n
ke
m
er
ch
>e,
r-
;r
r. U
!
u.
°r / 7.
k> -> «r 'S 1
r- 4-
>e
h. ' ^
'' . -> -- . ie
Er-sch eini 7mal w5 chenttt-tz
Monatsbezug Ml 2,30 »Inschl. gu- ssellgebührz PostLezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 30,1 ^ Post- reitungsgMhr) zuzügl. 42-^/ Bestellgeld. Bezugspreis ist Im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise«. B e r 1- S NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6/8. Ferosprecher 219 31, Nachtruf und sonntags 24765. Sprechzeiten: Verlag: werktäglich 12 bis 13 llhrz Dchriftleitung: 12(4 bis 13(4 Uhr.
parteiamtliche lageszeimng
Das flmlsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien kiansestadt vremen
W
-W
Aübrigen - G rundpreise: Anzeigenpreise und Aufnahmebedingungei. laut Preisliste. Aufnahmetermine ohne Verbindlichkeit. Gel chSftSft eilen: Bremen: Geeren 6/8, Ruf: 219 31z Nachtruf und sonntags 2 47 65z Obernstraße 86, Ruf: . 219 31? Syke: Mühlendamm 2z Bremen- Hemelingen: Bahnhofstraße 6, Echp Poststraße, Ruf: 4 34 58z Bremen- Degesack, Nohrstraße 24, Ruf: 4 u. 8z Bremen-Blumenthal: Kapt.- Oallmann-Str. 41/43, Ruf: 88 u. 89
der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches Nerkündungsblatt des Neichsstatthallers in Oldenburg und vremen
Nr. 181 , 12. Mrgang
Sonnabend, 4. Juli 1942
kinzelpreis 15 Nps.
W mKampfumSewastopol5sttl00l;efangene
volschewistische front durch den neuen Angriff in vreite von 580 km aufgerissen!
-
fortschritte bei kl fllamem
Aus dem Führerhauptquartier, 3. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Südwestlich von Sewastopol stehen die letzten Reste der bolschewistischen Truppen auf dem andersten Ausläufer der Halbinsel Chersones vor ihrer Vernichtung. Im Kampf um die Festung Sewastopol wurden bis zum 2. Juli über 59 9VV Gefangene eingebracht, 21 Panzerkampf- wagen, 503 Geschütze, KK2 Granatwerfer sowie zahlreiche sonstige Waffen und Kriegsmaterial aller Art erbeutet oder vernichtet. Im Seegebiet vor der Krim versenkten deutsche »nd italienische Schnellboote drei bewaffnete feindliche Wachboote und nahmen die lleberlebenden gefangen. An der Kankasusküste des Schwarzen Meeres sowie im Asowschen Meer griffen Kampf- und Sturz- kampfffngzeuge mehrere Hasen, unter anderen Nowo rossijsk und Anapa sowie feindliche Schiffe mit beson deren: Erfolg an. Ein Minenleger und zehn Küstensahr zeuge wurden versenkt, vier Zerstörer und sieben Han delsschiffe smpie ein Schulschiff und ein Schwimmdock vernichtend. Ketrosfen. Im Südabschnitt der Ostfront wiesen deutsche und italienische Truppen mehrere örtliche Angriffe der Sowjets unter hohen blutigen Verlusten ab.
Die Slngpiffsoperationen der deutschen und verbündeten Truppen haben in einer Breite von fast 396 Kilo- meter die feindliche Front aufgerissen. Die erbitterten Gegenangriffe feindlicher Panzerbrigaden wurden mit schweren Verlusten des Feindes abgewiesen. Allein eine schnelle Division vernichtete ohne eigene Verluste an Panzern in. dbr Zeit vom 28. bis 2. Juli einhundert Sowjetpanzer^-Starke Kampsfliegerverbände bombardierten feindliche Stellungen und Nachschubbewegungen auf Straßen Md Eisenbahnen. Im Raum von Rschew brachen deutsche Truppen gegen zähen Widerstand in feindliche. Festungen ein und nahmen mehrere Ortschaften. ' In,der Kolabucht wurden Kai- und Werft- anlagen sowie Versorgungsbetriebe der Häfen Rosta und Murmansk erneut durch Bomben getroffen und Brände im Stadt- und Hafengebiet hervorgerufen.
In Aegypten wurden bei der Erweiterung des Durch- Ef kiruchs durch die El-Alamein-Stellung mehrere stark be- W festigte Stützpunkte gestürmt. Ueber 2999 Briten wur- den gefangengenommen, dreißig Geschütze und zahlreiche , Panzer «heutet oder vernichtet. Nachtangriffe richteten sich gegen miljtsirische Anlagen .bei Alexandrien.
Im ScegcbieI nordöstlich Islands wurde ein Handelsschiff von. 1599 VRT. durch ein Kampfflugzeug versenkt.^ Bei einem kurzen Tagesangriff vock fünf britischen ^Bombern auf die Stadt Flensbnrg verlor der Fc,iiff> zwei Mugzcuge. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste In der vergangenen Nacht wars die britische Luftwaffe mit schwächeren Kräften Spreng- und Brandbomben auf Stadt und Außenbezirke von Bremen. Die Verluste der, Zivilbevölkerung sind gering. Vor , allem in Wohnvierteln entstanden Brandschäden. 14 der angreifenden Bomber wurden abgeschossen."
. .. *
Wie- das Oberkommando der Wehrmacht weiter mitteilt, wurden im Raum westlich Sewastopol feindliche KrMegruppen, die sich auf eine. zwischen der Kamy- schewa- mkd Kasatschja-Bucht gelegenen Landzunge geflüchtet hätten, vernichtet. Die übrigen Reste der feindlichen Sewastopol-Armee wurden bis zum äußersten westlichen Ausläufer der Halbinsel Chersones. zurück-.
5 .'
- ' - Neue Nitterkreurkrciger
° Berlin, 3. Juli. Der Führer verlieh auf Vorschlag
^ t des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Eöring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Ee-
- neralleut.nant Hofsmann von Waldau, Fliegersiihrcr
- Afrika und an Oberfeldwebel Zwernemann, Flug-
- zeugführer in einem Jagdgeschwader. Ferner verlieh der
c Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Ee-
i. freiten Georg Roetscher in einem Jnsanterie-Regi- . ment.
geworfen, wo die letzte zäh' verteidigte Widerstandslinie des Feindes von einer nur 900 Meter breiten Landbrücke gebildet wird. Die Vernichtung dieser feindlichen Kräfte ist im Gange. Im Raum südlich Sewastopol wurde der Kurort Omega besetzt und die Säuberung des Geländes beendet. Die in diesem Raum zusammengedrängten Bolschewisten mit ihren zahlreichen Fahrzeugen waren lohnende Ziele für die deutschen Bomben. Weitere, schwere Angriffe führte die deutsche Luftwaffe gegen die Schwarzmeer-Flotte, die sich in den Häfen Röworossijsk und Anapa am Schwarzen Meer, in die Kamanskaja-Bucht und in das Seegebiet von Temrjuk im Asowschen Meer zurückgezogen hatte. Außerdem wurden von den in mehreren Wellen angreifenden Flieger- verbänden den in diesen Seegebieten zurückgebliebenen feindlichen Transportschiffen außerordentlich schwere Verluste zugefügt.
Die im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht genannten Angriffsoperationon der deutschen und verbündeten Truppen finden in einem weiträumigen welligen Kampfgelände statt, das oft von kleinen Busch- waldstücken, teilweise auch von schwer zugänglichen größeren Waldungen durchsetzt'ist. In zähem Angriffskampf wurden die feindlichen Stellungen, zu deren Ausbau die Bolschewisten den ganzen Winter über Zeit gehabt hatten, aufgerissen, wobei Artillerie und Luftwaffe der Infanterie und den Panzern den Angriff erleichterten. Der Widerstand der Bolschewisten wurde ourch erbitterte Gegenangriffe feindlicher Panzer-Brigaden vergeblich
unterstützt. In den sich entwickelnden Panzerkämpsen bewiesen die deutschen Panzertruppey immer wieder ihre Ueberlegenheit. Außer den gemeldeten 100 abgeschossenen Panzern vernichtete eine Angriffsgruppe 20, eine andere 10 Panzer, während an einer dritten Stelle noch weitere 17 Panzerkampfwagen vernichtet wurden.
Bei der Zerschlagung feindlicher Truppenansammlun- gen, Panzerbereitstellungen und Transportkolonnen im rückwärtigen feindlichen Gebiet war die Luftwaffe erfolgreich eingesetzt. Dutzende von Panzerkampfwagen wurden durch die Bomben deutscher Sturzkampfflugzeuge, vernichtet oder schwer beschädigt. Darüber hinaus bekämpften die Kampfflugzeuge feindliche Batterien, die den Stoß der deutschen und verbündeten Truppen aufhalten sollten, und zerschlugen mit Bombenvolltreffern die tiefgestaffelten mit Bunkern versehenen Graben- systeme des Feindes. Der Angriff der Infanterie wurde weiter unterstützt durch Sturzkampfflugzeuge, die vor den Angriffsspitzen operierten, sowie durch Schlachtflieger und Zerstörerflugzeuge, die bei der Zerschlagung des feindlichen Nachschubverkeh.rs erfolgreich waren. So wurden allein im Raum einer Angriffsgruppe über 500 Fahrzeuge durch Bombenwirkung und Feuer der Bordwaffen zerstört. Weitere Kampfslugzeugvcrbände drangen tief ins feindliche Hinterland «in und griffen mit nachhaltigem Erfolg den feindlichen Eisenbahnverkehr an. Die deutschen Jäger sicherten die angreifenden Kampslugzeugverbände und beherrschten durch zahlreiche Luftsiege den Luftraum über dem Kampfgebiet.
„lftgWten den -igWiern!"
öemeinsame krklSrung der deutschen und der italienischen Negieruna
Berlin, 3. Juli. Die Reichsregicrung und die Königlich-Italienische Regierung geben folgende Erklärung ab: In dem Augenblick, in dem ihre Streitkräfte aus ägyptischem Territorium siegreich vorwiirtsdringen, bekräftigen die Achsenmächte feierlich ihre feste Absicht, die Unabhängigkeit Aegyptens und die Souveränität Aegyp- tiens zu achten und sicherzustellen.
Die Streitkrüfte der Achse betraten Aegypten nicht als Feindesland, sondern mit dem Ziel, die Engländer aus
dem ägyptischen Territorium zu vertreiben und die militärischen Operationen gegen England fortzusetzen, die den Nahen Orient von der britischen Herrschaft befreien sollen. Die Politik der Achsenmächte ist von dem Grundsatz geleitet „Aegypten den Aegyptern". Befreit von den Fesseln, die es an Großbritannien binden — und die es die Folgen des Krieges haben erdulden lassen — ist Aegypten bestimmt, seinen Platz unter den unabhängigen und souveränen Nationen einzunehmen.
Z2 feindliche Kriegsschiffe im )uni versenkt
Berlin, 3. Juli. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, wurden durch die Kriegsmarineluftwasse im Juni folgende feindliche Kriegsschiffe versenkt: Zwei Kreuzer, sieben Zerstörer, zwei U-Boote, elf Schnellboote, ein Räumboot, ein Unterseebdot-Jäger, sieben Ve- wacher- und Eeleitsahrzeuge sowie ein Flakträger. Ferner wurden beschädigt: zwei Kreuzer, vier Zerstörer und eine größere Zahl leichter Kricgssahrzenge.
reilgeständnis der britischen fldmiraliliit
Stockholm, 3. Juli. Am 3. Juli-, wurde in London ein amtlicher Bericht der britischen Admiralität bekanntgegeben, wonach der britische Kreuzer „Hermione" kürzlich im Mittelmeer bei Geteitzugsoperatio«» verlorenging. Außerdem wurde mitgeteilt, daß die' britischen Zerstörer „Bedouin", „Hasty", „Erooe" und „Airedale" sowie ein polnischer Zerstörer, dessen Name nicht angegeben wirb, verloren gegangen sind. Hermione" war einer der modernsten Leichten Kreuzer. Er war erst im Jahre 1939 vom Stapel gelaufen und 1940 in Dienst gestellt worden. Seine Wasserverdrängung betrug 5450 Tonnen. Die Bewaffnung bestand aus 10 13,2-om-Luft- abivehrgeschütz«n, acht 4-om-Lufkabwehrgeschützen und .sechs Torpedorohren. Er hatte ein Seeflugzeug an Bord, das mit Fluggeugschleuder gestartet wurde.
„USfl-Streitkriifte nur dünn gesüt"
b. Berlin, 3. Juli. Die britischen und amerikanischen Marinesachverständigen in London sind nach einem Bericht der amerikanischen United Agentur mit der Ausarbeitung „intensiver Methoden zur Bekämpfung der feindlichen U-Boote" beschäftigt. Sie hätten erklärt, so heißt es in dem Bericht, daß die U-Voot-Gefahr noch immer nicht als überwunden bezeichnet werden könne. Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Aeußerung der „New Park Daily News", die besagt: „Wir dürfen annehmen, daß sich der Flugzeugträger „Wasp" . im Mittelmeer befindet. Unser Abkommen war, daß die USA.-Flotte den Pazifik und die Briten den Atlantik verteidigen sollen. Die Entsendung der „Wasp" beweist, daß unsere Seestreiikräste nur dünn gesät sind, wie auch unsere Land- .und Luftstreitkräfte. Wir nehmen das nicht ohne Besorgnis zür-Kenntnis." Die'amerikanische Zeitung UsU seht^ungehälkeN darüber,'daß" die' alliierte Kriegsführung Och'lediglich auf Defensivmaßnahmen beschränken muß und schreibt: „Das Herz der deutschen Macht ist Berlin, das der japanischen Macht Tokio. Wie können wir den Krieg gewinnen, ohne einen Schlag gegen diese Herzen zu führen, wenn wir nur an den Vorposten der feindlichen Macht herumknabbern." — In Südamerika erregte eine Erklärung des neuen britischen Botschafters' in Buenos Aircs'Colly großes Aufsehen, der kurz nach seiner Ankunft argentinischen Journalisten gegenüber gestand, Englands schwerste Sorge sei heute das Problem des Schiffsraumes.
Schlachlenfiege gegen thmchttls Iliealerkrieg
krweiterung des Durchbruchs an ber ägyptischen front — Ver große krsolg im Osten ^ "
s DrabtberiKt unserer Berliner Schriftleituns
vr. rv. scli. Berlin, 3. Juli. Wir haben wirklich allen Grund, mit dem Ergebnis der parlamentarischen Debatte in London zufrieden zu sein. Wir finden, -aß die Dinge so richtig in der Welt verteilt sind, wenn ^ Winsion Churchill in der Theaterschlacht von Westes minster Sieger bleibt, während wir an den militärischen '' .»Fronten die großen und entscheidenden Erfolge haben. Es ist uns selbstverständlich auch recht, wen» dem Empire sein Totengräber erhalten bleibt und seinen Weg '--Weiterhin bestimmt. Trotz allem scheint man auch in der si / . Englischen und amerikanischen Oefsentlichkeit das Gefühl -- /lAv zü ' haben, daß Churchill nur einen Phyrrhus-Sieg . fl '^' -rrruiißen hat. Die Zeitungen stellen heute fast iiberein- h 7stimmend sest, daß die Debatte nichts endgültiges , 4, ^ bereinigt habe und daß — so die „Daily Mail" — „Ta- ' ten und nicht Worte diesen Krieg und das Schicksal des Empire entscheiden werden."
Im Oberhaus hat ein gr«is«r Land gssagt, -aß er noch niemals in seinem ganzen Leben so besorgt um das Schicksal -es hektischen Empire gewesen sei, wie' in -en letzten Tagen: Er sehe es vor dem Verfall und feine reichsten Besitzungen in den Hänlden des'Feindes. Die amerikanisch: OrffenÄichkeit scheint, wie man einem Summungsh'richr von Reuter eninckhmen muß, der Auffassung zu sein. daß Churchill die Berechtigung solcher Sora.'n nur untern ichen habe, als er feststellte, daß England jetzt einem Niedergang ferner Hoffnungen und
Aussichten im mittleren Osten und Mittelmeer gegenüberstehe, der seit dem Fall Frankreichs und seit Dün- kirchcn kein Gleiches gehabt habe. Es bleibt somit bei der Feststellung des Labourabgeordneten Beoin, Churchill gewinne Debatte nach 'Debatte, aber er verliere Schlacht nach Schlacht. Daß er jeden Tag mit -er schlimmsten Hiobspost aus Aegypten rechnet, hat er sehr deutlich zu verstehen gegeben. Da ist er doch nicht aanz so töricht wie der Reuter-Stratege und einig« andere Londoner Kommentatoren, die an den harten Kämpfen um die Erweiterung des Durchbruches an der Alwmein- Stellung noch einmal letzte Augenblicksillusionen knüpfen möchten. Aus allen Meldungen, die in London über die „Schlacht um Aegypten" veröffentlicht werden, spricht die schlotternde und fiebernde Angst. Wir warten mit voller Ruhe und Gelassenheit und ohne jede Ungeduld auf den Tag. an dem Rommel sein Ziel erreicht haben wird, mag er auch vielleicht vor dem letzten entscheidenden Anlauf mit- seinen Truppen noch «iumal Atem holen.
Ueber die neuen deutschen Angrifssoperationen im Osten wollte sich Churchill offenbar nicht gern äußern. Den Engländern ist so oft und so eindringlich gesagt worden, daß die letzte Entscheidung dieses Krieges an der Ostfront fällt, und daß England sich nach dem 'Zusammenbrach der bolschewistischen Angrissskrast auch nicht mehr wird halten können, daß die britische Agitation am liebsten die Fiktion aufrechterhalten möchte, daß wir gar nicht mehr in der Lage seien, eine Sroßofsenfive
l an der Ostfront einzuleiten. Aus diesem Grunde behauptete Churchill, daß nach dem Ablauf von mehr als der Hälfte des Sommers „Hitler »och keine Großofscn- I sive in Rußland eingeleitet hat." Aus dem heutigen ^ Wehrmachtsbcricht darf er folgern, daß der Eroßangriss bereits seit dem 28. Juni rollt. „Es sei denn", so wollte Churchill wegwerfend bemerken", „daß Hitler die augenblicklichen Angriffe bei Charkow und Kursk eine größere Ossensive nennt." In dreihundert Kilometer Breite die bolschewistische Front aufgerissen — gewaltige Panzerverluste des Gegners ohne eigene Verluste — es wird Herrn Churchill noch ausgehen, was hinter diesen la- pidaren Sätzen des WehrmachtHberichtes an kriegsent- scheidendcn Tatsachen steht.
Man hat sich ja in London inzwischen auch schon bequemen müssen, wenigstens die Wahrscheinlichkeit zuzugeben, daß Sewastopol gefallen ist! „Leider besteben Gründe für die Befürchtung, daß die Behauptung oer Deutschen auf Wahrheit beruhen dürfte." Die Bolschewisten quälen sich immer noch mit halben Eingeständnissen herum, indem sie sich an der angeblichen Fortdauer von Straßenkämpfen nach dem zugegebenen Eindringen der Deutschen in die Stadt Sewastopol klammern. All diese Versuche, sich selbst die Augen gegenüber der Wahrheit zu verbinden, bezeugen nichts anderes als die steigende Katastrophenangst und die nahende Verzweiflung. In diesem Zeichen gönnen wir Churchill seinen Sieg in der Theaterschlacht gern.
Pik LÄ» Aeie»
Weltpolitische Kundgebung von größter Bedeutung
ckr. rr. seb. Berlin, 3. Juli. Die gemeinsame deubsch- italie>nifche Erklärung über die Unabhängigkeit Aegyptens (deren Wortlaut wir an anderer Stell« wiedergeben), ist eine Kundgebung von weittragender weltpolitischer Bedeutung. Das britische Empire hat feine Eruiidlagen und ausschlaggebenden Schlüsselstellungen im Raume fremder Völker, die mit Gewalt niedergehalten und in ihrer freien Entfaltung gehindert werden. Diese Tatsache, die den für die Weltöffentlichkeit zur Schau getragenen heuchlerischen Grundsätzen der britischen Politik und den Phrasen vom Kampf für Freiheit und Selbstbestimmungsrecht ins Gesicht schlägt, suchten die Briten immer wieder durch Versprechungen zu verschleiern, die brutal und rücksichtslos gebrochen wurden, wann und wo sich auch immer zeigt«, daß die unterdrückten Völker tatsächlich für sich die Freiheit in Anspruch nehmen wollten, statt sich mit einem staatsrechtlichen Zustand zufriedenzugebn, der die tatsächliche britische Diktatur nur tarnt. Gerade während der Verhandlungen, die Cripps jüngst in Indien geführt hat. mußte es dem letzten nationalbswußten Inder klar werden. daß die Briten nur an Kanonenfutter und Stützpunkte zur Sicherung ihres plutokratischen Weltans- bentiungsanspruchs, nicht aber an die unveräußerlichem Rechte der Völker selbst denken. Nun bringt es der Ablauf der militärischen Ereignisse mit -sich, daß Aegypten noch früher als Indien vor die Entscheidung gestellt wird, wie es sich gegenüber den siegreichen Soldaten der Achsenmächte verhalten soll, die mit dem ausgesprochenen Willen kommen, die Engländer zu vertreiben und nicht nur Aegypten, sondern den ganzen Raum des Nahen Orients von der britischen Herrschaft zu befreien. ' -
Schon beim Kriegseintritt Italiens hat der Duce sich grundsätzlich zu der Auffassung bekannt, daß nicht das ägyptische Volk als Feind angesehen wird, wenn auch auf ägyptischem Boden der Kampf gegen die Briten geführt weckden muß. Die ägyptische Regierung hat, obgleich sie auf diesem Wege immer wieder den schlimmstem britischen Erpressuwgsversuchen gegenüber standhalten mutzte, sich zur Politik der unbedingten Neutralität bekannt, und der Ministerpräsident Nähas Pascha hat jetzt festgestellt, daß auch die jüngsten militärischen Ereignisse ckn diesem Willen nichts zu ändern vermögen. Die deutsch-italienische Erklärung unterscheidet sich schon in der Form. in der sie abgegeben wurde, entscheidend von all den Versprechungen, die England im Laufe der Jahre den Aegyptern, den Arabern, den Indern und wer weiß wem noch durch Mittelsmänner wie dem sagenhaften Obersten Lawrence und anderen Unterhändlern gegeben haben um sie später um so leichter brechen zu können. Die Reichsregierung und die italienische Regierung übernehmen vor der ganzen Weltöffentlichkeit eine feierliche und eiridentige Verpflichtung, Aegypten die volle Freiheit zu sichern und den Nahen Orient von der britischen Herrschaft zu befreien. Diesen Unterschied kann die ägyptische und die ganze arabische Oeffentlichkeit nicht übersehen, und darum ist die große Wirkung dieser Kundgebung mit Bestimm!» heit vorauszusehen. Ein starker Hoffnungsstrahl leuchtet: nach Aegypten und in die arabische Welt hineiy. Der gegenwärtige Ministerpräsident Nahas Pascha war es der im,Jahre 1935 in einem Protesttelegramm an die Genfer Liga England als Angreiferstaat bezeichnete. In Genf predigte England, so-hieß es da, Frieden und Gerechtigkeit, während es gleichzeitig Aegyptens Unabhängigkeit angreife und seine Häfen und Gebiete an sich reiße. Man verweigere Aegypten das Recht, seine innerpolitischen Angelegenheiten zu regeln. Seit 50 Jahren habe Aegypten unter der britischen Einmischung gelitten. Die ägyptische Regierung halbe niemals aufgehört gegen die Besetzung Aegyptens vor 50 Jahren zu protestieren, während England nach wie vor «ine erbarmungslose Entschlossenheit zeige, Aegypten in einem Zustand der Bevormundung zu halten.
Die Zeit der Besetzung Aegyptens, die eine Aera der furchtbarsten britischen Blut- und Terrorherrschaft ein- leiieie, liege nunmehr fast genau sechs Jahrzehnt« zurück. Im Jahr« 1882 nahm England einen Aufstand in Aegypten zum Anlaß der Einmischung, die mit einem .zweitägigen Bombardement vom^ll. bis zum'13. Juli 1882 begann. Am Ende stand die ganze offene Stadt in Flammen, als das Landungskorps sie betrat. Furchtbar wüteten die Briten gegen das erste Aufflammen der nationalen Bewegung in Aegypten. „Drei große offene
MttI»I»»»»»»I»I»NIII„,I„I»»III»lI»I»I»INMIII,»»I»II»»N»III„II»II,»NMI
Die bolschewistische Front wurde durch die Angrisfs- operationen der deutschen und verbündeten Truppen in einer Vreite von 399 Kilometern aufgerissen. Schon im Ansangsstadium der neuen Angriffsoperationen erlitten die Sowjets schwerste Panzerverluste.
Im Kamps um Sewastopol wurden außer der reichen Beute 59 999 Gefangene gemacht.
Bei El Alamein wurden 2999 Briten gefangengenommen.
Die deutsche und die italienische Regierung gaben eine gemeinsame Erklärung zur Wahrung der ägyptischen Souveränität ab.
In Fortsetzung der Kreisbereisung besuchte Gauleiter Wegener am Freitag die Kreise Osnabrück, Clop- penburg und Bersenbrück.
Die Anrechnungsbestimmungen für den Trennnungs- zuschlag der Dienstverpflichteten wurden einheitlich
geregelt.