Ausgabe 
(9.8.1942) Nr. 217
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Parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Viirgermeisters der Zrcien fjonsestadt vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmiliches verkündungsblatt des Neickisskatllialtcrs in Oldenburg und vremen

Nr. 21? , 12. Zalirgang

Sonntag. 9. flugust 1S42

Linzelpreis 15 Npf.

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Aus dem Führerhauptquartier, 8. August, his Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Hiukasusgebict wird der Feind rastlos verfolgt. Dreißig Wometer nördlich und nordostwärts Krasnodqx durch­wachen deutsche Truppen eine feindliche Panzergraben- stellung. Schnelle Verbände erreichten den Laba-Fluß.

Die Städte Armawir und Kurganrraja wurden nach hartem Kampf genommen. Die Luftwaffe griff, den eigenen Panzerspitzen voraus, marschierende Kolonnen sowie Transportbewegungen mit» Einschiffungen an der Tchwarzmeerkiiste an. Nördlich des Sal gewannen deut­sche und rumänische Truppen bei ungewöhnlicher Hitze gegen zähen feindlichen Widerstand weiter an Boden und schössen bei der Abwckhr von Gegenangriffen 23 feind­liche Panzer ab. 2m großen Donbogen sind die deutschen Truppen nordwestlich Kalatsch erneut zum Angriff an­getreten. Starke Nahkampffliegerverbiinde griffen in die Erdkämpfe ein und zerschlugen Stauungen feindlicher Kräfte an den Uebergängen und Fähren des Don. Die Abwehrschlacht im Raum von Rschew hat sich noch aus weitere Frontabschnitte ausgedehnt. Die schweren Kämpfe halten an. An mehreren Stellen wurden die Sowjets im Gegenangriff zurückgeworfen. Kampfge­schwader setzten sich in zahlreichen Angriffen gegen sowje­tische Truppen-, Panzer- und Krastfahrzeugansammlun- g« besonders ein. Die Volschewisten hatten wieder hohe Maschen- und Materialverluste. Eine Panzerdivision nrmchtetc in diesen Kämpfen am K. und 7. August 54 sentdliche Panzer. An der Wolchow-Front und vor Lenin­grad wurden mehrere Angriffe der Sowjets zum Teil im Nahlamps abgewiesen, feindliche Bereitstellungen durch «irksames Artillerieseuer zerschlagen. 2m Finnischen

0er jüngste MNerkreuztrSget des Heeres

Scllsii-Luas, aisnst-^lltotlsx

Berlin, 8. August. Der Führer verlieh, wie bereits >uiz gemeldet, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Grenadier Günter Halm in einem Panzer- Trenadier-Regiincnt. Günter Halm, am 27. August 1922 m Sohn des Reichsbahnobersekretärs Heinrich Halm in "Üe (Kreis Alfeld, Gau Südhannover-Braunschweig) Mren, schoß als Richtschütze einer Pak in der Schlacht "m die El-Alamein-Stellung in schwerstem feindlichen Artillerie- und Panzerfeuer sieben Kampfwagen °sr Briten ab. Durch seine hervorragende Tapfer- ch und sein zähes Ausharren nachdem zwei Mann mer Geschützbedienung durch Verwundung ausfielen, «« er völlig auf sich allein gestellt hat er entschei- Wa zur erfolgreichen Abwehr des feindlichen Durch-* »ruchsvcrsuches beigetragen. .Günter Halm ist der Ritterkreuzträger im Mannschafts- a"»dund der jüngste im Heer, denn er ist noch "M zwanzig Jahre alt. Er hat der HJ. seit ihrer Rundung angehört und war zuletzt Oberkamerad- Mstsnihrcr der Motorgefolgscksaft 1/79. Auf Grund der Auszeichnung mit dem Ritterkreuz ist Günter Halm jetzt °°n der Reichsjuaendführung zum Gefolgschaftsfllhrer "widert worden."

ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eiser- °en Kreuzes an: Feldwebel Alois Eckert, Zugführer » V« Panzer-Regiment: Unteroffizier-Otto Rendl, Mutzsuhrer in einer Panzerjäger-Kompanie eines «nsanteric-Regiments.

Meerbusen wurde auf einem feindlichen Wachboot Bom­bentreffer erzielt.

2n Aegypten griffen deutsche und italienische Kampf­flugzeuge britische Batteriestellungen und Kraftfahrzeug- ansammlungen mit guter Trefferlage an. Deutsche Jä­ger schössen in Luftkämpfen 13 britische Flugzeuge ab. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. 2m Südwesten Eng­lands belegten leichte Kampfflugzeu e bei Tag kriegs­wichtige Ziele mit Bomben schweren Kalibers, die Brände und Explosionen zur Folge hatten. 2n der ver­gangenen Nacht wurden Hafen- und Rllstungsanlagen an der englischen und schottischen Ostküste sowie im Osten Mittelenglands bombardiert.

2n der Nacht zum 7. August kam es im Kanal zwischen deutschen Minensuchbooten und acht englischen Schnell­booten zu einem Gefecht, in dessen Verlauf zwei feind­liche Boote so schwer beschädigt wurden, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Aus zwei der Boote wurden Tref­fer erzielt. 2m gleichen Seegebiet griffen in derselben Nacht mehrere britische Schnellbootslottillen wiederholt ein durch Minensuchboote gesichertes deutsches Geleit er­folglos an. 2m Verlauf des Gefechts, das teilweise, auf nächste Entfernung unter Einsatz von Maschinenwaffen und Handgranaten ausgetragen wurde, gelang es unse­ren Booten, ein britisches Schnellboot zu versenken, ein zweites, dessen Sinken nicht beobachtet werden konnte, in Brand zu schießen und sechs weitere Boote zu beschä­digen.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenk­ten unsere Unterseeboote im Nordatlantik in harten An­griffen aus stark gesicherten Geleitzügen der Amerika England-Fahrt sieben Schiffe mit zusammen 48 vvv BRT. und einen Bewacher. 2m Mittelatlantik, in amerikani­schen Gewässern und vor den Geleitzughäjen der west- afrikanischen Küste sielen ihren Torpedos weitere acht Schiffe mit 54 181 BRT. und ein amerikanischer Zerstö­rer zum Opfer. Unter den versenkten Schissen befand sich ein großer Munitionsdampser sowie ein mit Panzer- kampfwagen und Flugzeugen beladenes Schiff, das nach Alexandricn unterwegs war. Mit der Vernichtung die­ser 15 Schiffe mit zusammen über 103 000 BRT. wurde der englisch-amerikanischen Vcrsorgungsschiffahrt durch unsere Unterseeboote ein neuer schwerer Verlust zu­gefügt.«

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iso. Bremen, 9. August.

löbliche Hrise ..Als Deutschland zu Beginn des

für die Alliierten" Frühjahrs nicht gleich seine k">»erien s^nstve aufnahm, gab es eine

Menge Leute in England, die sich sehr gescheit dünkend, uns einzureden versuchten, die Deutschen seien fortan im Osten auf . der Stelle zu treten ver­urteilt. Derweil faßte die deutsche Führung ihr« mäch­tigen Einsatzkräfte für di« gigantischen Schläge gegen den entscheidenden sowjetischen Abschnitt zu­sammen und auch der unverbesserliche Besserwisser und Träumer im englischen Volke muß jetzt einsehen, daß die Schlacht im Kaukasus gleichzeitig die Schlacht um London und Washington ist und daß der Krieg auf dem Punkte steht, an dem die tödliche Krise für die Alliierten beginnt.« So schreibtEvening Standard" in Betrachtung der, durch die erfolgreiche deutsche Offen­sive im Süden der Ostfront geschaffenen allgemeinen Kriegslage und wie sehr begründet die Klage des bri­tischen Blattes über die Besserwisser und Träumer auf seilen unserer.Gegner ist, konnten die Besserwisser und Träumer selber aus der, in der deutschen Presse gestern veröffentlichten Zusammeystellung der Stilblüten bri­tischer, aber auch us.-amerikanischer und sowjetischer Kriegsvorhersagen entnehmen, denen diametral gegen­über die aus schlotternder Angst um den weiteren Ver­lauf des Krieges geborenen jüngsten Auslassungen der gleichen Nachrichtcnträger stehen. Aber auchEvening Standards« Sorge, daß die kriegerische Entscheidung auf der Landbrücke zwischen dem Schwarzen und dem Kaspi- schen Meer noch weit mehr als nur die Entscheidung auf einem wichtigen Kriegsabschnitt im Osten bedeuten könne, daß sie vielmehr d i e Entscheidung des Krieges gegen die Sowjets schlechtweg bedeute und damit auch die Entscheidung gegen England und USA. in sich trag«, kann als voll berechtigt anerkannt werden und es ist durchaus kein Geheimnis, daß man sich außerhalb der Schriftleitung des genannten britischen Blattes nicht zuletzt auch in Downing Street mehr und mehr von der Furcht befallen fühlt, ohne die Fortsetzung des sowjeti­schen Widerstandes den Krieg gegen Deutschland und gegen die Dreierpaktmächte überhaupt nicht mehr ge­winnen zu können. Auch der USA.-Jnnenminister Ickes, bekanntlich^ einer der schärfsten Kriegshetzer, gibt in einem vonAssociated Preß« verbreiteten Auszug aus

Ver öelieimbefelil Stalins erbeutet

weiterer Niickrug ist gieilstbedeutend mit Untergang!' Sie katastrophalen militSrischen

und wirtschaftlichen Nöte der Sowjets

Berlin, 8. August. Ein deutsches Panzerkorps hat an der Kaukasussront den Eeheimbefehl Stalins für die Verteidigung der UdSSR. Nr. 227 vom 28. 2uli 1942 erbeutet. Dieser Befehl enthüllt mit einem Schlage die tatsächliche Lage der Sowjetunion. Wenn vor kurzem noch Moskau verkünden ließ, daß die Sowjets es sich leisten könnten, Schlachten zu verlieren und zurückzu­weichen, da sie immer noch die Kraft zu einer groß­angelegten Gegenoffensive hätten, so kommen jetzt in diesem Befehl äußerst schwere militärische und wirt­schaftliche Besorgnisse der Sowjetgewaltigen ans Tages­licht.

Wörtlich sagt Stalin:

Das Gebiet, das die Deutschen aber bereits er- oöerlbn »Äer noch erobern wollen, öeüeulei Brot uno andere Lebensmittel für die Armee und die rück­wärtigen Gebiete, bedeutet Metalle und Heizmaterial für die Industrie. Wir haben über 70 Millionen Lan­desbewohner verloren. Wir einten nun über 800 Mil­lionen Pud Brotgetreide im Jahre weniger, und der Ausfall an Metallen übersteigt die Menge von 10 Mil­lionen Tonnen. Von nun an sind wir den Deutschen weder an Menschenreserven noch an Getreidevorräten überlegen. Ein weiterer Rückzug ist gleichbedeutend mit unserem Untergang.«

2m Verlauf des Krieges hat die Sowjetunion die entscheidenden R o h st o f f g r u n d l a g e n sur die Rüstung, nämlich die Kohlen- und Erzbasis, ver­loren Mit dem Donezbecken fallen 60 Prozent der Steinkohlenförderung aus. Die noch verbleibenden Koh­lenvorkommen in Kusnezk und Karaganda sind über

2000 Kilometer von den größeren Industriezentren des Ural und über 3000 Kilometer von Moskau entfernt, so daß sich die Kohlenpersorgung über diese Entfernung überaus schwierig gestaltet.

Mit dem Verlust von Kriwoi Rog sind den Sowjets 60 Prozent der Eisenerzförderung entzogen, die Be­setzung von Nikopol bedeutet den Verlust von einem Drittel der Eesamtförderung an Manganerzen^ Hinzu kommt der Ausfall der Eisenhütten, Stahl- und Walz­werke in den bis jetzt von den Deutschen besetzten In­dustriegebieten, der sich unter Einbeziehung von Stalin­grad, das wegen der Frontnähe nicht mehr arbeits­fähig sein kann, auf zwei Drittel der Eesamtkapazilät stellen dürfte.

Stalins größte Sorge aber ist die Schmäl erung der V o l k s e r n äh r.u n g, denn in der Tat hat die Sowjetunion wichtige, für ihre Ernährungsversorgung entscheidende Ueberschußgebiete verloren. Andere stehen vor der Besetzung oder sind bedroht. Mit dem Wegfall dieser Gebiete vermindert sich die bisherige Getreide­ernte etwa um die Hälfte und die der Zuckerrübenernte sogar um 70 Prozent. Durch die Besetzung wichtigster Anbaugebiete für Oelpslanzen sind ?/, der sowjetischen Fettversorgüngsbasis, vom Kartoffelanbau ist fast' die Hälfte verloren. Der Rindviehbestand ist um über die Hälfte, der Schweinebestand um mehr als V, reduziert.

Wenn die Sowjetunion nach Stalins Angaben bis 70 Millionen Menschen verloren hat, so steht dem Ver­lust von rund 16 der gesamten Vorkriegsbevölkerung ein Ausfall von nahezu V, der wichtigsten Ernährungsgrund­lagen gegenüber. Hierdurch ergeben sich katastrophale (Fortsetzung auf Seite 2)

öanW fordert von den Veiten Naumung Indiens

0er Mahatma:wir werde« unlece sreiheit kämpkend bekommen!" Zustimmung des Mlinöischen Kongresses

«o.h 1 i, 8. August. Am Tage der Eröffnung .^!"odischen Nationalkongresses in Bombay hielt

"" dem Kongreßausschuß die schon vor einigen lax» ""SEndigte große Rede, in der er seine seit im«« s. "süobene Forderung, daß die Briten 2ndien i/ASsich verlassen sExii, begründete. Gandhi kenn- Englands und sagte:2ch weih, daß Rande des Abgrundes steht und nahe »'nunter,zustürzen."

Wleugnet zwar, ein Feind der Engländer zu ' -l R-n,- auch vor, keinen Haß gegen sie zu hegen, d,. nV/.^" 9 en. zu denen ihn die Rücksichtnahme auf ^'"denen Gruppen in Indien wohl genötigt d"? Mittelpunkt .stellte er jedoch, wie zu Forderung nach Indiens Freiheit Joch und erklärt:

Wir werden unsere Freiheit kämpsend bekommen. Sie wird uns nicht aus den Wolken zufallen. Die Briten müssen uns unsere Freiheit geben, wenn wir genügend Opfer gebracht und unsere Stärke bewiesen haben.

Im Anschluß an diese Rede sprach der Präsident des Kongresses, A zad. Auch er forderte,. Indien sofort die Unabhängigkeit zu gewähren. Ebenso betonte Nehru in seiner Ansprache, daß die britische Regierung heute in voller Feindschaft gegen das indische Volk und die indische Freiheitsforderung stehe. Es sei ihm vollkom­men klar daß die britische Regierung den indischen Nationalkongreß als Feind Nr. 1 betrachte. Nach diesen Reden vertagte sich der Kongreß um 24 Stunden.

Wie Reuter aus Bombay meldet, hat der Ausschuß des Allindischen Kongresse« die Entschließung, die in

der Aufforderung an die Engländer gipfelt, Indien unverzüglich zu verlassen, mit großer Mehrheit angenommen. Znsatzanträge wurden abgelehnt.

knglands Kamps -esen Sandtst

Bangkok, 8. August. Um einer Schließung der Läden in Indien vorzubeugen, wie es auf dem Programm Gandhis für die llngehorsamkeitsbewegung steht, wird auf Grund des indischen Verteidigungsgesetzes angeord­net, daß während politischer Streiks das Schließen von Läden verboten ist. Zuwiderhandlungen werden mit drei Jahren Gefängnis bestraft. Außerdem ist die Bezirksbe­hörde berechtigt, geschlossene Läden nach freiem Ermessen jemand anderem zur Wetterführung zu übergeben.

(Siehe auch Seite 2)

einem Aufsatz fürEoliers Magazine" zu, daß die Dreierpaktmächte nunmehr den Krieg in Europa und in Asien gewinnen könnten, wobei er allerdings, um den.ibero-amerikanischen Staaten Angst zu machen und sie zu Kriegsanstrengungen gegen die Dreierpaktmächte zugunsten Washingtons anzuspornen, nicht versäumt, die lügnerische Behauptung aufzustellen, daß dann die Dreierpaktmächte ihr Kriegsziel,die Herren der Welt zu sein," erreicht hätten. Kein Zweifel also, daß nicht nur in Moskau, sondern auch in London und Washing­ton der in der Geschichte einzig dastehende Verlauf der deutschen Offensive gegen die sowjetisch« Südfront mehr und mehr Heulen und Zähneklappern auszulösen im Begriffe ist. Wie aber steht es mit der somit Völker­schicksale entscheidenden Schlacht an der Südfront im Osten?

Drei Drei Tatsachen kennzeichnen die im Kau- latlackien! Sowjets bevorstehende Kata-

strophe. Die erste ist das unaufhaltsame Vordringen der längs der beiden Bahnlinien Jeisk und Bataisk nach Süden vorgehenden deutschen Truppen, bei gleichzeitigem Vormarsch der südlich des Manytsch von Proletavskaja über Woroschilowsk nach dem unteren Kuban und die Bahnlinie AmawirGeorgijewsk über­schreitenden deutschen Verbände. Ein Blick auf die Kart, zeigt, daß es für die in diesem Abschnitt des kauka­sischen Kriegsschauplatzes im Westen und Eüdwesten be- reits abgetrennten Truppen Timoschenkos keine MLglich- kert mehr zum Rückzug nach Osten gibt. sondern daß ihnen höchstens noch ein Ausweichen zum Meer über Noworossijsk, etwa nach Tuapse, bleibt, dessen Hafen- anlagxn indes aber auch schon unter dem Bombardement der deutschen Luftwaffe liegen. Die zweite, die kata- strophale Lage der Südarmee Timoschenkos kcnnzeich. nende Tatsache ist, daß der Kaukasus im Süden den bisher abgeschnittenen und eingeschlossenen sowjetischen Truppen keine Möglichkeit zum Entkommen bietet, weil die einzige, den Kaukasus durchschneidende Straße nach Transkaukasien, nämlich die über eine Paßhöhe von 2345 Meter führende Verbindung von Ordschoni- kidse (Wladikawkas) bis Tiflis von den jenseits der Linie GeorgijewskWoroschilowskProletarskaja zusammenhanglos noch verzweifelten Widerstand leisten­den Bolschewiken nicht mehr erreicht werden kann. Die dritte Tatsache aber. die allerdings nicht allein die hier m diesem weiten kaukasischen Raum kämpfenden sowjeti­schen Truppen sondern die gesamte Sowjetarmee und letzten Endes dann auch Briten und Yankees angeht ist die, daß die Sowjets nach dem Verlust der landschaft­lich und industriell wertvollen Ukraine nun auch noch mit Nordkaukafien die letzte reiche Kornkammer verlieren und zudem noch ein Viehzuchtgebiet, wie es seines­gleichen in ganz Sowjetrußland nicht mehr gibt.Wenn erst die Deutschen die Linie TuapseMaikopArmawir Machatschkala erreicht haben, sind den Sowjets nicht letzten Edtreide- und Viehreserven, sondern auch die Oelquellen von KrasnodarMaikopGrosnys Machatschkala verloren, und es bleiben ihnen nur noch die Quellen von Baku und Tiflis, deren Er- Ä" "ur zum Teil, bestenfalls durch das Kaspische Meer nach der Wolga gebracht werden-können, welch letztere aber von der Luftwaffe bereits stark über­wacht und bereits als gefährdet gelten muß." Dos schrieb vor wenigen Tagen noch ein us-amerikanisches Blatt, um den USA.-Stcllen begreiflich zu machen, daß sie eine Riesenflotte von Tankflugzeugen bauen müßten, um in Zukunft die Versorgung der Sowjet-Streitkräfte mit Oel und Treibstoff sicherzustellen.

Nielenvroiektek" Schon ist Maikop in Reichweite ,iie,enpro,eme. ^ Rutschen Truppen. Armawir in

deutscher Hand und die weitere Entwicklung dürfte schon fast selbsttätig dazu führen, daß die Gesamtheit des nordwärts vom Kaukasus vorkommenden- Oels den Sowiets völlig verloren geht, wenn es auch nicht gleich weil sie vor ihrer Vernichtung die Oelquellen ein­ebnen werden den verbündeten Truppen zugute kommen kann Der USA.-Senator Lee. dem der Bau einer Hilfsflotte von Tankflugzeugen für die-Sowjets

M>IIIM»MIIINM»I»»NMI!IM,IINIIIIIIl»NIININIIIININ»INI, IIMIIIMNN>

Deutsche U-Boote versenkten weitere 15 feindliche Handelsschiffe mit über 103 000 BRT.

2m zügigen Vorstoß haben deutsche Verbände den Laba-Flnß im Kaukasus erreicht und die Städte Armawir und Kurgannaja genommen.

2m großen Donbogen sind unsere Truppen erneut zum Angriff angetreten.

In dem erbeuteten Eeheimbefehl Stalins enthüllt sich die katastrophale Lage der Sowjets.

Die 2apancr richteten schwere Luftangriffe gegen zahlreiche nordaustralische Städte.

Die Aufforderung Gandhis an die Brite«, Indien unverzüglich zu verlassen, wurde von einer großen Mehrheit des Allindischen Kongreßausschusses be­fürwortet.

Subhas Chandra Böse erließ über den Rundfunk einen neuen Freiheitsappell an die 2nder.

Der Reichsarbeitsdienst im Gau Weser-Ems blickt auf ein zehnjähriges Bestehen zurück.

Die Atlas Levante-Linie nimmt die Dividenden­zahlung wieder auf.

Die Francke-Werke nehmen eine Kapitalberichtigunq

vor.