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8l n z e > g e n p c e i l e und Aus- nahmebedinaungen laut Preisliste. Sluknabmetermlne ebne Verbindlichkeit. DeschSN« st eilen: Sre-. men: Geeren 6/8, Nuf: 219 31; Nachtruk und ionnlayS 2 47 65; Obernstraße 86, Nus: 219 31; Syke: Mühlcndamm 2; Vremen- Hemcllngen: Bahnhofstraße 8, Ecke Poststraße, Nuf: 4 34 58; Bremen- Deaesack. Nolirstraße 24 , Nuf: 4 u. 8; Vremen-Blumenkbal: Kapt.- Oallmann-Sti 41^43. Nuf: 83 u. 89
dtt Nationalsozialisten Vremens
^ flmiliches verkündungsblalt des Neichsstatttialters in Oldenburg und vremen
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Mittwoch, 1. Wi194^
kinzelpreis 15 Npf.
Woote kämpfen für komme!
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kinbrM in den inneren Festungsgürtel von Sewastopol
VM. verfKki
trahtbericht unserer Berliner Schriftlcijnng
.-n. l.i n,, 30. Juni. Der neue Erfolg »M«O»r'W?*Vorienkung vo: 14 .Handelsschiffen ^ÄIk*WÄ6Ü VRT., die zum Teil volbeladen mit ameri- j -Manischem Kriegsmaterial für Slfrikavaren, unterstreicht erngut de<-echM' Zuiammeiihang zwischen dem. Kampf,
' ^ pe.n«uierc UntgrjMpote auf den W tmecren gegen den feindlichen SchisDratlin führen unl den Schlachten an ^>eu LAÜdsrontgp im Osten und i Slsrika. 2luch im gegnerischen Laster hat man allmälich die einheitliche Linie ^nd Zielsetzung der von den Achsenstreitmächten geführten Schläge z» Wasser und zrLande erkannt. Da vernehmen wir den Klageruf, dau „deutsche U-Boote an ocr Front man Charkow kämpftn," und umgekehrt die den !-Voot-Krieg unterste_'
briiiMen-Beobachter ier neuen Lage in PaniMmmmiudi« politische Seh- nmen Mtxii'bthai, gehen'sich jetzt tb ,'daß eine rendüng der Dinge itz..von der uöglichteit abhängt, Äkaterliwlnachmtb noch rechtzeitig bringen. Enlegen denn amtlichen, ..„^....,^--u-nms,'der den Ilrchein erwecken will, » As ob die gewaltige Verlängerung der Nachschübliigie k Rominels für. diesen eine große Esahr beschwöre und p die Vcrl'lltz'U-fg der eigenen. Etappe ie britischen Stveit- ,.. 'kiäfte wieder -in'VorteK^bringe, Men nüchtern« Beiß . ob achter fest, daß Gcnepal Auchinle nach wie vor auf ! den gewaltigcn.Äliiiweg'ü-m das Kapder guten Hoffnung iG angewiesen seif-ivachrend die beutsHtaliemschen Streit- i . lräste in wenigen Tagen ihre,, Nachschub über das. Mittelmeer. edhch.Iten könnten. In disem Zusammenhang ringt iMMDMWin auch nachträgsche-Geständnisse ab.
Z,. EnglAntzMbe, so jammert der „lbscrver", da es Tori hruk, WiMcß'Nind Marsa Watrus nicht habe halten f -'können,' praktisch bereits das ganzföstliche Mittelmeer 4..»»verlogen nrch sei.nicht-'etnmal meyjin der Lage, «inen ' Celeiizug von Alexandrien nach Mlta zu bringen, wie man das kürzlich erlebt'habe. Janjhl, man hat es er- ilebt,, aber gleichzeitig auch energisckbestritten, bis man es heute zugeHtt muß, weil man aders die schwcrwie- senden FojgeT^sikch-r-erklären kant Dazu kommt, daß iD-'die Bi st/n amscsichts des sturmischn Vormarsches der deutsch-lte ücnischen Truppen nicht ie Zeit fanden, die Hafcngnlaaeil in.'Tpbruk und Nkar» Matruk unbranch- .- ,.M»«LEhenI so daß für uns, dur Ausnutzung dieser , MföÄWch'Mne wesentliche Verküring der Nachschub- ' linieLuf dem afrikanischen Landwa ergibt, ganz aü- geseWi von den reichen Tliatcriallstrüten, die wir in Hchbrt^Und in Marsa'Matruk crltuten konnten. Von hat sich also das B d ganz gewitz nicht izugpnstest»yer Briten verschoben. S müssen lange und sehchfikiDM^ms. die Schisse warten! die von Amerika Mben: und diesen Schiffei!lauern unsere bln- erfolgreich auf.' Auf die hdung der jetzt ver- 'Hchusfe, die ihnen Ftugzese, Munition und crc's sMri.cgsm.qteiial aus Ameika bringen sollten, »Asten die Briten in Afrika nun-iirgebens.
Ilnabhängig von, Tlfrika bedeuteider neue ll-Bovt- ^iÄg eiche wertelx'Niederlage untrer Gegner in der MH-tzstchllcr,Schlachten", wie dst ,Times" die d:ut- Mi^rl-Voht-Operakionen !.m Mlqttk'"jetzf'1b?j?lkhMki" W L>M. oner Blatt mutz .jetzt a>h die Tatsache zu- -'jH. „die Zahl der Versenmgen höher ist als < "-^veltäufc und datz deutsch tl-Boote schneller ^stchtihM.ts versenkt wesen". Die amerika- ^A^al siäj gierig cnf die chststellung der deut- Mung vom 28. Ju! gestürzt, nach der »erfolge trotz starker!amerikanischer Abbe,, konnten. Aii dieser Feststellung K.ablesen, daj die amerikanischen pich mit der Keit wirksamer er- fortjage derfortdauernden Ver- tz!geradg,da« Eegcreil. Nach den Zah- ' ' .h!-, npfes gegen den I i.öffentlich! wur- M..s. Gesamtergebnis bisherigen Rekord unsere stl-Boote r rechnen, hatten,. h:e, i Sommersonnen-
Cs bleibt schon bei dem, was auch Roosevelt und Churchill nach dem Abschlug ihrer Besprechungen in Washington bekennen mutzten,, datz „der Transport der Streitkrästc zusammen mit dem Transport von Kriegsmaterial und Nachschub weiterhin das wichtigste Problem der Alliierten darstellt, und datz die U-Boot-
Kriegführung der Achse weiterhin schwere Opfer an Kriegsschiffen fordert". General Auchinleck mutz jetzt die Folgen dieses Tatbestandes besonders stark fühlen, und niemand im Feindeslager weih anzugeben, wie das schwerste und zentrale Problem der Kriegführung für die „Alliierten" gelöst werden soll.
Vas 6ebiet östlich von suka erreicht
Der gestrige verichl des Vberkommandos der Wehrmacht
Aus dem F ü h r e r h a u p t q u a r t i e r, 36. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im Angriff gegen Sewastopol haben deutsche Divisionen von Norden her die Ssewer»aja-Vucht überwunden und sind ostwärts der Stadt gegen zähen feindlichen Widerstand in den inneren Festaiigsgürtel eingebrochen. Ec- genangrisfe der Sowjets blieben erfolglos. Im Angriff von Osten wurden unter Mitwirkung rumänischer Verbände die beherrschenden Sapun-Höhen,sast in ihrer ganzen Ausdehnung erstürmt. Starke Kampssliegerver- biinde zerschlugen serndliche Befestigungsanlagen vor allem auf den Sapun-Höhen und fügten Truppcn- ansammlnngen der Sowjets schwere Verluste zu. Bei Kertsch wurde der Vorsieh eines Verbandes vo» 18 feindlichen Schissen über die Meerenge durch wirksames Artilleriescuer vereitelt. Im D^o nez - Becken brach ein von Artillerie und Luftwaffe unterstützter örtlicher Angriff der Sowjets unter hohen Verlusten zusammen. Im Gebiet des früheren. W »l «h o w - Kassels wurde» bei Siiuberungsuntcrnchmen mehrere zersprengte.feindliche Kräftegkuppc» vernichtet und weitere 1166 Gefangene eingebracht. Wiederholte Angriffe des Feindes gegen den Wolchow-Vrückenkotzs scheiterten nach harten Kämpfen an dem zähen Widerstand der Infanterie, der durch Artillerie und Luftwaffe wirksam unterstützt wurde. Hierbei wurden 21 feindliche Panzer vernichtet und mehrere Batterien durch Bombenvolltresser au,,er Gefecht gesetzt. In den Gewässern des Finnischen Meerbusens versenkten Kampsflugzeuge ein feindliches Schnellboot und beschädigten zwei weitere kleinere Kricgssahrzeuge. In der Kola-Bucht erhielten zwei grotze Handelsschiffe der Sowjets Bombentreffer schweren Kalibers.
In Nordasrika wurde, wie bereits durch Sondermcl- dung bekanntgegeben, in den gestrigen Bormittagsstunden die durch tiefe Verteidigungsanlagen und zahlreiche Minenfelder verstärkte Festung Marsa Matruk gcgön zähen feindlichen Widerstand gestürmt. Ueber 8666 Briten wurden gefangengenommen, 36 Panzer abgeschossen und zahlreiche Batterien vernichtet. Umfangreiches Kriegsmaterial fiel in die Hand der deutschen und italienischen Truppen. Bei dem Sturm aus Marsa Matruk hat sich die deutsch« 96. leichte Division besonders ausgezeichnet. Deutsche und italienische Panzerverbände warfen den geschlagenen Feind weiter zurück
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und erreichten das Gebiet östlich von Fuka. Starke deutsche und italienische Luftstreitkräste griffen die Rückzugsstrahen und Verteidigungsanlagen der Briten, vor allein südlich des Araber-Golfes, erfolgreich an.
Im Kampf gegen Grotzbritannien belegte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht militärische Anlagen in den Midlands und im Küstengebiet von The Wash mit Bomben. Britische Bomber griffen in der Nacht zum 36. Juni wieder die Stadt Bremen und ihre Vororte vorwiegend mit Brandbomben an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Ein Versuch des Feindes, auch das Gebiet von Hamburg zu erreichen, scheiterte an dem zusammcngesatzten Feuer der Flakartillerie. Die britische Luftwaffe verlor wieder, soweit bisher festgestellt, 13 der eingesetzten Bomber. In der Zeit vom 17. bis 28. Juni verlor die britische Luftwaffe 2Ü6 Flugzeuge. Davon wurden 23 durch Einheiten der deutschen Kriegsmarine abgeschossen. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Groh- britannien 37 eigene Flugzeuge verloren. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote ihre Erfolge weiter gesteigert. In zwei Togen versenkten sie im westlichen Atlantik, im Go-s von Mexiko und in der Karibischen See 14 feindliche Handelsschiffe mit 98 666 VRT. und beschädigten zwei weitere schwer durch Torpedotrcsfer. Ein Teil der versenkten Schiffe war voll beladen mit Flugzeugen. Munition und sonstigem Kriegsmaterial, das nach Afrika bestimmt war."
vfkn Kuechler eeneralleldmarschall
Aus dem Führerhauptquartier, 36. Juni. Der Führer hat den Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, Generaloberst von Knecht er, in dankLarer Würdigung' seiner -Verdienste um - die Abwehr und Vernichtung der zum Entsatz von Leningrad auf breiter Front angesetzten bolschewistischen Armeen, sowie in Anerkennung der heldenhaften Leistungen der »ntex seinem Befehl kämpfendcn Truppen zum Gcneralfeld- marschall befördert.
Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, Ecneral- feldmarschall von Küechler, hatte bereits als Oberbefehlshaber einer Armee im Polenfeldzug wie auch im Westen entscheidenden Anteil an "den Operationen gehabt. Für seine Verdienste in Polen zeichnet« der Führer den damaligen General mit dem Ritterkreuz aus, und nach dem Krieg gegen Frankreich wurde er in der Reichstagssitzung vom 19. Juli 1940.zum Generaloberst befördert. Im,Fetdzug gegen Polen gelang es der von Küechler geführten Ärmte schon am 3. September, die Festung, .Graudenz im-Sturm- zu nehmen- Weiter sind der Durchbruch der Mlawa-Stellung- der Narew-Ilebcr- gang, die ALriegelung Warschaus, der Sturm auf Praga
und die Eroberung von Modlin mit der von Küechler geführten Armee verbunden. Im Wcstfeldzug überrannte die Armee Küechler den holländischen Widerstand und zwang am 14. Mai die holländische Armee zur Kapitulation. Die Einnahme von Antwerpen, von Dün- kirchen und Paris sowie die Verfolgungskämpfe über die Loire, bis zum.Atlantik > sind weitere Ruhmestaten der von Generaloberst-von Küechler - geführten Armee, die nicht zuletzt auf den tapferen und unerschrockenen persönlichen Einsatz des Generalobersten zurückzuführen sind.
Generalfeldmarschall Georg von Küechler wurde am 30. Ata, 1881 als Sohn eines Offiziers in Hessen geboren. 1900 trat er als Fahnenjunker in ein Fe'ld- artillerio-Rcgiment ein, wurde dann Leutnant und im Frühjahr 1914 zum Großen Eeneralstab kommandiert. Im Weltkrieg erwarb sich von Küechler sowohl als Gruppenführer wie als Eeneratstabsoffizier in Flandern, an der Somme, vor Verdun und in der Champagne Verdienste und Anerkennung. Nach dem Zusammenbrach kämpfte er im Baltikum und trat dann in die Reichswehr ein, in der er in den verschiedensten Stellungen am Fundament des .nxuen, deutschen--Volksheeres mitarbeitete, an dessen Aufbau er nach der Machtübernahme insbesondere als Inspekteur der Kriegsschulen mitwirkte. Bei Ansbruch des Krieges war von Küechler kommandierender General des I. A. K. in Königsberg.
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mboolen über öle Ssewernaja-Vuchr
ton deutschen Gruppen warfen die Neste des seindes aus chren Stellungen heraus
-, kommando der : - deutschen und i »-Ileilt, crzwan- der Nacht zum über die etwa -hdcm schon' am ligten Truppen e' eingenommen na Stunde, vom Bucht übergesetzt, de Tswernaja- lückien Stotztrupps rv kurz darauf Ihnen folgte , Geschütze aller :tztcn schweren n. So wuchtig ::e Besatzungen finge» nieder- igetegt wurde.
Die nach und nach gelandeten deutschen Truppen warfen die Reste des Feindes aus ihren Stellungen heraus, stürmten die an der Landungsstelle aufsteigende Höhe bis zum Kamm hinaus und brachen in den inneren Festungsgürtel ein. Lurch verzweifelte Gegenangriffe versuchte der Feind erfolglos das Vordringen der deutschen Truppen, die im- dem inneren Verteidigungsring vor Sewastopol Futz gesagt haben, aufzuhalten.
Auch am südlichen Ängrifssflügel ging der Angriff der deulschen und rumänischen Truppen weiter. Der Einbruch in die Befestigungen der Sapun-Höhe wurde durch Aufrollen weilerer.Stellungen von Norden nach Süden erweilert. Der Angriff mutzte unter außerordentlich schwierigen Geländeverhältnissen — Schluchten und Steilhänge begünstigten die Abwehrkraft des Feindes — und gegen verbissenen Widerstand der Volschewisten vorgetragen werden. StarkelKampffliegerverbände zerschlugen den feindlich«» Widerstand -vor allem im Süden und Südosteir-der i.Sindt. Ein Kilometer westlich der Jnlerman-Schlqchi trafen schwere Bomben staick befestigte
Stellungen des Feindes und setzten mehrere Geschütze sowie EranatMerferbatterien nutzer Gefecht. Ein Panzergraben, der sich etwa 2 Kilometer südostwärts der Süd- bucht vor den bolschewistischen Stellungen hinzieht, wurde durch Bombentreffer'zugeschüttet. Auch'die Höhe von Nikilajewska wurde am Montag wiederholt nachhaltig bombardiert. Volltreffer richteten in einem stark bestückten Fort und in mehreren Flakstellungen in der Nähe dieser-Befestigungen schwere Zerstörungen an.
Bcksond-ers heftig waren di« Bomben-an-griffe gegen die feinbltchen Krüft«, die sich auf der Sapun-Höhe in Bunkern .unb. Feldstellungen verschanzt hatten. Hohe blutige Verluste hatte der Feind in den Vormittagsstunden des Montag bei einem Tie'fangrdsf aus Volsche- wisten, die in Deckung eines Panzergrabens vergeblich versuchten, schützende Felsentunnels zu erreichen. Bei der Bekämpfung von Transportkolonnen wurden in verschiedenen Abschnitten des Festnngsgebietcs zahlreiche mit Brennsrosf und Munition beladene Kraftfahrzeuge in Brand geschossen.
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Ein Sündenbock wird abgesetzt
<ir. v. scii. Berlin, 30. Juni. Nach seiner Rückkehr aus Washington hat sich nun Churchill im Unterhaus wieoer gezeigt, aber er hat es zunächst abgelehnt, sachliche Erklärungen abzugeben, die von ihm dringend verlangt wurden. Entrüstet wies er die Forderung ab, den Bericht Wavells über den Verlust von Malapen.und Singapur zu veröffentlichen. Dieser Bericht, so mutzte er gestehen, sei nicht zur Veröffentlichung in Kriegsbeilen geeignet, denn er würde offenbar grotzen Unwillen im ganzen Empire erregen. Das sagt dann freilich genug. Man kann sich die Stimmung der Untcrhausabqeord- neten ausmalen, als Churchill die zurückliegende Katastrophe von Singapur und den gegenwärtigen Zusam- menbruch in Aegypten, also die beiden schlimmsten Niederlagen des Empire, gewissermaßen auf einen Nenner brachte, indem er auch jede Erklärung über die schwere Schlacht in Aegypten ablehnte. Er glaubte seiner Jn- formationspflicht zu genügen, als er dem Parlament die Mitteilung machte, datz General Auchinleck seit dem 28. Juni persönlich als Nachfolger Ritchies das Kommando über die „8. Armee" führe. Dem Reuterrüro unterlief dann noch der komische Schnitzer, datz er von der Uebernahme des Befehls über die 8. Armee in Libyen sprach, nachdem ihre Reste schon tief nach Aegypten hinein gejagt worden sind.
Unserem Marschall Rommet hat «s jedenfalls nicht im geringsten imponiert, datz ihm seit dem vergangenen Donnerstag der Oberkon,mandierende in Aegypten, General Auchinleck, persönlich gegenübersteht. Als Nuch- inleck das Kommando übernahm, standen die deutschen und italienischen Truppen noch an der ägyptischen Grenze. Unter dem Kommando von Auchinleck mußten die Briten di« Erenzstellungen von Sollum, Halsaya und Capuzzo räumen und nacheinander Sidi el Varani, Marsa Matruk und Vir Fuka, 90 Kilometer östlich von Marsa Matruk, preisgeben, 300 Kilometer weit haben die Achseirstreitkräfte die stark znsammengeischtwgenen Truppen Auchinlecks in fünf Tagen stürmischer Verfolgung nach Aegypten hinein vor sich hergetrieben. Es sieht wirklich nicht sehr danach aus, datz Auchinleck die chm drohende Entwicklung noch abzuwenden vermöchte. Im Dezember des vergangenen Jahres führte der General Cunniwgham die 8- britische Arme-e. Die englische Agitaiion knüpfte damals überschwengliche Hoffnungen an die „drei C", neben dem Kommandeur der 8. Armee an den Mittelmeeradmirak Eunningham und an den Befehlshaber der Luftstreitkräste Coningham. Im Dezember sah sich Auchinleck veraulatzt, den. General Eunningham auf dem Schlachtfeld abzusetzen und Nitchie zu seinem Nachfolger zu machen, der dann von der Londoner Publizistik als der Repräsentant der jungen Generalität gefeiert und in unglaublicher Weise mit Vorschußlorbeeren überhäuft wurde. Die englische Presse gab Churchill so.gar den Rat, ebenso rücksichtslos und radikal seine unfähigen Minister zu schwenken, wie es Auchinleck mit Cunniughain gemacht habe. Cunningham ist inzwischen in einem Nervensanatorium gelandet. Von Nitchie hört man nichts mehr. Einen Nachfolger für ihn hat Auchinleck nicht gefunden,. Er mutzte selbst in die Bresche springen und persönlich die weiteren wuchtigen Schläge Nommels einstecken.
Seine Lage erscheint jetzt auch vielen englischen Beobachtern beinahe hoffnungslos. Der Konior-Strateqe Annalit klagt: „Der Feind besitzt die Initiative und eine erdrückende Ueberlegenheit an Panzern, Es ist gleichfalls zu befürchten, datz es ihm gelungen ist, die Vorräte an Brennstoff und an Lebensmitteln auszunutzen, die ihm zuvor in grotzen Mengen in die Hände gefallen sind/' Es handelt sich nicht nur um Brennstoff, Reisen und Lebensmitteln, Es steht fest, datz die Achse-n- tr-uppen mit Marsa Matruk die leistn,lgs-sähigste Wasser- sielte lu der westlichen Wüste gewonnen haben und mit den Wahervorräten von dem Ausmaß der Zisternen Marsa Matruks beinahe die gesamten Trinkwasservor- kommen zwischen der libysch-ägyptischen Grenze und dem Niltal kontrollieren. Eine solche Rückendeckung erleich- die weitere Aufgabe ganz ungemein. Die «trett'kraste der Achse marschieren jetzt auf der „Straße des Kalrsen" zwischen Marsa Mäkrsif und' Älexandria d?« mit, ihrtr, Asphaltdecke.als-«in^der-'-besten Militär- stragen Aehyptens gilt und neben der Eisenbahnlinie verlaust, mit der man Marsa Matruk von Alexandra in drei, von Kairo als in fünf Stunden erreicht
Der Vormarsch der Truppen Rommcls hat jetzt das Gebiet in der Wüste erreicht, wo sich die gegncrische-
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Die deutschen Truppen sind in den inneren Festungsgürtel von Sewastopol eingedrungen.
Unsere U-Boote schickten erneut 14 Handelsschiffe mit 98 600 BNT. aus den Meeresgrund die zum Teil Nachschub, nach Afrika bringen'sollten.
In Aegypten erreichten die Achse,itruppen unter Romme! das Gebiet östlich von Fuka.
In der Zeit von, 17. bis 26. Juni verlor die britische Luftwaffe 200 Flugzeuge.
Die deutsche Lustwaffe bombardierte militärische An.agen^tti den Midlands und im Küstengebiet vo»
Der Führer beförderte Generaloberst von Küechler zum Generalfeldmarschall.
Der jüngste Terrorangriff auf Bremens Mohn; viertel hatte leider wieder eine Anzahl von Toten und Verletzten zur Folge. Dreizehn der cingckloge- nen Vritenbomber wurden abgeschossen.
Die Deutsche Jndustriebcml verdoppelte ihr Kapital.