Ausgabe 
(1.8.1942) Nr. 210
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zrcien Hansestadt vremcn

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkünüungsblatk des Neichsstatchaltecs in Oldenburg und vremen

Mr. 210 ,12. Mrgang

Sonnabend. 1. flugust 1942

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Vereils IS0 Kilometer südlich des unteren Von-Laufes / Negellose slucht der Sowjets

fluch im großen Von-Vogen den seind über den Nuß geworfen

kutschewskaia genommen

Kämpfe um den Eisenbahnknotenpunkt Salsk

Aus dem Führerhauptquartier, 31. Juli. W. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: E „Deutsche, rumänische und slowakische Truppen haben Ich den Unterlauf des Don in einer Breite von 25V Kilo- japw metcr überschritten und die in diesem Abschnitt zur mal i Verteidigung eingesetzten feindlichen Kräfte zerschlagen, n Dem Feind, der in voller Flucht und Unordnung ihr.! zurückflutet, sind schnelle Verbände 'und Borausabtei- n

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Ä kungcn der Infanterie- und Jägerdivisionen hart aus M hon Fersen geblieben und haben ihm schon jetzt an oer- M schiedenen Stellen in überholender Verfolgung den weiteren Rückzug verlegt. Die Spitzen der deutschen An- Ns grisfsarmecn stehen bereits 18V Kilometer südlich des M Don. Um den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Salsk m wird seit heute morgen gekämpft. Eine Jnsanterie- dimswn nahm Kutschewskaja fKuschischewka aus unserer Karte!). Die Gefangenen- und Veutezahle»

Waffen-^ marschierte durch Paris

Paris, 31. Juli. Starke Verbände der Waffen-ss. die aus dem Osten nach.Frankreich verlegt sind, mar­schierten am 29. Juli durch Paris. Die Pariser Bevölke­rung verfolgte gespannt den Vorbeimarsch und zeigte sich von diesem militärischen.Ereignis lies beeindruckt.

Hunderte von neuen stugplShen im Westen

Berlin, 31. Juli. Hinter dem europäischen Küsten- .wall, der von Viarritz entlang der Atlantik- und Kanal­küste über die Nordsee bis nach Kirkenes reicht, liegen Hunderte von neu angelegten und ausgebauten Flug­plätzen. Die betonierten Startbahnen ermöglichen es der deutschen Luftwaffe, mit ihren Flugzeugen bei jeder Wetterlage zu starten und zu landen. Die weiten Flug­zeughallen entziehen sich jÄicher Feindsicht, und um­fangreiche Sicherungsanlagen geben diesen Flugplätzen jeden Schutz vor Angriffen. Sie sind die Basis starker deutscher Jagd- und Kampffliegerverbände, die von hier aus ihre erfolgreichen Schläge gegen die britische Insel führen, wie die jüngsten Angriffe auf Birmingham ,und andere Küstenzentren beweisen. Trotz dieser' Akti­vität im Westen macht es die Größe der deutschen Luft­rüstung möglich, das stürmische Vorwärtsdrängen des deutschen Heeres an der Ostfront auch.weiterhin mit unvermindert starken Kräften der Luftwaffe erfolgreich zu unterstützen.

wachsen ständig, sind aber bei dem schnelle» Vormarsch bisher nicht za übersehen. Die Luftwaffe griff in die Versolgungskämpfe in pausenlosem Einsatz ein, zer­sprengte zahlreiche Kolonnen und verhinderte, daß der Gegner sich erneut festsetzte. Im großen Donboyen war­fen deutsche und rumänische Truppen den Feind über den Fluß. Italienische Verbände wiesen örtliche, von Panzern' unterstützte sowjetische Angriffe blutig ab. Ausbruchsversuche eingeschlossener feindlicher Kräfte und Entlastungsangriffe der Sowjets blieben erfolg­los. In diesen Kämpfen verlor der Feind am gestrigen Tage 82 Panzer. Auch im Donbogen griffen Kampf­und Schlachtfliegerverbände in die Angriffsoperationen ein. Den Rachschnbverbindungen der Sowjets aus Bah­nen und Wasserwegen wurde bei Tag und Nacht schwerer Schaden zugefügt. Im Raum von Rshew wurden starke Angriffe der Volschewisten znm Teil im Gegen­stoß abgewehrt und hierbei 48 Panzer abgeschossen. An der Wolchow-Front und vor Leningrad scheiterten ört­liche Vorstöße des Feindes. Bei llebersetzversuchen der Sowjets über die Newa wurden sieben Boote ver­nichtet. Im Finneubusen bekämpfte die Luftwaffe einen feindlichen Flugstützpunkt aus der Insel Lavansaari.

In Aegypten belegten deutsche Kampfflugzeuge in der Nacht znm 3V. Juli mehrere Flugplätze bei Kairo mit Bomben schweren Kalibers. In Hallen und Tank­lagern entstanden mehrere Großbrände. Volltreffer zwischen dicht abgestellten Flugzeugen richteten schwere Zerstörungen an. Bon zwei Flugzeugen, die am gestri­gen Nachmittag norddeutsches Küstengebiet überflogen, wurde eines im Lustkampf abgeschossen. Weitere sieb­zehn britische Flugzeuge wurden an der Kanal- und norwegischen Küste zum Absturz gebracht. Im See­gebiet von Vrighton versenkten leichte Kampfflugzeuge am Tage ein Handelsschiff von 3VVV BNT. In der ver­gangenen Nacht wiederholte die Luftwaffe mit stärkeren Kräften ihre Angriffe auf kriegswichtige Ziele in Birmingham. Die Aufklärung in den frühen Mor­genstunden ergab zahlreiche wcitausgedehnte Brände.

Wke durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote die feindliche Schiff­fahrt wiederum hatt getroffen. ^Es wurden ver­senkt: Im Mittelatlantik und vor der amerika­

nischen Küste aus stark gesicherten Geleitzügen 5 Schiffe mit 410ÜV BRT., 12 einzeln fahrende Schiffe mit 73 000 BRT. und 5 Frachtensegler und 1 Bewacher, vor der Westküste Afrikas 7 Schiffe mit 53 vvü BRT., im östlichen Mittelmeer 5 Frach­tensegler. Durch Torpedotreffer schwer beschädigt wurden aus Geleitzügen im Atlantik 1 Zerstörer und 2 Schiffe mit 17 vüv BRT. und im Seegebiet von Cypern 1 britischer Zerstörer. Die deutsche Unterseebootwaffe hat damit die Versenkung die­ses Monats um weitere 1K7 VVÜ BRT. erhöht. Der Gegner verlor wieder 24 Handelsschiffe, 1Ü Frach­tensegler und 1 Bewacher außer den beschädigt ge­meldeten Schiffen und Zerstörern."

Schwerste Romdeo suk Lirmin^ksm

Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, war in dex vergangenen Nacht Birmingham das Angriffsziel starker deutscher Kampfsliegerverbände. Bei guter Sich) durchbrachen die Kampfflugzeug« den feind­lichen Abwehrgürtel und warfen erneut Bomben schwe­ren und schwersten Kalibers sowie Tausende von Brand­bomben auf die zahlreichen kriegswichtigen Ziele, die schon durch die vergangenen schweren Angrifft hart ge­troffen, worden waren.

An mehreren Stellen entstanden unter starker Rauch­entwicklung und nach heftigen Explosionen zahlreiche Brände. Eine Bombe schwersten Kalibers traf Hallen eines Flugzengzellenwerkes und setzte sie in Brand. Deutsche Aufklärer, die heute morgen kurz vor drei Uhr die angegriffenen Zielräume überflogen, stellten zehn große und elf Flächenbrände fest. Daneben verteilten sich zahllose Brandherde in einer Ausdehnung von drei bis vier Kilometern von Nordwesten nach Südosten über das gesamte Zielgebiet. Donnerstag mittag grif­fen leichte deutsche Kampfflugzeuge an der englischen Südküste im Seegebiet von Brighton ein britisches Han­delsschiff von 300V BRT. mit Bomben an. Die Be- satzunyen beobachteten Einschläge unmittelbar am Heck und dicht vor dem Bug. Während der Frachter nach den Detonationen sank, ging die Mannschaft des ange­griffenen Handelsschiffes in die Boote.

Me bösen deutschen U-Voote!

lhurilM will ihre krkolge durch einen taschenspielertrick verschleiern

Drahtbericht unteres Vertreters rä. Stockholm,'31. Juli. Die deutsche Sondermel­dung über die neuen großen U-Boot-Erfolge im Atlantik und vor der amerikanischen und westafrikanischen Küste wird unfreiwillig ergänzt durch eine aufsehenerregende Nachricht aus Washington, in der verhältnismäßig hohe Schiffsverluste zugegeben werden. Es heißt darin u. a.: „Nach nicht offiziellen Berechnungen sind den ll-Vooten im westlichen Atlantik 423 Frachter der verbündeten Handelsflotten zum Opfer gefallen."

Während sich also die jüdischen Agitatoren in den Vereinigten Staaten langsam dazu bequemen, den drängenden Fragen der Allgemeinheit über den Um­fang der Schiffsversenkungen im Atlantik wenigstens mit frisierten und unvollständigen Zahlenangaben Rech­nung zu tragen, verharrt Churchill hartnäckig in sei­nem Schweigen über die im Eismeer versenkten Geleit­züge. Er läßt dagegen in die Welt hinausposaunen, eine Reihe von englischen Zerstörerkommandanten habe Auszeichnungen erhalten, weil sie sich bei Geleitzug­kämpfen im Eismeer tapferDenommen hätten. Diese Kämpfe aber spielten sich bereits im April im Zusam­menhang mit der Versenkung des englischen Kreuzers „Edinburgh" ab. dessen Verlust auch erst fetzt wieder zugegeben worden ist. Damals waren die Nachte noch lang und die Tage dunkel. Damals gelang es noch hin und wieder einem englischen Frachter, nach Mur­mansk durchzukommen. Aber auch der mit viel jüdischer

Schlauheit ausgeklügelte Trick einer nachträglichen Auszeichnung von Seeoffizieren ändert nichts an der Tatsache, daß der Weg nach Murmansk für. englisch-ame­rikanische Transporte heute nicht mehr befahrbar ist.

In ihrer Verzweiflung über ihre Hilflosigkeit gegen­über dem Wirken deutscher U-Voote haben die Englän­der nun auch ihre Luftstreitkräfte zur U-Voot-Bekämp- fung " eingesetzt. Der Luftwaffensachverständige der „Daily Mail" plaudert aus, die RAF. habe in der letz­ten Zeit Mittelschwere und. schwere Bomber in die Bis- kaya-Bucht entsandt, um dort deutschen U-Booten den Weg zu versperren. Die englischen Bomber seien dabei aber auf heftigsten Widerstand gestoßen.

wieder liink voll beladene srachter ...

Berlin, 31. Juli. Wiederum werden aus dem at­lantischen Seegebiet eine Anzahl von Schisssversenkungen gemeldet. Es handelt sich um fünf Frachtdampfer, von denen zwei mittelgroße amerikanische Handelsschiffe vor der nordamerikanischen Ostküste und drei bewaffnete Handelsschiffe im südlichen Atlantik versenkt wurden.

Bon den versenkten fünf Schiffen waren zwei mit Kriegsmaterial und die drei anderen mit kriegswichti­gen Rohstoffen beladen. Von zweien der versenkten Schiffe wurden Ueberlebende in amerikanischen Häfen gelandet während über das Schicksal der Besatzungen der im Südatlantik versenkten drei bewaffneten Schiffe nichts bekannt ist.

Me Verfolgungsschlachl im Kuban-öebiel

Wuchtige sormuUerungen des flkw.-verichies — Stalins veriweiLelter ragesbejetil — Litwinow und Maiskg drängen

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Diahtbericht unterer Berliner SÄriktleitung

clr. rv. Mit. Berlin, 31. Juli. Immer deutlicher zeichnet sich der Einbruch der Katastrophe für die So­wjets im Kuban-Gebiet ab. Die Formulierungen des Wehrmachlsberichtes haben heute eine erdrückende Wucht. Der Don. ist in 25Ü Kilometer breiter Front über- Ichntten — die feindliche Verteidigung zerschlagen — dex Feind in voller Flucht und Unordnung zurückflutend rn überholender Verfolgung abgeschnitten — und fchließ- lich die deutschen Angriffsspitzen schon 188 Kilometer südlich des Don — das ist eine eindeutige Antwort auf den Tagesbefehl Stalins: „Die Rückzüge müssen auf­hören!"

Der „Rote Stern" hackte zu diesem Tagesbefehl ge­schrieben, daß er die Garantie für den Sieg darstelle, UM auch die Londoner Presse gab in zahlreichen Kom­mentaren der Hoffnung Ausdruck, daß Stalin schon wissen werde, was er wolle, daß er offenbar nunmehr seine Reserven in den Kampf werfen werde, um dem deutschen Vormarsch wie im Dezember' des vergangenen

Jahres vor Moskau und bei Rostow die äußerste Grenze im Gegenangriff zu zeigen. In Wirklichkeit ist es eher als eine Ausgeburt der hilflosen Verzweiflung zu deu­ten, wenn Stalin Timoschenkvs Parole des elastischen Rückzuges heule so leidenschaftlich desavouiert. Timo- schenko wußte schon, worauf es ihm ankam. Er kann sich nach den gewaltigen Menschenopfern im bisherigen Kriegsverlauf keine riesenhaften Verluste in Kessel­schlachten mehr gestatten. Allerdings sind nun die ihm unterstellten Kommandos und die Truppen bei der plötz­lichen taktischen Umstellung nicht mitgekommen, und der vorgesehene „elastische Rückzug" auf neue vorbereitete Verteidigungsstellungen ist zum Teil in überstürzten un­geordneten Rückzug ausgeartet, wobei lebenswichtige Räume in einem Ausmaß preisgegeben werden mußten, daß nun das Dilemma an der anderen Seite vollkom­men unerträglich geworden ist. In Moskau und Ku- byschew mußte man zu der Erkenntnis kommen, daß jeder weiter« Schritt zurück die Gefahr einer voll­kommenen Lähmung der physischen Lebensfähigkeit und der Angriffslvaft der Sowjets einschließt.

Mit dem Befehl Stalins ist es aber nicht getan. Ob die Sowjets weiter zurückgehen werden, darüber ent­scheidet ja auch noch die deutsche Wehrmacht und es sieht wahrhaftig nicht so aus, als ob Timofchenko seine Truppen im Süden noch einmal entscheidend und end­gültig zum Stehen bringen könnte. Bis zu 1588 Kilo- meter haben unsere Truppen zum Teil an der Ost­front schon kämpsend zurückgelegt. Trotzdem so die Ver­bindungswege eine gewaltige Ausdehnung erfahren habe», funktioniert der Nachschub ausgezeichnet, und von den Endpunkten dieser Verbindungswege wird der deutsche Angriff weiterhin mit dem gleichen Schwung vorgetragen, wre in den vergangenen Jahren in viel größerer Nähe unserer Grenzen.

Während auf deutscher Seite eine von den Gegnern als Wunder bestaunte organisatorische Leistung die Verbindungswege und den Nachschub sichert und in bester Ordnung erhält, müssen die Sowjets zusehen, wie ihnen die letzten lebenswichtigen Verkehrswege zer-

(Fortsetzung auf Seite 2)

Da- ÜaafstLafßÄek <«ke- Ae-re-e-

Dle U-Boot-Erfolge vor Amerika und Afrika

ckr. v. sck. Berlin, 31. Juli. Zum Abschluß des Mo­nats wird noch einmal eckn Sammelergebnis vom Kampf unserer Unterseeboote gegen den feindlichen Schiffsraum, das vierte im Juli, gemeldet. Hinzu tre­ten diesmal noch die Erfolge, die die Luftwaffe bei ihren Angriffen gegen den Riesengeleitzua im Eismeer erzielen konnte. Es ist demnach vorauszusehen, daß sich die Gesamtversenkungsziffer im Juli im Bereiche der aus den Vormonaten bekannten Größenordnung be­wegen wird, was im Hinblick auf die kurzen Nächte des Hochsommers, die die Operationen unserer Unter­seeboote erschweren, besonders bemerkenswert ist! Selbst­verständlich haben sich die Vereinigten Staaten auch um die Verstärkung der Abwehrmaßnahmen bemüht. Die heutige Sondermeldung betont die starke Sicherung der Eeleitzllge aus denen im Mittelatlantjk und vor der amerikanischen Küste fünf Schiffe herausgeschossen wurden. In der amerikanischen Presse machten sich schon wieder Stimmen laut, die sich von der Verstär­kung der Abwehrmaßnahmen die große Wende in der „Schlacht aller Schlachten" versprachen. Man übersteht auf der Gegenseite immer wieder, daß nach dem Weg­fall aller politischen Hemmungen seit dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg das Operationsfeld unserer Unterseeboote so weiträumig geworden ist, daß wir mit einer entscheidenden Waffe immer da wirksam zuschlagen können, wo der Gegner uns die Gelegenheit oazu bietet. Die 167 800 Tonnen, die jetzt wieder als versenkt gemeldet werden, stellen das Ergebnis weit verteilter Angriffe von der amerikanischen Küste über die Westküste Afrikas bis zum östlichen Mittelmeer dar. Das Uhrwerk an der Höllenmaschine, die den Feind mit der Katastrohe hedroht, tickt unentwegt und mit gleichbleibender Regelmäßigkeit weiter.

Die voreiligen Illusionisten in der' amerikanischen Vresse werden nun wohl wieder für eine Weile ver­stummen. Man wird sich drüben zweckmäßiger an die Auffassung halten, die kürzlich der stellvertretende Di­rektor des. amerikanische,. Amtes für Kriegsinforma­tionen äußerte: Die Schiffahrt werde zweifellos wäh­rend des ganzen Krieges das schwierigste Problem für die Vereinigten Staaten bleiben. Zu Anfang des Mo­nats haben die amerikanischen Marinebehörden die Mitteilung herausgegeben, daß die Schiffsverlnste jetzt wöchentlich die größten seit Kriegsbeginn geworden seien. Dieses amtliche Geständis hat in der englischen Oeffentlichkeckt, wo man schon auf allerhand gefaßt war, wie ein Donnerschlag gewirkt. Im Zusammenhang mit dieser Darstellung wandte sich die Zeitschrift „Time" mit äußerster Schärfe gegen die Prahlhänse, die davon redeten, daß es der amerikanischen Marine gelungen sei, die U-Boote aus den atlantischen Küstengewässern zu vertreiben. Die Lage sei heute noch sehr viel ernster als vor einem Monat. Aus dem Londoner Bericht einer schwedischen Zeitung geht hervor, daß man nun auch in englischen Wirtschaftskreisen Immer deutlicher das Gefühl gewinnt, mit der Tonnagekrise, die durch die geheime Unterhausdebatte bestätigt wurde, habe die Niederschrift des Hauptkapitels des Krieges begonnen. Demgegenüber seien die Londoner Erörterungen über die Nachkriegsprobleme in den Hintergrund getreten.

Auf dieser Linie liegen auch die Ausführungen, die in diesen Tagen der Großadmiral Lord Lhatfield in der „Sunday Times" machte. Lhatfield sagte daß seit langem jeder Engländer davon überzeugt sei. daß Groß­britanniens Schicksal auf der See liege. Zwei Kriege hätten England zeigen müssen, daß zwar im Frieden sein« Schiffahrt noch seine Stärke sei. nicht aber im Kriege. Der englische Admiral stößt dann zum Kern­punkt der Dinge vor, wenn er feststellt, daß England sich übernommen habe, als. es ein riesiges Empire ge­schaffen habe, das setzt nicht verteidigt werden könne, statt eine kleine, aber mächtige und auf sich selbst ge­stellte Nation zu bleiben. Die Erkenntnis kommt nun in spät. Der Gedanke konnte auch nur aus der Panik­stimmung geboren werden, daß man nämlich versuchen solle, einer Riesenflotte von Frachtflugzeugen einen wesentlichen Teil der bisher den Schiffen zugewiesenen

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Deutsche Unterseeboote versenkten weitere 24 Han­delsschiffe, 18 Frachtensegler und einen Bewacher mit insgesamt 187 888 BRT.

Die Spitzen der deutschen Angriffsarmeen im Sü­den der Ostfront stehen bereits 188 Kilometer süd­lich des Don.

Kutschewskaja wurde genommen; um Salsk wird noch gekämpft.

Die Sowjets fetzen in London und Washington ihre - Druckversuche wegen der Errichtung einer zweiten Front verzweifelt fort.

Die deutsche Luftwaffe richtete erneut schwere An­griffe gegen das englische Riistungszentrum Bir­mingham.

Die Japaner unternahmen wirkungsvolle Luftan­griffe auf den australischen Luftstützpunkt Towns- ville.

Die Landesgruppe Bremen der Kleingärtner richtete mit Unterstützung der bremischen Verwaltung eine vorbildliche Gemeinschaftsküche ein.