Ausgabe 
(20.7.1942) Nr. 197
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parteiamtliche Hageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden viirgermeislcrs der Zreien kansestadk Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblait des Neichsstattlsalters in Oldenburg und vremen

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Montag. 20. Zuli 1942

kinzelpreis 15 Npf.

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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin», 18. Juli. Im Morast des Süden« der Sowjetunion, auf grundlose» Wegen und bei ungünstiger Witterung stoßen die deutschen Truppe« hinter der so­wjetischen Vefestigungslinie in rastloser Verfolgung der geschlagenen Timoschenko-Truppe» weiter vor. Bereits vor zwei Tagen war der Don in breiter Front zwischen der großen Ausbuchtung nach Osten und der Mündung des Donez erreicht. Es falle den Sowjets offensichtlich schwer, die jeweiligen Nachhuten vor der Umzingelung durch den Feind zu retten, schreibt die Londoner „Ti­mes" äußerst sorgenvoll in dieser Situation, in der die deutsche Luftwaffe die sowjetischen Verbände auf ihrer Flucht aus dem Würgegriff schärsstens packt und dicht vor-den deutschen Panzerspitzen die feindlichen Kolonne» zerschlägt, die das gegenüberliegende Don-Ufer zu er­reichen versuchen. Fährboote, vollbeladen mit flüchtenden Sowjctarmisten wurden versenkt, während wirkungsvolle Bomben- und Vordwaffenangriffe sich gegen die am Don-Ufer stauenden sowjetischen Kolonnen richteten. Be­sondere Bedeutung haben die Luftangriffe gegen die einzige südlich des Don lausende Bahnlinie nach Stalin- grad, aus der 28 mit Truppen und Material beladene Transportzüge zerschlagen wurden, während gleichzeitig sich heftige Angriffe gegen einen wichtigen Knotenpunkt dieser Bahn an der Schwarzmeerküfte richteten.

Diese deutschen, Angriffsoperationen im Süden der Ostfront seien reich an Ueberraschungen, nieint eine tür­kische' Zeitung. Von Kursk aus habe. sich die Angriffs- Lewegung erst in östlicher Richtung entwickelt, so daß die Sowjets vor allem nach der Eroberung von Woro- nesch überzeugt gewesen seien, daß das Ziel der Deutschen weiter ostwärts an der Wolga liege. Während die Sowjets jetzt ihre Kräfte hier für derartige Eventuali­täten zusammengezogen hätten, sei eine zweite deutsche Aktion von Charkow und Kupjansk wiederum in öst­licher Richtung vorgegangen, die die Sowjets veranlaßt

Sonden in Vosnien werden ausgerottet

Berlin, 18. Juli. Der Kampf gegen die Banden in Bosnien schreitet, wie das Oberkommando der Wehr­macht mitteilt, weiterhin planmäßig fort. Der größte Teil der Banden hält sich in den weite« Wäldern, abgelegenen Gebirgstälern und einsamen Felsenhöhlen in Bosnien versteckt. Er wurde eingeschlossen und geht im Rahmen der von deutschen, kroatische» und ungari­schen Truppen durchgeführten Täuberungsaktion seiner Vernichtung entgegen.

^Die Kommunisten, unterstützt von berufsmäßigen Straßenrändern, haben sich in dem gebirgigen Gelände im wesentlichen auf drei Gebiete zurückgezogen, wo sie von den Truppen gefaßt werden. So wurde eine grö­ßere Bandengruppe in den nördlichen Ausläufern des Kozara-Eebirges gestellt und eingeschlossen. Bei ihren verzweifelten Ausbruchsversuchen verloren die Bandi­ten weitere 1100 Tote. Die Vernichtung auch dieser Bande schreitet trotz ungünstiger Witterung und schwer­ster Geländeverhältnisse planmäßig fort. Eine zweite Gruppe, die südwestlich von Serajewo ihr Unwesen trieb und eine Eisenbahnlinie zu erreichen und sich durch Uebersällc Waffen und Munition zu verschaffen suchte, wurde vertrieben. Die Bande verlor hierbei über 300 Tote. Eine weitere Gruppe hält sich nord­westlich von Belgrad im Felsengebiet der Fauska Gore verborgen und verübt lleberfälle auf die Ziviibevölko-- rung, wobei sie Frauen und Kinder entführte. Bei der planmäßigen Säuberung von Teilen dieses Gebietes hatten die Banden schwere blutige Verluste. Die eigenen Verluste in diesem Kampf gegen die serbischen Banden find sehr gering. Die Säuberungs- und Einschließungs- änternehmcn schreiten planmäßig und erfolgreich fort.

hätte, ihre Kräfte im Süden zu sammeln. Die folgenden Bewegungen der Deutschen hätten dann wieder Punkte an der Wolga als Ziele erscheinen lassen, so daß es für die Sowjets außerordentlich schwer gestorben sei, wirksame Gegemaperationen einzuleiten. Angesichts der gegenwärtigen Lage, so meinen auch die „Times" in London, müsse man damit rechnen, daß die Sowjet­armeen, so lange sich ihnen nicht eine natürliche Vertei­digungslinie biete, ihre Rückzüge fortsetzen müßten. Die deutsche Offensive wahre nun bereits drei Wochen und noch immer sei kein Nachlassen ihrer Schwungkraft fest­zustellen. Alle Hoffnungen, daß die Deutschen durch die Winteroffensive der Sowjets jetzt nicht mehr imstande seien, eine Offensive großen Stils durchzuführen, seien in den letzten Wochen und Tagen arg enttäuscht worden, denn ihre Leistungen sprächen den optimistischen Erwar­tungen der Alliierten Hohm Ein Blick auf die Kart« lasse erkennen, daß Timoschenko bei sämtlichen Rückzügen, die er bisher habe machen müssen, noch keine Stellung erreicht habe, die für ihn irgend eine Gelegenheit biete, sich mit seinen Truppen festzusetzen". Die Verluste bei diesen Rückzügen seien für die Sowjets recht erheblich, meint auch der „Daily Telegraph" in einem Moskauer Korre­spondentenbericht. Die Nachhuten Timoschenkos könnten sich nur schwer davor retten, von den schnell vorstoßenden deutschen Panzerwagen gefangengenommen zu werden. Die Deutschen griffen nicht nur geradezu wütend, so meint auch der „News Chronicle", sondern auch ununter­brochen an und versuchten ständig, die Flanke der

Sowjets zu fassen, um sie dann zu umzingeln und zu vernichten.

Neutrale Bericht« weisen darauf hin, daß „durch die äußerst gesteigert« Kombinatiou und Gleichzeitigkeit d«s Einsatzes der Pauzertruppen und der motorisierten In­fanterie und den übrigen Waffengattungen" ein« neue Angriffsart der Deutschen geschaffen sei. Durch diese Zu­sammenarbeit — so schreibt die „Schweizer Zeitung" — würden die Kräfte der sowjetischen Verteidiger in un­gleich höherem Maß« beansprucht als tm letzten Som­mer. Es sei dem deutschen Oberkommando gelungen, den Gegner durch ein Höchstmaß von strategischer Sicherung des Angriffs so anzuspannen und zu beschäftigen, daß sich daraus die größten taktischen Vorteile ergäben.

Die Moskauer Korrespondenten des „Evening Stan­dard" betonen: „Die militärische Lage im Süden ist sehr, sehr finster". Auf allen Kriegsschauplätzen, ob mau an die Ostfront denke, an Aegypten, den Atlantik oder den Fernen Osten, sehe es für die Alliierten recht ernst und Lüster aus. Man bedürfe der allergrößten Kraft- anstrengungen, wolle man im Endergebnis einer völli­gen Niederlage entgehen. Auch Lyttekton war gleich­trüb gestimmt; er meinte: „In -jedem Augenblick kann ein neues Erdbeben die östliche Halbkugel' erschüttern." Im Hinblick auf die sowjetischen Forderungen nach Ent­lastung sagt er: „Wir haben alles, was in unserer Macht stand, getan, um unseren bolschewistischen Verbündeten zu helfen. Jetzt ist der Schlag niedergesaust, und wir (Fortsetzung aus Seite 2)

Verfolgung des geschlagenen Feindes

Schwacher feindlicher tandungsverfuch ostwärts Mariupot durch rumänische Iruppen abgewiesen

Aus dem Führerhauptquartier, 18. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekanntt „Im Siidabschnitt der Ostfront geht die Verfolgung des ge­schlagenen Feindes trotz zum Teil grundloser Wege weiter. Die Lustwaffe griff die bei Woroschilowgrad ge­schlagenen und zurückgehenden sowjetischen Kräfte wirk­sam an und richtete an den Bahnverbindungen und den Zugstauungen des Feindes im Raume um Rostow schwere Zerstörungen an. Ostwärts Mariupol wiesen rumänische Truppen den Landungsverjnch schwacher feindlicher Kräfte ab. Ungarische Verbände warfen eine »och anf dem Westuser des Don stehende Kräftegruppe des Feindes über den Fluß. Hier wurden 25 feindliche Panzer vernichtet oder erbeutet. Feindliche Angriffe nördlich Woronesch wurden abgewiesen. Die Luftwaffe zerschlug feindliche Kolonnen und Truppenbereitstellun- gen am oberen Don. Der Feind erlitt hohe blutige Ver­luste. Südlich des Jlmensecs setzten die Sowjets ihre erfolglosen Angriffe fort. In der Kolabucht wurden die Hafenanlagen von Rosta erneut schwer bombardiert. In Aegypten wurden mehrere örtliche britische Angriffe unter Verlusten für den Feind abgeschlagen. Einzelne britische Bomber warfen am gestrigen Tage Bomben über westdeutschem Gebiet ab. Die Zivilbevölkerung, besonders in Duisburg, hatte Verluste. Zwei britische Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht. In der ver­gangenen Nacht unternahm die Sowjetluftwaffe mit schwachen Kräfte» wirkungslose Störangriffe aus einige Orte in Ostpreußen."

Unter unausliärüicheni vombenstagel

Berlin, 18. Juli. Nachdem die deutschen und ver­bündeten Truppen im südlichen Abschnitt der Ost­front den Unterlauf des Don erreicht hatten, ließen, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, deutsche Kamm- und Zerstörcrslngzcuge den geschlagenen Feind nicht^ur Ruhe kommen. Dicht vor den deutschen Pan­

zerspitzen wurden feindliche Kolonnen, die am Unter­lauf des Don das jenseitige Ufer zu gewinnen ver­suchten, zerschlagen.

In Tiefangriffen unterbrachen Zerstörerflugzeuge mit ihren Massen den Fährverkehr über den durch die Regenfälle der letzten Tage stark angeschwollenen Fluß. Mehrere mit Truppen und Material beladene Fähr­boote wurden versenkt. Auch die am Don-Ufer sich auf­stauenden bolschewistischen Kolonnen wurden angegriffen. Zahlreiche Panzer und Hunderte von Fahrzeugen wur­den durch Treffer vernichtet oder. schwer beschädigt. Weitere Angriffe deutscher Kampfflugzeuge Garen gegen den feindlichen Bahnverkehr südlich des Don gerichtet.

Im mittleren Abschnitt der Ostsront bekämpfte am 17. Juli deutsche Artillerie feindliche Truppenbewe­gungen und Panzeransammlungen. Bei der weiteren Säuberung des Kampfgebietes im Raum von-R schein wurden erneut mehrere hundert Gefangene eingebracht. Bei bewaffneter Aufklärung in diesem Abschnitt griffen deutsche Kampfflugzeuge mehrfach den seindlichen Trans­portverkehr südostwärts von Moskau an. Schwere Bom­ben zerrissen an mehreren Stellen die Bahnkörper der zur Front suhlenden Strecken.

Im nördlichen Frontabschnitt griffen die Bolsche- wisten am 17. Juli südostwärts des Ilmensees nach starker Artillerievorbereitung und unter Einsatz von Infanterie, Panzern und Flugzeugen die deutschen Stel­lungen an. Der Angriff wurde nach wechselvollen Kämp­fen gbgewiesen. 19 feindliche Panzer wurden abge­schossen oder erbeutet. In diese Kämpfe griff auch die Luftwaffe wirksam ein. Feld- und Flakstellungen sowie Truppenansammlungcn in dichten Waldgebieten waren lohnende Ziele für die deutschen Bomben. Bei der Be­kämpfung des feindlichen Nachschubverkehrs wurden Straßen'zerstört und zahlreiche Fahrzeuge. vernichtet. Der Feind hatte durch die wiederholten Luftangriffe hohe blutige Verluste.

§ Sie tan-wirtschast wir- ihre Marktleistung steigern!

H Staatssekretär Sacke sprach im Sau vberdonau über die Kriegsaufgaben des Landvolkes

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Wels, 18. Juli. Auf einer Kundgebung des Gaues Obcrdonau der NSDAP. sprach am Sonntag der Leiter der gesamten deutschen Ernährungswirtschaft und Agrar­politik, Staatssekretär Herbert Backe, in der Reichs­nährstandshalle in Wels.

Staatssekretär Backe ging zunächst auf die Lage der dönauländischen Landwirtschaft ein und betonte dann, auch für die landwirtschaftlichen Betriebe müsse die Technik der Heiser sür den Bauern, die Bauernsrauen und das Gesinde sein. Wenn wir auch an die Witterung und den Ablauf der Jahreszeit gebunden sind, so wollen wir doch in Zukunft uns von der schwersten Landarbeit freimachen und die Maschine in den Dienst unserer bäuerlichen Arbeit stellen.

Daß die letzten drei Jahre das deutsche Volk nicht in die Knie zwingen konnte», ist neben den Leistungen unserer Wehrmacht ein Erfolg der Agrarpolitik. Diese Leistung beruhte aus der Richtigkeit unserer Agrar­politik. Wie 1833 stehen wir heute wiederum an einem Wendepunkt. Die Enge des Raumes in der Heimat ist durchbrochen, dank der einmaligen Leistungen unserer Wehrmacht. Damit steht auch das deutsche Bauerntum vor der großen Ausgabe, die neuen Räume zu besiedeln und s»r das Deutschtum zu gewinnen.

Staatssekretär Backe erinnerte an die von ihm vor­genommene Ausgaben-Teilung zwischen Reichsnährstand, , Reichsamt für Agrarpolitik und Reichsernährungsmini- l.sterium, die angesichts des revolutionären Charakters .unserer künftigen Agrarpolitik notwendig geworden ist.

> Unsere Agrarpolitik beruht auf der Blutsfrage

, Der heute vorhandene Raum im Osten erfordert zwin­gend, Latz er deutsch wird und daß das deutsche Bauern­

tum neues Blut in diesen neuen Raum strömen läßt. Die Ansiedlung deutscher Bauern in die neuen Gebiete erlaubt auch eine bedeutsame Zusammenlegung in der Heimst. Man kann nicht neues Bauerntum im Osten aufbauen und den alten Lebensquell in der Heimat ver­siegen lassen. Dabei sollte niemand vor den Schwierig­keiten der Aufgabe im Osten zurückschrecken. Eine behut­same und vernünftige Umlegung in der Heimat Urd manche Probleme von selbst lösen. Wir können keine Technik im großen Stile bei uns einführen, wenn wir nicht die Felder zusammenlegen, Wege schaffen und elektrische Anlagen errichten. Wenn es heute auch noch schwer ist, diese Voraussetzungen zu schaffen, weil wir auch noch für den Krieg arbeiten müßen, so wird doch vielleicht früher als wir glauben, der Augenblick kom­men, wo auch die Landwirtschaft ihre Leistungen leichter steigern kann und wv ihre Tagesarbeit nicht mehr so schwer ist wie heute.

Wir müssen daher mit noch größerer Kraft an die Erzeugung herangehen und noch mehr Erzeugnisse an den Markt liefern. Um der Landwirtschast die Abliefe­rungspflicht zu erleichtern, hat der Führer aus der Er­kenntnis der Lage des deutschen Landvolkes bestimmt, daß sür Milch und Landbutter, sür Eier, Schlachtgeslügel und Honig besondere Prämien als Ansporn sür zusätz­liche Marktleistungen, gezahlt werden. Die dazu notwen­digen Anordnungen sind jetzt erschienen.

Demnach erhalten die Milcherzeuger neben der üb­lichen Milchgeldauszahlung einen Leistungszuschlag von 2,5 bis 8 Reichspfennrgcir für die Milchmenge, die sie über eine bestimmte Durchschnittsmenge ihres Gebietes hinaus an die Molkerei abliefern. Für Landbutter, die über dem festgesetzten Ablieserungssoll hinausgeht, wird

eine Prämie von je 1,20 Reichsmark je Kilogramm be­zahlt. Für Eier beträgt die Prämie je 4 Reichspfennig sür jedes Ei, das über den Ablieferungssoll hinaus an den Markt gebracht wird. Auch für Schlachtgeslügel und Honig sind Prämien festgesetzt worden. Mit dieser Rege­lung soll auch der letzte Liter Milch für die Fettversör- gung des gesamten Volkes abgeliefert werden, selbst auf Kosten des eigenen Verbrauches im Landhaushalt und der Aufzucht im Viehstall. Bei zwei Millionen landwirt­schaftlichen Betrieben mit eigener Kuhhaltung würde sich bei täglicher Mehrablieferung von einem Liter Milch die Hälfte der Friedensein'suhr an Butter als Mehrerzeugung ergeben. Aus dieser Prämienzahlung wird das deutsche Landvolk den Wunsch des Führers erkennen, die Härte der Landarbeit etwas zu mildern, wenn er von der Landwirtschaft jetzt für die Ernährung unseres Volkes das Letzte verlangt.

Der Führer kennt das Opfer, das die Landwirt­schaft dem Volke bringt

Nach dem siegreichen Ende des Krieges wird man diese Leistung voll anerkennen. Dann wird die gesamte Volkswirtschaft antreten für die Aufrüstung des Dorfes und für die Aufrüstung unserer Agrarpolitik. Dann wer­den unsere Höfe größer und leistungsfähiger sein und auf diesen Höfen wird als Lebensgrundlage unseres Volkes ein gesundes und starkes Bauerntum wachsen.

Nach dem siegreichen Ende dieses Krieges, wenn der Führer den Neuaufbau des Reiches in Frieden gestalten kann. wird auch das Bauerntum teilnehmen an einer zukunftsreichen Entwicklung und sich auf dieser Grund­lage für da, Volt als Lebe»,quell bewähre».

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„Falscher Prophet Knox" ohne Glauben

b. Berlin, 19. Juli. In einer Woche, in der die deut­schen und verbündeten Armeen im großen Don-Boge« die geschlagenen Truppen Timoschenkos überholten, di» wichtige nach Stalingrwd führende Eisenbahnlinie über­schritten und den Unterlauf Don erreichten, verloren. England und die Bereinigten Staaten 360 000 .Tonnen wertvollsten Kriegsmaterials. 2n ihrem pausenlosen Kampf auf allen Versorgungs- und Nachschubwegen Englands und der USA. in allen Weltmeeren haben di» deutschen U-Boote in dieser Woche 35 Schiffe mit 231000 BRT. sowie drei Transportsegler versenkt und an d§r Küste von Palästina einen feindlichen Tanker mit zwei Torpedoschüssen schwer beschädigt. Die Luftwaffe hat im gleichen Zeitraum im Seegebiet um die britifche Insel und im westlichen Mittelmeer durch Bombentreffer vier Schiffe schwer beschädigt und zudem den Kampf gegen die sowjetische Kriegsmarine im finnischen Meerbusen unterstützt, wo durch deutsche Marinestreitkräfte vier bolschewistische U-Boote versenkt werden konnten.

Die britische Agitation hat sich angewöhnt, die „un­sichtbare Schlacht" auf den Meeren auch für das bri­tische Publikum „unsichtbar" werden zu lassen, wenn­gleich sie keineswegs vermag, sie auch „unspürbar" zu gestatten. Durch gespannteste Aufmerksamkeit und spalten- lange Berichte über die sowjetisch« Situation im Osten versucht man, die Misere der eigenen Kriegführung durch ängstliche Ruf« über die Timoschenko drohende Gefahr zu überschreien, um dann doch durch die Wucht der Er­eignisse von Zeit zu Zeit wieder gezwungen zu werden, auch der „Schlacht auf den Meeren" die vollste Aufmerk­samkeit zuzuwenden. Sobald England und Amerika das Schiffsraumproblem gemeistert hätten, könnten beide „berechtigte Gründe" für ihre Zuversicht haben, behauptete jetzt Lord Halifax in einer Rede, die er während eines Besuches in Birmingham hielt. Wenn das Wort „sobald" auch Möglichkeiten vortäuschen soll und die Rede des in England zu Besprechungen'weilenden Botschafters für Washington in ihrer Gesamtheit den Versuchen zur Jllusionsmache einzureihen, vielleicht auch als eine in seiner deplacierten Stellung als britischer Botschafter verständlichen Anbiederung gegenüber den tlsA. zu bewerten ist, so hat seine Feststellung, daß das Schtsssraumpvoblem für England und die USA. das Problem ihrer Existenz geworden ist, durchaus seine Berechtigung. Das Washingtoner Marinedepartement hat wieder drei Schiffe als Opfer der Achsen-U-Boote in den letzten zwölf Stunden angeben müssen, wobei es sich wohlweislich wie bisher hütet, neben der Schiffszahl auch die Tonnagezahl anzugeben. Man spürt in den Vereinigten Staaten die Folgen der Schiffsverluste je­doch auch im privaten Leben schon in. einem' solchen Ausmaß, daß neben die Versenkungsmeldungen immer wieder optimistische Berichte gesetzt werden müsseit.Heute übernahm der stellvertretend« Vorsitzende des Marine- ausjchusses^ Admiral Vickery; diese sonst dem Mariue- mimster Knox vorbehalten« Aufgabe Vickery stellt die uberraichende Behauptung auf, Laß die Produktion an Schiffen im Jahre 1912 bereits die Zehn-Millionen- Tonnen-Quot« überschreite und bereits den Handels- schiffsverlusten durch feindliche U-Boot« voraus sei Der amerikanische Korrespondent des Londoner „Daily Herald meldet jedoch, daß „alle die optimistischen amt­lichen Verlautbarungen, die man aus Washington zur ffsage der Bekämpfung der U-Doote ausgibt, in der Be- vülkerung der Vereinigten Staaten nicht Äen aeri-nasten Wl'deehall fi-nid-en! Er erklärt auch, aus welchen Grün- den Knox diesmal nicht die „ermutigende Erkläruna" abgab und sie Vickery überließ:. Marineminister Knox werde als der „unglücklichste Prophet dieses Krieges^ angesehen, so heißt es in dem Bericht, denn jedesmal wenn er den Niedergang der deutschen U-Voot-Krieq- luhrung zu feiern beginne, warte die deutsche U-Boot- Waffe mit neuen, noch größeren Erfolgen als das letzte, mal aus, aber nicht, wie Marineminister Knox nur mit Worten, sondern mit Hilfe ihrer nicht umsonst so qe- fürchteten Torpedos. . > > > »

wurden in der vergangenen Woche im Nördlichen Eismeer, im Mittelatlantik, an der Westküste Asnkas, vor der Mississippi-Mündung, im Golf voi Mexiko und vor dem Panamakanal in der Karibische» See abgescuert und rissen 35 Schiffe mit 231 000 BRT in die Efe. Das japauische Hauptquartier hebt die Erfolge der lapamMn U-Boote im Indischen Ozea, und den südafrikanischen Gewässern hervor. Diese Be­kanntgabe, so betonten Tokioter militärische Kreise, sei besonders bemerkenswert, „weil die Briten die meisten chrer besten Schiffe auf der indischen Route eingesetzt hatten. Das Hauptziel der japanischen U-Boot-Opera- tionen in diesen Gewässern besteht darin, gemeinsam» Operationen mit den deutschen und den italienischen Streitkrafken im Hinblick auf den Feldzug in Nord- Afrma durchzuführen. „Jomiuri Shimbun" erklärt die japanischen U-Boot-Schläge deshalb für besonders be­deutungsvoll weil nicht nur die britischen Versorgungs- routen nach Indien, Aden und Kapstadt schwer getroffen wurden, sondern weil diese Aktivität besonders wirksam werde in einer Zeit, in der die See- und Lufikontrolls Englands über das Mittelmeer lahmgelegt wurde und wo Rommcl in Aegypten Entscheidendes vorhat. Das

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Im Südabschnitt der Ostsront geht die Verfolgung und Zerschlagung der Armeen Timoschenkos unauf­haltsam weiter.

Angesichts der verzweifelten Lage der Sowjets erneuerte Sowjetbotschastcr Mai'sky seine Hilfe- gesuche bei Churchill.

Den katastrophalen Verlusten der angloamcrika- nischen Schiffahrt durch den U-Vootskrieg der Drei­erpaktmächte kann Roosevekt nur Zahlenbluffs ent­gegensetzen.

Staatssekretär Backe sprach im Gau Oberdonau über den Kriegseinsatz der Landwirtschaft.

Mit Dr. e. h. Wilhelm Kisscl starb einer der bedeu­tendsten Pioniere der deutschen Motorisierung. Deutschlands Fußballelf gewann den Länderkampf gegen Bulgarien in Sofia 3:0.

Ricdcrsachsens Tschammer-Pokalspicle ergaben einen Sieg Werders, ein Unentschieden von Hannover 80 und eine Niederlage Eintrachts.

Nordseeboxer siegten über Danzig-Weftpreußen 18:10.