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vremerNtuiu
parteiamtliche Hageszeitung
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches verkündungsblatk des Neichsstatttialters in Oldenburg und vremen
Nr. 198 , 12. Jahrgang
Dienstag, 21. Zuli 1942
Einzelpreis 15 Npf.
Sowjets weiter im deutschen Würgegriff
I Moskau bestätigt die Sefastr / Lettische stngste steigen / Me wachsende tonnagenot
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E Klagelieder
^ Drabtbcricht unserer Bcrlincr Schriftlcitimg
?«I> ar. V. soll. Berlin, 2i>. Juli. Wenn man im Feind- st lager gemeint haben sollte, daß die Gewitterregen der letzten Tage die als längst „sättig" bezeichnete Wendung tx, j,/ im Schlachtverlaus bringen würden, so ist man grausam enttäuscht worden. Auch aus den aufgeweichten und grundlosen Wegen haben unsere Truppen die Verfolgung der Sowjets rastlos fortgesetzt. Nun sind die Regensälle wieder beendet und die Straßen schon wieder abge- iE trocknet, so daß die Operationen in dem ursprünglichen unli» Schwung und mit dem gleichen Tempo wie bisher fort- «ckl gesetzt werden können. Ocstlich des Donez ergab sich die Notwendigkeit, nachdem die schnellen Verbände den ii z,s Untertans des Don in breiter Front erreicht hatten, das u, di! Eros der Infanterie nachzuziehen, nm die Boraus- n « setzungen für fortgesetzte Ueberslügelungsbewegungen und weiteren Durchbruch zu schassen. Auch im Donez- ' gebiet selbst, das durch den stürmischen Vormarsch zwischen Donez und Don als, strategische Position völlig entwertet wurde, ist die Verfolgung von Woroschilowgrad aus in östlicher und südöstlicher Richtung weiter geführt worden, während nun gleichzeitig auch von Westen her der Druck auf die gegnerischen Divisionen verschärft wird. die sich sehr beeilen müssen, wenn sie noch recht- »!IÄ zeitig durch die letzte schmale Lücke zwischen Rostow und der Einmündung des Donez in den Don entkommen wollen.
E Soweit in Nachrichten aus Moskau überhaupt der Versuch gemacht wird, den Kampfoerlauf im einzelnen ^ aufzuzeichnen, muß man darauf schließen, daß nach den !he»! letzten Veröffentlichungen des deutschen Oberkommandos ach - die Lage auch auf der' Gegenseite in ihrer ganzen Gefahr erkannt ist. So heißt es in dem Bericht eines amerjka- W Nischen Korrespondenten aus Moskau, daß die sowje- W tische Verteidigung im Süden jetzt beinahe ein unlös- ch ä bares Problem darstelle, weil die Armeen, die wus dem H Westen bedeutende deutsche Truppcnmassen auf sich zu- ^ kommen sähen, gleichzeitig um ihre rechte Flank« besorgt sein müßten, wo die deutschen Truppen beim Durchmarsch durch das Don-Becken nach Süden vorwärts- if 1 drängten. Außerdem wird noch eine Bedrohung der zurückweichenden linken Sowjetflanke von der Krim her SB befürchtet. Wenn auch die gegnerischen Tatsachendar- A stellnngen dieser Art zeitlich noch zurückhinken, so geben sie doch in allgemeinen Zügen schon eine Bestätigung des Bildes, das sich nach den letzten Wehrmachtberichten „an, aufzeichnen läßt. Der sowjetische Heeresbericht hat die . >«t Räumung von Woroschilowgrad zuge- bM geben. Der „Rote Stern" nennt andere wichtige Punkte innerhalb des Donezgebietes als „ernstlich best st droht" und teilt mit, daß sich die sowjetische Haupt- "" macht langsam auf bessere Verteidigungslinien zurück- > zieht", weil die Deutschen weitere Verstärkungen cheran- an' ziehen und vom Rücken her anzugreifen drohen." Auch sie»! das bolschewistische Militärblatt „Krasnaja Swesda"" stm! steht sich veranlaßt, den sowjetischen Heeresbericht zu - " korrigieren, der nur von Kämpfen bei Woronesch und von der Räumung Woroschilowgrad? spricht, während W! den übrigen Frontabschnitten keine Veränderungen eingetreten" sein sollen. Das erwähnte Militärblatt macht folgende wesentliche Eingeständnisse durchaus auf SS .der Linie der deutschen Wehrmachtberichte: „Schon wäh- ^ rcnd des Angriffs am Oberlauf des Don verbreiterten M die Deutschen ihre Angriffszone immer weiter nach .«l Süden. Als dann im Verlauf der Schlacht es ihnen
gelungen war, entscheidende Ergebnisse zu erzielen, verstärkten sie den Druck im Süden." Dann kommt es dramatisch und hysterisch: „Jetzt haben die Hitlerischen imperialistischen Räuber ihre fette Pranke über dieses wichtige Gebiet ausgebreitet und wollen es vom Norden abschneiden. Die Gefahr ist riesengroß. Der böse Feind hat alle seine noch sehr bedeutenden Kräfte angespannt und drängt weiter vorwärts. Wenn er seine strategischen Pläne verwirklichen kann, dann wird sich die Gefahr für die Sowjetunion verzehnfachen,"
Wie neutrale Beobachter die Lage beurteilen, dafür ist ein Aufsatz in der türkischen Zeitung „Son Pcsta" charakteristisch. „Die deutschen Armeen haben jetzt ihre Aufgabe meisterhaft erfüllt. London und Moskau zeigen große Verwirrung und Panik. Moskau schreibt, daß der Feind auf das Herz der Sowjetunion zu marschiert und
daß nichts anderes übrigbleibt, als zu siegen oder zu sterben," Die mehr als ernste Auffassung in England spiegelt sich übereinstimmend in allen Zeitungsbetrachtungen. So schreibt Earvin -im „Sunday Erpreß", daß der Kampf am unteren Don das Furchterregendste se:: was die Kriegsgeschichte je gesehen habe. Die bitterste Stunde sei jetzt gekommen. Alles werde 'von der Krise im Osten überschattet, die auch England auf die gefährlichste Weise angehe. Die Schlußfolgerungen, di-e der Kommentator Hoal im Londoner Rundfunk ziehen mutz, gehen dahin, daß die Deutschen auch nach dem dritten Kriegsjahr die größte Militärmacht darstellten. Ebenso wie an der Sowjetfront, bestehe für den Mittleren Osten und für den Fernen Osten Gefahr; überall habe der Feind die Initiative. Vor allem fehle es an Schiffen. (Fortsetzung auf Seite 2)
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Nord-Hone; an mehreren Stellen überschritten
verlprengte Kampfgruppen des seindes aufgerieben — Vroße Erfolge bei der Verteidigung von vrückenkopfstellungen
Verfolgungskämpfe in vollem Sang
kisenbalinpele um Moskau bombardiert — Z6 Sowjetponzer bei woronesch vernichtet
Aus dem Führerhauptquartier, 20. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Süden der Ostfront sind, nachdem die Regensälle beendet sind, die Verfolgungskämpse in südlicher und östlicher Richtung wieder in vollem Gange. Kamps- und Schlacht- sliegeroerbändc zerstörten feindliche Kolonnen o st - wärts Rostow, vernichteten wichtige Nachschubver- bindungcn des Feindes im Mündungsgebiet des Don und unterstützten wirksam die Verfolgungskämpfe im Donezbogen. Der Feind griff auch gestern mit starken Kräften den Brückenkopf Woronesch an. Alle Versuche zur Rückeroberung der Stadt wurden in harten Kämpfen zum Teil im Gegenstoß, von der Luftwaffe erfolgreich unterstützt, abgeschlagen und hierbei wurden von 80 angreifenden Panzern 38 vernichtet. Im Raum um Moskau wurde» Eijenbahnziele bei Tag und Nacht mit vernichtender Wirkung angegriffen. Südlich des Jlmenfees scheiterten örtliche Angriffe des Feindes. Bei diesen Kämpfen wurden eine bolschewistische Gruppe vernichtet und 1!> feindliche Panzer abgeschossen. Das Hasengebiet von Murmansk wurde am gestrigen Tage mit besonderem Erfolg bombardiert. In Dockanlagen, Kraftwagen- und Vetriebsftofflagern entstanden große Brände. Jagdflieger schössen hierbei über der Koläbucht 17 feindliche Flugzeuge ab.
In Nordafriia beiderseitige Kaivpftätigkeit von örtlicher Bedeutung. Nordost wärts London erzielte ein Kampfflugzeug bei Tage Vombenvolltreffer in einem bedeutenden Rüstungswerk. Im dentsch-holliin- dischen Grenzgebiet warf ein britisches Flugzeug am gestrigen Tage einige Bomben aus Wohnviertel. Das
Vor italienische Wekrmachisbericht
Rom, 28. Juli. Der italienische Wehrmachtbcricht vom Montag hat folgenden Wortlaut: „Im Nord- und Mittelabschnitt unserer Stellungen an der ägyptische» Front wurden feindliche Vorstöße abgewiesen. Einige feindliche Panzerfahrzeuge wurden vernichtet. Deutsche Jäger griffen einen starken Hurricane-Verband an und schössen sieben feindliche Flugzeuge ab. Die schlechten Witterungsbedingungen schränkten die Angriffstätigkeit gegen die Insel Malta ein, wo trotzdem einige wichtige Ziele getroffen wurden."
Flugzeug wurde abgeschossen. Die britische Luftwaffe griff bei Nacht mit schwächeren Kräften einige Orte an der deutschen Bucht, vor allem die Städte Bremen und Oldenburg an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Drei feindliche Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. — Bei den erfolgreichen Abwehrkämpfen im Brückenkopf Woronesch zeichnete sich eine schlesische Infanteriedivision besonders aus. Das Jagdgeschwader Udet errang seinen 2500. Luststeg."
Die koinbsrüierunA cler britischen XugeiisZer- ksdrilc norctostxvärts boncion
Zu dem Angriff auf ein britisches Rüstungswerk im Südosten Englands teilt das Oberkommando der Wehrmacht weiter mit: Im Tiefangrisf belegte am Sonntagmorgen kurz nach 6' Uhr ein deutsches Kampfflugzeug die Kugellagerfabrik Chelmsford, nordostwärts von London, mit Bomben schwerer Kaliber. Das Kugellagerwerk nimmt in der britischen Rüstungsindustrie einen wichtigen Platz ein. Es gehört zu den drei grössten seiner Art in England und stellt hochwertige Präzisionslager, vor allem für den Flugzeugbau, her. Ueberraschend für die britische Bodenabwehr stieß das deutsche Flugzeug aus den Wolken und warf seine Bomben auf die befohlenen Ziele. Die Bomben detonierten in verschiedenen Teilen der weitläufigen Fabrikanlagen und verursachten heftige Explosionen im Maschinenhaus sowie in einem mehrstöckigen Fabrikgebäude. Das deutsche Kampfflugzeug kehrte unversehrt zu seinem Einsatzhafen zurück.
Die italienische Armee an der Ostfront ist in den letzten vier Tagen, wie „Eiornale d'Jtalla" in einem Funkbericht wus dem Operationsgebiet meldet, östlich von Woroschilowgrad in das Industriegebiet vorgestoßen. Die italienischen Truppen durchbrachen auf ihrem Vormarsch, dessen letzter Teil sich unter strömendem Regen vollzog, eine von den Sowjets quer durch ein Bergbaurevier angelegte Verteidigungslinie, Die zu Feldbefestigungen ausgebauten Bergwerkschächte mußten in harten Kämpfen genommen weiden, Bei diesen Gefechten verloren die Bolschewisten zahlreiche Gefallene und Verwundete.
Berlin, 20. Juli. Im südlichen Abschnitt der Ost- front erreichten, wie das Oberkommando der Wehrmacht ^ mitteilt, deutsche Panzerverbände am 19. Juli im Nach- Ä stoß gegen den weichenden Feind ein wichtiges Höhen- W gelände. Die deutschen Panzerkriiste brachen die Eegen- W wehr der sich zum Kamps stellenden feindlichen Jnfan- W teric und Panzer und stießen weiter vor. An verschie- M denen Stellen wurde der Nord-Doncz von schnellen sA Truppe» überschritten. Dabei wurde eine feindliche M Kampfgruppe überflügelt und eingeschlossen. Bei der As Säuberung des neugewonnenen Gebietes wurden zahl- W reiche versprengte Kampfgruppen des Feindes aufge- rieben.
M Die Luftwaffe grif^ erneut den Straßen- und Eifen- bahnverkehr der Bolschewisten im Raume südlich Roll' stow an. Mehrere Don-Uebergänge wurden mit Bom- bcn belegt. Ueber hundert Fahrzeuge aller Art blieben >' vernichtet aui den Straßen liegen und zahlreiche Eisen- p bahnzügc gerieten nach Bombentreffern in Brand. , Durchweinen überraschenden Tiefangriff auf einen fe-ind- lichen Feldflugplatz an der Schwarzmeerknste konnten zwölf feindliche Flugzeuge am Boden zerstört und wettere abgestellte Flugzeuge schwer beschädigt weiden. Kampf- und Schlachtflugzenge griffen auch erfolgreich m Verfolgungskämple gegen die nach Osten zurückweichenden Bolschewik-, : zwischen Nord-Donez und Don «m. Ungarische Truppen machten zahlreiche Gefangene uvd brachten eine große Beute an Waffen, Munition und Gerät ein. Am Don wurde eine Brückenkopfstellung gegen wiederholte starke Angriffe der Bolschewisten er- 3 jillüreich verteidigt. Durch erneuten Abschuß von 15 r feindlichen Panzern erhöhte sich die Zahl der vor E diesem Brückenkopf vernichteten Panzerkampfwagen auf 57. Zur Entlastung für die vordringenden deutschen ^ Truppen wurden mehrere vom Feind besetzte Orlschaf- ssa> Battericstellungen und Verteidigungsanlagen von / Kampstlugzcugen mit Bomben belegt.
Ml von Woronesch entwickelten sich nur ört-
ckM deutschen Truppen erfolgreiche Jnfantcrie-
und Artillerrekämpfe. Eine im Schutz der Dunkelheit
über den Woronesch-Fluß gesetzte feindliche Kampf- I Granatwerfer wurden durch Treffer zum Schweigen ge- gruppe wurde vernichtet. Kamps- und Sturztampfflug- bracht. In Lustkämpfen schössen deutsche Jäger über zeuge griffen feindliche Stellungen und Batterien mit dem südlichen Abschnitt der Ostfront bei Begleitschutz Bomben aller Kaliber an. Zahlreiche Geschütze und > und bei freier Jagd 30 Flugzeuge ab.
örsnnsncls Orls nncl esrslötls i-isnssr icsrmrsickinsri, v/is übsesii wslirsricl ctss fslcirugss im Oslsn. sncki im Oon-Ssbist ctsn kücicrug ciss gsscliisgsnsn l-sinciss. r«. Luto. «ri«x,d». Ve>nm„ill/zc>i.
K/iee» <iee«keÄ«6e LaUat^reki
Von
Lrtsgsbsricbtsr Hans llrltrscko
?lr. Im Osten, im Juli. Als heute wieder einmal Aeste geschlagen wurden zur Tarnung gegen Sowjet- flieger, da lagen plötzlich vor uns blühende Linden- zweige. Einige Augenblicke ließen die Soldaten ihre Arbeit ruhn und wurden still. Sie überlegten, wann sie die letzten Lindenblüten in der Heimat sahen und wie lange es her war, seit dieses Land unter einer Last von Schnee und Eis versank. Dann aber betrachteten sie die Landschaft am Bogen des Don, in dem die Vol- schewisten noch einmal verzweifelt hartnäckigen Widerstand leisteten, mit neuen Augen. Die endlose Weite wurde bisher nur als Mühsal des Marsches empfunden. Der Wald war nur ein Schlupfwinkel der Bolschc«- wisten. ein Versteck für Heckenschützen. Mit dem Linden- zweig bekam dieses alles ein neues Gesicht. Was wir in den letzten Tagen und Wochen sahen, ohne es zu vermerken, wurde zum Bild des neuen Landes.
Das waren die Straßen des Vormarsches. Hier Gott sei Dank nun schon seit einer Woche. Anhaltender Staub bedeckte nicht nur uns und all das Strandgut-des Krieges, das an solchen Straßen zu liegen pfl?gt> sondern iärbte auch das Grün der Felder und Wiesen auf Hunderte von Metern dunkelbraun. Je weiter wir uns vom Donez entfernten, nm so Heller wurde dieser Staub. Die schwarze Erde der Ukraine ging über in einen zwar immer noch fruchtbaren, aber leichteren Boden, der auch ab und an Sandstreifen zeigte. Dann wirbelte vom immer häufigeren Kreideboden ein weißer Staub auf, der eine gespenstische Helligkeit auf unsere Gesichter und Uniformen legte. Am Donez und seinen Nebenflüssen, z. B. dem Burluk, sahen wir inmitten weiter Ebenen kleine Täler, deren vollendete Harmonie von Aeckern und Wald an mittet- oder westdeutsche Gebiete erinnerte. Hier wird der Wald seltener, die Bodenwellen strecken sich länger. Es ist, als ob MeereSwellen in der Weite des Ozeans ausklingen in die Steppe, die diesen letzten Teil des wertvollsten früheren Besitzes der Sowjetunion jenseits der Ströme im Südosten begrenzt.
Jetzt wird uns auch bewußt, an welchem Wechsel der landwirtschaftlichen Nutzung des Bodens wir vorbeizogen. Fanden wir in den ersten Tagen dieses Siegesmarsches unmittelbar , hinter der durchstoßenen feindlichen Front und im rückwärtigen Heeresgebict der Bolschewisten noch früher bestellte Felder, so überwiegt jetzt das Brachland, Riesige Gebiete standen offenbar seit langem nicht mehr in Kultur, wenn sie überhaupt jemals bebaut wurden. Es war wohl so viel Land vorhanden, daß man nur das allerbeste zu bearbeiten brauchte. Es ist Unland, auf dem ab und an einmal eine riesige Viehherde weidet, wenn sie der Unfall nicht ein -paar Kilometer weiter verschlägt. Daneben aber sieht man auch manches Feld, das erst im letzten Jahr unter Arbeit blieb. Die Bolschewisten bestellten mit den im Frontgebiet vorhandenen Kräften, mit Soldaten und Traktoren jeden Zipfel Landes, füx den sie nach der großen Katastrophe des verganaenen Jahres Saatgut zu organisieren vermochten Im Hinterland aber fehlten die Arbeitskräfte, die Traktoren und das Saatgut, Hier rächte stch mancher Fehler des bolschewistischen Systems.
Wohl hat es die Bevölkerung ganzer Provinzen zum Militär eingezogen, mit brutaler Energie die Anlagen neuer Werke von zweifelhaftem Wert in andere Gebiete verpflanzt oder zusammengetrieben für Befestigungsanlagen, vor allem riesige Kampsgräben und zahllose Bunker. Aber diese Energie riß mehr ein als sie aufbaute, denn nun fehlten die Kräfte für die sehr bitter notwendige Landbestellung, Darüber hinaus war diese Feldarbeit von den Maschinenfanatikern des Moskauer Regimes so sehr industriealisiert worden, daß die zurückgebliebenen Frauen. Kinder und Grei/e kaum mehr als die Bestellung eines Eärtchens leisten'konnten da rhncn Maschinen und Saatgut fehlten. So konnte nur ein geringer Teil der Landmasse riesiger Kolchosen bestellt werden. Wir wissen nun. warum amerikanische und englnche Schiffe, die auf dem Weg nach Murmansk versinken, nicht nur Waffen, sondern auch Lebensmittel in dic^s früher Getreide exportierende Sowjetparadies zu schatten versuchten. Nun wissen wir auch, warum neben den endlosen Eefangenenkolonnen, die auf unserer Straßen entlangziehen, Tausende und aber Tau- lende von Zivilisten wandern, die vorsichtshalber natür-
N»N»IINII»IIININNININ»ININN„»»IIII»II»I»»»»IIN»I»II»N IINII»N»INIIIIN»
Vnssr l/ayesspLeysI
An der Angriffsfront im Osten sind die Verfolgungs- kämpfe in vollem Gange.
Eisenbahnzielc um Moskau wurden van Bomben der deutschen Luftwaffe vcrnichkend getroffen.
Bei Woronesch zerstörten unsere Streitkräfte 36 Sowjetpanzer.
Im Raum von Murmansk brachen nach einem deutschen Luftangriff große Brände aus.
Die Japaner haben die ostasiatischen Gewässer von feindlichen U-Booten gesäubert.
Bei einem Empfang türkischer Journalisten hielt Reichspressechef Dr. Dietrich eine Ansprache.
Aus einer vom Reichspropagandaamt und Eauprefse- amt einberufenen Prefsetaguna in Oldenburg sprach Gauleiter Paul Wegcncr.
Die im Gau Weser-Eins weilende» Krcisleitcr der Musfert-Bcivcgung statteten Gauleiter Wegcncr einen Besuch ab.
Zwischen unserem Kau und seinen Patcnschasts- kreiscn im Osten wird vom NSLV. ein Erzieher- austausch durchgeführt.