Ausgabe 
(25.8.1942) Nr. 233
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Meiner Ntuim

parLeiamtUche Tageszeitung

vas flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vcemen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmllichcs verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 2ZZ / 12. Jahrgang

Dienstag. 25. flugust 1842

kinzelpreis 15 Npf.

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slngriff aus Stalmgrad liat begonnen

Aüir kngland-sanfare meldete dieversenkung von weiteren l? feindlichen Schiffen mit insgesamt ll>?lttia öNr.

wieder Bomben auf kriegswichtige Ziele der Insel

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l66 Sowjetslugzeuge am Sonntag vernichtet

Aus de m-F ührerhauptquartier,24. August. M Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im -Naulasusgebiet schreitet der Angriff der deutschen und verbündeten Truppen in harten Gebicgskämpfen fort. Nordwestlich Stalingrad erzwängen deutsche Infanterie- Divisionen und Schnelle Truppen, von der Luftwaffe her­vorragend unterstützt, den Uebergang über den Don und durchbrachen im Vorstoß nach Osten stark ausgebaute feindliche Verteidigungsstellungen. An der übrigen Don- Front scheiterten örtliche Angriffe des Feindes an dem Widerstand italienischer Truppen. Eisenbahnanlagen und Transportbewegungen im rückwärtigen Gebiet des Fein­des sowie Schiffsverkehr auf der Wolga wurden durch die Luftwaffe wirkungsvoll bekämpft. Südwestlich Ka- luga, norwestlich Medyn und bei Rfchew wurden feind­liche Angriffe abgewiefen »der in engem Zusammen­wirken mit der Luftwaffe schon in der Bereitstellung zerschlagen. Südostwiirts des Jlmensees und vor Lenin­grad wurden örtliche Eeländegewinne erzielt und feind­liche Scgcnangriffe abgewiesen. An der Eismeerfront «rissen Sturzkampfflugzeuge Truppenlager aus der Merhalbinsel an. Die Sowjetlustwasse verlor gestern , ß Luftkämpfen 157 Flugzeuge, neun weitere wurde» drch Flakartillerie abgeschossen oder am Boden zer- M. Acht eigene Flugzeuge werden vermißt.

3m Westen bekämpften Fernkampsbatterien des Heeres militärische Ziele im Raum von Dover. Bei Tagesstör- iiiigen warfen einige britische Flugzeug« über dem nord- «estdeutschen Küstengebiet Sprengbomben ab. Leichte deutsche Kampfflugzeuge erzielten im Laufe des gestrigen Tages bei Tiefangriffen umfangreiche Zerstörungen in liiegswichtigen Anlagen an der englischen Südostküste. !iv der vergangenen Nacht belegten deutsche Kampfflug­zeuge eine Stadt der britischen Rüstungsindustrie in den Midlands sowie kriegswichtige Ziele in Ostengland mit Epreng- und Brandbomben. Es entstanden zahlreiche Nrände und Explosionen.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ver­senkten deutsche Unterseeboote im östlichen und westlichen Atlantik sowie im Karibischen Meer 17 Schiffe mit 1Ü7 »0V BRT. und 2 Transport- segler. Davon wurden 11 Schiffe mit 64 Ovü BRT. aus Geleitzügen herausgeschossen. Zwei weitere Tchiffe wurden torpediert. Ihr Sinken konnte wegen einsetzender Slbwehr nicht beobachtet werden."

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n-, sei,. Eine kurze Weile hing der Vorhang des Tchwelgens über den Ereignissen im Raum zwischen Don und Wolga. Der Wehrmachtsbericht vom Montag ,Met ihn wieder etwas und zeigt einen neuen Aspekt. Der Angriff im Raum vor Stalingrad ist im Gange. Räch.dem Uebergang über den Don sind hier die ersten Mteidigungsstellungen des Gegners überwunden. Daß die Sowjets alles daran gesetzt haben, um an dieser steile eine möglichst starke Barriere zu errichten, ist Wstverständlich. Die deutsche Offensive ist jetzt in ein slcidlum getreten, in dem es um die Eroberung der Schlüsselpositionen der sowjetischen stra­tegischen Verteidigung überhaupt geht. v Im Feindlager beurteilt man unsere operativen Ziel­setzungen in diesem Jahre durchweg so, daß sie daraus hinauslaufen sollen, die Sowjetunion in ihrer physischen

Neue Mtterkreurtriiger

8 - rljn, 24 . August. Der Führer verlieh das Ritter- teeuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnant Eduard >> A-dowski, Kommandeur einer Panzerjäger-Abtei-

» lnng. Major Erich Gläser, Bataillonskommandeur

A einem Infanterie-Regiment. Oberleutnant Friedrich » Arendt, Kompaniechef in einem Panzer-Pionier-

!- «»taiilon. Stabsfeldwebel Ludwig Barth, Zugführer

» '« einer Panzerjäger-Kompanie eines Jnfanterie-Regi-

» Mutes und an Korvettenkapitän Karl Thurmann.

Lebenskraft und vor allem als militärischen Faktor durch Wegnahme der entscheidenden Rohstoffgebiete und Ernährungsräume und durch das Abschneiden der le­benswichtigen Verbindungslinien dem langsamen aber sicheren Erstickungstode zuzuführen. Nach dem Verlust der Erze von Kriwoy Rog, der Kohle und der Pro­duktionsstätten des Donezgebietes und schließlich der gewaltigen Kornkammern der Ukraine, des Donbogens und des Kubangebietes würde es, von den Sowjets aus gesehen, als eine vollkommene Abrundung des deutschen Erfolges in dieser Richtung angesehen werden müssen, wenn sie auch noch von der Wolga und aus dem Kau­kasusraum verdrängt werden sollten. Kaukasusraum und Wolga sind dabei als Produktionsstättc und als letzter Transportweg des Oels im engsten Zusammenhang zu sehen. Es ist also begreiflich, wenn die SOS.-Rufe der Sowjets mit jedem Schritt gellender werden, den die deutschen Truppen nach dieser Richtung weiterhin machen. DiePrawda" übersteigert noch einmal in

einem Aufruf jeden früheren Appell an die bolsche­wistischen Soldaten, um zu erreichen, daß sie sich mit letzter Kraft an jede Stadt, an jedes Dorf und an jede Stellung klammern, weil die Gesahr jetzt riesen­groß geworden sei.

Zweifellos wird sowohl zwischen Don und Wolga wie im Kaukasus dieSieg- oder Tod"-Parole Stalins weit­gehend befolgt. Hier geht es um das Letzte und Ent­scheidende. Der Wehrmachtsbericht stellt auch heute wie­derholt die Härte der Gebirgskiimpfe im Kaukasus fest. In dem schmalen Raum zwischen Don und Stalingrah hat Timoschenko zweifellos auch an Abwehrkräften alles zusammengezogen, was er überhaupt noch freimachen kann. Die Entfernung zwischen Don und Stalingrad beträgt von der Stelle aus, wo unsere Truppen den Uebergang über den Don erzwungen haben, nur noch 50 Kilometer, und schon sind unsere Schnellen Verbände von dem geschaffenen Brückenkopf aus weiter über starke (Fortsetzung auf Seite 2)

Nr. Werack Neichsminister der Justiz

Vr. Nolhenberger Staatssekretär Vr. freister Präsident des voll sgerichtskoses

Berlin, 24. August. Amtlich wird mitgeteilt: Der Führer hat sich in Anbetracht der besonderen Bedeutung, die den Aufgaben der Rechtspflege während des Krieges zukommt, entschlossen, den seit dem Ableben des Reichs­ministers Dr. Guertner unbesetzt gebliebenen Posten des Reichsministers der Justiz wieder zu besetzen. Der Füh­rer hat daher den Präsidenten des Volksgerichtshofs, Staatsminister a. D. Dr. Thier ack, der nach der Machtergreifung bis zur Verreichlichung der Justiz sächsi­scher Justizminister war, zum Reichsminister der Justiz ernannt.

Gleichzeitig hat der Führer den mit der Führung der Geschäfte des Reichsjustizmimsters beauftragten Staats­sekretär Professor Dr. Schlegelberger von diesem Auftrag entbunden und ihn auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt. Der Führer hat dem Staatssekreätc Dr. Schlegelberger in einem Handschreiben seinen Dank für die dem deutschen Reich in jahrzehntelanger auf­opferungsvoller Arbeit geleisteten hervorragenden Dienste ausgesprochen, ihn hierauf ferner zur persönlichen Ab­meldung im Führer-Hauptquartier eickpfungen.

Zum Staatssekretär im Reichsjustizministerium hat der Führer den Präsidenten des Hanseatischen Ober­landesgerichts in Hamburg, Senator Dr. Rothen­berger, zum Präsidenten des Volksgerichtshofes den Staatssekretär im Reichsjustizministerium, Dr. Freis­ter, ernannt.

Die Reichspressestelle der NSDAP. gibt dazu bekannt: Der bisherige Führer des natioalsozialistischen Rechts- lvahrerbundes, Präsident der Akademie für Deutsches Recht und Leiter des Reichsrechtsamtes der NSDAP.. Dr. Frank, hat den Führer gebeten, ihn von diesen Aemtern zu entbinden, um sich völlig seine» Aufgaben als Eeneralgouverneur widmen zu können. Der Führer hat dieser Bitte entsprochen und zuin Präsidenten der Akademie für Deutsches Recht sowie zum Leiter des na­tionalsozialistischen Rechtsmahrerbundes den neu er­nannten Reichsminister der Justiz. Dr. Thierack, be­rufen. Das Reichsrechtsamt der NSDAP.. die Eau- und Kreisrechtsämter hat der Führer ausgelost und die bisherigen Leiter der Gau- und Kreisrechtsämter in die Gau- und Kreisstabsämter eingegliedert. Die NS.- Rechtsbetreuungsstellen führen im Rahmen dieser Aem­ter ihre Tätigkeit weiter.

Amtlich wird weiter mitgeteilt: Der Führer hat dem neu ernannten Reichsminister der Justiz, Dr. Thierair, durch nachstehenden Erlaß besondere Vollmach­ten erteilt: ^

Erlaß des Fnhrers über besondere Voll­machten des Reichsministers der Justiz.

Zur Erfüllung der Aufgaben des Eroßdeutschen Rei­ches ist eine starke Rechtspflege erforderlich. Ich beauf­trage und ermächtige daher den Reichsminister der Justiz, nach meinen Richtlinien und Weisungen im Ein­vernehmen mit dem Reichsminister und Chef der Reichs­

kanzlei und dem Leiter der Parteikanzlei «ine national­sozialistische Rechtspflege auszubauen und alle dafür er­forderlichen Maßnahmen zu treffen. Er kann hierbei von bestehendem Recht abweichen.

Führerhauptquartier, den 2V. August 1942. Der Füh­rer, gez. Adolf Hitler. Der Reichsminisier und Chef der Reichskanzlei, gez. Dr. Lammers."

*

Reichsiustizmiilister Dr. Thierack, geboren 188g in Wür­zen in Sachsen, entstamm! einer alten, bis IV88 nachweisbaren niederlansitzer Bauern- und Bnrgersamilie. Dr. Thierack hat nach dein Besuch eines humanistischen Gymnasiums Nechts- nnd Staatswissonschast in Marburg und Leipzig studiert, l!»1Z die erste juristische Stantsprüsnng abgelegt und Ig14 zum Tr. jnr. promoviert. Ibll ist er als Ariegssreiwilliger eingerückt und wurde 1!>I!> Leutnant der Reserve. Er erwarb sich das E. K. und andere Auszeichnungen. I9W bestand Tr. Thierack das Assessorenexame» mit bestem Erfolge und wurde 1921 Staatsanwalt in Leipzig. 1926 wurde er zum Staatsanwalt beim Oberlandesgericht in Dresden ernannt und hat .hier als politischer Staatsanwalt der Bewegung, der er auch vor der Machtübernahme beitrat. bereits wertvolle Dienste geleistet. Am tu. März 199', übernahm Dr. Thierack das sächsische Ju­stizministerium das er bis zur Verreichlichung der Justiz 1935 innehatte. Im Mai 193ö wurde Dr. Thierack Vizepräsi­dent des Reichsgerichtes und 1938 vom Führer zum Präsi­denten des Volksgerichtshofes ernannt.' Tr. Thierack ist Mit­glied der Akademie für Teutsches Recht und Vorsitzer der deut­schen Gruppe der Arbeitsgemeinschaft für die deutsch-italieni­schen RechiSbeziehungen innerhalb des zwischen dem deutschen Reich und Italien abgeschlossenen Knltnrabkommens.

Staatssekretär Dr. Rothenberger, geboren 1898 zu zu Enrhaven, verlebte seine Jugend in Hamburg. Er trat 1914 als Kriegssreiwilliger in das .beer ein nnb kehrte 1918 als Leutnant, ausgezeichnet mit dem E. K I und II und dem Hnmbnrgiichen Hanseatenkrenz, aus dem Felde zurück. 1919 war er als Student Zeitfreiwilliger und beteiligte sich bei der Niederwerfung des Kvmmnnistenaufstandcs in Bahrenseld. Er studierte Jura in Berlin, Kiel und Hamburg und be­stand 1922 sein-Assessvr-Erainen. Anschließend war Dr. Rothen­berger abwechselnd als Richter und Vcrwaltungsbeamter in Hamburg tätig. Am 8. März 1933 wurde er von Reichsstatt­halter Kaufmann, dem er seit 1931 bereits' äls Berater zur Verfügung stand, zum Senator, Mitglied der Landesregierung und Führer der Landesjustizverwaltung in Hamburg er­nannt. 193ü hat Dr. Rothenberger im Zuge der Verreich­lichung der Justiz mit der Führung Justizverwaltungen der Norddeutschen Ländergrnpp« betraut, die Justizverwaltung dieser Länder in die Neichsjustizverwaltnng übergeführt. In der Neichsjustizverwaltnng wurde Dr Rothenberger dann zum Präsidenten des Hanseatischen Lberlandesgerichtes in Hamburg ernannt. Aus diesem Amt wurde er nunmehr zum Staats­sekretär berufen. Staatssekretär Dr. Rothenberger, der bereits vor der Machtübernahme der NSDAP. beitrat, ist Ratsherr der Stadt Hamburg, Gaurechtsamtsleiter, -Gaufuhver im NSNB., Vorsitzer des Neichsoberseeamts und des Seediszipli­narhofes, Präsident des Prisenhofes in Hamburg und Honorar- Professor an der Universität in Hamburg. 1937 hat der Füh­rer ferner Dr. Rothenberger zum Deutschen Vertreter am internationalen Schiedsgerichtshvf ernannt.

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-Statt Zweiter front oefangenenlager und Lazarette"

flutschlußreiche Feststellungen von Vesuchern VieppesUnternehmen thurchills ein Wahnsinn und Verbrechen"

. Paris, 24. August. Aus Dieppe werden jetzt h-ch- "»"essantc Ergänzungen zu dem englischen Landungs­unternehmen an der Kanalküste bekannt.

..Ta die Angreifer sich nicht unbemerkt der Küste "ahern konnten, befanden sie sich schon vor und bei Be­tteten des französischen Bodens zwischen dem deutschen öeuerwall und hatten hinter sich das Meer. Die Trup­pentransporter als operative Reserven im Hintergrund Men den an Land Gekommenen nichts, da diese das Mte suchten, sobald sie erkannten, daß es an Land an- peen Zuging, als vorgesehen war. Den an Land ^ge- ?mn>enenalliierten" Truppen der verschiedenen Na- ttonen samt ihren Panzerwagen gelang es nicht, die dem Eingang der Stadt Dieppe angelegten Ver- tt'digungslinien, so die Stacheldrahtsperren und Pan- '^graben, zu überschreiten. Die Soldaten blieben an pn Stacheldrahtverhaucn hängen, die Panzer wurden kwegungsunsähig geschossen.

Aesucher, die soeben von Dieppe zurückkommen, schil- "n, daß sie pfe zweite Front gesucht, aber nur Ge-

PPnenlager und Kriegslazarrtte gesunden haben. Der

erste Eindruck in Dieppe sei. daß alles unverändert ist. Die Beschädigungen an Häusern rührten meist nicht vom 19. August, sondern von srüheren Lustangrisfen der Engländer her. An der Küste selbst sehe man Wracks von Schiffen, zerschossene Panzer und angeschwemmte Leichen.

Die Stimmung bei den deutschen Truppen sei, so er­klären die Besucher Dieppes, ausgezeichnet. Manche der gelandeten Truppen hätten sich gut geschlagen, aber die deutschen Waffen seien schneller und besser, und es werde von den deutschen Soldaten geäußert: Mögen die Eng­länder nur wiederkommen!

Bei Besichtigung der Lazarette stellte man fest, daß viele Verwundete und Gefangene jetzt noch unter der Schockwirkung der deutschen Waffen stehen. Sie erin­nern sich mit Schaudern an den deutschen Feuerregcn. Unter den Gefangenen befinden sich französische Kana­dier die Frankreich noch nie gesehen haben. Sie und auch' andere sagen aus. daß sie keine Ahnung hatten wohin es ging. Sie wurden einfach eingeladen. Jetzt sind sie froh. au« dem Feuerhagel heraus zu sein.

Alle militärischen und politischen Persönlichkeiten sind sich einig, daß das Unternehmen Churchills militärisch ein Wahnsinn und ein Verbrechen war und daß es aus­schließlich einen politischen Hintergrund hat. Die Vor­bereitungen, die Durchführung und die gefundenen Be­fehle beweisen eindeutig, daß die Absicht bestand, die Truppen zu landen, um einen Brückenkopf zu bilden. Ein Beweis dafür wird auch darin gesehen, daß die Engländer viel Material einsetzten, das bisher in ihrer Kriegführung nicht bekannt war. Es wird ferner auf die Gewissenlosigkeit Churchills hingewiesen, der Tau­sende von Soldaten in Tod und Gefangenschaft schickte, um dem Druck Stalins nachzukommen.

Die englischen Zweckmeldungen, daß die gelandeten Truppen neun Stunden lang die französische Küste be­setzt gehalten hätten, wird äls eine ganz plumpe Tat- sachenverdrchung bezeichnet. Die Gelandeten sind nicht neun Stunden lang als Siegende aus dem Kontinent gewesen, so wird festgestellt, sondern innerhalb dieser Zeit ist scder, der nicht in Gefangenschaft geriet bzw. tot oder verwundet zurückblieb, geschlagen und gejagt worden.

Gedanken einer Fahrt an die Ostfront

Von Llsd8cket Viktor t.utre

In der Kampfzeit wurde, als wir in den Versamm­lungen unsere Volksgenossen von der Richtigkeit der nationalsozialistischen Idee überzeugten, unzählige Male festgestellt, daß der Nationalsozialismus in den Schützen­gräben des Weltkrieges entstanden sei. Kaum jemals zuvor konnte die Wahrheit dieser Erkenntnis besser be­wiesen werden als jetzt in der Zeit des Ringens um den Bestand von Volk und Reich. Denn an den Fron­ten dieses Krieges, in dem sich unsere Soldaten aufs höchste bewähren, zeigt sich wieder, daß Nationalsozia­lismus und ewiges deutsches Soldatentum auf ein und dieselbe Wurzel zurückgehen. Es ist heute allgemein be­kannt, daß gerade das Erlebnis des Weltkrieges dem Führer zu den entscheidenden Erkenntnissen führte, und es ist kennzeichnend für den Frontgeist der Soldaten des Weltkrieges von 191418, daß sie sich nach dem Zu­sammendrucke soweit die Widerstandskraft ihrer deut­schen Seele noch in vollem Umfange vorhanden war, in den Reihen der Kämpfer Adolf Hitlers zusammen­fanden.

Das war auch die Eeburts stunde der SA., des starken Armes der Bewegung. Hier vereinigten sich die alten Frontsoldaten aus Flandern und Ealizien, die U-Voot-Fahrer und ersten Jagdflieger, die Män­ner. die den Frontgeist des großen Krieges hineintru­gen in die Zeit des Kampfes um die staatliche Macht und die Rettung des Reiches. Sie bildeten nun eine unlösbare Gemeinschaft mit einer jüngeren Generation, und imSA.-Geist" fand jene sodatisch-kämpferische Ge­sinnung Ausdruck, die heute diese junge Generation auf allen Schlachtfeldern unter Beweis stellt. Es ist daher nichts leichter zu erklären als die Tatsache, daß heute fast die gesamte SA., und vor allem ihr Führerkorps in der Wehrmacht steht und dort den Einsatz sucht. Der in der SA. lebende Geist der Kameradschaft, der Treue, des Opferwillens bewährt sich nun, und es war für mich eine tiefe Freude, an der Ostfront zu erleben, wie sehr der von uns immer gepflegte Gedanke der Wchrhaftigkeit und des freiwilligen Einsatzes für Adolf Hitlers Idee heute bereits durch eine beharrliche, oft unsichtbare Erziehung Allgemeingut des gesamten deut­schen Mannestums geworden ist.

Gerade der Kampf gegen den bolschewistischen Feind bietet Gelegenheit, das in feierlichem Gelöbnis Beschwo­ren« unter Beweis zu stellen, und ich habe gesehen, daß unsere jungen Soldaten der nationalsozialistischen Wehr­macht diesen Beweis nirgends schuldig geblieben sind. Es war die Stunde der Bewährung gekommen, und üer deutsche Soldat und gerade der Ostkämpfer, hat den Führer und das deutsche Volk nicht enttäuscht! Ich habe das auch insbesondere bei den Männern der Standarte F e l d h e r r n h a l le" festgestellt, Sie bilden, bis auf den großen Teil der bei Kriegsausbruch freiwillig als Fallschirmjägertruppe Eingesetzten, ein Infanterieregi­ment des Heeres, habe» am Westfeldzug teilgenommen und sich im Osten aufs neue ausgezeichnet. Als ich jetzr die sumpfigen Stellungen des Wolchowabschnittes kennen­lernte, kam mir wieder die Schutzenkompanie des Leut­nants Mayer in Erinnerung, die sich in der Winter­schlacht am Wolchow in schwerem Abwchrkampf heroisch wehrend, bis zur letzten Patrone und Handgranate aus­hielt und keinen Zentimeter Bcden aufgab, vielmehr auch dort, wo andere mal zurückgehen mußten, immer wieder den Feind schlug und verlorengegangenes Ge­lände zurückerobert«, auch als der brave Kompanieführer bereits den Heldentod gestorben war. Wenn seit diesem Tage die in der Nähe liegenden Einheiten, die sonst nichts mit der SA. zu tun haben, nur noch von der H o r jt - W e s s e l - K o m p a n i e" des Leutnants Mayer sprachen, dann ist damit erwiesen, in welch hohem Maße sich der Geist bewährte, den wir aus Treue und Liebe zum Führer niemals aufgeben. ,

So wie der Einsatz der Fallschirmjäger unsere Be­wunderung verdient, hat uns die Infanterie, mit der

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Deutsche ll-Voote versenkten weitere 17 feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 197 999 BRT.

Nach der Erzwingung des Ueberganges über den Don nordwestlich Stalingrad hat der Angriff aus diese wichtige Schlüsselstellung der Sowjets be­gonnen.

Die harten Eebirgskämpfe im Kaukasus brachten den deutschen Truppen weitere Erfolge.

Die Sowjetlnftwaffe verlor am Sonntag 166 Flug­zeuge.

Australische Küstenplätze wurden von den Japanern wirksam bombardiert und 14 Feindflugzeugc abge­schossen.

Aus Bombay und Madras werden neue Schießereien auf demonstrierende Inder gemeldet.

Der Führer hat Dr. Thierack zum Reichsminister der >rustiz ernannt und mit besonderen Vollmachten ausgestattet. Dr. Rothenberger wurde Staatssekre­tär im Reichsjustizministerium und Dr. Freisler Präsident des Volksgerichtshofes.

Reichsminister Speer führte eine Informationsreise durch den Gau Weser-Eins durch, in deren Ver­lauf er auch Bremen besuchte.

Bauaufträge für Handelsschiffe an Auslandswersten müßen beim Neichskommissar für die Seeschiffahrt gemeldet werden.