Ausgabe 
(24.9.1942) Nr. 263
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partseiarnrliciie Layeszettuny

vos Amtsblatt des Negierenden vürgermei^crs der Zielen lianscstadr vremen

der Nationalsozialisten, vrernens

flmllichcs vcrkündungsbiatt des Ncichsstatttialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 2SZ , 12. Jahrgang

Donnerstag. 24. September 1942

Linzeipreis 15 Npf.

WMe im kaukasusgebiet fortgesetzt

Irotz fiartnöckiger Vegenwefir weiterer vodengewinn im Zentrum von Slalingrad

Luftkümpfe im hohen Norden

Aus dem Führer Hauptquartier, 23. Sep­tember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:Im Kaukasusgebiet wurden unsere Angriffe unter Abwehr starker feindlicher Gegenwehr fortgesetzt. Bor einem Kaukasushafen wurden ein Schwimmdock und ein Frachtschiff mittlerer Größe durch Vomben- tresser beschädigt. Die Kämpfe in und um Stalin- grad gehen in unverminderter Härte weiter. Im Zen­trum der Stadt wurde trotz hartnäckiger Gegenwehr wei­ter Boden gewonnen. Feindliche Gegenaugrisse scheiter­ten. Nordwestlich Woronesch verlor der Feind in Arten Abwehrkämpfen 25 Panzerkampfwagen. Im mitt­leren und nördlichen Frontabschnitt wurden einige ört­lich« Angrifssunternehmungen erfolgreich weitergeführt. Starke Kampffliegerkräfte griffen bei Tag und Nacht Nachschublager und Eisenbahnverbindungen der Sowjets im Raum um Rscheu» mit vernichtender Wirkung an. An der Küste der Fischerhalbinsel bombardierten Sturz- kampsslieger einen wichtigen sowjetischen Stützpunkr. In Luftkämpfen schössen deutsche und finnische Jäger im hohen Norden ohne eigene Verluste 18 feindliche Flug­zeuge ab. An der Kanalkiiste wurden bei Einfliigen schwacher britischer Kräfte vier feindliche Flugzeuge ab­geschossen. In Südengland belegten leichte deutsche Kampfflugzeuge am Tage kriegswichtige Ziele mit Bom­ben schweren Kalibers. Bei Dover wurden drei Sperr- ballone abgeschossen."

Zu den Kämpfen am Terek und vor Stalingrad teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit: Am Terek gewann der deutsche Angriff trotz erbitterten feindlichen Widerstandes weiter an Boden. Das in den letzten Ta­gen gewonnene Gebiet wurde von versprengten Bolsche­wisten gesäubert. Der Feind führte mit starken Infan­terie- und Panzerkräften heftige Gegenangriffe gegen das eroberte Gelände durch, wurde jedoch in hartem Abwehrkampf deutscher Infanteristen, Pioniere, Panzer­soldaten und im Feuer der Artillerie erfolgreich zurück­geschlagen. Die Bolschewisten hatten schwerste Verluste und büßten bei diesen Kämpfen sechs Panzerkampfwagen ein. Eine zum Angriff bereitgestellte stärkere feindliche Panzergruppe wurde von der deutschen Artillerie bereits in den Bereitstellungen zerschlagen. Zerstörerflngzeuge griffen bolschewistische Widerstandsnester im Tiefflng an und zwangen den Feind, seine Stellungen an beherrschen­den Eeländepunkten aufzugeben. Jäger sicherten den Ein­satz der Kampf- und Zerstörerflugzeuge und schössen fünf bolschewistische Flugzeuge ab.

Der in den OKW>Berichten in letzter Zeit häufig ge­rannte Terek-Fluß entspringt aus den Gletschern des Berges Kasbek am Nordhang des Kaukasus, tritt bei Ordfhontkidse in die Ebene, und fließt zunächst in nord­westlicher Richtung, um sich in der Gegend von Matfki

vas kichenlaub jiir kapitönleiitnant Vleichrodt

Aus dem Führerhauptquartier, 28. Sep­tember. Der Führer verlieh heute dem Kapitänleutnant Heinrich Vleichrodt, Kommandant eines Unterseebootes, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an ihn nachstehendes Telegramm:In dank­barer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 125. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

in sanftem Bogen nach Osten zu wenden. In seinem weiteren Lauf zieht sich das Flußbett in zahlreichen engen Windungen durch ein waldloses Steppengebiet, wendet sich nach dem Zufluß der Sunscha nach Nordosten, bildet von Kisljar ab ein sumpf- und wiesenreiches Delta und mündet in die Agrachanskij-Bucht des Kaspi- schen Meeres. Mit einer Breite von 10V bis 500 Me­tern und einer Wassertiefe bis zu 2 Metern stellt der Terek, dessen Eefälle im Oberlauf außergewöhnlich stark ist, für militärische Bewegungen «in beträchtliches Hindernis dar. Der Fluß ist für die Schiffahrt un­geeignet. In seinem Unterlauf ist er von großer Be­deutung für die Bewässerung der Felder, für technische Kulturen sowie für den Wein- und Gemüsebau.

In Stalingrad drangen die deutschen Angriffs­truppen weiter in das langgestreckte und stark befestigte Stadtgebiet vor. Das am Vortage von den deutschen Truppen eroberte Gelände wurde vom Feind gesäubert und Schritt für Schritt gegen zähen Feindwiderstand im Häuser- und Bunkerkampf weiter Boden gewonnen. Gegen die Riegelstellung nördlich der Stadt rannten die Bolschewisten zur Entlastung ihrer in Stalingrad selbst kümpfenden Truppen wiederholt mit starken Kräften an. Sämtliche Entsatzversuche scheiterten. Sieben bolsche­

wistische Panzerkampfwagen blieben vernichtet im Ge­lände liegen, der Feind hatte schwere blutige Verluste. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten die in ein ein­ziges Feld von Bunkern verwandelten Ruinenstatten im Stadtinnern. Schlachtflieger zersprengten heran­geführte Verstärkungen des Feindes und vernichteten sie. An der nördlichen Riegelstellung unterstützten Verbände der Luftwaffe das Heer bei der Abwehr geplanter feind­licher Durchbruchsversuche., Die Oelrasfinerie von Sta­lingrad wurde von Kampfflugzeugen wirkungsvoll ge­troffen. Deutsche Jäger schössen 37 bolschewistische Flug­zeuge ohne eigene Verluste ab, während die Flakartille­rie zwei weitere zum Absturz brachte.

Bei Tagesangriffen gegen die britische Sädostkllste be­legten am 22. September leichte deutsch« Kampfflugzeuge militärische Anlagen im Gebiet ostwärts Hastings mit Bomben. Nach Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht detonierten die Bomben in größeren Ge­bäudekomplexen und brachten mehrere Häuser zum Ein­sturz. In den Nachmittagsstunden schössen deutsche Jäger drei der vor dem Hafen von Dover und über der Küste aufgelassene Sperrballone in Brand. Auch im Ha­fen liegende Schnellboote wurden im Tiefflug unter wir­kungsvolles Bordwaffenseuer genommen.

Mihai flnwnestu beim Neichsaußenminister

Besprechungen im Seist der »reuen waffenbriiderschai» beider Völker

Im Osten, 23. September. Auf Einladung des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop weilte der Stellvertretende Ministerpräsident des verbündeten Königreiches Rumänien, Mihai Antoncscu, am 22. und 23. September im Feldquartier des Reichsaußenmini- sters. In Begleitung des Stellvertretenden Minister­präsidenten befanden sich der Generalsekretär im rumä­nischen Außenministerium, Gesandter Davidescu, sowie General und Unterstaatssekretär für Luftfahrt Jienescu und Oberst Davidescu. Der deutsche Gesandte in Buka­rest, von Killinger, sowie Gesandter Neubacher und der deutsche Luftattache, Generalmajor Gerstenberg, waren bei dem Besuch anwesend.

Die eingehenden Besprechungen zwischen dem Reichs­außenminister und dem Stellvertretenden Ministerpräsi­denten Mihai Antonescu, in denen die allgemeine poli­tische Lage und gemeinsam interessierende Fragen behan­delt wurden, verliefen im Geiste herzlich-freundschaft­lichen Einvernehmens und der treuen Waffenbrüder­schaft der beiden Völker.

Mit Genugtuung nimmt das deutsche Volk Kenntnis von der lückenlosen Zusammenarbeit der beiden Staaten, die sowohl im Rahmen ihrer Waffenbrüderschaft wie auf wirtschaftlichem Gebiet eine ständige Vertiefung

erfahren hat. Die Hoffnung ist nicht unberechtigt, daß die Uebereinstimmung der politischen Meinungen auch in ferner Zukunft den deutsch-rumänischen Beziehungen das Gepräge geben wird.

der Zülzrer empfing Milzai flntoneslu

Aus dein Führerhauptquartier, 23. Sep­tember. Der Führer empfing in seinem Hauptquartier den stellvertretenden rumänischen Ministerpräsidenten Mihai Antonescu, der zu politischen Besprechungen im Feldquartier des Reichsanßenministers weilte, und hatte mit ihm eine längere und herzliche Aussprache.

fiuch Vr. paweiic vom sichrer empfangen

Aus dem Führerhauptquartier, 23. Sep­tember. Der Führer empfing heute in seinem Haupt­quartier den Staatsführer des unabhängigen Staates Kroatien, Dr. Ante Pawelic, der sich auf dem Wege zur Besichtigung der an der Ostfront rümpfenden kroatischen Truppen befindet, und hatte mit dem Poglawnik eine vom herzlichen und freundschaftlichen Geiste getragene Aussprache. An dem Empfang nahmen außer der Be­gleitung des Poglawnik der Reichsminister des Aus­wärtigen von Ribbentrop und der Chef des Oberkom­mandos der Wehrmacht Generalscldmarschall Keitel teil.

Vr. Voebbels über Sie flufgaben der presse

Berlin, 23. September. Reichsminister Dr. Goebbels sprach am Mittwoch vor den Hanptschriftleitern der Berliner sowie den Berliner Vertretern der übrigen deutschen Presse und erörterte vor ihnen in ausführ­lichen Darlegungen die Grundlagen ihrer Arbeit im vierten Kriegsjahr. Im Verlauf seiner Ausführungen

über die politische und militärische Lage vermittelte Dr. Goebbels den versammelten Hauptschriftlettern einen Einblick in die Nachrichtenpolitik des Reiches und legte dar, daß die vornehmste Aufgabe des Schriftleiters die aktive Teilnahme an der geistigen Führung der Oeffent- lichkeit im Sinne einer totalen Kriegsführung sein müsse.

flllcmlikschllichr, Slalingrad und «Zweite front

knglische Seständniste und ein amerikanischer öramarbas stilserufe und Anklagen aus Moskau

DraStberiKt unserer Berliner Schriftlcikuns

ckr.v.scü. Berlin, 23. September. Die Regie in der englisch-amerikanischen Zusammenarbeit aus dem Erbiete der Nachrichtenpolitik klappt wieder einmal maßlos schlecht. In England hat sich jetzt ivgar Lhur- chiü veranlagt gesehen, die Öffentlichkeit aufnicht un- erhebliche Verluste" im Verlauf der letzten Eismeer- Katastrophe vorzubereiten, weil er angesichts der wie­derum stark angeschwollenen Klagen aus Moskau den Sowjets immerhin klarmachen will, welche Anstrengun­gen England für sie aus sich nimmt und welches enorme Risiko es sür den bolschewistischen Verbündeten eingeht Das stört aber den Vorsitzenden des ^lottenansschnsses im amerikanischen Repräsentantenhaus nicht fni min­desten, wenn er ausgerechnet in diesen Tagen, in denen sich die Sondermeldungen über die Erfolge unserer U-Boote und Bombenflieger im Kampf gegen den feind­lichen Schiffsraum häuften, renommiert, daßdank »er Tätigkeit der USA.-Flotte sich die Lage ,m Atlantik zugunsten der Alliierten gewendet' habe und daß die Tätigkeit der deutschen U-Booteso gut wie lahmgelegt iei. Fast die gesamte englische Presse, d,e offenbar starr unter dem Eindruck der letzten Katastrophenmeldungen !cbt. straft durch ihre Veröffentlichungen in den letz­ten Tagen die dummsrechen Bemerkungen des amerika­nischen Bramarbas Lügen.

Es ist in der letzten Zeit schon verschiedentlich vo nnjthafteren Beurteilern der Lage in A"Kland darauf ^»gewiesen worden, daß die deutschen Beron ntUchuw h-n über die Erfolge im Kampf auf den We"meeren nune Uebertreibungen darstellen. So ichrieb die ..Eve- ni-ig News" vor 10 Tagen im Leitartikel dag man immer wieder deutsche Sondermeldungen über Angriffe aui alliierte Eeleitzüqe höre und dag man nicht daran

imeifeln könne, daß diese Nachrichten des ^eindes stnnm- !rn. Vielleicht allerdings hätte sich das Londoner Blatt h:rie scharf formulierte Bemerkung verkniffen, w . Man in der Redaktion vorausgesehen hatte, vag a>-- »erechnet in den folgenden acht Tagen viermal hmier- einand - auf den Aetherwellen die Fanfaren des En^- !aiw!!?des Sondermeldungen einleiten wurden, naw dr.: über 600 999 BRT. im Verlauf kurzer Zeit auf ' - .-und des MceKs geschickt worden und yemc auch die englische Oefsentlichkeit es nicht mttsr -- nehmen, wenn Churchill sich aus dem Dnemm wachen der eigenen Verlogenheit und dem Moskauer Drvs so herau'szuwinden versucht, daß er dre deutsche

Sondermeldung über die Vernichtung des Eeleitzuges in der Arktis alswilde Uebertreibung" hinstellen läßt.

Den tatsächlichen Ernst der Lage in der Schlacht um den Schiffsraum zeichnet die Londoner Sonntagszeitung .Observer" richtig auf, wenn sie sagt, daß selbst die Kämpfe um Stalingrad, obgleich sie zu einem Wende­punkt dieses Krieges führen könnten, für seinen Aus­gang keineswegs so wichtig seien wie die Schlacht im Atlantik. Es bedeutet geradezu einen Schlag ins Ge­sicht des Renommisten im amerikanischen Repräsen­tantenhaus, wenn derObserver" erklärt^ daß offenbar die Angriffe der britischen Luftwaffe auf die deutschen Unterseeboothäfen und Stützpunkte nicht sehr wirkungs­voll seien, denn bedauerlicherweise müsse man feststellen, daß in der letzten Zeit im Atlantik immer mehr Unter­seeboote erschienen. Es scheine, daß es den Verbün­deten noch an geeigneten Waffen zur Bekämpfung der U-Boote fehle, so daß es voraussichtlich noch lange dauern werde, bis man der Gefahr der U-Boot-Krieg- führung Herr werden könne, wenn dies überhaupt mög­lich s-i Auf der 'Linie der Vorbereitung der Öffent­lichkeit auf die letzten großen Verluste liegt die Be­merkung desObserver", daß die alliierten Gelcitzuge in der Arktis sehr schwere Verluste erleiden wägten. Das liege an der Heftigkeit der gegnerischen Angriffe, aber auch daran, daß die einzelnen Schiffe über völlig unzu­reichenden Schutz aus der Luft verfugten.

Es erscheint äußerst charakteristisch für die heutige englische Beurteilung der Lage an der Ostfront, wenn man die Bedeutung der Kämpfe um und in Stalln- qrad jetzt wieder in Vergleich zur Schlacht im Atlantik ifl wenn man also gewissermaßen erneut Z» unt»- luchen beginnt, welches denn nun wirklich dieSchlacht aller Schlachten" sei. Die in den letzten -vagen künst­lich etwas aufgepulverte Hosfiiuiig, daß noch ein Wun­der der Entwicklung der Kampse an der Wolga eine Wendung geben könnte, scheint inzwischen auch schon wieder in sich zusammengesunken zu sein. So berichtet der Londoner Korrespondent einer schweizerischen Zei­tung daß die Engländer jetzt kaum noch glaubten, daß Stalingrad gerettet werden könne In einer türkischen Betrachtung zur militärischen Lage wird mit einer gewissen Berechtigung festgestellt, dost die Schlacht von Stalinqrad in Wirklichkeit vor 10 vagen schon be­endet worden sei und daß früher oder später das Banner der Okkupation auch auf den letzten Türmen der Festung wehen werde. Der englische Nachrichten­

dienst geht schon so weit, die möglichen Auswirkungen der von Deutschland gewonnenen Schlacht auszumalen. Die Einnahme Stalingrads noch vor Eintritt des Win­ters, so heißt es da, werde auf beiden kümpfenden Seiten einen starken Eindruck machen. Strategisch würde sie für die Deutschen jede Bedrohung der Kau­kasusfront beseitigen. Sie könnten, geschützt durch die befestigte Wolgalinie im Osten und durch die Meere im Westen, daran gehen, das Innere Europas weiter auszubauen.

Der britische Nachrichtendienst für Uebersee muß die steigende Beunruhigung der Sowjetbevölkerung darüber konstatieren, daß die versprochene Hilfe nicht verwirk­licht werde. Schon machen sich auch nach britischen Kor­respondentenberichten englandfeindliche Gefühle in Mos­kau bemerkbar. DiePrawda" veröffentlicht eine Kari­katur mit der Unterschriftdie Atlantikkiiste", an der ein deutscher Soldat friedlich sitzt, Grammophon spielen läßt und ausruft:Nehmt uns unsere Festungen weg, wenn ihr könnt!" DerRote Stern" erklärt, daß man allen Geschwätzes über die Zweite Front satt sei und Taten verlange." Der Agitationschef der tommunistischen Partei, Alexandren», machte im Moskauer Rundfunk die Feststellung, daß die Sowjetunion fast ohne jede aus­ländische Hilfe dastehe, während nahezu ganz Europa aus die eine oder andere Weise den Deutschen helfe. Der Daily Herald" berichtet aus Moskau, daß die Sowjets die Engländer erst dann als ihre aufrichtigen Verbün­deten betrachten würden, wenn sie die Zweite Front errichtet hätten.

Was aber hat Churchill zu bieten? DieTimes" be­richtet. daß die englische Armeeführung jetzt regelmäßige Diskussionsabende für die jungen Offiziere angeordnet habe, in denen strategische Fragen wie vor allem die Durchführbarkeit der Zweiten Front als Thema gestellt seien. Der Londoner Rundfunk knüpft an den Besuch Willkies in Moskau mit der Bemerkung an. daß sich die Zusammenarbeit der Alliierten in dem häufigen Be- suchsaustausch zeige. Solche Dinge werden zweifellos von Stalin als gang gewaltige Seelenstärkung empfunden werden, ebenso wie die jetzt von einer schwedischen Zeitung übermittelte Auffassung in maßgeblichen Lon­doner Kreisen, daß man ..selbstverständlich nichts da­gegen habe. daß das Gespenst der Zweiten Front bei den Deutschen stets lebendig gehalten werde, ganz ab­gesehen von den tatsächlichen Absichten des alliierten Oberkommandos."

Das satanische Kriegsziel unserer Feinde

k. Kill. Allein dem Sieg gilt unser Kampf, allein der restlosen Ueberwindung des Gegners unsere Arbeit! Der Endsieg wiederum wird die Zukunft der Nation wie kein Sieg zuvor für die Entfaltung aller Kräfte unseres Volkes sichern. Doch solange die Waffen sprechen, reden wir nicht voin Frieden der kommenden Epoche wir erringen ihn in unermüdlichem kämpferischen Einsatz. Anders die pluto-bolschewistischen Feinde oes Reiches! Sie lassen ihre Hilfstruppen bis zum Weiß­bluten für sich streiten, um sich selbst vorzeitig an un­geheuerlichen Friedensplänen zu berauschen und das Fell des Bären, den sie nie erlegen können, wenigstens im Geiste zu verteilen Gerade in diesen Tagen, da unsere Wehrmacht im Osten dem Buch ihrer unsterb­lichen Taten neue Ruhmesblätter hinzufügt, suchen die Strategen jenseits des Kanals in Debatten über ihre Kriegsziele Zuflucht. Neuerdings haben sich die britisch-amerikanischen Agitatoren nach außen hin sogar zu der Behauptung verstiegen, die nächtlichen Bombenangriffe auf Wohnviertel deutscher Städte dienten in erster Linie demhumanen Ziel" der be­schleunigten Herbeiführung des Friedens.

Bevor wir uns diesen vom Feind ersehnten und projektiertenFrieden" etwas näher ansehen, sei der Blick auf die Zeit vor dem Krieg zurückgewendet. In den Jahren 1933 bis 1930 hatten die Machthaber des britischen Empire und seiner Vasallenstaaten mehr als einmal Gelegenheit, die Welt mit der Inkraftsetzung einer dauerhaften Aufbauordnung der Knlturstaaten zu beglücken: Sie hätten nur einem der vielen Frie­densangebote Adolf Hitlers zuzustimmen brauchen, um zu ihrem Teil scholl damals die Wege zu einer wirk­lichen Völkerwohlfahrt zu ebnen. Wer heute jene un­beirrbaren Vorschläge des Führers zur Beseitigung des Versailler Unrechts und die gleichzeitigen Bemühungen der Reichsregierung um die Vermeidung des Wasfen- ganges noch einmal in ihrer Gesamtheit ins Auge faßt, steht auch unter dem lebhaften Eindruck des verbreche­rischen Treibens der Londoner Friedenssaboteure, die durch Adolf Hitlers konkrete Angebote jedesmal in pein­liche Verlegenheit versetzt wurden.

Schon im außenpolitischen Appell des Führers vom 17. Mai 1933 verdichteten sich die deutschen Vorschlägt zu der eindeutigen Formulierung:Die europäischen Nationen garantieren sich die unbedingte Aufrechtcrhal- tung des Friedens durch den Abschluß von Nicht­angriffspakten, die nach Ablauf von zehn Jahren er­neuert werden sollen". Das deutsch-englische Flotten- abkommen vom 18. Juni 1935 war auf der Seite des Reiches von dem ausgesprochenen Willen getragen, einer zum Krieg treibenden neuen Flottenrivalität unter Beachtung aller rüstungstechnischen Konsequenzen aus dem Weg zu gehen. Wenige Monate vorher hatte der Führer, im Zusammenhang mit der Heimkehr des Saargebietes, an das seinerzeit von England bevor­mundete Frankreich die Worte gerichtet:So, wie wir den Frieden wollen, müssen wir hoffen, daß auch das große Nachbarvolk gewillt und bereit ist, diesen Frieden mit uns zu suchen." Ein von konkreten Angeboten ge­radezu. gespickter Vertragsplan für die gemeinsame In­angriffnahme des europäischen Aufbauwerkes wurde den Diplomaten an Themse und Seine sodann am 31. März 1938 vorgelegt.Der einzige Zwang zur Unterzeichnung der Verträge", so hieß es in diesem «uch der Weltöffentlichkeit unterbreiteten Doku­ment,kann nur. in der sichtbaren, von allen er­kannten Zweckmäßigkeit fester Abmachungen für den europäischen Frieden und damit für das soziale Glück und das wirtschaftliche Wohlergehen der Völker liegen". Das Einzige,, was England auf diesen hochherzigen friedenspolitischen Beitrag der Neichsregierung zu er- widern hatte, war ein provozierender diplomatischer Fragebogen, der die verständigungsfeindlichen Absichten seiner Urheber mit erstaunlicher Offenheit betonte. Aus der Fülle der übrigen Versuche Adolf Hitlers, die Weststaaten zum Einschwenken auf die Linie der zentraleuropäischen Ordnungsmacht zu bewegen, sei hier nur noch das Kernstück der großen Reichstagsrcde vom U Oktober 1939 erwähnt, 'die nach der blitzschnellen Niederringung Polens unseren Gegnern noch einmal Wahrhaft großzügige Chance für die Revidierung ihrer Katastrophenpolitik gab und den richtungweisenden Satz enthielt:Die wichtigste Voraussetzung für ein wirkliches Aufblühen der europäischen und auch außer­europäischen Wirtschaft ist die Herstellung eines unbe­dingt garantierten Friedens und eines Gefühls der Sicherheit der einzelnen Völker".

Wir wissen heute, weshalb die verjudeten Demo­kratien die zielsicheren Vorschläge des Führers mit einem glatten Nein beantworteten: Sie hatten andern­falls nicht nur ihren Kriegstretbereien «in Ende setzen lonvern darüber hinaus auch die Leitlinien ihresFrie^

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Im Zentrum von Stalingrad konnte trotz hart­näckiger Gegenwehr weiterer Bodcngewinn erzielt werden.

Die Angriffe unserer Truppen im Kaukasusgebiet wurden erfolgreich fortgesetzt.

In Moskau wächst im Zusammenhang mit dem Ausbleiben derZweiten Front" die Enttäuschung über England.

Reichsaußenminister von Ribbentrop empfing den stellvertretenden rumänifchen Ministerpräsidenten.

In Indien riefen die britischen Tyrannen eine sondertruppe für Maffenerschießunqen ins Leben. Kreisleiter Busch tritt sein neues Amt im Kreise Brcmen-Lesum am 1. November an.

Die SA.-Wehrlampftage in Bremen finden ihren Höhepunkt mit den Vcrcanstaltungen am kommen­den Sonntag.

Für den Einkauf von'.Scknncröl sind neue Vor­schriften erlassen wordtlH'^L-