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parteiamtliche Tageszeitung
Das flmtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien qonsestadt vremen Nr. 218 , 12 . Jahrgang
Montag, 18. flugust 1942
der Nationalsozialisten Vremens
flmtlifffes verkündungsblat» des Neichsstatthaltets in Oldenburg und vremen
kinzelpreis 15 Nps.
krasnodar und Mmkop genommen
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öroker japanischer Seefieg
Neue deutsche krsolge im Kaukasus
weitere wichtige Versorgungszentren der Sowjets in unserer Hand
Aus dem Führerhauptquartier, 9. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsche Infanteriedivisionen, hervorragend unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, durchbrachen nach außergewöhnlichen Marschleistungen und harten Kämpfe» bei tropischer Hitze stark ausgebaute Stellungen nördlich des Kuban und nahmen die für die feindliche Rüstungsindustrie wichtige Hauptstadt des Kubangebietes Krasnodar.
Die Stadt Maikop, das Zentrum des bedeutenden Ostgebietes am Nordrand des Kaukasus, wurde am Sonntag um 18.20 Uhr von schnellen Verbünden im Sturm genommen."
daß die Zeit für die strategische Aufgabe großer Gebiete vorüber sei aber alle Bemühungen, den deutschen Vorstoß zum Stehen zu bringen oder zu verzögern, seien gescheitert. Das deutsche Oberkommando führe wieder eine Aktion durch, die an Blitztaktik erinnere und die Schnelligkeit des deutschen Vorstoßes in den letzten Wochen am meisten beunruhigend.
Die Einnahme von Krasnador und' die Erstürmung von Maikop unterstreichen in besonders sinnfälliger Weise das stürmische Tempo des deutschen Bormarsches, den kein Verzweiflungsbefehl Stalins aushalten, kaum Die Feststellung des Wehrmachtsberichtes, daß die deutschen und die verbündeten Truppen in einer Breite von (Fortsetzung auf Seite 2)
Viihkrieg iroh Stalins ver,weislimgtzbekehl
är. s. soll. Krasnodar ist die Hauptstadt des Kuban-Gebietes, die jetzt von den deutschen Truppen I nach einem unglaublich stürmischen Vormarsch genommen wurde, liegt 250 Kilometer südlich von Rostow. Die Entfernung vom Don bis nach Maikop, dem Zentrum des Kuban-Lelgebietes, das am Sonntagabend Wn unseren schnellen Truppen erstürmt wurde, beträgt ' über sOO Kilometer. Vier Tage nach der Erstürmung
der Stalinbefehl die Bürgschaft für eine Wendung
auf dem östlichen Kriegsschauplatz gebe. Heute meldet ! der Reuter-Vertreter King aus Moskau, daß die Fortschritte der Deutschen beim Vorstoß auf die westkauka- sischen Oekfelder seit dem ersten August zugestandenermaßen beunruhigend seien. Die sowjetische Presse werde -war nicht müde, immer wieder daraus hinzuweisen,
See gestrige wehrmachtsbericht
kiurnsU Aus dem Führerhauptquartier, 9. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In einer Breite von über 400 km haben deutsche, rumä- ' Nische und slowakische Truppe» die nördlichen Ausläufer des Kaukajusgebirges erreicht. Um den Brückenkopf am Kuban, den der Feind nördlich Krasnodar hält, wird noch gekämpft. Schnelle Verbände des Heeres und der Wasfen-ss überschritten den Laba-Abschnitt und sind im Angriff nach Westen in Richtung auf Maikop. Die Luft- wasse führte ihre Angriffe gegen die feindlichen Rückzug- und Ränmungsbewegungen auf Straßen, Bahnen und aus den Häfen der nordkaukasischen Schwarzmeer- lüste. Im Hasen von Anapa wurden hierbei drei sowjetische Leichter durch Bombentreffer versenkt und ein Frachtschiff beschädigt. Zwischen Wolga und Don, südwestlich von Stalingrad, wurden Gegenangriffe starker feindlicher Kräfte in harten Kämpfen abgewiesen. Im großen Don-Bogen schreitet der Angriff der deutschen Truppen nordwestlich Kalatsch erfolgreich fort. Dichtgedrängte Massen des Feindes an den Ftußübergängen waren den vernichtenden Hoch- und Tiefangriffen der Kampf- und Schlachtfliegeroervände ausgesetzt. Nordwestlich Woronesch wurden mehrere Angriffe des Feindes abgeschlagen. Eigene Gegenangriffe brachte« örtliche f Erfolge. " " —.-""
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Im Raum von Rschew dauern die schweren Abwehrkämpfe weiter an. In einem anderen Kampsobschnitt der mittleren Front zerschlugen Jnfanteriever- ionde in der Zeit vom 29. bis 31. Juli Lei örtlichen Angriffen in schwierigem Gelände mehrere sowjetische Schützendivisionen. Der Feind verlor in diesen Kämpfen über logg Tote und 1589 Gefangene sowie 24 Panzer, 2V Geschütze und 152 Maschinengewehre und Eranat- werser. Am Wolchow führte der Feind wiederholt schwere Angriffe gegen einen kleinen Brückenkopf, die «an der tapferen Besatzung in harten Kämpfen abgewiesen wurden. An der Ostfront siboffen aestern J«gd- sliegervcrbände und Flakartillerie 82 sowjetische Flugzeugs bei fünf eigenen Verlusten ab.
8m Kampf gegen Großbritannien griffen Kampfslug- ^reuqe bei Tag und Nacht kriegswichtige Anlaqen im ^ ««den Enalands bzw. im Norden und Nordosten der i 8nsel an. Ein britischer Nachtjäger wurde im Luftkamps f f^znm Absturz gebracht."
Schlacht bet den Salomon-Jnseln
Schwerste Verluste der britisch-amerikanischen sloltenstreilkriiste
Tokio, 9. August. Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Sonntagnachmittag bekannt: „Japanische Marinestreitkriifte unternehmen seit dem 7. August heftige Angriffe gegen kombinierte britisch-amerikanische Flotteneinheiten, die in den Gewässern der Sa - loman-Inseln sich zeigten. Sie fügten den feindlichen Kriegsschiffen sowie den Transportern vernichtende Schläge zu. Der Kampf dauert noch an. Bisher wurden versenkt: Ein Schlachtschiff unbekannten Typs, zwei Schwere Kreuzer vom Typ „Astoria", zwei Schwere Kreuzer vom Typ „Australia", mehr als drei Kreuzer unbekannten Typs, mehr als vier Zerstörer und mehr als zehn Transporter.
Schwer beschädigt wurden:
Drei Kreuzer vom Typ „Minneapolis", mehr als zwei Zerstörer und bestimmt ein Transporter.
Bei den Lnftkämpfen wurden über 41 feindliche Maschinen abgeschossen.
Die japanischen Verluste belaufen sich auf sieben Maschinen, die durch direkten Einsatz auf das Ziel verlorengingen.
Außerdem wurden zwei Kreuzer leicht beschädigt, die je do ch weiter hin vperationssähig find.
Diese Seeschlacht wird, wie das Hauptquartier hinzufügt, den Namen tragen: „Seeschlacht bei den Salomon-Jnseln".
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Sroßbrilanmens Selbstmor-polMK m Indien
2er offene Kamps beginnt — knglands brutal schamlole Selbstentlarvung — Legen stch leibst eine „dritte front" aufgerichtet
Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung „<ir. v. setz. Berlin, 9. August. Die letzten Ereig- m Indien haben eine weltgeschichtliche Tragweite, «>e l» ihrem ganzen Ausmaß noch nicht abzusehen ist. «re u„,den den von nun ab unabwendbaren Zusammen- des britischen Weltreiches an. Was sich in den Tagen und Stunden in Indien zugetragen hat, a, mit vollkommen zwingender Beweiskraft die «ussas,ung, die der Führer der kämpferischen indischen L"heitsbewegung, Subhas Chandra Böse, in seiner . W" Rundsunkanspracho zum Ausdruck gebracht hat: ^"dien gibt es kein Empire und wenn der Ber- Wt au- Indien der Preis und die Bedingung für den 'st, würde eine Fortsetzung des Krieges für Eng- rwc-klos sein." In Indien selbst erblickt die Lber- « *Aende Mehrheit des Volkes im Allindischen National- "s«eg die Vertretung ihrer naturgegebenen Rechte,
ihrer politischen Auffassungen und Forderungen. Dieser, der Polizei beherrscht, eine allgemeine Nachrichtensperre Konareß hat den Briten, wie Gandhi in seiner Red- wurde verhängt, um die Bevölkerung möglichst lange am Sonnabend ausführte, „eine im Leben einmalig im unklaren zu lasten. Kurzum: Großbritannien hat kommende Gelegenheit geboten, ihre wahren Absichten dem indischen Volk, das ein Fünftel der Menschheit ,n beweisen". Der indische Kongreß verlangte von den > darstellt, den offenen Kampf angesagt!
britischen Unterdrückern, ihre Machtpositionen in Indien
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brutalster Gewalt. Mahatma Gandhi. Azad, Pandit Nehrü und viele andere führende Männer des indischen Kongresses wurden verhaftet. In den frühen Morgenstunden des Sonntag begann, wie eine Reutermeldung es ausdrückte, „das Zusammentreiben der örtlichen Kon- areßführer". Alle zentralen und lokalen Organe des Kongresses wurden verboten. Das Strahenbild in den indischen Städten wird von einem verstärkten Aufgebot
Die ganze Ungeheuerlichkeit des britischen Vorgehens offenbart sich in der Gegenüberstellung der beiden Tatsachen, daß man die Träger des nationalen Freiheitswillens verhaftet und daß man vorher die bisher gefangengehaltenen Kommunisten, )um großen Teil Rau» bei und Bandenführer. als die Hollenyunde des Bolschewismus auf das indische Volk losgelassen hat, um es von innen her zerfleischen zu lasten. Man muß unbedingt zu der Auffassung kommen, daß die Briten in ihrer verzweifelten Lage von allen guten Geistern verlosten wurden und den Kopf vollkommen verloren (Fortsetzung auf Seite 2)
Bei den in der Seeschlacht bei den Salomon-Jnseln versenkten bzw. schwer beschädigten Kreuzern der „Astoria"- und der „Minneapolis"-Klasse handelt es sich um Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten, die erst 1933 vom Stapel gelaufen sind, also zu den modernsten dieser Schiffsgattung rn USA mit gehören. Diese Schweren Kreuzer haben eine Wasserverdrängung von 9950 Tonnen. Sie sind bewaffnet mit je neun 20.3-cm-Geschützen, acht 12,7-cm-Eeschützen, zwei 4,7-cm-Eeschützen und acht 4-cm-Flakgeschiitzen. Außerdem haben sie je vier Flugzeuge an Bord Ihre Besatzung beträgt 551 Mann.
Die Schweren Kreuzer vom Typ „Australia" gehören zur britischen Kriegsmarine. Sie verdrängen 9870 Tonnen und sind 1927 vom Stapel gelaufen. Ihre Bewaffnung sind acht 20,3-cm-Eeschütze, acht 10,2-cm-Flak- geschütze, vier 4,7-cm-Geschütze, acht 4-cm-Flakgeschütze und acht Flak-MEs in Viererlafette. Diese Kreuzer- Nasse hat ein Bordflugzeug. Die Bemannung ist 680 Mann stark. Für das versenkte Schlachtschiff ist eine Besatzung von etwa 1400 Mann anzunehmen.
Die Salomon-Jnseln, tn deren Gewässern die Seeschlacht stattfindet, liegen ostwärts von Neu-Euinea. Die Korallen-See trennt sie^von Australien.
Von pearl starboue ;u den Salomon-Fnfein
Wenn sich die Engländer und Amerikaner der Illusion hingegeben haben sollten, daß die Japaner nach ihren bisherigen großen Erfolgen im Seekrieg einen gewissen Sättigungsgrad erreicht hätten, so sind sie durch die Seeschlacht bei den Salomon-Jnseln jäh aus ihren Träumen gerissen worden. Japan läßt erneut seine Entschlossenheit erkennen, den Angriff gegen die Seestreitkräfte der Vereinigten Staaten und Englands mit unverminderter Kraft fortzusetzen. Das große Aufräumen unter den Kriegsschiffen der Feinde ist noch nicht beendet.
Es begann in Pearl Harbour und an der Ostküste von Malakka, wo die „Prince of Wales" und die „Repulse" versenkt wurden. Bereits sechs Wochen nach dem Eintritt Japans in den Krieg tonnte der Marineminister Shimada dem Reichstag sieben Schlachtschiffe, zwei Flugzeugträger, zwei Kreuzer und sechs Zerstörer der Feindmächte als versenkt melden, während beinahe ebenso viele Schiffe schwer beschädigt waren. Dann kam die Seeschlacht von Java, die in den letzten Februartagen die Landung der japanischen Truppen vorbereitete. Tagelang wurde die Welt mit britischen und amerikanischen Siegesmeldungen überschüttet, bis das japanische kaiserliche Hauptquartier den wirklichen Verlauf und den Erfolg der Kämpfe mitteilen konnte. Erst drei Wochen später mußte sich die britische Admiralität dazu bequemen. einen Katastrophenbericht zu veröffentlichen, in dem der Verlust von fünf Kreuzern und sieben Zerstörern bekanntgegeben wurde Aehnlich ging es nach den Kämpfen vor Eeylon, im Korallenmeer und vor Mid- way. Noch heute hält man in den Vereinigten Staaten an der Fiktion fest, daß im Korallenmeer und vor Mid- way die amerikanischen Seestreitkräfte siegreich gewesen seien. In Wirklichkeit wurden am 10 Mai ein Schlachtschiff, zwei Flugzeugträger und ein Zerstörer der Amerikaner versenkt und ferner ein Schlachtschiff und zwei Kreuzer beschädigt. Die. Engländer gaben nach den Operationen vor Ceylon mit vier Wochen Verspätung
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Die Hauptstadt des Kuban-Gebietes, Krasnodar, und das nordkaukasische Oelzentrum Maikop wurden von deutschen Truppen genommen.
Zwischen Wolga und Don scheiterten feindliche Gegenangriffe unter hohen Verlusten der Sowjets. Italienische U-Boote haben im bisherigen Kriegsverlauf über eine Million VRT. feindlichen Kriegs- und Handelsschiffraums versenkt.
Bei den Salomon-Jnseln schlugen die Japaner einen angloamerikanischen Flottenverband vernichtend. Ein Schlachtschiff, sieben Kreuzer und zahlreiche weitere Einheiten wurden versenkt.
Nach der Verhaftung der führenden indischen Nationalisten durch die Briten sind in Indien blutige Unruhen ausgebrochen.
Der 5. Sportgruppenwettbewerb des Gaues Weser- Eins brachte in Bremen ausgezeichnete Leistungen. In der 2. Schlußrunde um den Tschammcr-Pokal setzte sich Werder mit 2:1 über VfL. Köln durch. Europameister ten Hoff unterlag im Kampf um die Deutsche Meisterschaft gegen Kleinholdermann.