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„_. . Norüdeutsche VolkszeUuny
parrerarntUche Layeszettuny der Nationalsozialisten vremens
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt vremen
sinnliches verkündungsblalt des keichsstatrsialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 262 , 12. Jahrgang
Mittwoch. 2Z. September 1942
Lm^eipreis 15 Npf.
Durchbruch Mischen Kuban und Kaspischem Meer
In der Stadt Stalins fielen weitere befestigte Häuserblocks in die Hände unserer truppen
Sowjetischer LanLungsversuch nordwestlich Noworostiilk gescheitert
Aus dem Fiihrerhauptquartier, 22. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Nordwestlich von Noworossijsk versuchte der Feind in der Nacht zum 21. September mit Schnellbooten und U-Voot-Jägern zu landen. Fahrzeuge der deutschen Kriegsmarine wiesen diesen Versuch ab. Die Luftwaffe bombardierte feindliche Stellungen um Gele n d s ch i k sowie Schiffsziele im Hafen von Tuapse. Bei -25" Operationen zwischen dem Kuban und dem Kaspischen Meer gelang es deutschen Truppen, ein tiefgegliedertes und stark vermintes Stellungssystem zu durchbrechen. Die Stadt Deiskoje wurde im Sturm genommen. Im Kamps um Stalingrad wurden in harten Nahkämpfen gegen erbitterten feindlichen Widerstand weitere befestigte Häuserblocks genommen und Gefangene eingebracht. Entlastungsangriffe gegen die Riegelstellung nördlich der Stadt scheiterten unter hohen Verlusten des Feindes, der dabei 21 Panzerkampfwagen verlor. An der Donfront setzten deutsche Stoßtrupps über den Fluß und zerstörten auf dem Ostufer 35 Kampf-
Ver ttalienlsche welirmachisberiHir
Nom, 22. September. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt: „In den frühen Morgenstunden des 16. 9. wurden unsere in der Oase Gialo stehenden Truppen von überlegenen motorisierten feindlichen Kräften, die aus der Libyschen Sahara kamen, in erbitterte Kämpfe verwickelt. Nachdem der erste Angriff, der von beträchtlicher Artillerie unterstützt wurde, zurückgeschlagen worden war, setzte die Besatzung der Oase den Widerstand entschlossen und zäh an den folgenden Tagen fort. Dabei wurde sie durch wiederholtes wirksames Eingreifen von italienischen und deutschen Fliegerverbänden wirksam unterstützt. Diese fügten dem Feind schwere Verluste an Mannschaften und Kriegsmaterial zu. Gestern früh entzog sich der Feind, als sich eine unserer zur Verstärkung entsandten motorisierten Kolonnen der Stellung - näherte, dem Kampf und zog sich rasch nach Süden zurück. Dabei wurde er von Verbänden der Luftwaffe der Achse verfolgt und angegriffen. Kein Ereignis von Bedeutung an der ägyptischen Front. Ein britisches Flugzeug wurde von der Abwehr einer unserer Erotzeinheiten vernichtet. Zwei andere wurden über Tobruk von der Bodenabwehr und von einem unserer Jäger abgeschossen."
Die Oase Gialo liegt mitten in der Sahara, etwa 466 Kilometer südlich von Bengasi entfernt an der Piste, die zur Oase Kufra führt. Ihr Besitz, der zwar niemals bedeutenden Einfluß auf die Operationen an der Küste -- hatte, stellt unleugbar insofern einen Wert dar, als Eialo eine der bedeutendsten Karawanenstratzen beherrscht, die die afrikanische Wüste durchqueren.
Die Besatzung der Oase wurde am 16. früh von bedeutenden motorisierten Kräften aus der Sahara angegriffen. Der erste Angriff zerbrach am Widerstand der italienischen Truppen und wurde abgewiesen. Der Feind sah sich gezwungen, feine ganzen Kräfte einzusetzen und das kleine Fort mit heftigem Artilleriefeuer zu belegen. In den Kampf griff sofort die Luftwaffe der Achse ein, die in wiederholten kühnen Tiefflügen eine große Zahl feindlicher Kraftfahrzeuge vernichtete. Trotz des Mißverhältnisses der auf beiden Seiten stehenden Kräfte dauerte der Kampf mehrere Tage lang an. Aber alle feindlichen Versuche zerbrachen an der entschlossenen Verteidigung. Inzwischen wurde eine motorisierte Kolonne beschleunigt in die Oase entsandt. Nach Ueberwindung beträchtlicher Schwierigkeiten langte die Kolonne am Montag früh in der Nähe des Schlachtfeldes an. Bereits das Erscheinen der Kolonne genügte. Der Feind gab jede Offensiv- absicht auf und''zog sich schnell nach Süden zurück. Italienische und deutsche Flugzeuge griffen die sich zurückziehenden feindlichen Einheiten mit Bomben und Bordwaffen an und brachten ihnen neue fühlbare Verluste bei. Auf dem Schlachtfeld wurde dem Kommandanten der Oase, der dem tapferen Verhalten seiner Soldaten Beispiel war, die Silberne Tapferkeitsmedaille verliehen.
stände. Ungarische Truppen wiesen örtliche Angriffe ab. Unter dem Eindruck der hohen Verluste setzte der Feind seine Angriffe gegen die Stadt Woronesch gestern nicht mehr fort. Nordwestlich Woronesch brachen wiederholte feindliche Angriffe im zusammengefaßten Abwehrfeuer aller Waffen zusammen. Bei Rschew nahm der Feind seine Angriffe mit stärkeren Kräften wieder aus. Sie wurden zum Teil schon in der Entwicklung, teils im Gegenstoß abgeschlagen und dabei 28 Panzer vernichtet. Im östlichen Mittelmeer versenkte ein deutsches Unterseeboot einen Transportsegler von 899 BRT. — Bei Einflügen einzelner britischer Flugzeuge über der Küste der besetzten Westgebiete und bei nächtlichen
Störslügen über den Gewässern um Dänemark verlor der Feind sechs Flugzeuge. Leichte deutsche Kampfflugzeuge bekämpften am Tage an der Südküste Englands militärische Ziele mit Bomben und Bordwaffen. — Hauptmann Graf errang als Jagdflieger am 21. September seinen 182. bis 185. Luftsieg."
Nach Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht wurde am Montagvormittag ein größeres Barackenlager in der Nähe von Vexhill an der englischen Südost- küste von leichten deutschen Kampfflugzeugen in überraschenden Tiefangriffen mit Bomben belegt. In einem großen Gebäudekomplex stürzten mehrere Häuser zusammen. Es entstanden mehrere größere Brände.
Stukas geigen den lotentan;
Sie Festung SiaUngraö in einemUling aus SkaHl und veton
22. September. Noch während die Kräfte um die Don-Uebergänge tobten, wurde der gesamte Raum zwischen Don und Wolga zu einer einzigen befestigten Zone ausgebaut, und man weiß heut«, daß die auf dem rechten Flußufer des Don stehenden Reste der südlichen Heeresgruppe Timöschenkos bewußt geopfert wurden, um die Verteidigung des großen Wolgaknies zu organisieren. Die Bosichewisten haben die Zeit genutzt. Mochte man ursprünglich annehmen, die Sowjets hätten die Stadt des bolschewistischen Zaren lediglich durch Anlage einzelner Vesestigungslinien geschützt, dergestalt, daß man von einer ersten, zweiten, dritten Verteidigungszone usw. sprechen konnte, so hat sich im Züge des konzentrischen Vorgehens auf den Kernpunkt des feindlichen Widerstandes sehr schnell erwiesen, daß hier ein ganzes zusammenhängendes System modernster Befestigungsanlagen geschaffen wurde.
Beginnend von dem etwa 86 Kilometer von Stalinrad entfernten Abganerow, von Bedeutung durch seine age an der großen Bahnstrecke, war das weite Steppengebiet von einem Flechtwerk stärkster Feldbefestigungen überzogen. Welche Mühe an den Ausbau der einzelnen Kampfstände verschwendet wurde, zeigt die Besichtigung eines von Panzergrenadieren geknackten Bunkers. Drei Meter tief wurde die von der Sommersonne steinhart gebrannte Erde ausgehoben und darüber hinaus verschiedene Stollen in die Seitenwände getrieben. Die kräftigen, durch Eisenklammern verbundenen Baumstämme, die zum Abstützen verwandt wurdeir, mußten aus den Wäldern' jenseits der Wolga herbeigeschafft werden, den Veton und die Stahlplatten, die für Kuppel und Schießscharten gebraucht wurden, lieferten die großen Jndustriewerke von Stalingrad. Es ist undenkbar, daß diese Arbeiten allein von der Truppe bewältigt werden konnten, denn Hunderte solcher Werke bedecken, tief gegliedert, das Kampfgelände. Eefangenenaussagen bestätigen denn auch, daß neben Spezialkommandos die Zivilbevölkerung in weitem Umfange herangezogen wurde. Beachtliche Erdbewegungen erforderte weiter
die Anlag« der gewaltigen Panzer-Gräben, in denen unseren Panzerdivisionen ein Massengrab bereitet werden sollte.
In der Tat, die Gegenseite hatte alles getan, den erwarteten deutschen Vorstoß in Richtung auf das Wolgaknie aufzufangen. Geschult in der Praxis des Verteidigungskrieges, hatte sie in Anlehnung an die Tradition vergangener Feldzüge die Mittel erfolgversprechender Abwehr bis zur letzten Möglichkeit erschöpft. Besetzt mit zuverlässigen Elementen aus den Reihen der kommunistischen Partei, mußt« dieser Ring aus Stahl und Beton gegen jeden Ansturm gefeit sein. Die Erwartungen haben getrogen. Kilometer um Kilometer bissen sich die deutschen Panzer und Infanteristen durch und arbeiten sich an die Stadt heran, die nun nach dem bestandenen Sturm auf die beherrschende Höhe 144,9 offen vor ihnen liegt. Die sanften Terrassen hinunter schwärmen die Schützen zur Wolga, deren stille Wasser den Schein gewaltiger Brände spiegeln. Die große Lederfabrik hinter dem Panzergraben, in der sich der Feind verschanzt hatte, steht in Flammen, und über den flußaufwärts gelegenen großen Lagerhäusern und Getreidespeichern geigen die Siukas bereits den Totentanz. Unter dem "gut geleiteten Feuer der Ichweten Artillerie, die sich auf diesem idealen Gelände ihr« Ziele nach Wunsch aussuchen kann, ist der Fährbetrieb über die Wolga fast zum Erliegen gekommen, die einzige über den Strom führende Brücke ist unter den Hammerschlägen der Kampfgeschwader schon seit Tagen geborsten.
Der bolschewistische Wahnsinn triumphiert über alle militärischen Vernunftgründe, gleichwie in Sewastopol und Kertsch Bedenkenlos treiben die Politruks die dezimierten Verbände auf die Barrikaden. Die Männer, die auf der anderen Seite stehen, haben indessen Uebung in dem Handwerk, dem Gegner die Luft abzuschnüren. Die einen waren am Kesseltreiben von Kalatsch maßgeblich beteiligt, die anderen nahmen in kühnem Zugriff Woronesch. Sie werden die schwerste Prüfung, Stalingrad, auch bestehen.
Lrlessbsriodter Lurt
kanadischer Zerstörer „oitawa" versenkt
Berlin, 22. September. Der kanadische Zerstörer „Ottawa", 1375 Tonnen groß, wurde durch ein deutsches Unterseeboot versenkt. Der Zerstörer „Ottawa" hatte eine Geschwindigkeit von 35,5 Knoten und war 1932 in Dienst gestellt worden. Seine Bewaffnung bestand aus vier 12-Zentimeter-Eeschützen, zwei 4-Zentimeter-Flak, vier Maschinengewehren und acht Torpedorohren von 53,3-Zentimeter-Kaliber. Ueber das Schicksal der 145 Mann starken Besatzung ist nichts bekannt.
Mtlerkreujtröger Major King gefallen
Berlin, 22. September. Als Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment fiel am 3. September 1942 Ritterkreuzträger Major Erich Ring im Kampf gegen den Bolschewismus.
Mehrfach hat dieser vorbildliche Offizier durch seinen persönlichen tapferen Einsatz und die überlegene Führung seines Bataillons zu, den Erfolgen -es Regiments entschei
dend beigetragen. So nahm er bereits in den ersten Tagen des Oftfelözuges aus selbständig gefaßtem Entschluß beim Angriff auf Grobno einen wichtigen Klubübergang in Besitz und öffnete damit seinem Regiment den Weg zum Borstotz auf die Stadt selbst. Während der Vernjchtungsschlacht von Smolensk warf er den zäh sümpfenden Feind aus beherrschenden Höhenstellungen und schloß damit endgültig den Südrand des deutschen Einschlietzungsringes.
Neue MNerkreuztrüger
Berlin, 22. September. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major d. R. Karl Schulz, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Hauptmann Hellmut Pfeiffer, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment; Oberleutnant Hans Mader, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader; Leutnant d. R. Walter Schlosser, Zugführer in einem Infanterie-Regiment; Unteroffizier Kochendörfer, Geschützführer in einer Panzerjäger- Aufklärungs-Abteilung.
Londoner kiertanz nach der 6elejyugkatastropl,e
Vie britische fldmiraiiiat «Mll sich in Schweigen — «Nördlicher Seeweg kür siilfsttansporle unbrauchbar"
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung Verlin, 22. September. Nachdem man in Eng- unächst versuchte, die Eeleitzugkatastrophe im eer vollkommen totzuschweigen, gab nunmehr die üge Stelle der britischen Admiralität die be- nde Erklärung ab, daß die Admiralität „pch lei- iwungen sehe, zu den deutschen Meldungen über irsenlungen, die sogar Schiffsnamen anfuhren, äher Stellung zu nehmen". Diese Erklärung sagt Inhalt nach. wenn auch mit anderen Worten, nche, was man seinerzeit »n London zu der ersten eer-Eeleitzugkatastrophe erklärte, dag man nam- gfach überhaupt keine Mitteilung machen wolle, stärker ist freilich das Echo. das dieser neue deut- -folg im übrigen Auslande ftndet, wo der deut, leg um so höher bewertet wird. als es sich nach einer Meinung bei diesem Geleitzug um die Eenerallieferung" vor der B-reifung der Zu- raße nach Murmansk gehandelt habe. den die Amerikaner durchzuführen versuchten, ler stellt man fest. daß der Kampf gegen den er-Konvoi infolge des äußerst starken Geleitschutzes jarakter einer richtigen Seeschlacht getraaenhabe. illqemein wird auch angenommen, daß dre W-ve - 'rast der Bolschewisten -m kommenden Winter diese Verluste empfindlich geschwächt werde Ohne wartete angelsächsische Unterstützung werde ^ ü-he Koloß seinen Todeskampf schwerlich noch fortsetzen können. Die Tatsache, daß der . ich Oelschifse mit sich führte, wird als Beweis n großen Mangel der Bolschewisten an diesem sichtigen Rohstoff geweitet. Zusammenfass daß der neue deutsche Sieg den Beweis da ur ' hätte, daß der nördliche Seeweg endgültig mr ' an Moskau unbrauchbar sei und sich
Lage der Sowjetunion dementsprechend verschlech- habe. Auf der andern Seite sieht man in der einanderfolge von zwei Söndermeldungen des deut- n Oberkommandos innerhalb 24 Stunden über große ge zur See als einen Beweis für die immer größere ist, Bereitschaft und Kampfentschlossenheit der deut- n See- und Luftstreitkräfte.
>er Daily Expreß", der zu der Sondermeldung llung nimmt, erklärt, es gäbe bei solchen Operatro- wie der Fahrt eines Konvois durch die Arktis stets mltige Risiken, mit denen man zu rechnen habe. Der mann, der sich für eine Fahrt durch die arktischen oässer anheuern lasse, müsse auf eine Unzahl von er- und Unterwasserangriffen gefaßt sein, die zwei- os Verluste förderten. Das Blatt übt dann Kritik der Nachrichtenpolitik der Admiralität und fordert e auf, tunlichst bald einen eigenen Bericht zu dem iriff auf den britisch-amerikanischen Eeleitzug zu üftntlichen. Noch weit stärkere Kritik an den Agi- onsmethoden der britischen Regierung übt der La- r-Abqeordnete Shinwell anläßlich einer Rede, die m Bradford hielt. Er erklärte dort. wenn auch die sierungsmitglieder ständig behaupteten, daß die Alli- en als Sieger aus diesem Kriege hervorgehen, so doch die britische Öffentlichkeit weit davon entfernt, je Aeußerungen als bare Münze hinzunehmen, as englisch- Publikum sei in dem Wahn befangen, es keinen Ersatz für den gegenwärtigen Premier- ister gebe. Es sei ein trauriges Zeichen für die tände in England, zu glauben, es gäbe nur emen üqen Mann im Lande, der die Fähigkeit zur W>b- a der Regierung besitze. Mit einer solchen Uuf- ina könne man sich begraben lassen. Er. Shinwell, ibe jedenfalls nicht daran, daß der derzeitige Pre- r oder die Regierung in ihrer augenblicklichen Zu
sammensetzung unersetzbar seien. Jeder, der eine andere Meinung vertrete, falle dem Churchill-Mythos zum Opfer, der für das Land eine Gefahr bilde und für den Großbritannien eines Tages noch einmal teuer zu bezahlen haben werde.
Neben dem Tonnageproblem ist es die Frage der Zweiten Front, die England nicht zur Ruhe kommen läßt und die auch das übrige Ausland auf das stärkste beschäftigt. In den Reden von Halifax und Haare wird ein deutliches Anzeichen dafür erblickt, daß die öffentliche Meinung in England immer energischer die Zweite Front und ein aktives Eingreifen in den Kriegsverlauf fordert. Es kommt dazu die gesteigerte Tätigkeit der Kommunisten als Ausdruck der bolschewistischen Berbitterung über den offenbaren Betrug, den die Alliierten an der Sowjetunion verübten und der Moskau starke Verluste zufügt. Man habe, so wird gesagt, im Juli 1942 über die Errichtung der Zweiten Front als über eine konkrete und unmittelbar bevorstehende Tatsache gesprochen; es sei jedoch heute klar. daß sowohl London wie Washington bereits damals wissen mußten, wie groß die Schwierigkeiten der Durchführung sein würden. Diese Schwierigkeiten seien keine Angelegenheit der letzten Wochen. Daraus sei zu folgern, daß Churchill und Roosevelt ihr feierliches Versprechen nur gegeben hätten, um Stalin zu veranlassen, noch mehr Opfer im Interesse der Anglo-Amerikaner zu bringen, wobei es ibnen gleich war. ob die Sowjetunion am Ende ausgeblutet und erschöpft sein würde. Gleichzeitig lassen nach dem Eingeständnis des englischen Nachrichtendienstes die Meldungen bezüglich Slalingrad nur wenig Hoffnung für die sowjetische Verteidigung auskommen Man gewinne, so erklärt der Londoner Sender, den Eindruck, als ob alle anderen Fronten geradezu den Ausgang dieses Kampfes abwarteten.
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Ein Plutokratenhäuptling und der Bolschewismus
är. iv. scü. Berlin, 22. September. Die Ausführungen, die in der vergangenen Woche Sir Samuel Hoare über die geistig-politische Lage in weiten Bereichen Europas machte, schienen einigen nachdenklichen Leuten in England doch etwas deutlicher als bisher gemacht zu haben, daß die britische Politik gegenüber Europa schon vollkommen im luftleeren Raum operiert..^. Die „Times" erkennt mit Schrecken, daß sich in Europa immer mehr die Auffassung durchzusetzen beginnt, „daß Ordnung und Solidarität in Europa mit dem Wirken des Nationalsozialismus zusammenfallen und daß Chaos und Zersplitterung Hie unvermeidliche Folge seines Unterganges sein würden". Verzweifelt sucht man nach Mitteln, mit denen man dieser Entwicklung der Auffassungen entgegenwirken könnte. Nach dem Londoner Bericht einer schweizerischen Zeitung denkt man vor allem an die Schaffung einer Fata Morgana für die Nachkriegszeit. Da heißt es. daß „das auf seine Erlösung wartende Europa" von den bereits seit einiger Zeit im Gang befindlichen Vorkehrungen der Alliierten in Kenntnis gesetzt werden müsse, deren Ziel es sei, die drohende Hungersnot in Europa sofort nach Kriegsende durch Entsendung aufgestapelter Nahrungsmittelvorräte wirksam zu bekämpfen. Die europäischen Völker, vor allem aber diejenigen, die einmal mit einer englischen Garantie beglückt waren, wissen heute, was sie von britischen Versprechungen zu halten haben. Sie fragen sich selbstverständlich heute auch, wie denn die Engländer und Amerikaner nach dem Verlust der reichsten Rokstoffgebiete und angesichts der zunehmenden Schrumpfung ihres Schiffsraumes ihre Verheißungen für die Zukunft in die Wirklichkeit übersetzen wollen, wenn sie heute kaum noch in der Lage sind, die eigene Versorgung sicherzustellen. Europa sieht andererseits, daß die , Achsenmächte und Japan ihre Versoraunqsräume ständig erweitern konnten und heute schon, mitten im Kriege, dabei sind, diese Räume fruchtbringend so zu organisieren, daß auch unabhängig von der Zeitdauer der--Kämpft schon von jetzt ab der Weg zum'wirtschaftlichen Wiederaufstieg unseres Kontinents geöffnet ist.
Die angloamerikanische Agitation muß angesichts der wachsenden Einsicht der Völker wiederum zum geistigen Diebstahl greifen, indem sie unsere Kampfparole vom geeinten Europa für sich selbst in Anspruch nimmt. Sie wird dabei, wie das vorliegende Echo bereits erkennen läßt, nicht viel Glück haben. Zu tief verwurzelt ist bereits das Mißtrauen Europas gegenüber den pluto- kratischen Mächten, die das unnatürliche Bündnis mit dem Bolschewismus eingegangen sind, die von ibm allein seine Rettung erhoffen und die ihm Europa als Preis versprochen haben. Mit der Verkündung des. Planes, die deutschen Kinder ihren Müttern zu ent-' reißen und wurzellos zu internationalisieren, haben die Briten vor der ganzen Weltöffentlichkeit ihr wahres Gesicht gezeigt.
Wo allerdings das jüdische Bindeglied zwischen Plu- tokratie und Bolschewismus fehlt, da steigen auch in der angloamerikanischen Welt immer wieder Bedenken gegen das als widernatürlich »empfundene Bündnis mit dem Bolschewismus auf. Mit diesen seelischen Widerständen setzt sich jetzt in der „Newyork Times" der Vorsitzende des Exekutivausschusses der I. P. Morgan Company, Thomas Lamont, ausführlich auseinander. La- mont bekennt sich ausdrücklich als unbedingten Freund der Sowjets. Um so beachtlicher ist es, wenn ihm in seiner höchst gewundenen Beweisführung ein Geständnis entschlüpft, das festgehalten zu werden verdient.
In dem Bemühen, die Haltung der Sowjetunion in der Zeit von 1939 bis 1941 zu entschuldigen und zu begründen, führt Lamont wörtlich aus: „Wenn man heute zurückschallt, so ist es klar, daß die Sowjets ähnlich wie England Zeit gewinnen wollten, um sich für den Kampf gegen Hitler vorzubereiten." Nach allen Erfahrungen, die wir in nunmehr 15 Monaten des Krieges im Osten gemacht haben, bedeutet uns das nichts Neues. Aber es ist doch nicht ohne Bedeutung, daß jetzt auch ein so prominenter Freund der Sowjets auf der Gegenseite offen bestätigt, daß die Sowjets im geheimen Einverständnis mit den Churchills und Roose- velts den Ueberfall auf Deutschland planten und daß das rechtzeitige Zuschlagen des Führers sie nur noch daran hinderte, das Ueberraschungsmoment zur Geltung zu bringen. Dem entschlossenen Zufassen des Führers ist es zu danken, daß nicht Europa von den Horden des innerasiatischen Nihilismus überflutet wurde, daß vielmehr die deutschen Truppen und die Verbände unserer Verbündeten an der Wolga und am Kaukasus stehen. Nun jammern diese Leute, die alles auf die bolschewistische Karte gesetzt haben, und sprechen wie Lamont angesichts der in Stalingrad heranreifenden Entscheidung von „dieser kritischen Phase unseres eigenen Kampfes für unsere Existenz und die Freiheit". Nun erleben wir das groteske Bild. daß ein w prominenter Repräsentant der Plutokratien wie der Morgan- Mann Lamont sich hinstellt und bekennen muß. daß vom
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Vnssr Eraysssprsys!
In Stalingrad sielen weitere befestigte Häuserblocks in unseren Besitz.
Unsere Truppen durchbrachen ein tiesgegliedertes Stellungssystem zwischen Kuban und' Kaspischem Meer.
Ein Landungsoersuch der. Sowjets nordwestlich Noworossijsk wurde abgewiesen.
Die indischen Freiheitskämpfer Pandit Nehru und Azad wurden von britischen Schergen verschleppt.
Die auf den Salomonen gelandeten amcmkanischen Kampfkräfte sind nunmehr vernichtet.
In Berlin fand eine mohammedanische Freiheitskundgebung statt.
Reichsminifter Dr. Torpmüller verlieh anläßlich einer Besichtigung der Bombenschäden in Bremen Auszeichnungen an E^olgschaftsmitglieder der Bremer Verkehrsbehör