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Parieiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Regierenden Bärgenaeiaten der Freien Bremen
Nummer 51 15. Jahrgang
der Nationalsozialisten Bremens
Amttiches Verküodungeblatt des Beichsslattbalters in Oldenbnrg ttod Bremen
Donnerstag, 1. März 1945
Einzelpreis 15 Rpf.
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Aul jeden Fall Sicherung unserer Zukunft!
Dr. Goebbels: Wir lassen nicht von unserem Anspruch an das Leben und die Freiheit unseres Volkes!
Überblick über die Lage
Berlin, 28. Febr. Reichsminister Dr. Goebbels sprach Mittwoch abend im GroB- deutschen Rundfunk zum deutschen Volk. Die Rede hat folgenden Wortlaut:
„Meine deutschen Volksgenossen und Volks- ' genossinnen! Wenn ich Ihnen nach einer längeren Zwischenpause wieder einmal iij einer Ansprache einen Überblick über die augenblickliche militärische und politische Kriegslage gebe, so geschieht das nicht, weil gerade heute dazu ein besonderer aktueller Anlaß vorläge. Ich ver- t folge damit vielmehr den Zweck, Ihnen die Dinge des Krieges, die in den letzten Wochen für uns eine so betrübliche Entwicklung genommen haben, in einer Gesamtschau, und zwar aus einer gehörigen Entfernung betrachtet, zur Darstellung zu bringen. In einer so bewegten Zeit, in der sich manchmal in einer Woche Ereignisse abspielen und Ver- ■ änderungen ergeben, für die die Weltgeld schichte normalerweise ein Jahr oder manchmal sogar ein Jahrzehnt gebrauchen würde,
Ist es nur allzu leicht möglich, daß die Menehen den Blick für die Größenordnungen verlieren, Ursache mit Wirkung, Wunsch- f träume mit Tatsachen, Unglück mit Aussichtslosigkeit und Krise mit Katastrophe verwechseln und damit in einen Irrgarten der seelischen und geistigen Verwirrung hineingeraten, aus dem sie dann keinen Ausweg mehr zu finden vermögen. Wenn ein um sein Leben kämpfendes Volk auch nur für eine t "JJ| kurze Zeitspanne in diesen verhängnisvollen Ye|1 Fehler verfällt, so ist das schlimmer als eine , r j verlorene Schlacht. Es muß deshalb eine der Hauptaufgaben seiner politischen Führung sein, ihm das Auge nicht nur für die Tat-. jl t j Sachen, sondern auch für seine Möglichkeiten m , und Chancen.zü.s.qhärfen upd. es_dami|. irn-, jjj mun zu machen gegen moralische Anfällig- 1 tm kelten und Ankränkelungen, die in einer so schlimmen Zeit wie der heutigen zwar [ erklärlich erscheinen könnten, trotzdem aber äußerst schädlich für die siegreiche Fort
setzung dieses größten Kampfes um Leben, Glück und Zukunft unseres Volkes wären.
Die allgemeine Kriegslage hat — rein militärisch gesehen, um damit zu beginnen — durch die erfolgreiche Sowjetoffensive aus dem Baranow-Brückenkopf eine jähe Veränderung erfahren, und zwar zu unseren Ungunsten. Es ist den bolschewistischen Stoßarmeen, die die sowjetische Kriegführung an diesem gefährlichen Punkt in einer erdrückenden Übermacht versammelt hatte, nach schwersten, blutigsten und verlustreichsten Kämpfen gelungen, tief in den deutschen Ostraum vorzudringen und damit für uns eine Situation zu schaffen, die ausgesprochen bedrückend ist. Ich brauche darüber kaum noch Worte zu verlieren, jeder von uns weiß es längst, und der tägliche OKW.-Bericht sowie unsere Zeitungen machen daraus keinen Hehl mehr. Unsere Lage hat sich damit auf das stärkste angespannt, aber sie ist nicht im mindesten etwa ohne Aussicht geworden. Wir befinden uns gegenwärtig in einer militärischen Krise, die in vielerlei Beziehung derjenigen ähnelt, die die Sowjetunion ihrerseits im Spätherbst 1941 bei der drohenden Umklammerung Moskaus und der Umschließung Leningrads verzeichnete, aber erfolgreich meisterte. Auch damals sah die ganze Welt ihre Sache für verloren an, mit Ausnahme der Sowjetführung selbst. Jedermann wird sich erinnern, daß England im Spätsommer 1940, als unsere Armeen drohend an der Atlantikküste standen und die deutsche Luft- und U-Boot-Waffe das britische Rüstungspotential und See- und Transportwesen zertrümmerten, eine ähnliche Krise durchzustehen hatte, aber schließlich doch, wenn auch nach jahrelangen Anstrengungen, überwand. Wir brauchen also nicht allzu tief ip, die geschichtliche Vergangenheit hineinzugreifen, um anderswo parallele Erscheinungen zur heutigen Lage des Reiches zu finden. Schon der bisherige Verlauf dieses Krieges weist deren einige mit nicht zu widerlegender Überzeugungskraft auf.
Zurückeroberung der Ostgebiete
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Üm es kurz zu machen, können wir also die Feststellung treffen, daß das Mißgeschick und Unglück, das über uns hereingebrochen ist, war sehr schmerzhaft ist, aber keinesfalls etwa die Preisgabe unseres Sieges und damit die Auflösung des Reiches und die biologische Auflösung des deutschen Volkes bedeutet. So schnell schießen die Preußen nicht, oder für diesen Fall treffender gesagt, hören die Deutschen nicht mit Schießen auf.
Wir haben im Osten eine neue Verteidi- ttagslinie aufgebaut, die sowfihl für die aktiven Zwecke wie auch für kommende Operationen nur improvisatorischen Charakter trägt. Es ist klar, daß wir uns die Gebiete, die wir verloren haben, zurückholeh werden und Küssen, wann und wie, darüber kann natürlich heute öffentlich noch nicht gesprochen werden.
Aber unsere Entschlossenheit dazu ist fest und unerschütterlich. Unsere Feinde jubilieren, wie so oft schon im Verlauf dieses Krieges, zu früh, wenn sie meinen, es sei ihnen gelungen, dem Reich das Rückgrat zu brechen. Der Krieg ist nicht zu Ende, und er wird auf solche Weise überhaupt nicht zu Ende gehen. Ein Neunzigmillionenvolk, das durch die furchtbaren Beispiele unbeschreiblicher bolschewistischer Greueltaten in seinen vom Feind besetzten Ostgebieten aufs neue belehrt, sein zu erwartendes Schicksal nach einer Erlahmung seiner militärischen oder Politischen Widerstandskraft vor Augen hat," Wird, wenn es noch einen Funken von Ehre und Lebenswillen in sich verspürt, überhaupt niemals seine Sache aufgeben und die Waffen niederlegen.
Es kämpft um sein Dasein, wo sich nur eine Gelegenheit dazu bietet. Wer sollte nach üen schon fast sagenhaft anmutenden Leistungen des deutschen Volkes im Verlauf dieses gigantischen Ringens an Kriegsmoral und Tapferkeit an der Front und in der Heimat ausgerechnet ihm die Kraft und die Entschlossenheit dazu absprechen!
Der Feind hat uns einen wirkungsvollen Anschauungsunterricht darüber erteilt, was er mit uns anfangen würde, wenn wir versagten. Die Ohren der Welt sind zwar taub Ssgen die Schmerzensschreie von Millionen Kquälter, an Leib und Seele vergewaltigter Menschen, die der Bolschewismus im Norden, Osten und Südosten Europa und jetzt auch kh Osten unseres eigenen Vaterlandes in soine erbarmungslosen Arme genommen hat; a ber unsere eigenen Ohren sind darum um so hellhöriger geworden.
oder werde sich doch irgendwie wieder arrangieren lassen.
Wir gehören nicht zu jenen sprichwörtlich bekannten allergrößten Kälbern, die sich ihre Metzger selber wählen. Wir verteidigen uns gegen einen blutdürstigen und rachsüchtigen Feind mit allen Mitteln, die uns zu Gebote stehen, und vor allem mit einem Haß, der keine Grenzen kennt. Er wird das bezahlen müssen, was er uns angetan hat. Umsonst haben Tausende von deutschen Frauen nicht geweint und wenigstens um das Leben ihre: wehrlosen Kinder gebettelt, als eine gierige Soldateska aus der Steppe über sie herfiel, sie als Freiwild und weniger als das behandelte, sie einer nicht zig beschreibenden schamlosen körperlichen und seelischen Mißhandlung unterwarf und ihnen dann zum
Spott und teuflischen Hohn ihre erschlagenen Säuglinge vor die Füße legte. Das uns Deutschen!
Ist einer unter uns, der angesichts dieser Furchtbarkeiten, die sich normalerweise ein menschliches Gehirn nicht einmal ausdenken kann, die aber hier von in Menschengestalt einherwandelnden Scheusalen tausendfach begangen wurden, vor seine nationale Führung hinzutreten wagte mit der Forderung, Schluß zu machen und einem solchen Feinde seinen Willen gegen unser ganzes Volk zu lassen.
Widerstand um jeden Preis
Ich brauche mich über diese Frage nicht weiter zu verbreiten. Eine solche Vorstellung ist zu absurd, als daß sie einer ernsthaften Widerlegung bedürfte. Wofür hält man uns denn im Feindlager! Handelten wir so, wie man dort von uns erwartet, dann allerdings hätten wir die niedrigste Behandlung, die man uns jüngst wieder auf der Konferenz von Jalta angedroht hat, wirklich verdient. Neinl
Dagegen gibt es nur Widerstand um jeden Preis, fanatische Kampfentschlossenheit an der Front und in der Heimat, gedeckt durch die leidende, aber am Ende doch triumphierende Gemeinschaft unseres Volkes, an die wir uns heute mit allen Fasern anklammem, weil sie in dieser heillosen Zeit unser einziger Schutz und Halt ist. Wie unsere Väter so oft in unserer Geschichte, so werden auch wir den Sturm der Mongolen gegen das europäische Kernland brechen. Wir werden uns wie sie mit einer fanatischen Wut und einem zähen Haß dagegen verteidigen, daß auch Von uns einst die Sage berichten kann, die Toten hätten nach den Tagen der heißen Schlachten in den dunkel drohenden Nächten weitergekämpft. Wir schämen uns unserer Rückschläge in diesem gigantischen Ringen nicht. Sie waren nur möglich, weil der europäische Westen und die plutokratisch-jüdisch geführten USA der sowjetischen Soldateska Flankendeckung geben und uns die Hände gefesselt halten, mit denen wir den Bolschewismus auch jetzt noch jederzeit zu Boden schlagen könnten.
Kampf um unser Lebensrechi
Die Piutokratien stehen den Sowjets nicht nach in ihren blutrünstigen Haß- und Racheplänen gegen das Reich und gegen das deutsche Volk. Wie oft sie es schon vergeblich versucht haben, unsere Front im Westen durch verlustreichste Frontalangriffe aufzubrechen, sie wollen diesen Versuoh noch einmal wiederholen. Es wird die ewige Schande unseres Jahrhunderts bleibefi, daß Europa in seiner durch die Bedrohung aus dem Osten hervorgerufenen schlimmsten Gefahr von seinen westlichen Ländern schmählich im Stich gelassen wurde, ja, daß diese sich sogar so weit erniedrigen, daß sie den Sturm aus Innerasien noch antrieben und zugleich die letzten Schutzdämme niederzulegen versuchten, an denen er gebrochen werden konnte.
Wir haben allerdings nichts anderes erwartet. Das internationale Judentum hat es durch eine jahrelange systematische Zersetzungsarbeit fertiggebracht, die Öffentlichkeit in diesen Ländern so zu vergiften, daß sie zu eigenem Denken, von eigenen Entschlüssen ganz zu schweigen, gar nicht fähig ist. Seht demgegenüber das deutsche Volk, im Osten verzweifelt bemüht, die Springfluten aus Innerasien einzudämmen und zu brechen, gleichzeitig in der Heimat geschlagen und gepeinigt von einem sadistischen feindlichen Luftterror, im Westen und Süden eine feindliche Angriffsschlacht nach der anderen, wenn auch unter Aufbietung manchmal seiner letzten Kraft, abwehrend, stumm und ohne falsches Pathos dem Gebot einer höheren geschichtlichen Pflicht gehorchend, durch seinen stoischen Heroismus über die Kräfte der Finsternis triumphierend, von fast allen seinen europäischen Freunden und Bundesgenossen im Stich gelassen und sich darum um so trotziger und verbissener zum
Kampf um sein bedrohtes Lebensrecht stellend. Wahrhaftig ein Anblick von ergreifender Größe, demgegenüber auch die Antike nur auf wenige gleichwertige Beispiele verweisen kann!
Und wenn wir uns am Ende in unsere Erde fesfkrallen müßten, wenn wir auch den letzten uns noch verbliebenen Rest von Hab und Gut preiszugeben hätten, wenn der Leiden und Schrecken vorläufig kein Ende abzusehen wäre, wir lassen nicht von unserem gerechten Anspruch an das Leben und an die Freiheit und Zukunft unseres Volkes. Wir wollen lieber sterben als kapitulieren.
Barbarischer Lufiierror
Diese Gesinnung, die heute nicht nur die deutsche Führung erfüllt, sondern ebenso auch unser ganzes Volk, abgesehen vielleicht von einigen minderwertigen Subjekten, denen wir, wo sie sich zu erkennen geben, kalt und ohne Gnade den Strick um den Hals legen, diese Gesinnung gibt uns auch die Kraft, mit allen manchmal berghoch sich auftürmenden Kriegsschwierigkeiten immer wieder fertigzuwerden. Wie oft hat der Feind schon geglaubt, uns zu Boden geschlagen zu haben, und wie oft haben wir ihm dann früher oder später wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht! Ist das nicht ein Beweis mehr dafür, daß alle Krisen zu meistern sind, wenn man nicht vor ihnen resigniert, sondern mutig und unverdrossen gegen sie ankämpft? Wie wütet der feindliche Luftterror über unseren Städten und Provinzen, legt die Häuser der Menschen, Kirchen, Schulen und Kulturdenkmäler ln Schutt und Asche, peinigt unser Volk bis aufs Blut und
(Fortsetzung auf der nächsten Seite)
Festigung im niederschlesisch-luusitzer Raum
Haß ohne Grenzen
Jeder Deutsche weiß, daß die Schreckenseerichte aus dem Osten, die vielfach so scheußlich sind, daß die Feder sich sträubt, * ie wiederzugehen, keine Phantasieprodukte uer deutschen Kriegsagitation, sondern schanze Wahrheit darstellen, die das Blut in den Adern erstarren läßt. Bei uns haben die internationalen Juden und ihre in aller Welt
an der Arbeit befindlichen Beschwich- twesmacher kein Glück mit ihren faulen
Von unserem militärischen v. w.-Mitarbeiter
Die große Ostschlacht hat überall ihr Tempo verloren, das vom Gegner bestimmt wurde. Sie steht heute an jener Front, die -wir immer die wichtigste nannten, an Neiße und Oder zwischen Fürstenberg und Oderbruch im Zeichen einer markanten Festigung. Dafür liegen positive Beweise vor. Wenn sich Schükow an der Ostfront wie vor Berlin ruhig verhält, so sagt das an sich noch nichts über die inzwischen erreichte Stärke unserer Abwehrfront an der Oder. In der Lausitz aber hat deren südliche Fortsetzung soeben erst ihre tatsächliche Festigkeit gezeigt. Denn acht Tage lang sind sowjetische Divisionen zwischen Lauban und Guben gegen unsere Stellungen herangestürmt und haben sie nicht durchbrochen.
Was der Feind an wenigen Stellen erreichte, waren engräumige Brückenköpfe auf dem Westufer. Mit dem beabsichtigten Durchbruch nach Westen haben diese Dinge jedoch nichts zu tun. Er sollte nordwestlich allgemein erzwungen werden; doch blieben alle Versuche ebenso in unserem Abwehrfeuer liegen wie die Ausbrüche aus den errichteten Brückenköpfen und zwischen Forst und Guben, wo sie sogar völlig beseitigt wurden. Kon- jew hat also seiner Westfront keine besonderen Vorteile in den letzten acht Tagen verschaffen können. Noch sieht er von größeren Angriffen ab. Hinter seiner Front aber gruppiert er um, jedenfalls ein Zeichen, daß die sowjetische Führung nicht zufrieden ist mit dem, was der von der Umgruppierung betroffene Abschnitt erreichte. Gewiß hat Kon- jew seinen rechten Flügel nach Westen vorreißen können; doch brachte er die Neiße auf breiter Front nicht hinter sich, was eine Voraussetzung für einen weiteren Angriff nach Westen gewesen wäre. Er hat sich darüber hinaus einen merkwürdigen Front-
unserer Truppen, vor allem von Panzerverbänden, wo diese wie bei Lauban in den Gegner und seine Bereitstellungen stießen, die auf den Aufbau eines Großangriffs deuteten..
Weder Konjew noch Schukow haben sich dazu entschlossen, obwohl man den Eindruck schon seit'Tagen haben kann, daß mindestens Schukow an der Oderfront mit seinem Aufmarsch fertig ist. Er hat Artillerie nachgezogen und zum Teil auch über die Oder in die Brückenköpfe gebracht. Dort verhält er sich ruhig, nicht zuletzt wegen der Tätigkeit deutscher Luftverbände, die nach feindlichen Meldungen in erheblicher Zahl über der Abwehrfront auftreten. Die Schlacht um Berlin, die an der Oder beginnt, wagte Schukow nicht zu eröffnen. Sieht er nördlich auf seinen eigenen rechten Flügel und auf seinen linken Nachbarn Konjew, so muß er sich sagen, daß die Linienführung nicht Ideal ist. Er weiß, daß ihm an der Oder eine schwere Auseinandersetzung gegen eine neuerlich wieder gefestigte Abwehr bevorsteht und zögert mit dem Anschluß. Aufgeschoben Ist nicht aufgehoben. Wir werden um die Schlacht an Oder und Neisse nicht herumkommen, weil ein solches Verhalten dem Gegner und seiner Mentalität, übrigens auch seinen Machtmitteln, völlig widersprechen würde; doch haben wir durch dieses Zögern viel gewonnen. Aufgaben konnten zu Ende geführt werden, die Zeit zum Anlaufen brauchten.
Wo der Feind angriff, geschah es in den letzten Wochen auf begrenztem Raum unter Zusamm^ifassung seiner Kräfte auf kleinem, jedenfalls kleinerem Raum als bisher. Wir können diese Art des taktischen Vorgehens auch dort registrieren, wo sich zur Stunde di# einzige krisenhafte Zuspitzung ergeben hat, im ostpommerschen Raum zwi-
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äningen, daß sei alles hall so schlimm
verlauf zwischen Lauban und Zobten ge- i sehen Neustettin und Kunitz. Hier hat der leistet wo er nach Süden die Brücken sucht, Feind mit schnellen Einbrüchen tieferen um mit seinen Panzer- und Infanteriever- ; Raum gewinnen können. Er hat die Linie bänden in südlicher Richtung etwas er- ; Bublitz—Rummelsburg erreicht und ist auf reichen zu kenne n Anders waren die Erfolge 1 inzwischen herbeigeführte eigene Kräfte ge
stoßen. Seine Absicht, auf diese Weise zwischen Köslin und Stülp zur Ostsee vorzustoßen und Danzig—Westpreußen vom Reich abzuschneiden, ist damit zunächst vereitelt worden.
In den letzten Tagen sprach der OKW.- Bericht in bezug auf unsere hinter der Feindfront liegenden Festungen nicht mehr von Posen, dagegen ausführlich von Breslau. Der Gegner ist in die Stadt selbst eingebrochen und kämpft in den Straßen gegen einen verbissenen Widerständ der durch Volkssturm verstärkten Besatzung. Auch aus Glogau wurden solche harten Straßenkämpfe gemeldet. Jedenfalls sind die sowjetischen Nachschubverbindungen zur Front durch die verteidigten Plätze weiterhin unterbrochen. Der Gegner Ist auf die Benutzung der Bahnen angesichts der weiten Wege seiner Etappenlinien angewiesen. Die Luftwaffe spürt erste Regungen sowjetischen Zugverkehrs auf deutschen Linien schnell auf und unterbricht sie immer wieder.
Die ihres Befehlshabers beraubte Sowjetgruppe in Ostpreußen, insgesamt acht Armeen, hat den starken deutschen Brückenkopf in Ermland nicht aufbrechen können. Dagegen gelang es eigenen Angriffen, die abgeschnittene Verbindung Königsberg—Pil- lau wieder zu öffnen und dabei in Samland zwei Sowjetarmeen erheblich anzuschlagen. General der Infanterie Gollick war der erfolgreiche Führer dieses Unternehmens. Beim Gegner ist dieser Gegenstoß ebenso wie der besonders harte Widerstand zwischen Passarge und Kreuzburg nicht ohne Eindruck vorübergegangen: Er greift vorübergehend
nur schwach an. Auf dem äußersten Flügel der Ostfront, sowohl ln Kurland wie am Gran, Ist es bei der Überlegenheit unserer Verbände geblieben. Das hier gezeigte Bild ist gewiß nicht einheitlich; doch wird es durch die Festigung an Oder- und Neiße- Front weitgehend beherrscht, weil sich in diesem Abschnitt noch vor kurzem die neuralgischen Punkte befanden, die Jetzt weitgehend gesichert erscheinen.
Erkenntnisse in der Krise
Von Hans Hertel
Der Vogel Strauß ist dafür bekannt, daß er beim Herannahen einer Gefahr den Kopf einfach in den Sand steckt und sich dann einbildet, die Gefahr sei vorüber. Genau wie er verhielten und verhalten sich viele Menschen gegenüber dem Bolschewismus. Als der Führer 1920 seinen Kampf gegen diese Weltpest begann, wurden seine Warnungen nur von einer Minderheit ernst genommen. Es bedurfte sehr drastischer Vorgänge, bis wenigstens der größte Teil unseres Volkes die kommunistische Gefahr klar erkannte. Noch bis 1941 gab es sehr viele Volksgenossen, die den Kommunismus klar unterschätzten. Heute ist diese Gefahr überwunden und niemand in Deutschland zweifelt mehr an der Wucht der bolschewistischen Drohung. Im Ausland ist das kaum anders. Manche Völker — wie die Finnen, Rumänen und Bulgaren — wiegten sich in der Hoffnung, daß die Bolschewisten gar nicht so schlimm seien, und erleben nun, wie sie langsam aber sicher ihr nationales Dasein verlieren und abgeschlachtet werden. Dieser Anschauungsunterricht hat sogar die Schweizer und schwedische Presse zu nachdenklichen Betrachtungen geführt, und selbst im anglo- amerikanischen Lager mehren sich die Stimmen, die vor der bolschewistischen Weltgefahr warnen. Wenn heute noch Politiker wie Churchill und Roosevelt mit den Bolschewisten paktieren, dann auch nicht deshalb, weil sie die Sowjetunion für schwach halten, sondern ihre Stärke fürchten.
Im allgemeinen stehen wir heute vor der Tatsache, daß die Bolschewisten nicht mehr unterschätzt, sondern höchstens überschätzt werden. Das ist . ein genau so. schlimmer Fehler. Man 1 darf eine Gefahr nicht übersehen, noch viel weniger aber in den eigenen Angstträumen vergrößern. Wir Deutsche haben mit der tatsächlichen Kraft der Bolschewisten so viel zu schaffen, daß es vollkommen überflüssig ist, diesen Horden noch durch Überschätzung ein psychologisches Übergewicht zu geben. Die bolschewistische Offensive geht dem Höhepunkt entgegen, auf dem jeder Angriff die größten Schwächen offenbart. Weit von der Ausgangsbasis entfernt stehen nun die Bolschewisten vor bedeutenden Nachschubschwierigkeiten. Sie haben langgestreckte weite Flanken, an denen sie nicht immer gleich stark auftreten können. Diese weite Ausdehnung der Front hat sie gezwungen, alle verfügbaren Truppen nach vorn zu werfen, während hinter den bolschewistischen Linien leere Räume gähnen. Wir dürfen überzeugt sein, daß unsere Führung diese Situation ausnutzen wird.
Vor allem müssen wir uns von der unsinnigen Vorstellung freimachen, daß die bolschewistischen Menschenreserven unerschöpflich seien. Seit Teheran, wo Stalin die sowjetischen Verluste an Toten, Gefangenen und Schwerverwundeten auf 16 Millionen Mann bezifferte, haben die Sowjets ihre bedeutenden Geländegewinne mit schwersten Verlusten bezahlen müssen. Sie verloren stets ein Vielfaches unserer eigenen Verluste und können bei einem solchen Verlustverhältnis auf die Dauer keinesfalls die gleiche Angriffskraft behalten. Schon heute verwenden sie 16jährige Jungen und 60jährige Greise, bilden Frauenbataillone und bestreiten den Nachschub und das gesamte Nachrichtenwesen mit Frauen, während im Hinterland bereits die Zwölfjährigen in den Fabriken arbeiten. Einmal gehen auch die bolschewistischen Menschenreserven zu Ende.
Genau so ist es mit dem sowjetischen Material. Aus eigenen Kräften konnten die Bolschewisten trotz ihrer Überlegenheit an Rohstoffen und Arbeitskräften l ie unser Material übertreffen. Das gelang ihnen nur mit Hilfe der amerikanischen Lieferungen. Diese werden nach zahlreichen amerikanischen Meldungen in diesem Frühsommer aurfiören, weil die Amerikaner ihr Material selbst an der Westfront und im Pazifik dringend benötigen. Was die Amerikaner inzwischen noch liefern, wird jetzt wieder von unseren U- Booten erfaßt. Unter diesen Umständen ist es verständlich, daß Stalin so schnell wie möglich zu einem Kriegsende kommen will, ehe die amerikanischen Lieferungen aufhören und die deutsche U-Bootgefahr noch mehr wächst. Hinzu kommt, daß wir der Masse des sowjetischen Materials die besseren Waffen -entgegensetzen können und damit auch im Material ein Verlustverhältnis erzwungen haben und weiter erzwingen können, das die bolschevyistische Überlegenheit ausgleicht. Das Musterbeispiel dafür ist das Verhältnis von Panzerfaust und dem sowjetischen T 34. Im Vergleich zur Panzerfaust hat er das 6000- fache Gewicht, erfordert ln der Herstellung die 15 OOOfache Zahl von Arbeitsstunden und das 25 OOOfache an Herstellungskosten. Es ist also möglich, auch die bolschewistische Materialüberlegenheit, die einmal sowieso aufhören wird, schon jetzt unschädlich zu machen.
Die Kämpfe im Osten haben darüber hinaus aber stets bewiesen, daß der deutsche Soldat dem Bolschewisten überlegen Ist. Während des ganzen Ostfeldzuges hat er sich gegen einen zahlenmäßig überlegenen Feind