k öra^j
*eluug,
f'heim
.«W»
neint 6maJ wöchentlich
Mona tsbezug 2,30 RM elnschl. ZusteU- gebUBr; postbezugspreis monatlich 2 30 RM (elnschl. 18 Rpl Post- zeltungsgebühr) zuzügi 36 Rpl Bestellgeld Postscheck: Hamburg 112 72. Anzel genpreise unö Aulnahmebedin- gjmgen laut Preisliste. Aulnahme- termlne ohne Verbindlichkeit
Geschäf tsstelle
m
:ung s
«zahlt.# r einen
“““8 tj« W.
Parteiamtliche Tageszeitung
j)as Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Bremen
^Bremer 9ladjnd|teit
Bremen: Geschäftsstelle and Schrift* leitung: Geeren 6-8, Ruf tags und nachts unter Sammelnummer 219 31; Syke: Mühlendamm 2; Bremen-Hemelingen: Bahnhofsfr. 6, Ecke Poststraße» Ruf 4 34 58; Bremen-Vegesack: Rohrstr 24« Ruf 4 und 8; Bremen-Blumenthal: Kapit.-Baflmann-Str. 41-43. Ruf 88 u. 89
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichssfatthaltero in Oldenburg und Bremen
Nummer 53 15. Jahrgang
Sonnabend/Sonnlag, 3./4. März 1945
Einzelpreis 15 Rpf.
‘Krieg;, en i id t,
»tat
*restej. 'ton % : der % a feönua atwetS
>rige
a«r, »s,
tzuag (ans &&
taitiHg i t in Sul» asafeva» S stellt 4 io Staat# ienoipn chtvert stellt igsauen in Zucht
Unsere Antwort: Kampf bis aufs Messer!
Bibbentrop zur Churchill-Rede
Berlin, 2. März. Der Reichsaußenminister 'wurde , von einem Vertreter des Deutschen „Vachrichtenbüros nach seinem Eindruck über jje Churchili-Rede und seine Poien-Erklä- rtmg im Unterhaus befragt. Ribbentrop sagte: Das ist die Schwächste .Verteidigungsrede, die wir bisher von Herrn Churchill gesehen haben. Für Polens „Freiheit“ hat England angeblich an Deutschland den Krieg erklärt, jetzt hat Churchill der Einverleibung Polens in die Sowjetunion zugestimmt. Alle Reden, Erklärungen und Beschwörungen des britischen Ministerpräsidenten vor seinem Parlament können diese Tatsache nicht aus der Welt schaffen. Jedes Gerede in England und Amerika über ein „freies, unabhängiges, demokratisches“ Polen, seine Grenzen usw/ist jetzt nichts mehr als blauer Dunst. Man kann sich lebhaft 'die Genugtuung Stalins vorstellen, als Churchill und Roosevelt in Jalta die zukünftige Einrichtung dieser pol
nischen Sowjetrepublik hinnehmen und für die Spiegelfechterei angeblicher Grenzkonzes- sibnen im Osten sogar ihre Zustimmung dazu geben mußten, daß - die Westgrenzen der neuen polnischen Sowjetrepublik und damit der UdSSR, von Stalins Lubliner Komitee selbst bestimmt werden könnten. Sicher wäre dies die bequemste Art für den Kreml, sich die deutschen Ostprovinzen einzuverleiben.
Nach dem übrigen Inhalt der Rede Churchills befragt, erwiderte der Außenminister, es sei ihm nur aufgefallen, in welch geradezu beschwörender Form Herr Churchill versucht, das britische Parlament von der Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit der Sowjets zu überzeugen. „Anscheinend“, sagte der Außenminister, „ist Herrn Churchill 'aber hierbei nicht recht wohl.“ Er sagt, das Schicksal der Menschheit sei dunkel, wenn eine neue Umwälzung von unfaßbarer Gewalt in- der Welt das vernichte, was von Werten und Freiheiten den Menschen geblieben sei. Hat
Herr Churchill das wahre Ziel des Bolschewismus nun doch durchschaut? Erkennt er, daß nach Erledigung des Polen-Problems die Sowjets durch ihre furchtbare Ausrottungspolitik in den deutschen Ostseeprovinzen bereits den nächsten Schritt einer Erweiterung ihrer Macht nach Westen vorbereiten und fürchtet er, daß das englische Parlament zu ahnen beginnt, in welche verhängnisvolle Lage England iund sein Imperium ‘ geraten würden, wenp die Deutsche Wehrmacht die ^bolschewistische Flut nicht zum' Stehen brächte? Aber was Herr Churchill auch denken und sagen mag, diplomatisch hat der bolschewistische Bär die britische Bulldogge bereits fest in seinen Klauen.
Was die Ausführungen des Herrn Churchill über Deutschland angeht, über den Wunschtraum der Zerstückelung unseres Landes, Vernichtung unserer Industrie, Versklavung und Ausrottung des deutschen Volkes, so sind uns diese von ebenso großem Haß wie geringer Staatskunst diktierten Pläne nur allzu bekannt, .die Antwort hierauf bleibt daher auch immer die gleiche: „Kampf bis aufs Messer.“
Deutscher Widerstund an der Westfront ungebrochen
sie Rubel
Eigener Drahtbericht Berlin, 2. März. Trotz der Gelände- gninne, die der Feind im Westen erzielen &es ta [tonnte, sind sich selbst die englischen und tmerikanischen Kriegsberichter darüber einig, daß der deutsche Widerstand an der ganzen gte SMiiliVestfront ungebrochen ist und daß die deut- ibatsctuffschen Soldaten Wunder an -Tapferkeit voll- asemiMjrjngen. Dies sind Feststellungen, die sehr aentimifwesentlich sind, denn aus ihnen geht hervor, vas wir auch aus den uns vorliegenden Nachrichten bemerken \können: Die Front im Westen mußte wohl an wichtigen Stellen lurückgenommen werden, jedoch kann von einer Zerschlagung der deutschen Front keine sEede sein.
J Auch die gestrigen militärischen Ereignisse rhärten diesen Tatbestand, Der Feind, hat feiten, alan der ganzen Front seinen Druck gesteigert, n ist liie Insbesondere die kanadische Armee hat zwi- rorgel stspien Niederhein und Maas nach einem itündigen Trommelfeuer neue Angriffe vor- äragen, die jedoch in neuen Frontstellungen gefangen werden konnten. An der nord- erikanischen Front gelangen dem Feind ebenfalls Bodengewinne. Es gelang ihm, an tan linken Flügel in schweren Kämpfen (flieh und südöstlich von Rheydt bis in den und Erdet Baum von Neuß vorzudringen. Die deutsche nenwächj er gleit®
Zart mi die StB in S®> leise »i i, weil*
Führung hat gegen diesen Keil Gegenangriffe angesetzt, die zur Zeit noch im Gange sind. Am Erftabschnitt konnte der Gegner einen Brückenkopf bei Bergheim bilden, jedoch wurden Vorstöße aus dem Brückenkopf heraus abgewiesen. Heftige Kämpfe spielen sich auch auf der Straße Düren—Köln ab. Die Plankenoperationen im Raum Bitburg ließen gestern an Intensivität nach, dagegen konnte der Gegner an der unteren Saar 'bis an den Ostrand von Trier vorstoßen.
Im Osten liegt der Schwerpunkt der gegnerischen Angriffe in der Hauptsache in
Pommern. Die Kämpfe stehen im Zusammenhang mit dem Bestreben der Sowjets, ihren nördlichen Flügel auf die Höhe der mittleren Oderfront vorzuziehen. Von der übrigen Ostfront sind die hohen PanzTerverluste der Söwjets bemerkenswert, die sie nordwestlich von Lauban erlitten haben. Ebenso wieder die Tatsache, daß alle Angriffe in Ostpreußen von den verbissen kämpfenden deutschen Truppen abgewiesen wurden. Besonders stark, war wieder der Einsatz der . deutschen.. Schlachtflieger, die allein bei Rummelsburg 44 Panzer abschossen.
Von der anderen Seite gesehen
Von Erich Beck
Die beiden westlichen Hauptkriegsverbrecher, Churchill und Roosevelt, haben unmittelbar nach ihrer Rückkehr von der Krim Reden gehalten, in denen sie versuchen, ihren Völkern das Ergebnis der Jalta-Konferenz plausibel zu machen. Es' handelt sich dabei' um den üblichen Phrasendrusch, mit dem seit jeher sogenannte demokratische Regierungschefs ihren Zuhörern Sand' in die Augen zu streuen pflegen. Es' sind Haßausbrüche und beschönigende Redensarten, die in ihrem wilden Durcheinander so etwas wie eine staats- männische. Leistung vortäuschen sollen und die in Wirklichkeit doch nichts anderes sind als ein kaum noch zu überbietendes Abreagieren widerlicher Vernichtungskompiexe. Sie alle haben indessen den einen Fehler, daß sie-an dem Wesentlichen Vorbeigehen, an der Tatsache des unerschütterten deutschen Widerstands- und Kampfwillens und an der Unmöglichkeit, ihn jemals zu brechen. Und wenn darum Roosevelt in seinem Bericht an den Kongreß erklärt, man müsse Deutschland „so schnell wie möglich und mit den geringsten Verlusten an alliierten Soldaten“ niederzwingen, so hat er damit nicht nur den wunden Punkt des ganzen Problems aufgezeigt, sondern zugleich unbewußt angedeutet, daß darin auch die ganze Hohlheit seiner gesamten Beweisführung zum Ausdruck kommt. Denn weder’wird er Deutschland so „schnell“, wie das für ihn notwendig geworden ist, besiegen gönnen; noch werden die Verluste so gering sein, daß sie. das amerikanische Volk auf die Dauer ertragen könnte.
Beide, Roosevelt.wie .Churchill, scheinen, zü glauben, wir wüßten nicht, was hinter ihren Kulissen vor sich geht. England und die Ver-
Zunehmende Versenkungen an feindlichem Schiffsraum
■schneiten in Blase-
um bückt npem die
Elf ner- Drahtberieht
rd. Berlin, 2. März. Im Februar haben die Versenkungen an feindlichem Schiffsraum gegenüber dem Januar erheblich zugenommen. Uber 288 000 BRT.. an feindlichen Nachschubschiffen wurden von der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe versenkt, nachdem es im Januar 179 000 BRT. gewesen waren. Es kommen weitere 75 000 BRT. an Handelsschiffen hinzu, die von deutschen Torpedos getroffen und sicherlich zum größ-
,Die Deutschen kämpfen geradezu besessen'
Drahtberfcht unseres Vertreters osch. Bern,'2. März. Nach den Erklärungen tachills hatten sich die Alliierten abermals i« den Verlauf des Krieges getäuscht und 4t Zeitdauer falsch eingeschätzt. An der tfetfront .glaubten sie, den Höhepunkt des Krieges schon vor Monaten überschritten zu taten. Statt einer Höhepunktperiode jedoch, nie sich allmählich abschwäshen werde, kam oan von einem Höhepunkt in den anderen. Churchill, 'Roosevelt, jüsenhowfer und Mont- gomery hatten sich anscheinend eingebildet, ins Erscheinen ihrer Truppen vor der West- grenze des Reiches genüge, um Deutschland W Niederlegung der Waffen zu zwingen Die späte Einsicht Churchills wird von einer Reihe anglo-amerikanischer und neutraler Weile über die Härte und Unerbittlichkeit der Kämpfe begleitet. In London rät man, nicht die Schwierigkeiten zu unterschätzen, the sich „auf dem Wege zum Rhein“ anhäufen. Der britische Realismus habe keine Veranlassung, die militärische Fähigkeit der Deutschen zu unterschätzen, und amerikanische Beobachter fügen-hinzu, die deutschen 'ruppe'n seien nicht nur kampfbereit, sondern auch physisch in vortrefflicher Verfas- sung.
pas deutsche Artilleriefeuer, dem die britischen und kanadischen Truppen an der Westfront jetzt begegnen, übersteige alles «sher Dagewesene, schreibt der Kriegskorrespondent des ,.Daily Mirror“. Gleichzeitig mit tesejn Massenbeschuß träfen die Angloamerikaner auf den denkbar zähesten Wider- ÄnWg -siand der deutschen Bodentruppen. Die
Still*
refetor bei eie en An?
niversiti
J ockenZ rektor E
nbH., t;
reignWjf Seerent M011< 1 een beß
uptscWe,
k i®;
Nr. * BreO*
gs
irum
0
ltuneȣ
Die 00
Pi« 1 J!
«■Ä
9.15.
10 u «£" IB1 «fe ßr.-L
5SS
so““'!»!
LlW"
Sc-daten der dort eingesetzten Divisionen !r ;tn junge, vorzüglich ausgebildete, fana- Usche und disziplinierte, Kämpfer. England [phe nicht nach Dünkirchen kapituliert, die et Union nicht- nach Leningrad, warum . j' 30 sollte das Reich fallen? Das sei ihre Ein- Sw 0 ! sie kämpften hart und-mutig, wejl
- '*”*'■ : | e unerschütterlich an ,den deutschen End- s:e S glaubten.
.-•Rür jeden deutschen Gefangenen müssen 53 ’ eüien toten amerikanischen Soldaten PKhnai. Das ist der Austausch, zu dem wir in 5: n unglaublich harten Kämpfen an der estfront gezwungen sind“. Dies berichtet „ er Eriegskorrespondent der United Preß in i. ‘-„Sj S; Washingtoner - „Daily News“. Es sei ein sl * j,V | ■"Ju'verer Irrtum, so sagt er, zu glauben, daß ? gjoä. * 1 hf® den Sieg durch verschwenderische Aus- von Munition gewinnen könne. Leider
ISi-f.
450* *
;cb
19« k
-Einheiten deutsche’ Dörfer eroberten Bilder, auf welchen USA-Soldaten ein
paar deutsche Gefangene einbringen, erzeugten in der Bevölkerung der USA eine große Verwirrung. Die Politik des anglo-amerika- nischen Hauptquartiers, nur Bravourgeschichten durchzul^ssen und die Meldungen über die täglichen schweren Verluste zu unterdrücken, bringe die Beurteilung der Kriegslage völlig aus dem Gleichgewicht, Die Tragödie liege so, daß die deutschen Gefangenen nach dem Kriege lebend zurücfckehren, während die Blüte' der amerikanischen Jugend in Lazarettschiffen oeftr Särgen in die Heimat zurückgeholt werden müsse.
Das Londoner Nachrichtenbüro Exchange hebt in seinem Bericht von der Westfront die unerhörte Widerstandskraft der -deutschen Infanterie hervor, die nach Aussagen eines kanadischen Frontoffiziers geradezu „besessen“ kämpfen. Ein Reuterkorrespondent, der sich bei der 1. kanadischen Armee befindet, widmet einen ganzen Bericht dem bewundernswerten, unbeugsamen Kampfwillen der deutschen Soldaten. So erzählt er von einem kleinen deutschen Verband, der sich 48 Stunden lang ohne zu wanken gegen die volle Wucht der kanadischen Armee mit einer •Standhaftigkeit verteidigt habe, die ohnegleichen sei. Was auch die Anglo-Amerikaner an Panzern, Geschützen, Flugzeugen und Soldaten den deutschen Truppen entgegensetzten, stets hielten die deutschen Einheiten stand. Der fanatische Mut der Deutschen sei der Hauptgrund dafür, daß die starken angfc- amerikanischen Infanterie- und Panzerverbände immer wieder zum Stehen gezwungen werden. Der Bericht schließt mit der Aussage eines kanadischen-Offiziers, der erklärte: „Die Deutschen kämpfen wie die Wahnsinnigen. Man könnte nicht sagen, daß sie zuviele sind, aber es ist die Art und Weise, wie, sie kämpfen.“
Sfimsön warnt
Drahtbericht unseres Vertreters hw. Stockholm, 2. März. Der USA-Kriegs- minister Stim§on erklärte Wir Kriegslage im Westen, man müsse sich bei der jetzigen Schlacht vor Köln darüber im klaren sein, daß es die deutsche Kriegführung stets verstanden habe, in schwierigen Situationen eine neue Abwehrlinie zu errichten. Der amerikanische Minister betonte, daß die deutsche Kampfmoral ungebrochen sei und daß der deutsche Soldat weiter genau so fanatisch kämpfe wie bisher. Der amerikanische Kriegsminister, der gleichzeitig eine bedeutende Zunahme der Verluste der eigenen Truppen bekannt gab. wo”te rr ! t di-un Hinweisen offensichtlich c-v.-r” reuen Illüsionsmache entgegentreten die von der jüdischen Presse in den letzten Tagen betrieben wurde.
ten Teil ebenfalls gesunken sind, obwohl der Untergang nicht beobachtet werden konnte. Auch heute werden die deutschen Versenkungsziffern mit vorsichtiger Zurückhaltung gemeldet, sb daß die feindlichen Verluste wesentlich höher sind, als die deutschen Meldungen es besagen. «
Die sorgenvollen Geständnisse, die Churchill in seiner letzten Unterhausrede -über die Schiffahrtslage gemacht hat, zeugen davon, daß die Versenkungen den Anglo-Amerikanern gerade jetzt sehr unangenehm sind. Churchill und Roosevelt hatten die deutschen U-Boote längst totgesagt, aber seit sie den peuen Lüftmast benutzen, haben sie' dem Feind wieder schweren Schaden zugefügt. Seit Anfang Dezember haben die U-Boote bereits' über eine halbe Million BRT. an Schiffsraum und zahlreiche Sicherungsfahrzeuge torpediert. Der Feind erkennt daraus mit Beunruhigung, daß die deutsche Seekriegführung wieder im Angriff 'ist. Außer den U-Booten haben auch die Schnellboote, die Kleinkampfmittel der Kriegsmarine und die Torpedoflieger der feindlichen Schiffahrt empfindliche Verluste beigebracht. Diese deutsche Aktivität in der Schlacht auf den Ozeanen kommt für den Feind in einem Zeitpunkt, in dem, um Churchills Worte zu gebrauchen, die „Transportlage äußerst angespannt“ ist. Die Engländer und Nordamerikaner haben nämlich nicht nur für die Westfront und für die Versorgung der Sowjets besonders viel Schiffsraum anläßlich der schweren Landkämpfe aufzubringen, sondern müssen auch im Pazifikkrieg, wie Churchill gestand, jetzt mehr Schiffsraum ein- setzen als sie erwartet hatten.
Die Anforderungen des europäischen Und .pazifischen Krieges an die Tonnage überschneiden sich. Auch der von den Anglo-Amerikanern gewählte Ausweg, die besetzten Gebiete der angeblich von ihnen „befreiten“ europäischen Länder hungern zu lassen, hat
die Scfiiffsräümhöt des Feindes "nicht beseitigt. Noch immer trägt die feindliche Schiffahrt trotz der vielen Neubauten schwer an der drückenden Hypothek, die ihr durch die bisherige Versenkung von über 30 000 000 BRT. auferlegt worden ist. Um so wirksamer ist die wachsende deutsche Aktivität im Kampf gegen die feindliche Schiffahrt, die unseren Feinden zugleich bezeugt, daß in deutschen Seeleuten und Soldaten der alte Angriffsgeist lebendig Ist.
Tronsporlstrafegie im Engpaß
Drahtbericht unseres Vertreters
hwi Stockholm, 2. März. Die vom .Wehrmachtbericht mitgeteilten bedeutenden Erfolge deutscher U-Boote im Februar werden in sparsamen Rationen jetzt auch vom Feind übernommen. In einem Bericht über Roose- velts Heimkehr durch den Atlantik wird erwähnt,' daß sein Kreuzer direkt durch die „von U-Booten gespickten“ Gewässer bei Gibraltar gelaufen sei, in denen Tags zuvor zwei Schiffe aus einem Geleitzug versenkt worden seien.
Außer solchen gelegentlichen Erwähnungen werden die neuen Schiffsverluste der Alliierten amtlich nicht zugegeben, und zwar im Hinblick auf die ohnehin sehr angespannte Tonnagelage'. Es hat in den USA, wie schwedische Meldungen besagen, Überraschung und unliebsames Aufsehen hervorgerufen, daß Churchill in «einer Unterhausrede über die Beratungen mit- Roosevelt nach der Konferenz von Jalta den x Tatbestand einer bedenklichen Schiffsraumknappheit derart offen zugab. Dieses Eingeständnis erfolgte freilich nur, weil Churchill England von der Schuld für den Hunger in den englisch-amerikanisch besetzten Gebieten reinwaschen wollte. Es zeigt jedoch den Engpaß, in dem sich die Transportstrategie der Alliierten gegenwärtig befindet. , »
Britisches Urieil über den Bolschewismus
Genf, 2. März. Die barbarische Brutalität der griechischen Kommunisten ist zwar von Churchill verdammt worden, aber — so fragt „Weekly Review“ — warum hat er nur sie vor der Weltöffentlichkeit angeprangert, da sich doch in jedem Lande, in dem die Bolschewisten auf Befehl Moskaus aktiv wurden, „ihr tierisches Wesen“ offenbarte, so in Finnland, den baltischen Staaten, Rumänien, Bulgarien, Polen, Ungarn, Italien, Belgien und Frankreich.
Das dürfte Herrn Churchill keineswegs unbekannt sein. „Der Kommunismus verdirbt die Seele eines Volkes; im Frieden bringt er Hunger und Elend, im Kriege erweist er sich als gemein und roh.“ Diese Worte stammen aus der Churchill-Rede vom Januar 1940. Die tatsächlichen Ereignisse in den von den Alliierten „befreiten“ Ländern bestätigen nur ihre Richtigkeit. Massenmordung, Enteignung seien Mittel, die die Bolschewisten überall anwendeten. Die Massengräber der polnischen Offiziere im Wald von Katyn, die Ermordung von 114 Gewerkschaftlern in Griechenland, die Verschleppung von i 1 - Millionen polnischer Männer, Frauen und Kinder, die Requirierung der Nahrungsmittel und die Verschleppung ganzer Industrieanlagen in Gebieten, die die Sowjets besetzen — dies sei
nur eine kleine Auswahl der Beweisliste vom Vorgehen der Bolschewisten, die sich unendlich verlängern ließe.
England sehe diesem Treiben unberührt zu und habe nur in Griechenland eingegriffen, well dort seine Interessen auf dem Spiele standen. In Teheran sei seinerzeit beschlossen worden, Europa in Interessensphären einzuteilen. Jetzt, wo die USA darauf verzichteten, gegen die sowjetischen Absichten Einspruch zu erheben, sei die Lage Großbritanniens noch erschwert. „Wo steht England eigentlich?“ Eine Antwort auf diese Frage sei notwendiger denn je, da sich offenbar fiie Voraussagen Smuts’ vom roten Koloß, 'der Europa überrenne, bewahrheiteten..
Man muß sich klar sein, ^iaß es sich hier um eine vereinzelte britische Stimme handelt. Die Tatsache aber, daß der Bolschewismus in dem in Sowjetfreundschaft machenden Britannien so scharf gebrandmarkt wird, läßt darauf schließen, daß es auch in England Kreise gibt, die ihre Augen vor der ungeheuren Gefahr des Bolschewismus nicht verschließen.
In Griechenland kam es am Donnerstag nordwestlich von Athen zu neuen Schießereien, bei denen mehrere Personen verletzt oder verwundet würden.
einigten Staaten sind so kriegsmüde wie nur denkbar, und alle Beobachter des englischen wie des amerikanischen Lebens sind übereinstimmend der Auffassung, daß in beiden Ländern den Menschen auch nur der Gedanke an den Krieg „bis zum Halse steht“ und daß es darum in der Tat für die regierenden Herrschaften nur eine einzige Aufgabe gibt, den Krieg „möglichst sofort“ zu beenden, und das ganz besonders unter dem Eindruck der Verhandlungen von Jalta, die mehr als jemals zuvor die totale Verworrenheit der politischen Situation auf der Gegenseite gezeigt haben. Das kann man uns ja nun wirklich nicht mehr weismachen, daß zwischen England und den Vereinigten Staaten auf der einen Seite und Sowjetrußland auf der anderen eitel Freundschaft herrsche. Schließlich hat in Washington und in London selbst der Dümmste gemerkt, was los ist. „Ist sich das britische Volk eigentlich über die Bedeutung der politischen Unruhe auf dem Kontinent klar und weiter darüber, daß sie sich auch in England selbst früher oder später ereignen kann?“ fragt die Zeitschrift „Truth“ und antwortet: „Mit-Ausnahme unserer eigenen Partisanen, die Morgenluft wittern, sind wir anderen fast alle geneigt, sie weniger tragisch zu nehmen, als sie tatsächlich sind.“ Gewiß, fährt „Truth“ fort, England habe sich schon «)ft im Laufe ■ seiner Geschichte aus den verzweifelten Situationen ohne allzu großen Schaden gerettet; aber es 1 gebe keine Garantie der Vorsehung, daß das immer der Fall ' sein werde. Das heutige Theoretisieren über die Ereignisse in Europa könne nämlich dazu führen, daß England endgültig alles verliere, was es noch in der Welt besitze. Die Engländer müßten erkennen, daß sich erstens in einem besetzten Lande nach dem anderen die Ziele der Weltrevolution offenbarten, zweitens, daß diese roten" Revölutionsideen auch in England tiefe Wurzeln geschlagen -hätten, denn nicht umsonst habe die britische Linke derart stürmisch im Parlament beispielsweise für die Elas-Mordbanden Partei ergriffen. Daß es „ordentliche, nationalgesinnte britische Sozialdemokraten“ gebe, sei illusorisch. Sie seien vielmehr die „Menschewiken“ Englands, die Wegbereiter für den Bolschewismus“. Politisch rechts eingestellte. Zeitungen seien die servilen Diener der Linken geworden. Wenn das Volk und die politische Rechte nicht aufwachten, dann renne die britische Nation dem Verderben in' die Arme. i
, Und -genau im gleichen Sinne erklärte kürzlich der unabhängige Labour-Mann F. A. Ridley in seinem Parteiorgan „New Leader“ unter der , Überschrift „Stalin: Zar von Europa!“. Abgesehen davon, so sagt er, daß die Sowjetunion nach einem alliierten Sieg die stärkste militärische Macht Europas darstellen würde, habe Stalin seine „Fremdenlegionen“ in den verschiedenen europäischen Ländern, die kommunistischen Parteien, die er je nach Bedarf einsetzen könne. Da sein Staatsregime die Demokratie unterdrücke, seine politischen Gegner ermorde oder auf andere Weise zum Schweigen bringe, müsse man es als eine antisozialistische Macht an- sehen. Sowohl Frankreich, das seine Großmachtstellung in diesem Krieg verloren habe, wie Smuts das einmal richtig festgestellt habe, als auch Großbritannien — die einzig möglichen Rivalen in Europa — könnten Moskau nicht gefährlich werden, weil beide Mächte Verfallserscheinungen aufwiesen. Die „Catholic Times“ schreiben ebenfalls in Übereinstimmung mit den anderen beiden Zeitschriften: „Diese Kriege führen die Kommunisten, und es ist nur zu begreiflich, daß sich die Menschen vor der „Weltrevolution“ und dem ewig sprungbereit drohenden Ungeheuer, das heute auf den Kriegsruinen umherschleicht, fürchten.“ Und schließlich eine weitere Zeitschrift, „Weekly Review“: Politisch verliere Churchill eine
Schlacht nach der anderen. Opfere Großbritannien seine Ideale und seine Tradition als europäische und christliche Macht, um den Schein einer Einigkeit mit einem Lande aufrechtzuerhalten, das wqder europäisch noch christlich sei?
An sich kann es für uns ganz gleichgültig sein, was diese Männer schreiben. In sogenannten „demokratischen“ Ländern haben die objektiven Beurteiler, auch wenn sie noch so richtig sehen, doch nichts zu sagen. Sie sind nichts anderes als die „Konzessionsschulzen“, die man reden läßt, um wenigstens den Schein des „freien Wortes“ zu wahren. Für uns sind sie nur insofern ein Beweismittel, als sie zeigen, daß unsere Darstellung der politischen Lage zuverlässig gewesen ist. Immerhin sei zur Abrundung des Bildes noch eine besonders interessante Darstellung hier wiedergegeben. Es ist die des britischen Generalmajors J. F. C. Füller über die sowjetrussische Kriegführung in dem USA-Magazin „News Week“, in der.es heißt: „Es darf angenommen werden, daß die Sowjetrussen mehr darum besorgt sind, den Krieg durchzukämpfen und den Frieden auf ihre eigene Art und Weise zu gev innen, als sich mit einer Synchronisierung der Schlachten zu befassen. Sollte der Leser daraus schließen wollen, daß es meine Absicht ist, die Sowjets zu tadeln, so irrt er sich. Ich setze mich nur- an ihre Stelle und betrachte die Dinge mit ihren Augen. Wie ich