindlager in diesen Zusammenhängen nicht sonders zu interessieren, wenn wir auf Grund der Tat- hen festzustellen vermögen, daß die Gegner fortlaufend f beiden Schlachtfeldern, zu Lande und zu Wasser, ent- eidend geschlagen werden. Schon sechs Sondermeldun- n über den Verlauf des Kampfes gegen den feind- hen Schiffsraum und gegen die lebenswichtigen Ver- idungswege unserer Gegner haben in diesem Monat ' Tatsache erhärtet, daß die Tonnageschlacht mit uner- itlicher Wucht und mit steigendem Erfolg von unseren itersecbootcn und von unserer Luftwaffe weitergeführt rd. Gleichzeitig wurden in dem gigantischen Ringen und um Stalingrad unsere Stellungen täglich weiter vorangetrieben, daß der strategische Erfolg der Ope- tionen heute schon als endgültig feststehend bezeichnet :rden kann. Unsere Truppen tonnten an verschiedenen teilen innerhalb der Stadt bis zur Wolga durchstoßen >d die Prunkbauten der kommunistischen Partei in der ähe des Flusses besetzen. Wenn alio auch angesichts s setbstmörderislb verzweifelten Widerstandes der olimewiken die endgültige Säuberung und Besetzung m Stalinqrad noch einige Zeit erfordern kann. in der ' ere Soldaten das Letzte hergeben Müllen, so ist doch ininebr nach der Ausschaltung aller Eisenb->bnen wess- K d-y Wolna auch der aanz bedeutende Verkebr auf 'm Tklull- selbst s,",r die Sowjeiis gesperrt «nd Stalin- selbst, als Rüstung«- und Vertebrszentrum prak- kb »usaeschaltet.

Solange es noch nicht ganz sicher erschien, ob die rutschen Truppen zu diesem Ziel gelangen würden, hat

die englische und amerikanische Presse in geradezu selbstquälerischen Betrachtungen erklärt, daß es die ent­scheidende Wende dieses Krickges darstellen werde, wenn wir an der Wolga und nach Stalingrad gelangen würden. Heute, wo unser strategischer Erfolg bereits feststeht, will man sich an dem selbstmörderischen Wider­stand der Bolschewiken in einzelnen Stadtteilen und Ruinen von Stalingrad sowie an dem Amoklauf von Norden her gegen die Riegelstellung zwischen Don und Wolga berauschen und sich selbst und schließlich sogar den Sowjets einreden, daß-, sie den Winter doch noch offensivkräftig übe.rstehen könnten. Das sind Illusionen,, mit denen man sich über die eigene Ohnmacht hinweg- zutrösten versucht, eine Zweite Front entsprechend den immer dringlicher werdenden moskowitischen Forde­rungen zu errichten. Man schwankt in England und in den Vereinigten Staaten jetzt zwischen den äußersten Extremen. Auf der einen Seite verkünden die Beauf­tragten der bolschewistischen Agitation:Diejenigen

Kreise, die für eine Verzögerung bei des Errichtung der Zweiten Front eintreten, arbeiten für die Nieder­lage." Auf der anderen Seite gehen ängstliche Gemüter bereits soweit, daß sie es wie der Londoner Sonder­berichterstatter der argentinischen ZeitungNacion", Spearman völlig in Frage stellen,ob ein so ge­waltiges Unternehmen wie die Landung in Europa überhaupt menschenmöglich ist." Dabei ist' man sich im Grunde überall darüber klar, daß ein Ausscheiden der Sowjets als Offensivfaktor auch für die Briten und Amerikaner den endgültig und restlos verlorenen Krieg bedeuten würde. Aus. diesem Grunde ist es verständlich, wenn man noch eine Zeitlang gegenüber der am Wolga­knie strategisch bereits vollendeten Tatsache den Kopf in den Sand zu stecken versucht. Der Tag wird kommen, wo das nicht mehr möglich sein wird.

Auf eine günstige Wendung in der Schlacht auf den Meeren dürfen unsere Gegner vön dem Augenblick'an noch weniger als bisher rechnen, an dem japanische Un­terseeboote im Atlantik aufgetaucht sind. Diese Nachricht hat selbstverständlich und offenkundig in England die größte Bestürzung ausgelöst. Ausgerechnet an einem Zeitpunkt, wo im Feindlager ein regelrechter Agitations­krieg im Hinblick auf die Zweite Front ausgebrochen ist, muß man feststellen, daß die Zusammenarbeit der Dreier­paktmächte nicht nur im Hinblick auf die politischen und strategischen Zielsetzungen eine vollkommene ist, daß dar­über hinaus vielmebr auch eine Nahtstelle für die prak­tisch-operative Zusammenarbeit geschossen werden konnte. In den ersten aus London vorliegenden Berichten wird deshalb auch zugegeben, daß das gleichzeitig vom Ober­

kommando der Wehrmacht und vom japanischen Haupt­quartier gemeldete Ereignis als vom strategischen Ge­sichtspunkt aus höchst bedeutsam beurteilt werden müsse, wenn auch die britische Admiralität es noch ablehne, ihxe Auffassung dazu zu äußern. Natürlich taucht auch dies­mal wieder die Formulierung auf, die man in London iMwv"hezvorholt, wenn man eine höchst unangenehme Tatsache, die^man nicht bestreiten kann, in der Bedeutung herabsetzen möchte. Man habe, so heißt es, die deutsche Meldung, wonach ein japanisches U-Boot einen deutschen Stützpunkt aufgesucht habe, nicht überprüfen können.

^ Geradezu läppisch erscheint es, wie sich der berüchtigte Sender Bostdn mit der peinlichen Tatsache abfinden will. Da bringt es doch wirklich der Kommentator Voll- ney Hurd fertig, zu behaupten, daß sich die japanischen U-Boote im Stillen Ozean überhaupt nicht bewährt hätten. Die zahlreichen amerikanischen Kriegsschiffe und die vielen Hunderttausende von Bruitoregistertonnen, die seit dem Eintritt Japans in den Krieg auf den Grund des Pazifit und des Indischen Ozeans geschickt worden sind, widerlegen eine solche dreiste Lüge mit der stärksten Beweiskraft. Die Japaner seien sich heute darüber klar, so meinte der Sender Boston weiter, daß sie mit ihren U-Booten im Stillen Ozean nichts mehr ausrichten konnten und stellten sich. darum den deutschen zur Verfügung. Daran mass etwas richtig sein. Die Japaner haben auf bey Verbindungswegen im und um- den großostasiatischen Raum so gründlich aufgeräumt und sich auch gegenüber der amerikanischen Kriegsflotte einen solchen Respekt verschafft, daß es der Gegner möglichst vermeidet, sich den japanischen U-Booten zu nähern. Das ist ähnlich wie vor der amerikanischen Atlantikküste, wo der Verkehr auch beinahe ausgc- storben ist, so daß dort unsere U-Boote nicht die reiche Beute der ersten Nngriffsmonate finden können und sich darum wieder anderen Gegenden auf dem Atlantik zu­wenden müssen. Die japanischen Seestreitkräste suchen ebenso wie die deutschen den gemeinsamen Gegner da, wo sie ihn treffen und wenn sie bis zum neuen Aus­gangspunkt des Kampfes vorher 15 000 Kilometer Weg zurücklegen müßen.

Die japanische Presse betont, gegenüber allen geg­nerischen Bagatellisierunqsversuchen die große Bedeut lung der Tatsache, daß durch die Zusammenarbeit der Seestreitkräfte des Dreierpaktes eine weit größere Be­drohung Englands und der Vereinigten Staaten als je zuvor geschaffen sei, die nichts anderes als voll­ständige Niederlagen erlitten. Alle japanischen Blätter drücken heute morgen die Hoffnung aus, daß nach die­sem ersten Beweis der Zusammenarbeit weitere große Tage folgen würden.

Vee VeemLMeMU

Auf Leben und Tod bewährt

). 8. v. Bremen, 27. September

Zwei Jahre sind heute verflossen, seitdem' Mi­schen dem Führer, dem Duce und dem Tenno der Dreierpakt abgeschlossen wurde, der als ein in Not und Tod sich bewährendes Dokument bereits in die Geschichte eingegangen ist.

Drei große Gedanken sind es, die aus dem Geiste dieses Paktes sprechen und ihre Verwirklichung in der vom Nationalsozialismus erneuerten Reich side^e, in dem vom Faschismus wieder­geborenen Gedanken des Imperium Roma- num und endlich in der unbeschränkt sich durch­setzenden alten japanischen Kaiseridee fanden.

Der Umstand, daß diese Ideen vollkommen in gleicher Richtung laufen, womit ein gemeinsamer Interessenkreis gegeben ist, dessen Verteidigung durch keinerlei Meinungsverschiedenheiten ge­schwächt werden kann, bildet eine granitene Grundlage für das einheitliche Zusammenwirken der Mächte dieses Paktes, dessen jüngstes Ergeb­nis in der überraschenden deutsch-japanischen Tuch­fühlung im Atlantik sich aller Welt kundtat, im Atlantik, wo seit längerer Zeit auch schon italieni­sche Seestreitkräfte gemeinsam mit Deutschland wirken.

Der Verlust von 65 USA.-Kriegsschiffen, die das Washingtoner Marineministerium dieser Tage der Wahrheit dabei noch ziemlich fern bleibend zugestehen mußte, kennzeichnet zusammen mit den Ergebnissen der deutschen und italienischen See- kriegsführung ohne weiteres die Bedeutung des gemeinsam von den Dreierpaktmächten gegen ihre Feinde geführten Krieges und nicht zuletzt oen An­teil, den auf Grund des Dreierpaktes Japan nach seiner Kriegserklärung an USA. und Großbri­tannien in Bekämpfung dieser'Mächte hat. Acht den Briten und Amerikanern verlorengegangene Schlachtschiffe, acht Flugzeugträger und zweiund- zwanzig Kreuzer, außer einer großen Anzahl ver­senkter. Zerstörer kommen allein auf Japans Rech­nung in diesem Kriege zur See und würden, wenn dies überhaupt nötig wäre, den Wert des Beitritts Japans zum Dreierpakt dokumentieren, wie es drastischer kaum denkbar ist. Aber nicht die militärische Auswirkung dieses Paktes, sondern sein Wesen und sein Sinn stehen an der Spitze seiner Bewertung. Während das Bündnis zwischen den sogenannten Demokratien und der Sowjet­union schlechthin widernatürlich anmutet, liegt dem Zusammenwirken der Dreierpaktmächte eine geradezu einmalige moralische-Berechtigung zu­grunde, die diesem Zusammenwirken eine so ge­waltige natürliche Dynamik verleiht, daß-dadurch nicht allein fast der gesamte europäische Kontinent zum Kampf gegen den die europäische Kultur be­drohenden Bolschewismus veranlaßt wurde, son­dern auch auf der östlichen Erdhälste sich jene Neu­ordnung anzubahnen begann, die, ähnlich wie der Gedanke der Neuordnung Europas, an die Ehrlich­keit und Vernunft der Völker appellierend, auf die Herstellung der Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden auch in. jenem Teile der Welthälfte hinzielt.

Haben in Europa Finnland, Rumänien,-,die Slo­wakei, Ungarn, Bultzarien und Kroatien erkannt, daß es im Kampf gegen den Bolschewismus um das europäische Dasein geht und haben diese Staa­ten, mit Ausnahme Finnlands (das aber seine un­lösliche Verbundenheit zu Europa auch außerhalb des Paktes bewährt), nicht gezögert, dem Pakt sich anzuschließen, so hat, seit' Abschluß ,des Paktes im Fernen Osten, die klar gehaltene Magna Charta einer künftigen Weltordnung die Bevöl­kerung Thailands und Französisch-Jndochinas, die Bevölkerung im Bereich der chinesischen National- regierung und die Mandschukuos, selbst die Bevöl­kerungen Burmas und der Malaienhylbinsel in ihren Bann gezogen. Auch der größte Teil der indischen Bevölkerung, ausgerichtet auf ihre von

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Im Nordwestkaukasus und am Terek wurden wei­tere starke Fcindstcllungen durchbrochen.

Die Parteigcbäudc i» Stalingrad wurden nach schweren Kämpfen den Volschewisten entrissen.

Das Auftauchen japanischer U-Voote im Atlantik hat im Fcindlager Alarmstimmung ausgelöst.

Die Japaner machten aus Neu-Euinca im Bormarsch aus Port Moresby beträchtliche Fortschritte.

Am Vorabend des zweiten Jahrestages des Drei­mächtepaktes erließen die Außenminister der verbün­deten Völker bedeutsame Botschaften.

Der finnische Ministerpräsident unterstrich erneut die klare Haltung seines Landes im gegenwärtigen Schicksalslampf.

Ungarns Stellung in der Kontinentalwirtschast nimmt ständig an Bedeutung zu.

Bei der Zellwolleherstellung wird als Nebenprodukt jetzt Futterhefe gewonnen.

Für Garten-, Feld- und Forstdiebstähle werden in Zukunft härtere Strafen verhängt.