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Parteiamtliche Tageszeitung
Pot fl«"*»«»« dos ftoeieronden B Ii b wi mMw» der Freten HanontniW Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliche« Verkündun»ablaä des Beichsstatäiahem in Oldenburg Und Bremen
Hummer 49 15. Jahrgang
Dienstag, 27. Februar 1945
Einzelpreis 15 Rpl.
Britische Verralspolilik
Drahtbericht unseres Vertreters ost. Stockholm, 26. Febr. Der halbamtliche Londoner „Observer“ berichtet: „Nun, nach- im Churchill, Eden imd eine Beihe hoher Hitischer Politiker mehrere Tage lang verdicht haben, die Londoner Emigrantenpolen di einer anderen Politik gegenüber den Krim- •leschlüssen zu bewegen, muß das Regime jrciszewski alle Vorbereitungen treffen, um England zu verlassen und sich irgendwo ln einem anderen Lande niederzulassen. Jetzt, so erklärte man von seiten der polnischen Emigranten, sei praktisch eine Anerkennung des Polen-Regimes durch die britische Regierung nicht mehr vorhanden. Es müsse also niit der Möglichkeit gerechnet werden, daß in absehbarer Zeit die polnischen Emigranten ihr Hauptquartier in einem anderen Lande aufsehlagen mußten. — Damit endet ein jchmachvolles Kapitel britischer Verräterpolitik, das in der Weltgeschichte seinesgleichen sucht.
Eisenhower warnt
Drahtbericht unseres Vertreters ost. Stockholm, 26. Febr. General Eisen- hower hat die alliierten Kriegskorrespondenten zu einer Pressekonferenz eingeladen und dabei Erklärungen abgegeben, in denen er bestrebt ist, voll und ganz in die Fußtapfen seines Landsmanns Morgenthau zu treten. Dieser llaßausbruch Eisenhowers ist um so [Merkenswerter, als der General eingestehen
daß die Allüerten noch mit außerge miilich hohen Verlusten rechnen müßten, [ Ärar sie ihr Ziel, die Vernichtung Deutsch- iinds, erreichen.
I Eisenhower erklärte: „Wir rechnen damit, ■ jfaß wir jeden Deutschen innerhalb der Gebiete, in denen wir zum Angriff übergehen, *■ vernichten werden." Dann erklärte Eisen- |1( lower, daß seine Bindungen zu den Sowjets (j e immer sehr intim und eng gewesen seien. : )jt der die jetzt begonnenen Kc apfforderungen In, seiner Armee im Westen äußert sich der alli- m: lerte Oberkommandierende dennoch recht zu-
- rückhaltend. Unter der Voraussetzung, so “s tegte er, „daß die Dinge sich so weiter ent-
rickeln und das Wetter so gut bleibt", seien ta |ic Operationen als-erfolgversprechend, anzu- ia ,iahen. Er glaube jedoch, so unterstrich er mit ige Nachdruck, daß es noch zu schweren Ver- ■g lasten kommen werde, „die jedoch nicht zu itl poB sein würden, wenn man die Ergebnisse *■ jeriiclcsichtigt, die wir erhoffen“. Abschließend 8 «eilte Eisenhower fest, er hoffe, anch immer Khr französische Divisionen in den Kampf j mrfen zu können.
- [ Im Anschluß an diese Erklärung meldet • Jagens Nyheter“ aus London, die dortige
Presse betrachte die Erklärung Eisenhowers alseine Warnung, daß man nicht mit irgend- f, welchen sensationellen Ergebnissen der Of- tosive im Westen rechnen dürfe.
Italien vor Hunger-Revolten
(p. Lissabon, 26. Febr. „Wenn nicht sofort «« getan wird, um die Lebensmittel- und Smostofflage im besetzten Italien zu erleich- kra, können die Symptome der' Unzufriedenheit, die in den t ärmeren Klassen zu keimen tegfaien, sich zu einer offenen Rebellion aus- vachsen", meldet United Preß in einem Bericht von Reynolds Packard aus Rom. Der Korrespon- tot gibt einen Überblick über die Ernährungs- lage im Bonomi-Italien. Zu einem Teil wird die schlechte Lebensmittellage darauf zurückge- fthtt, daß Rom keine Lieferungen mehr aus korditalien erhält, woher früher große Mengen Weizen und auch Milch gekommen waren. „Fleisch, Fisch, Milch, Butter, öl und Früchte send in Rom Luxusgegenstände geworden", sagt Packard, Auch Brennstoff gebe es in Italien nicht mehr, ausgenommen ln den von den Alliierten besetzten Gebäuden.
England keine Großmacht
Englisches Eingeständnis •— Churchill, Britanniens Totengräber
Drahtbericht unseres Vertreters hw. Stockholm, 26. Febr. Als ein pas- pendes Motto zu der dreitägigen außenpolitischen Unterhausdebatte, die in dieser Woche Englands Unterwerfung unter die neuen Sowjet-Diktate für Europa besiegeln soll, kann die Feststellung des Londoner „New Statesman“, eines Vorkämpfers englischer Weltmachtgeltung, betrachtet werden: „England ist keine Großmacht mehr".
Die außerordentlichen Vorbereitungen, die Churchill getroffen hat, um die Debatte über die Bühne gehen zu lassen, sind vielsagend. Technisch und mehrheitsmäßig kann ihm eigentlich gar nichts passieren. Das zehn Jahre alte Parlament, das durchweg mit Mandatsinhabern besetzt ist, die von der Regierung ernannt worden sind, wird ihm wie üblich Beifall und Vertrauensvotum spenden, auch für den größten politischen Ausverkauf der englischen Geschichte. Drei bisher ein- gebrachte Zusatzanträge bedeuten keinerlei ernsthafte Gefahr für das verlangte Vertrau
ensvotum. Die „Massenherstellung neuer Kriegführender", wie ein englisches Blatt ironisch schreibt, und Churchills allzu eifriges Drängen auf eine Pauschalbewilligung der Krimbeschlüsse haben zwar hier und da ein Bedenken erregt, die ihm jedoch das Konzept kaum stören können.
Wenn Churchill trotzdem eine so gewaltige Regie für nötig hält, dann wegen der Wirkung auf das Empire und auf jene Kreise des englischen Volkes, die womöglich noch mißtrauisch werden könnten, gegen den Kurs der englischen Entwürdigung durch die Hörigkeit gegenüber dem Kreml und der völligen Zerstörung Europas als Markt und als Kraftquelle.
Die ersten Jahre dieses Krieges hat Churchill mit dem Ausverkauf des britischen Empire an Roosevelt finanziert. Jetzt kommt er aus dem Abhängigkeitsverhältnis gegenüber Moskau nicht mehr heraus, und eine selbständige britische Politik existiert nicht mehr. Eingeklemmt zwischen den beiden mächtigen
Bündnispartnern, ist Britannien zur Ohnmacht verurteilt, ist Churchill nur aus niedrigem Haß gegen Deutschland der Totengräber Englands geworden. Denn in Wirklichkeit hat England heute seine alten Interessen der amerikanischen Firma unterstellt, und damit die Schlüssel zu Indien und Afrika ausgeliefert. Für Europa aber stellt Britannien nur noch eine Filiale des Kreml dar.
Alle diese klaren Tatbestände soll die bevorstehende außenpolitische Debatte im Unterhaus durch ein großes Aufgebot von Reden verbergen und eine parlamentarische Abstimmung wird zum Schluß Churchill als „Triumphator“ ausstrahlen. Aber die Requisiten des Weltbeherrschers sind verpfändet und die äußere Fassade ist ebenso trügerisch geworden wie die innere Einigkeit. Die „Königin der Parlamente“ ist unter Churchill ebenso zum Werkzeug der „Sowjetpolitik gemacht worden wie soviel andere ehemalige Monarchen, die England dem Kreml geopfert hat.
Westschlacht nimmt an Heftigkeit zu •“ Erbitterte Panzerkampfe
Eigener Drahtbericht
rd. Berlin, 26. Febr. Nachdem die Anglo- Amerikaner in ihrer Offensivschlacht am Rur-Abschnitt einige Brückenköpfe auf dem Ostufer des Flusses haben bilden können, wurdep nunmehr starke feindliche Panzerkräfte, besonders im Raum von Jülich, eingesetzt. Es entwickelten sich hieraus Panzerkämpfe, die zur Zeit noch andauem und das Kennzeichen der ständig an Heftigkeit zunehmenden Schlacht bilden. Allmählich tritt die Großschlacht im Westen in das Stadium des Materialkrieges, in dem sich die Amerikaner durch ihre Massen an Flugzeugen, Panzern und Artillerie überlegen glauben. Dennoch liegen noch keine Nachrichten über" tiefere feindliche Einbrüche vor, doch besagen alle Meldungen, daß der deutsche Widerstand außerordentlich hart ist und daß der Feind schwerste Verluste erleidet.
An der Ostfront sind an allen Brennpunkten des Kampfgeschehens die anhaltenden feindlichen Durchbruchsversuche gescheitert mit der Ausnahme des Raumes zwischen Neustettin und Könitz, wo die Bolschewisten unsere Sicherheitslinien auf schmaler Front durchstoßen und nach Nordwesten Raum gewinnen konnten. Die Betonung muß bei der entsprechenden Mitteilung des Wehrmachtberichtes auf der geringen Ausdehnung des Einbruchraumes liegen, denn hieraus geht hervor, daß es sich bis jetzt nur um die Operation einer allerdings starken feindlichen Panzerspitze handelt. Die Veränderungen des Kampffeldes zwischen Neustettin und Könitz brauchen noch nicht einmal vorläufig als unveränderlich hingenommen zu werden. Die dort befindlichen deutschen Abwehrverbände und Eingreifreserven können eine Ausdehnung des Einbruchraumes verhindern und damit den Feindvorstoß zu einem strategischen Wagnis stempeln.
Die Zerschlagung von zwei feindlichen Brückenköpfen an der Neiße, die erfolgreiche Gegenwehr der Besatzungen von Forst, Guben, Breslau und Glogau, die erfolgreichen deutschen Operationen in Samland und die Wiederherstellung der Verbindung zur Festung Königsberg bestätigen erneut die schon
Moskau mißachtet die Anglo-Amerikaner
Drahtbericht unseres Vertreters Lissabon, 26. Febr. Interessante Einge- tfsndnisse über das Verhältnis der Sowjets r,; ihren angelsächsischen Verbündeten, in fenen die eindeutige britisch-amerikanische 1 '-Kerordnung unter die Pläne Moskaus be- - siatigt wird, veröffentlicht der bekannte bri- bche Militärkritiker Generalmajor Füller in «aem Artikel in der USA-Zeitschrift „News Week“. M an müsse immer daran denken, so «klärt der britische General dabei mit zyni- Offenheit, daß Rußland sich stets als älter der byzantinischen Tradition betraeh- f und darauf gewartet habe, ein neues ; Risches Imperium aufzubauen. Es könne . ?m, da sich für die Sowjets eine günstige “fiegenheit zu bieten scheine, die alten Pläne i verwirklichen, nicht damit gerechnet wer- *• daß sie sich eine solche Gelegenheit -•■gehen lassen. Man dürfe auch nicht an- ™men, daß den Sowjets viel daran liege, ■l' 1 Ihren angelsächsischen Verbündeten eine cereinkunft über eine Synchronisierung des »Sf nsamen Kampfes gegen Deutschland zu Aachen. Sie seien Realisten und verfolgten ; 1 tatsächlich ihre eigenen Ziele. Sie woUten \ Krieg nach ihren eigenen Richtlinien „ 5 re h und den Frieden so gestalten, wie es ® Interessen entspreche.
..Die Sowjets“, so schreibt der britische Ge- j/ al weiter, „halten auch militärisch von rr® amerikanischen und englischen Vernieten nicht viel und haben für die anglo- I Manische Politik und Wirtschaftsgestal- Wah “ fierhau P t nur Nichachtung übrig.“ - nt! man in Amerika und England viel R,I° n BWsdet habe, eine neue Welt auf zu- ® oder — richtiger gesagt — für die alte ein neues Kleid zusammenzuflicken,
Welt
habe
»an ln Moskau seit 1911 gehandelt.
Der heutigen militärischen wie politischen Kriegführung der Sowjets gegenüber erwiesen sich die Engländer und Amerikaner lediglich als nichtskönnerische Amateure.
Dieses Fiasko der Angelsachsen gegenüber Moskau wird auch von einem maßgebenden amerikanischen Militärfachmann, dem General Baron, dem Präsidenten der Universität von Kalifornien, in einem Artikel der „New York Herald Tribüne“, bestätigt. Der USA- General gibt in bitterer Selbstanklage zu, daß die USA zwar angeblich dafür kämpfen, die Völker vom Imperialismus zu befreien, dürch ihren Krieg aber tatsächlich den größten und rücksichtslosesten Staat der Welt, die Sowjetunion, in den Sattel höben. Noch deutlicher sind die Eingeständnisse eines anderen Amerikaners, des bekannten Auslands-Korrespondenten Karl von Wiegand, der Roosevelt und Churchill vorwirft, durch ihre Politik zum Wegbereiter und Schrittmacher der Pläne Moskaus geworden zu sein. Er schreibt:
„Was im Augenblick vor sich geht, ist das folgende: Der russische Kommunismus überschwemmt den europäischen Kontinent. Der Kanal und der Atlantik, so breit er auch ist, werden diesem Marsch aus dem Osten nicht Halt gebieten können. Was sich heute in Europa äbspielt und was vom amerikanischen Volk noch kaum verstanden wird, ist die Tatsache, daß infolge einer seltsamen Verflechtung der Umstände oder durch die Ironie eines tragischen Geschicks der um der Demokratie willen geführte zweite Weltkrieg zum Wegbereiter und Schrittmacher der Weltrevolution Moskaus geworden ist. Der Mittelstand Europas wird systematisch zerstört und der ganze Kontinent verproletarisiert, wie wir es in Polen und ebenso in Frankreich, Italien, ^Belgien und den anderen Ländern erlebt Phaben."
seit Tagen erkennbare Tatsache, daß die sowjetische Winteroffensive zwar tief in deutsches Land eindringen'konnte, aber schließ- jich — jedenfalls vorläufig — aufgefangen worden ist. Bis jetzt hat der bolschewistische Ansturm aus der Winterschlacht im Osten auch noch nicht eine Frühjahrsoffensive zu machen vermocht, sondern, die feindliche Truppenführung hat sich unter dem Eindruck des sich täglich versteifenden deutschen Widerstandes zu einem neuen Aufmarsch jenseits der Oder entschließen müssen. Damit ist aber die vom Feind erwartete und gewünschte Entscheidung nicht gefallen. Die
mehr noch bevor und' für sie hält das deutsche Volk seine militärische und moralische Kraft bereit.
Neuer Luftangriff auf Tokio
ep. Tokio, 26. Febr. Etwa 600 trägerbasierte alliierte Flugzeuge griffen am Sonntagvormittag den Distrikt Kanton auf dem japanischen Mutterland an, gab das Kaiserliche Hauptquartier am Sonntagabend bekannt. Außerdem haben etwa 130 alliierte Flugzeuge Sonntag nachmittag Bomb t en über Tokio abgeworfen. Der Bombenabwurf erfolgte über den Wolken ohne Sicht. Ministerpräsident Koiso bezeichnete den angerichteten Schaden als gering. Gleichzeitig wiederholte er die feste Entschlossenheit Japans,
große: Schlacht um Deutschland’, steht viel- den Gegner niederzuzwingen;
Blutzoll der USA-Mnrine auf Iwojlma
Drahtbericht unseres Vertreters '
hw. Stockholm, 26. Febr. Die USA-Marine hat, wie in Washington zugegeben wird, noch nie derartig hohe Verluste erlitten, wie gegenwärtig bei der Landungsaktion auf der Insel Iwojima. Bisher hat erst ein einziger Japaner gefangengenommen werden können, was als Beweis dafür angeführt wird, mit welcher Erbitterung die japanische Garnison — deren Stärke auf 20 000 Mann geschätzt wird — nach der Abschneidung vom Mutterland zu kämpfen entschlossen sei. Jeder dieser. Japaner wolle offenbar sein Leben so teuer wie möglich verkaufen. Die Nordamerikaner haben in den ersten Tagen bereits zugegebenermaßen tausende von Gefallenen gehabt. Selbst in der New Yorker Presse werden, um die Öffentlichkeit auf die außerordentlich schweren Verluste vorzubereiten, Fotos veröffentlicht, auf denen man Haufen gefallener USA-Soldaten am Strande liegen sieht. Ein früherer schwedischer Offizier, der mit der Flotte vor Iwojima eingesetzt wurde, berichtete amerikanischen Frontkorrespondenten, die Verluste seien so groß gewesen, daß vorübergehend die Amerikaner in Gefahr geschwebt hätten, wieder ins Meer geworfen zu werden. Nur ein starkes Sperrfeuer der Flotte habe den Brückenkopf retten können. Es sei auch sehr viel amerikanisches Material verlorengegangen. Amerikanische Verwundete berichteten, die ganze Insel sei eine einzige Hölle von Feuer und krepierenden Granaten, und von den Japanern würden unentwegt Gegenangriffe unternommen.
Um keine falschen Vorstellungen in der eigenen Öffentlichkeit zu erwecken, wird in der amerikanischen Presse einhellig unterstrichen, daß selbst bei der Eroberung Iwoji- mas die Auseinandersetzung mit einer Armee von mindestens 4 Millionen Mann noch ausstehe. Die amerikanischen Militärsachverständigen bereiten auf eine Invasion der chinesischen Küste vor, weil dies die einzige Möglichkeit darstelle, Japan wirklich zu Leibe zu rücken und vielleicht eine militärische Entscheidung herbeizuführen. Es wird aber zugegeben, daß die chinesische Küste, die geographisch zu einer Invasion wenig einlädt, von den Japanern wahrscheinlich zu einer bedeutenden Abwehrposition ausgebaut worden sei.
Sinkende Produktion in USA
Drahtbericht unseres Vertreters
er. Lissabon, 26. Febr. Das Washingtoner Kriegsproduktionsamt hat am Sonntag einen amtlichen Bericht über den stand der amerika
nischen Rüstungsproduktion veröffentlicht. Da rin wird festgestellt, daß mit Ausnahme der Munitionsfabrikation auf allen wichtigen Gebieten der amerikanischen Rüstungsherstellung schwerwiegende Rückschläge und Verspätungen bzw. ein allgemeines Absinken des Produktionsniveaus verzeichnet werden müßten. Das gelte vor allem- im Schiffsbau, bei der Herstellung von Artillerie aller Art, von Panzerwagen, Kraftfahrzeugen usw. Gerade auf diesen Gebieten seien die Januar-Produktionsziffern wsit unter dem vorgesehenen Programm bzw. den Ziffern vom Dezember und November des Vorjahres gewesen. Noch schlimmer sei jedoch der Stand der Rohstoffzuteilung bzw. der Stahlerzeugung. Auf bestimmten Gebieten könne die Lage nur als äußerst ernst bezeichnet werden. Z. B. habe die Produktion an- Roheisen in den ersten sechs Wochen diese Jahres um 90 000 Tonnen Wochendurchschnitt unter den Produktionsziffern vom Oktober und November 1944 gelegen mit der Folge, daß die gesamte Stahlproduktion^lage nun äußerst schwierig geworden- sei und sehr große Verspätungen in den Lieferungen wichtigster Rüstungsproduktion eingetreten seieh. Gleichzeitig habe man jetzt erstmalig in diesem Jahre den Mangel an Facharbeitern in einer Reihe von Rüstungsproduktionszweigen bemerkt, eine Tatsache, die ebenfalls dazu beigetragen habe, daß die Produktionsziffern abgesunken seien.
Verbrechen der Dummheil
Von Oberleutnant Erhardt Eckert Als wir Nationalsozialisten in der Kampfzeit von der tödlichen Gefahr des Bolschewismus sprachen und schrieben, hieß es: Propaganda!“ Als wir in den langen Jahren nach der Machtübernahme diese Warnung unter dem Einsatz aller uns nun zur Verfügung stehenden Publikationsmittel tagtäglich, wiederholen, dann hörte „man“ sie sich zwar äußerlich fromm an, „untereinander“ aber lächelte „man“ über unsere Antibolsche- wismo-Manie und behauptete, „die Partei“ brauche eben diese Propaganda, um über ihre Schwächen hinwegzutäuschen. Als der' Stalinische Bolschewismus immer neue Verbrechen setzte, nahm „man“ das zwar interessiert zur Kenntnis, aber wie etwas, was sich weit hinten in der Türkei ereigne. Ais dann unmittelbar schließlich mit Katyn und Winniza das Blutgespenst des Kreml unmittelbar vor Europa stand, da las „man“ die Berichte der Gerichtsärzte beim Frühstück zwar mit leichtem Gruseln, war aber weiter äußerst skeptisch. Erst Nemmersdorf wurde lebhafter diskutiert, denn es waren immerhin Deutsche, die hier ermordet und geschändet worden waren, aber „man“ einigte sich zu guter Letzt auf einen Einzelfall, dem' keine allgemeine Bedeutung zukommen könne.
Ein Prototyp Jener Kreise, deren Haltung eben geschildert wurde, ist die bedauernswerte Schweizer Staatsbürgerin, die in der ersten Veröffentlichung über die bolschewistischen Massenverbrechen im vorläufig von den Sowjets besetzten deutschen Osten namentlich genannt wurde; die bolschewistischen Horden ermordeten ihren Mann und zwei Söhne. Sie sagte wörtlich: „Wir hatten nicht geglaubt, daß es so schlimm werden würde!“ Als dann aber die rote Sturmflut hemmungslos über sie hereinbrach, da war sie entsetzt und verfluchte jede Minute, in „der sie an der schrecklichen Wahrheit der nationalsozialistischen Warnungen vor der jüdisch-bolschewistischen Blutgier gezweifeit hatte. Wir fragen: Ist es nicht furchtbar, daß ein vernünftiger Mensch eine solche Lehre braucht, um endlich von einer Wahrheit überzeugt zu sein?
Blättert zurück in imserq Geschichte und sucht auf den Selten, auf denen vom Kampf und Einsatz dieses Jahrhunderts geschrieben „ wird, den Kampf und den Einsatz der Bourgeoisie — und das sind die Kreise, die wir meinen! —: Ihr werdet nichts dergleichen finden. Immer stehen diese Geistes- und Charakterquallen am Rande der Walstatt und zaudern und zweifeln und glauben nicht und kritisieren und hemmen und lächeln überheblich und dünken sich besser und verkriechen sich wie eine Schnecke in ihrem Haus und wollen am Ende doch teilhaben am Erfolg.
Solange wir marschierten, Jubelten sie lauter als die Marschierer. Nach außen wenigstens; untereinander unkten sie vom ersten Tage an. Als wir in Afrika standen und vor Stalingrad, da steckten sie am Stammtisch die ganze Welt in die Tasche; gleichzeitig aber zogen sie in ihren intimen Zirkeln die Köpfe ein und weissagten den Zusammenbruch des tönernen braunen Kolosses. Wie sehr sie mit ihrer inneren Reserviertheit, die sich unweigerlich auch früher oder später, schwächer oder stärker in ihrer Kriegsarbeit äußern mußte, dfem Reiche schadeten, das ahnten sie vielleicht gar nicht einmal. Nur aus einer solchen geistigen Einstellung heraus konnte es zu einem 20. Juli kommen und nur so ist dieser sonst unverständlichste Verrat der Menschheitsgeschichte einigermaßen zu verstehen. Heute, da das Pendel des Kriegs-
Mindeslens 10 Millionen als Arbeitssklaven
Drahtbericht unseres Vertreters
ost. Stockholm, 26. Febr. Der bisherige Moskauer Berichterstatter des „New York Herald Tribüne“, Hindus, ist hach langem Aufenthalt in der Sowjetunion in seine Heimat zurück- gekehrt und hat eine Artikelserie über seine „wahren Eindrücke“ veröffentlicht. Hindus ist als amerikanischer Salonbolschewist bekannt, und es lohnt sich daher nicht, alle seine getreu wiedergegebenen sowjetischen Agitationsäußerungen zu behandeln, immerhin hat er einige Dinge über die wahren Verhältnisse in der Sowjetunion geschrieben, die der Erwähnung wert sind. Beispielsweise errechnet Hindus die sowjetischen Menschenverluste im Verlauf der bisherigen Kriegsjahre auf mindestens 15 Millionen, eine Ziffer, die weder von sowjetischer noch britisch-amerikanischer Seite bisher jemals so offen zugegeben worden ist.
Hindus schildert dann das Elend in der Sowjetunion recht offen. Die Heimatfront, so schreibt er, „ist schwersten Strapazen und Leiden ausgesetzt, denn es herrscht Not an allem, was zum Leben gebraucht wird. Die Ernährung ist vollständig unzureichend, die
Aegypten gegen Volkswillen im Kriege
Drahtbericht unseres Vertreter« hw. Stockholm, 26. Febr. In Ägypten sind nach dem Mord an dem Ministerpräsidenten außerordentliche Polizeimaßnahmen ergriffen worden. In Kairo wurden umfangreiche Verhaftungen vorgenommen, um die nationale Opposition mundtot za machen.
Die ägyptischen Zeitungen erklären, um die erregte Öffentlichkeit zu beruhigen, daß der Jetzige formelle Schritt der Kriegserklärung |?*lur aus der Berechnung heraus erfolgte, sich dadusch einen Platz in San Franztsko zu
sichern. Aber das läßt erkennen, daß der feindhörige Staat gegen den Willen des Volkes zum Kriege gepreßt worden ist.
In Kairo wurde am "Sonntag bekanntgegeben, um wen es sich bei dem Mörder des ägyptischen Ministerpräsidenten Ahmed Mäher Pascha handelt. Der Verhaftete ist ein 26Jähriger Rechtsanwalt namens Mahmoud ei Issawi, der der Jung-ägyptischen Partei angehören soll. Die ägyptische Polizei hat zahlreiche Verhaftungen vorgenommen und insbesondere alle während dfes Attentats im Parlamentsgebäude Anwesenden untersucht.
Wohnungsverhältnisse geradezu katastrophal. Millionen von Menschen müssen so leben, wie es in der übrigen Welt eigentlich für unmöglich gehalten wird. Vor allem muß die sowjetische Zivilbevölkerung praktisch auf alles, was zum Leben benötigt wird, zugunsten der Armee verzichten.“
Hindus kommt schließlich auch auf die sowjetische Forderung zu sprechen, daß im Falle einer Niederlage Deutschlands die arbeitsfähigen Deutschen nach der Sowjetunion als Arbeitssklaven verschleppt werden sollen. Er gibt seiner Überzeugung Ausdruck, daß Moskau in einem solchen Falle mit der „Lieferung“ von mindestens 10 Millionen deutschen Arbeitssklaven rechnet und er berichtet weiter über die Einstellung, die man sowjetischerseits zu diesem Sklavenhandel habe. In Moskau erkläre man, daß „sehr schwere körperliche Arbeit ein ausgezeichnetes Mittel sei, um den menschlichen Charakter umformen zu können.“ Das schreibt in Amerika einer, der besondere Sympathien für die sowjetische Kriegspolitik zur Schau trägt.
Eine an der Kurlandfront bewährte Jagdgruppe erreichte bisher ein Gesamtabschußergebnis von 3500 feindlichen Flugzeugen.
An der Front südlich Stargard hatten di« Bolschewisten an einer Wegkreuzung durch drei eingebaute überschwere Panzer einen starken Stützpunkt geschaffen. Ein Stoßtrupp unserer Fallschirmjäger arbeitete sich an den Stützpunkt heran, zwang durch Beschuß mit der Panzerfaust die drei schweren Kolosse zum Ausfahren aus ihren Deckungen und trieb sie in die Flucht. Der seiner Feuerkraft beraubte Stützpunkt wurde von den Fallschirmjägern sofort besetzt.
In Pascagoula (Mississippi) traten am Sonnabend 6000 Werftarbeiter in den Streik und blieben an Bord von drei Kriegsschiffen, die zur Ablieferung an die Marine hergerichtet werden sollten.