Ausgabe 
(16.7.1942) Nr. 193
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

de

hat

-all.

MI.

tan-

i«

°ni,

Mq'

raa.

di-

>»st

>rät-

raii-,

UItz».

aus''

ü:-/

Ar

^fsi-i

I>U->

rie!,,

dq

nar' pro-^ jen­

er i ch e i n t 7 m a lwöche Nklick

Monalsbezug 4>?/t 2,39 einschl. Zu­stellgebühr: Postbezugspreis monall. 2,39 E lcinschl- 30,1 P°st- zcilungsgcbübr! zuzügl- 424^4 Be­stellgeld. BczuciSprels Ist im voraus zahlbar. PostsLeck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Nückmhlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- <smbH., Bremen, Eeeren 6/8. Fernsprecher 219 31, Nachtruf und sonntags 24765. Sprechzeiten: Verlag: werktäglich 12 bis 13 ilhrz Schriftleitung: 12^ bis 13j^ Uhr

vremer Nuna

Anzeigen -Grundpreise

parteiamtliche lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zrcien Hansestadt Bremen

Anzeigenpreise und Aus nahmebedingungei. laut Preisliste Ausnahmelermine ohne Verbindlich keil. Geschäftsstellen: Bre mcn: Eeeren 6/8, Nuf: 219 31 Nachtruf und sonntags 2 47 65 Obernstraße 86, Nuf: 219 31z Syke: Mühlendamm 2z Bremen- Hemeiingen: Bahnhosstraße 6, Ecke Poststraße, Nuf: 4 34 58; Bremen- Vegesack, Nohrstraße 24, Nuf: 4 u. 8; Vremen-Blumenkhal: Kapk.- Oallmann-Str. 41/43, Nuf: 88 u. 89

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblatt des Beichsstatttfalkers in Oldenburg und Bremen

Nr. 19Z / 12. Zafirgang

Donnerstag, 1 ö. Juli 1942

kinzelpreis 13 Npf.

« Zovljetiscke Kolonnen von scknellen Verkänclen in cler Verfolgung aufgerieben

daif

üim

:ick

er

S»

ich

Ab

dii

N

v«!

«!

üHt

Ülli-l

Vorwärts auf der gesamten flngriffssront

Im Naume nordwestlich woronesch eingeschlossene feindliche Kräfte vernichtet

Schwerste panzerverlufte der Volschewiften

in«!

v-t

dlb

u,

b<-

men

>M>

v»

>t«i.

mn

öch

rniii

und

chen^

aa-

IM

ob«!

nni

/irk.

kicl!-

,55«?

INtV

/v!"'

^e'

All

reis

Völlig rerscklsgene sorvjstlscbo dlacbscdublcolonnen, clie an einem kluülauk von ilrrem Sckiclrsal ereilt vvnrcken. ?K.-^uknabms: Xriegsbericirtsr Lauer

Aus dem Führerhau pt quartier, 18. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Osten dringen die deutschen und verbündeten Truppen aus der gesamten Angriffssront rasch vorwärts. Die Nachhuten des Feindes wurden geworfen, teilweise zer­sprengt oder vernichtet. Schnelle Verbände rieben in rastloser Verfolgung feindliche Kolonnen aus und durch­schnitten im Rücken des Feindes dessen Verbindungen nach Osten. Die Luftwafse setzte ihre Angriffe aus die feindlichen Riickzugsbewegungen fort. Bei einem nächt­lichen Luftangriff gegen Rostow entstanden ausgedehnte Brände in der Stadt und im Bahnhofsgelände. Starke feindliche Angriffe gegen den Brückenkopf Woronesch wurden in harten Kämpfen abgeschlagen und dabei 38 Panzer abgeschossen. Infanterie- und Panzerverbände vernichteten die im Raume nordwestlich Woronesch ein­geschlossenen feindlichen Kräfte und zerstörten hierbei 128 Panzer.

Im mittleren Frontabschnitt scheiterten örtliche An­griffe des Feindes.'Nördlich und nordwestlich Orel hat sich die Zahl der durch Heer und Luftwafse in erfolg­reichen Abwehrkämpfen vom 3. bis 13. Juli vernichteten Panzer aus 446 erhöht. Bei Luftangriffen auf einen feindlichen Flugplatz im Gebiet von Murmansk wurden zahlreiche Treffer -in Hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt.

An der ägyptischen Front wurden im Südabschnitt siarkc britische Ausklärnngskräfte im Angrifs gewor­fen. Kamps- und Sturzkampsfliegerverbände fügten dem Feinde schwere Verluste zu. Zahlreiche Kraftfahrzeuge wurden zerstört oder beschädigt. Auf Malta wurden mi­litärische Anlagen bei Tag und Nacht bombardiert.

k<ur sckrvscks 8owjetanz;rikks bei Orel

Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, ließ im Raume nördlich und nordwestlich von Orel die feindliche Angrisfstätigkeit am 13. Juli infolge der schweren Verluste des Feindes an Menschen und Ma­terial in den vergangenen Kampftagen spürbar nach. Die Volschewiften führten noch einige von Artillerie und Panzern unterstützte Angriffe, doch brachen die Vorstöße am zähen Widerstand der deutschen Infanterie zusammen. Nur an einer Stelle konnten 19 feindliche Panzer ohne Jnsanteriebegleitung in einen Stützpunkt einbrechen. Sie wurden von ihren Verbindungen abgeschnitten und durch Panzer-Vernichtungstrupps außer Gefecht gesetzt.

Kamps- und Sturzkampfflugzeuge unterstützten die deutschen Truppen bei ihren Abwshrkämpfen. Ein von

kichenlaub fürzwei U-Soot-Kommandanlen

Aus dem Führerhaüptquartier, 13. Juli. Der Führer verlieh dem Kapitänleutnant Rolf M iitzelb » rg , Kommandant eines Unterseebootes, als 194. Soldaten, und dem Kapitänleutnant Adalbert Schnee, Kommandant eines Unterseebootes, als 198. Soldaten das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an die Beliehcnen nach­stehendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kamps für die Zukunft unse­res Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adols Hitler."

Neue Nitterkreuzträger

Berlin, 13. Juli. Der Führer verlieh aus Vor­schlag dos Obcrbesehlshabers der Lustwasse, Reichsmar­schall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Freqtag, Flugzeugsührer in einem Jagdgeschwader. Ferner verlieh der Führer aus Vor­schlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Groß­admiral Raedcr, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitänl^utnant Heinz-Otto Schulze.

Panzerkampfwagen begleiteter Vorstoß feindlicher In­fanterie wurde rechtzeitig von deutschen Aufklärern er-- kannt und in mehreren Wellen von deutschen Sturz­kampfflugzeugen mit Bomben belegt. Drei schwere feind­liche Panzer sowie zahlreiche zur Versorgung der feind­lichen Panzereinheit eingesetzte Lastkraftwagen wurden vernichtet und mehrere Geschütze außer Gefecht gesetzt.

Im mittleren Abschnitt der Ostfront zerschlugen die deutschen Truppen in harten Kämpfen mehrere bol­schewistische Angriffe, die vom Feind Offenbar zur Ent­lastung seiner im südlichen Abschnitt zerbrochenen Front ° durchgeführt' wurden. Durch starken Einsatz von Ar­tillerie, Panzern und Flugzeugen konnte der Feind

(Eigener Trahtbericht der „Bremer Zeitung")

bi. Bern, 15. Juli. In den nächsten Tagen wird sich das Plenum des amerikanischen Repräsentantenhauses mit der neuen zusätzlichen Steuervorlage der USA.-Re- gierung befassen, die jetzt von der Budgetkommission des Repräsentantenhauses nach langen Beratungen an­genommen wurde. Die Kommission war bisher aller­dings mit der Höhe der neuen Steuern, die nach Roo- sevelts Plan Mehreinnahmen von 8,7 Milliarden Dollar vorsehen, nicht einverstanden und korrigierte die Vor­lage auf 6,25 Milliarden Dollar, gleichzeitig damit wurde die Ertragssteuer für Aktiengesellschaften um 1,1 Milliarden Dollar erhöht.

Auf starken Widerstand in Wirtschaftskreisen und im Kongreß stößt auch'die Regierungsvorlage über die Be­kämpfung der latenten Jnflationsgesahren in den USA. Roosevelt hatte hier das Recht beansprucht, Riesen- mengcn von Weizen aus Regierungsvorräten 15 Prozent unter dem Tagespreis abzugeben, um dadurch das wei­tere Steigen der Lebenshaltungskosten zu stoppen. Ob-

vorübergehend örtliche Einbrüche erzielen, die jedoch sämtlich im Gegenstoß unter schweren blutigen Verlusten für die Botschewisten bereinigt wurden. Das Ziel der Angriffe deutscher Kampfflugzeuge in diesem Raum war neben der Unterstützung der Abwehrkämpfe die Unter­brechung des feindlichen Nachschubverkehrs. Durch Bom­ben schweren Kalibers wurden zahlreiche Bahnhofsan­lagen in Brand geworfen, die Bahnkörper an mehreren Stellen aufgerissen und mit Munition und Treibstoff be- ladene Güterzüge zur Explosion gebracht. In Luft­kämpfen wurden über diesem Kampfraum sieben feind­liche Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen.

Konflikt zwischen Preissekretär und Kongreß

wohl Roosevelt persönlich in dieser Frage eingriff und die Erklärung abgab, daß die Ablehnung seines Vor­schlages die Lebenshaltungskosten um 1 Milliarde Tiollar steigern würde, kämpfte der starke Farmerblock im Kongreß weiter erbittert gegen diese Forderung. Noosevelts Interesse an der Bekämpfung aller Jnflations- erscheinungen ist offenbar deshalb so groß, weil die Entwicklung während des letzten Weltkrieges noch unver­gessen ist.

Schließlich ist es jetzt auch noch zu einem Konflikt zwi­schen. dem USA.-Preisfekretär Henderson und dem Kon­greß gekommen. Das Budgetbüro hatte ursprünglich einen Betrag von 161 Millionen Dollar zur Aufrecht­erhaltung gewisser Preisgrenzen vorgesehen. Der Se- nats-Bndegtausschuß hat dafür aber nur 125 Millionen Dollar bewilligt, und vom Ausschuß des Repräsentanten­hauses war diese Summe noch weiter auf 75 Millionen Dollar gekürzt worden. Henderson erklärte darauf, wenn diese Einschränkungen nicht zurückgenommen würden, müßten bestimmte Preisgrenzen sofort aufgehoben wer­den, was unabsehbar« Folgen haben könnte.

widerstand gegen Nooseoetts sinanzpläne

Sudgetkommisflon kürzt Steuervorlage —

»

Liedes Mittel ist recht — gegen die U-Voote!"

flmerikas Marineminister muß den Verlust der ersten Phase im Kamps um die Seeverbindungswege eingestellet,

Die Alliierten stecken die Pflöcke zurück

ckr. v. scb. Berlin, 15. Juli, „Das Problem, das die Gegner der Achsenmächte jetzt zu lösen haben, geht nicht dahin, wie sie in diesem oder im nächsten Jahre den Sieg erringen, sondern wie sie sich bei dem gegenwär­tigen Ansturm vor dem Untergang bewahren können." In diesem Ausspruch des britischen Rundfunkkommen­tators Johnston spiegelt sich die ganze verzweifelte Not, in die sich unsere Feinde angesichts der militärischen Entwicklung in diesem Sommer gedrängt sehen. Es ist ein unheimlicher Absturz von den Höhen der Prahle­reien, die man in Frühlingsstimmung in die Welt hin- ausschrie, als man Molotow in London und Washing­ton die zweite Front versprach und als man die sieg­reiche Entscheidung gegen Deutschland noch in diesem Jahre voraussagte, bis in den Abgrund der Verzweif­lung, in dem es nicht mehr um den Sieg, sondern nur noch um das Ueberleben geht.

Es ist nicht nur die furchtbare Niederlage der So­wjets, die alle leichtsinnigen strategischen Berechnungen der Gegenseite nach eigenem Geständnis vollkommen über den Haufen geworfen hat; der Offensive im Osten ging der stürmische deutsche Vormarsch bis in die Ein­gangspforten des Rildeltas voraus, und parallel ver­läuft in einem für die Gegner immer erschreckenderem Ausmaß die „Schlacht aller Schlachten'/ auf den Welt­meeren. Zu diesem Thema sagt der Londoner Sender in höchst gewundenen Formulierungen: „2m Augenblick gewinnen wir die Seeschlacht nicht. Wie können nur hoffen, daß wir standhalten, aber es ist möglich, daß wir zur Zeit nicht einmal das erreichen." Der ameri­kanische Marinesekretär Knox möchte sich das Problem etwas leichtfertiger von der Seele reden. Er kündigte an, daß die Vereinigten Staaten eine sich über die ganze Welt erstreckende Kampagne gegen die feindlichen

Ver sülzrer empfing Vailani

Aus dem Führerhauptquartier, 13. Juli. Der Führer empfing am Mittwoch in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den irakischen Ministerpräsidenten Raschid Ali El Eailani. Die Unterredung fand im Geiste der vertrauensvollen Freundschaft statt, die das deutsche Volk gegenüber den arabischen Völkern empfindet.

Unterseeboote einleiten würden. Frank Knox hat be­kanntlich auch vor dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten geprahlt, daß er Japan in spätestens neunzig Tagen zerquetschen werde. Soviel-jst diesem Prahlhans allerdings auch klar: „Wir könnet! nicht kämpfen, wenn wir uns nicht vorher der Unterseeboote entledigen kön­nen." An dieser Aufgabe haben sich schon andere Leute die Zähne zerbissen. Wir brauchen Herrn Knox nur daran zu erinnern, daß Churchill bereits im ersten Kriegssahr behauptete, daß er der U-Boot-Gefahr völ­lig Herr geworden sei. Alle sein? Prahlereien und Voraussagen sind durch die steile Aufwärtsbewegung unserer Erfolge im Kampf gegen den feindlichen Schiffsraum in einem solchen Ausmaß Lügen gestraft worden, daß die Gegner in ihr jetzt die Quelle all ihrer Nöte erblicken müßen.

Jawohl, es gibt kein Kämpfen und keine Möglichkeit der Initiative für den Gegner, solange unsere^ U-Boote am Werk bleiben, und so muß auch das Verhängnis für die Sowjets seinen Lauf nehmen. Alles Schreien nach der zweiten Front entspringt ja nur der verzweifelten Erkenntnis, daß alles aus sein wird,.wenn die Sowjets zusammenbrechen Die „Washington Post" drückt das so aus: „Es ist klar, daß, solange nicht ikgendetwas ge­tan wird. um den auf den Sowjet^'lastenden ungeheu­ren Druck zu beseitigen, die Gegner der Achsenmächte noch vor Ende des Sommers vor einer katastrophalen Lage stehen können". Das gleiche sagt' der Londoner Rundfunk im Zusammenhang mit der Produktions- deba.tte im Unterhaus. Diese Debatte, sei von dem Be­wußtsein überschattet gewesen, daß die Alliierten der kritischsten Phase des Krieges gegenüberstünden. Was ist das für ein kläglicher Trost, den eine englische Zei­tung ihren Lesern zu geben versucht, wenn sie schreibt, daß der Rückzug Timojchenkos für die Sowjetarmee kein Dünkirchen zu werden brauche, vorausgesetzt, daß die Versorgung der sowjetischen Einheiten sichergestellt werde. Kein Dünkirchen? Wir dachten immer, daß die­ser Name eine glorreiche Episode in der britischen Kriegsgeschichte kennzeichne und auf einmal soll dieser Name ein Schreckgespenst sein. Wie es im übrigen mit der Versorgung der sowjetischen Einheiten nach der Vollendung des deutschen Durchbruches bestellt sein wird, darüber dürste sich Timoschenko doch seine eigenen Ge­danken machen. Die „Prawda" hat wiederholt in hyste­rischen Aufrufen festgestellt, daß jetzt die Lebensadern

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

i

l

p

I

b. Berlin, 13. Juli. Die bevorstehende Schissahrts- debatte hinter den geschlossenen Türen des Unterhauses, der Churchill fernbleiben will und an der sich auch der Kricgstransportminister Leather als der kompetente Sprecher der Regierung nicht beteiligen wird, hat den amerikanischen Marincminister Frank Knox veranlaßt, den Ernst der Lage zu unterstreichen. Knox inspiziert augenblicklich die gesamte Atlantikküste der Vereinigten Staaten und benutzte einen Aufenthalt in Quincy bei Boston, um die Parole zu geben: „Es wird überhaupt keinen Kampf geben, wenn wir uns der U-Voote nicht tntledigcn können. Wir müßen jedes nur mögliche Schiff verwenden, das sich für die Bekämpsung und Eindäm­mung der U-Boot-Gesahr eignet. Wir sind sogar ge­nötigt, die Fischerei zu berauben, um die Operationen gegen Unterseeboote längs der Küste fortzusiihren." Auch die zurzeit in Amerika weilenden Sonderberichterstatter der schwedischen Zeitungen betonen in ihren Kabeln für die Stockholmer Blätter die deutsche U-Boot- Aktivität als das wichtigste Problem, das Amerika zu meistern habe und von dem alles andere abhängig sei. Die U-Boot-Gesahr habe eine Verdunkelung der ge­samten Ostküste der USA. notwendig gemalt, schreibt der Korrespondent von „Stockholms Tidningen" und die Durchführung dieser Verdunklung sei „erst einmal eines der brennendsten Probleme der amerikanischen Krieg­führung."

Wenn Knox in seiner weiteren Erklärung bekannt­gab, dir USA.-Kricgsmarine habe sich gezwungen ge­sehen, die Küstengeleitzüge bis auf das Karibische Meer

auszudehnen, obgleich sie das nur unter größten Schwie­rigkeiten habe durchführen können, und daß das Konvoi- System auch im Golf von Mexiko durchgeführt werden müsse, dann wird aus all diesen Betrachtungen klar, daß die USA. die erste Phase im Kampf um die See­verbindungen verloren haben. Die jetzt so viel erörterten Probleme, in denen Segelschiffe, Holzschifse und Handels­U-Boote den rettenden Strohhalm im Tonnagedilemma darstellen sollen, unterstreichen lediglich die Schwierig­keit der Situation für die USA. Denn die Kllstengeleit- zllge bedingen eine weitere Verzögerung der Trans­porte, eine Versteifung des Rohstoffmangels und somit eine Intensivierung der Produktionsnöte. Rockefeller, der Beauftragte für die Zusammenarbeit der gesamt­amerikanischen Flotten, hat jetzt eine Gesellschaft ge­gründet, um eine Notflotte von Segelschiffen zur Ver­wendung im kontinentalen Handel, besonders im Kari­bischen Meer, zu erwerben. Dieser Plan hat Anklang gefunden — so groß ist die Gefahr geworden.

Der Londoner Nachrichtendienst spricht angesichts dieser Entwicklung von der „kritischsten Phase des Krieges", der jetzt die Alliierten gegenüberstünden. „Wir wissen nicht, was auf dem Meere vorgeht, aber gewisse Tatsachen sind dem kleinen Mann in Eng­land bekanntgeworden. Die Schiffsverluste stellen jetzt ein größeres Problem für die Produktion dar und genau wie Großbritannien sich 1949 auf die Flug­zeugkonstruktion und 1941 aus die Herstellung von Panzern konzentrieren mußte, so muß es sich jetzt aus die Schiffahrt konzentrieren.

Produktionsftagen haben jedoch augenblicklich in Lon­don einen peinlichen Beigeschmack. Produktionsminister Lyttelton mußte in der Unterhausdebatte feststellen, daß England nun die Grenze erreicht habe, über die hinaus die britische Erzeugung durch den Bau neuer Fabriken nicht weiter gesteigert werden könne. Ebenso könnender zivile Verbrauch in England nicht weiter beschnitten werden. Als Lyttelton versuchte, die Qualität der bri­tischen Waffen in Nordafrika als ausreichend hinzu­stellen, war er einer harten Kritik ausgesetzt, die sich in erster Linie gegen die unzureichende Zusammenarbeit zwischen Front und Industrie richtete und auch nicht durch die Ausführungen Lytteltons zufriedenzustellen war, daß ein ständiger Strom von taktischen Informa­tionen von den-Schlachtfeldern und Uebungsplätzen zum englischen Generalstab gehe. Die Kritiker erklärten Lyttletons Erklärungen für unzureichend und waren er­bost, als sie keine befriedigende Antwort auf die Frage bekamen, ob denn nun jedenfalls für die so lange er­wartete zweite Front genügend Material vorhanden sei.

Man bemühte sich, in der Debatte nicht von Schiffen zu sprechen, obwohl ja von diesen Schiffen alles ab­hängig ist. da Lyttelton ohnmächtig ein« weitere Stei­gerung der Produktion als unmöglich erklärte und nur die Hoffnung auf die Vereinigten Staaten übrig ließ — auf die Staaten, die erst noch nach Mitteln suchen, um die turmhohen Schwierigkeiten überwinden zu können, die einer aktiveren Unterstützung im Wege stehen.

Der südafrikanische Postdienst hat jetzt einen Stempel mil der Auiskhrifi: „Sprecht nicht über Schiffe!" ein­geführt — Dieses Schweigeverbot ist symptomatisch für das gesamte Empire ....

II»IIIIIM»»IMII»IIIM»III»»I»»»IIII»I»»III»»»IIIIII»M»1IIIIII»I,»I»»I»IN»

Unser?ayessp»eys1

An der Angriffssront im Osten rieben schnelle Ver­bände feindliche Kolonnen in rastloser Verfol­gung auf.

Im Raume nordwestlich Woronesch eingeschlossene feindliche Kräfte wurden vernichtet.

Die deutsche Luftwaffe setzte die Angriffe auf die sowjetischen Rückzugsbewegungen fort.

In Rostow entstanden nach nächtlichen Luftangriffen ausgedehnte Brände.

Die Achsentruppen warfen im Südabschnitt der ägyptischen Front starke britische Aufklärungskrästc zurück.

Amerikas Marineministcr mußte die Niederlage der Alliierten in der ersten Phase der „Schlacht aller Schlachten" zugeben.

Noosevelts Steuerpläne stoßen im Repräsentanten­haus aus Widerstand.

Die Hansa-Linie hat 1941 einen Reingewinn von rund einer halben Million RM. erzielt.

Anläßlich des vlämischcn Nationalfeiertages ver­anstaltete die Deutsch-Vlämische Arbeitsgemeinschaft Bremen eine Feierstunde.

In Bremen wurde für die Werkköchc und -köchimicn des Gaues Wescr-Ems ein Lehrgang der DAF. durchgeführt.