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(29.3.1945) 75
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Parleiamillche Tageszeitung

Dd 3 Amtablatt de» Bagtorenden BttrgonnoUtor« der FreUm Han»wtadt Bramen

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliche» VetkQndungablatt des HeicheslaUhaller« tat Oldenburg and Bnno

g.- Kammer 75 15. Jahrgang

Doisnerstag/Freiiag. 29./30. März 1945

Einzelpreis 15 Rpf.

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[nsgehlmRumänien vor?

Drahtbericht unseres Vertreters Stockholm, 28. März.Hinter rumänischen eisernen Vorhang betitelt eine Veröffentlichung des englisch­sten Stockholmer BlattesEx- über die Vorgänge in Sowjet-Ru- Die Informationen seien äußerst jaft, jedoch sei offenbar in Rumänien sehr radikale und wahrscheinlich sehr Jfe'e Umwälzung im Gange. Die Sowjet- i iibe einen immer stärkeren Einfluß Rumänien, wobei die rumänischen iux-isten als politisch treibende Kräfte ätzt werden.

s schwedische Blatt berichtet weiter Grund englischer Berichte, daß die «regierung ihren englischen Ver­ben lediglich über die Notwendigkeit richtet habe, eine Regierungsumbildung iBumänien vorzunehmen. Das Blatt fährt i fort:In Washington und London Zweifel vorhanden, wie weit sich die rumänische Regierung Groza in relnstimmung mit den Grundsätzen be- die auf der Krim-Konferenz festge- »t wurden. Es ist wenig wahrscheinlich, j/S die Sowjets gegenwärtig irgendwelche tfere anglo-amerikanische Prüfung hinter rumänischen eisernen Vorhang zulassen ^fei. Das ist schade, denn dort geht ein ;haiispiel von allergrößtem allgemeinpoliti- Interesse vor sich.

! Attacke gegen Finnland

Stockholm, 28. März. Der Moskauer ler hat die Angriffe gegen die finnische ipolitik, wieder aufgenommen. Es wer- die alten finnischen Parteien angegrif- da die Säuberung des Landes vonfa­ktischen Elementen zu langsam fort- reite. Die unter kommunistischem Einfluß lendedemokratische Union der Völker ilands wird aufgefordert, einen uner- ;hen Kampf für dieDemokratisierung" ilands zu führen. Daß das Wörtchen atisierung soviel wie Vollbolschewisie- be'deutet, das hat die jüngste Vergan- it durch ungezählte Beispiele belegt. Rücktritt Mannerheims vom Amte des ichen Staatspräsidenten ist eine Frage enigen Tagen, wie der aus Finnland gekehrte Sonderberichterstatter von «ens Nyheter mitteilt. Besonders stark der Druck von seiten der Sowjetunion, auf erbe radikaleReinigung dringe. Verrat Mannerheims an Deutschland 30 Al ihn nicht retten, und dies um so weni- > als die Armee völlig entmachtet wird.

^ Tauziehen um die Türkei

iwft ton, 28. März. DieNeue Berner Zeitung reibt unter der ÜberschriftDie Türkei sr Druck, daß der Kreml das Eisen nieden will, solange es heiß ist. Deshalb e er mit der Auf rollung der türkischen lerne nicht gewartet, denn gegenwärtig die Position der Sowjetunion gegenüber Ssgdäbritannien* besonders stark. Moskau die Absicht, der türkischen England- jsBffltierung ein Gegengewicht entgegenzu- wa j len, wenn möglich ein Übergewicht im M einer Ausrichtung der Politik Ankaras ii Osten zu erwirken. Das Seilziehen habe pnen.

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Ergebnisloser Nervenkrieg

Alliierte Panikmache Deutsche Selbstbehauptung Es geht nm alles

Orahtberlcht unserer Berliner Schrlftleitung g. Berlin, 28. März. Der dramatische Höhe­punkt des Krieges, dem wir jetzt entgegen­gehen, bringt auf beiden Seiten eine Steige­rung aller Anstrengungen bis zur äußersten Grenze mit sich. Der Feind hat im Westen nach langer Vorbereitung zur Großoffensive und zum Kampfe um das Rheinland ausge­holt, wobei er das Ziel verfolgt, über den Rhein hinweg in das Ruhrgebiet und in die norddeutsche Tiefebene vorzustoßen. Gleichzeitg hat er weiter im Süden am Main eine zweite Offensive unternommen, mit der er weit in das Innere des Reiches gelangen möchte. Die Tatsachen, die der deutschen Öffentlichkeit aus den amtlichen Berichten bekannt sind, ergeben ein Gesamtbild der Verschärfung unserer Situation in jeder Hin­sicht. Aber damit ist lediglich die Notwendig­keit gegeben, unsere Abwehrtnaßnahmen und die Vorbereitungen für den Gegenschlag, der die Wende dieser Entwicklung bringen muß, noch weiter zu steigern. Im gegnerischen La­ger weiß man sehr genau, daß der Krieg mit den jüngsten Teilerfolgen der Alliierten am Rhein und am Main noch keineswegs gewon­nen ist. Man befindet sich vielmehr in drän­gender Eile, die Operationen weiter voranzu­treiben, weil hinter dieser Entwicklung für die Briten und Amerikaner das Gespenst einer

weiteren Verlängerung des Krieges mit ihren schweren Opfern und mit der wachsenden Gefahr politischer Komplikationen steht.

Deshalb werden von den Alliierten außer den normalen Kampfmitteln jetzt auch an­dere Methoden angewendet, um nicht nur materiell, sondern auch moralisch die eigenen Chancen zu verbessern. Eines dieser Mittel ist die planmäßige Panikmache, die jetzt im Zu­sammenhang mit dem Panzervorstoß am Main betrieben wird. Die Amerikaner schal­ten sich im Rundfunk auf verschiedene deut­sche Wellen ein und erwecken den Anschein, als spreche in diesen Sendungen eine amtliche deutsche Stelle, dabei werden dann Behaup­tungen über die militärische Lage aufgestellt, die nicht der Wahrheit entsprechen und es werden deutsche Städte als angeblich erobert genannt, in die noch kein feindlicher Panzer eingedrungen ist'. Der Zweck dieser Täuschun­gen besteht darin, daß in der deutschen Be­völkerung Unsicherheit und Niedergeschla­genheit hervorgerüfen werden sollen, weil die Amerikaner hoffen, damit den. Widerstand gegen das weitere Vordringen der Alliierten moralisch zu unterhöhlen. ,

Die Alliierten wenden derartige schmäh­liche Methoden an, weil sie sich dazu gezwun­gen sehen, denn- ihre Vorstöße in das Innere

Deutschlands sind für sie natürlich ebenfalls mit einem großen Risiko verbunden. Es ent­stehen dadurch sehr lange rückwärtige Ver­bindungen, die schwer zu schützen sind. Es kommt ihnen deshalb viel darauf an, nicht nur die deutsche Wehrmacht außer Gefecht zu setzen, sondern auch den Abwehrwillen der Bevölkerung zu lähmen. Das gelingt je­doch in keinem Falle. Alle Erfahrungen der letzten Zeit haben gezeigt, daß die deutsche Bevölkerung sich vollkommen darüber klar ist, was gegenwärtig auf dem Spiele steht. Sie weiß, daß es von den amerikanischen, und englischen Soldaten vielleicht nicht den Ge­nickschuß und die Plünderung zu erwarten hat, mit der die Bolschewisten unsere öst­lichen Gaue überfallen haben, aber sie weiß auch, daß die Yankees dort, wo sie bereits eingedrungen sind, Anordnungen erlassen haben, die für die Bevölkerung die schwerste Notlage mit sich bringen. Washington plant den Hungertod für Millionen Deutsche, und sowohl Roosevelt wie Churchill sind damit einverstanden, daß die Versklavungspläne Stalins gegen die deutsche Arbeiterschaft ver­wirklicht werden. Sie sind sogar bereit, der Söwjetregierung die deutschen Gefangenen auszuliefem, die sich in englischer und ame­rikanischer Gewalt befinden.

Sowjefianslurm gegen den Südosten des Reiches

Japan noch sehr stark

lern, 28. März. Vor der Militärkommission : Repräsentantenhauses in Washington * , raten zwei hohe Militärs vor Unterschät- an ' der militärischen Macht Japans. Einer ihnen, Generalmajor Edwards, stellte daß es die USA-Armee bis jetzt an Fronten nur mit 10 v. H. der japani- Armee zu tun gehabt habe. Auch Ge- imajor Henry unterstrich die Notwen- !it der Ausbildung neuer Soldaten. Die it erfordere einen ständigen Ersatz, in USA gebe es gegenwärtig aber nur wenig frontverwendungsfähige Trup- Weiter betont Henry, daß Japan noch stark sei und gegenwärtig eine Million r Soldaten ausbilde. Der Kampfgeist Spanischen Armee sei ungeheuer groß ihre Ausrüstung, ausgezeichnet.

Von unserem militärischen v. W.-Mitarbeiter

Der von einer deutschen Panzerarmee ge­führte starke Gegenangriff Ende Februar hatte die sowjetische Heeresgruppe Tolbu- chin weit nach Oste» bis an die Donau zu­rückgeworfen. Die nördlich davon ope­rierende Heeresgruppe Malinöwski war auf dem Wege über den Gran gepackt und zurückgewieseii worden. Das sowjetische Oberkommando war jedoch nicht gewillt, sich im ungarischen Raume einer Entwicklung zu beugen, die sie yon ihren Zielen, dem deutschen Südosten femhielt. Seit Mitte März hat sich nun die Angriffstätigkeit der Sowjets zwischen Plattensee und Donau systematisch verstärkt. Schon vorher ijpar durch Nachführungen der Widerstand des Gegners gegen unsere Gegenangriffe stärker geworden. Die Aufklärungstätigkeit lebte auf. Am 16. März begann der Feind zu­sammenhängende Vorstöße zwischen Sarviz- Kanal und Velence-See sowie östlich und nördlich Stuhlweißenburg. Sie fanden Fort­setzung nach Norden bis in den Raum von Felsögalla, wo sie sich gegen das Vertes- Gebirge richteten, das auch an seinem Süd­hang bei Mor vom Gegner angefaßt war. Die Schlachtfront breitete sich immer wei­ter aus und griff auch nordwestlich Stuhl- weißenburg auf den Bakony-Wald über. Bald stellte es sich heraus, daß am Schwerpunkt des neuen Ringens nicht weniger als zwan­zig Schützendivisionen und zahlreiche Pan­zerverbände aus dem Vertes-Gebirge nach Nordosten heraustraten, bis sie bei Tata, südöstlich Komorn, zunächst zum Stehen kamen. Zur gleichen Zeit hatte der Gegner aber schon den Bakony-Wald erreicht. Die in Bewegung geratene Front' am Rande des Vertes-Gebirges wurde durch eigene Reser­ven wieder gefestigt. Das war für den Feind ein Zeichen, seine Angriffsrichtung zu ver­ändern, die er nun stark, nach Westen ver­legte. Gegenüber seinem früheren Angriff, der vornehmlich auf Komorn gezielt hatte, war das eine Neuerung. Mit frischen Kräften stieß der Gegner über Varpalota in den Bakony-Wald hinein, wobei ihm unsere

Eine niederschmetternde Bilanz für England

Drahtbericht unseres Vertreters

Genf, 28. März. Auch ein Friede, der n g *®! alliierten Sieg folgen würde, erlöse iari4 nicht von seinem Leiden, schreibt ff: Englische ZeitschriftTruth. Mit ihm e iSffl 91116 im Gegenteil eine, neue Zeit der Sor- : and Nöte, da von dem, was England einst ätsäti "eigen nannte, nichts als Trümmer übrig- : S«; e wen seien. Das britische Volk habe also w; sl< S S Grund, sich auf Riesen Frieden zu f®. aber es müsse versuchen, von den ®*iern soviel als mögüch zu retten und " bereits eine Inventur seiner Verluste zu öfcien, damit, wenn der Friede komme, es Je, auf welcher Grundlage der Neuaufbau ®nen werden könne. Das Ergebnis einer 0 it Inventur sei allerdings zum Ver- -rTi n - °ie britischen Auslandsguthaben f a fast vollständig für die ' Finanzierung

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*® e S l^hen Verbündeten ausnutzten. Die durch

J. [Krieges aufgebräucht worden. .England

;.g, d- if seine Absatzmärkte an Nordamerika est®, (? t6n > dessen Geschäftsleute die Lage des e®'! , een Verbündeten ausnutzten. Die durch krieg dezimierte englische Handels- be müsse, wenn sie die verlorengegan- Position wiedergewinnen wolle, einen xdeiKE® Kampf führen.

ailt^tespieij; Der'durch* dir Luftangriffe ver- tenschrecklichen

____ London habe seine

als Zentrum der internationalen Finanz

ritte*®? 11613schrecklichen Wohnungsnot ttÄ t auf viele Jahre hinaus nicht abgehol- ffi- j(fWen. Selbst das Empire sei nicht mehr le 'n S ten er britischer Besitz, nachdem man J.'rwiderliche Umstände gezwungen &; n Sei > einer fremden Macht strategische r ^ überlassen.

; 5E'i, auf internationalem Gebiet stehe 17 5 rl l ; antüen im Vergleich zur Vorkriegs-

f e °bne Frage schlechter da. England ,r. 5? : iu-L man nicht mehr als Großmacht an.

' - Ifrtir a habe es nichts mehr zu sagen, >, e-Sv* 0 «inst der britische Einfluß vorge- ! ha be, sei die Sowjetunion auf den

ik» 1 " te u, etel b die ihre Fühler bereits weit Kg westen bis ins gaullistische Frankreich »strecke. Außerhalb Eurdpas könne

man den gleichen Prozeß beobachten, nur mit dem Unterschied, daß England dort von den Nordamerikanern verdrängt werde. Großbri­tannien, das den Krieg erklärte, weil es fürch­tete, Deutschland strebe die Alleinherrschaft in Europa an, sehe sich jetzt der bitteren Wahrheit gegenüber, daß es von seinen eige­nen Alliierten regelrecht aus sämtlichen Stel­lungen herausmanövriert werde. Sei diese In­ventur etwa nicht zum Verzweifeln? fragt Truth.

Nordamerikanische Migräne"

ep. Madrid, 28. März. Die Vorgänge in Po­len Rumänien und Bulgarien beunruhigten die Gemüter in den USA. Das Alarmgefühl habe durch die Kündigung des sowjetisch­türkischen Paktes weiter zugenommen, wird der Madrider ZeitungArriba aus New York gekabelt. Dienordamerikanische Migräne könne nicht behoben werden, da die USA- Regierung den sowjetischen Eigenmächtig­keiten gegenüber machtlos sei. Auch der Washingtoner Korrespondent der Zeitung Ya greift das amerikanische Unbehagen nach der Kündigung des Türkenpaktes ohne vorherige ' Unterrichtung Roosevelts und Churchills auf. Nach der Jalta-Konferenz habe man geglaubt, daß die Zeit der über­raschenden einseitigen Beschlüsse durch Moskau ein für allemal beendet sei. Die USA-Öffentlichkeit frage . sich, welchen Schritt Moskau nächstens unternehmen werde. Im allgemeinen befürchtet die USA- Öffentlichkeit drastische sowjetische Forde­rungen an die Türkei. Man nimmt an, daß sich Moskau nicht mit der Internationali- sierung der Meerengen zufrieden geben, son­dern das ausschließliche Recht auf die Dar­danellen und den Bosporus beanspruchen werde. _

Die Spannung ».Sizilien und Mittelitalien hat sich derart zugespitzt, daß dieses unter Bonomi stehende Land am Vorabend eineB Bürgerkrie­ges steht.

Truppen heftigen Widerstand entgegen­setzten. Doch blieb der Feind dabei, daneben auch die alte Angriffsrichtung gegen Ko­morn .beizubehalten. In seinem Hauptstoß, der über Veszorem und Zirc nach Westen führte, hat er mit vorgetriebenem rechten Flügel, die Linie Balatonfüred-Papa erreicht, während sein nördlicher, gegen Komorn ge­richteter Angriff bis Kiber vorgetragen wer­den konnte. Unsere Truppen bezogen daraufhin zwischen Plattensee und Donau am Marcelkanal und an der unteren Raab neue Stellungen. Gyoer (Raab) ist damit in unmittelbare Nähe des Kampffeldes ge­rückt. Auch nördlich der Donau hat der Feind inzwischen am Gran einen Brücken­kopf gebildet, der in Verbindung mit den Kämpfen von Neusohl Ausgangsstellungen zum Angriff gegen die Preßburger Senke schaffen soll.

Die Hauptstoßrichtung zwischen Platten­see und Drau sieht in Raab nicht das end­gültige Ziel. Sie ist ihrer ganzen Struktur nach auf Wien gerichtet. In Gestalt einer Diversion verfolgt der Gegner diesmal eine Operation südlich der Donau, die ihm vor Monaten nördlich der Donau gegen Preßburg

funden. Die von unseren Truppen eingenom­mene Stellung dürfte sich um so eher für einen dauerhaften Widerstand eignen, als die Raab mit . ihrem Lauf auch einen erheblichen Flankenschutz gegen Umfassungen von Sü­den her abgibt.

Die beiden feindlichen Heeresgruppen, die den neuen Stoß gegen den Südosten des Reichs betrieben, könnten vor einem Viertel­jahr ihre Aufgabe nicht durchführen. In den letzten Wochen mußten sie geradezu um ihr Leben kämpfen. Wenn der Feind jetzt wieder die Initiative südlich der Donau ergriffen hat, dazu bestimmt, ihm den Weg in die süd­östlichen Reichsgebiete zu öffnen, der seit alters her entlang der Donau über Preßburg nach Wien führt und sich in den letzten Monaten als fast ungangbar für den Feind erwiesen hat, so stellen die neuen Anstren­gungen Tolbuchins und Malinowskis den wie­derholten Versuch dar, eine neue Bedrohung der deutschen Länder an der Donau zu ver­ursachen'. Daß die Bedrohung schon einmal mit Wucht zerschlagen wurde, dürfte wie ein Warnungszeichen über d^r neuen Operation stehen. In der dem Gegner aufgezwungehen Verzögerung liegt die berechtigte Begrün­dung für den "anfangs genannten Einsatz

zerschlagen worden war. Der feindliche Of- . einer Panzerarmee zum Gegenstoß, der den fensivwille hat in der Widerstandslinie Raab- Sowjets mehr verdarb als nur einen Angriffs- Marcal-Kanal einen ersten Widerstand ge- : plan.

Englische Froniberichie: Deutsche Kampfstimmung

Drahtbericht unseres Vertreters

hw.-Stockholm, 27. März. Feindliche Be­richte und Betrachtungen über die Kriegs­lage im Westen drücken fassungsloses Er­staunen aus, wie die deutschen Soldaten und die deutsche Zivilbevölkerung auch weiter überzeugt in der Treue zum Führer und an den- Glauben an den Endsieg festhalten. Durch nichts seien sie zu erschüttern und trotz der jetzigen schweren Krise würden keinerlei Zeichen für einen Zusammenbruch sichtbar; Englisch-amerikanische Frontkor­respondenten melden, die Deutschen, mit denen sie gesprochen hätten, zeigten durch­weg, wie tief sie von der nationalsozialisti­schen Lehre durchdrungen seien. Vielfach wird auch erwähnt, wie sehr die Terrorbom­bardements und die damit verbundenen Ver­luste an Habe und Angehörigen eine Kampf­stimmung bewirkt haben, die vor nichts mehr zurückschrecke. Mit besonderem Respekt werden junge Fallschirmjäger und Panzer­grenadiere erwähnt, von denen ein englischer Offizier erklärt: Die wildesten Berserker, die wir je erlebt haben. Sie kämpfen wie die Be­sessenen. Die englischen Frontberichte die Amerikaner dürfen zu diesem Thema nichts sagen deuten auch immer wieder von neuem auf schwere Verluste der Angreifer hin. Sie erinnern die eigene Öffentlichkeit mit Nachdruck daran, daß Erfolge nicht nur mit großen Schwierigkeiten bezahlt werden müssen, sondern vor allem mit Blut.

Ein großer Teil der englisch-amerikanischen Öffentlichkeit lebt dennoch in einem wahren Illusionstaumel, der natürlich ans agitato­rischen Gründen mit Nachdruck auf die Neutralen übertragen wird. Daher warnen manche offiziellen Stellen in London vor übertriebenen Erwartungen. Sie weisen darauf hin, daß es bisher nicht gelungen sei, an die V-Basen heranzukommen, an deren Erobe­rung und Besitz den Engländern besonders viel liegt. Man habe sogar den Eindruck, daß sie weit hinter der Front im eigentliche» Deutschland zn suchen seien. Auch andere englische Stimmen warnen vor Überraschun­gen auf dem Gebiete der V-Waffen oder der allgemeinen deutschen Strategie.

Sie behandeln ferner heikle politische The­men, die England nach Möglichkeit sonst gern außer acht zu lassen versucht. Der .Daily Telegraph fragt sorgenvoll, wie solle verhindert werden, daß die europäische Be­völkerung im Elend versinke? In der ganzen Welt herrsche jetzt Lebensmittelmangel und Tonnageknappheit. Es wäre töricht zu über­sehen, was für Schwierigkeiten noch kommen. Auch dieYorkshire Post ist auf einmal in solche Gedankengänge verfallen. Gewisse Schwierigkeiten seien nicht zu umgehen. Ein vollkommen zerstörtes Mitteleuropa könne .ein politischer und sozialer Krankheitsherd i'werden, der ansteckend für alle sein könne.

Solche Betrachtungen hätten die Englän­der vor ihren verbrecherischen Terror­bombardierungen und dem bolschewistischen Bündnis gegen Europa anstellen müssen. Heute müssen sie fürchten, daß der Strudel, in dem sie Europa zu stürzen suchen, sie selbst erfaßt.

Im Zeichen der U-Bool-Geiahr

ep. Stockholm, 28. März. Von Dienstag ab wurden in England die Kriegsrisiko-Ver­sicherungsprämien für Verschiffungen nach verschiedenen Ländern erhöht. Für Sendun­gen nach Portugal beträgt der Prämiensatz von diesem Zeitpunkt an 3,5 v. H. (bisher 2,5 v. H.), nach der afrikanischen Westküste ebenfalls 3,5 v. H. (gegen bisher 2,5 v. H.).

Probe der Siaadhafiigkett

Von SA.-Obergruppenführer Herzog

In der jedes Haus, jeden Keller und jede Ruine erbittert verteidigen­den Festung Breslau ist SA.-Ober- gruppenführer Herzog von Gauleiter Hanke mit der Führung des Volks-- sturmes und weiteren organisatori­schen Aufgaben der Verteidigung be­auftragt.

Mit dem Heranfluten des Feindes an den Gau Niederschiesien und seine Hauptstadt erhob sich die bolschewistische Gefahr ln ihrer ganzen Bedeutung vor den Augen der schlesischen Bevölkerung. Diese Stunde fand ein hartes Geschlecht. Trotz der Tatsache, daß die Wogen des Krieges auch im zweiten Weltkrieg vorher unserer Heimat ferngeblie­ben waren, ist doch die alte Tradition der friderizianischen Zeit und der Befreiungs­kriege erhaltengeblieben. Man hatte sich in guten Zeiten oft daran erinnert und war stolz darauf gewesen, daß hier die nationale Erhebung gegen die Herrschaft des Korsen ihren Anfang genommen hat, daß hier das Eiserne Kreuz als Wahrzeichen des Helden­tums unserer Väter und unserer Zeit gestif­tet war. Man hätte in Feierstunden des Sie­ges hei Wahlstadt über die asiatischen Step­penvölker gedacht, und man hatte sich vor allen Dingen mit Stolz der Tatsache ge­rühmt, daß die Taten Friedrichs des Großen und sein Ruhm sich auf den Kampf um Schlesien gründeten und damit den entschei­denden Faktor für die Größe Preußens und dadurch auch Deutschlands schufen. Nun­mehr aber zeigt es sich im Kampf um Bres­lau, daß diese Erinnerungen aus guten Zei­ten nicht nur nationalverbrämte bürgerliche Gesten waren, sondern der Ausdruck einer inneren charakterlichen Haltung. -

Die Breslauer sahen sich ihren Führer, der als Gauleiter bisher schon ihren Herzen als geborener Schlesier nahestand, an, und fanden ihn erprobt. Als alter Nationalsozialist und langjähriger Mitarbeiter von Dr. Goebbels, so­wie als Offizier dieses Krieges kam er aus einer Schule, die ihre Worte auch in Taten umzusetzen pflegt. Als sein unumstößlicher Wille, die Hauptstadt bis' zum äußersten zu verteidigen, zum Ausdruck kam, folgte ihm die ganze Bevölkerui^r des Gaues aus leiden- schaftiichem Üerzen. fimpfänglicK für das' Gefühl der Ehre und die Gebote des Schick­salskampfes auf Leben und Tod wollten sie unter keinen Umständen die Heimat und den Mann im Stich lassen und enttäuschen, der als Statthalter des Führers, in diesem Gau nicht nur . durch die Mobilisierung des Volks­sturmes, durch Einsatz der gesamten Partei­organisation vom Hoheitsträger über die Glie­derungsführer alle verfügbaren Kräfte in Be­wegung setzte, sondern auch sich selbst an den gefährdetsten Punkt stellte und an der Spitze der eingeschlossenen Festung Breslau dem anstürmenden Feind trotzt. Alle nach Lage der Sache möglichen Maßnahmen waren vom Gauleiter zur Rückführung der für die Verteidigung nicht verwendbaren Bevölke­rungsteile getroffen, und zum Schutze der ab- fließenden Frauen und Kinder war dem Feind ein wilder Widerstandswille entgegengesetzt worden, der ihm empfindliche Verluste zuge­fügt hat. i

In seiner Eigenschaft als Reichsverteidi­gungskommissar betraute mich der Gauleiter mit der Durchführung von für die Verteidi­gung notwendigen Maßnahmen und dem Auf; bau des Volkssturmes; damit war für mich und meine Männer eine verantwortungsvolle wie auch ehrenvollste Aufgabe gegeben. Ge­treu der Tradition der Kampfzeit wurde diese Aufgabe mit fanatischem Willen im Zusam­menwirken aller Kräfte der Partei durchge­führt. So wurden Partei und Wehrmacht ein einheitlicher Block im Kampf um die Festung Breslau und die Freiheit unseres Volkes. Die im Kampf erzielten Ergebnisse werden einst

Feindliche Panzerraids unter Kontrolle

Drahtbericht unserer Berliner Schriitleltung

g. Berlin;' 28. März. Mit starken Übertrei­bungen versucht die feindliche Propaganda jetzt die ersten Ergebnisse der Offensive am Rhein und am Main gewaltig aufzubauschen. Die Tatsachen, um die es sich handelt, sind der deutschen Öffentlichkeit aus unseren Wehrmachtberichten bekannt, in denen nichts beschönigt wird. Diese Tatsachen sind ernst genug, um jedem die Notwendigkeit der ener­gischsten Gegenmaßnahmen klar werden zu lassen. Dem Gegner genügen aber in propa­gandistischer Hinsicht seine eigenen Erfolge offenbar noch nicht, denn er stellt Behaup­tungen auf, die weit übertrieben sind. In Wirklichkeit ist es den Engländern auch am vierten Tage ihres Großangriffes am Nieder­rhein noch nicht gelungen, einen wirklichen Durchbruch zu erzielen. Alle Bemühungen in dieser Richtung sind auch gestern wieder ge­scheitert. Am weitesten waren die feindlichen Panzerspitzen am Main und im Westerwald vorgedrungen.

Dort ist es uns inzwischen gelungen, diese Bewegungen wieder unter unsere militärische Kontrolle zu bringen. Infolgedessen hat sich das Gesamtbild sowohl am Niederrhein wie auf den weiter südlich gelegenen Kampfplätzen im Vergleich zum Vortage nur wenig geän­dert. Allerdings sind die Amerikaner über das Mainknie bei Lohr noch ein Stück weiter nach Osten vorgedrungen, und in der oberrheini­schen Tiefebene haben sich die Kämpfe öst­lich von Worms bis an die Bergstraße mit den bekannten Orten Weinheim, Benzheim her- angezogen. Was an feindlichen Nachrichten über Würzburg oder Nürnberg behauptet wird,

nämlich die angebliche starke Annäherung an diese Städte, hat sich als ausgesprochene Falschmeldung herausgestellt.

Im Spessart vernichtet

Berlin, 28 März. Mit der Vernichtung der im Spessart über Lohr bis Gemünden vorge­prellten nordamerikanischen Panzergruppe am Dienstagnachmittag und in den -heutigen Morgenstunden, sowie durch die Abriegelung der feindlichen Übersetzstellen ist der Main bei Hanau und Aschaffenburg wieder zur Hauptkampflinie geworden.

Eisenhöwer dämpft

Stockholm, 28. März. In die übertrie­benen Schilderungen anglo-amerikanischer Kriegskorrespondenten von der Westfront mischt sich jetzt schon manche Stimme''aus London und Washington, die zur Vorsicht und Mäßigung mahnt und die Stärke der Widerstandskraft des deutschen Volkes und seiner Soldaten hervorhebt. Auch General Eisenhöwer sah sich jezt, wieStockholms Tidnmgen meldet, zu der Feststellung ge- nötigt,daß nur ein vorläufiger Erfolg er- rungen sei und daß man vor übertriebenem Optimismus warnen müsse. *

Eichenlaub verliehen

Föhrerhauptquartier, 28 . März. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Kuno von. Meyer, Kommandeur eines Panzerregi­ments, an Major Ernst-Georg Kedzia, Kampf- Kommandanten von Fürstenberg/Oder, und an Oberleutnant Walter Prüß, Kampaniechef ln einem Hamburger Grenadierregiment (motj.