Ausgabe 
(19.9.1942) Nr. 258
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der NationrUldziaUfden. vremens

flmtlikftes verkündungsbtatt des Neichsstattlialrers in Oldenburg und Nremen

Nr. 258 , 12. Jahrgang

Sonnabend, 19. September 1942

Linzeipreis 15 Nps.

Sowjets kämpfen bis ;m SelbswemWuno

I

über Schutt und Lrümmerkaufen stoßen die deutschen truppen weiter in das Innere Stalingrads

wuchtige Schlüge gegen die Widerstandsnester

Erfolge am Terek-Abschnitt

Berlin. 18. September. In den Kämpfen vor Stalingrad teilt das Oberkommando der Wehrmacht er­gänzend mit: Die harten Hiiuserkiimpse dauerten auch am 17. September an. Ueber Schutt und Trümmerhaufen von Käufern, über zusammengeschossene feindliche Pan­zerkampfwagen und zerstörte Artilleriestellungen oder Feldbefestigungen sticht der deutsche Angriff weiter in das Stwdtinnere vor. Nach allen Seiten müssen die deutschen Infanteristen und Pioniere wachsam sein und sichern, denn von den Dächern und den Ruinen der Häuser lauert hinterhältig der Feind. Dazu erschwert ein dicker Rauch, der von den brennenden Häusern über das Schlachtfeld zieht, die genaue Beobachtung. Seit zwei Tagen hat auch der Rege» eingesetzt, -er langsam den Boden, vor allem die Nachschubwege, in Dreck und Schlamm verwandelt. Infanteristen, Pioniere, Panzer­grenadiere und Panzerjäger kämpfen sich trotz allem gegen den verzweifelt Widerstand leistenden Feind wei­ter vor.

Bei diesen Kämpfen muß man das Stadtbild von Sialmgvad, das sich in einer Längewausdöhnung von rund 35 Kilometern hinzieht, berücksichtigen Ein am 15. September genommenes Schluchtengelände' an einem Nebenfluß der Wolga wurde von versprengten bolsche­wistischen Kräften gesäubert. Bei der Abwehr massierter Angriffe bolschewistischer Panzerkampfwagen erzielte «ine Lrandenburgische motorisierte Infanteriedivision feit Beginn des diesjährigen Sommerfeldzuges ihren 75V. Panzevkampfwagen-Abschuß.

In rücksichtslosem Einsatz brachten Verbände der Flak­artillerie der Luftwaffe den deutschen Truppen durch die Vernichtung von zwei Eisenbahngeschützen, die die deut­schen Angriffsspitzen von der Flanke her bedrohten, we­sentliche Entlastung. Deutsche Nahkampf-Fliegerverbände führten wuchtige Schläge gegen die bolschewistischen Widerftandszentren im inneren Stadtgebiet. Zahlreiche zu Bunkern ausgebaute Häuser wurden durch Bomben- volltreffer zerstört. Mehrere Oelbechälter und ein aus 1VV Wagen bestehender Betriebsstoffzug gingen in Flam­men auf. Unermüdlich angreifende deutsche JaKwer- biind« fügten den bolschewistischen Luftstreitkräften neue

Italienische Sturmkampfmittel in der Sucht von Sibrattar

Rom, 18. Sept. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt:An der ägyptische» Front Spähtruppunternehmungen. Die Luftwaffe setzte die Bombardierung der Stützpunkte von Malta fort. Ein britisches Flugzeug wurde abgeschossen. In den letzten zwei Tagen sind vier unserer Flugzeuge nicht vom Feindslug zurückgekehrt. Sturmkampfmittel der Marine drangen in die Bucht von Gibraltar ein und versenkten dort den DampferRavens Point". In einer voran­gegangenen Aktion beschädigten andere Sturmkampf­mittel in der gleichen Bucht die DampferMeta", Shunds",Empire Snipe",Baron Douglas" und einen fünften nicht identifizierten Dampfer schwer. Der größte Teil der Angreifer kehrte zum Stützpunkt zurück.

Der italienische Schlag gegen die Zwingburg Gibral­tar reiht sich würdig an die früheren tapferen Unter­nehmen in der Srkda-Bucht und gegen die stark ge­schützten Kriegshäfen Malta und Alexandria. Der ver­senkte VritendampferRavens Point" war 1787 BRT. groß. Von den schwer beschädigten Schiffen hatten Meta" undShunds" je 1575 BRT. undBaron Douglas" 3899 BRT.

kimr englische krkenntnls

Stockholm, 18. September.News Ehromicle" betont in einem Aufsatz am Freitag, wie aus einer Meldung inAstonblwdet" aus London hervorgeht, daß ein noch so starkes Luftbombardement gegen Deutschland nie­mals eine Zweite Front ersetzen könne. Irgend etwas . anderes zu glauben fei ein gefährlicher Wunsch- ztraum, weil man leicht den Blick für die ursprüngliche 'Funktion der Bombenflugzeuge verliere, uämlich: mit anderen Waffengattungen auf dem Kriegsschauplatz selbst zusammenzuarbeiten. Ohne eine solche Zusammen- arbeit'bergeude man- nur zwecklos die Mittel.

empfindliche Verluste zu. Sie schössen bei freier Japch und Vegleitschutz 49 feindliche Flugzeuge ab. Fünf wei­tere bolschewistische Flugzeuge wurden durch Flakartille­rie zum Absturz gebracht.

»

Im Terek-Abschnitt durchstieße« deutsche Panzer­kampswagenverbände im umfassenden Angriff die bol­schewistischen Stellungen. In harten Kämpfen arbeiteten sich die deutschen Panzerkampswage» bis in den Rücken einer feindlichen Kräftegruppe vor, rollten sie aus und vernichteten sie. Der Feind hatte hohe Verluste. Außer zahlreichen Gefangenen wurden 41 Geschütze und viele

Handsenerwafse» erbeutet. Die Volfchewiste» setzte» mehrere Gegenstöße an, die aber sämtlich abgewiesen wurden. Truppenbereitstellunge» wurden von der deut­schen Artillerie mit gntem Erfolg bekämpft. Deutsche Zerstörerflngzeuge griffen kurz vor den deutschen Panzer­spitzen bolschewistische Kräftegruppe« an, die sich z« neuem Widerstand festzusetzen versuchte». Durch Bomben und Bordwaffenbeschuß brachten die deutschen Flugzeuge mehrere mit Munition und Treibstoff veladene Kraft­fahrzeuge zur Explosion und zersprengten feindliche Truppenbereitstellunge«. Kampfflugzeuge bombardierten einen bolschewistischen Feindslngplatz mit guter Wirkung.

In 2 ragen 148 Sowjetflug;etige abgeschossen

Mutige Verluste der Volschewisten bei Umgriffen gegen den Vriickenkopf woronesch

Luftwaffe richtete« sich gegen Flugplätze im rückwärtigen Gebiet des Feindes. Siidostwärts des Jlmenfees und südlich des Ladogasees brachen wiederholte örtliche An­griffe stärkerer feindlicher Kräfte verlustreich-zusammen. Die Sowjetlustwaffe verlor am 16. und 17. September 148 Flugzeuge. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt.

Tag- und Nachtangriffe deutscher Kampfflugzeuge rich­teten sich gegen kriegswichtige Anlagen in Süd- und Ostengland. Im Kanal wurde ein britisches Vorposten­boot durch Bombentreffer versenkt. Marineartillerie schoß zwei britische Flugzeuge ab."

, AusdemFührerha«ptquartier,18. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Am Terek vernichteten deutsche Panzerverbände, von Zer­störerslugzeugen unterstützt, durch umfassenden Angriff die Masse von zwei feindlichen Bataillonen und erbeu­teten 41 Geschütze. Im Kampf um Stalingrad wur­den in erbitterten Kämpfen in enger Zusammenarbeit von Heer »nd Luftwaffe weitere Erfolge erzielt. Er­neute Angriffe des Feindes gegen den Brückenkopf von Woronesch wurden unter blutigen Verlusten abge­wiesen. Seit dem 15. September wurden in diesem Raum S1 Sowjetpanzer vernichtet. Nachtangriffe der

Ne Luftwaffe im Kamps um Slalingrad

Systematische Zusammenarbeit mit Insanteeie- und Panzerverbänden

Berlin, 18. September. Der soeben von der Front in und um Stalingrad gekommene Oberleutnant Tidick entwarf vor Pressevertretern ein eindrucksvolles Bild der Kämpfe um dieses Bollwerk der Volschewisten und insbesondere des Einsatzes der verschiedenen Lnft- wasfenverbiinde.

Für die Luftwaffe habe, so sagte Oberleutnant Tidick, der Einsatz gegen Stalingrad erst in dem Augenblick voll begonnen, als sich in dem Raum westlich des Don mehr Verbände auf den Steppenflugplätzen einsanken, als mit dem 23. Juli der erste große Schlag geführt wurde und anschließend der Angriff plötzlich mit einer solchen Gewalt einsetzte, daß.er die Völschewisien völlig überrascht habe; diese verfügten in diesem Augenblick noch nicht über Luftwaffenkräfte, die in der Lage ge­wesen wären,'dem Ansturm unserer Verbände einiger­maßen standhalten zu können. Am frühen Morgen dieses Tages, nachdem ein Brückenkopf geschlagen worden war und die Panzer im Südosten zur Wolga durchstießen, an diesem Morgen hätten die Kamvfvsrbände ihre Bom­ben auf die Stadt, apf die Verteidigungsanlagen und Feldbefestigungen geworfen. Die Stukaverbände flogen in 'den unmittelbar vo>r den Panzern liegenden Raum und beseitigten die Widerstandsnester, die den Vorstoß zum Stocken zu bringen drohten. Im gleichen Augen­blick aber wurden die Zerstörerverbände eingesetzt, die im Tiefflug ununterbrochen vom Morgen bis zum Abend die Stellungen der Sowjets beharkten und denen es allein möglich war, auf die gegnerische Infanterie ein­zuwirken, die in zahllosen Löchern, in den Balkas, lagen.

Oberleutnant Tidick schilderte dann kurz, wie es auf einem Feldflugplatz in der Steppe aussiebt und welche unmittelbare Bedeutung selbst in ganz kleinen Räu­men der Einsatz der Lustwafse zum Beispiel für die Führung der Panzer haben könne. Sie hätten aui dem am weitesten nach Stalingrad vorgeschobenen Feldflug­platz, unmittelbar am Don, ganz dicht an dem Aus­gangspunkt dieses ersten Vorstoßes, der zur Wolga führte, gelegen, an einem Streifen, der von den Land­sern den Namen Vauernwurst bekam. Die Zelte ver­kriechen sich wenn möglich in den Balkas, sonst läge alles vollkommen offen. Es sei Platz genug, Hunderte von Flugplätzen anzulegen, denn die Steppe sei zum größten Teil vollkommen eben. ^

Einer Taaestemperatur bis zu 45 Grad im Schatten standen am'Tage nach dem Beginn der letzten Kämps« am 24. Juli Nachtfröste gegenüber. Der Flieger habe die Endlosigkeit der Steppe mehr erkennen können, als es der Mensch auf dem Boden vermochte. Wie auf einem Teller spielten sich von oben geselln die Panzerschlachten ab Mit einem Blick war der Erfolg des Luftwaffen­einsatzes an den zahllosen dort zerstört umherliegenden Flugzeugen zu sehen.

Als der erste Vorstoß bis zur Wolga geglückt war, setzten bereits in der gleichen Nacht die Kampsverbände ihre Bombenangrifse an; 48 Stunden lang habe Stalin­grad unter dem rollenden Einsatz der Luftwaffe gelegen. Man müsse sich einmal einen Feldflugplatz der Stukas ansehen, um auch nur annähernd eine Vorstellung zu gewinnen, was in einem solchen Falle ein rollender Einsatz bedeute. Es verging dort nicht eine halbe Stunde, in der nicht ei» Verband startet« und Landun­gen von zurückkehrenden Verbänden vor sich gingen. Der Platz war ost in eine riesige Staubwolke gehüllt, so daß nach dem ersten Start der zweite Verband war­te» mußte. Wenn der zweite Verband startete, kreiste dann schon der zurückkehrende Verband über dem Platz, um zur Landung auf das Verziehen der Staubwolken zu warten.

In ähnlicher Form spielte sich dies bei den schweren Kampfverbänden, den Zerstörern und den Schlachtflie­gern ab, die hier außerordentlich dankbare Aufgaben fanden. Bei der engen Zusammenarbeit mit dem Heer und angesichts der unmittelbar notwendigen Unter­stützung, der oft nur wenig Zeit zur Verfügung stehe, um eine Gefahr wirksam zu erkennen und zu bekämp­fen, komme es in hohem Maße auf die Aufklärer an.

Die sowjetische Luftwaffe habe sich, nachdem sie etwa eine Woche vor diesem ersten Schlag der Luftwaffe An­griffe aus deutsche Flugplätze versuchte, blutige Köpfe geholt. Die Aufklärer hätten es fertig gebracht, jen­seits der Wolga und dort, wo noch feindliche Flugplätze waren, massierte Angriffe zu fliegen und die Platz« ab­zuräumen." So habe Ritterkreuzträger Kroll an einem Tag« bei zwei Flügen 15 feindlich« Maschinen am Bo­den zerstört bzw. in der Lust abgeschossen. Vor etwa einer Woche härten die Volschewisten sehr starke Luft- waffenkräfte nachgeschoben, und zwar überwiegend Jä­ger. Mit diesem Augenblick sei der Luftwaffenstart über Stalingrad wesentlich größer, aber auch gefährlicher ge­worden. Dennoch beherrschte die deutsche Luftwaffe aller Gattungen ständig den Luftraum. Unmittelbar über den Panzern, die im Kampf standen, flogen die Zerstörer- und Schlachtflugzeuge, warfen Bomben und schössen mit ihren Bordwaffen. In der Höhe darüber klebt« der H.- Aufklärer, über diesen flogen gleichzeitig die Stukas und darüber die Kampfverbände. Oft sei es bei dem Einsatz bei Stalinqrad so gewesen, daß die Rauchwolken, die sich über der Stadt erhoben, den Einsatz der Luftwaffe er­schwerten, weil das Ziel nicht mehr genau ausgemacht werden konnte. Der Flieger wußte nicht, was in dem Oelqualm alles herumflog, dicht nebeneinander stürzten Stukas, sausten Schlachtflisgor und Jäger vorbei, man mußte aufpassen, um Zusammenstöße zu vermeiden, so ungeheuer war der Einsatz.

Von

Dr. lanckkileck

Staatssekretär im llsiebsrviitsclisktsministsrium

Die Welt ficht heute tm Zeichen des totalen Krieges. Während früher die Auswirkungen des Krieges die privatwirtschaftlichen Sphären der Völker oft nur mit­telbar berührten und selbst unter der Herrschaft der napoleonischen Kontinentalsperre, die doch einen aus­gesprochenen Handelskrieg bedeutete, zwischen Frank­reich und England noch ein reger Handel stattfand, ist heute die Wirtschaft einer der wichtigsten Faktoren der Kriegführung geworden. Die riesigen Ausmaße der Kriegführung verlangen energisch die totale Umstel­lung der Wirtschaft auf die Produktion von Rüstungs- gütern und lebensnotwendigen Waren, wie anderer­seits die Zerstörung des Wirtschaftspotentials des Geg­ners eine der Hauptaufgaben des militärischen Einsatzes bildet. Daraus ergibt sich die große Verantwortung der mit der Wirtschaftslenkung betrauten Stellen, die so­wohl die Rohstoffbeschaffung und Zuteilung als auch die Produktion und die Verteilung der hergestellten Güter straff erfassen und planmäßig regeln müssen.

Als uns 1939 der Krieg aufgezwungen wurde, fand er die deutsche Wirtschaftsführung für die kriegswirt­schaftlichen Aufgaben nicht unvorbereitet, zumal an die Arbeit der vergangenen Iahe angeknüpft werden konnte. Die Umstellung des industriellen und auch des handwerklichen Sektors auf die Rüstungsproduktion, des

Vergebliche Manöver der USfl. Vertuschungspolitik

Nationiertmgsbiicher imreichsten Land der Welt" Korrupte sinanrmachenschalten willkies

Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung

8-m. Berlin, 18. September. Nachdem bereits durch das verspätete Eingeständnis der Versenkung des Flug- Mgtrügers ..dorktown" vor der ganzen Welt d.e °mt-

ttche Ve-tuschungspolitik der USA. eindeutig enthüll, wurde, werfen jetzt eine ganze Reihe weiterer Ram- richten ein scharfes Schlaglicht aus die schw'ndelhastei, Agitationsmanöver, mit denen Roo,evelt die Welt zu blussen versucht. Bekanntlich kann dre USA.-Agitation den Mund nicht voll genug nehmen, um überall die Idee von Amerika, dem reichsten Lande der Welt und d-m Lande der unerschöpflichen Vorräte 5 " bestärken Es verträgt sich schlecht mit diesen hallenden Phrasen über die Unerschöpflich»«» der USA.-Versorgung, wenn nun­mehr eine United-Spezial-Meldnna aus Washington mit­teilen muß, daß die USA.-Reglerung 150 Millionen Mationierungsbiicher in Auftrag gab, die in Kurze an d°s amerikanische Volk verteilt werden sollen. Es be­steht die Absicht, alle Waren zu rationieren.

Gerade jetzt übt die Auslassung einer amerikanischen Wochenzeitung schärfste Kritik an der lllusioni,tl,chen Einstellung der Amerikaner dem Krieg gegenüber. Von »her, so heißt es hier, habe man in USA. die An­

schauung gepflegt, man sei diegrößte Nation auf Erden". Jetzt muß man allerdings die leidige Erfahrung machen, daß diese Meinung durch den Krieg über den kaufen geworfen werde. Um sich Las zu vergegen­wärtigen brauche man nur einen Blick nach Deutsch­land zu werfen, wo es Hitler gelungen sei, aus dem deutschen Volk die größte Soldatennation der Welt zu schaffen. Was den USA. fehle, sei die planvolle Organisation. Heute stünden die USA. günstigstenfalls an 5. oder 6. Stelle, während die ersten Plätze von den Achsenmächten belegt würden. Diese hatten es in der kriegszeitltchen Organisation zu eiiter Vollendung ge­bracht die von den Alliierten und vor allem von den USA.'noch lange nicht erreicht, geschweige denn LLer-

^Das in* dieser amerikanischen Auslassung geschilderte Debakel hindert allerdings Roosevelt nicht daran, seine größenwahnsinnigen Ziel« mit der Brutalität und Ge­wissenlosigkeit eines echten Yankees weiter durchzuführen. Für die Skrupellosigkeit in der Wahl der Mittel bietet kein geringerer als Wendel! Willkie das treffendste Bei­spiel, der zur Zeit in Kuibyschew das widerliche Geschäft, der bolschewistisch-kapitalistischen VevbriHerung betreibt. Dabei ist dreier Exponent der mrrdamerrkanischen Plu-

tokratie als skrupelloser Finanzschieber entlarvt, der in der Wahl seiner Mittel von keinerlei Gewissensbissen be­schwert ist. Willkie gelang es, auf Kosten der völlig ver­armten Bevölkerung von Tennsssee Kentucky, der beiden Tarolinas, Eeorgias und Alabamas in einem Elektrizi- tätsgeschäft Millionen abzugaunern, ein beispiellos schmutziges Geschäft, zu dem jedoch Roosevelt seine Hand lieh in der Hoffnung, Willkie politisch in sein Lager ziehen zu können. Willkier verstand es damals, den Prä­sidenten übers Ohr zu hauen und das Volksvermögen mit einem einzigen Schachzug um nicht weniger als 23 Millionen Dollar zu erleichtern. Heute ist es gewiß, daß Roosevelt entschlossen ist, Willkie noch weit mehr zu bie­ten, um sich seiner dauernden Unterstützung bei dem gro­ßen Geschäft, das der Krieg für den USÄ.-Präsidenten darstellt, zu versichern. Die Vermutungen der amerika­nischen Presse, nach denen Willkie bei Abschluß seiner Reise zur Belohnung mit der Leitung des Kriegspro­duktionsamtes betraut werden soll, haben daher nicht wenig für sich. Es handelt sich dabei um einen äußerst einträglichen Posten, auf dem sich. wie das Beispiel Bernhard Manage Baruchs. des Leiters der amerikani­schen Rüstungswirtschast während des ersten Weltkrieges, beweist, die Dollarnnllionsn spielend verdienen lassen.

des

. , kriegswirtschaftlich

wichtigen Transporte vollzog sich fast reibungslos. Mit Hilfe einer weitschauenden Finanzpolitik, die durch eine zweckmäßige Geld- und Kreditpolitik unterstützt wurde, war es möglich, den durch die Kriegskosten erhöhten deutschen Finanzbedars zu.befriedigen, ohne daß wesent­liche Peränderungen im Preisgefüge eintraten. Das ist in erster Linie der strengen Kontrolle der Preise, ver­bunden mit der durch das Kartensystem durchgeführten gerechten Verteilung und Beschränkung der Nachfrage zu danken. Bei allen diesen Maßnahmen legte die deut­sche Wirtschaftsführung Nachdruck aus die Erhaltung der privaten Initiative. Dementsprechend wurde die Wirtschaft in weitem Umfange an der Durchführung der staatlichen Maßnahmen beteiligt.

Deutschland und seine Verbündeten führen aber den Krieg nicht allein für die Sicherung ihres Lebens- j raumes, sondern sie führen ihn, damit alle Länder des i europäischen Kontinents, befreit von der bolschewisti­schen Drohung, in enger, vertrauensvoller, wirtschaft­licher Zusammenarbeit ein ihren Bedürfnissen und ihren Eigenarten entsprechendes Leben führen können.

Nur durch die Bildung und Sicherung einer euro- > patschen Eroßraumwirtschaft kann die von den angel- I sächsischen Mächten angestrebte Zerstückelung und Ent- machtung Europas vermieden werden. Dementsprechend fühlt sich Deutschland für das Wohl und Wehe der an­deren europäischen Länder verantwortlich. Trotz seiner durch den Krieg aufs äußerste angespannten Wirtschafts­lage ist es mit allen seinen Kräften bestrebt, die Ver­sorgung dieser Länder sicherzustellen, ihnen Hilfe beim Ausbau ihrer Wirtschaften zu leisten und, soweit sie am Kampfe teilnehmen, bei der Deckung ihres Rüstungs­bedarfes mitzuwirken. Andererseits muß Deutschland aber auch erwarten, daß Deutschlands Handelspartner nicht nur Verständnis für die durch den Krieg hervor­gerufenen Lieserungserschioerungen und manchmal auch Verzögerungen ausbringen, sondern auch verantwortlich an der wirtschaftlichen Sicherung Europas mitarbeiten, um sich bereits heute durch ein verständnisvolles Ein­gehen aus die Forderung der Gegenwart einen An- pruch darauf zu erwerben, nach dem Kriege an den großen Aufgaben mitzuwirken, die der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gestellt sind. Voraussetzung für das Funktionieren des europäischen Warenaustausches ist die Herausbildung einer entsprechenden Technik des Handels- und Zahlungsverkehrs. In den letzten Jah­ren ist es gelungen, in Europa ein Netz von Verrech- nungs- und Zahlungsverträgen zu schaffen, das diesen Erfordern;,sen weitgehend gerecht wird. Die meisten Staaten sind schon heute dem zentralen Verrechnungs­verkehr über Berlin angeschlossen, der an Stelle einer zweiseitigen eine mehrseitige Verrechnung ermöglicht. Wenn dieses System infolge der durch den Krieg be­dingten straffen Wirtschaftslenkung sich auch noch nicht voll auswirken kann, so bildet es doch einen wichtigen Ansatzpunkt für die Vereinfachung des europäischen Zah­lungsverkehrs. Schon vor dem Kriege haben die Ver­rechnungsverträge zu einer erheblichen Steigerung des

Trotz des bis zur Selbstoernichtung gehenden Wi­derstandes der Sowjets ist die bolschewistische Nieder­lage in Stalingrad nicht abzuwenden.

Die bolschewistischen Stellungslinien am Terek wur­den gestern durchstoßen.

Bei erneuten Angriffen gegen den Brückenkopf Wo­ronesch erlitten die Volschewisten erhebliche Verluste. In zwei Tagen verloren die Sowjets 146 Flugzeuge. Italienische Sturmkampfmittel erzielten in der Bucht von Gibraltar besondere Erfolge.

In den USA.,dem reichsten Land der Welt", wer­den ,n Auswirkung des Nooseveltkrieges Nationali­sierungen vorbereitet.

Der neue japanische Außenminister betont in einer Erklärung seinen Willen zur verstärkten Zusammen­arbeit mit der Achse. *

Die neue Tuberkulose-Hilfe tritt am 1. April 1943 in Kraft.

Das Höchstgewicht für Postpakete beträgt ab 1. Ok­tober 15 Kilogramm.