Ausgabe 
(12.8.1942) Nr. 220
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der Nationalsozialisten Vremens

flmilictfes verkündungsblatt des Neichsstatttfalkers in Oldenburg und vremen

Nr. 220 , 12. Mrgang

Mittwoch. 12. stugust 1942

kinzelpreis 15 ttpf«

Neuebravourtaten unserer Uvoote

öditj:.

Im ffliantik, vor der amerikanischen wie vor der westafrikanischen Küste 1Z Schiffe mit SS 2Zl vnr. in drei en versenkt / In sowietischen Schwarzmeerküsen II rransporter mit 12700 VItt. durch vomben vernichtet

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Aus dem Führerhauptquartier, 11. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: ,,2m Raum von Maikop wurde der Feind in mehreren Kampfabschnitten in das Gebirge zurückgeworfen. Eine i>on ihren Verbindungen abgeschnittene Kräftegruppe wurde vernichtet. Die Luftwaffe verstärkte ihre Angriffe gegen die Räumungsbewegungen der Sowjets im Kü­stengebiet sowie in den Schwarzmeerhäfen Tuapse, No- worossisk und Anapa. Hierbei wurden 11 Transport­schiffe mit zusammen 12 790 BRT, versenkt, neun wei­tere beschädigt.

Westlich Kalatsch geht die auf engstem Raum zu­sammengedrängte Armee ihrer Vernichtung entgegen. An der übrigen Donfront nur örtliche Kampftätigkeit, die in einem Abschnitt ungarischer Truppen lebhaftere Formen annahm. Sturzkampfsliegerverbände unterstütz­ten südwestlich Stalingrad die Kämpfe des Heeres. Sie belegten aicherdem zwei Flugplätze in der Nähe der Stadt mit Vomben schweren Kalibers, wobei 20 so­wjetische Flugzeuge am Boden vernichtet wurden. 2m Raum von Rschew dauert die schwere Abwehrschlacht an. Auch nördlich der Stadt nahm der Feind unter Einsatz neu herangeführter Kräfte seine heftigen An­griffe wieder auf. Sie scheiterten im gesamten Kampf­abschnitt an dem heldenhaften Widerstand der deutschen Infanterie- und Vanzertruppen. Den ganzen Tag über «getragene Bombenangriffe der Luftwaffe auf sowjeti- 8/ Stellungen. Panzer- und Truppenansammlungen /rächten den Verbänden des Heeres fühlbare Ent­lastung. Siidostwiirts des 2lmen-Sees und an der Wol- chow Front wurden mehrere örtliche Angriffe des Fein­des zum Teil im Gegenstoß abgewehrt. 2m hohen Nor­de« erzielte die Luftwaffe Bombentreffer in Anlagen eines Flughafens an der Kolabucht, sowie in Batterie- stellungen westlich der Murman-Bahn. Nachtangriffe der Luftwaffe richtete» sich Hegen Nachschubverbindun­gen, Ortschaften und Flugstützpunkte siid- und nord­westlich Moskau. An der Ostfront wurden am 9. und 10, August in Luftkämpsen, durch Flakartillerie und am Loden 195 feindliche Flugzeuge vernichtet. 14 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Bei zunehmender Lufttätigkeit im Mittelmeerraum und über Nordafrika verlor der Feind gestern 16 Flug­zeuge. Einige britische Flugzeuge führten am gestrigen Tage wirkungslose Störsliige noch Westdeutschland durch. An der Südküste sowie im Südosten und Osten Eng­lands belegte die Luftwaffe in den Abendstunden und In der vergangenen Nacht kriegswichtige Ziele mit Spreng- und Brandbomben. Zahlreiche Brände wurden beobachtet. Sämtliche Flugzeuge kehrten von ihrem Ein­satz zurück.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, brachten die letzten drei Tage den deutschen Unter­seeboten im Atlantik neue große Erfolge. Ein nach England bestimmter Geleitzug, durch Zer­störer, Bewacher und Flugzeuge stark gesichert, erlitt durch immer wiederholte Tag- und Nacht­angriffe unserer Boote trotz häufiger Behinderung durch unsichtiges Wetter, schwere Verluste. Sechs Schiffe mit 41000 BRT. sowie ein Zerstörer wur-

Ver britische Flugzeugträger „kugle von deutschem U-Voot versenkt

Aus dem Führerhauptquartier» 11. August. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt: „Ein deutsches Unterseeboot hat Dienstag mittag im westlichen Mit­telmeer den britischen Flugzeugträger „Eagle" aus einem stark gesicherten Geleitzug mit vier Torpedotrefsern versenkt."

Der Flugzeugträger „Eagle" hatte eine Wasser­verdrängung von 22 600 To. und gehörte damit zu den größten britischen Kriegsschiffen dieser Art. Er lief 24 Seemeilen und hatte eine Be­satzung von 750 Mann. Bestückt war er mit neun 15,2-Zentimeter-Geschützen sowie vier 10,2-Zenti- meter-, vier 4,7-Zentimeter- und acht 4-Zentimeter- Luftabwehrkanonen neben 13 MG.s. Der Flug­zeugträger war als „Almirante Cochrane", und zwar als Linienschiff für Chile begonnen, wurde 1917 von Großbritannien übernommen, zum Flug­zeugträger umgebaut und mehrfach verändert. Die Torpedowulste haben seinen Untergang nicht verhindern können.

*

Nachdem die Amerikaner und die Briten in den letzten Tagen im südwestlichen Pazifik geradezu verheerende Verluste an Kriegsschisien zu verzeichnen hatten, trifft die Versenkung eines Flugzeugträgers im westlichen

Mittelmeer den Gegner ganz besonders schwer. Gerade im Zusammenhapg mit der Schlacht bei den Salomon- Jnseln ist in amerikanischen Erörterungen erneut darauf hingewiesen worden, daß die Luftwaffe eine vollkommene

Revolutionierun, ' ' ."

wirkt hat. In letzten Monaten in den Vereinigten Staaten im Hinblick auf die Zielrichtung des Rüstungsprogramms statt­fanden, wurde immer wieder gefragt, ob es nicht zweck­mäßig sei, alle Baupläne für Schlachtschisie zugunsten einer großen Serie von Flugzeugträgern zurückzustellen. Diese Frage wurde vor allem ausgelöst durch die Tat­sache, daß die Flugzeugträger der amerikanischen und der englischen Flotte geraoezu wie am laufenden Band von den Torpedos und Vomben der Dreierpaktmächte auf den Meeresgrund geschickt worden sind. Gerade von diesem Punkte aus ist die britisch-amerikanische Seeherrschaft entscheidend erschüttert und gebrochen worden. Die Nach­richt von der Versenkung der „Eiwle" mutz darum in der englischen und amerikanischen Oeffentlichkeit wie ein neuer Kolbenschlag wirken.

den versenkt und sieben weitere Schiffe torpediert. Mit dem Verlust eines großen Teiles dieser Schiffe kann gerechnet werden. Hierbei haben junge U-Boot-Befatzungen ihre erste Bewährungsprobe abgelegt. Ferner verlor der Feind vor der ameri­kanischen wie vor der westafrikanischen Küste sie­ben Schiffe mit zusammen 45 231 BRT., drei wei­tere Schiffe und ein Zerstörer wurden durch Tor­pedotreffer beschädigt. Ein Teil dieser Schiffe be­fand sich, beladen mit Kriegsmaterial, auf der Fahrt von Amerika nach Aegypten. Damit hat der Feind in den letzten drei Tagen 13 Schiffe mit 86 231 BRT. und einen Zerstörer verloren, wäh­rend zehn Schiffe mit über 48 000 BRT. und ein weiterer Zerstörer beschädigt wurden."

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Gerade weil die Sondermeldungen von der Schlacht auf den Weltmeeren mit so absoluter Regelmäßigkeit und geradezu- selbstverständlich erwartet kommen, ge­winnen sie ihre steigende und den Gegner lähmende Bedeutung. Die jüngste Sondermeldung unterstreicht die starke Sicherung des Geleitzuges, der mit Kurs nach England unterwegs war. Alle Bemühungen der Gegner um die Verstärkung der Abwehr bleiben er­

folglos. Junge deutsche ll-Boot-Vesatzungen, die in im­mer steigender Zahl in die Atlantik-Schlachi eingreifen, haben gegenüber der Steigerung der feindlichen Ab­wehr ihre Kampfkraft bewiesen und gleich einen Zer störer mit auf den Grund des Meeres geschickt, wäh rend ein zweiter schwer beschädigt wurde. Unsere U-Boote sind überall auf den Weltmeeren zu finden, wo ihnen Beute winkt. Im nördlichen Atlantik und

vor den Küsten Nordamerikas und Afrikas wurden die letzten Erfolge gesammelt. Die Walstatt der U-Boote bleibt und wird immer mehr der ausgedehnteste aller Kriegsschauplätze.

Mit den Tatsachen, die die jüngste Sondermeldung unterstreicht, muß auch Roosevelts Sondergesandter in Moskau, General Vradley, rechnen, wenn er sich dort als Zauberer im Hinblick auf die Herbeischaffung von Kriegsmaterial aufführt. Wenn es in diesem Kriege eine zweite Front des Angriffs gibt, so bestimmen wir an ihr das Gesetz des Handelns. Zwischen derjenigen Front, an der auch die Briten die eigene Niederlage befürchten — nämlich der Front im Osten — und der zweiten Front in der Atlantikschlacht besteht der engste Zusammenhang und zwar, in dem Sinne, daß der un­ablässige Angriff gegen den Feind auf den Weltmeeren zu einer fast völligen Trennung der gegnerischen Fron. ten geführt hat. är. v. scb.

Im Kaukasus auch gegen kngland

Sie wal,r«,ett setzt sich Smch — Sie „Nari-Nonstop-offensive" — Sie Sorgen der Moskauer Konteren,

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DrMSericht unserer Berliner SSriftleitung

lli-.v.svi,. Berlin, 11. August. Wenn auch die jüngsten Ereignisse im Pazifik und in 2ndien wie Etärische und weltpolitische Erdrutschbewegungen wirken, so bleibt es doch bei der überragenden Bedeu­tung der Kämpfe im Osten. Hier fällt — darüber ist "an allmählich in der ganzen Weltöffentlichkeit zu °>ner übereinstimmenden Auffassung gelangt — die Entscheidung dieses Krieges im ganzen. Eine amerika- "'jche Zeitung stellt jetzt fest, daß der deutsche Vorstoß aus den Kaukasus für England fast noch ernster ser als >ur die Sowjetunion. Das sei auch der Grund für die Kanserenz in Moskau. Auf dieser Konferenz geht es Briten und den Amerikanern in erster Linie dar- .Ani, ZU erfahren, wie lange und in welchem Ausmaß Sowjetarmeen noch einen beachtlichen Faktor in «in. strategischen Berechnungen von London und -Washington darzustellen vermögen.

.Die räumliche Entwicklung der Operationen kann Men in der Tat nun nicht mehr verborgen werden, selbst der sowjetische Heeresbericht verzeichnet Kampfe

. vrr sowzeiisazo Deeresovr^-t 'u den Bezirken von Krasnodar und Maikop sowie Mischen Don und Wolga„südwestlich von Stalingrad. u-'ie Zuverlässigkeit der amtlichen deutschen Berichte ist im Verlauf der letzten Operationen an der

^isront bis zum äußersten erhärtet worden. Der deut- Wehrmachtsbericht ist inzwischen zur Grundlage «»er noch irgendwie ernstzunehmenden militärischen Be­frachtungen selbst im Feindlager geworden. So stellte ?Me durchaus in Uebereinstimmung mit dem deut­schen Wehrmachtsbericht der englische Nachrichtendienst »Das Schlachtfeld im Kaukasus dehnt sich in süd- !'ch s st^ westlicher Richtung aus. Die Sowjets haben

. - j^It ununterbrochen zurückziehen müssen. Es liegen »ch keine Anzeichen für das Ende ihres Rückzugs vor, - ist zu befürchten, daß die Schlacht auf der

uban-Halbinsel zu ihren Ungunsten zu Ende geht. , WAU'cher Frontbericht aus Moskau spricht von einer

8, ' .'»r erronioericht aus Moskau ipricyr von , ^P-Djj^risive" am Fuß des Kaukasus und "" der ganzen Front die Lage für die b ständig schlechter werde. Die im Wehrmachts- , verzeichnete Tatsache, daß die Sowjets Räu- «wngsbewegilngen und Einschiffungen in den Häfen

Anapa, Noworossisk und Tuapse vornehmen, deutet auf. den siegreichen Abschluß der zweiten Phase, der Offensive an der sowjetischen Südfront, hin.

Wie grenzenlos dumm muß der Sender Boston sein Publikum einschätzen, wenn er ihm erzählen will, daß Maikop, aus dem die Deutschen eine große Siegesnach­richt gemacht hätten, nur ein von den Sowjets hinge­worfener Köder gewesen sei, um die Deutschen von direk­ten Angriffen auf Stalingrad abzuhalten. So lange die Nazis Stalingrad nicht erobern könnten, nütze ihnen der ganze Feldzug im Kaukasus nichts. Diejenigen mili­tärischen Kommentatoren in England und in den Ver­einigten Staaten, die unter der Wucht der deutschen Schläge noch nicht den letzten Rest des gesunden Men­schenverstandes verloren haben, erkennen demgegenüber ganz klar, daß die deutsche militärische Führung jetzt zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen kann, um den Lebensnerv der Sowjets als entscheidenden mili­tärischen Machtfaktor abzuschneiden. Dieser Lebensnerv kann ebenso gut an den Quellen des Oeles wie auf dem letzten Transportweg auf der Wolga, getroffen werden, und die Sowjets müssen einfach abwarten, für welchen Weg sich die deutsche militärische Führung weiterhin entscheidet. Der Trostoersuch der „Times" ist jämmerlich, daß Timoschenko recht daran getan habe, den Kaukasus preiszugeben, wenn er auf diese Weise den Weg zur Wolga abriegeln könne. Es wird sich das weitere ja zeigen.

Unter diesen Umständen kann die Moskauer Konfe­renz natürlich nicht einseitig im Zeichen der britischen und amerikanischen Wißbegier stehen. In einem engli­schen Korrespondentenbericht aus Moskau heißt es, daß dort die Ueberzeugung ständig zunehme, daß die Sowjets von ihren Alliierten im Stich gelassen würden. Die zuversichtliche Stimmung, die nach dem Abschluß des Molotowbesuches in Moskau festzustellen gewesen sei, habe einer tiefen Mutlosigkeit und bedrückten Stim­mung Platz gemacht, und man beginne, sich darüber klar zu werden, daß die Sowjetunion wahrscheinlich ihren Kampf allein ««siechten müsse. Darum werden der Sonderbotschafter Roosevelts, General Vradley und die sonst noch in Moskau anwesenden Briten und Amerikaner zweifellos alles daransetzen, um die Sowjets

durch neue wie nur eben ter versichert

ley und sein Stab Tag und Nacht an den Problemen arbeiteten die mit dem Transport des amerikanischen Kriegsmaterials nach Sowjetrußland zusammenhingen. Zu allen Stunden träfen Informationen ein und wür­den auf dem schnellsten Wege verarbeitet. Die Sowjets ihrerseits erklären, daß sie gewaltige Materialhilfe mit solcher Beschleunigung brauchten, daß sie schon in den nächsten zwei Monaten wirksam werden könnte, in denen die Sowjetunion von der Katastrophe bedroht werde. Die „Prawda" scheint nicht der Auffassung zu sein, daß die Matexialhilfe allein ausreichen könnte. Das bolschewistische Blatt fordert nach wie vor, daß die westlichen Alliierten eine „zweite Front" gegen Hit­ler errichten sollen. Die Frage bleibt weiterhin, ob Churchill und Roosevelt mit der „Prawda" in der Auf­fassung übereinstimmen, daß der Augenblick für die Er­richtung einer „zweiten Front" jetzt günstig sei und ob sie angesichts der deutschen Abwehrmauer im Westen und der ungenügenden eigenen Rüstung sich gegebenen­falls in ein hoffnungsloses Abenteuer stürzen wollen.

Daß die Materialhilfe eine höchst problematische An­gelegenheit geworden ist, das weiß man in London und Washington nach den letzten Eeleitzugkatastrophe» ganz genau und spricht das auch immer wieder sehr offen aus, wenngleich die britische Admiralität bisher hart­näckig die Tatsachen verschwiegen hat. Wenn durch die eingangs erwähnte amerikanische Zeitungsstimme der besondere Ernst des deutschen Vorstoßes für England unterstrichen wurde, so hat das noch eine besondere Be­deutung für die britisch-amerikanischen Beziehungen. Wenn die Sowjets als militärische Offensivbedrohung endgültig ausgeschaltet sind und das Schwergewicht der deutschen Kraft gegen England gerichtet ist, dann wird England erst recht den Vereinigten Staaten politisch hörig. 2n der höchsten Gefahr für England muß dieses dann jede, aber auch jede Bedingung hinnebmen, die Roosevelt an versprochene oder gegebene Hilfeleistungen knüpfen könnte. Das Bild der politischen Lage Eng­lands wird mit jedem Kilometer, den die deutschen Truppen im Osten weiter vorstoßen, trostloser.

HA ettkss

Von viinsrom vtLiiSiaeo Asiivs-LIitLrbeiter Lried

Das Arbeitstempo auf den deutschen Unterseeboots­werften entspricht allen Anforderungen des weiträumi­gen Einsatzes der deutschen llnterseebootwaffe. Schon Ende 1939 glaubte Churchill, daß „nicht mehr viel deut­sche Unterseeboote übriggeblieben" seien. Er meinte, England habe die deutschen Unterseeboote „unter Kon­trolle". Der Lügenlord täuschte sich erstens über die Verluste an deutschen Unterseebooten und zweitens machte er sich über die Baukapazität der deutschen Unterseebootwerften trügerische Illusionen. Damals aber begann der Serienbau deutscher Unterseeboote erst anzulaufen. Inzwischen läuft er längst auf vollen Touren und vermehrt die Zahl der deutschen Unter­seeboote von Monat zu Monat.

In großen Baureihen werden die bewährten Haupt­typen der deutschen Unterseeboote auf zahlreichen Werf­ten gebaut. Weder die englischen Hoffnungen auf Ma­terialmangel in Deutschland, noch etwa die englischen Luftangriffe haben etwas an dem ständigen Wachs­tum der deutschen Unterseebootswaffe ändern können. Wenn Stunde für Stunde die Schweißbogen auf den Hellingen der deutschen llnterseebootwerften glühen, wenn nach festem Plan die Stavelläufe der neuen Untersee­boote erfolgen, dann sind daran nicht allein die Inge­nieure und Werftarbeiter an der Küste beteiligt, sondern hinter ihnen steht eine beträchtliche Zahl von Fabriken und Werkstätten im ganzen Eroßdeutschen Reich, die für den Unterseebootbau arbeiten. Aus wohl allen Gauen des Reiches rollen Schiffbauteile, Motoren und Maschinen, Apparate und Geräte, Waffen und Etnrich- iungsgegenstände heran — diese unzähligen Teile, aus denen sich das komplizierte technische Werk eines kampf­kräftigen Unterseebootes zusammensetzt.

Wer auf einer deutschen llnterseebootwerft steht, der ist sofort gepackt von den Rh§thmus, der dieses außer­ordentlich wichtige Gebiet der deutschen Rüstung durch­pulst. Der Erste Lord der britischen Admiralität und Roosevelts Marineminister würden so manche Eänse-

fertiggestellt ___

geht alles nach genauem Arbeitsakt. Nicht nur nach Tagen, sondern nach Stunden ist festgelegt, in welchem Bauzustand sich das eine oder das andere Boot zu be­finden hat. Man kann sich darauf verlassen, daß es klappt! In der Materiallieferung ist immer so viel Spielraum gelassen und sind so viele Reserven vorhan-

, . Fabriken leisten ....

Unterseebootbau ihr Bestes. Sie wissen, daß sie für eine Waffe arbeiten, die in diesem Kriege eine ent­scheidende Rolle zu spielen hat, denn der Seekrieg auf den Ozeanen und der Kampf im Osten bilden ja eine Einheit.

Zur festgesetzten Stunde laufen die neuen Untersee- boote vom Stapel. Da gibt es keine Verzögerungen. Der Platz auf der Helling, der leer geworden ist, wird sofort wieder mit einem Neubau besetzt: schon heben die Krane die ersten Teilstücke zum Druckkörper des neuen Unterseebootes auf die Stapelklötze, schon warten die nächsten Bauteile darauf, montiert zu werden. Der Serienbau wird aber nicht etwa mit leichter Hand durchgeführt, weil nun jeder Ingenieur und Arbeiter schon genau weiß, was zu tun ist. Hier gibt es keine Gewöhnung und keine Nachlässigkeit, sondern Inge­nieure und Arbeiter der zahlreichen deutschen Unter­

seebootwerften setzen ihren Stolz darein, auch im Reihenbau jedes Unterseeboot genau so hochwertig zu gestalten, als ob jedes einzeln für sich gebaut würde. Die Bauaufsicht der Kriegsmar ine arbeitet

aufs engste mit den leitenden Männern der Werft zu­sammen. Sobald ein neues Unterseeboot fahrbereit ist, wird es auf sein« Tauch- und Fahreigenschaften im Beisein einer Abnahmekommission der Kriegsmarine

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2m westlichen Mittelmeer wurde der britische Flug­zeugträger „Eagle" von einem deutschen U-Boot vernichtet.

Deutsche U-Voote versenkten in drei Tagen wiederum 13 anglo-amerikanische Handelsschiffe mit insgesamt 86 231 BRT. sowie einen Zerstörer.

2n den sowjetischen Schwarzmeerhäfen wurden durch die deutsche Luftwaffe 11 Transportschiffe mit insgesamt 12 760 BRT. versenkt.

Die Sowjets wurden im Raum von Maikop in das Gebirge zurückgeworfen.

Die japanischen Marinebehörden kündigen die Ver­öffentlichung der endgültigen Ergebnisse in der See­schlacht bei den Salomon-2nseln an.

General Bastico, der italienische Oberbefehlshaber an der Afrikafront, wurde zum Marschall von Aa­lten befördert.

Das britische Terror-Regiment in 2ndien richtet be­reits Blutbäder unter der wehrlosen Bevölkerung an; Protestkundgebungen werden mit Tränengas, Feueriibersällen und Bleiknüppeln bekämpft. Gauleiter Wegener sprach in Dötlingen zu der Er­zieherschaft des Nordfeegaues.

Die SA.-Eruppe Nordsee führte im Bremer Rathaus eine Führertagung durch.