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parreicnntkctie Tnyeszeirung
Bos flmlsblatt des Negierenden Bürgermeisters der 5 relen fjansestad» Bremen
üev Nationatsozial'iflten Vrernens
sinnliches vcrkündungsbiatt des Ncichsstatlstalkers in Oldenburg und Bremen
Nr. 252 , 12. Jahrgang
Sonntag. 1Z. September 1942
kinzelpreis 15 Npf.
Letztes Küstensort bet Noworossijsk fiel
Harto ILämplo um LotsstigunyssanlaNsn von 8laI»nyra«L
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Ilnvorkonnbars Lrnüoktornny ks» unsoron I'srnäon
Aus dem Führerhauptquartier, 12. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Südlich von Noworossijsk nahm.Jnfanterie in harten Kämpfen das letzte Küstensort. Am Terek-Abschnitt durchbrachen dentjche Truppen feindliche Stellungen und vernichteten Batterien. Bor Stalingrad dauern die harten Kämpfe um die Befestigungsanlagen an. Entlastungsangriffe des Feindes wurden zurückgeschlagen. Der feindliche Nachschubverkehr war wieder das Ziel der schweren Luftangriffe. Außerdem wurden bei Nacht Stalingrad und Flugplatzanlagen nördlich der Stadt bombardiert. Ludostwärts Rschew scheiterten erneute Angriffe star- Icr feindlicher Kräfte am zähen Widerstand der deutschen Truppen.'Südlich des Ladoga-Sees und aus Leningrad führte der Feind vergebliche verlustreiche Angriffe. Deutsche und kroatische Kampfflieger fügten dem Feinde schon in der Bereitstellung hohe Verluste zu. Im hohen Norden bekämpfte die Luftwaffe feindliche Truppenlager und Flugstützpunkte.
Die Sowjetluftwasfe verlor am 1l>. und 11. September in Lustkämpfen, an denen auch italienische, rumänische, spanische und ungarische Jäger beteiligt waren, und durch Flakartillerie 171 Flugzeuge, 14 eigene Flugzeuge werden vermißt.
Während der ersten zehn Tage des September verloren die Briten an der ägyptischen Front insgesamt M Panzer- und Panzerspähwagen. An der englischen Liidküste und im Südosten der Insel erzielten deutsche Flugzeuge am gestrigen Tage Volltreffer mit Bomhen schweren Kalibers in Industrie- und Verkehrsanlagen. An der Küste der besetzten Westgebiete wurden zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. In der Nacht zum 11. September hatten deutsche und englische Schnellboote Gcfechtsberiihrung im Kanal. Ein feindliches Boot sank sofort. Weitere Boote drehten nach zahlreichen Treffern zum Teil unter starker Brandentwicklung ab."
Zu den auf beiden Seiten erbittert geführten Kämpfen um Stalingrad teilt das Oberkommando der Wehrmacht ergänzend mit: Im Festungskampffeld von Sta- lingiad leistete der Feind mit neu herangeführten Kräften auch am Freitag härtesten Widerstand. Vom Ost - user der Wolga aus griffen die Bolschewisten mit Kampfflugzeugen und schwerer Artillerie in den Kampf ein. Alle verzweifelten Versuche, die stählernen Fesseln der Einschließnngsfront zu lockern oder an einer Stelle zu durchbrechen, scheiterten unter schwersten Verlusten für den Feind. Eine eigene Kampfgruppe »ahm im schneidigen Angriff eine festungsartig ausgebaute Ortschaft, die zahlenmäßig überlegene feindliche Kräfte vergeblich zu verteidigen versuchten. Die Bol- schewisten kämpften mit Verbissenheit und hielten ihre Stellungen bis zur Vernichtung. 2n den Morgenstunden des 12. September drang eine weitere Angriffsgruppe nach schwerem Häuserkampf in eine befestigte Ortschaft ein. Der Feind hatte jedes einzelne Haus zu einem befestigten Stützpunkt ausgebaut und mutzte in hartem Rinnen geworfen werden.
Om Nordabschnitt von Stalingrad gelang es zwei deutschen Divisionen, die stark ausgebauten Verteidigungsstellungen zu durchbrechen und mehrere ve- befestigte Ortschaften in erbittertem Kampf zu nehmen. Eine stärkere feindliche Gruppe, die bei diesen Kämpfen eiiigeschlysscm wurde, geht ihrer Vernichtung entgegen. Feindliche Gegenangriffe zwischen Wolga und
Sichren zum korvettynkapilön befördert
Berlin. 12. Sept. Der Führer hat den Untcrsee- "bootskominandanten Kapitänleutnant Reinhard S u h- rH. dem am 2. 9. 1942 als 18. Osf-zier der Wehrmacht
Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen wurde, wegen besonderer Auszeichnung vor dem Feind zum Korvettenkapitän beordert. ' , . ^ .
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Großadmiral Raeder, hat an Korvettenkapitän Suhren, den erfolgreichen Unterseebootkommandanten, anlatziiq seiner Beförderung folgendes Telegramm gerichtet. „-och freue. mich,. Ihnen Ihre erfolgte Beförderung zum Kor- «erWkapttän wegen besonderer Auszeichnung vor dem Feinde mit meinen herzlichsten Glückwünschen mitteilen zu können:"
Don, die von größeren Panzerverbänden unterstützt waren und mit äußerster Härte geführt wurden, brachen im deutschen Abwehrfeuer zusammen.. An einem einzigen Tage wurden in diesem Abschnitt wiederum '44 . bolschewistische Panzerkampfwagen vernichtet. Weitere Angriffsvorbereitungen des Gegners wurden durch Artillerie und zusammengefaßte Sturzkampfsliegerver- bände abgeschlagen. Deutsche Kampfflugzeuge setzten ihre Angriff« auf die für den bolschewistischen Nach- schubüerkehr lebenswichtige Bahnlinie Astrachan—Vas- kuntschak wirkungsvoll fort. Auch die westlich der Wolga von Jlowlinskaja nach Kamyschin führende Bahnstrecke wurde von deutschen Bomben schwer getroffen. Zahlreiche Lokomotiven und Leladene Eüterzüge wurden vernichtet und die Gleise an mehreren Stellen durch Volltreffer unterbrochen. Deutsche Jäger schössen in Luftkämpfen 30 Flugzeuge ab, neun weitere wurden durch Flakbatterien zum Absturz gebracht.
18V. Bremen, 13. September
Bie Lestungsschlacht Rascher als zu erwarten war,
UM Staiinarad haben Churchill und Roof-evelt, -nmingrav die volle Verantwor
tung am dem neuen Weltkriegsbrand zufällt, bestätigt, was wir' erst vor kurzem hier feststellten, als wir aus- sprachen, daß die beiden Kriegsverbrecher kaum den Krieg entfacht hätten, wäre ihnen klar gewesen, was sie damit an Lasten und Gefahren sich selbst und ihren Völkern aufluden. Wie ein roter Faden durchzieht' die jüngsten Reden Churchills und Roosevelts eine unverkennbare Ernüchterung bei der Beurteilung der Kriegslage und wenngleich sie beide dennoch in Wiedergabe eines Kriegsbildes, wie es sie zu sehen vorgeben, krampfhaft bemüht sind, diesem Bilde noch hoffnungsvolle Lichter aufzusetzen,, so geschieht es nur, weil es ihnen heute darum geht, die Zuversicht ihrer Bevöl-
Massenmorde widerlegen Indienminister
Bas Unterhaus findet die tage .sehr verwirrend" — weitere britische terrorakte
Berlin, 12. September. Während in Indien täglich zahllose indische Freiheitskämpfer im Feuer der britischen Schergen verbluten, erklärte der Indien- minister Amery in seiner Erwiderung aus die Indien- debatte im Unterhaus unverfroren: „Wir wollen ein freies Indien sehen." Dies war der Tenor der ganzen Rede, aus deren Verdrehungskiinste es sich angesichts des gegenwärtigen neuen englischen Blutbades in Indien im einzelnen nicht einzugehen verlohnt. Jeder Schuß und jeder Schlag mit dem Lahti straft die Worte Amerys Lügen.
Von Interesse waren nur einige Ausführungen Amerys über den Umfang des indischen Freiheitskampses, die er — wenn auch sicherlich in stark gemilderter Form — dem Unterhaus machte. Die Vernichtung der Kontrolle und Einrichtungen des Meldeapparates, der Beschädigung von Brücken und Straßen, so meinte Amery, habe einen sorgfältig vorbereiteten Angrisfsplan gezeigt: Diese Angriffe hätten sich in der Hauptsache auf das strategisch lebenswichtige Gebiet konzentriert, in dem der Kohlenstransport von den Bergwerken nach den Rüstungswerken Indiens am meisten beeinträchtigt
werden konnte. Etwa 399 Eisenbahnstationen seien abgegriffen und mindestens 24 Fälle von Zugentgleisungen gemeldet worden. Besonders heftig seien die Unruhen in dem strategisch wichtigen Gebiet von Bihar, wo etwa 88 Polizeistationen zerstört worden seien. Es müsse festgestellt werden, so schloß Amery diesen TKl seiner Ausführungen, daß die Unruhen noch keineswegs vorüber seien. Hieraus resultiere wahrscheinlich auch die Wut Amerys, in der er sich dazu hinreißen ließ, von dem „Erzsaboteur Gandhi" zu sprechen.
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Hievzu drahtet unsere VerlinerSchriftle itung: Ein Unterhauscvbgeordneter, der nach dieser Erklärung seinen Eindruck in die Worte zusammenfaßte, daß sowohl Amerys als auch Churchills Ausführungen „für viele Mitglieder des Hauses verwirrend" gewesen seien, sprach damit ein Urteil, das über die ganze Innenpolitik der britischen Regierung, sowohl vorn britischen Publikum, als auch von den Alliierten in Moskau undWashinHtom gesprochen wird. In der Debatte tat Cripps sein übriger
(Fortsetzung auf Seite 2)
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In sctiwsrsn rm6 srdiltsrtsn Xsmptsci ruicch mütissiigsn /tukslisgsn tisbsci clsulsctis Ssbicgsssgsr im XsuXssus mstirsrs pslltlöiisn gsnommsn. ?k.-/i>iln.: XrieLsdenctiter Uslrler c?c>»
VaWnglon soll Hauptstadt der Demokratien werden
M Varuch ;um 0 ummi-Mkialor der Vereinigten Staaten ernannt / Steigender Einfluß der flebräer im Weißen staus
Dr^Äericht unserer Berliner Schriftleitung
b. Berlin, 12. September. Der britische Premier Wiiiston Churchill steht heute im Kreuzfeuer bissiger Bemerkungen, die aus dem sowjetischen und amerika- Äschen Lager abgefeuert werden und für die Gesamt- Situation der Alliierten außerordentlich bezeichnend lind. Während die sowjetische Presse als Dolmetscher
der Ansichten Stalin ultimativ Forderungen nach der pZwcitcn Front" vorbringt, hat der amerikanische Pra- !>dent den früheren kanadischen Gesandten in Washington, William Herridge. veranlaßt, einen in Imner Wir- Ung gleich heftigen Torpedo gegen den britllkyen PyMicr abzufeuern. Der Gesandte, der in seiner "dost als kanadischer und britischer Bürger das Worr "ürijs. erklärte im Auftrage Roosevelts. daß die allner- «» Rationen den Krieg nicht gewinnen könnten, bevor «be cnglischsprechenden' Völker unter einem „oMrer vereinigt Iseici,. Dieser Führer aber müsse Rooseven >°>n! Churchill als Vertreter des britischen Empire «übe Roosevclt zum „Führer" der Alliierten ernennen dem amerikanischen Präsidenten diktatorische Voll- "wibtrn und einen großen Generalstab zuerkennen, der Üjf Halste aus britischen, zur Hälfte aus amerikanischen Nitglicdern bestehen solle, im übrigen aber nur beratende Funktionen haben dürfe.
Hricidge forderte die Kanadier auf, diesen Anspruch l?!nüber Churchill recht 'lar zu formulieren, denn es wnne keine Frage sein, daß Washington das geeignete
Hauptquartier der Demokratien sei. Roosevelt müßte aber der „Führer" sein, da er eine weitreichende persönliche Macht besitze und bereits jetzt an der Spitze von zwei Drittel der englischsprechenden Welt stehe.
Es ist bezeichnend, daß Roosevelt zur Propagierung dieses nur durch pathologischen Größenwahn zu erklärenden Planes den früheren kanadischen Gesandten benutzte, der darauf rechnet, daß Kanada wie Australien die ersten Völker des Empire sein werden, die dieser Abkehr von London zustimmen werden.
Im gleichen Augenblick der Verkündung dieser weitreichenden Pläne Roosevelts wird durch die Beauftragung des jüdischen Wirtschastsdiktators Bernhard Ba- ruch zum Bevollmächtigten für die Eummibewirtschaf- tung in den USA. die innerpolitische Situation der Vereinigten Staaten aufs neue außerordentlich drastisch gekennzeichnet. Nach Beobachtungen des spanischen Efe- Korrespondenten in Newyork macht, abgesehen von den wenig erfreulichen Ereignissen auf allen Kriegsschauplätzen, auch der bisher ungünstige Ausgang der Materialschlacht der nordamerikanischen Regierung große Sorgen. Vor allem seien es der Mangel von drei Rohstoffen der Roosevclt nicht schlafen ließ. die Verknappung von Stahl, Benzin und Kautschuk, Trotz aller Anstrengungen und der Einspannung mehrerer mittel- und südamerikanischer Länder fehlten der nordamerikanischen Rüstungsindustrie noch immer 22 Millionen To.
Stahl jährlich, um das vorgeschriebene Programm erfüllen zu können. Die Venzinvorräte der Vereinigten Staaten seien ebenfalls beträchtlich zusammengeschmolzen, und da andererseits die Transportmöglichkeiten mit jedem Tag kritischer wurden, habe sich Roosevelt gezwungen gesehen, neue Einschränkungsmaßnahmen für den Benzinverbrauch anzukündigen. Das schwierigste Kapitel stelle jedoch der Kautschuk dar, dessen Mangel die ganze amerikanische Rüstungsindustrie in Mitleidenschaft ziehe. Obwohl hierüber keine offiziellen Ziffern veröffentlicht werden dürften, hätten die Sachverständigen ausgerechnet, daß das große Kautschnkdesizit trotz der voraussichtlichen Lieferungen der ipittel- und südamerikanischen Staaten sowie der gesteigerten Eigenproduktion an synthetischem Gummi niemals gedeckt werden könne. Die Finanzjuden Wallstreets haben sich diese Entwicklung zunutze gemacht, um den bestehenden politischen Einfluß auf das Weiße Haus durch eine Intensivierung auch des wirtschaftlichen »Einflusses zu ergänzen. Zur Einführung des neuen Bevollmächtigten für die Gummi- wirtschaft. Bernhard Varuch. wird betont, daß er das im letzten Weltkrieg aufaestellte Gnmmivrogramm ausnahmslos durchführen solle. Hierbei ist bemerkenswert, daß von Varuch also keine neue Idee erwartet wird, sondern kedialich die Erfüllung des Programms, das seit dem vorigen Weltkrieg in den Akten des Weißen Hauses ruht.
keruug auf den Endersolg so gut wie möglich aufrecht zu erhalten, während sie selber an dem Endersolg bereits zu zweifeln beginnen. Woher diese Ernüchterung kommt, bedarf kaum einer besonderen Erklärung, wenn man selber mit offenen Augen den Verlauf dieses Krieges sowohl auf militärischem als auf dem wirtschaftlichen Sektor verfolgt. Ständig erfolgreich für unsere unvergleichlichen Truppen, aber mit unverminderter Härte und bei schier übermenschlich schweren Einzelkämpfen tobt die gewaltige Festungsschlacht um Stalingrad in vierwöchiger Dauer, nicht anders wie das gesamte Welt- ringen unserer Tage Deutschländ und seinen Verbündeten den Sieg verheißend. Unsere, längere Zeit schon ins Festungskampffeld dieses wichtigsten sowjetischen Stützpunktes an der Südfront eingedrungencn Truppen haben nach Durchbruch weiterer Befestigungsanlagen nun auch südlich der Stadt die Wolga erreicht, womit die Lage der Festung, von drei Seiten hart umschlossen und die Wolga an der vierten Seite im Rücken, mit einem jener Kessel zu vergleichen ist, in denen von unseren Soldaten im Laufe dieses Krieges ungezählte Sowjet-Divisionen immer wieder vernichtet wurden. Dies wird wohl auch das Schicksal der jetzt noch verzweifelt sich wehrenden Bolschewiken in Stalingrad sein, um dessen Besitz zwar Schritt für Schritt und Haus für Haus gekämpft werden muß, dessen Fall aber, nachdem bereits seit Tagen unsere Truppen oas Steilufer der Wolga erobert haben, wie die Sowjets wohl selber schon einsehen, kaum mehr abgewendet werden kann. Daß zu der Kesselstrategie hier gleichzeitig die Mühlenstrategie kommt, das ist jene Art des Vernichtungskampfes wodurch des Gegners stets von neuem zum Entsatz herangeführte Verstärkungen in die Reichweite des Bombardements gezwungen und dann zermalmt werden, mag sich besonders verhängnisvoll für Stalins Armeen auswirken, die auf diese Weise ihre letzte Offensivkraft hier einbüßen, indem sie nicht wieder gutzumachende Verluste an Mannschaften und Material erleiden. Es kann nicht mehr verkannt werden: mit der Erfüllung des Schicksals Stalingrads werden die Hoffnungen unserer Feinde zu Grabe getragen, die vermuteten, hier eine Wende des Kriegsglücks Herbeiführen zu können, das stets mit dem Tüchtigen, also mit der deutschen Wehrmacht, dieser während der abgelaufenen drei Kriegsjahre unabänderlich trengeblieben ist. Aehnlich wie im Vorjahr bei dem deutschen Vorgehen auf Moskau, das durch den Einbruch eines unvorhergesehen früh sich einstellenden Winters unterbrochen werden mußte, hofften die Sowjets wohl die Kämpfe um Stalingrad so lange hinziehen zu können, bis ihnen abermals der Winter zu Hilfe kommt und damit, wie sie meinen, abermals die deutsche Offensive kurz vor erreichtem Ziel zum Stehen kommen müßte. Diese sowjetischen Erwartungen werden sich um so weniger erfüllen, als noch manche Woche vergehen muß, bevor der Winter an dieser Stelle der Ostfront sich einstellen kann. Dann aber wird Stalingrad in deutscher Hand und damit vielleicht das stolzeste Nubmes- blatt deutschen Soldatentums geschrieben sein. Die Kontrolle der Wolga durch die deutsche Wehrmacht verhindert von diesem Zeitpunkt an nicht allein die weitere Heranschaffung von Menschen und Kriegsmaterial auf der gewaltigen Verkehrsader im Süden der Sowjetunion, sondern zerschneidet gleichzeitig die Verbindung der Sowjets im Norden mit ihren noch im Kaukasus stehenden Truppen, die z. Z. am Terek sich verzweifelt gegen neue deutsche Angriffe wehren. Daß außerdem mit Stalingrad ein unermeßlich wichtiges Rllstungs- zentrum den Sowjets, ja geradezu das Symbol für die sowjetische Industrialisierung und der Angelpunkt der sowjetischen Verteidigung verlorengebt (keine Bahn, keine Straße, kein Wasserweg hat auch nur annähernd die Bedeutung, die dem Wasserweg vorn Kaspischen Meer zum Norden zukommt), ist geradezu als vernichtender Schlag für die sowjetische Kriegführung zu bezeichnen.
Sowjetische flusrichtung Es ist begreiflich, wenn die ins löegenteil verkeim Sowjets, um den Druck, auf
c-talcngrad zu vermindern, alles, aber auch alles in der Front im Osten versuchten, um deutsche Kräfte von der alles beherrschenden Festung am Unterlauf der Wolga abzuziehen. An der Newa, am Ladogasee, Lei Rschew, bei Kaluga, Woronesch is" Norden der Front, überall rannten sie in diesen Wochen an, in der Hoffnung, irgendwie Stalin- grads Schicksal dadurch beeinflussen zu können. Vergeblich! Nichts haben all diese, mit verkrampfter Gewalt unternommenen Durchbruchsversuche an den deutschen Fronten genützt, nichts die Myriaden an Opfern, die dafür gebracht wurden und nichts der Bolschewiken fester
iminiiiiniiiiiiliii»»»m»iiiiiiliiiiiin»i»i»ii»»»»iiiiiiini»iili»,i»,»imm un»
Um die Befestigungsanlagen von Stalingrad wird hart, aber erfolgreich weitergekämpft.
Bei Noworossijsk fiel das letzte Küstensort in deutsche Hand.
Am Terek-Abschnitt wurden feindliche Stellungen , durchbrochen.
Jndienminister Amery gab im Unterhaus höhnische Erklärungen ab.
An der Aegypten-Front wurden in 19 Tagen 179 britische Panzer vernichtet.
Roosevelt will sich zum „Führer der englisch sprechenden Welt proklamieren lassen".
Der Jude Varuch wurde Gummi-Diktator der Vereinigten Staaten.
Der Ministerrat für die Rcichsverteidigung hat eine wichtige Verordnung über Tuberkulose-Hilfe erlassen. Die Frist der „Tätigen Reue" bei Veraehcn gegen den Lohnstop läuft am 18. September ab.
Die Besiedlung in den neuen Ostgnuen kann im gegebenen Falle schnell anlaufen.
In Wien wurde die Erstellung einer europäischen Holzbrlanz beschlossen.
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