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parliriamtkctiL Lcryeszoiiung
vos flmtsdlatk des Negierenden vürgermclslers der Zielen Hansestadt vremen
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üev Narionalsozial-isteri. Vremens
flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstattstalkers in Oldenburg und Bremen
Nr. 2S9 , 12. 7afirgang
Sonntag, 20. September 1942
Linzeipreis 15 Npf.
Sowjetischer Seneralstabschef fiel in deutsche fiand
Lo» ülvn Xämptsn um ä»s ^VoLyakssts Lslsvktsstanä s»nsr kolsoksvLstisvkon Lrmss genommen
LLaUngraü» vntsoksiäsncZI iür <Us Qesamtlage unserer keinäe / Lnglanäs Lsärängnis «rävkst
Berlin, 19. September. Zu den Kämpfen vor Stalingrad teilt das Oberkommando der Wehrmacht im einzelnen mit: Der Angriff auf Stalingrad brachte auch am 18. September weitere Fortschritte. In zähen Häu- serkämpsen wurde eine Anzahl Widerstandsnester vernichtet und Schritt für Schritt weiter Boden gewonnen. Vorgehende deutsche Infanteristen stiegen auf bolschewistische Bunker, die gut getarnt bis zu 15 Meter Tiefe in die Erde hineingetrieben waren. Drei befestigte Anlagen waren sogar zu zweistöckigen Bunkern ausgebaut und dienten einer bolschewistischen Armee als Gesechts- stand; Pioniere überraschten ihn. Der bolschewistische Oberbefehlshaber konnte in letzter Minute dem deutschen Zugriff entwischen, sein Generalstabschef mit allen Offizieren und Hilfskräften geriet in deutsche Gefangenschaft.
Von Norden her unternahmen die Bolschewisten gegen die deutsche Riegelstellung einen örtlichen Entlastungsangriff. Nach trommelfeuerartiger Artillerievorbereitung ging der Feind in großangelegtem Angriff mit starken Jnfanterieverbänden und über 150 Panzer- lmpfwagen gegen die deutsche Stellung vor, Er wurde unter schwersten blutigen Verlusten zurückgeschlagen. An einer Stelle gelang es ihm mit massierten Kräften einige Kilometer tief in die deutsche Abwehrstellung einzudringen. Die Einbruchsstelle wurde sofort abgeriegelt und die vordringenden Bolschewisten würden in konzentrischem Gegenstoß zum Stehen gebracht. In harten Nahkämpfen wurde der Feind dann wieder zurückgeworfen, so daß bei Einbruch der Dunkelheit die deutsche Abwehrstellung überall wieder in deutscher Hand war. Bei diesen erbitterten Abwehrkämpfen verlor der Feind 120 Panzerkampfwagen, zahlreiche Bolschewisten mußten/den Weg in die Gefangenschaft antreten. Der mit stärksten Kräften durchgeführte Versuch, die deutsche Riegelstellung im Norden Stalingrads zu durchbrechen, scheiterte an der vorbildlichen Haltung und dem tapferen Einsatz der hier eingesetzten Infanteristen, Pioniere, Artilleristen und Panzersoldaten mit einem völligen Mißerfolg der Bolschewisten.
Deutsche Zerstörer- und Schlachtflugzeuge zermürbten in ununterbrochenen Tiefangriffen die Widerstandskraft des sich verzweifelt wehrenden Feindes. Sturzkampfflugzeuge stürzten sich trotz heftiger Flakabwehr auf die Bunker und auf sestungsartig ausgebaute Gebäudeblocks der Stadtmitte. An der nördlichen Riegelstellung bombardierten Kampfflugzeuge Bereitstellungen bolschewisti- sckcr Angrisfskräfte vom Morgen bis zum späten Abend, kö feindliche Panzerkampfwageu und sieben Geschütze
0er sichrer an den König von Ifiailand
Aus dem Führerhauptquartier. 19 Sept. Der Führer hat dem König von Thailand zu fernem Eeburtstag am 20. September mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. ' -
Seschenk des sichrer» an das ungarische Noie kreuz
Budapest, 10. September. In Budapest traf ein Laza- lettflugzeug ein, das der Führer durch Frau von Kallay, der Gattin des ungarischen - Ministerpräsidenten, dem ungarischen Roten Kreuz zum Geschenk gemacht hat. Das Geschenk wurde von Frau von Kallay, vom Präsidium des ungarischen Roten Kreuzes und von einer Offiziersabordnung der ungarischen Luftwaffe feierlich in Empfang genommen. Bei der Ilebergabe durch den Gesandten Hewel vom Auswärtigen Amt war auch die Ludapester'deutsche Gesandtschaft mit dem Gesandten von Jagow an der Spitze.zugegen.
wurde« vernichtet. Weitere 31 Panzer und zahlreiche Fahrzeuge wurden durch schwere Beschädigungen außer Gefecht gesetzt. Auf einer Eisenbahnlinie wurde ei» bolschewistischer Mnnitionszug zur Explosion gebracht. Mit Truppen und Kriegsmaterial beladene fünf weitere Züge wurden schwer getroffen. Deutsche Jäger schössen in Luftkämpscn 77, die Flakartillerie schoß vier weitere bolschewistische Flugzeuge ab.
ISO, Bremen, 20. September. Ingrimmiger Kampf Ingrimmig tobt auch heute UM die Wolgafeste noch die Schlacht um Stalin- ^ ' grad. Auf und zwischen den
Häuserruinen der Stadt, die ein einziges Bunkersystem von 25 Kilometer Tiefe bildet, setzen die Bolschewiken in unerhörter Verbissenheit ihren verzweifelten, wenngleich fruchtlosen Widerstand bis zur Selbstvernichtung
Neuer krfolg unserer U-Voote
wieder iS Schiffe mit ISS SSS VM. auf den Meeresboden geschickt
Aus demFührerhauptquartier, den 19. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Unterseeboote versenkten in harten Kämpfen in der Karibischen See, vor Afrika, im St. Lorenzstrom und im Eismeer 19 Schiffe mit 10Ü ÜVÜ BRT. sowie einen Schlepper. Drei weitere Schiffe wurden torpediert. H
Ooe Die feindlichen Schiffsverluste verteilen sich wiederum über viele tausend Seemeilen, vom Eismeer bis hinüber zur uord- und mittelam.orikanischen Küste und dann zurück bis vor die Gestade Afrikas ünd bezeichnen so erneut die außerordentliche Weiträumigkeit der deutschen Seekriegführung einerseits, wie auf der andern Seite der Lagebericht ein klares Licht auf die Schwerpunkte der gegnerischen Kriegführung wirft, die immer wieder von unseren Ü-Vooten entscheidend getroffen wird. Wenn diese dritte Sondermeldung im Laufe einer kurzen Zeit zusammen mit den in^den OKW.-Berichten als schwer getroffen gemeldeten Schiffen die gewaltige Summe von rund 400 000 BRT. ergibt, so wird damit eindeutig die Phrasenhaftigkeit der Prahlereien eines Hüll, Knox, Rdosevelt bewiesen, die in immer neuen periodischen .Ankündigungen der Welt die endgültige Ausschaltung, der Unterseebootgefahr vorzuspiegeln versuchen. Die feindliche Agitation hat in diesen Ankündigungen versucht, aus den Pausen, die sich naturgemäß zwischen den einzelnen U-Boot-Sondermeldungen des OKW. ergeben, Kapital zu schlagen und immer dann von einem Rückgänge der Versenkungen zu reden, wenn die Abstände
zwischen den Versenkungsmeldungen etwas größer wurden. In letzter Zeit nun ist entgegen den anglo-amerika- nischen Großsprechereien über die Verminderung der ll- Byot-Gefahr eine immer schnellere Aufeinanderfolge dieser Meldungen zu beobachten, während gleichzeitig bereits seit langen Monaten die bedrohliche Höhe der monatlichen Versenkungszahlen sich konstant erhielt, ja im Wachsen begriffen ist. Was das bedeutet,, ist klar, da alle Fragen der Seekriegführnng letzten Endes in die Schiss- fahrtsfrage münden. Mit der Schlacht aus den Meeren hängt unmittelbar jedes andere Kampfereignis zusammen, wo immer, auch dieser Weltkrieg sich wie jetzt bei Stalingrad oder zü anderen Zeiten in Aegypten zu einem entscheidenden Brennpunkte verdichtet.
Gerade aus dieser Erkenntnis heraus zeigen die feindlichen Kommentare eine steigende Beunruhigung über die Geschehnisse des Seekrieges.' Die Auswirkungen, die die bisherige Gesamt-Versenkungsziffer von über 20 Millionen BRT. hat und haben muß, nehmen einen für die Anglo-Amerikaner immer spürbareren Charakter Irn. Kein noch so krampfhafter Versuch des Gegners vermag das auf diesem Sektor- der Kriegführung unerbittlich nahende Unheil zu wenden. Systematisch vereitelt der Einsatz der U-Boote die Kriegspläne der Engländer. und Amerikaner, während gleichzeitig auch die Folgen für die Versorgung Englands einerseits wie für die Produktion Amerikas andererseits immer deutlicher werden.
Unter den versenkten Schiffen befindet sich auch ein schwer bewaffnetes feindliches Hilfskriegsschiff von 3500 BRT., das im St.-Lorenz-Strom in der Küsten- und Eeleitzugsicherung eingesetzt war.
Feldbefestigungen am lerek durchbrochen
Her -estrige Bericht des vberkommandos der Wehrmacht
Aus dem Führerhauptquartier, 19. September. Das Oberlommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Am Terek durchbrachen deutsche Truppen in harten Kämpfen stark ausgebaute und verminte Feldbefestigungen und warfen den Feind aus mehreren Hö- henstellungen. Der Kampf um Stalingrad wurde gegen zähen Widerstand erfolgreich fortgesetzt. Ein von Norden gegen die deutsche Riegelstellung geführter örtlicher Entlastungsangriff starker feindlicher Infanterie und Panzerverbände brach unter schweren Verlusten zusammen. In die eigenen Stellungen eingedrungene feindliche Kräfte wurdeit in hervorragender Zusammenarbeit von Verbänden des Heeres und der Luftwaffe aufgerieben. Es wurden zahlreiche Gefangene eingebracht und 129 Panzer vernichtet. In Luftlämpfen über Stalingrad verlor der Feind am gestrigen Tage 77 Flugzeuge. An der unteren Wolga warfen Kampfflugzeuge drei ver
schiffe in Brand und fetzten die Zerstörung von wichtigen Eisenbahnknotenpunkten mit Erfolg fort. Bei Woro- nesch wurden fortgesetzte Angriffe des Feindes gegen den Brückenkopf in erbitterten Kämpfen zum Teil im Gegenangriff abgeschlagen. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe brachten den Truppen des Heeres hierbei wirksame Entlastung.
In Nordafrika führte die deutsche und italienische Luftwaffe rollende Angriffe mit Bomben und- Bordwaffen gegen britische Panzerbereitstellungen und motorisierte Kolonnen, Bei nächtlichen Störflügen britischer Bomber im Küstengebiet der Ostsee wurden zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Vor der englischen Südküste versenkten gestern leichte deutsche Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 1500 BRT. und beschädigten vier weitere Schiffe durch Bombentreffer."
fort und lassen sich, Block um Block, unter der Feuerlawine deutscher Sturzkampfbomber begraben. Ohn« Möglichkeit eines Ausweichens (nachdem die Brücken über die Wolga längst gesprengt sind) und ohne Möglichkeit auch nur von einem Stadtviertel zum andere« zurückzugehen (da das Gesamtgelänbe von mehreren hundert Quadratkilometern, bedeckt von gewaltigen Trümmerhaufen und übersät von den Bomben deutscher Stukas, keinen Schutz mehr bietet) erwarten, stumpfsinnig wie sie schon einmal sind, die Bolschewiken das Ende, das ihnen gesetzt ist und das sie mit ihrem verzweifelten Widerstand lediglich hinauszögern, aber nicht mehr abwenden können. Stalin sölbst, der genau weiß, welche strategische Stellung Stalingrad zukommt, hat aus allen Jagdstaffeln der gesamten Ostfront vom hohen Norden bis zum Süden' die besten Piloten zusammengezogen, um sie in Sonderverbänden gegen die deutschen Flieger einzusetzen, ja, es sollen nach japanischem Muster sogar sogenannte Todesstaffeln aufgestellt worden fein, die sich mit voll bel-adenen Bombenflugzeugen auf die deutschen Stellungen und Truppenzusammenziehnn- gen. hinunterstürzen müssen. So ist, diese Schlacht zu der für die Bolschewisten fürchterlichsten dieses Krieges geworden, ohne daß aus der sinnlosen Fortsetzung des bolschewistischen Widerstandes den Sowjets irgendein strategischer Vorteil erwachsen könnte.
Kein Zweites Stalingrad ist kein zweites Verdun des üerdun Weltkrieges, wozu es die -anglo-amerika- nische Kriegsberichterstattung gerne stemp- peln möchte; es ist kein solches Verdun, weil es nicht wie dieses am Anfang einer neu geplanten, gewaltigen Kriegsoperation steht, sondern den Abschluß einer solchen bildet. Darum kann auch keine Rede davon fein, daß sein Widerstand eine „katastrophale" Minderung der deutschen Kampfkraft herbeizuführen vermöchte, wo es noch immer in diesem Kriege die deutsche Führung verstanden hat, selbst die schwierigsten Aufgaben zu lösen, ohne etwa durch sinnlose Verschwendung der eingeietzien Kräfte, weitere bevorstehende Aufgaben zu gefährden. Ganz im Gegenteil wird auf feiten des Gegners der Verlust der Stadt die Lahmlegung seiner letzten Osfen- sivkraft bedeuten. Das sieht man sogar in London ein, wo die „Times" mit bemerkenswerter Resignation feststellt: „Wenn Stalingrad fällt, wird die Sowjetunion zu dem Kriege weder im kommenden Winter noch im nächsten Jahre einen nennenswerten Beitrag leisten können. Da die Sowjets dann gezwungen sind, eine Stellung -nach der anderen aufzugeben, hätte es dann wenig Zweck, eine zweite. Front zu eröffnen." Der gleichen Meinung ist auch der militärische Fachmann Reuters, der seiner Agentur über den bevorstehenden Fall Stalin- grads schreibt, dieser Fall würde alle Zukunftsaussichten für die Eröffnung einer zweiten Front än irgend einem Punkt des Kontinents verschütten, weil danach der Füh- ter einen großen Teil feiner Luft- und Landstreitkräfte nach dem Westen verlegen könne. Das wird dann auch bestimmt zum gegebenen Zeitpunkt geschehen, den allerdings der Führer bestimmen wird, wie alles, was dieses Kriegsgeschehen entscheidet. Nicht vergebens läßt sich die deutsche Führung Zeit, bevor sie offiziell das zweifellos >eit Tagen schon entschiedene Schicksal Stalingrads der Welt kundgibt. Stets ist es bei ihr Brauch gewesen, daß erst nach dem vollem Abschluß einer krtegsentschei- denden Operation dem deutschen Volke Rechenschaft über deren Euderfolg und ihre Einzelheiten gegeben wurde. Wenn dies nun'heute oder morgen geschieht, dann wird die Welt vor der Tatsache eines Kampfabschlusses stehen. oe„en Bedeutung die kämpseyde Truvpe wie die Heimat heute schon längst erfühlt haben, von der aber nun auch der Feind und seine Verbündeten Kenntnis nehmen und die Folgerungen ziehen muß.
Moores britische Selbstanklage gegenüber kuropa
kuropa schenkt den britischen Nedensarten und kochtrabenSen Versprechungen keine siulmerksamkeit mekr
Drabtbcricht iinscrcr Berliner SLriftlcituna
>e, Berlin, 1g September. In einer Rede, die der ische'Botschafter in Madrid, Sir Samuel Hoare, in ton hielt, fetzte sich Hoare als Thema Europa und r das neue Europa, zum Gegenstand seiner Betrach- !en, und er scheute sich nicht, dabei Begriffe und m, ja sogar Schlagworte des revolutionären Europa "greifen und für die britischen Zwecke auszuichlach- Hoare bewies mit dieser Rede ein neues Mal, daß chl, er wie sicher auch manches andere Engländer gut erkannt hat, daß die Idee und die vom
m Europa eine Ungeheure Schlagkraft besitzen, za gerade diese revolutionäre Idee und die mit ihr bundene europäische Revolution die eigentlich tra- >en und unbesiegbaren Elemente in dem Kampf der Ion Völker gegen das reaktionäre England dar- en. Hoare erklärte, daß er auf seinem Beobachtungs- in Madrid oit gefragt worden sei. was denn mit opa. nach einem Alliierten-Siege geschehen wurde, er habe dabei feststellen müssen, daß icder der <ira- >en befürchtet habe. daß mit einer Zerstörung Üchlands und seiner Regierungsform Anarchie uns os über Europa kommen müssen. Mit anderen Aor- Sir Samuel Hoare hat auf feinem Botichalter- en in Madrid erlebt, daß innerhalb der europäischen ker die Thesen des britischen Imperialismus uns britischen Methoden der Beherrschung Europas im ße des entschwindenden „europäischen Gleichgewichts te ihre Gültigkeit verloren haben Er mußte er- irn, baß diest revolutionären Ideen des .neuen ppa zu einer zwingenden Notwendigkeit des Jayr° k:rts geworden sind und mußte dabei gleichzeitig ce-fen, daß die Herrschaftsmethoden des britischen üinchs einem vergangenen Jahrhundert angehören. Hoare, der genierst hat, daß die Thesen und Pa- " für diZos neue/Europa in den europäischen Voi- > bereits so tiefgreifende Wurzeln schlugen, daß sie t-m englisch-'n Mc!bo--en nicht mehr bekämpft wer- kinnen. geht nun mit echt britischer ._:krumilloslgk>-lt Rafkincsfe dazu über, sich einfach einen Teil dir er
unserer Thesen zu eigen zu machen und nun seinerseits mit Begriffen wie „Neuordnung", „nationale Selbständigkeit", „völkische Eigenheiten" zu operieren. Der Zweck dieses Manövers besteht offensichtlich darin, der europäischen Revolution den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Die innere Verlogenheit dieses Versuchs Hoares, die britische Politik gewissermaßen in das Schlepptau des neuen Europas zu hängen, geht aus den zahlreichen Aeußerungen führender englischer Politiker, von Churchill angefangen bis zum letzten seiner Kabinettsmit- glieder, zur Genüge hervor, die samt und sonders sich nicht genug darin tun können, für die Nachkriegszeit ein Ueber-Versailles. 'die Zerstörung Deutschlands, die Auslösung Europas in zahllose unorganische Kleinstaaten, die endgültige Ausschaltung Europas als politischen Machtfaktor und schließlich die Auslieferung des Kontinents an den Bolschewismus zu fordern. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß England nach dem Weltkriege die einmalige Chance hatte, Europa eine Ordnung nach seinem Willen zu geben Diese Chance wurde von England in der unerhörtesten Art mißbraucht, indem durch die britische Politik jede politische Eigenheit, jede nationale Selbständigkeit ip Europa brutal unterdrückt wurde. Wo war das Bild des in jeder Hinsicht geordneten Europas unter der Herrschaft des Versailler Diktats und des Völkerbundes, mit denen England nach dem Weltkriege europäische Politik trieb? Die Wirtschaftsführung aller Staaten des europäischen Raumes wurde damals mehr als 20 Jahre lang von England rigoros geknebelt. Politisch aber übte London mit Hilfe des franzöfsischen Degens in Europa eine Herrschaft, die alles andere war denn eine Wahrnehmung der europäischen Interessen, Es bat seinen guten Sinn, wenn man heute noch mit dem Wort „Balknnisierung" — por? prn — das Aevtzerste an Unordnung bezeichnet, was im europäischen Bezirk möglich ist und was doch ein genaues Abbild der enalischi-n „Ordnung" Europas darstellt Gurapa stellt- für England im Gegenteil und geradezu nur das Instrument der Empirepolitik dar,
ein Mittel seiner imperialen und kolonialen Ziele, mit denen das Weltreich erhalten werden sollte. Heute nun hat dieses Europa endlich unter der Führung Deutschlands sein eigenes Gesicht, seine eigene Gestalt gesunden. Es soll nun endlich aus sich selbst heraus ein politisches Gebilde werden, das sein Gesetz aus sich und nicht von England empfängt, und dieses sein Gesetz auch in sich selbst trägt.
Es stellt einen ungeheuren Zynismus dar, daß ausgerechnet Hoare, einer jener Politiker, der die gesamte Haltung Englands gegenüber Europa in dir Nachkriegszeit verantworilich bestimmte, heute Begriffe und Ideen, ja sogar Schlagworte des revolutionären Europa aufgreift, um diese Idee Europa aus den Herze» der europäischen Völker zu verdrängen. Es bedarf keines weiteren Beweises siir die Verlogenheit der sentimentalen Aeußerung jenes Londoner Korrespondenten der „New Park Times", daß „das englische Voll auch ein Gewissen habe", als diese neue Auslassung des englischen Botschafters in Madrid. Auch sie ist nichts anderes als eine Reflexion jener „falschen britischen Erundcinstel- lung", die sich seil mehr als drei Jahrhunderten in einer einzigen großen Lüge und in einer gemeinen und erpresserischen Ausbeutung aller anderen Völker zugunsten Englands erschöpft. Gleichgültig bleibt dabei, welche Ziele Sir Samuel Hoare mit dieser Rede verfolgen mag, die letzten Endes ja auch eine bisher in dieser Schärfe noch kaum dagewesene Kritik an der gesamten Politil Churchills darstellt. Hoare mag immerhin heute den Enropäer spielen, bleiben wird er stets ein Brite. Sir Samuel Hoare hätte sich gerade aus diesem Grunde bewußt sein müssen, daß seine eigene Feststellung auch auf ihn selbst und sür seine Aeußerungen zutrifft, wenn er sagt: „Europa schenkt allgemeinen Redensarten und hochtrabenden Versprechungen keine Aufinerkiamleit". Auch über den Versuch Haares, europäisches Gedankengut zu stehlen, um damit britischen Zielen zu dienen, wird das im Marsch in seine Zukunft befindliche jnnqc Europa nichtachlcnd hii,n>egschrkiten, »m sein neues Jahrtausend ohne England zu formen.
Schlechtes Der für Deutschland siegreiche Alisgang der löewillen Sckftvcht von Stalingrad legt nicht nur die - . ' . zukünftige Offensivkraft der Sowjets lahm,
sondern beeinflußt darüber hinaus die Eesamtftrategie der feinde Deutschlands schlechtweg. Sie fürchten mit Recht, im kommenden Jahr in Westeuropa und im Mittelost der geballten deutschen Offensivkraft allein gegenüber stehen zu müssen, nachdem mit der Besitznahme der unteren Wolga durch die deutschen Truppen alle Verbindungen mit der europäischen Sowjetunion von Suden her durchschnitten sind. In diesem Gebiete, aus der einzig größeren Stadt in einem Umkreis von 200 Meilen, vertrieben, vermögen die Sowjets nicht, wie im Vorjahre, etwa^wiederum eine Gegenoffensive hier vorzubereiten, währebd Deutschland imstande sein wird feine bisher im Osten zum größten Teil gebundene Kmft wenigstens teilweise für andere Fronten freizu-
Vnsor
Bei den erbitterten Kämpfen um Stalingrad fiel ein Eencralstabschcs mit allen Hilsskrästen seines Armeestabcs in deutsche Hand.
Nördlich Stalingrad brach ein starker bolschewistischer Entlastungsangriss zusammen.
Wieder schickten unsere »immcrmiidcn U-Boote 19 Schiffe mit zusammen 100 090 BRT. auf den Meeresgrund.
Abermals muhte eine Anzahl Inder unter den Kugeln der britischen Schergen ihr Leben lassen. Der britische Botschafter in Spanien, Hoare, beging in einer Rede Diebstahl am geistigen Eigentum des neuen Europa.
In Wien fand die europäische Jugcndtagung einen würdigen Ausklang.
Bremens SA. tritt heute zu den Mehrkämpfer, an, General Hirschauer richtet einen Appell an die Amtstrager und Amtsträgerinnen des Rcich-Uuft- schutzbundes.
Die Bremer Landesbank und die Staatliche Kreditanstalt Oldenburg-Bremen haben auch 1911 ihre Tätigkeit ausdehnen lönnen.