Ausgabe 
(27.8.1942) Nr. 235
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parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblott des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjanlestadt Bremen

fietet, ] nt. 235 i 12. Jahrgang

°S, 6tiJ ,

Donnerstag. 27. flugust 1942

der Nationalsozialisten Bremen!

flmiliches verkündungsblask des Beichsstottlfalters in Oldenburg und Breme:

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erbitterte Kämpfe bei Stalmgrad

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der feind nach dften rurückgeworfen Mehrere bochgebirgspäsfe im Kaukasus genommen

2505 slugzeuge

ie^chg -verloren die Sowjets vom I. dis 24. flugust

Aus dem Fiihrerhauptquartier, 2«. August, uhror.lsK Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Nr!" ^Kaukasus, nahmen deutsche Eebirgstruppen gegen hart- Waim nackigen feindlichen Widerstand mehrere Hochgebirgs- ie t gtuj.: pSjfc. Im Raum von Stalingrad wurde der Feind i DOK® : in erbitterten Kämpfen nach Osten zuriickgeworsen. Sta- it lingrad, in dem Eroßbrände wüten, wurde durch die xin-etz,," Luftwaffe bei Tag und Nacht mit Spreng- und Vrand- MrteiBp bomben'angegriffen. Auf der Wolga wurde ein Fracht- ifert Ir Ichili versenkt, drei weitere beschädigt und ei» Tanker Wl>n1 in Brand geworfen. Südwestlich K a l » g a , nordwestlich Sattel «^Medqn und bei Rschew setzte der Feind ohne Riick- >ü sicht aus Verluste mit starken, von Panzern unterstützten to Z» Kräften seine Angriffe fort. Alle Angriffe brachen an 'J; der. unerschütterlichen Abwehrkraft der deutschen Trup- , N.»z pen zusammen. 85 Panzer wurden vernichtet. Die Lust- ''n nii ''-w*ffe fügte dem Feind, vor allem bei Rschew, hohe blu- U.,/trgc Verluste zu. Vor Leningrad wurde» mehrere -Angriffe des Feindes zum Teil in harten Rahkämpfen M ?biieschl«S-...

er B-i: 2» der Zeit vom 1. bis 24. August verlor die So- Uc m A wjctlnstwasfe 2505 Flugzeuge, davon wurden 1023 in rrMii«! Luftlämpfeu, 307 durch Flakartillerie, 195 durch Ver- an bei ^"de des Heeres abgeschossen oder erbeutet, die übrigen

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am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen «n de« Ostfront 140 eigene Flugzeuge verloren. Siche-

ui langditrcitkräste der Kriegsmarine versenkten im Nord- tiTn tL war «in feindliches Unterseeboot. In de» Abendstunden p..° Es. itM5. Jlugust überflogen einzelne britische Flugzeuge

" rweftdeutsches Gebiet und warfen vereinzelte Spreng- bbouibe,,. Im Kampf gegen Großbritannien belegte die ifuftwaffe bei Tag und Nacht wichtige Anlagen in Mit- tl- und Ostengländ mit Spreng- und Brandbomben."

hZu den Kämpfen im Kaukasus-Gebiet gibt das Ober- pmmando der Wehrmacht noch folgende Ergänzungen: fJ3ic Erstürmung der Hochgebirgspässe i-m Kaukasus- gebiet verlangte von den deutschen Truppen höchste Leistungen. Voten schon beim ersten Eindringen in das Gebirge die dicht bewaldeten Vorberge mit ihren tief* eingcfchnittenen Tälern und reißenden Gebirgsflüfsen den Bolschewisten jode Möglichkeit, mit verhältnismäßig einfachen Mitteln starke Sperren zur Erleichterung des kstiderstandes aufzurichten, so häuften sich diese Schwie- tigleiten, je tiefer die deutschen uruppen in das Ge­birge eindrangen. Zwischen schroffen Felswänden und hoch Uber Abgründen und reißenden Flüssen führen di« wenigen benutzbaren Straßen, die durch Feldsprengungen «nd Baumverhaue leicht zu sperren sind. Jede Kupp«, |ebc Felswand, jeder Taleinschnitt bildete schon eine tiatürliche Festung, und häufig mußten schwierig« Um­schlingen durchge'fllhrt werden, um die feindlichen Wi­derstandsnester 'auszuheben. Hinzu kommen in den Hoch- gebirgszonen die zunehmend« Kälte, .die dichten Ne­bel und die sich bisweilen zu Stürmen steigernden Cchneesälle.

Alle diese Umstände sind bei -der Beurteilung der Lei­stungen der deutschen Truppen zu berücksichtige». Die »ach Brechen aller Widerstände und nach Ueberwinden aller Sperren und Kampfstellungen des Feindes mehrere Hochgebirgspässe in Höhenlagen von über 3000 Meter iämpfend' in Besitz nahmen. Beim Niederringen um­faßter Stützpunkte hatten die Bolschewisten schwere Ver-

Stolze krfolgsmeldung unserer Luftwaffe

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fBerlji,, 26. August. Der Träger des Eichenlaubes ^-- 'iivik Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, , - Major E o l l o b , Kommandeur eines Jagdgeschwaders, l/^pZehtc seine stolze Erfolgsserie auch im Lause des 24. 8. sott und errang seinen 133. bis 142. Luftsieg. Der ebenfalls mit dem Eichenlaub mit Schwertern zum #it : \ Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnete Ober- leuinant Gras, Stasselkapitän in dem von Major Eollob gesuhlten Jagdgeschwader, schoß am 23. 8. das ' 130. bis 133. feindliche Flugzeug ab.

lüste. Weitere Ausfälle an Waffen und Gerät hatte der Feind, wenn seine zurückweichenden Kolonnen vor Bom­benangriffen deutscher Flugzeug« oder vor Artillerie­beschuß zu flüchten versuchten und hierbei oft in ganzen Gruppen an zerstörten Straßenstellen die schroffen Fels­wände hernnterstllrzten. Auch die zur Küste des Schwar­zen Meeres zurückgeheuden feindlichen Batterien hatten

bei der Bekämpfung der Rückzugsstraßen durch -Zer- störerflugzeuge im Raum nördlich von Noworofstjfk und nordostwärts von Tuapf« sehr schwere Ausfälle. Vor der Küste südlich Tuapse sichtete «in deutscher Aufklärer ein bolschewistisches Unterseeboot, das in einem sofortigen Angriff durch mehrere Bombentreffer schwer beschädigt wurde.

Her Neichsaußenminister in Budapest

Begrüßung durch Ministerpräsident ßollay / Kranzniederlegung am Grabe Stephan von Korthgs

Budapest, 26. August. Der Reichsminister des Lluswärtigen, von Ribbcntrop, traf am Mittwochnach­mittag als Vertreter des Führers und Führer der deut­schen Sonderdelegation zu den Veifetzungsfeierlichkeiten des an der Ostfront gefallenen Stellvertreters des Reichsverwefers des Königreichs Ungarn in Buda­pest «in.

Der deutschen Sonderdelegation gehören an: der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Eeneralfeldmar- fchall Keitel, Botschafter Ritter, General der Flie­ger Bodenschatz mit dem Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub und Schwertern, Oberstleutnant Lützow, Obergruppenführer und General der Waffen- jf., Wolfs, Admiral Warzecha, Gesandter von Doernberg, Gesandter von Rintelen, Ge­sandter Di. Schmidt, und Legationsrat Ruhe.

Der Königlich-Ungarische Ministerpräsident von Kal- lay empfing mit den Mitgliedern der Königlich-Ungari­schen Regierung und der hohen Generalität den Reichs­außenminister auf dem Flugplatz. Nach der Begrüßung schritt Reichsaußenminister von Ribbcntrop mit Ge­neralfeldmarschall Keitel die Ehrenkompanie ab und be­gab sich, begleitet vom Königlich-Ungarischen Minister­präsidenten, in sein Quartier. Rach der Ankunft in Budapest begab sich der Reichsaußenminister mit der deutschen Delegation ins Parlament und legte am

Sarge des vor dem Feinde gefallenen Stephan von Horthy den Kranz des Führers nieder.

Der Reichsverweser des Königreichs Ungarn, Niko­laus von Horthy, empfing am Miiiwochnachmittag Reichsminister des Auswärtigen von Ribbcntrop. Der Reichsaußenminister brachte dem Reichsverweser die herzliche Anteilnahme des Führers, der Reichsregie­rung und des deutschen Volkes zum Ausdruck, Im An­schluß an den Empfang begrüßte der Reichsverweser Ge­neralfeldmarschall Keitel. Sodann stellte der Reichs­außenminister die übrigen Mitglieder der deutschen Sonderdelegation dem Reichsoerweser vor.

Der deutsche Gesandte in Budapest, von I agow, legte am Mitiwoch gemeinsam mit dem Militär- und Luftattachö der deutschen Gesandtschaft am, Sarge Ste- plan von Horthns Kränze des Reichsmarschalls Hermann Eöring, des Reichsministers des Auswärtigen von Rib- bentrop und der deutschen Wehrmacht nieder.

Von Ribbcntrop stattete am Mittwochnachmiltaq dem Königlich-Ungariiehen Ministerpräsidenien von Kallay im Ministerpräsidium einen Besuch ab. Der Chef des Oberkommandos de- Wehrmacht, Geiiera-lfeldmarfchall Keitel, der Mittwoch mit der deutschen Sonderdelegation für die Bestattungsfeierlichkeiten des an der Ostfront gefallenen Stellvertreters des Reichsverwefers Stephan von Horthy in Budapest eingetroffen ist, stattete dem Königlich-Ungarischen Honved-Minister von Bartha und dem Chef des Königlich-Ungarischen Generalstabs Ge­neraloberst von Szombalthelyi einen Besuch ab.

Auf dem gewaltigen Gletschermassiv im Zentralkaukasus, dem Elbrus, haben bayerische Gebirgsjäger die deutsche Reichskriegsflagge gehißt. Diese Waffentat, die unter Führung von Hauptmann Groth durchgeführt wurde, stellt eine alpine Sonderleistung dar. Unser Bild zeigt einen Blick auf den mächtigen Doppel­gipfel des Elbrus, deren einer 5630 und der andere 5622 m hoch ist. Scherl-Archiv, Berlin

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Die Welt schaut gespannt;um wolgaknie

fortschreitender flngriff ge-en ;ö«,,en widerstand der Sowjets Wachlende Panikstimmung im feindlager

Drahtbericht unserer Berliner SLriftleituiia - '

dr. w. soll, Berlin, 26. August. Ein« so starke Span- wie noch selten seit Beginn dieses Krieges er- Mi in diesen Tagen die ganze Welt. Es ist nicht A' den Sowjets, sondern auch unseren westlichen Geg- ttttn nun völlig bcwußt"geworden, daß zur Zeit zwischen und Wolga wie es eine englische Zeitung aus- i eriidtc,die bedeutsamste Schlacht auf dielem Erdball' snibrannt ist. Es liegt im Wesen des Krieges, dag 04 Entscheidungen, die das Gesicht von Jahrhunderten io bestimmen vermögen, in wenige Wochen, Tage oder ?at ctuift-nt zujammendrängen können. Alles Ge- !chwätz ury.theatralische Konferenzen und alles Agi- laiionsgeschkei um verrückte Berzweiflungsaktionen wie °>Nenige.von Dieppe können die Tatsache nicht verdun- A daß in diesen Tagen an der Ostfront der kritische Höhepunkt des Krieges erreicht worden ist.

. Während auf unserer Seite die Spannung verbnndkit »t mit der ruhigen Entschlossenheit und Sicherheit, die "o? dem Bewußtsein der überlegenen Kraft und Füh- erwächst, äußert sic sich im Feindlager in 2l»s- rinhcn der wachsenden 'Angst und des steigenden Ent- ie>nu.s. Daß uuiii bet den Sowjets die ganze Größe " Gcsagf crkäpnt hat. ergibt sich aus einer Moskauer .'eidunff derllnited Preß", nach der Timofchenk»^ vor ^iilipgrnd all«, verfügbaren Reserven dem deutschen ^a»,erstrm entgegeikUeworsen hat. Bisher erging man ich immer in Acheimnisvollen Andeutungen über an­

geblich gewaltig« Reserven, die im gegebenen Augenblick zum Gegenangriff und zur Vernichtung der deutschen Akiueeu eingesetzt werden sollten. Jetzt muß man be­kennen, daß' die letzten verfügbaren Reserven herbei­geholt worden sind, um die höchste Gefahr abzuwenden. Zum erstenmal auch spricht der sowjetische Heeresbericht von Kämpfen im Raum nordwestlich Stalingrad, das muß überall auf der Feindseite als ein böses Omen auf- gesaßt werden, denn, so hieß es gestern im englischen Nachrichtendienst, vor Stalingrad ist jeder Kilometer von ungeheuer strategischer Bedeutung, weil die So­wjets nicht mehr viele Kilometer des wertvollen Ge­ländes beherrschen.

Die Bedeutung Stalingrads wird in diesen Tagen auf der Gegenseite so eindeutig unterstrichen, daß es später kaum noch möglich sein wird, von diesen Fest­stellungen noch einmal herunterzukommen.Sollte Sta­lingrad fallen", so erklärt der Moskauer Berichterstatter desNews Chronicle",so wäre das der schwerste Schlag, der in diesem Kriege den Sowjets zugefllgt werden könnte." Roch aufpeitschender klingt der Alarm­ruf, den der Korrespondent derRewyork Post" in Mos­kau ausstößt. Die Achsenmächte, jo sagt er, seien ge­fährlich nahe daran, Positionen zu gewinnen, die auf lange Sicht hin van größter Bedeutung sein würden. Wenn sich unter dic'en llmständen in den Bereinigten Staaten irgend jemand in der Sicherheit wiegen sollte, daß die Alliierten den Krieg gewinnen würden, so sei

er ein Kandidat für das Irrenhaus. Wenn es nicht möglich fei, eine Zweite Front zu schaffen, so seien alle Erfolgsaussichten auf feiten der Achs«. Janz ähnlich klingt es auch aus dem Londoner Rundfunk, wo der Sprecher des Ueberseedienstes jammert, daß es wirklich schreckliche Folgen haben werde, wenn die Deutschen tat­sächlich Stalingrad erobern und dann einen großen Teil ihrer Truppen aus dem Osten abziehen und an andere Fronten bringen könnten. An diesem Punkte konzentrieren sich überhaupt die Sorgen der Engländer und der Amerikaner. Co erklärt auch der Sender Boston, daß der deutsche Vormarsch Auswirkungen zur Folge haben würde, welche weit über das Gebiet der Sowjets hinausreichten. Man habe gehofft, daß die Sowjets die deutschen Armeen dauernd in einem solchen Maße beschäftigen würden, daß ein Abziehen von Truppen ans dem Osten unmöglich sein werde. Heute müsse man dies aber durchaus in den Bereich der Möglichkeit stellen. Die militärische Lage der Alliierten im Westen und Osten und auch in Aegypten sei sehr ernst. Im Mos­kauer Rundfunk hat ein Sowjetgewaltiger begründet, warum die durch die deutschen Erfolge bisher schon geschaffene Lage für die Sowjets geradezu unerträglich sei. Der Kuban und der Kaukasus müßten noch in diesem Jahr zurückcrobert werden, weil diese Gebiete Lcbcnsvorausscßungen für die Sowjets darstelltcn. Es gäbe.keine andere Alternative.

(Fortsetzung aus Seite 2)

die WaSqa

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Der auch im gestrigen Wehrmachtsbericht genannte größte Fluß Europas und einer der größten Ströme der Erde ist die Wolga, die in dem mittelrussischen Raum entspringt, den gewaltigen Weg von 3604 km zurücklegt und dann in das Kaspische Meer mündet. Sic führt ihre gewaltigen Wassermassen keinem der Welt­meere zu, sondern in das abflußlose Kaspische Meer, das salzhaltigste Gewässer, das zudem einer ständigen Aus­trocknung unterliegt. Dieser große Fluß entspringt aus den Waldai-Höhen nordwestlich von Moskau, die im vorigen Herbst von den deutschen Truppen genommen wurden. Auch die Stadt Rschew, in deren Gebiet jetzt seit Wochen die schweren Abwehrkämpse andauern, liegt am Oberlauf der Wolga, Sie fließt von dort zunächst in allgemein westöstlicher Richtung, beschreibt einen großen Bogen nach Norden, fließt an der faßt eine Million zählenden Industriestadt 'Gorki, dem früheren Nischnij- Rowgorod, vorbei und biegt dann bei Kasan aus ihrer ursprünglichen Richtung fast in einem rechten Winkel ab und strömt nach Süden. In ihrem Mittel- und Un­terlauf bildet die Wolga zwar keine unmittelbare Grenz­linie zwischen den Kontinenten Europa und Asien, aber doch eine markante Trennungslinie in der Weite des russischen Raums. Bis an ihr westliches Ufer von Kasan bis Stalingrad reichen die unermeßlichen Wälder und zum großen Teil auch die agrarwirtschaftlich besonders wichtigen Gebiete. Oestlich der Wolga aber erstrecken sich die weiten, oft baumlosen, nur geringes Wachstum aufweisenden steppenartigen Gebiete, die südlich von Saratow dann in die Salzsteppen und schließlich in die Salzwüsten der Kaspischen Senke übergehen. Diese mar­kante Trennungslinie hat eine fast noch größere Bedeu­tung als die willkürlich angenommene europäisch-asia­tische Grenzlinie des Ural, der schon wegen seiner ge­ringen Höhe die Pässe liegen bei 300 bis 500 m eigentlich nicht als eine die Kontinente trennende Linie angesehen werden kann.

Die Quelle der Wolga liegt 203 Meter über dem Meer, ihre Mündung in das Kaspische Meer 26 Meier unter dem allgemeinen Meeresspiegel, denn das Kajpifche Meer und die nördlich angrenzenden Steppengebiete sind eine Senkungserscheinung im Bild der Erdoberfläche, die auch onischeidcnden Einfluß auf Klima und Wachstum hat. Fast in ihrem gesamten Lauf ist die Wolga schiffbar, da schon an ihrem Ober­lauf Seen und große Schleusen angelegt sind. Ein weit ausgedehntes Kanalnetz verbindet' die Wolga sowohl mit dem Finnischen Meerbusen und damit mit dem Nordmeer und dem Atlantik. Von den vielen inner­russischen Kanälen, die u. a. zur Moskwa führen ist vor allem der erst in den letzten Jahren fertiggestellte Kanal zwischen ^ dem Wolga-Knie bei Stalingrad und Donbogen wichtig, da er die Verbindung zum Schwarzen Akeer herstellt.

Bei Kasan biegt die Wolga in südlicher Richtung ab und fließt auf fast 1000 Kilometer Länge am Ostrand eines (vebirgszuges entlang. Die westlichen Ufer der Wolga erreichen Höhen bis zu 350 Meter, während nach Osten zu das ltfer flach ist und in steppenartige Ebenen übergeht. Trotzdem nagt der Fluß feit Jahrhunderten mit immer wiederkehrender Gewalt an Höhen,zügcn Erde ab und verlagert feinen Lauf immer weiter nach Westen. In vorgeschichtlicher Zeit endigte vermutlich die Wolga überhaupt 1000 Kilometer oberhalb ihrer jetzigen Mündung. Der geologische Befund des Bodens von Saratow etwa bis nach Astrachan läßt den zwin­genden Schluß zu, daß dieses Gebiet einstmals zum Kaspischen Meer gehört hat. Von Saratow bis Sta­lingrad erstreckt sich auf dem Ostufer der Wolga aus­gesprochener Salzboden, der dem Wachstum nur sehr geringe Möglichkeiten gibt. Von Stalingrad bis zur Mündung erstrecken sich rechts und links des Flusses Salzsteppen und Salzwüsten, die fast kein Wachstum aufweifen.

Die Wasserführung des Flusses wivd vor allem von den großen Nebenflüssen beeinträchtigt, die ihm in sei­nem Oberlauf zuströmen, in erste-r Linie von der Kama die von Osten kommend, unterhalb Kasan in die Wolga einmün-det. Dort erreicht die Wolga bereits eine Breit« von 700 bis 2700 Metern. Bei' K u i b y f ch e w . der jetzigen Hauptstadt der Sowjetunion, beschreibt sie in lanvichaftlich überaus schöner Gegend eine etwa 300 Kilometer große Schleife nach Osten, nimmt weitere

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Unser Tagesspiegei

Unsere Truppen nahmen wieder mehrere Hochqc- birgspässe im Kaukasus.

Bei Stalingrad find erbitterte Kämpfe im Gange, in deren Verlauf der Feind nach Osten zurück- gcworfe» wurde.

Vom 1. bis 24. August verloren die Sowjets 2505 Flugzeuge.

Reichsminiftcr von Ribbcntrop traf mit einer deut­schen Sonderdelegation in Budapest ein, um als Vertreter des Führers an den Beijetzungsseierlich- kerten für Stephan von Horthy teilzunehmen. ^UjJndien nimmt das britische Gemetzel gegen die unterdrückten Freiheitskämpfer feinen Fortgang.

Zur Lenkung des Sanitäts- und Gesundheitswesens crltcß der Führer eine Reihe von Bcstiminungcn. Die Krcispropagandalcitung erläßt einen Appell an die Haiismufikkreije unserer Stadt.

Die Rcichsstelle für Tiere schließt jetzt auch Rinder- maftverträge ab, die insbesondere für dir Landes- banernschast Wcfcr-Ems eine Rolle spielen.