Ausgabe 
(27.7.1942) Nr. 204
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zrcien fjonsestadl vremen

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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblatk des Neichsstattlfaliers In Oldenburg und vremen

Nr. 204 , 12. Jahrgang

Montag, 2?. Juli 1942

kinzelpreis 1Z Npf.

starte Kämpfe südlich und ostwärts Nostow - Schiffsmiete auf der Wolga bombardiert

über die? Kilometer breite von Mündung!

r Im großen Von-Vogen den ^ stuft erreicht

' Aus dem Führerhauptquartier, 28. Juli. ' Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Süd­lich und ostwärts Rostow wurde in harten Kämpfen der Uebergang über den Don erzwungen. Die Versuche M' des Feindes, eine geordnete und zusammenhängende i» Adwehrfront am Süduser des Don auszubauen, sind ge­st scheitert. Ein sowjetisches Kanonenboot wurde von der ^ Luftwaffe in der Donmündung versenkt. Aus der Wolga warfen Kampflugzeuge bei Tages- und Nachtangriffen zwei Tanker mit zusammen 8000 Tonnen in Brand und versenkkkn drei mit Nachschubgütern beladene große Schleppkähne. 2m großen Donbogen stehe» deutsche und rumänische Truppen im Kamps mit feindlichen In­fanterie- und Panzerkrästen und haben mit ihren An- sängen den Don erreicht. Im Raum von Woronesch "" scheiterten auch gestern alle Angriffe der Sowjets an dem hervorragenden Kampfgeist unserer Truppen. Nord­westlich Woronesch wurden massierte Truppenbereit- stellungen des Feindes durch zusammengefaßten AngrHs be von Infanterie-, Panzer- und Luftwassenverbänden zer- "I schlagen. Gegenangriffe des Feindes blieben erfolglos. Allein in einem Divisionsabschnitt wurden am gestrigen Tage 48 feindliche Panzer vernichtet. An der übrigen Ost,ront nur örtliche Kampstätigkeit.

Aus Malta nuttden neue Zerstörungen in den An­lagen der Flugplätze Luca und Halfar erzielt und vor St Port Said ein größeres Handelsschiff durch Bomben- , wurs beschädigt. An der Ostküste Englands belegte die stz Lu-stwasse in der vergangenen Nacht bei guter Erd­sicht den Hasen von Middlesborough mit einer

- großen Anzahl von Spreng- und Brandbomben. Nach ^ heftigen Explosionen entständen ausgedehnte Brände.

Nach planlosen Bombenwürfen einzelner britischer Flugzeuge am Tage im Rhein-Main-Eebiet griff die britische Luftwaffe in der letzten Nacht Westdeutschland ' und wieder vor allem Duisburg, Homberg und Mörs an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste; be- « sonders in Wohnvierteln entstanden zum Teil erhebliche Eebäudeschkden. Durch Nachtjäger und Flakartillerie wurden els der angreifenden Bomber zum Absturz ge-

- bracht. Sowjetische Vombeiislngzeuge unternähmest wir- kungslose Störangriffe auf ostprcußisches Gebiet. Die

, Eowjetlustwasse verlor am 24. und 28. Juli 128 Flug­zeuge, fünf eigene werden vermißt."

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K

1

Line suüeroiäeiftlicke Leistung Zu den Kämpfen um die Donübergänge südlich und ostwärts von Rostow teilt das Oberkommando der

! Sen SS. bis l02. tuftsteg errungen

Berlin, 2K. Juli. Oberleutnant Bauer, Staffel­kapitän in einem Jagdgeschwader, errang am Sonnabend >1 bei den Kämpfen an der südlichen Ostsront seinen - 33. bis 132. Luftsieg.

Ein Sturzkampfgeschwader hat auf 33 030 Feindflü- gen an der Ostsront entscheidend in die Erdkämpfe ein- n gegriffen und die Angrisfe des Heeres bei den gewal- 3 tigen Siegesziigen, aber auch in den schweren Abwehr- ^ kämpfen des Winters hervorragend unterstützt. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe sprach dem Komman­deur, Oberstleutnant Graf Schoenborn, und seinen be­währten Stukafliegern für die beispielhafte Einsatz­freudigkeit und zu den Erfolgen seine besondere Aner­kennung und seinen Dank aus.

Ein an der Ostfront eingesetzter kroatischer Jagdverband unter Führung des Oberstleutnants Dzal hat sich im gemeinsamen Kampf gegen den bolschewisti- .x scheu Feind hervorragend bewährt und eine stolze Zahl ! von Luftsiegen errungen.

Der Reichsmarschall hat aus diesem Anlaß den tapfe- , ren kroatischen Fliegern und ihrem Kommandeur seinen Dank und seine besondere Anerkennung für diese Lei­stungen ausgesprochen.

Wehrmacht ergänzend mit: Der Feind versuchte vergeb­lich, teilweise in Bunkerstellungen hartnäckigen Wider­stand zu leisten. Die Ueberwindung, der Don-Mündung war eine außerordentliche Leistung aller beteiligten Verbände, da das 7 Kilometer breite Delta mit seinen Inseln und Sümpfen die Verteidigung der Bolschewisten begünstigte. In zähen Kämpfen'wurde der feindliche Widerstand gebrochen und der Uebergang über den Don erzwungen. Auch slowakische Truppen, die sich schon im Kampf um Rostow durch ihren hervorragenden Kampf­geist bewährt hatten, waren an diesen erfolgreichen Kämpfen beteiligt. Die Kampfhandlungen wurden durch Verbände der Luftwaffe wirkungsvoll unterstützt. In pausenlosen Angriffen bombardierten Kampf- und Sturz­kampfflugzeuge die südlich Rostow zurückflutenden bol­schewistischen Kolonnen, und belegten den Schiffsver­kehr auf der Don-Mündung wirkungsvoll mit Bomben. Außer einem Kanonenboot, das in eiliger Flucht dem Schwarzen Meer zustrebte, wurden mehrere Fährboote mit flüchtenden Truppen in Brand geworfen. Im Unter­lauf des Don ostwärts Rostow griffen die deutschen Kampffliegerverbände erfolgreich in die Erdkämpfe ein und brachten zahlreiche Batterien zmn Schweigen. Die stark befestigten Verteidigungsanlagen der Bolschewisten am Süduser des Don wmden wirkungsvoll bombardiert.

Im großen Don-Bogen versuchte der Feind eine Ver- teidigungsfroiit westlich des Don zu errichten. Mehrere, mit starker Artillerieunterstlltzung vorgetragene feindliche Gegenangriffe wurden erfolgreich abgewehrt. Südlich des Tschir wurden Stellungen d.es Feindes durchbrochen. Die Bolschewisten versuchten hier vergeblich, durch Her­anführen von Verstärkungen das Vordringen der deut­schen und verbündeten Truppen aufzuhalten. Auch ein feindlicher Durchbruchsoersuch scheiterte, nachdem schnelle deutsche Verbände durch einen Flankeustotz starke feind-

Berlin, 26. Juli. Nach den beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen wurden die Operationen der deutschen Unterseeboote auch in der vergangenen Woche mit großem Erfolg gegen die feind­liche Versorgungsjchissahrt fortgesetzt.

Die wichtigsten Überseeischen Zufahrtslinien des Fein­des im gesamten atlantischen Raum wurden abermals nachhaltig gestört. So wurde im Seegebiet nördlich der Azoren ein feindlicher Eeleitzug, der Kriegsmaterial nach Afrika bringen sollte, zerschlagen und daraus sieben Handelsschiffe mit 38 330 BRT., darunter ein großer Munitionsdampfer, versenkt.

Auch der Kampf gegen hie amerikanische Verfor- gungsschiffahrt wurde in den Gewässern der amerikani­schen Ostküste mit Erfolg fortgesetzt. Wiederum wurden sechs große amerikanische oder in amerikanischen Dien­sten fahrende Handelsschiffe mit 81 030 BRT. versenkt und ein weiterer Frachtdampfer schwer beschädigt. So verlor der Feind allein in vier Tagen neuerlich sech­zehn Handels- und Transportschiffe mit insgesamt 104 000 BRT. Trotz verstärkter Bewachung gelang es einem deutschen Unterseeboot, in den St.-Lorenz-Strom einzudringen und dort aus stark gesicherten Geleitzügen drpi Handelsschiffe mit 18 000 BRT. herauszuschießen und zu versenken, ein weiteres Schiff von 4300 BRT. wurde durch einen Torpedo so. schwer getroffen, daß es von der Besatzung auf Strand gesetzt werden mußte.

Durch die ständigen starken Verluste an Handels- fchisfsraum sah sich die amerikanische Regierung gezwun­gen, die Einfuhr nach den USA. stark zu drosseln und auf kriegswichtige Güter zu beschränken. Auch die Aus­fuhr aus den USA. mußte stark herabgesetzt werden, einerseits weil es an Schiffsraum mangelt, und anderer­seits weil die amerikanische Produktion von nichtkriegs- wichtigen Gütern außerordentlich stark abgenommen hat. Während so die überseeischen Zusahrtswcge des

liche Kräftcgruppen vernichtet hatten. An anderer Stelle wurden mehrere von Panzerkampfwagen unter­stützte feindliche Angriffe in erfolgreichem Zusammen­wirken mit Sturzkampfflugzeugen zerschlagen.

Der Schwerpunkt der deutschen Luftangriffe im Don- Bogen richtete sich auch am Sonnabend wieder gegen feindliche Panzerbereitstellungen und Kolonnen. 40 bol­schewistische Panzerlampfwagen wurden durch Bomben der Sturzkampfflugzeuge vernichtet. Schlacht- und Kampfflieger zerstörten zahlreiche Geschütze und warfen bei wiederholten Tiefangriffen mit Material beladene Fahrzeuge in Brand. Der Nachschubverkchr des Feindes auf der Wolga war Tag und Nacht das Ziel deutscher Luftangriffe.

^ngriit suk ^/licicileskorori^k

Zu dem gemeldeten Angriff deutscher Kampfflug­zeuge in der Nacht zum Sonntag auf Middlesborough tritt das Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Einzelheiten mit: In mehreren Wellen durchbrachen deutsche Kampfflugzeuge in den frühen Morgenstunden des 26. Juli die Abwehrfeuer des rings um Middles­borough und seine wichtigen Rüstungswerke aufgestell­ten Flakbatterien. Auch zahlreiche Ballonsperren über den Hafenanlagen und den Hochofenwerken dieser für die britische Rüstung bedeutenden Stadt an der Ost­küste Englands konnten die deutschen Kampfflugzeuge nicht an gut gezielten Bombenabwürfen hindern.

Fernkampfbatterien der deutschen Kriegsmarine nah­men in der Nacht zum Sonntag einen britischen Eeleit­zug im Kanal unter Feuer. Es konnte beobachtet wer­den, daß die Schiffe des britischen Eeleitzuges in ver­schiedenen Richtungen mit höchster Fahrt der britischen Küste zustrebten. -

Gegners schwersten Störungen durch die deutsche Unter- seebootwafse unterliegen, konnte der Nachschubbedarf der Achsenmächte im Mittelmeerraum gegen britische Störversuche nachhaltig geschützt werden.

Die deutsche Luftwaffe unterstützt durch bewaff­nete Aufklärung und Angriffe gegen Schiffsziele sim Seegebiet um England sowie gegen die Rüstungs­industrie an der britischen Süd- und Südostküste wir­kungsvoll die Kampfhandlungen der deutschen Kriegs­marine in; Handelskrieg gegen Großbritannien und die USA.

Die Besatzungen leichter deutscher Seestreit- kräfte gaben Lei einem Zusammenstoß mit britischen leichten Seestreitkräften im Kanal einen neuerlichen Be­weis ihres hohen Kampfwillens und ihrer hervor­ragenden Ausbildung. Ohne daß es den Briten gelang, auch nur ein einziges deutsches Boot zu versenken, wur­den von dem feindlichen Verband fünf Boote versenkt, darunter auch das Führerboot, weitere zwei britische Boote konnten brennend entkommen. Von den versenk­ten britischen Torpedo-Schnellbooten wurde eines durch einen deutschen Unterseebootjäger im Rammstoß ver­senkt, wobei die britische Flagge durch einen deutschen Matrosen heruntergerissen und erbeutet wurde. Bon der Besatzung des gerammten und versenkten britischen Bootes wurden mehrere Mann zu Gefangenen gemacht.

USfl-kandelsschiff mit Noffffoffen versenkt

Berlin, 26. Juli. Ein amerikanisches Handelsschiff mittlerer Tonnage wurde am 16. Juli etwa 800 See­meilen vor der Ostküste der USA. torpediert und ver­senkt. Eine Anzahl überlebender Vesatzungsangehöriger erreichte jetzt einen Hafen an der USA.-Küste. Der Verlust des Schiffes, das eine Rohstosfladung nach den USA. bringen sollte, muß nun vom USA.-Marine- ministerium zugegeben werden.

Me kroßerfolge unserer U-Voole

kin weiterer stolzer Wochenbericht - Schwerste Störung der seindversorgung

fluchmlecks öegenoffenftve blutig gescheitert

Schwere Niederlage der Veiten bei kl fllamein / Heldenmütiger Kampf der rruppen Nommeis

Verstärkter Druckr der Sowjets in London

b. Berlin, 26. Juli. Die an den in London und Washington widerwillig zugegebenen deutschen Steg Rostow eiligst geknüpfte Hoffnung auf eine Atempause für Timoschenko hat sich nicht erfüllt. In dem Augen­blick, in dem nach Don-Uebergängen östlich der Donez- mündung auch der Unterlauf des Flusses südlich und ostwärts Rostow an mehreren Stellen bezwungen wurde, erwies sich der Versuch, eine neue zusammenhängende sowjetische Verteidigungslinie südlich des Don zu er­richten, als illusorisch. Mit dem Rücken zum Don den stark anstürmenden deutschen Armeen einen neuen Widerstand zu bieten, war das Wunschbild der Lon­donerTimes'" und auch der Rettungsversuch Timo- schenkos. Heute steht es fest, daß der Don nicht die Linie des Widerstandes Timofchenkos sein wird. Die Angrifsswucht der deutschen Truppen hat sich in den vier Wochen härtester Kämpfe nicht verströmt. Regen und Staub, Schwarzerde und Steppe konnten die Offen­sive nicht hemmen, wie Timofchenkos Truppen den Sie­geslauf unserer Truppen nicht aufhalten konnten. Die schnellen Verbände stießen unentwegt vor, und die deutsche Infanterie marschierte, marschierte und mar­schierte. Im großen Don-Bogen konnte jetzt das West­ufer des Flusses durch einige Verbände erreicht werden, die auch hier nach pausenlosem Vormarsch den härter werdenden Widerstand der Bolschewisten in den von tiefen Schluchten durchzogenen Höhenrücken brachen. Die Wolga wurde Operationsgebiet der deutschen Luftwaffe, die bei Tag und Nacht den dem Nachschub Timoschen- kos dienenden Fluß überwachte und bereits zwei grö­ßere Tanker in Brand werfen und drei große Schlepper versenken konnte.

m London «Höht, in der diezweite Front" als die vielleicht risikoreichste aber einzige Möglichkeit betrach­tet wird, hat der bekannte Publizist Garvin im Observer" die Weisheit ausgesprochen, daß England am Don verliere. Weil England und Amerika'nicht habe verhindern können, daß Deutschland und seine Verbündeten wieder solche Massen von Truppen und Material offensiv werden lassen konnten, weil man in London und Washington jetzt seine Kriegspläne aufs schwerst« gefährdet sehe und weil man in diesen Tagen der Katastrophe für die sowjetische Südflanke nichts für dre bolschewistischen Verbündeten habe tun können deshalb sei der Sieg der deutschen Armeen über die Armeen Timofchenkos auch ein Sieg über England und Amerika gewesen.

- Man fühlt diese Niederlage in London nicht nur bei einem Blick in die Zeitungen, nicht nur angesichts der kommunistischen Demonstrationen auf dem Trafalgar square, nicht nur angesichts der langen Reportagen über die emsige Tätigkeit des Sowjetbotschafters Marsky, man fühlt sie an dem Punkt, an dem England immer am empfindlichsten war. DerDon ruft nach Englands Schiffen! Denn die Sowjetunion, der man jo oft Hilfe versprach und der man nicht nui aus Prestigegründen gern Hilfe geben möchte, steht gegen England, wie auch gegen China, Australien und den übrigen Alliierten in dem Konkurrenzkampf um das änliche Kriegsmaterial. Unbeschadet, wieviel seligst angefertigtes Kriegsmaterial in den amcrikani- schen Rustungsfabriken liegen mag der Rüstunqs- oiktator Donald Nelson warnte heute vor einer lleber- schatzung der Möglichkeiten und vor dem gedankenlosen Nachplwudern der Phantasiezahlen auch unbeschadet der übrigen alliierten Materialwünsche. Die ameri­kanische ZeitschriftFortune", die sich mit diesen Problemen beschäftigt, bemerkt, es gehe nicht darum, wer von den Alliierten die größten Kriegsmaterial- tteserungen aus den Vereinigten Staaten erhalten solle sondern vor allem darum, woher man den erforder­lichen Schiffsraum hole. Die USA. hätten ihre Truppen m Australien, die Streitkräfte auf Island und den Inseln des Karibischen Meeres, in Panama, in Indien und Ägypten, Novdirland und die an der Ost­front auf Tausende von Seemeilen langen Wegen mit altem, was sie zur Kriegführung brauchten, zu belie- sern. Außerdem verlangten die Engländer Oel aus den am Karibischen Meer liegenden Ländern. Fleisch aus Argentinien und Weizen aus Australien. Dies alles

sVon KrisZsbsricbtsr Imtr block)

^ kli.-Sonderbericht. rck. Nordafrika, 28. Juli. Daß ^ Auchinleck große Pläne an der El-Alamcin-Front hatte, ging nicht nur aus dem erbitterten Widerstand in der ' großen Vescstigungslinie vor dem Nildelta hervor, son­dern auch aus den geschwätzigen Kommentaren des feindlichen Nachrichtendienstes, der Son Tag zu Tag mehr von einem bevorstehenden großen Schlag gegen Rommel sprach. Schließlich wußten wir auch aus Beute­befehlen, daß der englische Oberbefehlshaber alles an ^ Mästen zusammenzog, um zu einem starken Angriffs- stoß anzusetzen, der ihm beim Gelingen ein rasches Vor- dnngen in Richtung Marsa Matruk, Vernichtung der , gegnerischen Divisionen, und wie die rosigen Zukunfts­plane alle noch lauteten, erlauben sollte. AIs der erst« . Angriffstag herum war, lagen 131 abgeschossene, größten- ^ ttrls durch die Wucht unserer Waffen völlig vernichtete P""ier aller Größen vor den deutschen und italienischen Stellungen, die nach vorübergehenden Einbrüchen und '! Z,EEMl>>ttiger Abwehr im Endergebnis sogar bessere Positionen einnehmen konnte.

>» Zwar flackerte in der Nacht ein schwächerer Angriff »» ober mit dem gleichen Heldentum von den

putschen und Italienern gemeinsam abgeschlagen wurde, obwohl manchmal nur infanteristische Kräfte gegen S Panzer standen. AIs der neue Tag graute, sah sich -auchrnleck der Tatsache einer völlig fehlgrschlagenen -Litton gegenüber, die ihm schwerste Verluste, vor allem

kaum wiedergutzumachende Panzcrverluste, eingebracht hatte, ohne daß er auch nur die kleinste-Frontverbesse- rung oder Rückeroberung eines der vielumlämpften Werke der El-Alamein-Stellung erreicht hatte. Rommel hatte mit- seiner Panzerarmee den in starker Ueberzahl, mit viel Menschen und nach einem an sich guten Plan anstürmenden Gegner schon in der Entwicklung um­gangen und einigen Dutzend , durchgebrochenen Panzern ein Ende bereitet, wie es als Mahnung an den Feind und als Ruhmesblatt soldatischer Bewährung nicht größer gedacht werden kann. Und das kam so:

Eindruck viril abgeriegelt

Bereits am Vorabend des englischen Großangriffs brachen an einer Stelle der mittleren Front starke Feindkräfte nach längerer Artillerievorbereitung mit Panzerunterstützung vor, wobei ein örtlicher Einbruch gelang, der aber sofort abgeriegelt werden konnte. In der Frühe des folgenden Morgens, bereits um 4.15 Uhr, traten Teile des deutschen Afrikakorps zum Ge­genangriff an, stellten die Lage wieder her und mach­ten im ersten Ansturm bereits 400 Gefangene.

Keuer Einbruch Im blorcken

Noch während das deutsche Afrikakorps, für das die­ser Tag zu einem der größten Triumphe werden sollte, sich an dem schnellen Erfolg erfreute und zur Sicherung des wiedergewonnenen Geländes überging, brach ein

neuer englischer Angriff im Norden, an der Küsten- straße, los, wo eine australische Division und Teile einer Panzerbrigade angetreten waren. Dieser über­raschend gestartete Angriff führte gegen deutsche und italienische Feldstellungen, die noch im Ausbau waren. Deshalb kam es an einigen Stellen zu Einbrüchen, die aber in zähen Abwchrkämpfen immer wieder abgerie­gelt werden konnten, wobei manche Kompanie einen ganzen Tag abgeschnitten blieb, sich aber gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen Gegner in einer schein­bar hoffnungslosen Lage nicht ergab, sondern nach meh­reren Stunden des Ausharrens unter Zurückdrängen des Feindes entsetzt werden konnte.

150 ?snrer drecken an sckinaler krönt vor Mach während die Kämpfe im Norden im Gang sind, holt die englische Führung auf dem kleinen hochgelege­nen Plateau von Dir el Shein zu einem mächtigen Panzerschlag aus. Der Angriff gilt vor allem dem tiefgegliederten Werk und der infanteristischen Stellung auf einer Höhe, die von nahezu 150 anrollenden Panzern, die nach schwerem Beschüß und schwerster Artillerievor­bereitung plötzlich zwischen den Linien sind. überrollt werden. Zwar können sie mit ihren panzerbrechenden Abwehrwaffen einige Feindpanzer abschießen, ohne aber das Vordringen der Stahlkolosfe aufhatten zu können, die sich gegen die Ra-LHungs-Piste vorschieben.

(Fortsetzung auf Seite 8)

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gang über den Don erzwungen.

Die Sowjetluftwafse verlor am 24. und 25. Jul 128 Flugzeuge bei nur 5 deutschen Verlusten. Angesichts der Niederlage im Don-Bogen setzen di Sowjets ihre Druckversuche in London zwecks Er richtung einer zweiten Front verzweifelt fort.

Aus dem neuen Wochenbericht unserer U-Vootwafsi ergibt sich eine weitere nachhaltige Einbuße für di> feindliche Versorgungsschifsahrt.

Mussolini weilte auf einer längeren Besichtigungs­fahrt rn der Marmarica.

Die 8. Kampfspiele der Nordsee-Hitlerjugend sahen Bremen, Oldenburg und Osnabrück als die erfolg­reichsten Banne.

Werder ringt dem Deutschen Fußballmeister «chalkc 34 ein achtbares 3:3-Uncntschicden ab.

Bei den Deutschen Leichtathletikmeistcrschaften wur­den Ernst Schmidt und Luise Krüger Mehrkampf­meister.

Deutschland gewann den Fiinsländerkamps der Rad- sportler.