Ausgabe 
(6.9.1942) Nr. 245
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vos flmisblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen Hansestadt vrrmen

üer NationalsoziaMen. vremens

flmtUches verkündungsblatt des Neicksstattlzalters in Oldenburg und Nremen

m. 245 , 12. Jahrgang

Sonntag, 6. September 1942

kinzelpreis 15 Npf.

öremen trotzt dem britischen lerror!

AsHer 54 lote, S0 Vermißte, 50 Schwerverletzte und 145 Leichtverletzte in der Nacht zum Sonnabend ^ wiederum schwere Schilden in wotznoierteln, an kulturellen und anderen öffentlichen öebiiuden

Hervorragende vewötzrung der slak sowie der veoölkerung und itzrer Hilfsorganisationen

Bremen, 5. September.

In den frühen Morgenstunden des Sonnabend setzten britische . Bomber erneut zu einem heftigen Luftangriff auf die Stadt Bremen A. an. In großer Höhe fliegend, warfen sie eine beträchtliche Zahl von ' Sprengbomben und eine hohe Anzahl von Brandbomben über nahe- ; 7 zu sämtlichen Vierteln der Stadt ab. Wenn dabei auch eine Reihe von gewerblichen Betrieben getroffen und beschädigt wurde, so zeigt doch die ganze Anlage des Angriffes wiederum unverkennbar und ganz eindeutig den Charakter eines Terrorangriffes. Dafür spricht ist schon die hohe Zahl der Brandbomben auf Wohnhäuser. Dafür ^ , sprechen die Schäden, die in reinen Wohnvierteln fernab jeder mili-

i tärischen oder wehrwirtschaftlichen Anlage durch Brand- oder Sprengwirkung angerichtet wurden. Dafür sprechen nicht zuletzt die Schäden in kulturellen oder sozialen und kirchlichen Gebäuden. So wurden u. a. zwei Krankenhäuser getroffen, darunter eines beson­ders schwer. So wurde ein bekanntes bremisches Kunstinstitut nahe­zu völlig ein Raub der Flammen. So wurden zwei Kirchen und izwei Kapellen in Mitleidenschaft gezogen. So wurden allein sieben ^ Schulen durch Brand- oder Sprengwirkung beschädigt. Leider sind auch die Personenverluste unter der Zivilbevölkerung schwer. Es

find 34 Tote, 50 Schwerverletzte und 145 Leichtverletzte zu beklagen. Zur Zeit der Ausgabe dieses Berichtes werden allerdings noch etwa 6V Personen vermißt, so daß mit einer wesentlichen Erhöhung der Totenzahl zu rechnen ist.

Wie bei allen anderen Angriffen, so bewährte sich auch gegenüber der Heftigkeit dieser neuen britischen Terroraktion die zähe Abwehr des Soldaten wie des Zivilisten. Wie der Wehrmachtsbericht mitteilt, wurden durch Nachtjäger und Flakartillerie mit Sicherheit elf briti­sche Bomber abgeschossen. Davon wurden allein zwei durch Volltref­fer über der Stadt Bremen in der Luft völlig zerrissen, so daß die Wrackteile auf Straßen und Gebäude herunterkamen. Besonderes Lob aber verdient nicht zuletzt wiederum die Bevölkerung selbst, die sich bei der Abwehr der Schäden, beim Löschen der Brände, beim Retten bedrohten Eigentums sowie in der kameradschaftlichen Bei­hilfe gegenüber den Geschädigten oder obdachlos Gewordenen be­währte. Hier stand der Soldat neben dem Zivilisten, der Mann der Lustschutzpolizei, der in vielen Fällen aus der näheren und weiteren Umgebung Bremens herangezogen war, neben den Männern und Frauen des zivilen Luftschutzes. Sie alle standen in einer Front, sie alle kämpften aktiv oder passiv den gleichen Kampf: Trotz dem britischen Terror.'

Verrucht, aber fruchtlos

I Wieder einmÄ hatte Bremen die Schwer« eines nächt- I lichen britischen Terrorangriffes aus der Luft durchzu- » stehen, und wieder einmal sind neben der sinnlosen Zer- » stinung von Wohnhäusern, Krankenhäusern, Lazaretten D und mehrerer öffentlicher Bauten, die nichts mit dem M deutschen Kriegspotential zu tun haben, eine empfind­liche Anzahl von Toten unter der Zivilbevölkerung zu

> beklagen. Dabei bangen wir noch um das Schicksal zahl-

> reicher Vermißter und empfinden mit den vielen Ver­letzten, deren starke innere Haltung uns nicht weniger Hochachtung und Anerkennung abnötigt, wie die solda­tische Gelassenheit der in dieser Bombennacht aus den getroffenen Lazaretten herausgetragenen Verwundeten der fsront. die sich stärker als ihr Schicksal erwiesen, in­dem sie es unerschüttert trugen.

Gleichzeitig aber erfüllt Empörung unsere Herzen über kin Beginnen des Gegners, das angeblich die Zermür- bung unserer deutschen Kampfmoral in der Heimat zum Fiel hat, indes nichts anderes ist, als der ganz gemeine iiussluß einer niedrigen Rachgier, geboren aus einer «lmmächtigen Wut darüber, daß man nach drei Jahren ununterbrochener Niederlagen und Rückschläge in dem so leichtfertig heraufbeschworenen Kriege keinerlei Mög- stijchkcit hat, das deutsche Volk und seine Verbündeten ,,»edcrzuringen. Da ihnen im Laufe der letzten drei Krieg-jahre alles, aber auch alles mißlang, was sie an 'militärischen, politischen und agitatorischen Anschlägen ' gegen die deutscht Wehrmacht und das deutsche Volk planten und zuletzt auch noch ihre Hoffnungen auf eine Invasion auf dem europäischen Festlande so jämmerlich gescheitert sind, sehen sie heute wirklich keine andere Möglichkeit mehr, Deutschland zu schaden, als die Be­steigung des Befehls aus dem Kreml, unter allen Um­stünden und ohne Rücksicht auf menschliche oder auch M kulturelle Erwägungen, deutsche Städte und die

»

H. Neue Mlterkreuztröger

Berlin. 5. September. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Obergefrei- H-n Georg Wqczist, Geschützführer in einer Pan- MjLgerabteilnng: Feldwebel Hans Dammers, Flug- Wugsithrcr in einem Jagdgeschwader.

deutsche Bevölkerung zu bombardieren, wann und wo immer sich dieses machen läßt.

Die Hoffnungen auf einen militärischen Sieg hat man in London wie in^ Moskau fallen lassen, und so knüpft man in Nmiangelüng jeglichen anderen Ausweges aus der unabweisbaren Niederlage nur noch Erwartungm an brutale Terrorangriffe aus der Luft auf deutsche Städte, womöglich gepaart mit einer unterirdisch gestar­teten Agitation zur Aushöhlung des granitnen Wider­standswillens des deutschen Volkes, um dessen sonst einfach unangreifbare Position von innen her zu

zersetzen. Es ist dies die letzte Hoffnung unserer Feinde, und obgleich sie sich sagen müßten, daß auch diese Hoff­nung wieder eine verlorene ist, klammern sie sich wie der Ertrinkende daran in dem großen Irrtum, wie 1918 auf ein innerlich schwaches, in sich uneiniges und poli­tisch unmündiges Volk zu stoßen.

Sie haben sich getäuscht! Es bedarf bei nächtlichen Bombenangriffen der Briten auf eine Stadt wie Bre­men nicht erst des Hinweises auf die gerade in diesen Augenblicken tobenden Entscheidungskämpfe unserer (Fortsetzung auf Seite 2)

erbitterte Schlacht um Stalins Stadt

Stadt und Hafen tamanskaja genommen sortschreitender flngriff auf Noworossijsk

Aus dem Führerhauptquartier, 5. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Auf der Taman-Halbinsel wurde in raschem Zugriff Stadt und Hafen Tamanskaja genommen. Nordwestlich Nowo­rossijsk schreitet der Angriff deutscher und rumänischer Truppen in erbitterten Kämpfen weiter fort. Im Hafen von Noworossijsk wurden zwei Transportschiffe durch Bombenwurf beschädigt. Im Festungskampfseld von Stalingrad nahmen die deutschen Angrifsstruppen zahlreiche zäh verteidigte und neuzeitlich ausgebaute Kampfanlagen. Feindliche Gegenangriffe wurden abge-, wiesen. Nördlich der Stadt führte der Feind mit starken Infanterie- und Panzerkräften Entlastungsangriffe, die unter Vernichtung von über 19 Panzern abgeschlagen wurden. In Tag- und Nachtangriffen setzte die Luft­waffe die Zerstörung von Verkehrs- und Flugplatz­anlagen ostwärts der Wolga fort. Südwestlich Kalnga dauern die schweren Abwehrkämpse an. Nordwestlich Medyn und südostwärts Rschew scheiterten wiederholte von Panzern und starken Luftverbänden unterstützte An­griffe der Sowjets. Bei Nacht wurde ein feindlicher Flugstützpunkt mit guter Wirkung bombardiert. Auch südlich des Jlmensees und vor Leningrad scheiterten feindliche Angriffe. Im Finnischen Meerbusen wurde ein sowjetisches Minensuchboot durch Bombenwurf be­schädigt.

An der Ostfront wurden am 3. und 1. September 182 feindliche Flugzeuge in Luftkämpfen und durch Flakartillerie zum Absturz gebracht, fünf weitere am Boden zerstört. 11 eigene Flugzeuge werden vermißt.

In der vergangenen Nacht führten die Sowjets Stör­slüge über dem Generalgouvernement und über Ost- deutschland durch. Planlose Bombenabwürfe verursach­ten einige Verluste unter der Bevölkerung. Es entstand geringer Sachschaden. Der Feind verlor ein Flugzeug.

Im Südabschnitt der Front in Aegqpten scheiterten mehrere britische, mit Unterstützung von Panzern ge­führte Angriffe. Der Feind hatte starke Verluste und verlor mehrere hundert Gefangene, unter denen sich der Kommandeur der 8. neuseeländischen Brigade befindet. Im ostwärtigen Mittelmeer erzielte ein deutsches Unterseeboot aus einem britischen Zerstörer Torpedo­treffer.

Stadt und Hafen von Dover wurden durch Fernkampf- batterien mit schwerem Feuer belegt. Die britische Luftwaffe führte in der Nacht zum 5. September einen Terroranqriss auf Wohnviertel der Stadt Bremen. Aus großer HMe^geworsene 'Spreng- und Brandbomben trafen u. a. mehrere Kirchen und Krankenhäuser schwer. Nachtjäger und Flakartillerie schössen elf der angreifen­den Bomber ab. Im Kampf gegen Großbritannien griffen deutsche Flugzeuge, zum Teil im Tiesslug, In­dustrie- und Verkehrsanlagen an der englischen Sub- und Südostküste an.

Im nördlichen Abschnitt der Ostfront haben sich bei den harten und erfolgreichen Abwehrkämpfen der letzten Monate die 11. und 21. ostpreußische Infanterie-Divi­sion ganz besonders ausgezeichnet. Oberleutnant Graf, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, errang am 1. September an der Ostfront seinen ISO. Luftsieg."

nsere Iruppen im festungskampfseld vor Stalin-rad

Ser kndkampk um daszweite Sewastopol" kin deutsches Heldenlied

Drahtbericht unserer Berliner SSriftleituna v. s^ii. Berlin, 8. September. Am Ende dieser N-che stehen unsere Truppen im Festungsgclände von stslingrad, unmittelbar im Weichbild der Stadt. Daß die Schlacht, die in diesem Raum tobt, eine ganz über­sende Bedeutung für die weitere Entwicklung des Aneges zukommt, weiß man im Feindlager ganz genau. DerNote Stern" beschwört die Verteidiger von Stalin­ist, nunmehr im Weichbild der Stadt unter allen umständen standzuhalten. Jetzt sei nicht mehr die v'ii, auch nur noch einen Schritt zurückzugehen. ->m Londoner Rundfunk werden die Kämpfe vor Stalin- i'od als die heftigsten der Weltgeschichte bezeichnet. Es toi sich vor Stalingrad die Erfahrung des Ostkrieges wiederholt, daß nach großen umfassenden operativen Lnolgcn der Widerstand des verzweifelten Gegners die oozcrstcn Formen annimmt, sobald er auswegslos m,t dem Rücken an der Wand kämpft. ,

dem Augenblick an, wo Timoschenko den Ent- "stuz sagte, unter allen Umständen der Bedrohung von -^"elsthlachten auszuweichen, hat er offenbar da, wo erden entscheidenden'Durchbruch des Angreifers unter ollen Umständen verhindern wollte, Verteidigungswerke Modernster Art ugd größten Ausmaßes angelegt St a-

'llgrad sollte ein zweites Sewastopol

^..-f.den. Aber deü heldenhaften Soldaten, denen dre lte Festung derzeit zum Opfer fiel, kann auch das

^ uc,rung oer-rwen zum u/pser sie:,

^üungskampfjeld vor Stalingrad nicht zum unuber- , "dbaren Hinderick» werden, aber es wird von. unje- rn Gruppen noch mirmal das letzte an Einsatzkraft und V'udenmut verlatigt. Im engsten Zusammenwirken

ouchieir hier die Jnfanteriestoß'truppen, die Sturmge- Mülmtterien. die Pioniere und die Flak in einer tiei- f-^stolten Bcrteiasgungszone Meter für Meter durch- in der Ichachbrettarti-g die Betonbunker und

drehbaren Panzerkuppeln innerhalb ausgedehnter Mi­nenfelder, Verdrahtungen und sonstigen Sperren aller Art verteilt waren. Einzelkämpfer mußten hier mit der Handgranate und mit der blanken Waffe die größ­ten soldatischen Leistungen vollbringen, und noch aus der Stadt selbst heraus versucht der Gegner mit Pan- zerangrifsen das-ihm drahemde...Schicksal abzuwenden. -

lllerdings scheint man jetzt auch in England in dem ruben wankend geworden zu sein, daß die letzte ver- sifelte Abwehr der Sowjets, gestützt auf ein gewal- >s Verteidigungssystem, den Durchstoß des deutschen ariffes bis zum großen operativen Ziel an dieser lle des Wolgaknies verhindern könnte. Lange Zeit durch hat man selbst die überragende strategische Be- tunq von Stalingrad unterstrichen, als man namlich- geheim doch noch hoffte, daß die amtlichen sowjeti- n Berichte über den Kampfverlaus der Wahrheit sprechen könnten In diesen Berichten wurden immer der bis zuletzt die Namen von solchen Orten zur -eichnung der Kampfabschnitte genannt, die längst ter unserer Front lagen. Da wurde bis vor wenigen ,en von erbitterten Kämpfenim Raume von Kletz- i von Kalatsch, von Kotelnikowo" gesprochen., als e're angreifenden Truppen längst zehn, zwanzig, ja fzsa und mehr Kilometer über diese Orte vorgedrun- waren Der britische Nachrichtendienst hätte sich zu gern an diese sowjetischen Berichte geklammert, in nicht die amerikanischen Korrespondenten aus skau okne Rücksicht auf die Sowjets und auf die bri­sen Agitationsbedürsnisse die Kampfentwicklung «ermaßen den Tatsachen entsprechend geschildert ten So berichtet auch United Preß jetzt wieder, daß deutschen Truppen die sowjetische Verteidigung un- telbar vor der Stadt immer weiter zurückpressen.

Gleichzeitig mit einem neuen Vorstoß nordwestlich von Stalingrad seien sie auch südwestlich der Stadt tief in die sowjetische Verteidigungslinie eingedrungen, und die Gefahr für Stalingrad habe sich bis zum äußersten ver­schärft. Der Londoner Rundfunk möchte sein Publikum nun immerhin auf das Aeußerste vorbereiten. Er fabu­lierte'zwar Freitag' abends tatsächlich noch davon, daß die Sowjets vor Stalingrad zur Offensive übergegan­gen seien, um dann doch wieder im gleichen Atemzug von einer unmittelbaren Bedrohung der Stadt durch einedreifache Ueberlegenheit der deutschen Truppen" zu sprechen. Ein britisches Nachrichtenbüro läßt sich aus Moskau einen Vergleich der Umfassung Leningrads mit derjenigen Stalingrads übermitteln. Aber der Bericht­erstatter hat doch nicht mehr den Mut, aus diesem Ver­gleich die letzten Illusionen abzuleiten. Er weist darauf hin, daß der Angreifer an der Stalingradfront weit bessere Zufahrtstraßen zur Verfügung habe, als er sie bei Leningrad beherrsche. Wer die Methoden der feind­lichen Nachrichtengebung und Agitation einigermaßen kennt, der weiß. was die Glocke tatsächlich geschlagen hat, wenn nun bereits der Sender Boston als Vorläufer dem befürchteten Erfolg unseres Angriffs die Spitze abzubrechen sucht, daß er ihm die Bedeutung^ abspricht. Es ist klar", so heißt es da,daß, wenn die Deutschen im ersten Angriff Stalingrad erobert hätten, es ein großer Erfolg gewesen wäre. Jetzt aber ist die Schlacht um Stalingrad schon längst keine entscheidende mehr." Wenn die Gegner an dieser Methode bis zuletzt fest­halten wollen, so wird es am Ende heißen: Ja, wenn die Deutschen diesen Krieg im Jahre 1940 gewonnen hätten, dann wäre es etwas gewesen. Aber nachdem sie Jahre darum kämpfen mußten, hat der Endsieg jede Bedeutung verloren.

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Ins Nichts versinkende Hoffnungen

1 . 8 . v. 8 rsmsn , 6 , Lspt.

Man muß es der feindlichen Agitation zugestehen: sie hat es sich in diesem Kriege redlich sauer werden lasten, in Wort und Schrift eine Kampagne zu entfalten, die den Siegeswillen des deutschen Volkes schwächen und sein Vertrauen auf die Zukunft unterhöhlen sollte.

Einmal waren es in Biedermannston gedrechselte gute Ermahnungen" und scheinbar auf Vernunfts­gründe sich stützende Folgerungen und Forderungen, dann wieder klotzige Drohungen gegen das sich seines rechten Weges wohl bewußte deutsche Volk, endlich ebenso gehässiges wie verleumderisches Wehgeschrei über stien im Wesenskern sich immer klar und fest zeigenden oeutschen Menschen, im besonderen wutgeschwollene Aus­fälle gegen seine Weltanschauung, was die deutsche Volksgemeinschaft berennen, ihre Grundfesten erschüttern und schließlich zerstören sollte. Es war nichts zu dumm, aber auch nichts zu fein gesponnen, als daß es nicht von ünseren Feinden agitatorisch versucht undver­wertet" worden wäre. Angefangen bei den erfundenen Kriegsgreueln, wie sie nach dem Vorbild des ersten Weltkrieges etwa mit den abgeschnittenen Kinder­händchen und mit Schandtaten an konfessionell geheilig­ten Orten der Welt in scheinheiliger Entrüstung als unabstreitbar" vor Augen geführt wurden, bis zu den Tartarennachrichten dieses Winters, die Panik und Mut­losigkeit auslösen sollten, mangelte nichts in der Kette der Versuche, das deutsche Volk zu verwirren, ihm bange, es kleinmütig zu machen, um es schließlich in die Ver­zweiflung zu treiben.

Es waren Versuche, Versuche ohne jede Wirkung, Denn es blieb bei den Versuchen. Es mußte ja dabei bleiben, weil die Versuche ohne feste Grundlagen und zudem am untauglichen Objekt unternommen waren. Ohne feste Grundlagen waren diese Versuche, weil sich all das, was da an lügenhaften Behauptungen (ob sie sich in hinterlistigen Lockungen oder grobschnäuzigen Drohungen offenbarten) vorgebracht wurde, schließlich immer wieder als den Tatsachen kraß zuwiderlaufend herausstellen mußte. Sie konnten beim deutschen Vvlke weder auf Tage noch auf Stunden verfangen, weil die­ses Volk. aus' den Erfahrungen, des ersten Weltkrieges gewitzigt, immun ist sowohl gegen dummdreiste Lockun­gen als auch gegen giftige Drohungen aus dem Feind­lager, und als intelligentes Volk sich nicht von dem Bei­spiel eines Kindes beschämen läßt, das, wenn es sich schon einmal die Finger verbrannt hat, das Feuer eben scheut. Gerade das gleiche Feuer aber wie im Spät­herbst 1918 ist es wieder, das man, nachdem, wie die Feinde selber setzt erkennen müssen, endgültig alle Mit­tel zur wirtschaftlichen oder militärischen Niederringung Deutschlands versagt haben, als ein schönes Irrlicht in besonderer Ausstrahlung dem deutschen Volke vor den Augen entfachen möchte, um dieses Volk, so wie 19l8, dazu zu verführen, Selbstmord zu treiben und den Sieg, der bereits in eigene? Reichweite sichtbar- ist, ahnungs­los dem Feinde zuzuschanzen. Das deutsche Volk soll sich selbst um Kopf und Kragen bringen. Denn um Kopf und Kragen geht es heute, wie sie uns ja selber immer wieder eindringlich versichern, und nicht bloß wie damals in Versailles um die militärische, politische und wirtschaftliche Zwangsjacke, Zwanzig Millionen Deutsche waren ihnen damals zuviel. Heute wollen sie das ganze Volk ausrotten, sei es durch Sterilisation, sei es durch brutale Mastenmordmethoden.

Nichts weniger und nichts mehr erhofft sich heute, wo ihr durch, die Wucht unerbittlicher Tatsachen alle, aber auch alle Felle fortgeschwommen sind, die feindliche Agitation, als einen Keil zwischen Führer und Volk im Eroßdeutschen Reich treiben zu können: ahnungslos,

aber wirklich ahnungslos davon, daß dies einfach un­denkbar ist. Des Führers Worte werden verdreht, aus dem Zusammenhang herausgerissen oder bösartig aus der Luft gegriffen gegen ihn ausgelegt. Mit solchen Mätzchen glaubt man dann das deutsche Volk von seinem Führer trennen zu können, was, wie selbst die Feinde wissen müßten, einfach unmöglich ist. Unmöglich, weil ja das deutsche Volk und die deutsche Führung'eine Einheit, ja sogar ein und dasselbe, also nicht nur un­zertrennlich, sondern auch unteilbar sind. Aus dem Volke wuchs die Führung, und der Führer gehört dem Volke. Der Führer ist Deutschland, .und Deutschland- ist der Führer. Wie oft haben Lir es.zutiesst in den Vorkriegsjahren empfunden, wenn Adolf Hitler zu uns sprach, ilm wieviel tiefer empfin­den wir das heute, wo der gleiche, uns, aus dem Volke geborene Mann, der sein Deutschland aus den

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Die Schlacht im Fcstungslampsfeld vor Stalingrad hat erbitterte Formen angenommen.

Stadt und Hafen von Tamanskaja wurden ge­nommen.

Britische Angriffe in Aegqpten wurden unter hohen feindlichen Verlusten abgeschlagen.

Die Japaner besetzten eine Reihe kleiner Sunda- Jnseln.

Reichswirtschastsminister Funk äußerte sich in Buka­rest über den Inhalt der Verhandlungen mit der rumänischen Regierung.

Beim jüngsten britischen Terrorangriff aus Bremen sind nach bisherigen Feststellungen 34 Tode-opser und 50 Schwerverletzte zu beklagen; 00 Personen werden vermißt.

In Bremen wird ab 7. September das neueLust­warnsignal bei Unwahrschcinlichkeit größerer Luft­angriffe" eingeführt.