Ausgabe 
(13.7.1942) Nr. 190
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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstaktisalters in Oldenburg und vremen

7lr. 130 / 12. Jahrgang

Montag, 1Z. Juli 1342

kinzelpreis 15 vps.

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Schlacht aller Schlachten" oline

Unsere U-Voote erledigten vor Noosevelts rür weitere 18 Handelsschiffe mit 118888 VNt. / Im asten schreitet die Verfolgung des Feindes rastlos fort

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Zwei britische Zerstörer versenkt

Aus dem Führerhauptquartier, 12. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Südabschnitt der Ostfront stoßen schnelle Verbände und bewegliche Abteilungen der Infanteriedivisionen dem weichenden Feinde in rastloser Versolgung nach. Oert- , lichcr Widerstand wurde überall gebrochen. In Rostow sowie in mehreren Hasen der Kaukasus-Küste wurde» kriegswichtige Anlagen mit Bdmben belegt. Entlastungs­angriffe des Feindes nordwestlich Woronesch blieben auch gestern erfolglos. Im Zusammenwirken mit der Luftwaffe wurden dabei 83 feindliche Panzer vernichtet. Im Raum nördlich und nordwestlich Orel wiederholte der Feind seine Angriffe mit stärkeren Infanterie- und Panzerkrästcn. Sie wurden mit wirkungsvoller Unter­stützung der Luftwaffe in harten Kämpfen abgewiesen. An der Wolchow-Front scheiterten feindliche Angriffe unter hohen Verlusten. Die Sowjet-Luftwaffe verlor am gestrigen Tage 74 Flugzeuge. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt.

In Aegypten dauern die schweren Kämpfe in der El Alamcin-Stellung an. Kamps- und Sturzkampfflieger­verbände griffen die britischen Stellungen und motori­sierten Kraftegruppen mit Bomben schweren und schwer­sten Kalibers an. Sie fügten dem Feind großen Scha­den zu. In Lustkämpfen wurden von deutschen und ita- lienijchcn Fliegern 14 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Auf Malta wurden Stützpunkte der britischen Luftwaffe bombardiert.

An der Südkllste Englands versenkten leichte Kampf­flugzeuge zwei Zerstörer aus einem feindlichen Kriegs- schisssvcrband. In der vergangenen Nacht belegte die Lustwasfe kriegswichtige Ziele an der englischen Ost- küste mit Bomben schweren Kalibers. Im Südteil des St. Georgs-Kanals wurde bei einem Angriff aus einen feindlichen Ecleitzug ein Frachtschiff durch Bombentref­fer beschädigt.

. Nach einem wirkungslosen Störangriss auf die Stadt Flensburg in den Abendstunden des .gestrigen Tages ' flogen in der Nacht zum Sonntag einige britische Bom­ber in das Gebiet von Danzig ein. Durch Spreng- «nd Brandbomben entstanden in Wohnvierteln der Stadt Danzig Sach- und Gebäudeschäden. In einem zerstörten Krankenhaus fanden zahlreiche Kinder den Tod. Vier der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen.

Wie durch Sondermeldung bekankjgegeben, ver­senkten deutsche Unterseeboote im Atlantik und in amerikanischen Küstengewässerit 18 feindliche Han­delsschiffe mit 116 000 BRT. j Ein ivilteres Schiff von 7000 ART. wurde durch Torpedotreffer be­schädigt. Drei Transportsegler wurden durch Ar­tillerie versenkt. Damit hat die deutsche Untersee­bootwaffe auf den Kriegsschauplätzen des Atlantik, des Nördlichen Eismeeres und des Mittelmeeres seit dem 1. Juli 34 Schiffe mit 225 900 BRT. ver­senkt und den feindlichen Nachschubverkehr nach allen Fronten wiederum schwer getroffen."

KIsüsrbeit äeutscker LumptllugreuA«

Au dem gemeldeten Angriff leichter deutscher Kampf­flugzeuge gegen einen britischen Kriiegsfchiffsverband vor der Südkiiste Englands teilt das OKW. ergänzend mit: Am Sonnabend sichteten die Kampfflugzeuge bei bewaffneter Aufklärung kurz nach 17.80 Uhr im Kanal S Kilometer ostwärts Dartmouth einen britischen Kriegsschiffsverband, der aus einem Kreuzer und meh-

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Berlin, 12. Juli. Der Führer verlieh auf Vor­schlag des Oberbefehlshabers der Lustwasfe, Reichs­marschall Eöriug, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes au Oberleutnant Simsch, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader.

reren Zerstörern bestand. Die Kriegsschiffe liefen in ge­ringer Fahrt auf südwestlichem Kurs. wobei die Zer­störer in Kiellinie fuhren. Um 19.12 Uhr begannen die deutschen Kampfflugzeuge einen Tiefangriff gegen den feindlichen Schiffs verband. Eine Bombe schweren Ka­libers detonierte fünf Meter weben dem Heck eines ver­mutlich, zur Jervis-Klasse gehörenden Zerstörers. Das Kriegsschiff stoppte sofort und begann nach drei Mi­nuten über Heck abzusinken. Gleichzeitig wurde ein wei­terer Zerstörer durch eine schwere Bombe eines anderen Kampfflugzeuges getroffen. Nach dem Aufschlagen der Bombe entstand eine starke Explosion, und das Schiff begann sofort zu sinken. Beim Abflug der Kampfflug­zeuge waren die Leiden betroffenen Schiff« von der Wasseroberfläche bereits verschwenden. Der Angriff der deutschen Kampfflugzeuge kam für den britischen Schiffsverband so überraschend, daß die Abwehr leichter und schwerer Flakgeschütze von Kreuzern und Zerstörern erst nach den Bombenwürfen einsetzte. Die am Angriff beteiligten Kampfflugzeuge kehrten unversehrt zu ihren Einsatzhäfen zurück.

fluchinlecks flnsturm bei kl fllamein

Drahtbericht unseres Vertreters >>n. Rom, 12. Juli. Die Kampflage in Nordafrika ist gegenwärtig durch das britische Bemühen gekennzeichnet, mit Aufgebot aller Mittel die auf dem Niltal lastende

Drohung abzuwenden. Auchinleck hat zu diesem Zweck alle Truppen, die er in seinem nahöstlichen Befehls­bereich auftreiben. konnte, an die Front von El Alamein geworfen, .selbst auf die Gefahr hin, daß in den un­ruhigen arabischen Ländern nur unzureichende Be satzungskräfte zuriickblieben. Die britischen Garnison- truppen, Verbände des Generals Stvne, stehen zu­sammen mit einigen amerikanischen Kontingenten neben den Resten der 8. Armee und den in aller Eile hin­geschafften Reserven der 9. und 10. Armee an der Schwelle der westlichen Wüste. Welche Einbußen die britische Luftwaffe ^in diesen Tagen gesteigerten Ein­satzes hinnehmen muß, verdeutlicht eine Aufstellung des italienischen Luftfahrtmimsteriums, wonach in der ab­gelaufenen Woche im Mittslmeervaum und in Aegypten 193 feindliche Maschinen abgeschossen wurden.

London ist so gut wie ohne näher« Kenntnis der Kämpfe in Aegypten. Vielsagend ist ein Ausruf des Gouverneurs von Cypern.mit der Warnung, den Ernst der Lage in Aegypten nicht zu unterschätzen.- Malta mel? bete neue schwere Luftangriffe. Die Engländer höben zu ihrer Unterstützung neuseeländische und australische Truppenkontingente nach Aegypten geworfen. Das eng­lische Oberkommando meldet am Sonntag verstärkte feindlich« Lufttätigkeit mit lebhaftem Stukaeinsatz. Die amerikanische P.resse entdeckt jetzt, daß früher die Be­deutung des ägyptischen Kriegsschauplatzes und das Genie Rommels unterschätzt worden seien.

Sowjets versenkten weiteres Schwedenschiff

von einem bolschewistischen U-Voot in schwedischen stolieiksgewiissern torpediert

wisten gegen Finnland und die baltischen' Länder be­stimmt gewesen sei. Man müsse sich nur lebhaft wun­dern, daß die Schweden, über die Umtriebe der bolsche­wistischen U-Boote erstaunt seien, aber vielleicht werde man jetzt auch in solchen Kreisen Stockholms, in denen man die Sache Finnlands bisher wicht als diejenige Schwedens Leträchtet habe, mit Genugtuung von den Kämpfen der finnisch-deutschen Seestreiikräft« im finni­schen Meerbusen Kenntnis nehmen, denn trotz der gro­ßen zahlenmäßigen UeberlegeNheit des Gegners sei es den finnischen Seestreitkräften gelungen, die sowjetisch« Flott« in Schach zu halten. Die Umtriebe der bolsche­wistischen U-Boote in den neutralen Gewässern müsse in. Schweden endlich die Gefahr des Bolschewismus klar werden lassen.

Unmittelbar nach der am hellichten Tag vollzogenen neuen Torpedierung eines schwedischen Schiffes in schwe­dischen Gewässern überflogen am Sonnabend, noch bei Tageslicht, englische Bomber an zahlreichen Stellen und zu wiederholten Malen schwedisches Gebiet. Offenbar haben die Engländer, genau wie schon in früheren Fäl­len, als Anmarsch- und Rückweg zu Angriffen auf deutsche Küstenstädte den bequemen Weg über schwe­disches Gebiet gewählt. Sie haben damit zur schwedischen Neutralität die gleiche Einstellung bekundet, wie die U-Boote der bolschewistischen Verbündeten.

Drahtbericht unserer Berliner Schriftlcitung

l>. Berlin, 12. Juli. In dem gleichen Augenblick, in dem die Taß mit den üblichen verlogenen Argumenten die sowjetischen U-Voot-Angrisfe auf schwedische Handels­schiffe ableugnete, wurde ein weiteres großes Handels­schiff Schwedens, der 5859 BRT. große Dampfer „Lulea", in schwedischen Hoheitsgewässern außerhalb vo« Vacster- vik torpediert. Das Schiff sank unmittelbar nach der Torpedierung. Ueber das Schicksal der Besatzung liegen bisher keinerlei Mitteilungen vor. Schwedische Meldun­gen betonen, daß eigene Kriegsschiffe und Flugzeuge das feindliche U-Voot sofort mit allen verfügbaren Mitteln angegriffen haben.

Das Stockholmer Außenministerium erklärte auf eine Anfrage der schwedischen Nachrichtenagentur TT., bei den vorhergegangenen Torpedierunsten habe es sich, wie eine Untersuchung einwandfrei ergeben habe, um Tor­pedos mit russischen Schristzeichen gehandelt. Die Neu- tralitätsverletznng durch sowjetische U-Boote sei voll­kommen klar, und das Taß-Dementi gebe keinerlei neue Fingerzeige. Man sei dergleichen gewohnt und könne es vielleicht darauf schieben, daß der Kontakt zwischen den bolschewistischen U-Booten und der Heimat unter den herrschenden Verhältnissen mangelhaft sei. Zugleich mit der diplomatischen Borstellung in Kubyschew habe man die militärischen Maßnahmen zum Schutze für die schwe­dische Schiffahrt verschärft. Diese Stellungnahme des Aüßenministernlms wurde von bet Stockholmer Zeitung „Nia Dagligt Allehanda" in einer Sonderausgabe ver­breitet, wobei nochmals auf das schärfste gegen die bolschewistischen Umtriebe Stellung genommen wurde. Es ist interessant, daß die „Prawda" in dem Augenblick des Täß-Dementis die Aktivität der sowjetischen U-Boote in der Ostsee rühmte und der Sender Moskau zugab, sowjetische U-Boote hätten in der Ostsee feindliche Schiffe versenkt. In Schweden wird es mit Aufmerksam­keit verfolgt, daß die sowjetische Nachrichtengebung die schwedischen Schiffe also bereits als „feindliche" be­zeichnet.

Naturgemäß haben die sowjetischen Nsutr-akitätsbrüche auch in Finnland stärkste Aufmerksamkeit gefunden. Schweden hab« setzj.M:lLgenheä't/Uuch-in' handgreiflicher Form'die "sowjetischen Uebergriffe und Umgangsformen kennenzulernen, meint „Abo-Underraettelser". Die Um- lriebe an der schwedischen Ostkllste seien von dem glei­chen Geist getragen, von dem das Vorgehen der Bolfche-

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< In-einer Berlautba-rung des schwedischen Verteidi­gungsstabes heißt es, daß schwcknsche U-Voot-2äger un­mittelbar nach der Torpedierung eine große Anzahl von Wasserbomben warfen und daß nach einiger Zeit auf der Oberfläche Oelflecke erschienen, wonach auf die Versenkung des U-Bootes geschloffen werden konnte. Wie „Niä" Daglight Allehanda" aus Oskarshamn meldet, wurden insgesamt 26 Wasserbomben gegen das Sowjet?U-Boot abgeworfen, und die schwedische Luft­waffe unterstützte die Verfolgung durch Bombenwürfe. Da man genau sah, von welcher Stelle aus der Torpedo abgefeuert worden war, konnten die Wasserbomben in einem sehr begrenzten Gebiet abgeworfen werden. Auf den schwedischen WachsH j ffen-N'ei..-man--der Anficht,' -daß' das WBöot "getroffen worden ist. Am Sonnabendabend wurde amtlich bekanntgegeben, daß 16, Besatzungsmit­glieder des schwedischen Frachters „Lulea", der im ganzen 83 Mann an Bord hatte, durch die Torpe­dierung dieses Schiffes ums Leben gekommen sind.

Sie große Bewegung der lugend zum Bauerntum

Neichsjugendsükrer flrmann grüßt germanische freiwillige im Landdiensl der Kitler-Zugend

Posen, 12. Juli. In der Hauptstadt des Warthe- gaues fand am Sonntag ein bedeutsamer und einen neuen Abschnitt gemeinsamen Wollens und Wirkens ein­leitender Appell der germanischen Lugend statt. Dabei^ begrüßten Reichsjugendsührer Axmann und Gauleiter Reichsstatthalter Greiser nahezu 1000 germanische Frei­willige im Landdienst der deutschen Jugend. Während lies im Osten die Männer der germanischen Freiwilli- gen-Lcgionen als Pioniere der nationalen Wohlfahrt ihrer Heimatländer dem Mutterboden der Kultur Schutz mit den Massen bieten, ist die Jugend ihrer Länder ebenfalls als Pionier angetreten, um mit dem Pflug des Bauern den Raum ist Osten Ordnung und Gestalt zu geben.

Die Rede des Rejchssugendführers Axmann unter­strich die Sendung der Jugend dieser geschichtlichen Zeit. Der Kriegscinsatz, so sagte er. gebe ihr das Gesetz des Handxlns. Mit ihm sei die Jahrcsparole „Osteinsatz und Landdiensk" aufs engste verbunden. Niemals sei die Be­deutung des Ostens für die Entwicklung unseres Rei­ches iiber-eugender und sinnfälliger in Erscheinung ge­treten als heute, da die besten Söhne unsere» Volke»

vor seinen Grenzen für die Zukunft kämpfen. Tausende von Jungen und Mädel seien in den vergangenen Mo­naten in den deutschen Raum des Ostens hineingeströmt, nicht allein der Einsicht und der strengen Pflicht, son­dern vor allem der Stimme ihres Herzens folgend. Die Lehrlingsheime, die Hilfe der Mädel in Kindergärten, Schulen und Volksdeutschen Bauernfamilien seien Aus­druck ihres Willens zur Tat.

Bor allem aber habe die Jugend dem Ruf zum Land­dienst Folge geleistet. Rund 30 000 Jungen und Mädel hätten sich nach harter Auslese freiwillig zu diesem Ein­satz entschlossen, zum überwiegenden Teil seien sie aus dea Städten gekommen, um ihre Heime und Unterkünfte im deutschen Osten zu beziehen.

An diese deutschen Jungen und Mädel gewandt, sagte der Reichsjugendfllhrer: „Die ganze deutsche Jugend

blickt mit Stolz auf euch, junge Pioniere. An euch ist es. zu beweisen, daß ihr stärker sein wollt, als die rauhe Wirklichkeit, die euch im neuen Wirkungskreis umgeben wird. Ihr werdet alle Mühen auf euch nehmen in dem glücklichen Bewußtsein, am Ende freie Bauern auf eige­nem Hof zu sein." Die Achtung der Naturgesetz», so sagt»

Arthur Axmann, und die Ehrfurcht vor den Geheim­nissen lebendigen Wachstümer werde diese Jugend des Landdienstes gläubig machen und sie immer vor einer Verstädterung der Gesinnung bewahren. Der Landdienst sei die große Bewegung der Jugend zum Bauerntum. Bauerntum und deutscher Osten aber seien unzertrenn­bar verbunden.

Der deutsche Osten fordere daher eine idealistische und begeisterungssähige Jugend, die mit freudiger Hingabe und mit heiligem Ernst zugleich mit ^eder Tat an der Sendung Adolf Hitlers baut.

Der Reichsjugendsührer hieß dann die Jungen und Mädel aus den germanischen Ländern willkommen mit den Worten: „Ihr seid der Stoßtrupp eurer jungen und aufsteigenden Bewegung. Durch euch spricht die neue Zeit. Es^ist das Glück dieser Zeit, daß wir uns unserer gemeinsamen Herkunst und unseres gemein­samen Blutes so klar und tief bewußt werden."

Wie früher, so betonte der Reichsjugendfllhrer, die germanischen Stämme gemeinsam gegen das Europa bedrohende Chaos kämpften, so stritten heute die tapfe- (Fortsetzung auf Seid» 2)

„Diese /leise üöeeöietet §Ues"

Krieg nicht durch Eeheimdebatten zü gewinnen

' b. Berlin, 12. Juli. Die deutsche Untorseeboolwaffs hat in ihrem pausenlosen Kampf gegen die »feindliche Handelsschiffahrt und die alliierten' Seevevbindunlgs- wege wieder außerordentlich bedeutsame Erfolge ^ er­rungen. die nicht nur die Schiffahvtsnöte Englands und der Vereinigten Staaten vor der Geheimdedatte im eng­lischen Unterhaus mit interessanten Pointen durchsetzen, sondern auch indirekt die deutschen Angriffsoperatronen westlich und östlich des Don unterstützen. Die heutige Sondermeldung, welche die Versenkung von achtzehn feindlichen. Handelsschiffen mit 116 000 BRT. meldet und die Versenkungserfolge allein der deutfchen U-Boots in den ersten Tagen des Monat Juli mit 225 900 BRT. beziffert, betont, daß' der „feindliche Nachschubverkehr nach allen Fronten wieder schwer getroffen" sei. Die deut­schen Torpedos, die im Atlantik vor den Küsten der Vereinigten Staaten, im Mittelmeer und im Nördlichen Eismeer wertvollste Frachtschiffe auf den Grund des Meeres bohrten, haben zugleich die Bemühungen Auchin- lecks um Verstärkung seiner Truppen .im Aegypten wie die Widerstandskraft der Armeen TimofcheNkös im Osten getroffen.

In Erkenntnis der tiefen Zusammenhänge zwischen der Schlacht auf den Meeren und den enlfcheidungsvollen Auseinandersetzungen auf den Schlachtfeldern des Ostens und in Aegypten schreibt der Londoner „Daily Expreß", es gebe'heute für die Alliierten nur ein erstrangiges Problem, nämlich: Schiffe,-.. Schiffe und immer mehr schiffe! Man könn« einfach nicht länger über die lln- zahh der Schiffsoersenlkungen hinwegsehen, denn die Kluft, die zwischen Schiffsuntergängen und Neubauten liege, werde immer weiter. Aus ihr heraus entwickele sich ein« Krise, die an Härte und Gefährlichkeit alles überbiete, was man auf alliierter Seite bisher in die­sem Krieg erlebt habe. Und auch' Lord Runcimän, der von der Tschechen-Krise her bekannte Vorsitzende der großen englischen Schiffahrtsgesellschaft „Anchor Lines", muß erklären, daß der Schiffsraum weiter ganz empfind­lich zusammengeschrumpft fei und 'die maßgebenden Schiffahrtskreise Englands nicht mehr wüßten, wie die alliierte Schiffsproduktion mit dem gewaltigen Maß an Versenkungen Schritt halten könne. Runriman betont, wie bereits gestern die „Times", daß GrMbritannien bei Kriegsausbruch 1941 weit weniger Tonnte zur Ver­fügung gehabt habe. als bei: Ausbruch des Weltkrieges. Die „Times" brachte dieses Eingeständnis/gestern mit dem Hinweis, die „britische Oeffentlichketi dürfe sich nicht über die gewaltigen Schiffsverlnste Äu diesem Krieg wundern". Um die Notwendigkeit der Geheim­haltung der für diese Woche zu ermattenden Schiffs­raumdebatte im Unterhaus zu untMreiMn. erläutert die „Times": „Im ersten Weltkrieg hab« tzioßbritan- nieu alles oder-zumindest einen THl dessen, was es Le- nötlgt, durch Einfuhr aus Europa»pder auf verhältnis­mäßig ungefährdeten Seewegd» importieren können, wo­hingegen jetzt sämtliche Schiffahrtsstraßen der sieben Weltmeere unsicher geworden seien. JtÄHen und Japan und Frankreich seien auch nicht mehr Englands Ver­bündete, was im Falle Italiens zusammen mit den militärischen deutschen Erfolgen in Nordafrika und vor­her auf dem Balkan praktisch zur Schließung des Mittel­meeres für Englands Handelsflotte geführt habe.

Ist auch der Zweck dieser Geständnisse durchsichtig so smd die Geständnisse an sich nicht weniger sensationell. Wann hätte man jemals aus England gehört daß das Mitlel'meer für britische Handelsschiffe gesperrt sei? Die Sorge Churchills angesichts der zu erwartenden unbe­quemen Fragen hinter den verschlossenen Türen des Unterhau,es veranlaßte diesen gestündnisreichcn Artikel, da die Labour-Partei keinerlei Geheimnis daraps macht, dast sie die. Dehatte-lteber in- aller- OeffetMlchkeit ge­führt sehe, um durch das Geständnis der vollen Wahr­heit die Anstrengungen des britischen Publikums im Sparen von Lsbensmitteln und- Rohstoffen und die Ak­tivität der Arbeiterschaft beim Schiffbau zu intensi­vleren. Der Labour-Abgeordnete Shiwwell erklärte aus

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Deutsche U-Voote versenkten in amerikanischen ' Küstengewässern 18 feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 118 000 BRT.

Die Versolgung des weichenden Feindes im Süd­abschnitt der Ostfront geht rastlos weiter.

Deutsche Kampfflugzeuge vernichteten im Kanal zwei britische Zerstörer.

Die Kämpfe bei El Älamein gehen mit unvermin­derter Heftigkeit weiter.

Reichsjugendsührer Axmann begrüßte in Posen die germanischen Freiwilligen im Landdienst der Hitler- Jugend.

Die großdeutschen Schwimm-Meisterschasten wurden Sonntag in Hirschberg beendet.

Im Endspiel um die Deutsche Handballmeisterschaft der Männer siegte die Orpo-Magdeburg mit 8:5 über den SV. Waldhos.

Hörmann-Mllnchen gewann die Straßenmeisterschast der deutschen Radsportamateure.

In Wcrnigerode wurden die deutschen Kegelmcister- schasten auf Bohle ausgetragen.

Die Kanuten führten ihre Gau- und Eebietsmeister- schafteu aus der Weser in Bremen durch.