Ausgabe 
(8.9.1942) Nr. 247
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parieinnEctie Tayeszettung

vas flmtsblait des Iieglcrendcn vürgermciskcrs der Zielen Hansestadt vrcmcn

üev NationalsoFiaUsten Vremens

flmlUcstes vcrkündunifsblatt des Ncicstsstattstalters in LUdendurg und vrernen

stl. 24? , 12. Jalirgang

Dienstag, 8. September 1342

Lmzelpreis 15 Npf.

HieWölfe des Meeres" bleiben am feind

wieder 1? Schiffe mir 188888 VKL. auf dem Meeresgrund angelangt / weiterer vodengewinn im festungsgeliinde van Stalingrad / feindgruppe am Ladogasee eingeschlossen

tnlkastungsangMe abgewiejen

Aus dem Führerhauptquartier, 7. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist die Land- und Lecjcstung Noworojjijsk, der letzte Kriegshafen von Bedeutung, der nach dem Fall von Sewastopol der sowjetrussischen Schwarzmeerflottc noch verblieben war, gefallen. Württembergische, badische, fränkische und hessische Divisionen unter Mitwirkung rumänischer Ka- Wllcrieverbände haben in tagelangen harten Festungs- lämpsen unter schwierigsten Geländeverhältnissen diesen holzen Wafsenersolg errungen. Die Beute ist noch nicht ^zu übersehen.

e In der Schlacht um Stalin grad gewannen 'kutsche und rumänische Truppen in schwere» Kämpsen weiter Boden. Der Feind erneuerte unter Einsatz starker Infanterie- und Panzerverbände seine schweren Ent­lastungsangriffe von Norden gegen die deutsche Riegel­stellung. Alle Angriffe wurden blutig abgewiesen und IM scindliche Panzer vernichtet. Panzer und motori­sierte Infanteriedivisionen, unterstützt durch Flieger- und Woerbände, haben hieran entscheidenden Anteil. Tag- uud Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen das Stadtgebiet. Außerdem wurden im Verlauf der Nacht Flugplätze ostwärts der Wolga bombardiert.

Nordwestlich Mcdyn wurden wiederholte feindliche Angriffe zum Teil im Gegenstoß abgeschlagen. Bei nächtliche» Bombenangriffen wurden Flugplatzanlagen nordwestlich Moskau sowie der Nachschubverkehr des I Feindes wirksam getroffen. Südlich des Jlmensees schei- I tcrtcn örtliche Angriffe der Sowjets. Südlich des I Ladogasees wurden ebenfalls mehrere feindliche Angriffe »nntek hohen blutigen Verlusten abgewiesen. Im Eegen- »ingrisf wurden feindliche Kräfte eingeschlossen und ver­leibtet. Die Sowjets verloren hierbei über 1200 Tote. Auf dem Ladogasee wurden durch Bombentreffer ein Brwacher und ein Schlepper versenkt, ein weiterer Ve- «achcr und drei Schleppeir.beschädigt.

Im mittleren Abschnitt der Front in Aegypten wurde ein feindlicher Angriff abgewiesen. Kampf- und -turzkampfflngzenge bekämpften auch gestern britische Artilleriestellungen, Panzer- und Kraftfahrzeugansamm- linigc» sowie einen Flugplatz am Ärabergols mit guter Wirkung. Deutsche Jäger schössen in Luftkämpsen 15 scindliche Flugzeuge ab. Ein weiteres feindliches Flug­jena wurde im Scegebiet südlich Korfu zum Absturz ge­bracht.

Nach einzelnen wirkungslosen Tagesstörflügen griffen Verbände der britischen Luftwaffe in der vergangenen Nacht Westdeutschland an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. In Wohnvierteln mehrerer Orte, vor allem in Duisburg, entstanden Sach- und Gebäudeschäden. Nach bisherige» Meldungen wurden 11 der angreifenden Fluazcuac abgeschossen. Weitere sieben verlor der Feind bei Einsliigen in die besetzten Westgcüiete. Leichte deut­sche Kampfflugzeuge bekämpften am gestrigen Tage kriegswichtige Ziele in Süd- und Mittelengland iowie Hascnanlagen an der englischen Nordostküste mit Bom­ben schweren Kalibers. In der Nacht bombardierten Kampfflugzeuge Werftanlagen in Sunderland; zahl­reiche Explosionen wurden beobachtet.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote aus Geleitzügen und in Einzel- iagd an der Ostküstc von Amerika, im Atlantik und vor der Westküste vor Afrika in harten Kämpfen 17 Schiffe mit zusammen 1«I8 000 BRT!"

.Daß die anglo-amerikanische Kriegführung noch mit eurem furchtbaren Problem zu kämpsen hat,, das nicht »ur im Hinblick aus dieZweite Front" gestellt ist, das mird mit jeder Sondermeldung über einen Erfolg im Kampf gegen den feindlichen Schiffsraum unterstrichen, -kachdem zum fünften Male in ununterbrochene« Folge

eine Versenkungsziffer von über 800 000 BRT. im Mo­nat gemeldet worden war, sind nun nach der neuen Son­dermeldung wiederum 108 000 BRT. auf den Meeres­grund geschickt worden. Allen immer wieder auftauchen­den Behauptungen über ein« unmittelbar bevorstehende oder gar schon eingetretene Wendung in der Schlacht auf den Weltmeeren zum Trotz geht der Kampf pausen­los und unerbittlich weiter, und die Erfolge unserer Unterseeboot« stellen sich mit einer Regelmäßigkeit ein. die im Fsindlager allmählich zu lähmendem Entsetzen führen mutz. Dieser Tage erst hat dieDaily Mail" daran erinnert, datz es den Deutschen im ersten Welt­krieg schon fast gelungen sei, England von der Außen­

welt abzusperren. In diesem Kriege aber überträfen sie sie sich in der Il-Boot-Kriegjiihrung noch selbst, darum werde die Schlacht auf den Meeren auch erst mit dem letzten Kriegstag aufhören, und es sei alles verloren, wenn man diese Schlacht verliere. Zwar sind die Blicke der englischen Oeffentlichkeit jetzt wie hypnotisch nach der Ostfront gewandt, weil man sich sagt, datz dort die Dinge auf des Messers Schneide stehen. Aber jede Son­dermeldung von-der Schlacht auf den Meeren bedeutet auf längere Sicht für die Engländer doch etwas ähn­liches wie jede Feststellung des Wehrmachtsberichtes über neuen Raumgewinn an der Wolga und im Kau­kasus. üi. sod.

Maisky lobt m olinmöchtiger Wut

Sie britischen serrorangriffe aus deutsche Zivilbevölkerung lallenkrsatz" jür die Zweite front bieten

Drahtbcrickit unserer Berliner Schriftleitnna är. V. seil. Berlin, 7. September. Zu den dumpfen Ahnungen, von denen die britische und amerikanische Oeffentlichkeit angesichts der Entwicklung an der Ost­front befallen ist, tritt die seit Dieppe noch gesteigerte ohnmächtige Verzweiflung darüber, Latz man gar keine Möglichkeit hat, den Sowjets zu helfen und das drohen­de Schicksal von ihnen abzuwenden. Man begreift jetzt erst recht, warum sich Stalin vor dem Besuch Churchills in Moskau zu dem ultimativen Verlangen nach der Er­richtung einer Zweiten Front gedrängt sah. Ehe man diewertvollen Erfahrungen" von Dieppe gesammelt hatte, argumentierte die von Maisky und Litwinow in England und in den Vereinigten Staaten inszenierte Agitation so, wie es seinerzeit die amerikanische Zeit­schriftTime" formulierte, datz eine Zweite Front ir­gendwann nach August sehr spät, wenn nicht zu spät kommen werde. Der Krieg könne verlorengehen, wenn die Zweite Front nicht so rechtzeitig errichtet werde, Latz sie den Kaukasus zu retten vermöge.

Inzwischen scheint selbst Herr Maisky von denwert­vollen Erfahrungen" von Dieppe profitiert zu haben. Solange dieses so groß aufgezogene und so jämmerlich zusammengebrochene Unternehmen nicht gestartet war, wollte Moskau die Bedeutung der britischen Terror­angriffe aus der Luft auf die deutsche Zivilbevölkerung unter gar keinen Umständen anerkennen. Heute, nachdem der Beweis dafür erbracht ist. datz die Briten und Ame­rikaner doch nichts anderes auf die Beine zu stellen vermögen, ist auch Maisky so bescheiden geworden, datz er seine und des Kreml Hoffnung an diesen sinnlosen Terrorangrifscn doch noch ein wenig emporranken möchte. Wie er das macht, das charakterisiert mit höchster Eindringlichkeit die Panikstimmung und das Gefühl der wilden, ohnmächtigen Wut, in der sich heute die Bolschewiken und Herr Maisky im besonderen be­finden. Maisky hat am Sonntag bei einer Veran­staltung gesprochen, die der Werbung für die Sowjet­hilfe diente und bei dieser Gelegenheit darüber gcjam- sFortbyuna au- Leite L.>

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veniocks övmlrer über glslingrsci. sieiss 6sr seetsn lisls dsltsn clis Usulsclisn Kämpf- unct Slurr- lesmptgruppsri sinsn 6sr rsntesisr, Sslmkiüts suts Kam gsriommsri. 8tsii slsigt eise ksucti aus cism gsttottsnsn öslmdot smpor. ?x.-Lu!,,-nmw puttvE (scu.,

kntscheidutigen von Stalingrad bis NoworoWK

Neuer Verjweiflungsaufrus aus Moskau , Miere Vetrachlungen und Hanswurstereien in London

' Drabtbcricht unserer Berliner SLriftleltmig

.-cy,. Berlin, 7. September. Nachdem die britische ^stlic Noworossijsk bereits zumzweiten Sewastopol" Stempelt hatte, kam die deutsche Son-dermeldung über ll'üinahin« dieser Land- und Seefestung am Schwar- dX Neer für die englische Oeffentlichkeit als ein so Mcr und plötzlickper Scklag, datz der Londoner Rnnd- alle agitatorischen Gesichtspunkte außer acht ließ, »§ncii aus^Mt sonst immer Niederlagen behandelt seiden. Man WWkt ja den Dreh, nach dem verlorene ^pnoncn als völlig belanglos hingestellt werden, wenn eZ auch.-vor Tische ganz anders las. 2m^ ersten -'Heu Zchreck7»hat diesmal der Londoner Rundfunk in ^ vergangenen Nacht gestammelt:Wenn die Ein- Hsvme uou N-oworossijsk bestätigt werden sollte, würde b'r Verlust der Stadt einen schweren Schlag für die dsviuijche. Schwarzmeerflotte bedeuten. Sie könnte zwar "V'ps: und Batum verwenden, aber weder der eine der andere Hafen ist so gut ausgerüstet wie Nowo- lsM." 2n der'Tat ist die'strategische Bedeutung der ^«yeiuat nicht zu verkennen, die hier, jenseits der ^lluchen Ausläufer des Kaukasus, von deutschen uno , !ü?vüchen Truppen vollbracht wurde. Auch Nowo- TApk ist uns nicht einfach in den Schoß gefallen. Schon ldsländeverhültnisse, die durch Eebirgsspalten, tiefe huuchten und steile Hänge charakterisiert sind, schufen den Altgreifer ungewöhnliche Schwierigkeiten. Dar- tT' hinaus war das Gelände durch umfangreiche ^"Zungen und Sperren aller Art zu einem Vcfesti- sts--lliinei ausgebaut worden, der mit besonderer .-'-nackiigkeit verteidigt wurde. Hier wie vor Stalin- ^ -rasen die Sowjets ganz genau, um was es geht.

I'rntcgischc Lage an der Ostfront wird heute durch Tu, "ünchcn von überragender Bedeutung bestimmt, deutschen Truppen stehen in einem engen Umkreis

von Stalingrad an der Wolga und gleichzeitig jenseits des Gebirges im Süden am Schwarzen Meer. Sobald diese Erfolge endgültig konsolidiert sind und in der sich als selbstverständlich ergebenden Richtung ausgewertet werden können, darf das Schicksal der Sowjets in dem Sinne als entschieden angesehen werden, datz sie keine 'Möglichkeit mehr finden werden, eine Ossensivkraft von wesentlicher Bedeutung zurückzugewinnen. Von Nowo­rossijsk aus wird sich die Schlutzphuse von Operationen im Süden entwickeln können, an deren Ende die Sowjets vom Schwarzen Meer vertrieben sein werden. Der Nach­schub in das Kampfgebiet südlich des Kaukasus wird dann kein Problem mehr sein. Bei dem mit unerhörter Erbitterung geführten Kamps um Stalingrad handelt es sich darum,' die Beherrschung des Wolgaweges, der von unseren Panzcrkeilcn bereits erreicht worden ist, end­gültig zu befestigen und zu sichern. Stalingrad hat in diesem Sinne für die Sowjets noch die Bedeutung eines starken defensiven Brückenkopfes westlich der Wolga. So gesehen kann man die Auffassung einer neutralen Zei­tung verstehen, nach der die Einnahme von Stalingrad nur noch ein Prestigeerfolg für die deutsche Wehrmacht sein soll. Strategisch wesentlich sei, datz die Deutschen die Wolga erreicht hätten und dort ihre Artillerie aufbauen könnten, um den Verkehr aus diesem Hauptverkehrswcg des Feindes abzuschneiden.

Penn die Sowjets in Stalingrad alles an Kräften ammenballen, was überhaupt noch möglich ist, wenn gleichzeitig von Norden her wütend gegen die deut- >n Riegelstellungen anrennen, so zeugt das von der kenntnis der Sowjets, datz sie sich mit den grotzen solqcn der deutschen Sommcrosfcnsive und ihren ent- -idcnden Auswirkungsmöglichkcitcn unter gar keinen ritändcn abfinden können, ohne sich selbst einzuge- jen, datz ihr Spiel verloren ist. Die Katastrophen-

angst spricht so deutlich wie noch nie aus dem Aufruf,, den der Moskauer Rundfunk in der Nacht zum Mon­tag an die Sowjetarmee gerichtet hat. Nach hysteri­schen Ausbrüchen des Hasses, die mit den schlimmsten Ausgeburten des alttestamentarischen Sadismus zu ver­gleichen sind, heißt es da:Der verächtliche Feind kriecht auf den alten russischen Wolgaflutz zu, auf den Reichtum des Kaukasus. Leben und Tod hängen für uns vom Ausgang der jetzt tobenden Schlachten ab. Keinen Schritt zurück! Haltet stand bis zum Tode!" Wenn die Sowjets die Folgen einer Niederlage, in der jetzt tobenden Schlacht in'dieser Weife ankündigen, so- wirkt es einigermaßen komisch, wenn ein Sprecher des Londoner Rundfunks einen als möglich erachteten deut­schen Sieg bei Stalingrad alsMarkstein der kommen­den deutschen Niederlage" bezeichnen will. Die Deut­schen, möchte sich dieser politische Hanswurst trösten, kämpften hier vergebens, weil sie bestenfalls Trümmer einer sowjetischen Stadt besetzen würden. Für die gei­stige Verwirrung im Lager der britischen Agitatoren ist es bezeichnend, wenn eine solche Auffassung verkün­det werden konnte, nachdem genau eine Stunde vorher auf den Wellen des gleichen Londoner Senders ein fnilitärischer Kommentator sagte, datz der Fall Stalin­grads ein schwerer Schlag für die Sowjets sein und für Hitler die Flankendeckung für seine Kaukasusarmee bedeuten werde. Der Aufruf des Moskauer Rundfunks an die Sowjetsoldaten ist eine Erklärung für die un­erhörte Härte der Kämpfe, die an diesem überragenden Wendepunkt des Krieges geführt werden. Unsere Solda­ten vollbringen hier täglich und stündlich Leistungen, die denen der Kämpfe vor Sewastopol an die Seite gestellt werden müssen. Stalingrad wird auch einmal ein ganz besonderes Ruhm.sblatt in dem Buche be­grüßten Heldentum? und der höchsten Leistung, des deut­schen Soldaten darstellen.

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Englands Verrat am Islam

k. kckü. Die Schein-Heiligkeit gehört zur Natur des Briten. Wird er, der brutale Feind jeder nationalen Bewegung, vor der Weltöjjenrlichkeit für irgend eine seiner zahlreichen, an den von ihm geknechteten Völkern begangenen Schandtaten zur Verantwortung gezogen, besitzt er die Stirn, den unschuldigen Wohltäter zu spielen. So versucht die Ausbeuterclique um Churchill, nachdem sie auch im Vorderen Orient von ihren poli­tischen Gegnern blotzgestellt werden konnte, mit allen Mitteln ihrer verlogenen Agitation vorzutäuschen, die Interessen des Islams und seiner nationalpolitischen Strömungen zu schützen. Diese schamlosen englischen Bemühungen, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen, fordern dazu heraus, an die verantwortlichenFreunde" der mohammedanischen Welt in London zwecks Auffri­schung der Erinnerung an die Geschichte der britischen Jslampolitik folgende Fragen zu richten:

Hat England in Aegypten nicht seit über 100 Jahren den mohammedanischen Führern des Landes Knüppel zwischen die Beine geworfen? Hat es 1830 nicht dem hochbefähigten Mohamed Ali den Weg zur Bildung eines islamitischen Kernstaatcs planmäßig verlegt? Ließ Britannien nicht mehrere Jahrzehnte später den anfangs erfolgreichen Fellachenfiihrer Arabi Pascha zum Rebellen stempeln? Brachten die. englischen Schergen 1910 nicht den ägyptischen Nationalisten Saab Zaghlul, um ihn kalt zu stellen, gewaltsam nach Gibraltar? Forderten die Umtriebe des Secret Service nicht wiederholt auch unter den Ministern der zuletzt eingesetzten Kabinette des Nillandes ihre Vlutopfer?

Was die Methode der englischen Jslampolitik betrifft, so fragen wir: War man an der Themse nicht immer darauf bedacht, in den der Freiheit beraubten Ländern etwa vorgefundene Gegensätze politischer, sozi­aler oder religiöser Art künstlich zu vertiefen? Sorgten die Briten nicht dafür, datz in Kairo eine ihnen blind ergebene Opposition gegen den nationalen Regierungs­kurs von Zeit zu Zeit parlamentarische Konflikte her­aufbeschwören konnte? War die Absplitterung der Saad- Partei von der Wafd nicht das Werk Londoner Aacnten? Hat das Kolonialministerium Seiner Majestät in Aegypten nicht jahrzehntelang daran gearbeitet, inner­halb der mohammedanischen Bevölkerung eine england- hörige Oberschicht heranzuziehen, die auf religiösem Ge­biet separatistischen Neigungen nachging? Diente die Bindung der Landeswährung an däs Pfund Sterling den Plutokratcn nicht dazu, die wirtschaftliche Struktur Aegyptens ohne Rücksicht auf die Eigenbedürfnisse des Landes in wcltkapitalistischem Sinne umzuwandeln und die Arbeitskraft des betrogenen Volkes der Profitgier raumfremder Finanzhyänen dienstbar zu machen?

Doch die Quertreibereien der Engländer in Kairo und Alexandnen sind nicht die einzigen ihrer Art. Be: je­nem raffinierter Vorgehen der Briten kamen gewisse Er­fahrungen zur Anwendung, die derEentleman"-Poli- tiker tm Verlauf der Aktionen zur systematischen Ver­schärfung des konfessionellen Gegensatzes zwischen Mo­hammedanern und Hindus in Indien gesammelt hatte. Die Verantwortungslosigkeit, mit der Britannien die Moslims vor den Wagen seiner nackten Macht- intcresien spannte und gegen die (zunächst priviligierte) Schicht der Hindus aufhetzte, spottet jeder Beschreibung. Je nach den Umständen wurde auch hier die Taktik geändert.^ Die erste Phase der britischen Gewaltherr­schaft in cmdien stand insofern im Zeichen einer ernsten Spannung zwischen Engländern und Mohammedanern, als die w'ahabitische Erneuerungsbewegung des Islams von London aus heimtückisch bekämpft wurde. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts erregte es den Un­willen fast der gesamten islamischen Welt, datz Eng- land die damaligen Moslimstaaten Nordwestindiens ihrer mohammedanischen Fürsten und darüber hinaus der Selbständigkeit beraubte. Kein Wunder, datz zu den schweren indischen Unruhen des Jdhres 1857 auch die Anhänger des Islams ihr Teil beitrugen! In der Folgezeit hielten es die /charakterlosen Briten für vor­teilhaft, zur Abwechslung die mohammedanische Min­derheit in Indien mit provozierenden Vorrechten aus­zustatten, sie den Hindus als angeblich sremdnationale. Einheit gegenüberzustellen und dasWahlrecht" auf dem Grundsatz:Hier Moslims hier Hindus" aufzu­bauen. Aber die Mohammedaner ließen sich nur vor­übergehend täuschen. Englands unehrliche Politik 1907 im Streit um Persien, seine widerspruchsvolle Haltung in den Balkankriegen und seine diplomatischen Anstren­gungen zur Zerschlagung des osmanischen Reiches führ­ten auch im indischen Islam zu lebhaften Einsprüchen gegen die Absichten der Londoner Imperialisten. Schon

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Wieder schickten unsere U-Boote 108 000 BRT. wert­vollen feindlichen Schiffsraumes auf den Meeres­grund.

Bei Stalingrad gewannen unsere Truppen unter Abweisung sowjetischer Entlastungsangriffe weiter an Boden.

Am Ladogasee wurde eine feindliche Krästegruppe eingeschlossen und vernichtet.

Aus Indien werden neue britische Terrorakte gegen die für ihre Freiheit demonstrierende Bevölkerunq gemeldet.

Reichsmarschall Eöring richtet an alle Haushal­tungen und Betriebe einen Appell, mit Gas und Elektrizität sparsam umzugehen.

Das Haus der Deutschen Kunst erläßt einen Auf­ruf zur Beteiligung an der Rcichskunstnusstcllnng 1013.

Neichswirtschaftsministcr Funk hat seinen Ru­mänienbesuch beendet.