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parleiamtiiclie Layeszettung
vos flmtsdlatl des Negierenden Bürgermeisters der Zielen, Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten vreinens
flmtUches verkündungsblatt des Bcichsstattiialte.rs in Bidenburg und Bremen
Nr. 265 ,12. Jahrgang
Lonnabend, 26. September 1942
kmzelpreis 15 Npf.
erscheinen japanischer U-Voote in deutschen 0perationsgebieten / Seestrategische kiicheit der VreierpaktmSchte
Deutsch japamschelullifülilunglmsttlantik
erscheinen japanischer U-Voote in deutschen vperationsgebieten / Seestrategische kinheit dec dreierpaktmächte
kin wichtiges kreignis
B ° r l i n 25. September. Das Oberkommando der . teilt mit: „Im Zuge der gemeinsamen See-
krregfuhrung der Dreierpaktmächte haben japanische Kriegsschiffe mit den im Atlantik operierenden Ver- bänden der Achsenstreitkräste Fühlung aufgenommen. Nachdem deutsche Seestreitkräfte bereits seit dem Ein- treten Japans in den Krieg mit japanischen Einheiten im Indischen Ozean zusammenarbeiten, ist durch das Meinen japanischer U-Boote nun auch erstmalig im Atlantik ein Zusammenwirken auf militärischem Gebiet zustandegekommen. Dieses Ereignis ist in operativer Hinsicht von grundsätzlicher Bedeutung. Eines der ja- pan,,chen Unterseeboote ist nach einem deutschen Stützpunkt entsandt worden und inzwischen wieder in sein Operationsgebiet ausgelaufen."
Die enge militärische Zusammenarbeit der Achsenmächte wird durch diese neue Entwicklung der „Schlacht auf den Meeren" erneut bewiesen. Die japanische Kriegsmarine hat in ihrem bisherigen Kampf gegen die britische und amerikanische Flotte große Erfolge errungen, die sich in entscheidender Weise strategisch auswirkten und noch weiter auswirken werden. Die Verluste, die die japanische Kriegsmarine dem Aeind bisher zufügte, sind außerordentlich hoch. Die Manische Marineluftwaffe und Einheiten der japanischen Flotte versenkten nach Mitteilung des Kaiserlichjapanischen Hauptquartiers bisher an feindlichen Kriegsschiffen: 8 Schlachtschiffe, darunter. 6 amerikanische; 8 Flugzeugträger, darunter 7 amerikanische; 22 Kreuzer, darunter 14 amerikanische, 5 britische und 3 in britischen Diensten stehende, ehemals holländische. Ferner wurden versenkt eine große Anzahl Zerstörer, Unterseeboote, sowie zahlreiche kleinere Kriegsschiffe. Schwer beschädigt wurden: 5 amerikanische Schlachtschiffe, 2 Flugzeugträger, 10 Kreuzer und 8 Zerstörer. *
är. IV. seh. Gleichzeitig mit dem Oberkommando der deutschen Wehrmacht hat auch das japanische Haupt
quartier im Wortlaut nahezu übereinstimmend hie für die ganze Weltöffentlichkeit sensationelle Mitteilung über die aufgenommene Fühlungnahme japanischer. Flottenstreitkräfte mit den Verbänden der Achsenmächte im Atlantik veröffentlicht. Die Bedeutung dieser Tatsache kann kaum überschätzt werden. Zunächst einmal widerlegt sie schlagend/alle Behauptungen, die in der letzten Zeit von amerikanischer Seite über die Ereignisse im Stillen Ozean und über die dort angeblich eingetretene Kräfteverschiebung zu ungunsten'der Japaner verbreitet wurden. ''Die amerikanischen Niederlagen im Korallenmeer, Lei Midway und im Umkreis der Salomonen wurden in Siege umgefälscht, und man versuchte es so darzustellen, als ob die Vereinigten Staaten jetzt dabei seien, den Spieß umzudrehen und die Japaner in die Verteidigung zr drängen. Erst in den letzten Tagen sind die Amerikaner wesentlich kleinlauter geworden, nachdem es sich nicht mehr verheimlichen ließ, daß das Unternehmen der USA. gegen die Salomonen zu einer vollkommenen Pleite geworden ist, während gleichzeitig die Javaner sich in gefährlicher Weise Port Moresby genähert haben. Soeben hat sich sogar das Washingtoner Marineministerium gezwungen gesehen, den Verlust von SS US.A.-Kriegsschisfen seit Pearl Harbour zuzugestehen. Die entscheidenden Verluste von Pearl Harbour sind in dieser Zahl also noch nicht einbegriffen. Um das unvermeidlich gewordene. Geständnis schmackhafter zu machen, behauptete das Marineministerium in Washington einfach frech ins Blaue hinein, daß die Japaner erheblich größere Verluste als die amerikanische Kriegsmarine erlitten habe. Eine schlagende Widerlegung dieses Schwindels ist. die Ent-. sendung japanscher Seestreitkräfte in den Atlantik.
Die Japaner dürfen sich heute auf der Linie von den Meuten nach Neuguinea gegenüber allen amerikanischen Angrisfsmöglichkeiten so stark.und sicher fühlen, daß sie einen Teil ihrer Kräfte unbesorgt in den Atlantik abzuzweigen vermögen, weil sich dort heute ein wirk
sameres Operationsfeld gegen den gemeinsamen Feind bietet.-kJn der Veröffentlichung des deutschen Oberkommandos wird dich-gruNdsatzliche Bedeutung des Ereignisses in operativer Hinsicht unterstrichen. Es ist nicht so, wie es sich Roossoelt einmal'erträumt hat, daß er nämlich ganz nach »eigenem Gutdünken Zsine Kräfte jeweils nach der einen /»der nach der anderen Richtung konzentrieren könnte; um. wie er . es sich ausgemalt haben mag. mit ganzer Kraft seine Gegüer-nacheinander zu erledigen. Da er- seit Pearl Harbour im Pazifik trotz alles späteren Siegesgefchreis hoffnungslos in die Defensive gedrängt ist und gleichzeitig entsprechend dem Wunsch des Weltjudentu-ms zunächst all seine Anstrengungen einseitig gegen das nationalsozialistische Deutschland richten soll. so sieht sich heute Japan veranlaßt, den gemeinsamen Gegüer'auq'auf dem Kriegsschauplatz aufzusuchen. den dieser selbst zunächst in den Vordergrund stellen möchte. Deutsche Seestrei,Kräfte haben seit Beginn des Krieges mit den Japanern im Indischen Ozean zusammengearbeitet und dort das Operationsfeld im Zusammenwirken mit den Verwundeten gesäubert. Nun tritt die andere Seite dieser Zusammenarbeit in Erscheinung. ..
„Kraftvoller kilndedruck"
sp. Tokio, 28. September. Einen kraftvollen Hände- druck zwischen der japanischen Flotte und den Flotten der Achsenmächte, den der Feind stets befürchtete, nennt die Tokioter Zeitung „Asahi" den Beginn der Zusammenarbeit voickSeestreitkräften Japans mit denen der Achsenmächte im'Atlantik. ^Sie werde zweifellos zu einer wesentlichen Stärkung der Schlagkraft führen. ..Nitschi Nitschi" spricht angesichts der kommenden gemeinsamen Operationen deutscher und japanischer U-Boote von einem Wendepunkt des Krieges. Das Blatt begrüßt die Bekanntgabe dieser Tatsache namentlich angesichts des bevorstehenden zweiten Jahrestages des Dreimächtepaktes.
kichenlaul» zum Mtterkreu;
Berlin, 25. September. Der Führer hat dem Oberleutnant Friedrich Karl Müller, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen KrLuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhastcn Einsatzes im Kamps für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 126. Soldaten der Deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, (gez.j Adolf Hitler."
Neue Nitterkreujiröger
Berlin, 25. September. Der Führer verlieh das litterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Paul icheuerpflug, Kommandeur eines Jnsanterie-Regi- ients; Oberleutnant d. R. Günther Kilt, Kompanie- iihrer in einem Jäger-Regiment; Oberleutnant Ton- e, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader; Oberleut- -nt Michalski, Staffelkapitän in einem Jagdge- hwader; Wachtmeister Hugo Promozic, Zugführer i einer Sturmgeschütz-Abteilung; Feldwebel Otto teutsche!, Zugführer in einem Infanterie-Regiment. Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eiser- eir Kreuze? an Hauptmann Liesendahl, Staffel- ipitiin in einem Jagdkampfgeschwader.
Hauptmann Frank Liesendahl, am 23. 2. ISIS in Wuppertal- farmen geboren, hat im Kamps gegen England unter ruck- chtAosem. Einsatz seiner Person an der Spitze seiner von ihm iktisch hervorragend geführten Staffel bei Angriffen auf Erd- nd SchisfLzisle bedeutende Erfolge errungen und seine Be- chungen zu höchsten Leistungen mitgerissen. Hauptmann Lie- ndahl, u a. bereits mit der Goldenen Frontflug,pange und em Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, ist bei einem ngriff auf einen britischen Ichisssverband gefallen.
weiterhin zäher stäuserkampf in Stalingrad
Naumgewinn gegen harinSckig verteidigte Steltungen im Kaukasusgebiet
Aus dem Führerhanptquartier,25. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Kaukasus- Gebiet gewannen deutsche und verbündete Truppen im Angriff gegen hartnäckig verteidigte Stellungen weiter Raum und wiesen mehrere Gegenangriffe ab. Bei der Bekämpfung von Schiffszielen vor der Kaukasusküste wurden zwei Frachtschiffe durch Bombentreffer schwer beschädigt. Im Stadtgebiet von Sta- lingrad nahmen die Angriffstruppen in zähem Häu- serkampf weitere befestigte Stützpunkte. Entlastungs- . angriffe gegen die nördliche Abriegelungsfront wurden in harten Kämpfen abgewehrt und dabei 38 Panzer abgeschossen. Flugplätze ostwärts Stalingrad wurden bei Tag und Nacht bombardiert. Nächtliche Bombenangriffe setzten abermals Oelbehälter bei Saratow in Brand. Im Mündungsgebiet der Wolga und ostwärts des Stromes wurden zwei Tanker versenlt, zwei Lastkähne beschädigt und ein Munitionszug zur Explosion gebracht. An der Don - Front schlugen italienische Truppen einen llebersetzversuch der Volschewisten über den Fluß ab. Bei Woran es ch wiederholte der Feind seine vergeblichen Angriffe. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurden die eigenen Angrisssnnternehmuilgen fortgesetzt. Feindliche Gegenangriffe und örtliche Angxiffe der Sowjets sudostwarts des Jlmensees brachen im Abwehrfeuer zusammen.
Im östlichen Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen Transportsegler, Britische Bomber I führten in der vergangenen Nacht StörsInge über der
Ost- und Nordsee durch. Nachtjäger schössen ein Flugzeug, Marineslak und Vorpostenboote fünf britische Flugzeuge ab. Nach wirksamen Tiefangriffen leichter deutscher Kampfflugzeuge bei Tage gegen militärische Ziele an der englischen Südlüste wurde in der vergangenen Nacht ein Verkehrsknotenpunkt im Siidwesten der Insel mit Bomben belegt. Bei der erfolgreichen Abwehr starker feindlicher Entlastungsangriffe im Raum von Stalingrad zeichnete sich die Vrandenburgische 78. Infanterie-Division besonders aus."
Leichte deutsche Kampfflugzeuge stießen nach Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht am 24. 9. gegen die britische Südküste vor und warfen in überraschenden Tiefangriffen Bomben auf militärische und wehrwirtschaftliche Ziele in mehreren Orten in der Nähe von Falmouth. Die Bomben riefen in mehreren Gebäudeblocks heftige Explosionen und Brände hervor. Bei Bordwaffenangriffen auf britische Flak- stellungen wurden mehrere Geschütze zum Schweigen gebracht. Leichte Kampfflugzeuge belegten auch die Versorgungsanlagen von Hastings mit Bomben. In der Nacht zum Freitag bombardierten deutsche Kampfflugzeuge einen wichtigen Bahn- und Straßenknotenpunkt auf der Halbinsel Eornwall im Süden Großbritanniens. Kurz nach Mitternacht erschienen die Kampfflugzeuge über dem befohlenen Ziel und warfen ihre Bomben aus geringer Höhe ab. Nach den Vomben- detonationen entstanden zahlreiche Brände.
kuropa auch wirtschaftlich uiyMHreifbar
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
är. v. scli. Berlin, 25. September. Nach der entscheidenden Schwächung, welche die Kriegsflotten Englands und der Vereinigten Staaten im bisherigen Verlauf o Krieges erfahren haben, ist nunmehr die ostastatische Se - Großmacht in engere operative Zusammenarbeit mit der weitaus stärksten Landmacht der Welt getretwl, >e in drei Jahren Krieg Europa zu einer Militär ch und wirtschaftlich unangreifbaren Festung auszubauen un gleichzeitig in einer mächtigen Unterseebootflotte sich
eine tödliche Waffe gegen den über die Ozeane verlaufenden Lebensnerv d-er anslo-amerirwnifchen Kriegführung zu schassen vermochte.
Die entscheidenden Auswirkungen des von dieser machtvollen und fest geeinten Mächtegruppe getragenen A- grifss beginnen sich jetzt immer scharfer abzuzeichnen. E
ist alles ganz, ganz anders gekommen, wie man sich das in London und in Washington vorgestellt hat als man dort noch mit den Begriffen des bequemen und reizen den Krieges operierte. Man glaubt, gegründet al Seeherrschaft, uns noch einmal mit dem Mttt Blockade allmählich abwürgen zu können. Man spekulierte. daß Deutschland langsam verhungern und Japan
an Rohstoffmangel zugrunde gehen werde Am An,a g des vierten Kriegsjahres aber haben sich dr«.Achsenmächte lN Europa bis an den Kaukasus hrn eine >2^.! e
Kriegsdauer ausreichende Bersorgungsgrundlage ge>cha -.
'en. während gleichzeitig Japan sich die re-chen Rohsio s- quellen des groß-asiatischen Raumes zu sichln
rnren Ausfall die anglo-amerflanische Krregfuhrung in
eine katastrophal steigende Notlage gebracht Hai.
Wir machen uns gar keine übertriebenen Illusionen, betrachten vielmehr die Lage ganz nüchtern l" > ist. Wir wissen, daß der gegenwärtige amerlkaniscpc Lebensstandard über dem Kriegsstandard bei uns 8 > daß die Engländer vielleicht von dem ernen or deren Eenuhmittel noch etwas mehr haben als wi, während immerhin schon die Rationssatze für die wütigsten Lebensmittel Fleisch, Fett usw. aus erner ahn
Unverkennbarer Umschwung in unserer Versorgungslage - Urüben^ekl es nachtun,en!
lickien Ebene wie bei uns festgesetzt find. Nun abeÄ schnellen Schiffe seien die Fleischschiffe, die man zum kommt es aanz entscheidend darauf an, nach welcher > Transport von Truppen über den Ozean benötige. ' hüben und drüben die Versorgungslage
wetter entwickeln wird. Da aber steht jetzt eindeutig fest daß bei uns die Linie erreicht und überschritten ist von der aus es nur noch eine Veränderung nach oben «eben kann. während man in England und in den Vereinigten Staaten die Bevölkerung aus wertere ganz einschneidende Senkungen der Versorgungssatze vorbereiten muß. Auch im Feindlager kommt man um d,e An- erkennunq der Tatsache nun nicht mehr herum, daß Deutschland die gewonnenen gewaltigen Gebiete, ore bisher den Gegnern zur Verfügung standen, ,n steigendem Maße für sich selbst nutzbar zu machen we-g und daß damit eine große und entscheidende Wende in diesem Krieg eingetreten ist.
So muß die amerikanische Agentur llnited Preß bekennen. daß „die allgemeine Ernährungslage für die Achsenländer und das besetzte Europa besser als je im vergangenen Jahre ist." Es wird von unterrichteten Stellen in Washington, so heißt es in dieser Darstellung weiter, vor der Auffassung gewarnt, die Achsenmächte würden im Laufe des Winters am Ende sein. Der verstärkte Anbau habe eine Vergrößerung der Nahrungsmittelratiönen gestattet und gleichzeitig sei es den Deutschen gelungen, die Erntearbeltin m beträchtlichen Räumen des ukrainischen Eetreldegebietes durchzuführen. Wieder also muß eine Illusion zu Grabe qetragen werden, die in den anglo-amerttamschen Kriegsspekulationen bisher eine überragende Rolle ge- 'wielt hat. Umgekehrt mußte Reu er dem englischen Publikum eine bittere Erklärung übermitteln, die der Ernährungsminister Lord Woolton gestern in Edinburgh abgegeben hat und in der es heißt daß in den nächsten 12 Monaten „unvermeidlich.' und sehr beträchtliche Veränderungen Hmsichilich, der Erna^ung ointteten würden. „England >es, so sagte Lord Wool- wn nicht knapp an Brot. aber er mochte daß die Leute"mehr Kartoffeln essen^ um den zum Transport von Brotgetreide benötigten Schiffsraum zu sparen. Dte
Darum solltet: die Hausfrauen versuchen, aus Käse so v.iel Kraftstoffe wie aus dem Fleisch herauszuholen.
Wie gesagt, wir geben uns nicht der törichten Täuschung hin, daß England bereits unmittelbar vor dem Zusammenbruch seiner Versorgung stehe, aber ganz wesentlich und entscheidend ist, daß von jetzt ab die Entwicklungsrichtung bei uns und bei den Gegnern in dem Sinne auseinandergeht, daß bei uns eine Veränderung nur noch eine solche zum Besseren sein kann, während im Feindlager die Kurve künftig weiter und immer steiler nach unten abzufallen droht. Von den sowjetischen Rationen, die jetzt von einer englischen Nachrichtenagentur bekazmtgegeben wurden, kann in diesem Zusammenhang vergleichsmäßig schon kaum noch gesprochen werden.
Nach den britischen Angaben, die auf Meldungen aus Moskau beruhen, erhält der Normalverbraucher in der .Sowjetunion für vier Wochen 200 Gramm Fleisch, ''der Schwerstarbeiter 2200 Gramm. In Deutschland stehen für den gleichen Zeitraum dem Normalverbraucher 1200 Gramm, dem Schwerstarbeiter 3400 Gramm zur Verfügung. An Butter. Margarine, Rohsett usw. soll der Durchschnittsbürger der Sowjetunion 200 Gramm für vier Wochen erhalten. In Deutschland, das nach dem Wollen unserer Feinde dem Hungertode nahe sein sollte, stehen dem Normalverbraucher in vier Wochen 825 Gramm Fett, dem Schwerstarbeiter 2290 Gramm Fett gegenüber angeblichen 800 Gramm Fett. die der sowjetische Schwerstarbeiter erhalten soll, zur Verfügung. Zucker, der gemessen an der Weite der sowjetischen Rübenfelder in Fülle vorhanden sein müßte, unterscheidet sich in der den Bolschewisten zur Verfügung stehenden Mengen gleichfalls von der deutschen Zuteilung. 200 Gramm sollen an den Durchschnitts- uerbrauchcr in der Sowjetunion ausqeliefert werden. Dem Schwerstarbeiter in den bolschewistischen Rüstungswerken sollen 500 Gramm für vier Wochen zur Ver- (Fortsetzung auf Seite 2)
Quisling und seine Partei
Der norwegische Ministerpräsident Quisling verkündete am Freitag anläßlich des achten Parteitages der Nasjonal Sämling die Errichtung eines Reichsthing als politische Volksvertretung Norwegens.
Es scheint, als träte in der Auffassung der Norweger der 25. September in den Wettstreit mit dem 17. Mai. Am 17. Mai beging Norwegen bislang die'Lösung aus der dänischen Abhängigkeit im Jahre 1814 als Nationalfeiertag. Mit schmetternden Märschen zogen an diesem Tag früher in Stadt und Land die Kapellen der Eutte- musik durch die Straßen, die den Voyscouts bis auf den letzten Uniformknopf ähnelnden Speiher und Spei- derpiker, die männlichen und weiblichen Pfadfinder, hatten ihre Umzüge, man trug den guten Anzug und die Honoratioren vom Zollinspektor an aufwärts den Zylinder, die Prohibition war für 24 Stunden aufgehoben, und viele Betrunkene freuten sich demnach auf ihre Weise des Festes. Einem kritischen-Betrachter kam die Leere der Gebräuche peinlich zum Bewußtsein, der vielleicht nie ganz begriff, wie unter einem dänischen Prinzen, der als englischer Schwiegersohn König von Norwegen geworden war, die Befreiung von Dänemark gefeiert werden konnte, die auf dem Umweg über die Personalunion mit Schweden zu einer engeren Abhängigkeit von England geführt hatte. Doch das waren norwegische Angelegenheiten.
Wenn jetzt der 25. September eine größere Bedeutung gewonnen hat, so mögen das in erster Linie wieder die Norweger untereinander abmachen. Sie werden jedoch das freundschaftliche Interesse verstehen, mit dem man in Deutschland diese Entwicklung betrachtet. Der 25. September 1940 ist, um ein vergleichbares Wort für ihn zu finden, der Tag der Machtergreifung für Quislings Partei. Vor zwei Jahren kam an diesem Tag die Nasjonal Sämling mit den Kommissarischen Staatsräten an die Regierung. Daß es nicht durch eine norwegische Volksbewegung, sond-rn unter dem Druck der Notwendigkeit und mit der Billigung eines deutschen Reichskommissaxs geschehen mußte hatten König, Parlament und Regierung verschuldet; als sie der deutschen Besatzungstruppe den Krieg erklärt und nach ihrer Niederlage die Flucht -us ihrer Verantwortung nach England angetreten hatten.
Ouisling war die llltima Ratio des Heimattreuen Norwegertums geblieben. Die Zeit zwischen dem 9. April, als die ersten deutschen Soldaten auf norwegischem Boden landeten, und dem 25. September, als Reichskommissar Terboven den Staatsräten ihren Auftrag übergab, hatte die Probe aufs Exempel gemacht.
Mdkun Ouisling, der norwegische Pfarrevsohn aus Vauerngeschlecht. der aktive Offizier, der Kenner bolschewistischer Verhältnisse aus jahrelanger Tätigkeit im Nansenkomitee für die hungerstevbende Ukraine, der zeitweilige Kriegsminister des norwegischen Königs, der nachmalige Parteiführer, in seiner politischen Entwicklung insgesamt ein Mann, der mit Recht von sich sagen kann, „daß er zwar kein Prophet sei, daß aber doch alles eingetroffen sei, was er je vorher gesagt habe" war vor dem 25. September mit größerer Machtflllle schon einmal Chef der norwegischen Regierung gewesen. Das war am 9. April 1940, als er gegen König, Regierung und Storting als einziger die Einsicht hatte, daß gegen Deutschland kein Krieg zu führen, sondern Frieden zu halteu das wahre norwegische Interesse war. Als Schloß und Regierungsgebäud« in Oslo verwaist standen, hatte er sich zum Sprecher der norwegischen Belange gemacht ein« nationale Regierung gebildet, die Mobilmachung widerrufen und die Norweger aufgefordert, sich u-m ihn zu scharvn, „um zu retten, ioas noch zu retten ist."
Die geflohenen Größen verstanden jedoch, ihre Bereitwilligkeit zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts von der Entfernung Quislings abhängig zu machen. Da der neue Mann keine eigenen Belange, sondern nur das Wohl seines Volkes im Auge hatte, trat er am 16. April wieder zurück. Daß der König und seine Minister Ny- gaüdsvold und Koht trotzdem nicht daran dachten, dem Reich die Hand zu bieten, scheint nachträglich bei den bekanntgewordenen Einzelheiten ihrer britischen Beziehungen selbstverständlich.
Ün Norwegen begann ein Interregnum. Ohn« Anmaßung kann von deutscher Seite behauptet werden, daß der vom Führer in erster Linie zur Wahrung der deutschen Interessen eingesetzte Reichskommissar auch die inneren Verhältnisse Norwegens vor dem Chaos gerettet hat. Wohl gab es Dutzende von Cliquen, Hunderte von Strömungen, Tausende von Interessenten, die auf die verwaisten Regierungssessel Ansprüche erhoben, aber keinen, der bereit war, die schwere Verantwortung einer Regierung unter solchen Umständen voll zu übernehmen. Die Departements waren nicht ausgelost, aber ohne. Leitung, die letzte Verfassungsgewalt, das Höchste Gericht, fand keinen Mut zu einer Entscheidung, der
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In Stalingrad ist nach wie vor ein erbitterter Häuserkamps im Gange.
Bei Entlastungsangriffen gegen die nördliche Abriegelungsfront verloren die Sowjets 38 Panzer. Gegen hartnäckig verteidigte Stellungen im Kaukasusgebiet erzielten unsere Truppen weiteren Raumgewinn.
Die Italiener schlugen einen llebersetzversuch der Volschewisten über den Don ab.
Japanische Unterseeboote operieren nunmehr auch im Atlantik vnd unterstreichen damit die operative Einheit der Dreierpaktmächte.
Während in unserer Versorgungslage ein unverkennbarer Umschwung eingetreten ist, müssen die Sowjets den Rationicrungsbogen überspannen.
Die Sonderzuschlüge für Brotgetreide und Gerste sind verlängert worden.
Die Gültigkeit der Reichskleiderkarte wurde bis zum 38. Juni 1944 veÄsngert.