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vremer Nuna
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parteiamtliche lageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zrcien Hansestadt Bremen
Anzeigenpreise und Aus nahmebedingungei. laut Preisliste Ausnahmelermine ohne Verbindlich keil. Geschäftsstellen: Bre mcn: Eeeren 6/8, Nuf: 219 31 Nachtruf und sonntags 2 47 65 Obernstraße 86, Nuf: 219 31z Syke: Mühlendamm 2z Bremen- Hemeiingen: Bahnhosstraße 6, Ecke Poststraße, Nuf: 4 34 58; Bremen- Vegesack, Nohrstraße 24, Nuf: 4 u. 8; Vremen-Blumenkhal: Kapk.- Oallmann-Str. 41/43, Nuf: 88 u. 89
der Nationalsozialisten Vremens
flmiliches verkündungsblatt des Beichsstatttfalkers in Oldenburg und Bremen
Nr. 19Z / 12. Zafirgang
Donnerstag, 1 ö. Juli 1942
kinzelpreis 13 Npf.
« Zovljetiscke Kolonnen von scknellen Verkänclen in cler Verfolgung aufgerieben
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Vorwärts auf der gesamten flngriffssront
Im Naume nordwestlich woronesch eingeschlossene feindliche Kräfte vernichtet
Schwerste panzerverlufte der Volschewiften
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Völlig rerscklsgene sorvjstlscbo dlacbscdublcolonnen, clie an einem kluülauk von ilrrem Sckiclrsal ereilt vvnrcken. ?K.-^uknabms: Xriegsbericirtsr Lauer
Aus dem Führerhau pt quartier, 18. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Osten dringen die deutschen und verbündeten Truppen aus der gesamten Angriffssront rasch vorwärts. Die Nachhuten des Feindes wurden geworfen, teilweise zersprengt oder vernichtet. Schnelle Verbände rieben in rastloser Verfolgung feindliche Kolonnen aus und durchschnitten im Rücken des Feindes dessen Verbindungen nach Osten. Die Luftwafse setzte ihre Angriffe aus die feindlichen Riickzugsbewegungen fort. Bei einem nächtlichen Luftangriff gegen Rostow entstanden ausgedehnte Brände in der Stadt und im Bahnhofsgelände. Starke feindliche Angriffe gegen den Brückenkopf Woronesch wurden in harten Kämpfen abgeschlagen und dabei 38 Panzer abgeschossen. Infanterie- und Panzerverbände vernichteten die im Raume nordwestlich Woronesch eingeschlossenen feindlichen Kräfte und zerstörten hierbei 128 Panzer.
Im mittleren Frontabschnitt scheiterten örtliche Angriffe des Feindes.'Nördlich und nordwestlich Orel hat sich die Zahl der durch Heer und Luftwafse in erfolgreichen Abwehrkämpfen vom 3. bis 13. Juli vernichteten Panzer aus 446 erhöht. Bei Luftangriffen auf einen feindlichen Flugplatz im Gebiet von Murmansk wurden zahlreiche Treffer -in Hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt.
An der ägyptischen Front wurden im Südabschnitt siarkc britische Ausklärnngskräfte im Angrifs geworfen. Kamps- und Sturzkampsfliegerverbände fügten dem Feinde schwere Verluste zu. Zahlreiche Kraftfahrzeuge wurden zerstört oder beschädigt. Auf Malta wurden militärische Anlagen bei Tag und Nacht bombardiert.
k<ur sckrvscks 8owjetanz;rikks bei Orel
Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, ließ im Raume nördlich und nordwestlich von Orel die feindliche Angrisfstätigkeit am 13. Juli infolge der schweren Verluste des Feindes an Menschen und Material in den vergangenen Kampftagen spürbar nach. Die Volschewiften führten noch einige von Artillerie und Panzern unterstützte Angriffe, doch brachen die Vorstöße am zähen Widerstand der deutschen Infanterie zusammen. Nur an einer Stelle konnten 19 feindliche Panzer ohne Jnsanteriebegleitung in einen Stützpunkt einbrechen. Sie wurden von ihren Verbindungen abgeschnitten und durch Panzer-Vernichtungstrupps außer Gefecht gesetzt.
Kamps- und Sturzkampfflugzeuge unterstützten die deutschen Truppen bei ihren Abwshrkämpfen. Ein von
kichenlaub fürzwei U-Soot-Kommandanlen
Aus dem Führerhaüptquartier, 13. Juli. Der Führer verlieh dem Kapitänleutnant Rolf M iitzelb » rg , Kommandant eines Unterseebootes, als 194. Soldaten, und dem Kapitänleutnant Adalbert Schnee, Kommandant eines Unterseebootes, als 198. Soldaten das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an die Beliehcnen nachstehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kamps für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adols Hitler."
Neue Nitterkreuzträger
Berlin, 13. Juli. Der Führer verlieh aus Vorschlag dos Obcrbesehlshabers der Lustwasse, Reichsmarschall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Freqtag, Flugzeugsührer in einem Jagdgeschwader. Ferner verlieh der Führer aus Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raedcr, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitänl^utnant Heinz-Otto Schulze.
Panzerkampfwagen begleiteter Vorstoß feindlicher Infanterie wurde rechtzeitig von deutschen Aufklärern er-- kannt und in mehreren Wellen von deutschen Sturzkampfflugzeugen mit Bomben belegt. Drei schwere feindliche Panzer sowie zahlreiche zur Versorgung der feindlichen Panzereinheit eingesetzte Lastkraftwagen wurden vernichtet und mehrere Geschütze außer Gefecht gesetzt.
Im mittleren Abschnitt der Ostfront zerschlugen die deutschen Truppen in harten Kämpfen mehrere bolschewistische Angriffe, die vom Feind Offenbar zur Entlastung seiner im südlichen Abschnitt zerbrochenen Front ° durchgeführt' wurden. Durch starken Einsatz von Artillerie, Panzern und Flugzeugen konnte der Feind
(Eigener Trahtbericht der „Bremer Zeitung")
bi. Bern, 15. Juli. In den nächsten Tagen wird sich das Plenum des amerikanischen Repräsentantenhauses mit der neuen zusätzlichen Steuervorlage der USA.-Re- gierung befassen, die jetzt von der Budgetkommission des Repräsentantenhauses nach langen Beratungen angenommen wurde. Die Kommission war bisher allerdings mit der Höhe der neuen Steuern, die nach Roo- sevelts Plan Mehreinnahmen von 8,7 Milliarden Dollar vorsehen, nicht einverstanden und korrigierte die Vorlage auf 6,25 Milliarden Dollar, gleichzeitig damit wurde die Ertragssteuer für Aktiengesellschaften um 1,1 Milliarden Dollar erhöht.
Auf starken Widerstand in Wirtschaftskreisen und im Kongreß stößt auch'die Regierungsvorlage über die Bekämpfung der latenten Jnflationsgesahren in den USA. Roosevelt hatte hier das Recht beansprucht, Riesen- mengcn von Weizen aus Regierungsvorräten 15 Prozent unter dem Tagespreis abzugeben, um dadurch das weitere Steigen der Lebenshaltungskosten zu stoppen. Ob-
vorübergehend örtliche Einbrüche erzielen, die jedoch sämtlich im Gegenstoß unter schweren blutigen Verlusten für die Botschewisten bereinigt wurden. Das Ziel der Angriffe deutscher Kampfflugzeuge in diesem Raum war neben der Unterstützung der Abwehrkämpfe die Unterbrechung des feindlichen Nachschubverkehrs. Durch Bomben schweren Kalibers wurden zahlreiche Bahnhofsanlagen in Brand geworfen, die Bahnkörper an mehreren Stellen aufgerissen und mit Munition und Treibstoff be- ladene Güterzüge zur Explosion gebracht. In Luftkämpfen wurden über diesem Kampfraum sieben feindliche Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen.
Konflikt zwischen Preissekretär und Kongreß
wohl Roosevelt persönlich in dieser Frage eingriff und die Erklärung abgab, daß die Ablehnung seines Vorschlages die Lebenshaltungskosten um 1 Milliarde Tiollar steigern würde, kämpfte der starke Farmerblock im Kongreß weiter erbittert gegen diese Forderung. Noosevelts Interesse an der Bekämpfung aller Jnflations- erscheinungen ist offenbar deshalb so groß, weil die Entwicklung während des letzten Weltkrieges noch unvergessen ist.
Schließlich ist es jetzt auch noch zu einem Konflikt zwischen. dem USA.-Preisfekretär Henderson und dem Kongreß gekommen. Das Budgetbüro hatte ursprünglich einen Betrag von 161 Millionen Dollar zur Aufrechterhaltung gewisser Preisgrenzen vorgesehen. Der Se- nats-Bndegtausschuß hat dafür aber nur 125 Millionen Dollar bewilligt, und vom Ausschuß des Repräsentantenhauses war diese Summe noch weiter auf 75 Millionen Dollar gekürzt worden. Henderson erklärte darauf, wenn diese Einschränkungen nicht zurückgenommen würden, müßten bestimmte Preisgrenzen sofort aufgehoben werden, was unabsehbar« Folgen haben könnte.
widerstand gegen Nooseoetts sinanzpläne
Sudgetkommisflon kürzt Steuervorlage —
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Liedes Mittel ist recht — gegen die U-Voote!"
flmerikas Marineminister muß den Verlust der ersten Phase im Kamps um die Seeverbindungswege eingestellet,
Die Alliierten stecken die Pflöcke zurück
ckr. v. scb. Berlin, 15. Juli, „Das Problem, das die Gegner der Achsenmächte jetzt zu lösen haben, geht nicht dahin, wie sie in diesem oder im nächsten Jahre den Sieg erringen, sondern wie sie sich bei dem gegenwärtigen Ansturm vor dem Untergang bewahren können." In diesem Ausspruch des britischen Rundfunkkommentators Johnston spiegelt sich die ganze verzweifelte Not, in die sich unsere Feinde angesichts der militärischen Entwicklung in diesem Sommer gedrängt sehen. Es ist ein unheimlicher Absturz von den Höhen der Prahlereien, die man in Frühlingsstimmung in die Welt hin- ausschrie, als man Molotow in London und Washington die zweite Front versprach und als man die siegreiche Entscheidung gegen Deutschland noch in diesem Jahre voraussagte, bis in den Abgrund der Verzweiflung, in dem es nicht mehr um den Sieg, sondern nur noch um das Ueberleben geht.
Es ist nicht nur die furchtbare Niederlage der Sowjets, die alle leichtsinnigen strategischen Berechnungen der Gegenseite nach eigenem Geständnis vollkommen über den Haufen geworfen hat; der Offensive im Osten ging der stürmische deutsche Vormarsch bis in die Eingangspforten des Rildeltas voraus, und parallel verläuft in einem für die Gegner immer erschreckenderem Ausmaß die „Schlacht aller Schlachten'/ auf den Weltmeeren. Zu diesem Thema sagt der Londoner Sender in höchst gewundenen Formulierungen: „2m Augenblick gewinnen wir die Seeschlacht nicht. Wie können nur hoffen, daß wir standhalten, aber es ist möglich, daß wir zur Zeit nicht einmal das erreichen." Der amerikanische Marinesekretär Knox möchte sich das Problem etwas leichtfertiger von der Seele reden. Er kündigte an, daß die Vereinigten Staaten eine sich über die ganze Welt erstreckende Kampagne gegen die feindlichen
Ver sülzrer empfing Vailani
Aus dem Führerhauptquartier, 13. Juli. Der Führer empfing am Mittwoch in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den irakischen Ministerpräsidenten Raschid Ali El Eailani. Die Unterredung fand im Geiste der vertrauensvollen Freundschaft statt, die das deutsche Volk gegenüber den arabischen Völkern empfindet.
Unterseeboote einleiten würden. Frank Knox hat bekanntlich auch vor dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten geprahlt, daß er Japan in spätestens neunzig Tagen zerquetschen werde. Soviel-jst diesem Prahlhans allerdings auch klar: „Wir könnet! nicht kämpfen, wenn wir uns nicht vorher der Unterseeboote entledigen können." An dieser Aufgabe haben sich schon andere Leute die Zähne zerbissen. Wir brauchen Herrn Knox nur daran zu erinnern, daß Churchill bereits im ersten Kriegssahr behauptete, daß er der U-Boot-Gefahr völlig Herr geworden sei. Alle sein? Prahlereien und Voraussagen sind durch die steile Aufwärtsbewegung unserer Erfolge im Kampf gegen den feindlichen Schiffsraum in einem solchen Ausmaß Lügen gestraft worden, daß die Gegner in ihr jetzt die Quelle all ihrer Nöte erblicken müßen.
Jawohl, es gibt kein Kämpfen und keine Möglichkeit der Initiative für den Gegner, solange unsere^ U-Boote am Werk bleiben, und so muß auch das Verhängnis für die Sowjets seinen Lauf nehmen. Alles Schreien nach der zweiten Front entspringt ja nur der verzweifelten Erkenntnis, daß alles aus sein wird,.wenn die Sowjets zusammenbrechen Die „Washington Post" drückt das so aus: „Es ist klar, daß, solange nicht ikgendetwas getan wird. um den auf den Sowjet^'lastenden ungeheuren Druck zu beseitigen, die Gegner der Achsenmächte noch vor Ende des Sommers vor einer katastrophalen Lage stehen können". Das gleiche sagt' der Londoner Rundfunk im Zusammenhang mit der Produktions- deba.tte im Unterhaus. Diese Debatte, sei von dem Bewußtsein überschattet gewesen, daß die Alliierten der kritischsten Phase des Krieges gegenüberstünden. Was ist das für ein kläglicher Trost, den eine englische Zeitung ihren Lesern zu geben versucht, wenn sie schreibt, daß der Rückzug Timojchenkos für die Sowjetarmee kein Dünkirchen zu werden brauche, vorausgesetzt, daß die Versorgung der sowjetischen Einheiten sichergestellt werde. Kein Dünkirchen? Wir dachten immer, daß dieser Name eine glorreiche Episode in der britischen Kriegsgeschichte kennzeichne und auf einmal soll dieser Name ein Schreckgespenst sein. Wie es im übrigen mit der Versorgung der sowjetischen Einheiten nach der Vollendung des deutschen Durchbruches bestellt sein wird, darüber dürste sich Timoschenko doch seine eigenen Gedanken machen. Die „Prawda" hat wiederholt in hysterischen Aufrufen festgestellt, daß jetzt die Lebensadern
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
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b. Berlin, 13. Juli. Die bevorstehende Schissahrts- debatte hinter den geschlossenen Türen des Unterhauses, der Churchill fernbleiben will und an der sich auch der Kricgstransportminister Leather als der kompetente Sprecher der Regierung nicht beteiligen wird, hat den amerikanischen Marincminister Frank Knox veranlaßt, den Ernst der Lage zu unterstreichen. Knox inspiziert augenblicklich die gesamte Atlantikküste der Vereinigten Staaten und benutzte einen Aufenthalt in Quincy bei Boston, um die Parole zu geben: „Es wird überhaupt keinen Kampf geben, wenn wir uns der U-Voote nicht tntledigcn können. Wir müßen jedes nur mögliche Schiff verwenden, das sich für die Bekämpsung und Eindämmung der U-Boot-Gesahr eignet. Wir sind sogar genötigt, die Fischerei zu berauben, um die Operationen gegen Unterseeboote längs der Küste fortzusiihren." Auch die zurzeit in Amerika weilenden Sonderberichterstatter der schwedischen Zeitungen betonen in ihren Kabeln für die Stockholmer Blätter die deutsche U-Boot- Aktivität als das wichtigste Problem, das Amerika zu meistern habe und von dem alles andere abhängig sei. Die U-Boot-Gesahr habe eine Verdunkelung der gesamten Ostküste der USA. notwendig gemalt, schreibt der Korrespondent von „Stockholms Tidningen" und die Durchführung dieser Verdunklung sei „erst einmal eines der brennendsten Probleme der amerikanischen Kriegführung."
Wenn Knox in seiner weiteren Erklärung bekanntgab, dir USA.-Kricgsmarine habe sich gezwungen gesehen, die Küstengeleitzüge bis auf das Karibische Meer
auszudehnen, obgleich sie das nur unter größten Schwierigkeiten habe durchführen können, und daß das Konvoi- System auch im Golf von Mexiko durchgeführt werden müsse, dann wird aus all diesen Betrachtungen klar, daß die USA. die erste Phase im Kampf um die Seeverbindungen verloren haben. Die jetzt so viel erörterten Probleme, in denen Segelschiffe, Holzschifse und HandelsU-Boote den rettenden Strohhalm im Tonnagedilemma darstellen sollen, unterstreichen lediglich die Schwierigkeit der Situation für die USA. Denn die Kllstengeleit- zllge bedingen eine weitere Verzögerung der Transporte, eine Versteifung des Rohstoffmangels und somit eine Intensivierung der Produktionsnöte. Rockefeller, der Beauftragte für die Zusammenarbeit der gesamtamerikanischen Flotten, hat jetzt eine Gesellschaft gegründet, um eine Notflotte von Segelschiffen zur Verwendung im kontinentalen Handel, besonders im Karibischen Meer, zu erwerben. Dieser Plan hat Anklang gefunden — so groß ist die Gefahr geworden.
Der Londoner Nachrichtendienst spricht angesichts dieser Entwicklung von der „kritischsten Phase des Krieges", der jetzt die Alliierten gegenüberstünden. „Wir wissen nicht, was auf dem Meere vorgeht, aber gewisse Tatsachen sind dem kleinen Mann in England bekanntgeworden. Die Schiffsverluste stellen jetzt ein größeres Problem für die Produktion dar und genau wie Großbritannien sich 1949 auf die Flugzeugkonstruktion und 1941 aus die Herstellung von Panzern konzentrieren mußte, so muß es sich jetzt aus die Schiffahrt konzentrieren.
Produktionsftagen haben jedoch augenblicklich in London einen peinlichen Beigeschmack. Produktionsminister Lyttelton mußte in der Unterhausdebatte feststellen, daß England nun die Grenze erreicht habe, über die hinaus die britische Erzeugung durch den Bau neuer Fabriken nicht weiter gesteigert werden könne. Ebenso könnender zivile Verbrauch in England nicht weiter beschnitten werden. Als Lyttelton versuchte, die Qualität der britischen Waffen in Nordafrika als ausreichend hinzustellen, war er einer harten Kritik ausgesetzt, die sich in erster Linie gegen die unzureichende Zusammenarbeit zwischen Front und Industrie richtete und auch nicht durch die Ausführungen Lytteltons zufriedenzustellen war, daß ein ständiger Strom von taktischen Informationen von den-Schlachtfeldern und Uebungsplätzen zum englischen Generalstab gehe. Die Kritiker erklärten Lyttletons Erklärungen für unzureichend und waren erbost, als sie keine befriedigende Antwort auf die Frage bekamen, ob denn nun jedenfalls für die so lange erwartete zweite Front genügend Material vorhanden sei.
Man bemühte sich, in der Debatte nicht von Schiffen zu sprechen, obwohl ja von diesen Schiffen alles abhängig ist. da Lyttelton ohnmächtig ein« weitere Steigerung der Produktion als unmöglich erklärte und nur die Hoffnung auf die Vereinigten Staaten übrig ließ — auf die Staaten, die erst noch nach Mitteln suchen, um die turmhohen Schwierigkeiten überwinden zu können, die einer aktiveren Unterstützung im Wege stehen.
Der südafrikanische Postdienst hat jetzt einen Stempel mil der Auiskhrifi: „Sprecht nicht über Schiffe!" eingeführt — Dieses Schweigeverbot ist symptomatisch für das gesamte Empire ....
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An der Angriffssront im Osten rieben schnelle Verbände feindliche Kolonnen in rastloser Verfolgung auf.
Im Raume nordwestlich Woronesch eingeschlossene feindliche Kräfte wurden vernichtet.
Die deutsche Luftwaffe setzte die Angriffe auf die sowjetischen Rückzugsbewegungen fort.
In Rostow entstanden nach nächtlichen Luftangriffen ausgedehnte Brände.
Die Achsentruppen warfen im Südabschnitt der ägyptischen Front starke britische Aufklärungskrästc zurück.
Amerikas Marineministcr mußte die Niederlage der Alliierten in der ersten Phase der „Schlacht aller Schlachten" zugeben.
Noosevelts Steuerpläne stoßen im Repräsentantenhaus aus Widerstand.
Die Hansa-Linie hat 1941 einen Reingewinn von rund einer halben Million RM. erzielt.
Anläßlich des vlämischcn Nationalfeiertages veranstaltete die Deutsch-Vlämische Arbeitsgemeinschaft Bremen eine Feierstunde.
In Bremen wurde für die Werkköchc und -köchimicn des Gaues Wescr-Ems ein Lehrgang der DAF. durchgeführt.