Erscheint 7mal wöchentlich
Wonaisbezug 2,39 RM einlchl Zustellgebühr: Postbezugspieis monatlich 2,SO RM. leinsthl. M.l Rps P-stz-itungsg-biihr) zuzügl. «2 Rpf. Bestellgeld Bezugspreis ist im voraus zahlbar Postscheck: Hamburg 17 272. Eine Behinderung der Lieserung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung des Bezugspreise». Verlag: R8-Eauosrlag Weser-Ems EiniH., Bremen. Teeren 6/8. Fernruf 21931, Nachtruf und sonntags 2476b. Sprechzeiten: Berlagwerk- tägl. 12-13 llhr, Schriftleltg. 12.30-13.30 llhr.
Vremeröettung
__ ^ __ ,
Anzeigen-Grundpreise:
Snzeigenprets» und Aufnahmebedingungen laut Preisliste Aufnahmetermine ohne Verbindlichkeit. Geschäftsstellen: Bremen: Eeeren 6/8. Ruf 219 31; Nachtruf und sonntags 2 47 6b; Ob-rnstrah- 86. Ruf 219 31: Shk«: Mühlen- dämm 2; Bremen-Hemelingen: Bahnhofstr. 6, Ecke Poststrabe, Ruf 434S8: Bremen-Degesack: Rohrstrahe 24. Rut 4 u 8: Bremen-Blumen- thal: Knpt.-Dallmann-Str. 41/43. Ruf 88 u 89
parleiarntl.ictie Layeszettung
vos flmtsblatt des Negierenden vürgermeiskers der Zielen fjanscstadt vremen
üer Nationatsdziai-isteri. Vremens
flmtlichrs vcrkündungsblatt des Ncichsstaltlzallers in Oldenburg und Bremen
Nr. 264 , 12. ^cchrgang
Zreitag, 25. September 1942
Linzelpreis 15 Nps.
Il eulschelriumplie;u Lande und ;u Wasser
In vier lagen verlor der seind erneut 125 ooo snr. / wichtige Stadt am lerek genommen
Vergrücken im Kaukasus Irak ^eindwiderstand gestürmt
Aus dem Führerhauptquartier, 2t. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Nordwcstteil des Kaukasus stürmte Infanterie, von Artillerie und Lustwaffe wirksam unterstützt, nach Ueber- winden zähen feindlichen Widerstandes mehrere beherrschende Bergrücken. Die Luftwaffe führte außerdem heftige Bombenangriffe gegen den Hafen von Tuapfe. Hierbei wurde ein größeres Frachtschiff in Brand geworfen und in den Küstengewässern ein weiteres Handelsschiff sowie ein Vewacher beschädigt. Am Terek wurde in hartem Kamps die Stadt Prischibskaja genommen. In Stalingrad dauern die erbitterten Hitliserkämpfe an. Bei der Abwehr starker Entlastungsangriffe von Norden wurden 3t Sowjetpanzer abgeschossen. Der Nachschub des Feindes aus den Bahnlinien ostwärts und westlich der unteren Wolga sowie Ve- triebsstofflager bei Saratow wurden von der Luftwaffe erneut schwer bombardiert. Nordwestlich Wo konisch scheiterten weitere feindliche Angriffe. Im mittleren Frontabschnitt verliefen eigene Angrisssunterneh- «n erfolgreich. Gegenangriffe des Feindes bei Rschew wurden abgewiesen. Im Nordabschnitt der Front gewann ein eigener Angriff südlich des Ladogasees trotz hartnäckigen feindlichen Widerstandes und vergeblicher Gegenangriffe weiter Boden. An der Ostfront wurden gestern 82 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.
Britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben aus einige Orte im norddeutschen und dänischen Küstengebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. Zehn der britischen Bomber wurden abgeschossen. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 2t. September kriegswichtige Ziele der Erasschaft Pork in Mittelengland.
Wie durch Sonder Meldung bekanntgegeben, griffen deutsche Unterseeboote zwischen Spitzbergen und Is-
2es siitirers puszeichnung M die Sfl.
Infanterie-Regiment „Feldherrnhalle"
Berlin, 24. September. Die SA. bestätigt auch im Kriege ihre immer bewährte Einsatzbereitschaft und ihren alten Kampfgeist. Bei Ausbruch des großen Ringens meldeten sich die SA.-Führer und -Männer zur Wehrmacht: 68 v. H. der gesamten SA. stehen in Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe unter den Waffen, 8V v. H. des höheren SA.-Fiihrerkorps erfüllen ihre soldatische Pflicht in den drei Wehrmachtsteilen. In diesen Tagen erhielt als 100. SA.-Angehöriger Hauptmann Erich Värenfanger, Sturmführer in einer Standarte der SA.-Eruppe'„Westfalen", das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer hat die in der Wehrmacht behende SA. durch folgenden Erlaß ausgezeichnet.
„In Würdigung des Einsatzes der SA. im Kamps «in Eroßdeutschlands Zukunft verleihe ich dem -insan- tcrie-Regiment 271 die Bezeichnung Infanterie-Regiment „Feldherrnhalle". Das Infanterie-Regiment „Feldherrn- halle trägt am linken Unterarm den braunen Aermel- itkcifcn mit der silber gestickten Aufschrift „Feldherrn- h-lle". gez- Adolf Hitler."
Der Kampfgeist, den der Führer seiner SA. vorlebt, wird auch weiterhin Richtschnur der SA.-Manner bleiben.
land einen Geleitzug an, der von sowjetischen Häfen nach britischen und amerikanischen Häfen zurückkehrte und aus mehr Sicherungsfahrzeugen als Transportschiffen bestand. In harten tagelangen Kämpfen gegen die besonders starke Sicherung versenkten unsere Unterseeboote drei Zerstörer sowie einen Hilfskreuzer und fünf Transporter von zusammen 56 666 BRT. Weitere zwei Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Im Atlantik, vor Afrika und in der Karibischen See versenkten andere Unterseeboote aus Eeleitziigen und in Einzeljagd 15 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 75 686 VRT. sowie eine Korvette und beschädigten ein weiteres Schiff durch Torpedotrefser. Damit hat die feindliche Schiffahrt in den letzten vier Tagen wiederum 18 Schiffe mit 125 666 VRT., dazu drei Zerstörer und eine Korvette verloren."
Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, griffen in der vergangenen Nacht deutsche Kampfflugzeuge die Stadt Pork im Novdosten Großbritanniens an. Gegen 2 Uhr morgens durchbrachen die Kampfflugzeuge den britischen Flaksperrgürtel und warfen Spreng- und Brandbomben in die befohlenen Ziele. Weithin sichtbare Brände wurden hervorgerufen. Park besitzt zahlreiche
Werke der Rllstungs- und eisenverarbeitenden Industrie und ist ein besonders wichtiger Verkehrs- und Stmßen- knotenpunkt nach dem Norden der britischen Insel.
vns (X) sükl^veslHoli von Alosüolc kerelelinet ä!o I^axe
üer !in OX^V.-Lsrlelll vorn 24. Leplemder xeirrrnnlen 8ta6t krlsolillrskaZa. >
Me lonnagenot unüberwindbarer kngpaß
Sondermeldungen in dichter folge — lliurchill schlägt sich ins Kosicht
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
är. V. scü. Berlin, 24. September. Die in diesem Monat besonders dichte Aufeinanderfolge der Sondermeldungen über den Kampf gegen den feindlichen Schiffsraum und die unabweisbaren Tatsachen, auf denen sie begründet sind, sorgen dafür, daß die Erörterung des Zentralproblems der angloamerikanischen Kriegsnot in der gegnerischen Presse nicht abreißen kann. Es ist schon heute zu übersehen, daß auch im September die untere Grenze der Versenkungsziffer, die in den vorausgegangenen fünf Monaten über 866 000 Tonnen lag, wiederum erheblich überschritten werden wird. Am 7. September wurde die Versenkung von 19 Schiffen mit 108 000 VRT. gemeldet. Es folgten dann überraschend schnell aufeinander die Sondermeldungen vom 13. (18 Schiffe mit 121 500 VRT.), vom 14. (19 Schiffe mit 122 000 VRT.), vom 19. (19 Schiffe mit 100 000 VRT.), vom 20. (38 Schiffe im Verlauf der größten Geleitzugschlacht in der Arktis mit insgesamt 270 000 VRT.), und schließlich wird jetzt das Bild durch die Mitteilung gerundet, daß zwischen Spitzbergen und Island, im Atlantik, vor Afrika und in der Karibischen See wiederum 19 Schiffe mit 125 000 VRT., dazu drei
Zerstörer und eine Korvette, auf den Meeresgrund geschickt werden konnten.
Der Eeleitzug, der zwischen Spitzbergen und Island von unseren Unterseebooten gefaßt wurde, befand sich auf der Rückkehr aus sowjetischen Häfen. Die Tatsache, daß die Zahl der Sicherungssahrzeuge in diesem Eeleitzug diejenigen der Transportdampfer übertraf, beleuchtet besonders grell die Notlage, in der sich heute die feindliche Schiffahrt befindet. Zwar hat soeben die britische Admiralität den Versuch gemacht, die Katastrophe des letzten Geleitzuges in der Arktis in einen Erfolg umzufälschen. Sie behauptete, daß ein großer Eeleitzug aus englischen, amerikanischen und sowjetischen Schiffen, der'infolge starker Angriffe des Feindes Verluste erlitten habe, mit seinem größten Teil soeben in einem nordrussischen Hafen angekommen sei. Immer wieder konnten von uns englische Stimmen verzeichnet werden, die unwidersprochen blieben und in denen festgestellt wurde, daß man den Wahrheitsgehalt der deutschen Sondermeldung im Ernst nicht bezweifeln könne. Es steht danach fest, daß von den 45 Schiffen des Eeleitzuges nur sieben Frachtdampfer, zum Teil (Fortsetzung auf Seite 2)
Neue NilterkreuztrSger
Berlin, 24. September. Der Führer verlieh dad Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann d. R. Heinrich Schüler, Bataillonsfllhrer in einem Jnf.- Negiment; Oberleutnant Eüdnau, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader; Leutnant d. R. Ernst Pro- chaska, Zugführer in einem Lehr-Regiment; Leutnant der Reserve Adrian von Fölkersam beim Vatail- lonsstabe eines Lehr-Regimentes; Feldwebel Herbert Kadenbach, Zugführer in einem Jäger-Regiment;
Unteroffizier Richard Grambow, Geschützführer in einer Panzerjäger-Abteilung; Obergesreiter Alois Aßmann, Richtschütze in einer Panzerjäger-Abteilung.
Leutnant d. R. Ernst Prochaska, am 7. Juni 1917 als Sohn des Beamten Ernst P. in Mährisch-Ostrau geboren, erzwag in entschlossenem Zupacken einen Fluß- übergang, der für die weiteren Operationen von größter Bedeutung war. Bei diesem kühnen Handstreich fand der junge Offizier, der sich im Kampf des Sudetenlan- des um seine Freiheit hohe Verdienste erworben hatte, den Heldentod.
Verschärfter Streit der Mierten um die „Zweite front
Vorwürfe, Verdächtigungen und „Berichtigungen" zwischen London und Moskau — wo bleibt die alliierte Kriegsflotte!
Drabtbcricht unserer Berliner Schriftleitung
ckr. rv. «ob. Verlin, 24. September. Es ist ein Zeichen der wachsenden Katastrophenangst ber den Sowiets und der zunehmenden Sorge und Nervoptat in der englisch-amerikanischen Oesfentlichke.t, wenn zetzt wieder das Thema der Zweiten Front hüben und drüben mit verschärfter Zuspitzung erörtert wrrd. Auch Reuter mug ,,ch jetzt in einer Weise mit der Frage be,chaft,gen, d,e deutlich die Befürchtung erkennen läßt, dag eine verhängnisvolle Kluft zwischen Moskau und seinen „Alllier- ten" aufgerissen werden könnte. Es wurde berichtet, dag Willkic sich bemühe, die Mißverständnisse Zu beseitigen, die nach dem letzten Besuch Churchills in Moskau geblieben seien. Wenn Churchill und seine Agitatoren damals die Auffassung verbreiten wollten, als ob man in Moskau zu einem vollkommenen Einverständnis gelangt fei, so erscheint das nachträglich im Lichte der lehren amerikanischen Meldungen als ein plumper Schwindel, dessen Zweck es einzig war, die wachsende Opposition im eigenen Lande zu besänftigen. Reuters dlplomati>cher Mitarbeiter hält nach diesen Erfahrungen heute die Vorsicht für den besseren Teil der Klugheit, indem er feststellt, daß man in politischen Kreisen Londons zuruck- baltend mit Kommentaren zu den amerikanischen Meldungen sei, in denen gesagt werde, daß die --owiets »nt ihren westlichen Verbündeten in bezug auf die Moglich- icitcn für die Eröffnung einer Zweiten iiront IN Europa konform gingen.
Es muß schon sehr weit gekommen sein, wenn man beginnt, mit kaum verhüllten Verdächtigungen und mU gegenseitigen Berichtigungen der Auffassung des anderen Partners zu operieren. Die erwähnte Remer- Auslassung spricht ausdrücklich von „Meinungsverschiedenheiten", die sich aus widersprechenden Auslegungen des amtlichen Kommuniques nach dem Molotow-Beiuch in London ergeben hätten. Damals hieh es. datz Ml- Ichen den beiden Parteien volles.Einvernehmen über die dringliche Aufgabe der Schaffung einer Zwei en Fron, in Europa im Jahre 1942 erreicht wurde. Heule tag: man in London und in Washington, daß damals Zwar die Dringlichkeit der Aufgabe ancrkann morden sei, daß aber die Frage nach der MögllmIcll afsengeblieben sei. Heute berufen sich London uno Mashino on in erster Linie auf die Tonnagenot, -so bekennt'der „Daily Telegraph": „Die Engländer und
Amerikaner sind einfach nicht mehr in der Lage, bei ihrem Mangel an Transportmitteln die an sie gerichteten Bitten zu erfüllen." Der „Economist" drückt das so aus: „Die alles andere überschattende Tatsache bleibt bestehen, daß die verfügbare Tonnage nicht genügt, um die voll« Kraft der Alliierten an die Fronten zu bringen." Die Sowjets wollen das nicht wahrhaben. Sie werfen London und Washington nicht nur vor, daß sie das Versprechen im Hinblick auf die Zweite Front gebrochen hätten, sondern auch, daß sie nicht einmal dafür sorgen könnten, daß die für die Sowjets bestimmten Lieferungen ihr Ziel erreichten. Es müsse als sehr merkwürdig bezeichnet werden, wenn es bei den größten Flotten der W«lt nicht möglich sein sollte, einen Geleit- zug unbedingt an .seinen Bestimmungsort zu bringen. Der Verdacht sei deshalb gerechtfertigt, daß es den Demokratien mit ihren Versprechungen nicht ernst sei, wenn sie nicht bereit seien, ein größeres Risiko auf sich zu nehmen, während sie von den Sowjets kaltblütig und selbstverständlich die Aufopferung des letzten Mannes forderten 2n einer türkischen Meldung aus Kuibyichew wird die Talsache verzeichnet, Laß in führenden Sowjetkreisen zum großen Kummer der Engländer und Amerikaner in diesen Tagen zum erstenmal das Wort von den „Grenzen der Bündnispflichten" gebraucht worden
^Von der Gegenseite wird im Tone des weinerlichen Vorwurfs beklagt, daß die Sowjets der Lage der Engländer und Amerikaner nicht genügend Verstandms entgegenbrächten. So wird der sowjetischen Preise vorgehalten daß sie wesentliche Stellen aus dem Bericht Churchills nach den Besprechungen in Moskau unter- lckilaaen habe. Die Gefahren, die sich aus einer wichen Zuspitzung der Kontroverse ergeben können werden von dem diplomatischen Mitarbeiter,des Reutcr-Buros durchaus nicht verkannt, wenn er folgendes feststellt.
In der Sowjetunion betrachten viele Sachverständige
die Errichtung der Zweiten Front noch in dieiem Jahre
als eine Möglichkeit. Sie glauben. Lag das Unter- nehmen im nächsten Jahr schwieriger win konnte. -,e sagen daß die Murrten zu sehr darauf bauen. Lag die Sowiets mit genügender Off-nuvkratt den zweiten Kriegswintcr überstehen würden, um, das Eros der deutschen Armee aushalten zu können.
Die Antwort aus London ist typuch britisch kaltschnäuzig. Die Volschewisten müßten eben. so sagt man
da, auch nach dem Fall von Stalingrad den Winter über standhalten können. Deshalb ziehe man vor, bis zum nächsten Jahr zu warten, da man dann genügend amerikanische Truppen in England zu haben hoffe, um die Bürde gleichmäßiger verteilen zu können. Immer wieder also sind es die anderen, von denen die Engländer als selbstverständlich erwarten, daß sie sich bis zum letzten Blutstropfen in einem Kriege aufopfern, der schließlich doch durch die englische Kriegserklärung ausgelöst worden ist.
Die Engländer sagen, daß der Versuch, eine größere Front in Westeuropa zu eröffnen, den Einsatz von mindestens einer halben Million Mann verlange und daß nach einem Mißlinge» des Unternehmens England ohne ausgebildete Armee auf den britischen Inseln dastehen werde. Sowohl nach dieser Richtung wie unter Bezugnahme auf die Tonnagenot kommt also die britische Absage an die immer dringlichere sowjetische Forderung nach der Zweiten Front dem Bekenntnis der vollkommenen Ohnmacht gleich. Alle anderslautenden Versprechungen - das scheint man langsam bei den Sowjets zu erkennen — waren ebenso Bluff wie die britischen Garantien, denen viele frühere Verbündete Englands in Europa bereits zum Opfer gefallen sind.
Selbstverständlich, daß sich auch in England einige Leute fragen, ob man sich wirklich so trösten dürfe, daß die Sowjets schon heil über den Winter kommen würden. Der „Daily Expreß" meint, daß Lobgesänge keine Panzerwagen und Flugzeuge ersetzen könnten und daß aus Schmeicheleien keine Kanonen würden, DasBeaver- brook-Blatt warnt dann eindringlich die leichtfertigen Optimisten, die bei jedem Offensivversuch Stalins geradezu freudetrunken geworden seien. Das schaffe ein gefährliches und unberechtigtes Gefühl der Zufriedenheit. Wie nun, wenn sich der Trost als unbegründet erweisen sollte, wenn die Sowjets Stalingrad und die Verbindung mit dem Kaukasus endgültig verlieren und am Ende ihres zweiten Kriegswinters die Offensinkrafi so eingebüßt haben, daß von einer Zweiten Front im Westen darum nicht mehr gesprochen werden kann, weil die Erste Front im Osten als Osfcnsivfaktor ausscheidet? Die Zukunft wird die Antwort auf diese Frage geben, und wir sind absolut sicher, daß sie vernichtend für die letzten britischen Hoffnungen ausfallen wird.
Die Aesie«
Zur Ausnahme des Jahrganges 1924 der HZ.
„Partei heißen wir uns und sind doch Deutschland! Deutschland in seiner Einigkeit, Deutschland in seinem neuen Willen, in seiner neuen Lebensauffassung und auch in seiner neuen Tatkraft. Partei heißen wir uns, weil dieses Deutschland in dieser Bewegung, in diesen Menschen seinen geistigen und willensmäßigen Mittelpunkt besitzt."
Dieses Wort des Führers soll zur Aufnahme des Jahrganges 1924 der Hitlerjugend in die NSDAP. wieder einmal vor aller Augen und Herzen gestellt werden, weil es uns gültig die Macht des Begriffes empfinden läßt, die für deutsche Menschen mit der Partei, mit unserem Reich, dem 'ewigen Reich der Deutschen verbunden ist. Dieses Reich ist umwittert und getragen von den Geschicken und der Geschichte der Jahrtausends; in unserer gewaltigen Zeit aber, in der das gigantische Ringen um den Sieg der Anständigkeit in der Welt dem deutschen Volke als Auftrag des Schicksals bestimmt wurde, erleben wir das Gestaltwerden der Idee des Reiches, des Wunschbildes langer Ahnenreihen, unter der Führung Adolf Hitlers und seiner Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Dem Führer und seiner Bewegung allein verdanken wir die Eemein- schaftsbildung auf Leben und Tod und von unversieg- licher Kraft.
„Wir müssen allen Volksgenossen verständlich machen, daß für Liese Gemeinschaft kein Opfer zu groß ist. Wir müssen ebenso hart sein in der Ablehnung des Unnützen wie entschlossen in der Durchführung des Notwendigen", sa sagte der Führer in seiner großen Schlußrede auf dem Parteitag zu Nürnberg 1936 und stellte damit die Partei als Mahner und Erzieher zu ewiger Pflicht mitten in das Leben des Volkes.
Ihm, dem kampfgehärteten Soldaten des Weltkrieges, war es klar, daß kÄs Glück der Gleichberechtigung und Freiheit im neiderfüllten Widerstreit der Völker niemals wahr werden könne aus Träumereien oder Hoffnungen auf die Gutwilligkeit der Besitzenden dieser Welt. Ihm, dem schicksalgehärteten Sohne des Volkes, war es klar, daß beständige Güter des Lebens nur zu erarbeiten, daß Raum und Recht zum Leben aber nur zu erkämpfen seien. Darum erstritt er mit seinen Getreuen gegen unsägliche Schwierigkeiten, Gefahren und Nöte zuerst das Lebensrecht nach deutscher Art in seinem eigenen, von Fremdtum und Feindmachkt gebannten Volke. „Deutschland erwache!" mahnte der Kampfruf der Partei, weckte den Willen zur Tat, stärkte die Bereitschaft und schuf den harten Willen zu Pflicht und Opfer aus freiem Entschluß.
Und das ist das Wunder, von dem eine uns wesensfremde Welt immer sagt, das sie nicht begreifen kann, das sie belächelte und fürchtete zugleich und das in Wahrheit nichts anderes ist als der geeinte Wille und Glaube eines Volkes an sein ewiges Da- jeinsrecht, an sein Schicksal. Woran man aber unerschütterlich glaubt, das vermag man auch, allen Widerständen und Feinden zum Trotz, zu erreichen. Der Kampf der Partei um die Macht, sein siegreicher Ausgang und der Weg des Aufbaues des Reiches haben die Wahrheit des Glaubens des Führers bewiesen. Darum wurde aus ihm der unerschütterliche Glaube der Partei und dann der unwandelbar vertrauende Glaube des ganzen Volkes. In dieser Gewißheit konnte der Führer deshalb schon auf dem Parteitag „Triumph des Willens" am 10. September 1934 verkünden:
„Die Partei wird für alle Zukunft die politische Füh- rungsauslese des deutschen Volkes sein. Sie wird einen Staat politischer Apostel und Streiter ausbilden, die dann als gehorsame und pflichtgetreue Offiziere der Bewegung ihren Dienst tun. Sie wird jene große Schule sein, die Millionen unseres Volkes an sich zieht, ausbildet und wieder entläßt. In ihr wird sich eine Tradition der Kunst der Volksführung entwickeln, die verhindern soll; daß jemals wieder fremde Geister Gehirn und Herz der deutschen Menschen verwirren. Sie wird in ihrer Lehre unveränderlich, in ihrer Organisation stahlhart, in ihrer Taktik schmiegsam und anpassungsfähig, in ihrem Gesamtbild aber wie ein Orden sein. Sie ist für alle Zukunft das Senfkorn der nationalsozialistischen Idee. Die Lehrmeisterin der nationalsozialistischen Organisationskunst. Die Schule der nationalsozialistischen Propaganda. Das Ziel aber muß sein: Alle anständigen Deutschen werden Nationalsozialisten! Nur die besten Nationalsozialisten sind Parteigenossen."
Hier haben wir Ziel ünd Aufgabe, die die Partei ebenso wie die Idee des Reiches ausfüllen und tragen
«MNNllllNNNNllNIIINMIINIIIIIIIIIIIIIINIIIIINIMIMIMMNIMMINIMI MMMMH
In vier Tagen verlor die feindliche Schiffahrt erneut 18 Schiffe mit 125 666 BRT., dazu 3 Zerstörer und 1 Korvette.
Trotz zähen Fcindwiderstandes stürmte die Infanterie beherrschende Bergrücken im Kaukasus; am Terek wurde Prischibskaja genommen.
Deutsche Angrifssunternehmungen im mittleren Abschnitt der Ostfront und südlich des Ladogasees waren erfolgreich.
Noosevelt erlitt im Repräsentantenhaus im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Jnslationsgefahr in den USA. eine Abstimmungsniederlage.
Der Führer zeichnete die SA. durch Verleihünq der Bezeichnung „Fcldherrnhalle" an ein Infanierie- Rcgimcnt aus.
Die Richtpreise für Bauland richten sich ausschließlich nach den Verhältnissen am Stoptaq des Jahres 1836.
Dr. Lcy sprach in einer Großkundgebung in der Glocke über des Führers geschichtliche Sendung, das Opfer der Nation und Bremens tapfere Haltung.