Ausgabe 
(18.8.1942) Nr. 226
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parteiamtUck>e Hageszeilung

agg flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der freien fjansestadt vremen

der Nationalsozialisten Bremens

flmlliches verkündungsblan des Neicsssstattiialters in Oldenburg und vremen

sll.rr6 , 12. Jahrgang

Dienstag, 18. flugust 1942

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Neue Beute unserer „gr auen Völse

wieder lS feindliche srachker mit 105772 VM. versenkt — Sründliche Säuberung des donbeckens

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Stetig vorwärts im Kaukasus!

flusdem Führerhauptquartier, 17. August. jid-Oberlommaiido der Wehrmacht gibt bekannt: „Süd­lich, des unteren Kuban und im Nordwestteil des Kau- liiilsqebirges dringen unsere Truppen in erfolgreichem IMüs weiter vor. An der Schwarzmeerküste wurden b,i Llistangrissen drei Kiistensahrzeuge versenkt und M größeres Transportschiss schwer beschädigt. In der VoMIeise des großen Donbogens wurde der Feind «crMtend geschlagen und der Flug überall erreicht.

Säuberung des Geländes von Versprengten ist noch im Kange. Damit ist das gesamte Donbecken fest in der Hand der deutschen und verbündeten Truppen. Eisen- t-hnanlagen und Nachschubverkehr im rückwärtigen Ge­sät des Feindes waren erneut das Ziel deutscher >jstmpi- und Sturzkampfflugzeuge. Ostwärts Wjasma md bei Rschew stehen Truppen aller Waffen in anhal­tenden schweren Abwehrkämpfen. Auch gestern scheiter- ,m zahlreiche Angriffe des Feindes, der im Gegen- «»grifs an verschiedenen Stellen zurückgeworfen wurde. Zni Nar-abschnitt der Front wurden an mehreren Stet­tin seinöliche Angriffe abgewiesen und Bereitstellungen m zusammengefaßten Feuer zerschlagen.

Zu Nordasrika schössen deutsche Jäger in Lustkäinpsen 1 j britische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. An der Kmllüste bekämpfte schwerste Artillerie des Heeres Märische Ziele im Raum von Dover. Bei vereinzel- ,,ni Tages- und Nachteinflllgen über West- und Nord- »Wland und über den besetzten Westgebieten wur- Rsaoier britische Flugzeuge abgeschossen. Deutsche »hipsslugzeuge belegten in der vergangenen Nacht »tigswichtige Anlagen Mittel- und Ostenglands mit und Brandbomben.

-M durch Soiidermeldung bekanntgegeben, ver- ßiik^n deutsche Unterseeboote im Nordmeer, in dm Küstengewässern Nord- und Mittelamerikas, westlich Afrika und im freien Atlantik aus ge­sicherten Geleitzügen und in Eiuzeljagd 19 Schiffe

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kichenlaub mit Schwertern für kapitänleutnant läpp

«iisdem Führerhauptquartier, 17. August, t» Ftihrer verlieh dem Kapitänleutnant Erich Topp, ßeiumandeur eines U-Bootes, das Eichenlaub mit kihivertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes >«d sandte an ihn nachstehendes Telegramm: „In An- >chn Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Am als 17. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Mnlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen kmzes. Adolf Hitler".

isuner verlieh der Führer dem Oberstleutnant Walter 8«r», Kommandeur eines Kradschützenbataillons, ^Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Krcu- sii und sandte an ihn nachstehendes Telegramm: „In deutbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im ß»?s ziir die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Am als 113. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Inland zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. ild-Is Hitler."

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhielten: Gc- Mmajor Mar Fremereq, Kommandeur einer Jn- Mtric-Division; Hauptmann d. L. Hans Gidion, »Monskominandeur in einem Infanterie-Regiment, Ad Leutnant der R. Konrad Rehnitz, Kompanie- >Mr in einer Panzerjäger-Abteilung.

mit zusammen 105 772 BRT. und zwei Transport­segler. Drei weitere Schiffe wurden durch Tor- pedotreffer schwer beschädigt. Ihr Sinken konnte wegen der sofort einsetzenden starken Abwehr nicht beobachtet werden."

*

Dar Blick der britischen Öffentlichkeit ist trotz des angespannten Interesses, das man in England den immer niederschmetternderen Nachrichten von der Ost­front zuwendet, wie gebannt auf den Stand der Schlacht auf allen Meeren der Welt gerichtet. Die Kata­strophe des „Super-Geleitzuges" im Mittelmeer, dessen Massierung von Seekriegsstreitkräzten doch nichts gegen die Kampfkraft der Ächze vermochte, zeitigte für Eng­land den Verlust von 180 000 BRT., neben denen die versenkte Kriegsschisfstonnage noch besonders schwer ins Gewicht fällt: Ein Flugzeugträger, zwei Kreuzer und drei Zerstörer gingen den Weg aller englischen Schiffe. Das Oberkommando der Wehrmacht konnte die Zahl des versenkten Schiffsraums am 17. 8. seit dem 8. 8. auf ungefähr 400 000 BRT. beziffern. Die Fan­faren der neuesten Sondermeldung gaben Kunde von Versenkungen im Nordmeer, vor der USA.-Küfte, west­lich vor Afrika und aus dem Atlantik. 19 Schiffe mit insgesamt 106 000 BRT. versanken in den Fluten, die England einmal zu beherrschen meinte. Insgesamt sind also seit dem 8. 8. ungefähr 500 000 BRT. jür England und die Alliierten verlorengegangen. Nicht eingerechnet dabei sind die vielen Frachter, die in den Angaben des OKW.-Berichts als schwer beschädigt gemeldet wurden und die erfahrungsmäßig lange Zeit für die Versor­gungsschisfahrt ausfallen. Ein Umstand, der besonders unter Berücksichtigung der überfüllten Reparaturwerften in England und den USA. ins Gewicht zällt. Die Rech­nung ist insofern auch noch zu positiv zür unsere Feinde,

als die vernichtenden Schläge, die Japan gegen die angloamerikanische Kriegsschiffahrt bei den Salomon- Jnseln führte nicht hinzugerechnet sind. England und auch die USA. sehen sich also auf allen Meeren der deutschen, italienischen und japanischen Bedrohung Aegenüber. Die Zahlen, die bisher in der „Atlantik- schlacht" erzielt wurden, lassen in ihren riesigen Aus­maßen die Niedergeschlagenheit der Briten verständlich erscheinen. Genau so verständlich ist es, wenn Churchill sich überlegt, wie dieser darniederliegenden Stimmung abgeholfen werden könnte. Daß er aber wieder einmal zu dummdreisten Fälschungen und Lügen greifen würde, spricht seiner Phantasie kein gutes Zeugnis aus. Der britische Premier läßt in der englischen Zeitung „Sun- day Times" die Behauptung aufstellen die „Lage im Atlantik" entwickele sich „ermutigend". Obwohl die Schreiberlinge der „Sunday Times" genau wissen müssen, daß sie mit solchen Behauptungen ihrer Leser­schaft allerschärfsten Toback zumuten, entledigen sie sich ihres Auftrages und behaupten, die atlantische Situ­ation Englands entwickle sich zusehends besser. Eine solche Fälzchung der Tatsachen ist in England nur des­halb möglich, weil die offiziellen Stellen in London immer noch nicht zu den großen Versenkungen der letz­ten Tage und Wochen Stellung nehmen. Obschon längst in der britischen Öffentlichkeit durchgesickert ist, daß die Versenkuugsergebnisse im Verlauf dieses Monats wieder einen gewaltigen Ruck in die Höhe geschnellt sind, versucht Churchill es wieder einmal mit der Vogel- Strauß-Politik, die sich zwar auf die Dauer noch nie­mals bewährt hat, die aber immerhin eine der dring­lichsten Forderungen des britischen Premiers erfüllt: innenpolitisch Zeit gewinnen und die Stimmen der Kritik wenigstens vorläufig zum Schweigen zu brin­gen. Die Bilanz der Kriegsmarinen der Staaten der neue» Ordnung aber widerlegt Churchill täglich und stündlich. ü,7.

Japanische U-Voote versenkten 90000 VM.

10 feindliche srachter in australischen liewiissern oom 15. Juli bis 15. flugust versenkt

Tokio, 17. August. Das kaiserliche Hauptquartier gab am Montag bekannt, daß in australischen Ge­wässern operierende japanische U-Boote zehn feindliche Schiffe mit insgesamt annähernd 90 MIO BRT. in der zweiten Juli- und der ersten August-Hälste versenkten. In japanischen Marinekreisen erklärt man hierzu, daß Australien nicht nur „das Waisenkind des Pazisik" ge­worden ist, sondern auch die Möglichkeit zu einem Ge­genangriff auf Japan von Australien aus sei absolut verschwunden.

Sckvvere TuktsnZiMs auk suZtrsIiscke Stützpunkte

Die japanische Marine-Luftwaffe belegte auch am Sonntag die nordaustralischen Stützpunkte wirksam mit Bomben. Wiederum wurden Townsville, Cairns. Wqnd- ham, Port Darwin und Port Hedland in Westaustra­lien angegriffen und schwere Schäden in den dortigen Hasenanlagen und militärisch wichtigen Einrichtungen angerichtet.

In Townsville stehen die Lagerhäuser immer noch in Brand, dort sind mehr als 18000 Tonnen Obstkonserven ein Opfer der Flammen geworden. Die im Hasengelände gelegenen Oelbunker sind jetzt sämtlich zerstört, ebenso

die Bahnanlagen der nach Süden laufenden Linien. Im Seegebiet vor Wyndham versenkten japanische Sturz- kampfbomber einen 6000 BRT. großen Transporter, der brennend unterging. Besonders schwer war der neue Luftangriff auf Port Moresby. Die Lagerhallen der australischen „Neu-Euinea-Handelsgesellschaft" wurden restlos eingeäschert und ein im Hafen vor Anker liegen­der Transporter von 4000 BRT. in Brand geworfen. Ein Munitionslager außerhalb der Stadt wurde getrof­fen und explodierte. Bemerkenswert für die absolute Luftüberlegenheit der Japaner im nordaustralischen Raum ist die Tatsache, daß es trotz der außerordentlich starken japanischen Lufttätigkeit am Sonntag nur über Wyndham zur Kampsberllhrung mit zwei australischen Jägern kam, die beide abgeschossen wurden. Sämtliche japanischen Flugzeuge kehrten zu ihren Stützpunkten zurück.

17 1/8^..-kIu§reuße ndFe8cko88kn Im Seegebiet der Salomon-Jnseln kam es am Sonn­tag zu einem schweren Luftkamps zwischen japanischen und nordamerikanischen Kampffliegern, in dessen Ver­lauf 17 USA.-Flugzeuge abgeschossen wurden. Nur zwei japanische Flugzeuge kehrten nicht zu ihren Stützpunkten zurück. «

tkurchill als pottlruk und Bettler

lNoskau-Neile ein kntschluß aus köMer „ot — Sie sakrten des britischen Premiers künden immer Katastropken ...

Drahtberiibt unkerer Berliner S-brlitleitung lü.v.M,. Berlin. 17. August. Die Reise Churchills ?lh Moskau muß in der ganzen Weltöffentlichkeit als L," Alarmzeichen der höchsten Stufe beurteilt werden, «in» dieser Mann eine Reise macht, so haben die Mn Anlaß zu zittern. Nach allen bisherigen Er- Mlmge» kommen dann nämlich, um mit ihrem Lands- Shakespeare zu sprechen, „die Schicksalsschläge nicht Einzelne Späher, nein, in Geschwadern".

.. lach der Katastrophe von Dünkirchen, als die deut- N Armeen bereits zum Vormarsch über Aisne und ^i^angetreten waren, slag Churchill nach Frankreich

Das war anH. Juni 1940. Am darauffolgenden

er bereits nicht Tours erreichen

n,/>uem Kumpanen Reynaud, den - " w Pans, sondern nur noch in

' Das war am 13. Juni 1940. Am oarauzzorg '"arschierten die deutschen Truppen in Paris wenige Tage später war der bis dahin stärkste ^ "uddegeu Englands zerbrochen, mußte Frankreich M "ueren. Im vergangenen Dezember scheute Lhur- ihm die Not'wieder auf den Fingernageln »->,.,7' ine immerhin schon beschwerlich und gefährlich «el« ^se über den Atlantik nicht, um von Rooje- ßu erbetteln. Am 22. Dezember wurde in die Mitteilung von der Ankunft Churchills -ir ^>t, der den Chef des Empire-Esneralstabs, ügf 5 ^ Brooke, mitgebracht hatte. Drei Tage später Meldung von der Kapitulation Hongkongs ein. l»r- » L ^ in der Folge die Hiobsnachrichten, die Neid»» Rückkehr Churchills nach London in der «n?i,, ^r Eroberung Singapurs durch die Japa- ttjlcn g . lindere Steigerung erfuhren. Während seines »IM., .^gsbesuches den Vereinigten Staaten mit seinen Plänen in Afrika. General Ärkukr/Ut . ^ote er, mache sich dran, die feindlichen bekz. in'Afrika vollständig zu vernichten und es * ^rund zu der Annahme, daß er sein Ziel Lburmns^"°'Ehcn werde. Ein halbes Jahr später kam ^ 1 » zweiten Mal nach Washington. .Er traf

"m ein, und am 21. Juni wurde er gemeinsam

mit Roosevelt im Weißen Haus von der Schreckensnach­richt vom Fall Tobruks überrascht, die ihn, wie er selbst gestehen mußte, völlig fassungslos machte. Selten ist ein frecher Prahlhans so gestraft worden wie Churchill in der Zeit zwischen seinem ersten und seinem zweiten Besuch in Washington. Doch dieser Amokläufer kann und will nichts lernen. 2n dem Abschlußbericht über die Be­sprechungen zwischen Roosevelt und Churchill, der am 23. Juni veröffentlicht wurde, machten sich die beiden eingebildeten Helden stark, daß sie „die deutschen Kräfte vom Angriff auf die Sowjetunion ablenken würden." Fünf Tage später traten die deutschen und verbündeten Heere im mittleren und südlichen Abschnitt der Ostfront zur großen Offensive an und noch einmal ein paar Tage später ziel die stärkste Festung der Welt, Sewa­stopol, auf die Churchill ebenso wie auf Tobruk uner­schütterlich gebaut zu haben glaubte, unter dem heroischen Ansturm der deutschen Truppen, während gleichzeitig Rommels Soldaten bis vor die Alameiu- Stellung, 120 Kilometer vor Aler^ndria, drangen, und die unmittelbare schwere Gefahr für Aegypten schufen, die alle strategischen Ablenkungspläne des Gegners dauernd zum Scheitern verurteilt.

Wenn nun Churchill gar die Reise nach Moskau auf dem Umweg über Kairo und Teheran nicht gescheut hat, die doch wirklich nicht ganz ohne Risiken ist, so kann man ermesse», wie schlimm er selbst die Kriegslage be­urteilen muß. Das weiß heute angesichts der stets fol- qenden wuchtigen Bekräftigung durch die Tatsachen die ganze Welt, daß jede bisherige Kriegsreise Churchills ins Ausland von der Erkenntnis der großen Not be­stimmt wurde. Er und Roosevelt haben nicht, wie sie es noch Ende Juni versprachen, die deutschen Kräfte vom Angriff auf die Sowjetunion ablenken können, vielmehr war unsere Osjensive im Osten so über alle Erwartungen erfolgreich, daß man in London und in Washington mit dem vollkommenen Zusammenbruch der Sowjets in ab­setzbarer Zeit rechnen muß. Immer dringender ist von Moskau her die Forderung »ach der Errichtung der

Zweiten Front erhoben worden. Churchill wurde mit Hilfe der kommunistischen Agitation im eigenen Land unter den Druck von der Straße her gesetzt, und nun muß er zu" Stalin fahren und ihn um Einsehen an­flehen, daß er sein Versprechen nicht wahrmachcn kann, weil die bösen Nazis vor allem durch ihre Bedrohung Aegqptens und durch die U-Boot-Rudel aus den Welt­meeren alle strategischen Pläne Englands und der Ver­einigten Staaten über den Haufen geworfen haben. Wenn er so auf der einen Seite als Bettler kommt, der um Verständnis flehen muß, so sieht Churchill an­dererseits doch seine Hauptaufgabe darin, durch wer weiß welche Vorspiegelungen und Versprechungen den Wider­standswillen der Bolschewisten noch einmal zum äußer­sten aufzupeitschen. Er spielt so in Moskau eine gro­teske Doppelrolle als Bettler und als Politruk.

Eine spanische Zeitung kommentiert die Meldung vom Besuch Churchills in Moskau sä, daß auch er mit dem Opfer seiner Reise den Untergang des Bolschewismus nicht mehr aufhalten könne. 2n nicht mehr großer Ent­fernung von der Wolga stünden deutsche, Soldaten, die Herrschaft über das Schwarze Meer sei an die Deut­schen und. ihre. Verbündeten abgetreten worden, in Afrika habe Rommel die Initiative, im Mittelmeer müsse England «in Kriegsschiff und einen Geleitzug nach dem anderen opfern, und der Tonnageverlust der Demokratien nehme auf allen Weltmeeren katastrophale Formen an. „Was will", so schließt das spanische Blatt seine Betrachtungen, „Churchill eigentlich in Moskau noch retten?" Ein sehr englandfreundlicher „neutraler" Journalist glaubt in diesem Zusammenhang die Anglo- Amerikaner entschuldigen zu müssen, weil sie bisher das Versprechen nach Errichtung einer zweiten Front nicht gehalten hätten Als das Versprechen gegeben worden sei, so heißt es da, hätten die angelsächsischen Mächte weder die großen Tonnageverlustc voraussehen können, die sie unterdessen erlitten hätten, noch den erfolgreichen Verlauf der Rommel-Offenstve, noch die Schnelligkeit (Fortsetzung aus Seite 2)

E /kie-e

Eine Parallele Deutschland — England — USA.

Von

llsinr Xleiü, Ltockbolin

Wenn Politik die angewandte Kunst ist, ein bestimm­tes Ziel mit einem möglichst geringen Energieaufwand zu erreichen, dann ist die Strategie die Zwillingsschwe­ster der Politik. Jeder Krieg hat einen starken Kräste­ll e r b r a u ch zur, Folge. Das Geheimnis der erfolg­reichen Kriegführung oesteht darin, diesen Kräzteoer- brauch möglichst niedrig zu halten, niedriger als ihn der Gegner zu halten vermag. Das ist mehr relativ als absolut zu verstehen, denn je höher das Ziel, desto höher wird auch der Einsatz und damit der Kräste- oerbranch sein. Das Entscheidende ist, ob der Gegner seine Kräfte eher verbraucht, ob seine Kraftanstren­gungen größer sind, ob der Krieg sein potentielles Kriegsvermogen stärker beeinträchtigt und ob seine Re­serven stärker in Anspruch genommen werden als die eigenen. Jedes Volk besitzt außer materiellen auch s e e l i s ch e Reserven und Tugenden, die im Kriege ihre Rolle spielen. Am leichtesten einzuschätzen sind die ersteren, was leicht zu ihrer Ueberschätzung reizt. Eng­land und die ASLl., diese beiden Länder, in denen das materialistische Denken zum Fundament der Staats­politik wurde, haben den Krieg bis vor kurzem fast nur von der materialistischen Seite her gesehen. Ihr demokratisches System baut sich auf einer materiali- jrisch ausgerichteten Sta'atsphilosophie auf, die für an­der« Deulungen der großen geistigen Strömungen un­serer Zeit keinen Platz hat. Der materielle Kriegs- einsatz spielt darum auch psychologisch bei ihnen eine noch wesentlich höhere Rolle als bei uns.

Bei einem Vergleich der beiden großen Kriege, deren Zeugen wir sind. muß sofort auffallen, daß die Krieg- fuhrung sparsamer geworden ist. Das gilt in erster Linie für den menschlichen Einsatz. Ereignisse wie diejenigen von Langemarck haben sich in diesem Kriege nicht wiederholt, wie überhaupt der gesamte Weftfelo- zug mit geradezu unwahrscheinlich niedrigen Verlust- zlNern an menschlichem Leben abgeschlossen hat. Erst im Osten waren die Verluste im vergangenen Jahr größer, aber sie blieben trotzdem weit hinter den großen Menscheiiverlusten des ersten Weltkrieges zurück. Die Gefahr der Ausblutung der Nation durch hohe Men­schenverluste besteht nicht. Diese Erkenntnis läßt uns auch manche anderen Prüfungen leichter ertragen. Un­sere Memchenverluste sind aber nicht nur absolut, son­dern auch relativ, gemessen an der Größe der bereits bewältigten Aufgaben, klein. Als die Briten bei Dlln- kirchen in das Meer geworfen wurden, hatten sie, ob­wohl sie sich in der Verteidigung befanden, vielfach höhere Verluste als wir selbst. Wo immer der deutsche Soldat seinem Gegner gegenübertritt, zeigt sich seine turmhohe Ueberlegenheit, die in der Verlustbilanz der Schlachten ihr beredtes Zeugnis findet. Die Verluste der Sowjets beispielsweise werden von neutralen Sach­verständigen auf das Zehnfache der deutschen Verluste geschätzt. Die menschlichen Reserven unserer Gegner sind bisher unvergleichlich stärker in Anspruch genommen worden als unsere eigenen Reserven.

Wenn man diese Tatsache als bekannt voraussetzen darf, so wird man mit um so größerem Interesse die Frage des materiellen Einsatzes im Kriege prüfen. Die materiellen Kräfte waren zu Beginn des Krieges sehr ungleich. Auf der einen Seite stand Deutschland mit seinem engen Staatsgebiet und seinem kargen Boden, auf der änderen Seite Polen, Frankreich und England. An Zahl waren sie uns um das Doppelte überlegen, an materiellen Reichtümern um das Zehnfache oder um noch mehr. Am Ende des ersten Kriegsjahres hatte sich das Bild wesentlich zu unseren Gunsten verschoben. Polen war von der Landkarte fortgewischt, Frankreich war zusammengebro- chen, England stand vorübergehend vereinsamt da aber immer gestützt aus ein Empire mit rund 500 000 000 Menschen, auf die unvorstellbaren Reichtümer seiner Kolonien und überseeischen Besitzungen und stimmungs- matzig gehalten von Roosevelt. Am Ende des zweiten Kriegsjahres hatte Stalin seine ungeheure Kriegs- mazchine in Gang gebracht, drei Monate später traten die USA. und Japan in den Krieg, der sich damit zu einem Weltkrieg gewandelt hatte. Das Bild hatte

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Die Schlacht im Atlantik brachte der deutschen U-Vootwaffe mit der Versenkung von weiteren 195 772 BRT. feindlichen Handelsschiffsraums einen neuen stolzen Erfolg.

Japanische U-Voote versenkten in den letzten vier Wochen vor Australiens Küsten weitere 99 999 BRT. feindlicher Tonnage.

Der gesamte Don-Bogen ist nunmehr fest in deut­scher Hand; der Vormarsch im Kaukasus geht stetig weiter.

Churchills Moskau-Reise beweist die militärische und moralische Notlage der „Alliierten".

Die britische Indien-Regierung hat durch einen neuen Schießbefehl gegen die Bevölkerung jeden Sa­dismus sanktioniert.

In Schweden wurde ein sowjetischer Eehcimscnder entdeckt.

Der Ernteeinsatz 1942 ist gesichert.