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(5.4.1945) 79
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Parieiamtliche Tageszeitung

Da* Amtsblatt des Basierenden B&rgerm*later* der Freien ffmuentnilt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

AmBichee Verkündunsrablaä des Reich iwlatthallem tat O l denh nrg u n d Bremen

Nummer 79 15. Jahrgang

Donnerstag, 5. April 1945

Einzelpreis 15 Rpf.

Wer die Treue bricht, gehl unter!

Gauleiter Paul Wegener gab seinen Mitarbeitern die Parole

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Aus dem Gaubefehlsstand, 4. April. Daß die Führung des Nordseegaues Weser-Ems, in äessen südlichen Teil der Feind eindringen konnte, der Lage kühn und kampfentschlos- seu ins Auge sieht, bewies die Stunde, in der Sich heute die Mitarbeiter und Mitarbeiter­innen der Gauleitung um den Gauleiter und Reichsverteidigungskommissar Paul Wegener scharte.

Mitten aus ihrer verantwortungsvollen Ar- t«it, die in den letzten Tagen und Nächten diese Männer und Frauen nicht zur Ruhe kommen ließ, versammelten sich zum Appell die Gauamtsleiter der NSDAP. und ihre Politischen Leiter. Sie trugen teils die braune Uniform, teils aber die Dienstanzüge des deutschen Volkssturms. Erwartungsvolle Stille lag über der großen Gefolgschaft des Gauleiters, als der Gauleiter, begleitet vom hellvertretenden Gauleiter Joel, den Raum betrat und sofort das Wort zu einer An­sprache nahm, die sich sowohl durch nüch­terne Beurteilung der gegebenen Lage 1 , als such durch Leidenschaft und Fanatismus suszeichnete.

Nachdem der Gauleiter und Reichsvertei­digungskommissar einen kurzen Überblick über die militärische Lage im südlichen Teil des Raumes Weser-Ems gegeben und beson­ders den Kampfgeist der Truppe herausge­stellt hatte, die dort unten die verstoßenden Panzerspitzen des Gegners in harte Kämpfe verwickelt haben und sie teilweise am Vor­dringen hindern konnten, sprach er von den besonderen Aufgaben seiner Mitarbeiter.

Jetzt gilt es, so sagte der Gauleiter u. a„ für das einzutreten, was seit Jahren der Lebensinhalt dieser Mitarbeiter gewesen ist. Denn der Nationalsozialismus wurde ja 1918, in Deutschlands schwerster Zeit, gehören, als Adolf Hitler erblindet im Lazarett zu Fasewalk den Entschluß faßte, Politiker zu werden, um sein Volk zu retten. Voll unbe­irrbarer Kampfentschlossenheit und gewillt, zu verteidigen, was verteidigt werden kann, steht die nationalsozialistische Führung auch in diesen harten Stunden auf ihrem Platz. Die Männer der Ganleitung werden nach Erledigung ihrer Aufgaben im Rahmen der Menschenführung bereitstehen zum Kampf,

um zur kämpfenden Truppe und zum Volks­sturin einzurücken. Wenn es das Schicksal will, daß der Feind trotz allem noch weitere Kreise erreicht und diese oder jene Stadt bedroht, so wird der Gauleiter mit seinen Männern notfalls auch das letzte Stück Erde des Nordseegaues verteidigen.’ Schließlich aber wird überall dort in Deutschland Boden der Heimat sein, wo die nationalsozialisti­schen Fanatiker ihrem Schwur getreu stehen und kämpfen oder fallen.

Der Gauleiter gab seiner festen und von ihm immer wieder ausgesprochenen Überzeu­gung Ausdruck, daß letzten Endes die nun einmal zum Untergang verurteilte alte Welt auch nicht triumphieren wird; sondern höchr stens der alte Widersacher der deutschen Wiedererhebung, der Bolschewismus, und wenn auch vielleicht die ersten Vorhuten der Anglo-Amerikaner der Bevölkerung ein freundliches Gesicht zeigen, so hat sich doch immer wieder ergeben, daß dies sich immer sehr schnell ändern wird und das Gespenst des Hungers und der Anarchie sehr bald das Haupt erhebt.

Da kann es für jeden anständigen deut­schen Mann nur die Parole des Kampfes und des Widerstandes geben, auf keinen Fall aber die weiße Fahne der schmählichen Ka­pitulation, die die Mannesehre besudelt. Wer in der Stunde der Gefahr feige wird, den wird — darüber ließen die Worte des Gau­leiters keinen Zweifel — früher oder später die Achtung und der Tod finden. Wer das Leben im Kampfe nicht vertei­digen will und seine einmal ge­schworene Treue verleugnet, der wird in S chand e nn t ergehen.

Mit diesen Worten umriß der Gauleiter die Pflichten seiner Mitarbeiter und bat sie alle, hocherhob'enen Hauptes für die Repräsentan­ten einer zu allem entschlossenen Führung diese Tage durchzustehen. Der Gruß des Führers, dem im Unglück nun erst recht die Treue aller Deutschen gehört, stand am Ende dieses Appells, dessen Impulse hinausgehen werden ins Land an Weser und Ems, überall dorthin, wo die Anständigen stehen, in deren Herzen jetzt und für die Zukunft Deutsch­land lebendig ist.

Verbissene deutsche Gegenwehr gefährdet die Einigkeit der Feindmächie

Drahtbericht unseres Vertreters sch. Lissabon, 4. April. „Der Krieg muß militärisch so rasch wie möglich zu Snde geführt werden; wir können uns ein längeres Warten nicht mehr leisten“ — diese Überlegung spricht aus allen englischen und amerikanischen Berichten über die politi- ichen Schwierigkeiten, die sich rings um iie-Konferenz von San Franzisko ergeben üaöcn und die täglich an Umfang Zu­nahmen. Man gibt damit in London und Washington zu, daß politisch die bisherige Einheitsfront zwischen den drei Groß­mächten nicht mehr allzu lange Zeit auch •ga »ir äußerlich aufrechterhalten werden kann, üaß also alles darauf ankommt, Deutschland » schnell wie möglich durch Ausnutzung der tugenblicklichen Überlegenheit an militäri- Khen Kampfmitteln niederzuschlagen und poIitisQh auszuschalten. Jeder Tag, den das Hitsche Volk länger Widerstand leistet, ge- ihrdet also die Lage der Alliierten.

„Je näher die Konferenz von San Fran- reo psko rückt, so offenbarer wird es, daß in Ita die Einigkeit zwischen den drei Groß­ächten nur in zwei Fragen bestand: 1. in |ten Wunsche, Deutschland zu vernichten ®d 2. in dem Bestreben, sich ein Monopol utf Macht für alle Zeiten zu sichern“ — so isißt es in einem sehr interessanten neu- talen Bericht. Diese Linie wird von den jiteelnen Großmächten je nach dem Um- ihrer Machtstellung verschieden ver- Die Sowjetunion geht mit äußerster italität und ohne Rücksicht auf die intUche Meinung der kapitalistischen [Staaten vor. Dies bezeugt ihre Haltung in polnischen Frage und ■ ihre Forderung ih drei Stimmen auch, in der allgemeinen Versammlung der Nationen, die, wie in ' ibarton Oaks vorgesehen war, im Gegen- zum Sicherheitsrat auf dem unbeding- Grundsatz der Gleichberechtigung aller Völker aufgebaut, werden sollte.

Die USA gehen etwas feiner und vorsich- W getarnt zu Werke, sind aber natürlich io fest entschlossen, ihre Machtstellung Rücksicht auf alle anderen Staaten, ih ohne Rücksicht auf' England und die tietunion, auszubauen. . Dafür zeugt es, ; e rasch Roosevelt auf die Stalinsche Forde­in Jalta, aber auch' auf die Frage des echts einging, wenn er sich jetzt auch ’cb den Hinweis darauf zu distanzieren tcht, die endgültige Entscheidung werde fjt auf der Konferenz in San Franzisko «en. England geht entsprechend seiner ge­äderten Machtstellung besonders vorsichtig « Werke, hält sich zurück, ist aber gleich- bestrebt, wenigstens den größten Teil «Stellung des britischen Weltreiches zu *ten. .Daran ändern gewisse freundliche ^Prechungen an kleinere Staaten nicht geringste.

.Polen, Rumänien und Griechenland fielen Politik der Großmächte bereits zum. «[er. Die übrigen neutralen Staaten, Schwe- j![.an der Spitze, können nur das gleiche *hicksal teilen, wenn es gelingt, jenes poli- *ene Vakuum in Mitteleuropa zu schaffen,

►das von den drei Großmächten angestrebt wird.

Die gewagten, im Augenblick auch erfolg­reichen militärischen Operationen der eng­lisch-amerikanischen Truppen in Deutsch­land sind dazu bestimmt, deh Westmächten, in erster Linie natürlich den USA, eine mög­lichst günstige Ausgangsposition in dem kommenden Kampf um die Verteilung der Weltmacht zwischen den drei alliierten Groß­mächten zu schaffen. Gelingt das nicht und verschiebt der deutsche Widerstand in sei­ner entschlossenen Form die militärische Entscheidung, so entsteht eine völlig neue politische und diplomatische Lage, in . der alles ungeklärt ist und die alle Möglichkeiten bietet. Die Debatte über die Verschiebung der Konferenz , von San Franzisko um einige Monate ist lediglich der Auftakt zu dieser neuen sich vorbereitenden diplomatisch-poli­tischen Weltlage.

Inzwischen nimmt der große Streit um die Konferenz von San Franzisko Immer schär­fere Formen an. Die neueste Entwicklung Ist gekennzeichnet durch die Erklärung des USA-Außenministers Stettinius, wonach die USA ihre Forderung, drei Stimmen bei der Weltsicherheitsorganisation zu erhalten, vor­läufig zurückziehen. Gleichzeitig hat er die Botschafter der Sowjetunion, Großbritan­niens und Tschungking- Chinas zu sich ge­beten, um einen letzten Versuch zu unterneh­men, damit die Frisko-Konfereiiz nicht völlig ins Wasser fällt. Demgegenüber verlangen immer mehr britische und amerikanische Zeitungen, man solle die Konferenz entweder aufschieben oder überhaupt nicht abhalten.

’ Die Kommentare der Blätter sind sowohl in den USA wie in England recht böse. Vor allem muß sich Roosevelt allerhand anhören

wegen seiner geheimen Abmachungen mit Stalin. Englische Zeitungen sprechen vom Wiederaufleben der berüchtigten Geheim­diplomatie und sind überrascht darüber, daß nicht einmal Außenminister Stettinius von dieser Geheimabmachung etwas gewußt haben soll. Kein Mensch scheint zu wissen, wie sich die Dinge weiter entwickeln sollen; nur eines steht fest, wie heute ein schwedischer Korre­spondent aus London meldet: die großen alliierten politischen und diplomatischen Reibereien im Zusammenhang mit der Kon­ferenz .von San Franzisko haben ein solches Ausmaß angenommen, daß sie selbst die Be-, richte über die militärische Entwicklung in Europa völlig überschatten.

„San Fiasko"

ep. Stockholm, 4. April'. Unter der Über­schrift „San Fiasko“ äußert die Londoner „Daily Mail“ schwerste Bedenken, daß die Meinungsverschiedenheiten, die sich bereits bei der Vorbereitung der Konferenz von San Franzisko zeigen, zu deren völligem Scheitern führen könnten. Es bestünden nicht allein Differenzen zwischen den USA, Großbritan­nien und der Sowjetunion, sondern auch innerhalb der nordamerikanisehen Delega­tion. Außerdem seien gewisse Länder, wie z. B. Frankreich, der Meinung, daß regionale Pakte — so der französisch-sowjetische Ver­trag mit der geplanten neuen Weltorgani­sation vereinbar seien. Jeder dieser Punkte könne jedoch die Diskussionen zum Schei­tern bringen, so daß die Konferenz schon zusammengebrochen wäre, bevor sie, begonnen hätte. Im Hinblick darauf fordert die „Daily Mail“ erneut eine Vertagung der Konferenz mit der Begründung, ein Fehlschlag wäre

weit schlimmer als der Verzicht auf sie. Wollte man auf die Vorbereitung der Kon­ferenz nicht genug Sorgfalt verwenden, dann könnte sie eines Tages im Gedächtnis bleiben als Konferenz von „San Fiasko".

Juden verlangen Vorrechte

Stockholm, 4. April. Das amtliche englische Reuterbüro meldet aus Washington, daß der amerikanische jüdische Kongreß die Vertre­tung der jüdischen Interessen auf der Konfe­renz von San Franzisko gefordert hat. Dem USA-Außenminister Stettinius wurde eine Denkschrift überreicht, die die Forderungen des Weltjudentums enthält. An der Spitze dieser Forderungen steht diejenige nach einem allgemeinen Verbot und strenger Be­strafung jeder Form von Antisemitismus. Die Juden wollen sich auf diese Weise dgr Kon­trolle der Weltöffentlichkeit entziehen, die seihst in den Feindländern das Treiben der Juden, der einzigen Interessenten an diesem Krieg, mit wachsendem Mißtrauen beobachtet.

Aus den weiteren Punkten, die Reuter von diesem jüdischen Programm, berichtet, er­weist sich, daß es sich um die Forderung han­delt, den Juden in der ganzen Welt auch noch gesetzliche Vorrechte vor allen anderen Völkern zu geben. Es wird nicht nur die zio­nistische Forderung wiederholt, ganz Palä­stina in jüdische Hand zu geben und die Araber in die Enge zu treiben, die USA- Judenschaft geht viel weiter: sie will ein

„internationales Gesetzbuch“ schaffen, in dem Vorrechte und Ansprüche der Juden international festgelegt werden sollen. Die jüdischen Kriegshetzer haben mit diesen Forderungen ihre Karten deutlich aufgedeckt.

Deutscher Widerstund im Westen nimmt überall zu

Eigener Drahtbericht

rd. Berlin, 4. April. Am Dienstag waren die Fortschritte der Anglo-Amerikaner weit­aus. geringer als am Tage zuvor. Damit kün­digt sich noch nicht die Wende im Westen an, sondern man muß diese Verlangsamung der feindlichen Operationen als einen natür­lichen Intervall betrachten, dem jede Offen­sive ausgesetzt ist. Allerdings gibt es auch an den verschiedensten Stellen der West­front Auswirkungen deutscher Gegenmaß­nahmen. So wurde von den deutschen Pan­zerkräften bei Burgsteinfurt ein erfolg­reicher Angriff in die Flanke des Feindes gefahren, der auf beiden Selten dieser Ort­schaft längst vörbeigerollt ist. In Rheine und Osnabrück wird ja auch gekämpft. Außerdem machen sich deutsche Gegenmaß­nahmen Im Rothaargebirge und im Raume von Würzburg bemerkbar. Schließlich hat auch das Vordringen des Feindes im thürin­gischen Raum Gegenbewegungen ausgelöst, wie die Mitteilung des Wehrmachtberichtes beweist, daß 23 Panzer abgeschossen wurden.

Die Bewegungsschlacht im Westen ist

.Lieber zünden sie ihre Hauser selber an'

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Drahtbericht unseres Vertreters

, . ■ Stockholm, 4. April. Die feindlichen “®ichte über die Kämpfe im Westen geben 3 der deutsche Widerstand an vielen fdlen härter wird. Besonders erwähnt wer- deutsche Truppenteile, die am Teuto- ” Wald, im Raume von Aschaffenburg i.j “fflgs der Front dfer 1. USA-Armee p®Pfen. Diese Armee meldet starke deutsche «»«verbände bei Winterberg. Aus feJnd- Berichten über die Erfahrungen mit ^ deutschen Zivilbevölkerung ergeben sich «•»eise erschütternde Einblicke. Mit wel- S Mitteln die „Bolschewisten des ten“ Vorgehen, zeigt folgender Vorgang:

1 * amerikanischen Leutnant sei es ge- die Wasserzufuhr einer ganzen

toT- Ostdeutscher Städte abzusperren, in- er dem zuständigen Ingenieur mit so- Erschießen drohte. Daß viele PI“ 0 " Vorkommen, wird nicht bestritten. 6Äe USA-Soldaten betranken sich an Bestohlenem Sprit. Mehrere star- !> 33 Alkoholvergiftung, was hinterdrem stk» ,,etliche Vergiftung durch die deut­sch» r«, 1 ‘Bevölkerung hingestellt und zu näher bekanntgegebenen Repressalien •licht wurde. Ober den heroischen

Widerstandsgeist großer Teile des deutschen Volkes berichtet „News Chronicle“: Zahl­reiche Deutsche seien beherrscht von fana­tischem Rachedurst, sie würden vor nichts zurückschrecken, um den Amerikanern zu schaden. Vielfach zündeten die Deutschen Ihre eigenen Häuser an, sobald sie von den Amerikanern daraus vertrieben werden. Ein Offizier habe bekundet: „Sie wollen lieber eine Feuersbrunst in ihren Häusern haben als uns.“

Bremer verteidigte Kolberg

Berlin, 4. April. Der Führer verlieh am 23. März das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Fritz Fall- r i e d e, Festungskommandant von Kolberg, als 803. Soldaten der Deutschen Wehrmacht. Oberst Fullriede hat aus Alarmeinheiten eine geschlossene und in Jeder Lage einsatzfähige Trmme geschaffen, seine Organisationsfahig- keit seine unermüdliche Tätigkeit und seine persönliche Tapferkeit haben maßgeblichen Anteil an der Verteidigung von Kolberg ge­habt. Oberst Fullriede ist am -14. Jan. 1895

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jedoch noch nicht durch das Wirksamwer­den aller deutschen Gegenmaßnahmen ge­kennzeichnet und befindet sich dement­sprechend auch noch nicht auf ihrem Höhe­punkt. Immerhin wachsen die Kampfhand­lunger an den verschiedensten Stellen des vom Feinde bisher frei 'durchfahrenen Rau­mes an, und ständig greifen neue deutsche Reserven in die Kampfhandlungen ein. Der Feind, dessen anfängliches Frohlocken be­reits ernsteren Erwägungen seitens seiner verantwortliehen Truppenführung Platz ge-

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macht hat, wird sich noch wundern über den von ihm kaum erwarteten harten deut­schen Widerstand.

•Bemerkenswert ist ein neuer englischer Vorstoß in Holland über das alte Schlachtfeld von Amheim hinaus bis an die Ijssel und bis nach Hengelo. Er bestätigt die schon vor­her erkennbar gewesene Stoßrichtung des englischen Gesamtangriffes nach Norden und Nordosten mit dem Ziel der Besatzung des nordwestdeutschen Küstenrau­mes. Andere Stoßkeile seines Angriffes rich­ten sich in das lippische Gebiet. Die weiteren feindlichen Angriffskeile haben sich mit deutschen Gegenbewegungen auseinanderzu­setzen, und lediglich das Vordringen der Amerikaner ln Thüringen bis nach Gotha und Suhl behält das vorgestrige Tempo bei.

An der Ostfront herrscht zwischen der Ostsee und dem Riesengebirge eine Kampf­pause, die der Feind dazu benutzt, neue starke Truppenmassen zu einem Angriff zu konzentrieren, der nicht unmittelbar bevor­zustehen braucht. Wahrscheinlich wollen die Bolschewisten sich für diesen Angriff be­sonders stark machen und ihre Offensivver­bände mit besonderer Sorgfalt auffüllen. Im Kampfgebiet südlich Wien drangen die So­wjets über Baden hinaus vor, wo sie jedoch auf deutsche Eingreifkräfte stießen. Auch bei Preßburg, auf das ein zweiter Stoß des Fein­des abzielt, wurden die Feindangriffe zum Stehen gebracht.

Begieifsi du, Europa?

Von Oberbereichsleiter Karl Kieckbnsch

Die nationalsozialistische Propaganda feiert zur Zeit gegenüber der Welt einen, stillen und bitteren Triumph. Von Kirchenkanzeln und Parlamentstribünen haben Priester und Präsidenten der plutokratischen Demokra­tien uhd die Politiker der geistig rückstän­digen Völker seit Jahren versucht; den Bol­schewismus als eine bürgerlich-vaterländische Harmlosigkeit darzustellen. „Marschall“ Sta­lin ließ es seinerseits nicht an deh notwen­digen Sekundantendiensten fehlen. Er zog einen Schafspelz nach dem anderen über das bolschewistisch^ Mördergesicht: Demokra­tische Verfassung, Scheinauflösung der Ko­mintern, eine Reihe vaterländischer Hymnen und am Ende das Doppelkreuz der griechisch- orthodoxen Kirche unter einem stalinhörigen Bischof, das alles bildet den Tamanzug, mit dem sich der völkerverschlingende Bolsche­wismus für den Bündnisreigen mit der bri­tisch-amerikanischen Plutokratie verkleidete.

Die grauenerregendsten Originaldokumente und die Augenzeugenberichte internationaler Kapazitäten über das Wüten des Hungers und der GPU. ln der Sowjetunion, über die bolschewistischen Bestialitäten in Spanien, in Katyn und Winniza hat die bürgerliche Welt entweder gar nicht gelesen oder aber nicht begreifen wollen. Sie beruhigte sich unter den Einträufelungen der jüdischen Dialektik mit der Vorstellung: Der Bolsche­wismus habe seine Kinderkrankheiten inzwi­schen überwunden und sei nun eine bürger­lich-demokratische Erscheinung geworden. Dann setzte aber die’ Flucht tausender Esten und Litauer aus dem Baltikum ein. Der Ver­rat Mannerheims trieb zehntausende Finnen aus ihrer Heimat. Als nächstes wurden die Formen des bolschewistischen Mordterrors in Bulgarien, Rumänien und Ungarn be­kannt. Uhd heute gellt nun der Schrei von hunderttausenden gemordeten und geschän­deten Deutschen aus den verwüsteten Städten und Dörfern des deutschen Ostens in die Welt! Es überrascht uns gar nicht, daß die Welt dennoch so stumm bleibt, wie nur je zuvor. Keinen Augenblick lang haben wir gemeint, daß nun etwa eine Welle der Er­kenntnis ausgelöst würde, und mary etzt etwa in England von den Kanzeln oder ^»Amerika am Kaminfeuer Roosevelts davon ‘sprechen würde, daß die bisher so verleumdete Nazi­propaganda also doch die Wahrheit geredet habe. Dort, wo man aus jüdischer Gemein­schaft die bolschewistischen Greueltaten noch laufend durch die sadistischen Pläne zur Aus­rottung des deutschen Volkes ergänzt, haben wir nie eine Einkehr und Einsicht erwartet. Wir wissen, daß die Plutokratien eine Welt ohne Moral und ohne Gewissen bilden und buchen ihr heutiges Schweigen in dieselbe Bilanz, ln der schon ihr Luftterror gegen unsere Städte und Dörfer und die Tiefflieger­mordjagden gegen die deutsche Zivilbevölke­rung verzeichnet stehen.

Wenn wir die bolschewistischen Greuel­taten im Osten erfahren, dann packt uns aber nicht nur namenloses Mitleid mit unse­ren geschändeten und gemordeten Frauen, dann reißt es uns nicht nur am Herzen, wenn wir der brennenden Dörfer und der Massepdepörtation der deutschen Zivilbevöl­kerung nach Sibirien gedenken, dann festigt sich nicht nur unsere Kampfentschlossen­heit zu fanatischer Härte, sondern dann sehen wir auch mit politisch geschultem Auge in allen Taten der'Bolschewisten die Kenn­zeichen ihres politischen Programms, mit dem sie die Welt nach der Aufrichtung ihrer Herrschaft regieren würden. Wir stehen hier vor den Offenbarungen einer uns Europäern völlig fremden Welt. Nehmen wir einmal jen­seits aller nationalen und menschlichen Ab­scheu mit politischer Nüchternheit das Ver­halten der bolschewistischen Soldateska gegenüber der deutschen Frau unter die Lupe. In den bolschewistischen Schändungs­orgien liegt System. In ihnen offenbart sich der Triumph des Steppenmenschen über Europa.

Eine Bolschewistin schrieb einmal in einem

Zunehmende Panzerabschüsse im Westen

Aus dem Führerhauptquartier, 4. Aprü. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Südabschnitt der Ostfront hält der feindliche Druck zwischen der Drau und der oberen -Raab an. Südlich Wien fingen un­sere Truppen die über Baden vorgedrunge­nen Sowjets in erbitterten Kämpfen anf und schossen' zahlreiche Panzer ab. Zwi­schen dem Neusiedler See und der Donau sowie am Verteidigungsring von Preßburg wurden stärkere Angriffe des Gegners nach anfänglichem Geländegewinn zum Stehen ge­bracht. In den kleinen Karpaten und beider­seits der Waag konnten die Bolschewisten unsere Linien an einzelnen Stellen zurück­drücken, wurden im übrigen aber abge- •wiesen. In Oberschlesien vereitelten unsere Divisionen zwischen Loslau und Jägemdorf erneute Durchbruchsversuche des Feindes. Gegen die Festung Breslau setzte der Geg­ner seine Angriffe mit starken Kräften fort. An der Westfront Breslaus eingebrochene Sowjets wurden nach schweren Kämpfen abgeriegelt. An der Westküste der Danziger Bucht stehen unsere Truppen in der Oxhöfter Kämpe und in der westlichen Weichselniederung weiter­hin in schwerem Kampf gegen fortgesetzte starke Angriffe. Nordwestlich Dohlen schei­terten wiederholte Angriffe der Bolsche­wisten.

Im Westen drückten die Engländer unsere Gefechtsvorposten am Waal beiderseits Arn­heim nach schweren Kämpfen auf das nörd­liche Stromufer zurück. An der Ijssel wie im Ranm zwischen Hengelo nnd den nordwest­lichen Ausläufern des Teutoburger Waldes sind heftige Angriffe des Feindes und eigene Gegenangriffe im Gange. Panzergrenadiere: stießen nordwestlich Burgsteinfurt in die

tiefe Flanke des Gegners und vernichteten eine Panzergrappe. In den Straßen von Rheine und Osnabrück „wird gekämpft. Über Herford stießen Panzerspitzen gegen das Ge­biet von Bad Oeynhausen vor, während die Besatzung von Münster dem Feind weiter verbissen Widerstand leistet. Im Nordab­schnitt der Westfront wurden gestern 54 Panzer abgeschossen. An der Sieg wiesen unsere Verbände zahlreiche Angriffe znrück und riegelten einzelne örtliche Einbrüche ab. Auch die am Rothaar-Gebirge angrei­fenden Amerikaner gewannen nur gering­fügig Boden. In Thüringen verteidigen un­sere Besatzungen Eisenach und Meiningen. An ihnen'vorbeistoßend gelangten feindliche Kräfte bis in den Raum von Gotha und Suhl. Die Amerikaner verloren in diesen Kämpfen 23 Panzer. Auch im östlichen Spessart und am Main beiderseits Würzburg wurde die Verteidigung gefestigt. Südlich Ochsenfurt wurde eine schwächere feindliche Panzergrnppe zurückgeworfen. Westlich Wimpfen a. Neckar _ mußte' der Gegner vor den Angriffen unserer Gebirgsjäger zurück­weichen. In der Rheinebene südwestlich Bruchsal blieben seine Angriffe in unserem Abwehrfeuer liegen.

Auf der Landbrücke zwischen der Adria und den Comacchio-See wurden nach star­ken feindlichen Angriffen unsere Stellungen um wenige Küometer an den Kanal bei Porto Garibaldo zurückgenommen.

Anglo-amerikanische Bomberverbände grif­fen gestern Orte im nord- und mitteldeut­schen Raum an und verursachten besonders schwere Schäden in der Stadt Kiel. In der Nacht war der Großraum Berlin das Ziel britischer Bombenangriffe.