Ausgabe 
(16.9.1942) Nr. 255
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L>as flmisbiatt des legierenden Vürgermeisters der Zielen Hansestadt lremen

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üev Nationalsozialisten Vremens

flmliiclies verkündungsbiatt des Neichsstatttialters in Oldenburg und lZremen

Nr. 253 , 12. Jahrgang

Mittwoch. 16. September 1942

Lirnelpreis 15 Npf.

Vleppe-Pleite auch bei lobruk

Zwei Kreuzer, vier Zerstörer und kleinere Kriegsschiffseinsteiten versenkt

i-

Siegreicherflnsturm gegen SlalingraL

Aus dem Führerhauptquartier, 1S. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Süd ostwärts Noworossijsk wurde ein sestungsartig ausge Lautes Fabrikgelände trotz zähen feindlichen Wider standes genommen. Der siegreiche Ansturm gegen Sta lingrad durch die deutschen Truppen, von Verbänden der Luftwaffe hervorragend unterstützt, gewinnt weiter Raum. 29 Panzerkampswagen wurden bei diesen Kamp sen vernichtet. Nachschubverbindungen und Flugplatz anlagen des Feindes wurden bei Tag und Nacht bom bardiert. Auf der Wolga ist ein Schlepper durch Bom Lentreffer versenkt.

Nördlich Rschew erneuerte der Feind unter Einsatz starker Artillerie seine Angriffe. Er wurde überall blutig abgewiesen. Ein Panzerzug der Sowjets wurde durch Bombenangriff vernichtet. An der Wolchow-Front wurden bei einem erfolgreichen örtlichen Unternehmen ahlreiche Kampsstände zerstört, während südlich des adoga-Sees örtliche Angriffe des Feindes im Abwehr­feuer zusammenbrachen. Aus dem Ladoga-See versenkten Kampfflugzeuge einen Frachter und beschädigten drei weitere Schisse. In der vergangenen Nacht belegten Kampfflugzeuge Murmansk und Flugplätze in der Um­gebung der Stadt mit Bomben schweren Kalibers. Bom 12. bis 1t. September wurden 227 SowjetslugzeuAe ab­geschossen. In der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 23 eigene Flugzeuge verloren.

Einzelne britische Bomber überflogen am gestrigen Tage Norddeutschland. Einzelne Sprengbomben richteten nur geringen Eebäudeschaden an. In der vergangenen Nacht griff die britische Luftwaffe norddeutsches Küsten­gebiet an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Vor allem in Wohnvierteln der Stadt Wilhclmshaven entstanden Brände, Sach- und Gevändeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schaffen vier der angreifenden Flugzeuge ab.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, stiegen am 9. September deutsche Unterseeboote mitten im Nordatlantik aus einen stark gesicherten von Eng­land kommenden Eeleitzug. In ununterbrochenen harten Kämpfen haben zum großen Teil junge Unterseeboot- besatzungen den Eeleitzug bis heute verfolgt und an­gegriffen und aus ihm 19 Schiffe mit zusammen 122 999 BRT. sowie zwei Zerstörer und eine Korvette der feindlichen Sicherung versenkt. Sechs weitere Schiffe wurden durch Torpedotresser schwer beschädigt. Nur kleine auseinandergesprengte Teile des Geleitzuges konnten entkommen.

Kapitänleutnant Rolf Miitzelburg, Kommandant eines Unterseebootes, Träger des Eichenlaubes zum Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes, lieh aus der Fahrt gegen den Feind sein Leben. In ihm verliert die Unterseeboots- wasse einen hervorragenden Kommandanten und erfolg­reichen Kämpfer. Das Boot setzt unter dem Kommando des ältesten Wachoffiziers die Unternehmung fort."

, *

Der siegreiche Ansturm der deutschen Truppen gegen Ltalingrad eine Formulierung, die der heutige Be­richt des Oberkommandos der Wehrmacht im Zusam­menhang mit der Meldung weiteren Vodengewinns im Kampf 'um die bolschewistische Festung am Wolgakme bringt hat einen der knappen Sprache des deutschen Oberkommandos ablesbaren Höhepunkt gefunden. Die britischen und amerikanischen Korrespondenten in Mos­kau können diese Entwicklung, die einer schicksalhaften Entscheidung zustrebt, in ihren Kabeln nicht ver­schweigen, Die Wucht des deutschen Ansturms sei unbe­schreiblich, meldet der Korrespondent Reuters, die sowjetische Lage werde von Stunde zu Stunde ge­wannter. die Deutschen setzten immer mehr Truppen Panzer und Flugzeuge ein, vom Westen, Südwesten und Nordasten sei der Druck auf die Stadt gleich stark. In den westlichen Vororten lobten Straßenkämpse. Die deutsche Luftwaffe führe starke Angriffe über dem Wolgafluß. über den der Nachschub der Sowjets erfolge aus und setzten diese Angrife bei Tag und bei Nacht fort. Täglich fänden Hunderte von Luftschlachten statt. Die Verteidiger Stalingrads hätten keine Atempause.

Aus dem Führerhauptquartier, 15. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Die in der Nacht zum 14. September bei Tobruk unter Einsatz von Luft- und Seestreitkräften gelandeten britischen Truppen wurden im engen Zusammen­wirken deutscher und italienischer Kräfte nach hartem, schnellem Kampf vernichtet oder ge­fangengenommen. Die feindlichen Flotteneinheiten wurden von Küstenbatterien und Flak­artillerie unter gutliegendes Feuer genommen und dabei drei Zerstörer, einige Korvetten und zahlreiche Landungsboote versenkt. Die daraufhin nach Osten abdrehenden Schiffs­einheiten wurden von deutschen und italienischen Luftwaffenoerbänden angegriffen, die zwei Kreuzer und einen Zerstörer und mehrere Motor-Torpedoboote versenkten. Weitere kleinere Einheiten wurden schwer beschädigt. Deutsche Räumboote brachten ein britisches Schnellboot mit 117 Gefangenen in den Hafen von Tobruk ein. Neun feindliche Bomben­flugzeuge wurden abgeschossen.

Insgesamt wurden 576 Gefangene, darunter 34 Offiziere, eingebracht, autzerdem ver­lor der Feind eine große Zahl von Toten. Umfangreiches Kriegsmaterial wurde erbeutet. Unter den Gefangenen befinden sich zahlreiche Schiffbrüchige der versenkten britischen Kriegsschiffe. Die eigenen Verluste sind gering."

Zu fünf Stunden zerschlagen!

vor italienische vericht über das gescheiterte englische Landungsunternehmen bei tobruk Linzelheiten über den Verlaus der Vperationen

Rom, 15. September. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gibt bekannt:Der in der Nacht zum 11. September mit beträchtlichen Lust- und Seestreitkräften unternommene Landungsversuch bei Tobruk wurde um 9 Uhr vormittags vollkommen zu­nichte gemacht. Die von Seestreitkräften und Flugzeugen gelandeten Truppe» wurden inerhalb siinf Stunden voll­ständig vernichtet oder gefangengenommen. Durch das unmittelbare Eingreifen des Bataillons Sän Marco unter dem Kommando des Kapitänleutnants Eiacomo Colotto und anderer Abteilungen, die dann von deut­schen Kräften der Festung Tobruk tapfer unterstützt wurden, sind die feindlichen Truppe», darunter auch Fallschirmjäger, denen es gelungen war, am Lande Fuß zu fasse», nach kurzem erbitterten Kampf überwältigt worden. ^

Die Küstenbatterien und Luftabwehrbatterien der italienischen und deutschen Verteidigung nahmen die Seestreitkräste, die die Landungsoperationen unter­stützten, unter treffsicheres Feuer und versenkten drei Zerstörer, einige Avisos und zahlreiche Landungsboote. Die sich nach Osten zurückziehenden Seestreitkräste wurden anschließend von italienischen und deutschen Kampfflugzeug- und Bomber-Verbänden angeariffen, die einen Kreuzer, einen Zerstörer und mehrere Schnell­boote versenkten und einen Leichten Kreuzer und andere kleinere Einheiten schwer beschädigten. Bei diesen Kämp­fen zeichnete sich besonders die 13. Kampfgruppe unter dem Befehl des Fliegermajors Rcngo Viale aus. In unseren Händen blieben 576 Eefangene, darunter 31 Offiziere.' Die Zahl der Toten und Verwundeten be­lauft sich auf mehrere Hundert. Beträchtliches Kriegs­material wurde erbeutet. Der größte Teil der Schiff­brüchigen der versenkten Schiffe wurde von unseren Seestreitkräften in schwierigen Rettungsarbeiten gebor­gen. Unsere Eesamtverluste sind relativ bescheiden. Gleichzeitige Angriffe leichter britischer Panzer gegen Flugplätze scheiterten an dem sofortigen Eingreifen der örtlichen Besatzungen, die zahlreiche Kraftfahrzeuge ver­nichteten und einige Gefangene machten."

Zu dem gescheiterten britischen Landungsversuch bei Tobruk wird in Rom aifttlich noch mitgeteilt: Nach den bei den Gefangenen vorgefundenen Operationsbefehlen hatte die vom Gegner in der Nacht zum 11. September versuchte Aktion zu Lande, zu Wasser und in der Luft bei Tobruk zum Ziele, zu gleicher Zeit östlich und west­lich des Hafens zu landen, um von beiden Seiten her die Reede von Tobruk zu erreichen, an den Hafenanlagen die größtmöglichen Zerstörungen vorzunehmen und mit Spezialm tiefn die im Hafen liegenden Schiffe zu ver­senken.

Der feindliche Versuch hatte das Ausmaß einer groß­angelegten kombinierten Operation. Dem Versuch ging ein sehr heftiger, mehrere Stunden anhaltender Luftan­griff von Sonntag 21.09 Uhr bis Montag 3.30 Uhr vor­aus, währenddessen nicht weniger als 500 Bomben aller Kaliber abgeworfen wurden und,die feindlichen Schiffe den Hafen und die Stadt unter Feuer nahmen. Kurz darauf erfolgte die Landung in den beiden Buchten von

Marsa el Auda und Marsa umm el Sciäusc, von denen die erstere westlich, die zweite östlich von Tobruk liegt.

Die in der westlichen Bucht gelandete englische Abtei­lung wurde sofort von der örtlichen Verteidigung aufge­halten, während es der östlichen Abteilung, begünstigt durch beste Landungsmöglichkeiten, gelang, ein kurzes Stück vorzurücken; sie wurde dann aber sofort mit emp­findlichen Verlusten von unseren direkt eingesetzten Trup­pen überwältigt. Die Ueberlebenden wurden gefangen­genommen. Als erster trat dem Gegner das Marine- bataillon Sän Marco entgegen, zu dem andere Marine­abteilungen und Abteilungen der Festung sowie anschlie­ßend Gruppen deutscher Verbände der Festung Tobruk hinzukamen.

Der so rasch in Aktion getretene Verteidigungsplan sah auch die Heranziehung autotransportierter Einheiten vor, die sofort eintrafen, aber nicht eingesetzt zu werden brauchten, weil das rasche Zugreifen der an Ort und Stelle stationierten Truppen den Gegner bereits über­wältigt hatte.

Bei dieser Aktion zeichnete sich der Marinekomstiandant in Libyen, Admiral Lombard!, der stellvertretende Festungskommandant Oberst Vattaglia und der Marine­kommandant von Tobruk, Fregattenkapitän Temistocle d'Aloia, aus.

Gleichzeitig mit dem sofortigen Eingreifen unserer Truppen entwickelten die italienisch-deutschen Küsten- und Vodenabwehrbatterien ein intensives, treffsicheres Feuer gegen die feindlichen Schiffe, die die Landungs­aktion unterstützten. Unter den im Wehrmachtsbericht errbähnten Gefangenen befinden sich ein Kapitän zur See, ein Fregattenkapitän, ein Korvettenkapitän und ein amerikanischer Journalist.

Leichte deutsche Kampfflugzeuge richteten am Montag mehrfach Angriffe gegen britische Zeltlager und Kraft- fahrzeugansllmmlungen an der nach Alexandrien füh­renden Küstenstraße. Im Tiefflug ausgelöste Bomben schweren Kalibers riefen in den mit Truppen belegten Zeltlagern und den Fahrzeugansammlungen zahlreiche Brände hervor. Nördlich des Wüstenfleckens El Hima waren motorisierte Kräftegruppen der Briten das Ziel weiterer leichter deutscher Kampfflugzeuge.

Line Kalte Husche"

Stockholm, 15. September. Zu dem Mißerfolg der Engländer bei ihrem aussichtslosen Landungsunterneh­men bei Tobruk meldete Reuter in seiner hinlänglich bekannten Art, in der die Niederlage in einen Erfolg umzufälschen versucht wurde. Die englische Telegraphen- Agentur muß aber selbst dieser beschönigenden Darstel­lung Hinzufügen:Der Rückzug erfolgte nicht ohne

eigen« Verluste, die angesichts der Stärke der Abwehr zu erwarten waren." Aber selbst diese vorsichtige Formu­lierung hat in London eine verheerend« Wirkung aus­geübt, die sich auch vor den ausländischen Pressevertre­tern nicht verbergen ließ.Die Wirkung der eigenen Version ist in London die einer kalten Dusche geweisen" so berichtet darüber ein neutrales Blatt, das Stock­holmerAftoNbladet".

Nicht ohne Verluste" sagt winston tlzurchill

Me Wirkung der britischen Katastrophe an der afrikanischen Küste

Drabtbericht unserer Berliner Schriitleitung

, Berlin, 15. September. Das Unterfangen des iische» Premiers, die bei Dieppe gesammelten Er­rungen an der afrikanischen Küste zu nützen und durch riesiges Flottenausgebot, durch Einsatz starker Lust- itkrästc und Fallschirmjäger eine Landung bei Tobruk erzwingen, ist zu einer Katastrophe ersten Ranges wrdeL Die ersten knappen Angaben im OKW.-Be- t ließen nur vermuten, was sich tatsächlich an der kanischen Küste ereignete und was jetzt in der Son- oieldung mit den imponierenden Kampfergebmssen > deutschen Volk und darüber hinaus der gesamten lt als überlegene Wasfentat der deutschen und ita­lischen Streitkräfte verkündet wurde. Die Größe der Vernehmung ist inzwischen durch ein offizielles Kom- chque der britischen Admiralität unterstrichen wor- , die vonstarken Einheiten der britischen Flotte icht und dadurch den Achsen-Abwehrerfolg ungewollt ont.

fs ist recht interessant, die weitere britische Reaktion diesen Großversuch zu hören, der in Afrika vollbrin- l gellte, was an der europäischen Kanalküste nicht ge- g. Die zunehmende Verschärfung der sowjetischen lr in Stalingrad, die immer drohender werdenden ierufe und Forderungen des bolschewistischen Verbun­dn hatten in London nicht die ungestümeZweite- °nt"-Agitation zu einem Erfolg zu führen vermocht.

Wohl aber hatten sich verstohlene Hinweise gefunden, die den britischen Premier darauf aufmerksam machten, daß das Ausbleiben derZweiten Front" in Europa ledig­lich dann gerechtfertigt wäre, wenn es gelänge, Rommel aus Afrika hinauszuboxen. Es würde zwar auch dann sehr schwer fallen, Stalins Verständnis für das Aus­bleiben direkter Hilfsunternehmen zu finden, aber man könne dann jedenfalls einen Erfolg vorweisen, der das Ausbleiben britischer Truppen an der sagenhaftenZwei­ten Front" in Europa zumindest halbwegs rechtfertigte.

Wie das Vorspiel zu Dieppe der harte Druck Mos­kaus bildete, so wurde die Ouvertüre zu dem Kata- strophenunternehmen Tobruk ebenfalls durch die sowje­tischen Forderungen nach fühlbarer Entlastung gebildet. Diese Parallelität der Kulissenoorgänge findet ihre demonstrative Betonung in der Haltung der britischen Agitation nach dem mißglückten Versuch in Afrika. Es werden heute in der britischen Presse genau die gleichen Töne angeschlagen, die nach dem Dieppe-Unternehmen zu hören waren. Die englischen Streitkräfte seien auf starken Widerstand gestoßen, erklärt der Sprecher des Londoner Nachrichtendienstes. Aberman hätte von vornherein damit gerechnet, daß bei dem Ringen um den Erfolg auch Opfer gebracht werden müßten". Durch die gleiche Argumentation versuchte man dem britischen Publikum die Schlappe von Dieppe zu ver­süßen Da der Wehrmachtsbericht noch nicht die außer­ordentlich wesentlichen Erfolge der Luftwaffe anzeigte.

die die flüchtenden Britenschisse packte und dezimierte, rühmte sich Dienstag früh der britische Rundfunk gewissermaßen um einenAusgleich" zu den schweren Verlusten bei der Landung zu bieten es sei den englischen Seestreitkräften gelungen, sich in guter Ord­nung zurückzuziehen. Doch selbst diese Legende eines glorifizierten englischen Rückzuges wurde durch die genauen Daten in der deutschen Sondermeldung sehr drastisch zerstört.

Das amtliche britische KommuniquS, das notgedrun­gen am Dienstag in London gegeben werden mußte, läßt die Dieppe-Parallele noch grotesker in Erscheinung treten. War es nach der Schlappe am Kanalstrand die vornehmste Aufgabe der amtlichen britischen Führung, irgendwelche ernsthaftere Absichten des Unternehmens abzuleugnen, so wird die gleiche Platte jetzt nach der Flucht von Tobruk gespielt. Nüchtern wird erklärt, däß Leichte britische Marineeinheiten im Zusammenhang mit starker Luftunterstützung einen Ueberfall auf Tobruk unternommen hätten. Än ein Festsetzen in der Stadt sei in keiner Weise gedacht gewesen. Der Rückzug sei jedoch nicht ohne Verluste durchzuführen gewesen, Einzelheiten könnten aber aus den altbekannten Gründen nicht ge­meldet werden. Das ist die Logik von Dieppe: Wir sind zwar gekommen, wir Briten, wir haben zwar schwere Verluste gehabt, aber wir wollten ja in Wirk­lichkeit gar nichts anderes als uns blutige Köpfe holen und Erfahrungen sammeln.

Das HeoKe Ae»^«

Der Arbeiter im Dienst des Sichoerstehens der europäischen Völker

ir. däii. Von fester war in den sogenannten Demo­kratien das Wort Völkerverständigung besonders be­liebt. Keine Vorstellung des inzwischen geschlossenen Genfer Theaters, die nicht eineVölkerverständigung" brachte keine außenpolitische Ministerrede in der Sy­stemzeit. die nicht der ,,Völkerverständigung" diente, kein Paktabschlutz unter britisch-amerikanischer Federführung, der nicht vomGeist" derVölkerverständigung" inspi­riert war. Bei näherem Hinsehen entpuppte sich das großartige Werk der Zusammenarbeit" allerdings je­desmal als raffiniert angelegter Versuch, die getäuschten Völker durch Nivsllievung ihrer politischen Wesens- und Wirkungsformen zu übervorteilen. Annäherung durch Auflösung der Nationen war und "ist das unaus­gesprochene Motto dieserdemokratischen Verständigung". Dem nationalsozialistischen Deutschland dagegen blieb es vorbehalten, für unseren Kontinent das Fundament einer echten, wirklichen Völkerverständigung zu legen. Sie steht neben dem gemeinsamen heroischen Kampf gegen den bolschewistischen Weltfeind im Zeichen der zusam­mengefaßten planvollen Arbeit am neuen Europa. Was hier nach den gewaltigen Waffewtaten der Achsen­mächte und ihrer Verbündeten bereits Gestalt gewon­nen hat und weiterhin tiefe Wurzeln schlägt, ist in der Weltgeschichte ohne Beispiel und darum wert, einmal in seiner hochpolitischen Bedeutung herausgestellt zu werden.

In doppelter Hinsicht wurde auf dem kriegsbedingten Arbeitssektor Europas den Völkern schöpferische Gelegen­heit zu gegenseitigem Verstehen gegeben: Einmal ist es der im schaffenden Ausland eingesetzte deutsche Arbeiter, der durch seine Haltung und das Werk seiner Hände das Verständnis für das natio­nalsozialistische Wollen der Reichsführung weckt und unmittelbar fördert; zum anderen erschließt sich ausländischen Arbeitskräften in Deutsch­land die Ideenwelt des vom Führer geschaffenen kon­tinentaleuropäischen Ordnungszentrums. Was Reichs­ter Dr, Ley vor einiger Zeit deutschen Arbeitern auf französischem Boden zugerufen hat, gilt für alle jenseits unserer Grenzen tätigen Werkmänner des Rei­ches:Wir Deutsche stehen hier als die Vertreter unserer Idee. Deutschland erhebt die revolutionäre Fahne für die Freiheit der Arbeit". Nicht nur lernt ,der Vor­arbeiter Europas" im Ausland auf seine Art in Eroß- raumen und in Völkern denken, er vermittelt auch seiner Umwelt die Erkenntnis der Gesetze dieses Denkens. Nicht zuletzt aber gehört er zurAvantgarde der Aus­einandersetzung zwischen Gold und Arbeit, zwischen Juda und den Nakionen." Welche Mission in diesem Zusammenhang den Sonderbeauftragten na- o" o l so z i a l i st i s ch e r Organisationen zu­fallt wir erwähnen nur die vom Reichsarbeitsführer in zahlreiche Staaten sauf deren Bitte) entsandten Auf­baukräfte des RAD. bedarf keiner näheren Er­örterung. Die Hilfe, die Deutschland anderen Völkern bei der Einrichtung ihrer eigenen Arbeitsdienste durch Beratung und tatkräftige Mitwirkung leistet, ist geradezu ein Meilenstein auf dem Weg zur wahren Völkerverständigung.

Die Betreuung der aksländischen Arbeiter in Deutsch­land wiederum hat dem Sichkennenlernen der Völker nicht minder wichtige Perspektiven eröffnete Wesentlich ist zunächst, daß die fremdvölkischen Arbeiter durch vielgestaltige Maßnahmen in den Gemeinfchaftslagern von der Versorgung mit Nachrichten aus der fernen Heimat bis znr Feiergestaltung ihrem eigenen Volks­und Staatsleben fest verbunden bleiben. Die für sie je­weils in ihrer Landessprache herausgegebenen Wochen­zeitschriften vermitteln laufend ein lückenloses Bild der erwähnenswerten Ereignisse und Aufbanergebnisse ihres Hslinatbezirkes. Auch auf diesem Teilgebiet weitschau­ender volkspolitischer Arbeit handelt Deutschland also kompromißlos nach dem richtungweisenden Wort des Führers:Wir hängen mit grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum. aber wir respek­tieren die nationalen Rechte auch der anderen Völker aus dieser selben Gesinnung! Wir kennen daher nicht den Begriff des Germanisierens!" Die auf dieser natio­nalen Grundlage erfolgende kameradschaftliche Heran- fuhruiig des ausländischen Arbeiters an das gigantische Geschehen im geeinten Deutschland, diese Krücke der geistigen Verständigung von Volk zu Volk, bringt daher b? l d e n Teilen reichen politischen Gewinn, zumal sich die nachhaltige Anschauung des Lebens im Reich und das freiwillige Eindringen des Gastarbeiters in die deutsche Sprache einander fruchtbar ergänzen. Die so verbreitete Kenntnis des wahren deutschen Wesens und seiner Verkörperung im Nationalsozialismus kann in ihrer Tragweite gar nicht überschätzt werden.

Wie neben dem deutschen Arbeiter im Ausland der Sonderbeauftrage dieser oder jener vorbildlichen Organi-

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Der siegreiche Ansturm auf Stalingrad ist in vollem Gang.

Ein sowjetischer Angriff nördlich Rschew scheiterte unter blutigen Verlusten des Gegners.

Ueber die britische Dieppe-Pleite bei Tobruk werden Einzelheiten gemeldet: 2 Kreuzer, 1 Zerstörer sowie mehrere kleinere Kriegsschiffeinheiten wurden ver­senkt.

Die Truppenbetreuung von KdF. im Gau Weser. Eins begeht ihre 12 909. Veranstaltung.

Die Verbraucher erhalten wieder eine zusätzliche Kasezuteilung.

Zum Ersatz für zerstörte Lebensmittelkarten wurde eine Anordnung ausgegeben.

In Budapest begannen deutsch-ungarische Industrie- besprechungen.

Der schweizerische Vankicrtag befaßte sich mit dem deutschen Wirtschaftsaufstieg.