Ausgabe 
(17.8.1942) Nr. 225
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

>

Erscheint 7malivSchentlich

Woaksbezug E 2L0 elnschl. Zu­stellgebühr,- PostbezugSprelS monatl.

E seinschl. 30,1 ^ Post- Vj, zeitungsgebührl zuzögl. 42^/ Be- »I hellgeld. Bezugspreis Ist Im voraus »lltzz mhlbar. Postscheck: Hamburg 17272.

Eine Behinderung der Lieferung , lechtfertigt keinen Anspruch aus sllückzablung des Bezugspreises. '« Verlag: NS.-Gauverlag Weser- §ms GmbH., Bremen. Geercn 6/8. Fernsprecher 219 31, Nachlrus und sonntags 24765. Sprechzeiten: . ! Verlag: werktäglich 12 bis 13 Uhr; Schriftleitung: 12^ bis 13^ Uhr,

vremerZeNno

Parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen

M

Anzeigen -Grundpr e lfe: Anzeigenpreise und Auf­nahmebedingungen laut Preisliste. Aufnahmetermine ohne Verbindlich­keit. Gelchäsis st eilen: Bre­men: Teeren 6/8, Ruf: 219 31- Nachtrus und sonntags 2 47 65- Obernstraße 86, Ruf: 219 31; Syke: Mühlendamm 2; Bremen- Hemelingen: Vahnhosstraße 6, Ecke Poststraße, Ruf: 4 34 58- Bremen- Degesack, Nohrstraße 24, Ruf: 4 u. 8r Bremen-Blumenthal: Kapt.- Dallmann-Str. 41/43, Ruf: 83 u. 89

der Nationalsozialisten Bremens

flmliiches Verkündungsblatt des Veichsstattstalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 225 , 12. Jahrgang

Montag, 1?. slugust 1942

kinzetpreis 15 Npf.

»-

DatastroZchenstimmung in kngland

E/

!>il^

!I>Ij

t»;

p-

«Mangel an militärischer Intelligenz" / Vie Vedeutung der krfolge im Kaukasus und im äußersten Vonzipfel / der deutsche Kngrisf schreitet sart

!g>z.

^Lebensttnle Wolga unmittelbar

bedroht

Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleituug l» ilr. seb. Berlin, 18. August. Nachdem die An­griffsspitzen unserer Heere sich der Wolga bis aus wenig «mehr als 58 Kilometer genähert haben, und seitdem -»>»sim Kaukasus-Gebirge die Stunde der Gebirgsjäger ge- Ei schlagen hat, ist es begreiflich, wenn jeder weitere Fort- i-M schritt unserer Truppen an diesen entscheidenden und be- t,»S sonders verwundbaren Frontabschnitten aus der Gegen- m»,s leite so empfunden wird, als ob der Henker zum Schlag ! aushole. Darum müssen die Feststellungen des heutigen ! Wehrmachtsberichtes wiederum die Feinde entsetzt zu- A. sammenfahren lassen. Im Kaukasus geht der deutsche An­griff weiter und in der letzten Ecke des Don-Bogens, wo die Sowjets bisher noch besonders hartnäckig ^ Widerstand geleistet hatten, ist ihre Front durchbrochen und der Don erreicht. Sowohl in den sowjetischen wie tl in den britischen Betrachtungen zur Kriegslage wurde I? dem Widerstand der Boischewiken im östlichsten Zipfel des Don-Bogens ganz besondere Bedeutung zugesprochen. — Von hier aus wurden die Gegenangriffe im Raum «»» Kalatsch genährt. Hier galt es aber auch, die An- mherung an die letzte für Nachschub und Verbindung j «ühtige Eisenbahnlinie zu verhindern, die sich an dieser 4 r engsten Stelle zwischen Don und Wolga dem Don bis »,) aus wenige Kiloiüeter nähert. Die letzte Barriere, die ' Stalin und Timoschenko hier gegen die Durchführung der 2 - deutschen Angrissspläne errichtet zu haben glaubten, ist ' ! nun auch überwunden.

, Nachdem man in London ein paar Tage lang so getan ^ hat, als ob man an eine plötzliche Wendung oer Dinge , im Osten zum Besseren glaube, verliert man angesichts der letzten Meldungen wieder völlig die Fassung. Die " von der Ostfront kommenden Nachrichten, so sagt die „ „Daily Mail", seien ernst und würden von Stunde zu Stunde ernster. Tag sür Tag sei die Rote Armee ge­zwungen, entweder neue Rückzüge anzutreten, oder sich von dem gewaltigen deutschen Kriegsapparat zer­schmettern zu lassen. Die „Evening News" überschreibt ihren Leitartikel „Sturmsignal" und stellt darin fest, daß , der Krieg zur Zeit wie ein Sturmwind über die sowjeti- s schen Steppen dahinbrause; und daß sich seine Wut von 7, Stunde zu Stunde steigere, ohne daß es den Sowjets , / bisher auch nur im geringsten gelungen sei, den sie ver- ^ nichtenden- Kräften standzuhalten. Am schlimmsten sehe es an der sowjetischen Lebenslinie, an der Wolga, aus ' und die ganze alliierte Welt warte voll Sorge und !! in schwersten Nöten auf den Ausgang des Kampfes um Leben und Tod, der jetzt stattfinde. Auf einen ähn­lichen Ton sind die meisten britischen und amerikanischen Kommentare heute gestimmt.

Dieses erneute Absinken in die Tiefen des Pessimis­mus wird begründet mit den Moskauer Nachrichten, in denen die neuen deutschen Erfolge zugegeben oder wenigstens angedeutet werden müssen. „United Preß - meldet aus Moskau, daß die Lage im östlichen Front- 7 zipfel kritisch geworden sei und daß sich die Sowjets r auf neue Linien hätten zurückziehen müssen. Die Sowjets I müßten sich jetzt vollkommen auf die Verteidigung be- k' schränken, zumal die Deutschen täglich frische Reserven in den Kampf werfen. Auch im Süden, so heißt es . weiter, hätten die deutschen Truppen ununterbrochen °> Erfolge und Gebbetsgowinn zu verzeichnen. Zweifellos ' «ersuchen Stalin und Timoschenko das letzte, um durch Entlastungsangriffe ay den übrigen Fronten den Druck »n den entscheidenden Abschnitten etwas abzuschwächen. Es ist doch offenkundig, daß an vielen Stellen der Front die Sowjets nur noch nach dem Verzweiflungs- besehl Stalins handeln. Sie wissen ja auch, daß hinter ihrer Front Sonderkommandos mit Maschinengeweh­ren warten, wenn sie ohne Befehl zurückgehen sollten. Da der Gegner die letzten verfügbaren Kräfte in den

Kampf wirft, hüben unsere Truppen oft gegen zahlen­mäßige Ueberlegenheit an Menschen und Material zu kämpfen. Wenn trotzdem alle verzweifelten Entlastungs­versuche des Gegners, die jeden großen operativen Plan vermissen lassen, an der unerschütterlichen Abwehr un­serer Front zerbrechen und von vornherein zum Schei­tern verurteilt stutz, nütz wenn gleichzeitig die großen operativen Bewegungen fortschreiten und die gesteckten Ziele über die Pläne hinaus erreichen, so erweist sich an dieser Tatsache erneut die Ueberlegenheit unserer Führung und unserer Soldaten nach jeder Richtung hin.

Das Vertrauen auf die militärische Führung ver­liert unter diesen Umständen die Öffentlichkeit im geg­

nerischen Lager von Tag zu Tag mehr. Besonders be­zeichnend dafür ist eine Auslassung des „Boston Herold", dem wir folgende Sätze entnehmen: „Wenn Eamelin nicht an die Maginot-Linie glaubte und dort die Wirk­samkeit der Sturzvomber erkannt hätte, wenn Churchill und einige andere alte Dummköpfe vor Hawaii nicht fanatisch an der Idee festgehalten hätten, die Japaner könnten geblufft werden, dann würde die Lage jetzt anders sein. Unsere Niederlagen in diesem Kriege lassen sich alle auf einen Nenner bringen: es ist der Man­gel an militärischer Intelligenz." Wir haben dem von uns aus nichts hinzuzufügen!

widerstand feindlicher Nachkuren gebrochen

In der Nordostschleife des Vonbogens bis zum Von durchgestoßen

gen eigene Truppen zum Gegenangriff vor. In diesen Kämpfen verlor der Feind allein im Raum von Aschen» wieder 71 Panzer. Südostwiirts des Jlmensees am Wolchow wurden erneute Angriffe des Feindes blutig abgewiesen. Die finnische Luftwaffe schoß in Luft- kämpfen zehn feindliche Flugzeuge, darunter neun vom Muster Hurricane ab.

Bei Einflügen in die besetzten Gebiete wurden gestern ein britischer Bomber und drei Jagdflugzeuge zum Ab­sturz gebracht. Weitere vier Jagdflugzeuge würde« durch leichte deutsche Seestreitlräfte und Marineslal abgeschossen. Nach bedeutungslosen Tagesstörflügen griff die britische Luftwasfe in der vergangenen Nacht einige Orte Westdeutschlands an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Außerdem entstanden Schäden an Wohngebäuden. Vier der angreifenden Bomber wur­den durch Nachtjäger und Flakartillerie abgeschossen. An der englischen Südküste und im Osten der Insel belegte die Luftwaffe bei Tage und in der Nacht zum 16. August kriegswichtige Anlagen mit Spreng- und Brandbomben. Sämtliche Flugzeuge kehrten zurück."

Aus dem Führerhauptquartier, 16. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Kaukasus-Gebiet brachen deutsche und verbündete Trup- gen den Widerstand starker feindlicher Nachhuten und dringen in fortschreitendem Angriff weiter vor. In den Schwarzmeerhäsen sowie in der Straße von Kertsch wurde die Bekämpfung feindlicher Räumungsbewegun­gen und Einschissungsversuche aus der Luft fortgesetzt. Die Sowjetslotte verlor dabei zwei große Transport­schiffe und zwei Küstenfahrzeuge. Ein weiteres großes Transportschiff und zwei Wachboot«^ wurden schwer be­schädigt. In der Nordostschleise des großen Donbogens durchbrachen Infanteriedivisionen und schnelle Verbände in engem Zusammenwirken mit der Luftwaffe feindliche Stellungen und stießen bis an den Don durch. Ungarische Truppen vernichteten in erfolgreichen Kämpfen 16 feind­liche Panzer. Im Raum von Woronesch hatte ein eige­ner örtlicher Angriff vollen Erfolg. Gegenangriffe des Feindes scheiterten. Ostwärts Miasma und bei Aschen» brachen wiederholte Angriffe des Feindes in schweren Abwehrkämpfen zusammen. An mehreren Stellen gin-

tlziirchM in Moskau

Me Nette öngsMck gelzermgeizalten / Nuttchlußrelche Informationen über den Zweck feines Besuches bei Stalin

Berlin, 16. flugust. wie das deutsche Nachrichtenbüro ertäkrt, befindet fich tkurchill seit dem 1Z. stugust in Moskau. In seiner Begleitung befindet fich außer einigen englischen Militärs auch der Vertreter Noosevelts karriman. desgleichen ist der amerikanische votschaster in stnkara Steinkardt, in Moskau eingetroffen.

Churchill hat den Flugweg Kairo—Teheran ge­wählt und alles getan, um die Reise geheimzuhal­ten. Das ist verständlich, weil nur größte Sorge und Ratlosigkeit über die weitere Entwicklung des Krieges ihn dazu bewegen konnte, nach Moskau zu reisen. Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen in Bern, die kürzlich in der schwedischen Zeitung „Aftonbladet" veröffentlicht wurden, wurde als Zweck der Reise angegeben:

1. Die Sorge Churchills um die ernste Lage, in der sich die Sowjetunion durch den unaufhaltsamen deutschen Vormarsch befindet, und die es Chur­chill als dringlich erscheinen ließ, durch seine per­

sönliche Anwesenheit den Widerstandswillen der Sowjets mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten.

2. Habe es Churchill für notwendig gehalten, Stalin persönlich seine Auffassung über die Lage und die Frage der zweiten Front darzulegen.

3. Wollte sich Churchill aus eigener Beobachtung über die Stabilität des Sowjet-Regimes unter­richten und sich schon jetzt nach solchen Kräften umsehen, die, falls es wider Erwarten zu einer Krise des Regimes käme, imstande und bereit wären, den Krieg der Sowjetunion an der Seite Englands fortzusetzen.

London möchte die Mittelmeer-Niederlage abschwöchen

Unverskkümtes Vestreiten 0er durch die Bkw.-Meldung erlziirleten ratsachen — Schüchterne flnsütze zum wakrlzeitsbekenntnis

DrabtberiLt unserer Berliner Schriftleituug -üe. Berlin, 16. August. Die Todesfahrt des briti­schen Eeleitzuges im Mittelmeer beherrscht das Gesicht der Presse der Welt. Während die ossiziösen und osft- ?.>ellen englischen Stellen sich lediglich aus Mitteilungen über die Versenkung des Flugzeugträgers „Eagle" und d°s Kreuzers „Manchester" beschränken, fügen sich die britischen Zeitungen dieser schamhaften Zurückhaltung Mriyllls nicht, ,ondern berichten seitenlang über den Kampsverlauf im Mittelmeer. Die Schweigetaktik der englischen Regierung aber muß diesmal als geschickter angesehen werden als die Berichterstattung der briti­schen Presse, denn fast alle Blätter versuchen die Kata-

enphc in einen englischen Ersolg umzufälschen. «o hrerbt die „Daily Mail": „Die englische Flotte hat lne> ihrer größten Operationen mit Ersolg hinter sich ebracht". dieser unglaublich verlogene Satz ist sozu- sgen das Leitmotiv der meisten englischen Zeitungen, >e noch unverk/dämter lüaen als es lel*-ü «r.bnrs >lls lgitation zu tun wagt. Allerdings muß ein Blatt wie «Times zugeben, dah noch weitere Verluste in der Macht i,n Mittelmeer zu erwarten sind: „Bei dem '"griff auf den Geleitzug im Mittelmeer sind die für "s eingetretenen Verluste wahrscheinlich weitaus grö- « als man an amtlicher Stelle bisher zugegeben hat. ;"*""Aichtlich wird man noch weitere Versenkungen "gestehen müssen". Im Zusammenhang mit den dick »lgetragenen Lügen der „Times" selbst und der übrigen

Blätter gewinnt ein solcher Satz noch erheblich an Ee wicht, besonders, wenn man in Betracht zieht, daß ge­rade die „Times" bisher mit der englischen Agitation durch dick und dünn, durch alle Phasen der verlogenen Manöver, mitging.

Der beherrschende Satz der meisten englischen Zei­tungen aber ist die Behauptung, der größte Teil des Eeleitzuges sei in Malta angekommen. In unver­schämter Arroganz behauptet man, die Angaben des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht, die sich in fast vier Kriegsjahren als so überaus zuverlässig er­wiesen haben, seien falsch. Man versucht der britischen Behauptung einen Anfing von Richtigkeit zu geben, indem man erklärt, der Geleitzug sei nicht nach Alexan- drien, sondern nach Malta bestimmt gewesen. Die Tatsache, daß ein verschwindender kleiner Rest des stolzen Geleits sich waidwund nach Malta retten mußte, wird als Beweis für die englische Behauptung hinge­stellt. Britische Kommentare aus der letzten Zeit lassen deutlich erkennen, wie abhängig General Auchinlcck vom Nachschub war, wie sehnlich er auf das Eintreffen eines Konvois in Alexandrien wartete. Die Situation war für Auchinleck so brennend geworden, daß man in London das riesengroße Risiko der direkten Route auf sich nahm, den Umweg um das Kap der Guten Hoff­nung aus Zeitgründen nicht wählen konnte, um mög­lichst schnell den Nachschub nach Alexandrien zu führen.

Man kann aber auch aus den englischen Kommen­

taren aus jüngster Zeit die Schlußfolgerung ziehen, daß der Eeleitzug gar nicht für Malta bestimmt sein konnte: Drei Schlachtschiffe, vier Flugzeugträger, mehr als zwanzig größere und mittlere Einheiten der britischen und us-amerikanischen Flotte wurden aufgeboten, um — nach englischer Behauptung — 21 große Transporter nach Malta zu dirigieren. Jetzt nach Eintreffen von einigen wenigen Transportern in Malta behauptet man im Brustton erfolgreicher Seestrategie: „Die in Malta eingetroffenen Frachter (davon höchstens zwei unbeschädigt) stellen die Versorgung Maltas für meh­rere Monate sicher." Würde England in seiner unge­fährdeten seestrategischen Lage ein derartiges Aufgebot seines Fracht- und Kriogsschiffsraumes riskieren, wenn mit wenigen Schiffen der Erfolg für Monate hinaus hatte sichergestellt werden können? Um die Richtigkeit der englischen Behauptung zu erweisen, scheut man in London nicht einmal vor Eingeständnissen der Schwäche zur See zurück. So schreibt der „Daily Herald": „Die britische Marine mußte, koste es was es wolle, wenig­stens mit einigen Schiffen nach Malta durchkommen, da es für Malta keine andere Möglichkeit mehr gab, die Insel zu verproviantieren. Unglücklicherweise müssen alle diese Konvois große Entfernungen im Mittelmeer zurücklegen, bei denen sie ständigen Angriffen von Land aus operierender Bombengeschwader der Achsenmächte ausgesetzt sind."

(Fortsetzung auf Seihe 2)

AokMteatio« 4/ee XeäM

I» der neuesten Ausgabe der Wochenzeitung „Das Reich" veröffentlicht Reichsminilter Dr. Goebbels unter der obige» Ueberschrift einen Aussatz, der die aus den englischen Terrorangrisfe» auf -entfche Wohn- stälte« fich ergebenden Fragen bebaudelt und die vor­bildliche Haltung der betroffene» Bevölkernngsteile unterstreicht. Wir entnebme» den Ausführungen des Reichsminister ». a. folgendes:

- Di-e deutsche Kriegführung im gegenwärtigen welt­weiten Ringen zeichnete sich rmmer wieder dadurch aus, daß sie jeweilig nur einen großen Plan verfolgte und stch seiner Durchführung niemals durch wenn auch noch so unangenehme Begleiterscheinungen beirren ließ. Dre Engländer gehen nach der umgekehrten Methode vor. Sre engagieren sich, wo sie auch nur eine Möglich­keit dazu finden, und die Folge davon ist, daß sie nir­gendwo einen ganz großen Ansatz ihrer militärischen -Kittel vollziehen und deshalb auch nirgendwo einen Sieg von Format erringen.

Kein urteilsfähiger Beobachter ist sich im Zweifel dar­über, daß augenblicklich das Schicksal des Krieges auf den Schlachtfeldern des Ostens entschieden wird. Dort geht es um Sein oder Nichtsein der beiden kriegführen­den Parteien. Wer hier gewinnt, der hat überhaupt ge- ivoniwn. Nichts liegt also näher, als daß wir im Osten zur Erreickung der gesteckten Ziele alle unsere Kräfte Ske^wlr olhn^ GeTahrdmig^rgendeines anderen lebens­wichtigen Position entbehren können, konzentrieren. Da- im Kauf nehmen, daß wir an anderer

Zeitweilig schmerzhafte Wunden empfangen, die stch aber von denen, die unsere Gegner erleiden dadurch Ved7u?ung°LsitzZ ^ ^ine kriegsentsch eidende

Um s?7o^-«n- bleibt davon ziemlich verschon:, st^ aber ist es. daß er für diesen Um­

stand Verständnis aufbringt, damit der leidende ^eil wenigstens^das Bewußtsein haben kann. daß wenn" er Po>ten steht, die Nation das auch weiß. Es gebt Großstädte im Reick», die bis aebUel^n femdlichen Luftangriffen verschont

geo.leben sind. Bei anderen dagegen gehört der Luft­alarm zu den Alltäglichkeiten, "

Es ist ganz klar, was die britische Führung mit ihren Luftangriffen auf das deutsche Reichsgebiet bezweckt. Mr. Churchill sieht sie vermutlich als Abschlagszahlung "och nicht opportun erscheinende zweite ^ wE damit die Vorwürfe der Sowjets und die Forderungen seiner radikalisierten Straße be­friedigen. Daß er dadurch die deutsche Rüstungsindu- kriegswichtigen Umfange — von einem krlegsentscheldenden ganz zu schweigen - treffen kann. glaubt er wohl selbst nicht. Seine Hoffnung zielt viel- mehr auf eine Erschütterung der deutschen Moral hin, K?" de^ er — warum, das wissen wir nicht — anzuneh- die"britische ^ ^ widerstandsfähig sei wie

Die Engländer konnten das aushalten, die Deutschen werden darunter zusammenbrechen! - das ist die Mei­nung Londons in dieser Frage. Wir halten es für unter un,erer Wurde, aus eine solche Unterstellung überhaupt verdient die Bevölkerung der luft- Ledrohten Provinzen auf Grund ihrer mustergültigen Haltung nicht, daß man sie noch ausdrücklich gegen eine A'Mme Beleidigung in Schutz nimmt.. Ihre politische Einsicht ist so gereift, vor allen, auch durch die Belehron- gen, die die Engländer ihr durch ihre Terrorangriffe erteilen, daß sie ganz genau weiß. was Mr Churchill damit zu erreichen sucht, daß damit ein Teil der schwer- sten Last der zivilen Kriegführung auf ihren Schultern liegt die Reihe sozusagen an ihr ist und sie sich nun bewahren muß.

Krieg fordert schwere Opfer auch vom deutschen r rl ist unabänderlich, daß man diese Opfer nur. soweit sie rationierbar sind, gleichmäßig und gerecht verteilen kann. Es war seit jeher Schicksal der Grenz- und Küstengebiete, mehr an nafto- naler Belastung tragen zu müssen als die übrigen Pro­vinzen des Reiches. Dadurch aber sind sie durch ihre Prüfungen und Erfahrungen auch besonders hart im

MNIIIIIIIIIIIII,«„„IIIIIIIIIIIUI,,,„II,„„„NIII III,,,,,,,II,I„„„I»

Vnssr 'ragssspLoysL

Der unaufhaltsame deutsche Vormarsch am Don und im Kaukasus löst im Feindlager eine wachsende Katastrophenstimmung aus.

Churchill befindet sich seit dem 13. August in Moskau. '

Die deutsche Luftwaffe richtete wiederum Tag- und Nachtangriffe gegen die britische Insel.

Durch unverschämte Verdrehungen und Vertuschun­gen sucht London die Eeleitzugkatastrophe im Mittel­meer zu bagatellisieren.

Trotz verstärkten britischen Polizeiterrors setzen die Inder ihre Kundgebungen und Verzweiflungsakte gegen die englischen Blutsauger fort.

RooseE läßt nunmehr „amtlich« Zuchthäusler für die USA.-Armee ausheben.

Die deutsche Fußballnationalels feierte einen hohen Trrumph über Rumänien.

Der Sportgau Weser-Ems führte in Oldenburg seine Gaumeisterfchaften durch.

Im Hauptrennen der Radsportveranstaltnnq in der Kampfbahn siegten Eayk/Nothdurst.