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parteiamtliche Tageszeitung
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der Nationalsozialisten Vremens
flmilichcs verkündungsblall des Beichsstattlfalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 1SK , 12. Jahrgang
Donnerstag, S. Juli 1S42
Linzelpreis 1S Nps.
Dis (ZslsitLug-IKatasteoplHy im -lörclliclien kismeer vollleommen
das ist der wahre Blitzkrieg!
Nach -er krwelterung -es Vurchbruchs im listen / stngstgestammel in ton-on
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>- Drabtbericht unserer Berliner Schriftlcituna ckr. v. sck. Berlin, 8. Juli. Beträchtliche Erweiterung des Durchbruchs nach Süden hin und erfolgreiche Kämpfe jenseits von Woronesch — die strategische Bedeutung der Operationen, die seit Ende Juni an der Ostfront im Flusse find, beginnt sich so scharf abzuzeichnen, daß das helle Entsetzen im Feindlager und die staunende Bewunderung der unbeteiligten Welt schon zu begreifen sind. „Das ist der wahre Blitzkrieg!" sagt der Sender Ankara im Hinblick aus die Tatsache, das; der deutsche Angriff im Verlauf von nur einer Woche in eine Tiefe von zweihundcrtfiinszig Kilometer gegriffen hat. „Der gegenwärtige deutsche Vormarsch im Osten geht noch viel schneller als derjenige des letzten Jahres."
Eine Belgrader Zeitung stellt nach der Einnahme van Woronesch sest, daß sich dieses bedeutsame Rüstungszentrum der Sowjets 900 Kilonieter östlich der ehemaligen sowjetisch-polnischen Grenze und elfhundert Kilo- meter östlich der Ausgangslinie der deutschen Angrisfs- operationen vom Juni vorigen Jahres befindet. Elf- hundert Kilometer, das entspricht der Entfernung von Meine! bis Basel. Diese Zahl unterstreicht mit besonderer Eindruckskraft das weiträumige Ausgreifen unserer Operationen, zumal sie sich in diesem Jahre erst in ihrem Anfangsstadium befinden. Die spanische Presse weist darauf hin, daß die englischen Kommentatoren Woronesch vor der Eroberung durch die deutschen Truppen als die Schlüsselstadt der Sowjetstellung bezeichnet haben. Nun sei -sie wirklich in Verbindung mit Kursk und Charkow zu einer solchen geworden. Der erste Akt der großen deutschen Offensive habe nicht günstiger enden können, und der obere Don sei nunmehr als Aus- angsstelluna für kommende Operationen strategisch un- ezahlbar. Der deutsche Vormarsch beweise auch die Sinnlosigkeit der bolschewistischen Angriffe bei Orel.
Unter Liesen Umständen fällt es dem britischen Nachrichtendienst natürlich furchtbar schwer, den deutschen Erfolg in seinem ganzen Ausmaß zuzugeben. Man klammert sich noch krampfhaft an den. letzten sowjetischen Heeresbericht, der weiterhin von Kämpfen westlich von Woronesch und sogar noch weit zurückliegend auf der Linie zwischen Kursk und Don spricht. Dienstag
linkischer Ministerpräsident gestorben
Istanbul, 8. Juli. Am Mittwoch kurz nach Mitternacht ist in Istanbul der türlische Ministerpräsident Dr. Nofik Saydam an Herzschlag gestorben.
Innenminister Tuzer ist bis auf weiteres mit der Führung der Geschäfte des Ministerpräsidenten betraut worden. Irgendwelche Beschlüsse über eine Neubesetzung der Regierung sind noch nicht bekanntgeworden.
»
Der so unerwartet verschiedene türkische Ministerpräsident Dr. Rasik Saydam wurde im Jahre l88l in Istanbul geboren. Er schlug die medizinische Laufbahn ein und vollendete seine Spezialstudien an der Wiener Universität. Auf dem medizinischen Gebiete erwarb er sich die Anerkennung seiner Heimat und wurde nach dem nationalen Wiederaufstieg der Türkei von Jsmet Inocnue, der damals lange Jahre Ministerpräsident war, als Ecsundheitsminister in dessen Kabinett berufen. In dieser Eigenschaft verblieb er bis zum Jahre 1037 im Kabinett. In seiner langjährigen Tätigkeit als Ecftmd- heitsminisicr hat er sich um die Förderung des türkischen Gesundheitswesens außerordentlich verdient gemacht. Als Jsmet Jnoenue zeitweilig von der politischen Arena ab- ' trat. schied er als enger Freund des jetzigen Staatspräsidenten ebenfalls aus dem Kabinett aus. 1938 berief ihn Celal Bayar nach Uebernahme der Staats- leitnng durch Jsmet Inocnue in das neugebildete Kabinett als Jpnenminister. Diesen Posten behielt er bis zum Rücktritt Celal Bayers inne, worauf er als dessen Nachfolger im Jahre 1939 mit der Neubildung des Kabinetts beauftragt wurde, dessen Vorsitz er bisher ununterbrochen beibehielt., Ministerpräsident Saydam war ein unentwegter Freund null Anhänger des Staatspräsidenten Jsmet Jnoenue und hervorragend in der Führung der Türkischen Volkspartei tätig, zu deren Generalsekretär er 1938 erwählt würde. Deutschland gegenüber zeigte er Verständnis, und politisch bemühte er sich, die strikte neutral« Haltung der Türkei im gegenwärtigen Konflikt zu wahren.
abend noch behauptete der „Daily Telegraph", daß die deutschen Elite-Divisionen, die von einer gewaltigen Luftmacht unterstützt würden, nicht zu ihrem Hauptziel Woronesch durchbrechen können. Nachdem die Sowjets unter ungeheurem Druck hätten zurückgehen müssen, schienen sie jetzt „die geschickt manövrierende Horde von Kleist" am Flußlauf festzuhalten. Die Jllusiousmacher in London brauchen nur richtig zu lesen, was die sowjetische Armeezeitung „Roter Stern" schreibt, die die Lage an den Ufern des Don-Flusses als sehr ernst bezeichnet. All das lächerliche Eerede um die Dinge herum dient offenkundig nur dem Zweck, die steigende eigene Angst zu überdecken. Man ist sich in den militärischen Kreisen Londons darüber klar, wie „Stock- holms Tidningen" berichtet, daß Woronesch für die Sowjets genau so bedeutsam wie Alexandrien für die Engländer sei. Ein militärischer Sachverständiger der „United Preß" ist klug genug, der deutschen Meldung über die Einnahme von Woronesch keine Zweifel entgegenzustellen und sagt dann, daß diese deutsche Meldung einen furchtbaren Schlag für die Sowjets bedeute,
Aus dem Führerhauptquartier, 8. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Der Durchbruch der deutschen und verbünbeten Truppen aus dem Raume zwischen Charkow und Kursk wurde nach Süden stark erweitert. Feindliche Gegenangriffe nordwestlich Woronesch scheiterten. Im Kamps mit eingeschlossenen und zersprengten Truppen wurden zahlreiche Gefangene und große Beute eingebracht. Nördlich und nordwestlich Orel dauern die Angriffe des Gegners an. Sie wurden in harten Kämpfen und unterstützt durch starke Kampffliegerkräste abgeschlagen. Allein im Abschnitt eines Armeekorps wurden hierbei in den letzten drei Tagen 75 feindliche Panzer vernichtet. Im rückwärtigen Frontgebiet südlich von Rschew wurden starke feindliche Gruppen auf großem Raume eingeschlossen; 20 sowjetische Panzer wurden erbeutet. J>n nördlichen Abschnitt der Ostfront griff der Gegner an einzelnen Stellen erfolglos an. Im hohen Norden wurden feindliche Flug- und Seestützpunktc im Raume der Kola-Bucht bombardiert. Im Seegebiet nördlich der Halbinsel Kanin wurde ein feindlicher Bewacher durch Bombentreffer versenkt.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben Kampssliegerverbäiide und Unterseeboote einen englischamerikanischen Kroßgeleitzug im Nördlichen Eismeer angegrisse» und z»m größten Teil versenkt. Der Konvoi bestand aus 38 Handelsschiffen, hatte Flugzeuge, Pnn- zerkampswage», Munition und Lebcnsmittel geladen, war nach Archangelsk bestimmt und durch schwere feindliche Seestreitkräfte, Zerstörer und Korvetten sehr stark gesichert. I» enger Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe wurden durch Kampsslugzeuge ein Schwerer amerikanischer Kreuzer und 19 Handelsschiffe mit 122 »00 BRT., durch Unterseeboote 9 Schiffe mit 79 4ÜÜ BRT. versenkt. Bei Verfolgung der Reste des Eeleitzuges gelang es Unterseebooten, vier weitere Schiffe mit 24 700 BRT. zu versenken. Damit wurden aus diesem Geleit 32 feindliche Schisse mit zusammen 217 900 BRT. vernichtet. Durch Seenotflugzeuge wurde eine größere Zahl amerikanischer Seeleute gerettet und gefangengenommen.
In Aegypten erlitten die Briten bei einem erfolglosen Angriff gegen den Südflügel der deutsch-italienischen Front starke Verluste. Auf Malta wurden bei Tag und Nacht Flugplätze und Flottenstützpunkte bombardiert. In Luftkämpsen verlor der Feind 14 Flugzeuge.
An der Kanalküste bekämpften Fernkampfbattcrien des Heeres kriegswichtige Ziele im Raume von Dover. Vor der englischen Südküste versenkten leichte Kampfflugzeuge bei Tage ein feindliches Schiff von etwa 10 000 BRT.; ein zweites Schiff gleicher Größe wurde durch Bombenwurf schwer beschädigt. Kampffliegeroer- bände bombardierten in der letzten Nacht erneut das Hasen- und Industriegebiet von Middlesborough. Aus-
weil jetzt Timoschenkos Zufahrtsstraßen nach dem Süden ernsthaft gefährdet feien. Der „Daily Expreß" geht noch weiter mit der Feststellung, daß die deutsche Wehrmacht jetzt vielleicht den größten strategischen Sietz im Osten errungen habe. Die Deutschen hätten Positionen erreicht, die, wenn sie konsolidiert würden, den ganzen Kriegsverlauf beeinflussen könnten.
Der tatsächlichen Stimmung in England dürfte eine Schilderung der „Daily Mail" nahekommen, die die vielsagende Ueberschrift trägt: „Timoschenko in Gefahr." Sewastopols Fall, so heißt es da, sichere den rechten Flügel der Deutschen, während gleichzeitig starke deutsche Luftwaffen- und Heeresverbände für den Abschnitt bei Kursk und Charkow sreigeworden seien. Timoschenko stehe vor derselben Lage wie Auchinleck in Aegypten. Er sei von eine: Niederlage erster Ordnung bedroht. Selbst wenn die deutschen Angaben nur halbe Wahrheiten seien, so sei doch klar, daß Timoschenkos Armeen in Gefahr seien, von der Flanke her aufgerollt und von den sowjetischen Armeen im Norden völlig abge- (Fortfetzung auf Seite 2)
gedehnte Brände und große Zerstörungen wurden beobachtet."
Wie das Oberkommando der Wehrmacht ergänzend mitteilt, zerschlugen am. 6. Juli die deutschen Truppen im Abschnitt Orel mehrere Angriffe der Bolschewisten. Die Vorstöße wurden nach starker Artillerievorbereitung und mit Panzcrunterstiitzung vorgetragen, trotz großen Mat-erialeinsatzes blieben sie ergebnislos für die Bolsche- wisten, die hohe Verluste an Menschen und Material erlitten. Eine kleine feindliche Kampfgruppe, die während der Nacht in die deutsche Hauptkampfstellung eingedrungen war, wurde bei Tagesanbruch vernichtet. Im Laufe des 6, Juli unternahin der Feind nach mehrstündiger Feuervorbereitung einen erneuten Angriff, bei dem außer rund hundert Panzern zahlreiche Flugzeuge und Flammenwerfer zur Unterstützung der feindlichen Infanterie eingesetzt waren. Bei der Abwehr dieses Angriffes verloren die Bolschewisten, wie gemeldet, zwei Panzerkampfwagen. Infolge des sehr beträchtlichen Materialeinsatzes erzielte der Feind vorübergehend geringfügige örtliche Einbrüche, die aber im sofortigen Gegenstoß bereinigt wurden.
Kampf- und Sturzkampfflugzeuge uiiterstiihten am Dienstag in diesem Frontabschnitt den Abwehrkampf des Heeres gegen feindliche Panzerangriffe. Durch Bomben schweren Kalibers wurde» zahlreiche Panzerkampswagen der Bolschewisten vor Erreichen der deutsche» Haupt- kauipfstelluilgen vernichtet oder schwer beschädigt. Zu dem Nbwchrersolg trugen auch die Luftangriffe der Kampfflugzeuge gegen Truppeiiansamnilungen und weitere Panzerbcreitstellungen im rückwärtigen feindlichen Frontgebiet bei,
Im Raum von Rschew errangen die deutschen Truppen am 0. Juli weitere Angrifsserfolge. Sie durchbrachen feindliche Stellungen, stellten die Verbindung mit einer anderen weit vorgestoßenen Angrisssgruppe her. J,n Nachstoß hinter dem weichenden Feind wurden wiederum zahlreiche Ortschaften genommen. Bei der Abwehr eines von Panzern unterstützten Gegenangriffes wurden 16 feindliche Panzerkampfwagen abgeschossen. Auch die Kämpfe in diesem Raum wurden von her Luftwaffe wirksam unterstützt. Truppenansammlungen in Ortschaften und dichten Waldgebietcn wurden am Dienstag wiederholt bombardiert und dadurch den deutschen Truppen das Eindringen in die vom Feind zäh verteidigten Stellungen erleichtert. Deutsche Jagdflugzeuge sicherten den Luftraum über den Kampfgebieten von Orel und Rschew und schössen am Dienstag im Verlaufe heftiger Luftkämpfe 20 feindliche Flugzeuge ab. In der letzten Nacht richteten sich die Angriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen Eisenbahnziele in der Nähe von Moskau, wobei Bahnhofsanlagen und fahrende Transportzüge schwer getroffen wurden.
Ber Schlag im kismeer: 2MB0 VM...
flus dem Nest des 6eleit;uges noch vier weitere Schiffe versenkt Südlich Nschews starke seindgruppen eingeschlossen — Neuer vurchbruchserfolg
tünterburu-krzblfchof als flpostel -er Vernichtung
Milde Nachegeliinge
Drabtberiibt unserer Berliner Sckiriftleituna h. Berlin, 8. Juli. Die in Zeiten anglo-amerikanischer Mißerfolge auf militärischem Gebiet immer besonders forcierle Produktion wahnsinniger Pläne über die Beherrschung Deutschlands nach einem britischen Siege, die angesichts der Ereignisse an der Ostsront und in Aegypten naturgemäß in der gegenwärtigen Situation mit vermehrtem Eifer produziert werden, fanden jetzt in Taaterbury den erzbischöflichen Segen britischer Prägung. „Wir betrachten Deutschland als ein Problem, das zwei Seiten hat", erklärte Erzbischof Dr. Temple auf einem Bankett vor Pressevertretern, „die eine nennen wir die .vreußifche Tradition', die andere stellt das ungeheure Kiiegspotential dar, das, begünstigt durch die riesigen Rohsioffvorkommen im Ruhrgebiet, Deutschland eschsnkt wurde. Es müssen Schritte unternommen wer- en, um Sie preußische Tradition endgültig wirkungslos zu machen. Elcichzeiiig muß ein Modus gefunden werden. durch den das Kriegspotential der Rhein- und Ruhrindustnc einer anderen Verwendung zugeführt werden wird. Ich bin von dem Vorschlag sehr beeindruckt, der vorsieht, daß die Industrie dieses Gebietes zusammen mit den anderen, söwohl angrenzender als auch äußer-
— Britische Kirche als Instrument plutokr
halb des Reiches liegender, als internationales Syndikat verwaltet werden soll".
Diese milden christlichen Ausführungen des Erzbischoss von Lanterbury sind nicht nur Beweis dafür, daß die britische Hochkirche als Instrument plutokratischer Gewaltpolitik dient, die in dem Buch des Juden Kaufmann „Deutschland muß vernichtet werden", ihre Ziele im einzelnen darlegte. Von der Unsumme der dort aufgeführten Vernichtungsvorschläge, die von der Zwangssterilisation bis zur „strengen Bewachung" aller deutschen Schlüsselindustrien reichen, hat sich der ehrenwerte Herr Erzbischof nur einen Teil herausgeklaut, der ihn sehr beeindruckte, wie er sagt und der mit seinen christlichen Grundsätzen durchaus übereinstimmt. Ja, er sprach es selbst aus: Die von den Alliierten vorgesehenen Vergeltungsmaßnahmen gegen Deutschland stünden nicht im Gegensatz zur christlichen Tradition, sondern gingen geradezu aus ihr hcpvor. Man dürfe nicht nur eine Macht schaffen, um in Frieden die Ordnung aufrechtzuerhalten, sondern man müsse die Bereitschaft ausbringen, diese Ee- waltmaßnahmen dann auch anzuwenden.
' Dr. Tempi« in seinem Ornat eines britischen Erzbischofs und eines Verkünders der „Christentum-glrich-Kattun"-
Uistker Bewallpolitik
Theorie ist ebensowenig ernst zu nehmen, wie der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt, von dem aus Anlaß des Churchill-Besuches in Washington berichtet wurde, daß er eine Million „Siegesabzeichen" für die Okkupationsarmee in Auftrag gegeben habe und daß er gleichzeitig die Heranbildung eines Stabes von höheren Beamten anordnete, die nach der anglo-ameri- kanischen Eroberung Mitteleuropas dort die Beamtenstellen ausfüllen sollen AIs Elossenvorlagen für witzige Zeichner sind diese Pläne recht wertvoll, als politische Faktoren nicht eine Bohne wert.
Die deutscht Wehrmacht hat gerade in diesen Tagen den Unterschied zwischen plutokratischem Geschwätz jedweder Färbung und der Tat bewiesen. Sie hat ein für allemal den haßvollen sowjetisch-plutokratischen Wahnideen den realen Boden entzogen und somit auch verhindert, daß der Lanterburq-Erzbischof seine unchrist- lichen Ideen „christlicher Tradition" jemals in die Tat umgesetzt sieht. Als Symptome der angelsächsischen Gedankenwelt sind sein« Gedanken jedoch äußerst aufschlußreich.
AU ...
Tschiangkaischeks Weg ins Verderben
k. kckU. Reiben den schweren Schlägen, die den bolschewistisch-plutokra tischen Weltvevbrechern jetzt Tag für Tag von den Achse »mächten versetzt werden, rückt auch die hoffnungslose militärische Lage Tschiangkaischeks in den Vordergrund des erdumspannenden Geschehens. Gerade in jenen Tagen, als die Lfmatourstvategen Churchill und Roosevelt im Weißen Haus zu den neuen Hilferufen des Tschungki>ng-„Außenmini>sters" Sung Stellung zu nehmen hatten, meldeten die Japaner bewun- dernswerte Erfolge ihrer von den östlichen Provinzen Tschekiang und Kiangsi aus vorstoßenden Truppen. Auch die großangelegten Angriffsoperationem der Truppen des Tenno von Südosten (Fukien) und Siidwejten (Mnnan) her ließen keinen Zweifel daran aufkommen, daß die Isolierung Tschiangkaischeks nach dem für ihn so folgenschweren Verlust der Burmastraße und seiner vorangegangenen Abdrängung von der Küste des Chinesischen Meeres de» Charakter der Totalität angenommen hatte. Sung dürfte in Washington persönlich das Seine dazu beigetragen haben, die letzten Illusionen über den verzweifelten Kamin der von ihren Verbündeten abgeschnittenen Landstreitkräfte Zentralchinas zu beseitigen, zumal auch die verheerende moralische Wirkung der japanischen Wafsentriumphe auf die Hilfs- truppen der pkutokratischen Mächte bereits offen zutage getreten ist. Inzwischen haben neue Kampfhandlungen der Japaner in Nordchina und Tschekiang an der. Schwelle zum 6. Jahr des China-Felozuges den Operationsradius Tschungkings weiter verkürzt.
Tschiangkaischek hak sich, von den Nutznießern, seines irregeleiteten Ehrgeizes über die Kampfkraft der Alliierten arg getäuscht, auch bei der. Abschätzung seiner eigenen strategischen Mittel gründlich verrechnet. Wie die Waffen- und Materialhilfe seitens der USA. und Englands immer mehr hinter den großspurigen Ankündigungen der Plutokraten zurückbleibt — sogar die zur Zeit noch durchgeführten Flugzeuglieferungen können den Bedarf Tschungkings nicht decken — so ist das Vertrauen des chinesischen Heerführers auf die rissige Volkskraft seines Landes und auf die Möglichkeit, den unermeßlichen Kampfraum als Waffe gegen Japan auszuwerten, zu einer katastrophalen Feihlspekukaiion geworden: Gerade die volkreichen Ost- und Siidpro- vin,zen Chinas konnten von Japan unter seine unmitkel, bare Kontrolle gebracht werden, womit die bSdeuteNd- sten Wirtschaftsplätze dieses Raumes für das Kriegs- potenkml Tschungking-Chinas nicht nur ausfallen, sän-. Lern obendrein noch seinem Gegner zur Verfügung stehen. In der strategischen Bewältigung des Raumes hat sich Japan ge'.adezu als Meister erwiesen. Die Marsch- und Kampfleistungen der unter dem Sonnenbanner oorwärtsstürmenden Soldaten haben im Tschskiang-Schansi-Feldzua einen'neuen Gipfelpunkt erreicht; bei einer Kampffläche von nahezu 100 000 Ouadratkilometer wurde in kurzer Zeit ein über schwierigstes Sumpf- und Berggelände führender 900 Kilo- meter langer Weg kämpfend zurückgelegt. Sodann sind die Kriegslieferungen aus sowjetrusftschen Arsenalen, stU'- denen die Generale Tschungking-Chinas noch in den letzten Wochen rechneten, gleich Null geblieben Ganz abgesehen davon, daß der Kreml selbst Tag für Tag dringendste SOS.-Rufe nach London und Washington durch Tibet, die Mongolei und die nord- ostliche Krenzprooinz Hsinkiang keinerlei Eisenbahnen oder Strafen, die. für einen Kriegsmaterialtransport in Früge kamen, in das noch von Tschiangkatschek beherrschte Gebiet.
Das Bitterste freilich ist für die Feinde der Neuordnung Ostasiens die inzwischen ausgereifte Erkenntnis, daß es einen Ersah für die Burma-Straße, „die Lebens- linie Chinas", nicht gibt Und auch in absehbarer Zu- kunft nicht geben wird. Alle am Schreibtisch improvi- stellen Projekte phantasiebegabter Straßenbauer, die nicht zuletzt den Rordzipfel des Golfes von Bengalen als Ausgangspunkt des neuen Weges nach Tschun'gking qlaubten ansehen zu können, kommen für eine ernsthafte Prüfung von vornherein schon wegen der mitihnenverbundenen imgeheuren technischen Banschwierigkeiten nicht in tsslage. So scheidet auch die viel erörterte Linie Sadiya— (am östlichen Ausläufer des Himalaja) — Tschengtu— Tschungking in der Praxis für einen „Straßenbau im Vlrtztempo" schon deshalb aus. weil aus der 900 Kilo- meter langen, außerordentlich unwegsamen Strecke zahlreiche „Pässe" von 4000 bis 5000 Meter Höhe überwunden werden müssen. Der vom Persischen Golf aus über Kaschgar und die sogenannte Seiden-Straße nördlich des Kuenluengebirges in weitem Bogen nach Lantschou zu führende Weg ist wegen seiner riesigen Länge schon gar nicht diskutierbar. Der Schaumschläger Roosevelt hat in Aussicht gestellt, das skizzierte Transportproblem mit Großflugzeugen aus der Welt schaffen zu wollen. Dies« „Patentlösung" trägt das Zeichen der Lächerlichkeit auf der Stirn: einmal können die früher auf der Burma-Straße eingesetzten und jetzt ausfallenden 4500 Lastwagen unter den gegebenen rüstungswirtschaftlichen Verhältnissen in den USA. schon rein mengenmäßig von Flugzeugen der Alliierten nicht ersetzt werden: zum anderen beherrschen die japanischen Militärflieger, namentlich nach der Eroberung zahlreicher von nord- amerikanischen Sondeikommandös angelegter Flugplätze
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Aus dem englisch-amerikanischen Kroßgeleitzug im Nördlichen Eismeer versenkten unsere U-Boote erneut 4 Schiffe mit 24 700 BRT.; damit sind insgesamt 217100 VRT. auf dem Meeresgrund angelangt. Der Durchbruch unserer Truppen zwischen Charkow und Kursk wurde nach Süden erweitert.
Südlich Nschews konnten starke Feindgruppcn eingeschlossen werden.
Die Londoner Presse übt sich angesichts der deutschen Erfolge im Angstgestammel.
Der Erzbischof von Canterbury entpuppte sich als „Apostel der Vernichtung".
Schweden protestiert gegen fortgesetzte Torpe- dierungen seiner Handelsschiffe in eigenen Hoheitsgewässern durch die Sowjets.
Im Ga» Weser-Eins erbrachte die 1. Neichsstraßen- sammlung für das Kriegshilfswerk 1942 einen um 37 Pzt. höheren Betrag als die gleiche Sammlung
r« Vorjahr.