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Vremer ZMna
parteiamtliche Tageszeitung
Has flmksblatt des Negierenden Vilrgermeisters der §reien fjansestadl vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtlickies Nerkündungsblalt des Neichsskattisalters in Oldenburg und Vcemen
M. 229 , 12. Jahrgang
Zreitag. 21. flugust 1942
kinzelpreis 15 Npf.
Zehn Stunden Zweite sront
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ftufgerieben und ins Meer geworfen / Verlegenlieitsargumente verfangen nicht
DratztScricht miscrer Vcrliner Schriftleitung
ckr.v. sck. Berlin, 2V. August. Am Mittwochmor- ischM-^ verkündete die Londoner „Times": „Die Stunde § istiGchz d» großen Opfer hat geschlagen, und es wird als ein irit!»'^ ,e,hältnismäßig kleines Opser angesehen, Vag man bis aus weiteres in Unkenntnis darüber schweben muß, wo und wann diese Opser gebracht werden sollen." „ Kauz ossenkundig sollte die „Times" durch diese Andeu- '" "" tungcn die englische Oessentlichkeit auf große kommende ubd Az Dinge vorbereiten. Am Mittag des gleichen Tages ver- : össeutlichte das „American Journal" die Nachrichten ZmlWübtt das britisch-amerikanisch-kanadisch-gaullistische An- n dn grisssunternehmen aus die sranzösische Küste unter einer ganzseitigen Ueberschrist: „Wir und die Briten dringen nd M - in Frankreich ein." Als der amerikanische ehemalige s'msidentschastskandidat Wendel! Willkie erfuhr, daß ch der U^ns.Jnvasionsunternehmen eingeleitet sei, jubilierte er a gegenüber einem Reuter-Vertreter: „Das ist großartig, eine das'sind vorzügliche Nachrichten!"
. , D.er britische Nachrichtendienst wollte die Aktion gegen n iMN Diappe so charakterisieren, daß sie' ein Ausdruck der os e:n langem angekündigten Offensivpolitik sei. Es kann ' nach alledem gar nicht in Frage gestellt werden, daß Churchill unter dem unerhörten Druck von Moskau, aus dem er keine Möglichkeit des Entweichens gefunden satte, entschlossen war, ein großes militärisches Unternehmen im Sinne der zweiten Front durchzuführen, renn es sich auch im Urteil aller Sachverständigen „ vornherein als eine Ausgeburt des hellen Wahn- ue.U'pis darstellen mußte!
Die Tatsachen, die heute vom Oberkommando der .Kutschen Wehrmacht aufgezeichnet vorliegen, können is in auch vom militärischen Gesichtspunkt aus nicht
n, wie^ meist den geringsten Zweifel daran auskommen lassen, dabei i daß der Plan zumindest darauf zielte, einen großen
.""Brückenkopf an der französischen Küste zu schaffen, der
dauernd weitere Verstärkungen aufnehmen und tatsächlich die Voraussetzungen für eine zweite Front, für eine möglichst langdaüernde und starke Entlastung der von der Katastrophe bedrohten Sowjets schaffen sollte, und !«, Die operativen Reserven, die, von starken Seestreitkräf- dhem»:, ten geschützt, auf 85 Transportern auf den Einsatz war- fepunlt !! iercn. war ja selbstverständlich nicht zum Spaß aus- ß nm' geboten worden. Es war den Briten diesmal, weil >a in >U Churchill keinen anderen Ausweg mehr aus seiner
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großen politischen Not finden konnte, bitter mit ihrer Jnvasionsabsicht.
Es liegen auch heute schon englische Indiskretionen, vor, nach denen das Unternehmen von langer Hand aufs sorgfältigste vorbereitet war. Selbst wenn die britischen und amerikanischen Militärs, die die Verantwortung zu übernehmen hatten, im Hinblick auf einen dauernden und durchschlagenden Erfolg, will sagen, auf einen anschließenden Marsch nach Berlin, skeptisch gewesen sein sollten, so hatten sie doch selbstverständlich eine ganz große und wirkungsvolle Entlastungs- operationfür die Sowjets geplant. Der britische Angriff sollte, so heißt es in einem Londoner Bericht, das deutsche Oberkommando in Frankreich nöti
gen, ein großes Verteidigungsaufgebot in Gang zu setzen, und Reuter erklärte, daß jetzt sofort Verstärkungen der deutschen Luftwaffe von anderen Kriegsschauplätzen abgezogen werden müßten, und darum die Aufgabe der fowjetischen Lastmasse eine sofortige Erleichterung erfahren werde. Selbstverständlich sollte 8er ersten britischen Angriffswelle das Eros der Jnoasions- armee unmittelbar folgen!
Damit dürften selbst die Militärs aus der Eegenseite nicht gerechnet haben, daß gegenüber einem solchen massierten Angriff der normale deutsche Küstenschutz ohne Inanspruchnahme irgendwelcher Reserven ausreichen werde, um den Spuk in wenigen Stunden zu (Fortsetzung auf Seite 2)
StellimgsMem südlich Stalingrad erobert
z roo öefongene gemacht — veutsches flngriffsunterneftmen nördlich Drei
Aus dem F ü h r e r h a u p t q u a r t i e r, 20. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde am gestrigen Tage eine Landung englischer, amerikanischer, lana- vijcher und De EauUe-Truppen aus 25 km Breite gegen die sranzösische Kanalküste bei Dieppe, die unter dem Schutz starker See- und Luststreitkräste und unter Einsatz von Panzern gesührt wurde, durch die im Küstenschutz eingesetzten deutschen Kräfte unter hohen blutigen Verlusten für den Feind abgeschlagen.
Ohne daß es nötig war, Reserven der höheren Führung einzusetzen, wurden die auf dreihundert bis vierhundert Landungsbooten abgesetzten seindlichen Landungstruppen im Nahkai>zps,ausgerieben oder ins Meer geworfen. Sämtliche gelandeten Panzer in Stärke von 28 Kampswagen wurden vernichtet. Bisher wurden 1500 Gefangene, darunter allein sechzig kanadische Offiziere, gezählt. Der Gegner verlor zahlreiche Tote, während die eigenen Verluste an Gesallenen und Verwundeten nur vierhundert betragen.
Sämtliche Stützpunkte, Batteriestellungen, Funkstationen an der Küste wurden von ihren Besatzungen gehalten. Das feindliche Eros, das auf See in Stärke von 35 Transportern, geschützt durch zahlreiche Kreuzer, Zerstörer und Bewacher, zur Fortsetzung der Landung be-
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reitgestellt war, mußte unverrichteter Dinge, aber nach starten Verlusten durch Artillerieseuer und Lustangrisse, in seine Ausgangshäsen zurückkehren und wurde laufend durch die Luftwaffe bis zur Ausschiffung verfolgt. Die feindliche Transportflotte verlor durch Artilleriefeuer:
3 Zerstörer, 2 Torpedoboote und 2 Transporter; die Luftwaffe versenkte: 1 Zerstörer, 1 Schnellboot, 1 Bewacher und 5 Transporter mit zusammen 13 000 BRT., darunter 2 Spezialschifse. Sie beschädigte 4 Kreuzer,
4 Zerstörer, 4 Schnellboote, 1 Schlepper, 1 Sturm- Landungsboot und 5 Transporter mit zusammen 15 000 Brutto-Register-Tonnen.
Bei der Bombardierung der flüchtenden britischen Seestreitkräfte wurden Kai- und Dockanlagen im Hafen von Portsmouth sowie andere kriegswichtige Anlagen an der Slldküste Englands schwer beschädigt. Hierbei verlor die Lustwaffe 18 Flugzeuge. Ein Teil der Besatzungen wurde gerettet. In Lustlämpfcn schössen eigene Jäger und Flakartillerie 112 feindliche Flugzeuge ab. 17 eigene Jagdflugzeuge gerieten in Verlust. Einige Flugzeugführer wurden aus Seenot gerettet. In der Nacht zum 19. August stießen die seindlichen Landungsstreitkräste überraschend aus leichte deutsche Seestreitkräste. Diese versenkten sofort ein mit Truppen vollbesetztes Landungsboot und zwei große Kanonenschnellboote. Sie beschädigten einen weiteren Flottillensllhrer und mehrere Schnellboote durch Artilleriebeschuß. Vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Ein eigener ll-Voot- jäger ist dabei gesunken. Sonst traten auf deutscher Seite keine Ausfälle ein. Alle an der Abwehr der seindlichen Landung beteiligten Verbände der deutschen Wehrmacht haben sich hervorragend geschlagen.
Im Kaukasus gewannen die Angrifssoperationen weiter Raum. Die Luftwaffe versenkte an der Schwarzmeerküste 3 Transporter. Zwischen Wolga und Don wurde südlich Stalingrad in harten Kämpfen ein seit längerer Zeit stark ausgebautes feindliches Stellungs- systein im Sturm genommen. Der Feind verlor hierbei am 18. und 19. August 3301 Gefangene, 52 Panzer, 56 Geschütze, 90 Maschinengewehre und Granatwerfer sowie 68 Flammenwerfer. Die Luftwaffe bekämpfte Eisenbahnanlagen und Nachschubvcrkehr im rückwärtigen Gebiet des Feindes. Bei einem eigenen Angriffsunternehmen im Raum nördlich Orel wurden seit dem 11. August 14 000 Gefangene eingebracht, 400 Panzer und 200 Geschütze vernichtet oder erbeutet. Ostwärts Wjasma und bei Rschcw scheiterten auch gestern Angrisfe des Gegners an dem zähen Widerstand der deutschen Truppen. Im Nordabschnitt der Front wurden mehrere feindliche Angriffe zum Teil im Gegenstoß abgeschlagen. Der Feind verlor außerdem am gestrigen Tage im Osten 104 Flugzeuge."
lllit schwarzer larnsarbe im l-estcht kamen sie an Land
solke-Vulf-Iiiger ;eigen ihre Überlegenheit über Vem Luftraum von Meppe — „warum bin ich nicht in Kanada gebliebenN"
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Von Krisgsbsricbtsr lllrick Usussinsnn kk. An der Kanalkiiste, 20. August. Tiefes Dun- lastet über den leise rauschenden Wellen des Ka- §°ls; doch sichern unablässig deutsche Schnellboote die 2°M> Nichts ist zu hören als das ewige Raunen der Doch was war das? Der Pak-Schütze M. denkt: ^'lhcr ist sicher! Er gibt Alarm. Sollte sich das ganze " s harmlos erweisen, ist nichts schlimmeres geschehen >^der Schlaf der Kameraden unterbrochen. ,
Sind das nicht fremde Geräusche? Schwarze Schatten
°n der Küste-^ Tommies!
Ruhig bleiben und kaltes Blut bewahren! Bei den fUuchchen rührt sich nichts. Schon freuen sich die Bur- Wn dort drüben, die auf Gummisohlen aus den flachen -oeoten steigen. Sie werden die Eermans überraschen
und überrumpeln.
. «tzt kommen sie! Erster, fahler Schein des anbrechen- m..4.ages läßt die dunklen Schatten kaum erkennen.
kommen lassen", haucht es von Mund " ^ Nervenprobe!
di, uz-- Tommies stürmen, stürzen. Schreie zerreißen ii- Ü.E- ^ schwankt die kaum geborene zweite Front,
nick
yc!<
rabiner ^ Maschinengewehre,^es krachen Ka-
die'
He weicht zurück.'
§A!s8uss! Deutsche Soldaten springen aus Gräben und ..^uenlöchern. Heiß tobt der Kampf. Die ersten Ee- i», m .""den eingebracht. Schwarze Tarnfarbe liü w v^t, >chen die Briten — diesmal sind es wirk- Eng-ander, .---.verwegen aus. i!^,— llk es 'Heller geworden. Unter dem mörde
rischen
Ml"' einiV«. deutschen Artillerie, aber im Schutz
2 r englischer Zerstörer und Schnellboote, nähern
sich flache Kühne und Transporter als zw e i t e W e l l e dem Strand.
Es gelingt dem Feind, 28 Panzer an Land zu schaffen. Die Kolosse rumpeln den sanft ansteigenden kiesigen Sand hinauf; doch oben steht d i e d eu t s ch e P a k. Ein Geschütz hat eine junge Bedienung. Die Feuertaufe haben die Männer, denen erster Flaum auf der Oberlippe sprießt, zu bestehen! Ruhig und gelassen warten sie, richten sie. Derer st eSchuß — derer st «Panzer ! Der zweite S.chutz erledigt den zweiten Auf drei Abschüsse hat es das Geschütz gebracht. Nur einem Panzer gelingt es, auf die Höhe der Kiistenstraße zu gelangen, bevor auch ihn das Schicksal ereilt.
Die Luftwaffe geht auf beiden Seiten zum Angriff über. Deutsche Kampfslugzeuge greifen den Geleitzug an, der draußen wartet, um den Nachschub zu bringen, sobald der Brückenkopf im Hafen von Dieppe gebildet sein sollte. Die britische Heeresleitung hat inzwischen wohl erfahren, wie schlecht es um ihre Sache steht, und glaubt, durch Bombenabwürse und Tiefangriffe ihrer Flieger am Strande helfen zu können. Deutsche Focke-Wulf-Jäger schlagen sich mit Spitfires und Mustangs herum. Deutsche Piloten zeigen ihre Ueber- legenheit. Flak schießt auf Tommies. Fern draußen auf dem Meere stehen schwarze Spreugwölkchen der englischen Flak über den feindlichen Schiffen. Höllengetöse läßt die Luft erzittern Es rattern deutsche und englische Maschinengewehre. Hoch oben orgeln wild viele hundert Flugzeugmotoren.
Plötzlich zischen vier englische Flugboote vorüber Sie wollen einen verdeckenden weißen Schleier über die neue britische Niederlage legen: Sie nebeln
ein. Widerlicher Chlorgeruch kratzt Hals und Nase. Kaum steht man drei Meter weit.
Stiller wird es; noch stiller aber liegen die vielen hundert toten Briten auf dem weißen Kies. Zuerst hoben Hunderte, dann anderthalb tausend Tommies die Hände. Mehr als die Hälfte ist schwer verwundet. Viele, deren Boote schon vor dem Erreichen der Küste versenkt wurden, schwammen, nur mit einem Hemd bekleidet, an.Land. Grimmige, aber meist völlig entnervte Gesichter tragen die Männer zur Schau. „Warum bin ich nicht in Kanada, geblieben?", sagt einer zu mir im Vorbeigehen. Die zweite, größere Landungswelle bestand ausschließlich aus Kanadiern.
Manche der britischen Offiziere wollten nicht so recht ihre eigenen Kameraden zum Verbandsplatz tragen. Sie kamen sich zu gut vor. Da keine ihrer Mannschasts- grade aufzutreiben sind, mußten wir in einem Falle energisch werde». Der schwerverwundete Hauptmann, den nun vier kanadische Oberleutnante auf einer Bahre tragen, streckt seine Hand nach uns aus und will seinen Dank aussprechen. „Bei uns wäre die nachdrückliche Aufforderung nicht notwendig", sägen wir. Als sich die kleine Truppe znm Verbandsplatz in Bewegung setzt, meint noch der Hauptmann mit todernster Miene und schwacher Stimme: „Wir haben euch Deutsche doch unterschätzt!"
Damit hat er die Wahrheit gesprochen. So leicht hatten sich die abenteuerlichen Hilssvölker den Kamps für England vorgestellt, weil schöngefärbte Reden und Phrasen sie betörten, über den großen Teich zu kommen; aber auch diesmal, in Dieppe wie immer, hat sie die harte deutsche Faust eines besseren belehrt.
Von Usuptmsnn V/srnsr 3 t o p k a n.
Der englische Versuch einer Landung an der französischen Kanalkiiste kann politisch sehr viel leiHter gewürdigt werden als militärisch; denn die Motive, die die Feinde zu diesem Unternehmen veranlaßt haben, sind ausschließlich politischer Natur. Es ist anzunehmen, daß kein Soldat sich freiwillig darauf eingelassen haben würde, diese Aktion zu starten, die Stalin in Moskau von Churchill verlangt hat. Die britischen Militärs und mit ihnen zugleich die der verbündeten Amerikaner und de-Eaulle-Leute haben einfach auszuführen gehabt, was die Amateurstrategen ihnen aufgedrängt haben.
Die verzweifelten Versuche Londons, mehr als zwei Jahre nach dem Verlust der atlantischen Küste wieder neu auf dem Kontinent Fuß zu fassen, muten zunächst wie eine Art Treppenwitz der Weltgeschichte an. Wenn Churchill die erforderlichen Kräfte 8azu hätte, sich auf dem europäischen Festland zu behaupten, so hätte er ja nicht dreimal im großem zeitlichen Abstand aus Norwegen, aus Dllnkirchen und aus Griechenland immer wieder die Flucht der Briten zu organisieren brauchen. Ferner: Wenn die Engländer stark genug wären, um eine zweite Front aufzustellen, hätten sie wohl in der Lage sein müssen, zunächst einmal an der ersten, nämlich in Afrika, bei Tobruk und bei Bir Hacheim, standzuhalten. Wenn man wie die Briten auf allen Kriegsschauplätzen immer zu katastrophalen Rückzügen genötigt war, dann tut man gut, seine Kräfte zu beschränken und sich still zu verhalten: das ist aber für Moskau unerträglich, für Amerika unverständlich, und so gab Churchill noch von der Sowjetunion aus den Befehl zu dem Dieppe-Unternehmen, das nun so vollständig mißlungen ist.
Es ist klar. daß die Briten, wenn sie noch einmal wieder zu einer Aktion antraten, diese nicht im gleichen Rahmen halten konnten wie im März, April und Juni zwischen dei Loire-Mündung und Calais. Stalin verlangte mehr als einen „Raid". Die Engländer mußten die Invasion starten, von der sie nun schon seit so vielen Monaten gefabelt hatten. Die Kräfte, die sie gemeinsam mit ihren Alliierten — freilich nach typisch britischer Manier unter besonderer Herausstellung von Kanadiern und Eaullisten — antreten ließen, waren beträchtlich genug. Die Küstenstrecke, die von einer ganzen Division angegriffen wurde, beträgt nicht weniger als 25 Kilometer. Wenn es ihr indessen nur gelang. an zwei von den vorgesehenen fünf Landeplätzen tatsächlich das Ufer zu erreichen, so war dafür die gestraffte Wachsamkeit der deutschen Truppen und der Schneid, mit dem sich die Angehörigen aller Wehrmachtsteile sofort auf den Feind warfen, maßgebend. Kriegsmarine, Luftwaffe und Heer haben miteinander gewetteisert, um Churchills Aktion in aller Kürze zu erledigen. Das ist ihnen geradezu im Rekordtempo gelungen. Eine Stunde nach der Landung war bereits keine stoßkräftige Panzeraktion mehr möglich! Noch sechs Stunden später streckte das Eros der Feinde die Waffen! Aber weiche Verluste haben die Landungstruppen inzwischen unter der zusammengefaßten Feuerwirkung der deutschen Massen erlitten! Hier ist zum erstenmal sichtbar geworden, wie erfolgreich die Arbeit gewesen ist. die in mehr als zwei Jahren an der Atlantikfront von Hunderttausenden deutscher Männer geleistet wyrde. Immer wieder hat die deutsche Presse über den Aufbau berichtet, den die Organisation Todt an der gesamten Küste, von der spanischen Grenze bis nach Kirkenes. vorgenommen hat. Vor wcni- gen Wochen erst konnte festgestellt werden, daß nunmehr der millionste Kubikmeter befestigten Raumes fertiggestellt worden sei. Das Werk. das hier geschaffen wurde, übertrifft schon durch seine Dimensionen weit den Westwall. Bei ihm konnte zugleich auch ausgewertet werden, was an Erfahrungen seinerzeit im Rheinland und später bei der Erstürmung von Bunkerlinien in Frankreich und der Sowjetunion gesammelt wurde.
Im Raum von Dieppe haben die deutschen Stützpunkte bei einem großangelegten seindlichen Jnvasionsversuch ihre Feuerprobe bestanden Mit Stolz kann der Wehrmachtsbericht feststellen, daß nicht eine einzige dieser Positionen, keine Vatteriestelkung. keine Funkstation auch nur vorübergehend verlorenging! Man weiß jetzt bei unsern Feinden noch besser als nach der Aktion von St. Nazarre, wie die deutschen Soldaten am Atlantik die Stützpunkte, die deutsche Arbeitskraft und deutsche Orgamsationskunst geschaffen haben, im aktiven Kampfe auszunutzen verstehen. Davon zeugen heute die britischen Transportschiffe, die durch Artilleriefeuer vernichtet wurden, die Panzerkampfwagen, die ausgebrannt
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Südlich Stalingrad wurde ein stark ausgebautes sowjetisches Stellungssystem im Sturm genommen.
J,n Kaukasus gewinnen die deutschen Angriffsopc- rationen weiter Raum.
Die Engländer versuchen vergeblich ihre Niederlage bei Dieppe zu beschönigen.
Der Sohn und Stellvertreter des ungarischen Reichsverwesers von Horthy ist an der Ostfront gefallen.
In den eigenen Hoheitsgewiisscrn wurde wieder ein schwedischer Erzdampscr torpediert.
Unter deutscher Leitung wurde in der Ukraine zum erstenmal Baumwolle in größerem Umfange angebaut.
Die Abteilung eines Flakrcgimcnts im Osten sammelte über 415 500 NM. zur Linderung der durch britische Terrorangriffe verursachten Not in Bremen.