Ausgabe 
(26.7.1942) Nr. 203
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vremer Zettung

parteiamtliche Lageszeitung

^ Bas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

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vnzes gen » Grvnhptrlsri Anzeigenpreise und Auf- nahmebedingunger, laut Preisliste. Aufnahmekermine ahne Verbindlich- keil. Geschält« st eilen: Bre­men: Geeren k/8, Nuf: 2 19 31; Nachtrus und sonntags 2 47 85; Obernstroße 88, Nuf: 219 31; Syke: Mühlendamm 2; Bremen- Henielingen: Dahnhofstraße 8, Ecke Poststraße, Nuf: 4 34 58; Bremen- Degesack, Nohrstraße 24. Nuf: 4 u. 8; Vremen-BIumenthai: Kapt.- Oallmann-Str. 41/43. Nus: 88 v. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkünüungsblalt des Beichsstattljalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 20Z , 12. Za«irgang

Sonntag, 26. Juli 1942

kin;elpreis 15 Npf.

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Aralegische festlrech nung unserer feinde

Vier Wochen Sturmflut im Wen

Nowotscherkask genommen

Kampf um den Von-tibergang bei Nostow auf breiter front entbrannt Schwere panzeroerluste der Sowjets bei woronesch

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Aus dem Führerhauptquartier, 25. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Raum von Nostow wird das Kampfgelände von ver­sprengten Gruppen des Feindes gesäubert. Ostwärts Nostow wurde im schweren Häuserkamps die Stadt Nowotscherkask im Sturm genommen. Der Kamps um den Donübergang ist bei und östlich Nostow auf breiter Front entbrannt. Im großen Donbogen westlich Stalin­grad nähern sich die deutschen und verbündeten Truppen dem Stromlauf. Nördlich und nordwestlich Woronesch setzte der Feind mit starken Infanterie- und Panzer- kräften seine Versuche fort, unsere Front zu' durch­brechen. Die Schlacht dauert an. Alle Anstrengungen des Feindes scheiterten in harten Kämpfen an dem zähen Widerstand der deutschen Truppen unter hohen blutigen Verlusten für den Feind. 103 sowjetische Panzer wurden veruichtet. Am Wolchow und vor Leningrad wurden mehrere örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen.

In Aegypten hat der Feind seine vergeblichen »nd verlustreichen Angriffe nicht mehr wiederholt. Im Mittel­meerraum schassen deutsche Jäger zehn britische Flug­zeuge ab. Aus Malta warfen Kampfflugzeuge Anlagen des Flugplatzes Luca in Brand."

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, Wie wir zu der im vorstehendenOKW.-Vericht ge­meldeten Vernichtung von 103 sowjetischen Panzern in der Schlacht nördlich und nordwestlich von Woro­nesch erfahren, hat hiervon allein eine schwere Flak^ batierie innerhalb einerStunde siebzehn Panzer abgeschossen.

Auf dem Kampffeld von Woronesch wurden in der letzten Woche rund 250 feindliche Panzerkampfwagen abgeschossen und zahlreiche weitere schwer beschädigt. Ueber dem gesamten Operationsgebiet im südlichen Ab­schnitt der Ostfront wurden durch Luftwaffe, Flak­artillerie und Zerstörung am Boden 306 bolschewistische

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„Molotorv-vrokkörbe" für Schweden

Stockholm, 28. Juli. Wie die schwedische Presse meldet, haben sowjetische Flugzeuge über der Stadt Vorgholm auf der Insel Oeland eine größere Anzahl von Spreng- und Brandbomben abgeworfen. Die Bom­ben sind nach dem Ergebnis der schwedischen Unter­suchung einwandfrei als sowjetischen Ursprungs fest­gestellt worden. Die bolschewistischen Bomben sind zum Teil sogenannte Molotow-Brotkörbe gewesen. Die Bom­benabwürfe haben zu einem diplomatischen Protest der schwedischen Regierung in Kuibyschew geführt.

Das Stockholmer Nachmittagsblatt „Nya Dagligt Allehanda" stellt iu seinem Leitartikel fest, daß die frem­den Flugzeuge bei dem schönem Wetter sich wohl kaum verirrt haben könnten. Nach all den sowjetischen Urber- griffen gegen die schwedische Schiffahrt durch U-Boote scheine dies ein weiteres Glied bolschewistischer Metho­den zu sein. indem sie jetzt auch die Luftwaffe zu Hilfe nehme. Wenn die sowjetische Regierung bisher be­hauptete. daß sie mit den Neutralitätsverlktzumgen durch die U-Boote nichts zu tun hab«, so müsse man sich jetzt fragen, ob die Miene der gekränkten Unschuld auch jetzt beibehalten werde. Die Flugzeuge müßten ja unter allen Umständen unter der Kontrolle der bolschewistischen Re­gierung sein. Auf die Piratentaten zur See, so schließt das schwedische Blatt, folgte die Piratentat in der Luft.

Flugzeuge vernichtet.. Insgesamt verloren die Boksche- wist'en in der letzten Woche an der Ostfront 425 Flug­zeuge. -

- Eichenlaubträger Oberleutnant Setz, Stellvertretender Eruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, errang am Freitag an der Ostfront seinen 99. bis 100. Luftsieg.

Drahtbcricht unserer Berliner Schriitleituna är. re. seil. Berlin, 25. Juli. Nun sind. vier Wachen seit dem 28. Juni verflossen, an dem, wie es einige Tage später inhaltsschwer im Wehrmachtbericht hieß, „im südlichen und mittleren Teil der Ostfront deutsche und verbündete Truppen zum Angriff angetreten sind."

Steigende Sarung im Irak

Sabotageakte der Vevölkerung — Minder Schießbefekl für britische Polizei

DrahtScriKt unseres Vertreters

v. m. Ankara, 25. Juli. Im Irak haben die Nach­richten von dem ägyptischen Kriegsschauplatz und die gleichzeitig von englischer Seite eingesetzte Terrorwelle mit dem Ziel, Ausbrüche des nationalen Empsindens niederzuhalten, eine Unruhestimmung erzeugt, die in zahllosen Sabotageakten, vor allem gegen das Verkehrs­netz, zum Ausdruck kommen.

Von der erregten Bevölkerung wurden Eisenbahn­schienen gesprengt und Materiallager Zerstört. Durch das Durchschneiden von Telefondrähten wurde der britische Nachrichtenverkehr teilweise ernstlich gestört. Sowohl die britischen Militärbehörden wie die unter ihrem Befehl stehenden Regierungsstellen bemühten sich, den Unruhen in rigorosester Weise zu begegnen. Die Polizeitruppen und das eingesetzte Militär erhielten Befehl, auf alle Personen, die sich in der Nähe von Bahnlinien befinden,

geschossen. Ihre Leichen wurden den Angehörigen nicht ausgeliefert. Die Verhaftungen gehen in die Hunderte. Allein gm 7. Juli wurden 34 angesehene Bagdader Bürger wegen des Verdachtes, falsche Nachrichten über die Lage der Briten in Aegypten verbreitet.zu haben, verhaftet und nach dem Jnternierungslager von Al Amara verbracht.

Die irakisch« Presse erhielt den Befehl, ein amtliches Kommunique, in dem gegen die Unruhestimmung Front gemach: wird, in großer Aufmachung zu veröffentlichen. In ihm heißt es u, a.: „Es wird nicht geleugnet., daß die Lage ernst ist. aber um so niederträchtiger muß es bezeichnet werden, ryenn gerade unter diesen schwierigen Umständen gewißenlose Elemente versuchen, die allge­meine Stimmung aufzupeitschen und die Bevölkerung zu Sabotageakten anzufeuern, die von der Fünften Ko­lonne befohlen würden. Wir hoffen, daß die vorge­nommenen Verhastungzn und das energische Vorgehen, zu dem mir uns gezwungen sehen, den Irak von jenen bösen Elementen befreien, und fordern die Oeffentlich- keit auf, sich zusammenzuschließen, um dem Irak den Schrecken von Ausständen und Revolten zu ersparen und das Land vor den:, blutigen Unglück, das ein An­halten der Unruhestimmung mit sich bringen müßte, zu bewahren". Dieses amtliche britische KommuniquS be­leuchtet schlagartig die Lage im Irak.

Unter diesen Umständen ist es verständlich, daß sich das britische Oberkommando bisher sträubt, aus dem Irak größere Truppenlrerbände nach Aegypten abzu­geben. Wie empfindlich aber Auchinleck offensichtlich unter dem Mangel an Reserven leidet, zeigt die weitere Meldung, daß man sich im britischen Hauptquartier trotz der bedenklichen Lage im Irak entschließen mußte, in großem Umfange Truppen an die ägyptische Front zu schicken.

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plötzlicher sllrl der Wirkers mit «Mars

USfl.-Iräume von einer Lufttransportflotte — wenn man nur könnte...

Drahtbericht unseres Vertreters

hj. Bern, 25. Juli. Amerika hat sich in „Mars" ver­liebt, nicht in den Kriegsgott — mit dem Roosevelt all- zuhestig kokettiert hat und mit dem die amerikanische Oesfentlichkeit einen wenig harmonischen Ehekrieg führt — sondern in ein blitzblankes neues Niesenflug- boot, das diesen kriegerischen Namen trägt und das sür die stets, hochgeschraubten amerikanischen Sicgeserwar- tungen schon heute so etwas wie eine Gondel der Träume ist.

Alle Pankees, die das neue Wunder sahen, erstarren fast vor Begeisterung und Entzücken. Durch Radio und Zeitungen versuche man' die Neuschaffung in nie er­müdenden zärtlich-verliebten Schilderungen vor Augen zu liihrea. Rundfunksprecher und Journalisten haben dabei viel Arbeit, denn da sind nur wenige, die bis Augboot „Mars" persönlich schauten, und es so — hier beginnt die neue amerikanische Verliebtheit ihren sentimentalen, unglücklichen Einschlag zu be­kommen — erst in einem einzigen. Exeniplar vorhanden,

Aber der Elefant., der sich in das Mäuschen verliebt längst Blick und Maß für Dimensionen und Aiirnichkett. lgg Menschen, 100 vollbemaffnete Soldaten kann ein einziger dieser fliegenden Wundettransporter oesordern jauchzen die USA.-Zeitungen. „Hier entsteht uns das Werkzeug des Sieges", rufen nicht minder ent­zück: die Männer der USA. aus. Und als könne man veneorg viele von solchen ,,Mars"-Flugzeugen bauen.

..»Wir erteilen Auftrag auf die erste Serie iöOO ^:ück!" Und selbst der amerikanische „Schiff­bau-Zauberer Kaiser, der noch gestern in Zement

machte und von Schiffen soviel verstand, besitzt wie ein Botaniker vom Seelenleben der Maulwürfe. verrät schnöde seine jüngst entdeckt« und von Roosvvelts Schecks genährte Leidenschaft für das feuchte Element und zeigt«, sich in aller Oeffentlichkeit von den Möglichkeiten des Himmels unbeschreiblich hingerissen. Er, der „mo­dernste Heros der Staaten", von dem Washington neben den harrenden Klienten in Lotzdon und Moskau für das kommende Jahr 1942 nicht weniger als 9 Millionen BRT. seiner genialen zusammensetzbaren „Liberty Schisse" und damit eine Wendung des Krieges erwartet, schlug sich an die Brust und rief aus — nicht mit diesen Worten, aber in diesem Sinne: „Gebt mir zehn Monate Zeit, und ich werd« mein« Wersten auf Flugbpotbau umstellen. Schon in zehn Monaten können wir mit dem Bau der gigantischen Lufttransportflotte beginnen."

Und so geschah es, in drei der größten amerikanischen Wersten legten die Arbeiter in dieser Woche ihre Niet- hämmer hin. 2m Senatsausschutz in Washington gehen derweil Kaiser und sein Produktionsgenosse Glenn- Martin ein und aus. Die beglückte USA.-Presse beziffert das.„Kaiserprogramm" bereits auf 5000 Frachtflug­zeuge von je 70 Tonnen Eigengewicht, und über die Master des Atlantiks hallt, von den Küsten Old Eng­lands her ein begeistertes Echo.

An diesem Kulminationspunkt angelangt, begann sich schüchtern der eingelullte amerikanische Verstand und die nüchterne Urteilskraft gegen den leidenschaftlichen Flirt zu regen. Produktionsdoktor Nelson goß ein paar warnende Kübel Wasser auf die allzu hitzigen Träume, und auch die amerikanischen Flugzeugsrperten holten allmählich ernüchtert ihre Statistiken^und Tabellen her-

Nach der siegreichen „Schlacht um Nostow" / „Sratorische Lönie auf dem Vulkan"

vie neue Kampfpkase beginnt

Vorausgegangen waren die Vertreibung der Sowjets von der Halbinsel Kertsch, die Kesselschlacht im Raum südlich und südöstlich von Charkow und schließlich der heroische Angriff auf Sewastopol, der nach wochenlangen schier übermenschlichen Leistungen unserer Soldaten mit der Erstürmung der stärksten F/stung der Welt gekrönt wurde. Auf der Halbinsel Krim war so vor dem Beginn der großen operativen Bewegungen die letzte Möglich­keit eines Drucks auf die südliche deutsche Flanke ausge­räumt und gleichzeitig umgekehrt eine strategische Be­drohung des Gegners an entscheidenden Stellungen am Schwarzen Meer geschaffen. Im Raum von Charkow zerbrach ein feindlicher Plan, der im Lichte der letzten EreiMisse als eine geradezu lächerliche Phantasie er­scheint und der darauf zielte, den Aufmarsch zur deut­schen Offensive zu stören und dann einen entscheidenden Durchbruch durch unsere Linien zu erzwingen. Wie lange ist das eigentlich her, daß man in Moskau, in London und in Newyork jubelte, daß nicht ein deutscher, sondern ein sowjetischer Frühling angebrochen sei? Welch ein furchtbarer Absturz aus dem Himmel tollster Allusionen :n den Hö'llenabgrunb der Verzweiflung offenbart sich bei einem Vergleich des Tagesbefehls, den Timvschenko be: Eröffnung seiner Charkow-Offensive erließ, und der Ruckzugsparole im Verlauf der Don-Schlacht, die ihre Steigerung in maßloser Angst Und in Hilferufen aus Moskau gefunden hat. Kertsch, Sewastopol und Charkow, d:e letzten Voraussetzungen für den neuen Bewegungs­krieg im Osten im Zeichen der stürmischen- und siegreichen deutschen Säuberung und Ebnung des strate. 9'sche" Vorfeldes, brachten noch einmal furchtbare Aderlässe an Truppen und Material, die in allen drei wallen in gewaltigen Gefangenen-, Beute- und Ver- nrchtungsziffern ihren Ausdruck fanden.

Nun braust seit vier Wochen die Sturzflut des deut­schen Angriffs über. die Sowjets hin. Die gegnerischen Agitatoren wollten ihrem Publikum schon ausrechnen, daß der Führer in diesem Jahre zu,spät gekommen sei, weil ihn die Vorbereitungskämpfe im Mai und im Juni zu lange aufgehalten und gebunden hätten. Wenn nun» mehr die erste große operative Angriffsschlacht dieses Sommers im Osten siegreich für uns beendet ist. wenn sich vor den Augen der ganzen Weltöffentlichkeit die Vollendung des ersten Erfolgsabschnittes abzeichnet, der alle Vorberechnungcn und kühnsten Hoffnungen über­steigt. wenn jetzt schon das Donczgebiet und der ganze Donbogsn den Sowjets entrissen sind, so muß man auch auf der Gegenseite zu der Erkenntnis gelangen, daß alle Spekulationen über Raum und Zeit, mit denen'man sich eine Zeitlang selbst zu betrügen suchte, inzwischen zu geplatzten Seifenblasen geworden sind. Eine Londdner Zeitung suchte sich heute um diese tief enttäuschende Er­kenntnis mit der Formulierung herumzuwinden, daß es den deutschen Truppen durch ihren schnellen Vormarsch gelungen sei, die in diesem Sommer verlorene Zeit wie­der voll einzuholen. So. stellt sich, von der Feindseite gesehen, das Bild der Kampflage im Osten nach dem siegreichen Abschluß der ersten Phase des diesjährigen großen Angriffs dar. Der Führer und seine Soldaten haben eine Schlacht geschlagen, die nach ihrer genialen Anlage, nach ihrer überraschenden stürmischen Durch­führung. nach Tempo und räumlichem Erfolg und schließlich nach der überragenden strategischen Bedeutung für die Fortentwicklung der Operationen und für den weiteren Verlauf des Krieges überhaupt alle früheren militärischen Ereignisse auch unter Einschluß dieses Krie­ges in den Schatten stellt. Der Sturm auf Rastow und die Einnahme dieser Festung an der Donmündung war das Sieget auf diesen Sieg.

Die militärischen Tatsachen sind heute auch weit ins einzelne gehend in London bekannt, und die Kommen­tatoren der englischen Zeitungen müssen sich selbst läp-- pisch vorkommen, wenn sie gegen besseres Wissen mit vielen „Wenn" und „Aber" sich um die Wahrheit herum- winden sollen. Es liegen inzwischen ja schon -Berichte englischer und amerikanischer Korrespondenten vor, die die strenge Moskauer Zensur passiert haben und den ganzen Umfang des sowjetischen Zusammenbvuchs an der Südfront andeuten. In einer dieser Meldungen ist von Straßenkämpfen. in Rostow die Rede, während nach einer anderen die deutschen ^Truppen bereits durch einen Abschnitt von Rostow durchgebrochen sein sollen. Selbst der sowjetische Heeresbericht nennt Rostow. Nowotscher^ kask und eine andere Stadt am unteren Don als Zen­trum der Kämpfe, während schließlich sogar der „Rote

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Der Kampf um den Don-Uebcrgang bei Rostow ist aus breiter Front entbrannt.

Nowotschcrlask wurde im Sturm genommen.

Bei Woronesch wurden 103 sowjetische Panzer ver­nichtet.

Italienische U-Voote versenkten einen vollbesetzten Truppentransporter und einen 5lM-VRT.-Dampfcr. Die wachsenden Unruhen im Irak bereiten den Briten große Schwierigkeiten.

Die Japaner richt/ten den bisher schwersten Luft­angriff gegen Port Darwin.

Gauleiter Paul Wegener besuchte Betriebe in Bremen und Vremen-Hemelingen.

Das Entschädigungsversahren für Krieqsschöden an Wohn- und Geschäftshäusern wurde für Bre­men neu geregelt.

Am 10. Januar 1943 treten die geltenden Neisc- und Gaststättenmarken außer Kraft.

Der Anfsichtsrat der Kaffee Hag A-G ist um zwei Mitglieder erweitert worden.

vor und entdeckten plötzlich mehr als ein Haar in der Suppe. Da waren die peinlichen Engpässe in der ameri­kanischen Leichtmetallproduktion: während die Stahl­erzeugung mit Millionenziffern jährlich produzierter Tonnen um sich werfen konnte, rechnen die Aluminium­produzenten immer noch bescheiden mit Kilo, um mit Hilfe dieser kleinsten Gewichtseinheit wenigstens auf eine äußerlich stattlich wirkende Ziffer von 425 Millio­nen Kilo Aluminium zu kommen.

Einer der Fachleute sprach dazu von der neuen not­wendigen Umstellung der eben erst im Schiffbau ange­laufenen Neuorganisationen und ihren fatalen Begleit­erscheinungen, und ein anderer beschäftigte sich mit der Ueberlegung, wieviel, Flug- und Bedienungspersonal denn eigentlich eine solche Lufttransportflotte verschlin­gen würde. Er kam zu Ergebnissen, vor denen er selbst zurückschreckte. Die Umstellung von der geplanten Rie- sen-Schiffsflotte auf eine riesige Lufttransportflotte würde die volle Ausnutzung der amerikanifchsn Pro­duktionsmittel erneut um mmdestens dreiviertel Jahr hinausschieben.

Das ist die Geschichte des amerikanischen Flirts mit „Mars". Noch steht nicht fest, ob diese Verliebtheit in ein Phantasieprojekt aus einer so festen soliden Basis ruht, daß sie auch eine echte ergiebige Liebe tragen könnte, und selbst wenn man in Washington aus der Verliebtheit zu einer Ehe mit „Mars" kommen sollt« — woraus manche Anzeichen hindeuten —, müßte die Prognose auf hcn Erfolg dieser Ehe sehr skeptisch lau­ten, denn das allzu plötzliche amerikanische Tempera­ment hat die Vereinigten Staaten ja nicht zufällig zum Paradies dar Ehescheidungen werden lasten.