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parteiamtliche Tageszeitung
Das flmlsblatt des Regierenden Bürgermeisters der freien fjanleflaör Bremen tlrt 185 , 12. Jahrgang
Oallmann-Str. 41/43. Ruf: 88 u. 89
der Nationalsozialisten Bremens
pmtlidies DcthünöungsblaU des BeichsstottifaUers in Oldenburg und Bremen
Mittwoch. 6. Juli 1942
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Industriezentrum woronefch genommen — von überschritten
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Aus dem FÄHrerhauptguartier, 7. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannte „Bei den Angriffsoperationen an der Ostfront wurde der Don überschritten und die bedeutende Industriestadt Woro- nesch genommen. Die Gefangenen- und Beutezahlen wachsen ständig. Gegenangriffe des Feindes wurden zerschlagen. Hierbei vernichtete allein eine deutsche Panzerdivision Kl sowjetische Panzer. Starke Luftstreitkräfte griffen an den Schwerpunkten der Schlacht wirksam in die Erdkämpfe ein und führten vernichtende Schläge gegen den feindlichen Nachschuboerkehr. Im Seegebiet der Krim wurde ein sowjetischer Unterseebootjäger durch Luftangriff vernichtet. Im Raum nördlich Orel wiederholte der Feind seine erfolglosen Angriffe unter Einsatz von zahlreichen Panzern. Gegenangriffe führte» zur Vernichtung von 22 feindlichen Panzern. Die harten Kämpfe dauern noch an. Im Raum von Rschew wurde der Feind in einem in breiter .Front geführten Angriff aus seinen Stellungen geworfen. Hm Finnischen Meerbusen versenkte ein
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Minensuchboot ein sowjetisches Unterseeboot. Am gestrigen Tage verloren die Sowjets 98 Flugzeuge, zwei eigene Flugzeuge werden vermißt. (
In Aegypten scheiterten im Kampf um die El Alamein-Stellung mehrere von Panzern unterstützte feindliche Gegenstöße. Am 8. und 8. Juli wurden dabei 27 britische, Panzer abgeschossen. Kampf- und Sturzkampsoerbände Lombardierten feindlich« Truppen- und Kraftfahrzeugansammlnnge». Neun britische Flugzeuge wurden abgeschosseni I« östlichen Mittelmeer versenkte «in deutsches Unterseeboot aus einem gesicherten Geleit- zug einen Dampfer von 1500 BRT. Auf Malta erzielten Verbände der deutsch-italienischen Luftwaffe bei Tages- und Nachtangriffen Bombenvolltreffer in Flugplatzanlagen und anderen militärischen Einrichtungen. In Luftkämpfen wurden 16 britische Flugzeuge zum Absturz gebracht.
An der englischen Ostküste bombardierten starke Kampsflicgeroerbände in der letzten Nacht bei guter Sicht das Hafen- und Industriegebiet von Middles- borough. Ausgedehnte Brände wurden beobachtet."
192400 VM. im kismeer versenkt - bitfandikd
Kampfflugzeuge und U-Boote schickten umfangreiches, für Sie Sowjets bestimmtes Kriegsmaterial auf den Meeresgrund — fluch ein schwerer USfl.-Kreuzer vernichtet
Kur dem Flihrerhauptquatlier, 7. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Seit dem 2. Juli wurde in den Gewässern zwischen dem Nordkap und Spitzbergen, drei- bis vierhundert Seemeilen von der nord-norwegischen Küste entfernt, eine große Operation von Luft- und Seestreitkräften gegen den feindlichen Geleitverkehr nach der Sowjetunion durchgeführt. Kampffliegerverbände und deutsche Unterseeboote haben einen englischamerikanischen Großgeleitzug im Nördlichen Eismeer angegriffen und zum größten Teil vernichtet.
Der Konvoi bestand aus 38 Handelsschiffen, hatte. Flugzeuge, Panzerkampfwagen, Munition und Lebensmittel geladen, war nach 'Archangelsk bestimmt und durch schwere feindliche Seestreitkräfte, Zerstörer und Korvetten sehr stark gesichert. In enger Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und Luftwaffe wurden durch Kampfflugzeuge ein Schwerer amerikanischer Kreuzer und 19 Handelsschiffe mit 122 000 BRT., durch Unterseeboote neun Schiffe mit 70 400 BRT., hn ganzen somit 28 Schiffe mit 192 400 BRT., versenkt. Der Rest des völlig zersprengten Geleitzuges wird weiter bekämpft. Durch Seenotflugzeuge wurde eine größere Zahl amerikanischer Seeleute gerettet uhd gefangengenommen."
De» nach Murmansk und Archangelsk bestimmten Geleitzügen Hatte die britische und amerikanische Marine die stärkste Sicherung' beigegeben, die jemals für ein Geleit eingesetzt worden war. Unmittelbar bei den Transportern standen zahlreiche Kreuzer, Zerstörer und Korvetten, dahinter Flugzeugträger, die durch einen Schlachtschiffverband mit starkem eigenen Schutz gesichert wurden. Aus diesem Aufmarsch geht die große Bedeutung hervor, die der Feind der Ankunft dieser Kriegsmaterialtransporte in den sowjetischen Häfen beilegte.
Die von den Unterseebooten getroffenen Feststellungen bestätigen die überaus wertvolle Ladung der Frachter. Von den neun Dampfern, die sie in tagelangen Angriffen versenkten, konnten sechs
namentlich erfaßt werden. Vier von ihnen hatten volle Ladungen von Panzern an Bord. Ein Schiff war mit Flugzeugen und Panzern beladen. Andere mit Kampfwagenteilen, Motorfahrzeugen und Munition.
Fn drei Fällen versenkten Unterseeboote Schiffe, die durch Luftangriffe beschädigt worden waren. In drei anderen Fällen beobachteten Unterseeboote den Untergang von Schiffen nach einem Angriff der deutschen Luftwaffe. Die Geleitzüge wurden nach diesen Angriffen in mehrere einzelne Stücke zersprengt. Einige Einzelfahrer suchten zu entkommen, ohne sich um das Schicksal der Ueberleben- den anderer Schiffe zu kümmern, zu deren Rettung die geleitenden Kriegsschiffe ebenfalls keine Anstalten trafen.
krim-seldzug abgeschlossen
Der Gesamtbericht über den Fall Sewastopols 97 000 Gefangene
Als Ergänzung zum Wehrmachtsbericht vom 3. Juli 1942 gibt das Oberkommando der Wehrmacht über den Fall der Festung S e w a st o p ol nunmehr abschließend folgendes bekannt: „Jin Verlaufe der Kämpfe, die vom 7. Juni bis zum 4. Hpli mit einer ungewöhnlichen Härte sich abspielten, wurden: 97 999 Gefangene, darunter der stellvertretende Ariueesiihrer, General Nowi- kow, eingebracht, 467 Geschütze, 28 Panzer, j!24 Maschinengewehre, 758. Granatwerfer, 88 Panzerabwehrkanonen und 89' Flak wurden erbeutet oder vernichtet. Die Beute an schweren und leichten Infanteriewaffen ist noch nicht vollkommen ersaht. Die blutigen Verluste des Feindes sind gewaltig und müssen mit 39- bis 49 999 Mann angenommen werden. 3597 Bunker und Befestigungsanlagen aller Art, darunter di« beiden modernsten und stärksten Kampfwerke, „Maxim Gorki I und II" mit je vier 39,5-vm-Kanonen wurden genom- men sowie rund 137 999 Minen ausgebaut. Entkommen sind nur, wie durch Gefangenenaussagen bestätigt wurde, einige höhere Offiziere und Kommissare sowie in den ersten Tagen des Angriffes einige Verwundetentransporte.
Niedersä Ich fif.che, brandenburgische, schlesische, sächsische, fränkische, süddeutsche und rheinische Divisionen, sowie Heerestruppen aller Volksstämme, zusammen mit rumänischen Infanterie- und Gebirgsdivisionen sind an diesem Erfolg in gleicher Weise beteiligt.
Die Gesamtverluste der deutschen Truppen betragen 872 Offiziere und 23 239 Unteroffiziere und Mannschaf
ten, von denen 199 Offiziere und 4147 Unteroffiziere und Mannschaften gefallen, 11 Offiziere und 1589 Unteroffiziere und Mannschaften oermiht, die übrigen verwundet sind.
Die Truppe» des Heeres waren durch das deutsche Rahkamps-Fliegerkorps vorbildlich unterstützt, das in pausenlosen Tag- und Nachtangriffen wirksain in den Kainpf gegen Erd- und Seeziele eingriss. In der Zeit vom 21 Juni bis 4. Juli, wurden 23 751 Angrisfsflllge durch Kampfmaschine» aller Art durchgeführt, 123 feindliche Flugzeuge abgeschossen und 18 am Boden zerstört.
Zahlreiche feindliche Panzer, Bunker, Batterien, Kasernen, Munitions- und Oellager wurden vernichtet, vier Zerstörer, ein Unterseeboot, diei Schnellboote, sechs Küstenfahrzeuge und vier Frachter versenkt. 31 eigene Flugzeuge gingen verloren.
Deutsche und italienische Seestrkitkräfte bekämpften die feindlichen Schisssbewegungen vor. Sewastopol. Es gelang ihnen, den feindlichen Nachschub und den Abtransport zu unterbinden, drei sowjetische U-Boote, zwei Dampfer von je 19 999 BRT., einen Transporter von 5999 BRT. und zwei mit Truppen besetzte kleine Einheiten zu versenken und dadurch wesentlich zum Erfolg des Angriffes beizutragen.
Der Feldzug auf der Krim ist damit abgeschlossen. Er begann mit dem Durchbruch durch die Landbrücke von Perekop am 21. September 1941 und endete mit der Erstürmung der stärksten See- und Landfestung Sewastopol am 4. Juli 1942. Er kostete dem Feind den Verlust von 439 999 Mann an Gefangenen, 1198 Panzern und 2192 Geschützen und wird nicht als ein Sieg der Bolschewisten, wie es die feindliche Propaganda versucht, sondern als ein Ruhmesblatt der deutschen und rumänischen Wehrmacht in die Geschichte eingehen."
tripps als Dolmetscher der plane Stalins
Sie Befteimklauleln des britisch-sowjetischett Vertrages eingestanden
Drabtbericht unserer Berliner Sbriftleitmig b. B e r l i n, 7. Juli. Sir Stafford Crippg gab einem Vertreter der gröhten schwedischen Wochenzeitung ein Interview, das für die europäische Oeffentlichkeit von auherordentlichem Jnteresie ist, da hier der mahgeblichste Vertreter bolschewistischer Belange in England die bisher bekannt gewordenen Enthüllungen über das Geheimabkommen zum sowjetisch-britischen Akt bestätigt.
Der-Hauptteil des Interviews besaht sich mit der Frage der Bedrohung der skandinavischen Staaten durch den Bolschewismus. Cripps gibt, sich hier keinerlei Mühe, etzoa das Nichtvorhandenfein einer solchen Bedrohung beweisen zu wollen. Er betont, dah nach dem .Kriege auch die skandinavischen Staaten in eine „Ordnung" eingebaut worden sollten, in der die Sowjetunion die.Rolle eines „Förderers des Wohlstandes der europäischen Demokratien" zu spielen gedenke. Dieser Gedanke dürfe aber in den nordischen Staaten keinesfalls erschreckend wirk.en, denn man müsse sich endlich von dem Gedanken losreihen, dah die Sowjetunion und vor allem Skalin Verfechter einer Weltrevolution seien. Diese weltrevolutionären bedanken seien tatsächlich in der Aera Trotzkis ein Bestand,eil der sowjetischen Politik gewesen. Stalin aber ein ausge'prscheuer Feind solcher For-
-derungön.. Man dürfe so weit gehen und siest stellen, dah die Idee der Weltrevolution mit dem Sieg Stalins über Trotzki abgetan sei.
Dieses britische Mäntelchen, um die Schütter des sowjetischen Diktators gelegt, kann keinesfalls die Idee der Weltrevolution verdecken, die das A und O bolsche? wistischer Politik seit jeher war und die ihre Auswirkungen in so faßbaren Beispielen fand, wie sie die baltischen Staaten und der europäische Südosten mit der nach dem Raub rumänischer Gebietsteile anhaltenden bolschewistischen Drohung gaben. Diese Vorläufer der im Kreml geplanten Weltrevolution sind ebenso wie die bolschewistischen Umsturzversuche in Spanien nicht etwa während der Zeit ausgefllhrt worden, in der Trotzki den Ton der sowjetischen Politik bestimmte, sondern unter Stalins persönlicher Leitung wurden diese handgreiflichen Beweise eines wettrevolutionären Willens geliefert.
Es ist jedoch immerhin äuherst bemerkenswert und' ivird auch in der europäischen Oeffentlichkeit ein besonderes Echo finden, wenn Cripps die Farce der Terri- torialbefchränkungen Moskaus, di« angeblich im sowjetisch-britischen Vertrag manifestiert wurde», fallen läht und »nn notdürftig a, Prestige zusammenzukleistern
versucht, was nach den Enthüllungen über die Geheim- klauseln in der Oeffentlichkeit des neuen Europa zerbrach. Cripps gesteht also den Verrat Englands an Europa und versucht gleichzeitig ihn moralisch zu decken.
Das Geständnis ist bemerkenswert, der moralische Deckungsversuch derartig albern, dah selbst anglophilste Kreise in der neutralen Oeffentlichkeit Europas — und gerade hier versucht Cripps ja Boden zu gewinnen - diese Manöver nur mit Achselzucken Hinnehmen werden. Cripps sprach von dem „freien Norden" und erläuterte diesen Begriff dahingehend, dah die Sowjetunion hier wohl Einfluh gewinnen sollte, aber nicht als Bedroher wirken würde. Ein recht merkwürdiges Versprechen, das verteufelte Aehnlichkeit mit den bolschewistischen Versprechen in den Pachtverträgen mit Lettland, Estland und Litauen hat. Auch hier hatte Stalin — sowjetische Sender betonten sein« ausdrückliche Urheberschaft — die volle Souveränität der einzelnen Staaten garantiert. Was folgte, ist bekcknnt und wirkt heute als schwerste Anklage. Dah Cripps diese gleiche Methode heute zu wiederholen versucht, spricht nicht für den Ideenreichtum britischer Politiker, sondern von .der verfahrenen Situation, in der sich di« englische Politik des Verrats nach dem Erkennen ihrer Schliche durch di« europäische Oeffentlichkeit befindet.
Steigende Angst im Feindlager
ckr. v. sah. Berlin, 7. Juli. Schnell aufeinander erklangen am Dienstagnachmittag auf den AetHerwellen die Ostfanfare und das Siegessignal aus dem Engeland- lied. Der ersten schwerwiegenden Sondermeldung nach dem Beginn der großen Sommeroffensive im Osten, der Siegeskunde vom Durchbruch über den Don bis nach Woroucfch, folgte die Nachricht von der schlimmsten Geloitzugkatastrophe, die die Engländer und Amerikaner bisher in diesem Kriege zu verzeichnen haben.
Der innere Zusammenhang zwischen den beiden Ereig- wisson liegt auf der Hand. Die über alles Erwarten großen Erfolge des seit Ende Juni an der Ostfront rollenden deutschen Angriffe machen es aller Welt offenkundig, was man in London und in Washington zumindest seit dem letzten Besuch Molotows in der ganzen Bedeutung erkannt haben muh, dah die Sowjets vor der Gefahr des völligen Zusammenbruchs stehen, wenn ihnen nicht noch rechtzeitig in großem Ausmaß Kriegsmaterial zugefllhrt werden kann. Diese Erkenntnis tritt jetzt, nachdem das Gewitter losgebrochen ist, in Aufschreien des verzweifelten Entsetzens in Erscheinung. „Es ist nicht mehr abzuleugnen", so jammert die „New Park Times", „dah Deutschland die große Sommeroffensive begonnen hat, und dah es den Sowjets militärisch weit überlegen ist." Der „Daily.Herald" spricht seine Auffassung so aus: ,,2m ganzen gesehen stellt sich die Lage für die Sowjets so trübe dar, wie zu keinem Zeitpunkt vorher." Darum haben sich die Engländer und Amerikaner trotz der furchtbaren Erfahrung, die sie Ende Mai mit dem großen Geleitzugunternehmen aus der „Teufels- stvahe" durch das nördliche Eismeer machen muhten, noch einmal zu einer Riesenexpedition entschlossen, indem sie einen Konvoi von 38 Handelsschiffen unter dem Schutz schwerster Seestreitkräfte an der Grenze des ewigen Eises entlang nach Archangelsk durchzubringen versuchten. Das Ausmaß der ^Katastrophe, in die sie dabei geraten sind,., übertrifft bei weitem alles, was sie bisher an Schlägen dieier^Art einstecken muhten, sowohl die Vernichtung des Eeleitzuges im Eismeer in den letzten Mai- tagen, in denen 18 Schiffe mit zusammen 120 090 BRT. veNsenkt wurden, wie die Katastrophe des Malta-Geleits im Juni, der mit der Umkehr der Leiden Konvois nach Gibraltar uipd Alexandrien nach der Versenkung von 110 000 BRT. endete.
Immer aussichtsloser werden di« anglowmerikanischen Vevzwetflungsbemühungen, Kriegsmaterial an die kämpfenden und gefährdeten Fronten zu bringen. Auf Malta, in Aegypten und erst recht an der Sowjetfront wartet man händeringend vergebens auf die Schiffe, die Hilfe bringen sollen. Wie es Auchinleck furchtbar in den Ohren ■ geklungen haben muh, als er erfuhr, dah in den letzten Junitagcn vierzehn Handelsschiffe mit fast, hunderttausend. BRT., die vollbeladen mit Kriegsmaterial .für Afrika waren, den Torpedos deutscher Unterseeboote zum Opfer gefallen waren, so muh die Kunde von der neuen Eeleitzugskataströphe Stalin und Timoschewko die letzten Illusionen rauben. Rund 320 000 BRT., die allein als Opfer unserer Angriffe gegen zwei Göleitzugsunternehmungen auf den Grund des nördlichen^ Eismeers geschickt worden sind, bedeuten eine Ladefähigkeit von etwa vierhundertfünfzigtaufend Tonnen. Insgesamt vierundsiehenzigtaufend Tonnen Granaten und Bomben haben Artillerie und Luftwaffe auf di« Festungswerke von Sewastopol im Verlauf von vier Wochen geschleudert. Das mag als Mahstab dienen, um die Bedeutung von vierhündertfünfzigtausend Tonnen Kriegsmaterial herauszuheben.
Darüber hinaus müssen die nahezu 200 000 Tonnen, die im nördlichen Eismeer versenkt wurden, vom Gegner auch im Hinblick auf die allgemeine Schiffsraumnot als eine neue ganz besonders schmerzhafte Lücke empfunden werden. lieber die Bedeutung des Tonnage- Problems für den gesamten weiteren Perlauf und die Entscheidung des Krieges braucht heute nicht mehr viel gesagt zu werden. Am Newyorker Sender erklärte Sonn- nimimriiirtiiiiiniiiitiiimmimnmininuiiininnmiummiiminiiiimiinrnimnt
Unser Tagesspiegel
Im Nördlichen Eismeer wurde ein englisch-amerikanischer Krohgeleitzug von deutschen Kampfflugzeugen und U-Booten zum großen Teil vernichtet: 28 Schiffe mit 192 499 BRT. und ein Schwerer USA.-Kreuzer wurden hierbei versenkt.
- Unsere siegreichen Truppen haben die wichtige sowjetische Industriestadt Woroncsch genomincn und • den Don überschritten.
Im Raum nördlich von Orel sind heftige Kämpfe im Gange.
Das OKW. gibt einen abschließenden Bericht über den Fall > Sewastopols? 97 999 Gefangene wurden in diesem Raum eingebracht.
Im El-Alamein-Gebict zerschlug die Achsenluft- wasfe starke feindliche Panzer- und Nachschubkräfte. Cripps bestätigt das verbrecherische Eeheimabkom, men London—Moskau.
Am kommenden Sonntag wird wieder eine Haussammlung des Kriegshilfswerks für das Deutsche Rote Kreuz durchgeführt.
Bis 15. Juli müssen sich alle Verbraucher haushaltsweise in die Kundcnliste eines Obst- und Gemüse. Händlers eingetragen haben.
Die Kaffee Hag A-K, Bremen, hat die Produktion von neuen Markenartikeln ausgenommen.
Für das Getreidewirtschaftsjahr 1942/43 find neue Getreidepreise festgesetzt worden.