Ausgabe 
(13.8.1942) Nr. 221
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parteiamtliche Tageszeitung

M flmtsMt» des Negierenden viirgermeislers der Zreien fjansestadt vremcn

Hr7ni , 12. Mrgang

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Donnerstag, 1Z. flugust 1942

Anzeigen -Grundp r eiset Anzeigenpreise und Auf­nahmebedingungei, laut Preisliste. Aufnahmetermine ohne Verbindlich­keit. SeichSstS st eilen: Bre­men: Geeren 6/8, Ruf: 219 31» Nachlrus und sonntags 2 47 68, Obernstraße 86, Ruf: 219 81, Syke: Mühlendamm 2, Bremen- Hemelingen: Bahnhofstroße 6, Ecke Poststraße, Ruf: 4 34 88; Bremen- Degesack. Nohrstraße 24, Ruf: 4 u. 8, Bremen-Blumenthal: Kapt.- Oallmonn-Str. 41/43, Nus: 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatk des Neichsstattlialkers in Oldenburg und vremen

kinzelpreis 15 Dpf.

kin Weiterer Meilenstein ;um Sieg

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^ermchlungsschlacht im großen Nonbogen beendet / Nie stolze krfolgsbttan; seit veginn M srülzjalzrsoHensive: 1644741 öefangene eingebracht, 6271 Panzerkampfwagen und 16151 öeschütze erbeutet oder vernichtet, 6056 Flugzeuge abgeschosten oder zerstört

Gewaltige Siegeszalzlen

Das Ergebnis des ersten großen Kampsabschnittes Trabtbericht unserer Berliner Schriftleituug

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är.v.scb. Berlin, 12. August. Die große Sonder- «ildung, die am Mittwochmittag mit der Ostfansare «»geleitet wurde und im Deutschlandlied ausklang, «schließt mit denkbar eindrucksvollsten Zahlen das lkigebnis des ersten großen Abschnittes der diesjiihri- m Angrisssoperationen und Siege an der Ostfront. !ie deutschen und verbündeten Truppen stehen in brei- >tt Front im Kaukasus und gleichzeitig ist die Schlacht i» großen Donbogen mit -er Vernichtung der dort lüammengeballten starken Sowjetverbände beendet, ks sind nach einem stürmischen Vormarsch ohnegleichen m unseren Truppen dem Gegner gewaltige lebens- lichtige Räume entrissen worden, ohne die er seine Smxskraft nicht aufrechterhalten kann, und es wurden Äle» von strategisch überragender Bedeutung erreicht, m denen aus nunmehr die entscheidenden Vernich- mzsschläge geführt werden könne». Das Ausmaß des Wges übersteigt unsere kühnsten Hoffnungen und Met für den Gegner einen abgrundtiefen Sturz «der Höhe verwegenster Illusionen, hie nach dem Veginn des deutschen^Hauptangriffs m Timoschenko ausgegebene Parole des „elastischen Üichoges" gründete sich auf die Erkenntnis, daß die Äwjeiarmeen nach den furchtbaren Aderlässen der ii»M im vergangenen Jahr und vor allem auch in­folge des sturen Amoklaufes gegen die Heldenmauer k: deutschen Winterfront weitere riesige Menschen- iMte in Kesselschlachten nicht mehr ertragen kann, olM i» absehbarer Zeit vollkommen zusammenzubrechen. As der beabsichtigte elastische Rückzug durch die geniale deutsche Führung und den Angriffsschwung der weit- w besten Soldaten der Welt in regellose'Flucht ver­ödest wurde, da weiteten sich Stalins Augen vor Netzen. Es offenbarte sich. daß die Sowjets bei einem solchen Verlauf der Ereignisse die Gebiete und Ver- Mungswege verlieren würden, die geradezu die ele- Mtare Voraussetzung für die Erhaltung des physischen keboiis und erst recht der militärischen Kampfkraft der rwsetunion darstellten. So steht am Ende des ersten Wiuttes der diesjährigen Operationen im Osten die m den weiteren Verlauf des Krieges bestimmende Dache, daß die Sowjets weder das eine noch das >chre behalten konnten, daß sie vielmehr gleichzeitig E den lebenswichtigen Räumen wiederum Millionen

Dwjansk auf unserer Karte — Slawjanskaja im im OKW.-Bericht

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Hohelied deutschen Soldalentums

Aus dem Führerhauptquartier, 12. August. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt: „Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben Truppen des Heeres unter Führung des Generals der Panzertruppen Paulus, hervorragend unter­stützt durch die Flakartillerie und die fliegenden Verbände der Luftwaffe unter Führung des Generaloberst Freiherr von Richthofen, im großen Don-Bogen weAlich Kalatsch die Masse der sowjetrussischen 62. Armee und starke Teile der 1. Panzerarmee vernichtet. In dieser Vernichtungsschlacht wurden bisher 57 006 Gefangene eingebracht, übVr 1006 Pan­zerkampfwagen und 750 Geschütze aller Art vernichtet oder erbeutet. Die blutigen Verluste des Gegners sind hoch. Bei diesen Kämpfen haben sich auch kroatische Truppen be­währt.

Seit Beginn der Frühjahrskämpfe, der Schlacht auf der Halbinsel Kertsch, bis zur Be­endigung der Schlacht im großen Don-Bogen haben die deutschen und verbündeten Trup­pen an der Ostfront 1044 741 Gefangene eingebracht, 6271 Panzerkampfwagen und 10131 Geschütze aller Art erbeutet oder vernichtet. In derselben Zeit wurden 4960 feindliche Flugzeuge in Luftkämpfen, 664 Flugzeuge du rchh Flakartillerie abgeschossen und 432 Flug­zeuge am Boden zerstört. ^

Im Kaukasusgcbiet nahmen rumänische Truppen ostwKts der Landenge von Kertsch die zäh verteidigte Stadt Slawjanskaja. Deutsche Truppen dringen weiter in das Kankasusgebirge vor. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf den sowjetischen Räumungsverkehr im Küstengebiet sowie M den Schwarzmeerhäfen fort. Ein Bewacher, zwei Transportschiffe und zwei Küstenfahrzeug wur­den durch Bombentreffer versenkt, sechs Transportschiffe und ein Küstenfahrzeug beschädigt. Südlich Stalingrad wurde «in sowjetischer Panzerzug durch Bombeutresser vernichet, auf der Wolga ein Frachtschiff versenkt und drei weitere beschädigt. Nordwestlich Woronesch nahm der Feind nach län­gerer Zeit seine Entlastungsangrisse wieder auf. Sie wurden in harten Kämpfen abgewehrt und da­bei 4» Panzer vernichtet. Im Raum von Rschew wurden auch gestern wiederholt Angriffe zahlenmäßig überlegener feindlicher Kräfte zum Teil im Gegenangriff abgeschlagen. Südostwiirts des Jlmcnsees und an der Wolchowfront scheiterten erneute Angriffe des Feindes zum Teil im Nahkampf. Im Finni­schen Meerbusen versenkten 'Kampfflugzeuge drei feindliche Bewacher und beschädigten mehrere Ve- wacher und ein Minensuchboot schwer.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkte ein deutsches Unterseeboot unter Führung des Kapitänlcutnants Rosenbaum am 1. August im westlichen Mittelmeer den englischen Flug­zeugträger „Eagle" aus einem stark gesicherten Eeleitzug mit vier Torpedotreffer». Ein bei Tage in die Deutsche Bucht einfliegendes britisches Jagdflugzeug wurde im Luftkampf zum Absturz gebracht. In der vergangenen Nacht unternahm die britische Luftwaffe neben wirkungslosen Störflügen in das Gebiet der Deutschen Bucht Angriffe auf Wohnviertel mehrerer Städte Westdeutschlands, hauptsächlich auf Mainz und Wiesbaden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste Durch Spreng- und Brand­bomben entstanden Sach- und Kebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schössen elf der angrei­fenden Bomber ab. An der Südküste Englands sowie in den Midlands belegte die Luftwaffe bei Tage und in der Nacht zum 12. -August kriegswichtige Anlagen mit Spreng- und Brandbomben, die schwere Zerstörungen, Brände und Explosionen hervorriefen."

von Soldaten und gleichzeitig wesentliche Bestandteile ihres gegenüber dem Vorjahre schon so stark zusammen­geschrumpften Kriegsmaterials verloren haben.

Ueber eine Million Gefangene, dazu ungeheuerliche blutige Verluste, über 811110 Panzerkampfwagen, über 10 000 Geschütze aller Art und rund 6800 Flugzeuge — aus der zusammenfassenden Beurteilung der ursprüng­lichen Rückzugsparole Timoschenkos und des nachträg­lichen „Sieg-öder-Tod"-Vesehls von Stalin ergibt sich zwingend, daß solche Aderlässe in diesem Jahr entschei­dend mehr bedeuten als ähnliche oder auch erheblich höhere Verluste im vergangenen Sommer, Herbst und Winter. Denn, so hat Stalin selbst bekennen müssen, die angeblich unerschöpflichen Reserven der Sowjetunion sind am Ende, und wir sitzen auch in dieser Hinsicht heute, sowohl was Menschen wie Rohstoffe betrifft, am längeren Arm des Hebels. Wenn man dazu die ganz unvergleichliche Ueberlegenheit der militärischen Füh­rung auf unserer Seite und den Geist, die soldatische Haltung, die bessere Ausdauer und Ausrüstung unserer Truppen nimmt, so kann am Ausgang der Kämpfe, die uns vor den neuen strategischen Ausgangslinien her noch bevorstehen, überhaupt kein Zweifel mehr sein.

Ein Rückblick auf die Operationen seit Anfang Mai, deren Gesamtergebnis sich jetzt ramm- und zahlenmäßig

klar vor uns abzeichnet, muß mit stärkster Eindruckskrast bewußt werden lassen, mit welcher souveränen Ueber­legenheit der militärischen Führung, mit welcher Ziel­sicherheit und mit welchem überwältigenden Kraftgefühl dieser Feldzug geplant und durchgeführt wurde. Als es Mai wurde, begann man im Feind^ager schon übermütig zu werden und zu höhnen, daß die Deutschen doch wdhl nicht mehr den rechten Mumm hätten und vielleicht den Anschluß verpassen würden. Dann klang am 13. Mai zum ersten Male die Ostfanfare auf. Wenige Tage nach­dem deutsche und rumänische Truppen auf der Halb­insel Kertsch zum Angriff angetreten waren, war die Durchbruchsfchlacht entschieden. Die gewaltigen Gefan­genen- und Bsutezahlcn — rund 150 900 Gefangene und über 1100 Geschütze — zeigten an, welch überragen­des Gewicht die Sowjets der Verteidigung dieser Halb­insel beigemessen hatten, sowohl im Hinblick auf die Un­terstützung vermessener eigener Offensivpläne wie auch mit dem Willen, hier und bei Sewastopol unter allen Umständen sich einen drohenden Dorn gegen die deui- sche Südflanke zu sichern. An die Verwirklichung der eigenen Angrisfspläne schritt Timoschenko im Raum südöstlich von C ha r k o w, während noch die Säuberung von Kertsch vollzogen wurde. Die Sowjets, die Briten (Fortsetzung auf Seite 2) '

Vas britische Schreckensregiment in Indien

Unerhörter Vlutterroe gegen wehrlose — velagerungszustand als „rechtliche" handhabe — organisierter Massenmord

vrsb1beiiodt unsers! Lerliuer 8odrHt 1 s i tu u s ke. Berlin, 12. August. Die letzten aus Indien vorliegenden Nachrichten lasse» erkennen, daß >r»tz offizieller Ab'leugnung der Belagerungszustand über das gesamte Land verhängt wurde. Die bri- "iche Regierung hat sich zwar noch nicht offiziell auf den Belagerungszustand festgelegt. Aber Bestim­mungen, die im Lause des Tages ausgegeben wurden, lassen erkennen, daß die britischen Behörden lltzt eine „rechtliche" Handhabe für die Niederknüppelung der Inder zu konstruieren versuchen.

es in allem kan: man diese in fünf Abteilungen ^altencn Bestimmungen nur mit der Verhängung Belagerungszustandes identifizieren. Der erste " «e,agt: Die britischen Truppen haben ihre Pö- »usgeriistet mit Bajonetten, Maschinengewehren, > rwagen, Triincngasbomben und Handgranaten „um alle Äusläufe niederzuschlagen". Zwei- ' PuHrend der Nacht hat sich niemand auf der ^Wiluhalten, für weite Gebietsteile ist ein Aus- . V erlassen worden. Drittens: Der Besitz von iiM/Wusr Art ist für alle Inder außer für das Mi- "" Polizeigruppen verboten. Viertens: De­ll» ^ ^un Gebieten, wo gestreikt wird oder

«iiaia^^ "uszubrechen drohen, sind bei schärfster hn^^^Uhung verboten. Fünftens: Die Versamm-

E deren Hilfe England sein Regime in Dien 's.7"chi"halten will! Nachrichten aus allen Unruhen"^ "ber die ständige Ausbreitung

7- wurde für die Zeit der „Aufruhrkrise- i-Mr-oic Rechte der freien Meinungsäußerung ab«, sind aufgehoben. Dies sind die

Selbst britische Berichte aus Indien besagen, daß die Lage in verschiedenen Orten eine „ungünstige Wen­dung" genommen habe. Die folgenschwersten Unruhen ereigneten sich danach in N e u - D e l h i, wo es die bri­tischen Polizisten und Soldaten nicht verhindern konn­ten, daß viele der wichtigsten Gebäude der Stadt von den indischen Demonstranten in Brand gesteckt wurden. So brannte das Verwaliungsg-lüude der indischen Ei­senbahnen vollständig aus. Auch das Stadthaus wurde durch das Feuer fast völlig zerstört/ wobei ein Schaden von mehreren 100 000 Rupien entstand: Ebenso brann­ten u a. die Büros der Steuerämter vollständig aus. Polizei und Truppen mußten, wie aus den britischen Berichten hervorgeht, wiederholt von der Schußwaffe Gebrauch machen. Viele Arbeiter und Studenten wur­den verhaftet. Ueber die Zahl der Toten und Verwun­deten verlautet vorläufig nichts. In Neu-Delhi ist das Ausqehvcrbot verfügt worden. Die Engländer mußten bedeutende militärische Verstärkungen heranziehen. Zur Zeit patrouillieren die Soldaten mit Maschinengeweh­ren in den Straßen der Stadt.

Auch in Bombay waren die Behörden gezwungen, aus den umliegenden Ortschaften Verstärkungen an Truppen und Polizei herbeizuholen. Die Dcmönstran- ten, die vor allem die Vcrkehrseiurichtunaen zu zer­stören trachten, errichtete» in den Straßen Barrikaden. Allein am Dienstag vormittag verzeichnete man nach britischen Berichten in Bombay 16 Tote und 100 Ver­letzte. Insgesamt betrug die Zahl der Opfer in Bombay bis zum Dienstag, 18 Uhr, 31 Tote und 280 Verwun­dete. 580 Verhaftungen wurden vorgenommen. In Ma­dras kam es zu heftigen Kundgebungen von Mitglie­dern der Kongrcßpartci gegen die Engländer. Die Po­lizei schoß in die Menge/ wobei es 25 Tote und Ver­letzte gegeben haben soll. Auch aus Patna werden schwere Zusammenstöße mit Toten und Verletzten ge­meldet, ebenso aus Puna und Ahmedsbad.

Englische Berichte behaupten, die Demonstrationen der indischen Bevölkerung schienen jetzt im Gegensatz zu den ersten Tagen einen organisierten Charakter zu haben und von der Kongreßpartei vorbereitet wor­den zu sein, die ihre Arbeit in Indien insgeheim fort­setze. Die Geheimkomitees der Kongreß-Partei verbrei­teten Kopien der Kongreßbeschlüsse/ in denen der Öf­fentlichkeit Anweisungen für ihre Störaktionen erteilt werden. Nach englischer Ansicht beabsichtigt das Komitee der Kongreß-Partei vor allem, den Verkehr in ganz Indien zu unterbinden und die Arbeit in den Fabriken stillzulegen. (Siehe auch Seit« 2!)

Die Heeöeö »a«

Britische Blutspur in der Geschichte Indiens

X«. Schon häufig haben die Greuel, die England seit Jahrhunderten in Indien verübte, die Empörung der ganzen Welt erregt. Auch diesesmal geht eine Welle der Empörung über die Entwicklung der indischen Vor­gänge durch die Welt. Die ganzen Ausmaße der terro­ristischen Knebelung des indischen Volkes aber zu verstehen, ist man nur in der Lage, wenn man Parallel­fälle aus der indischen Geschichte kennt. Der bekannte ns.-amerikanische Journalist und langjährige Londoner Vertreter des USA.-Nachrichtenbüros United Preß, Webb Miller, veröffentlichte 1938 unter dem Titel „Ich fand keinen Frieden" ein Buch, in dem die blutigen Vorgänge, von Dharasana, einem Ort nördlich von Bombay am 21. Mai 1930 mit scho­nungsloser Offenheit wiedergegeben werden. Als ns.-Amerikaner ist Webb Miller bestimmt nicht ver­dächtig, der Tragödie von Dharasana einen allzu anti- britischen Anstrich gegeben zu haben. Die hier geschil­derte Demonstration, die zu den fast unbeschreiblichen Maßnahmen der Briten gegen die Inder führten, stand unter Leitung der berühmten indischen Dichterin Saro- jine Naidu. Ziel dcz Demonstranten waren die großen Salzgewinnungsanlagen bei Dharasana. Webb Miller gibt uns über die Schilderung der Vorgänge hinaus auch noch einen bezeichnenden Einblick in die Methoden der britischen Nachrichtenpolitik. Damals, mitten im Frieden, unterschlug das Telegraphenamt in Bombay mehrere Berichte des ausländischen Journalisten. Auch später blieben die englischen Regierungsvertreter in Indien bemüht, an den Berichten Korrekturen vorzu­nehmen. Trotzdem erschienen die Berichte von Webb Miller seiner Zeit in den 1350 von der United Preß belieferten Zeitungen in der ganzen Welt. Wir zi­tieren einige, besonders prägnante Einzelheiten aus der erschütternden Schilderung Webb Millers, die wohl wie kein zweites Dokument für die riesengroße Schuld Englands in Indien zeugen:

„Plötzlich stürzten sich auf ein Kommando Scharen eingeborener Polizei auf die Vorwärtsmarschierenden, uüd es hagelte Knüppelhiebe mit den stahlbeschlagenen Lathis auf ihre Körper. Nicht einer der Demonstran­ten hob auch nur einen Arm, um die Hiebe abzuweh­ren. Sie fielen um wie Kegel. Von meinem Platz aus hörte sich das widerliche Geräusch der Schläge auf den ungeschützten Schädeln. Die wartenden Massen der Zuschauer stöhnten und zogen die Luft durch die Zähne, jeden Hieb mitempfindend. '

Die Erschlagenen fielen zuckend hin, bewußtlos oder noch vor Schmerzen sich windend, mit Schädelbrüchen oder zerschmetterten Schultern. In zwei oder drei Mi­nuten war der Boden mit Menschen bedeckt. Große Blutflecken erschienen auf den weißen Gewändern. Die anderen schritten, ohne aus den Reihen zu brechen, schweigend und hartnäckig weiter, bis man sie nieder­schlug. Als jeder aus dem ersten Trupp zu Boden ge­streckt war, eilten die Krankenträger heran, und trugen die Verletzten zu einer strohbedeckten Hütte, die als provisorisches Lazarett eingerichtet war. Dann formierte, sich ein zweiter Trupp, während die Führer sie be-' schworen, die Selbstbeherrschung nicht zu verlieren. Sie schritten langsam auf die Polizei zu. Obgleich jeder wußte, daß er in wenigen Minuten zu Boden geschlagen, vielleicht getötet sein würde, konnte ich keine Zeichen von Wankelmut oder Furcht entdecken. Sie schritten standhaft mit erhobenem Haupt, ohne von Musik oder Zurufen ermutigt zu werden und ohne jede Aussicht, schweren Versetzungen oder dem Tod zu entgehen. Die

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Di« Kämpfe im großen Donbogen sind mit einem gewaltige» Vernichtungssieg über die dort einge­kesselten Sowjetarmeen beendet.

Ostwärts der Landenge von Kertsch wurde die Stadj Slawjanskaja von rumänischen Truppen genom, mcn.

Im Mittel- und Nordabschnitt der Ostfront brachen sämtliche Entlastungsangriffe der Volschewisten blu­tig zusammen.

Seit Beginn der deutschen Frühjahrsoffensive wur­den insgesamt über 1 Million Gefangene eingebracht. Die Matcrialverluste des Feindes betragen 8271 Panzer, 10131 Geschütze und 6056 Flugzeuge. London bestätigt den Verlust des Flugzeugträgers „Eagle".

Nach den katastrophalen Verlusten der alliierten Seestreitkräfte bei den Salomon-Jnseln hat sich für die USA. wie für Australien eine schwerwiegende Wandlung der strategischen Lage vollzogen.

Das britische Terrorregiment in Indien artet zu einem furchtbaren Gemetzel unter der wehrlosen Bevölkerung aus; die Zahl der Opfer geht bereits in die Tausende.

In Fortsetzung der Kreisbercisung besuchte unser Gauleiter Betriebe und NSV.-Einrichtunqcn im Kreise Vrcmen-Lesum.

Im Gau Sachsen wurde das 5. Notcntbindungs- hcim für Mütter aus luftgefährdeten Gebieten des Gaues Wcscr-Ems eingerichtet.