Ausgabe 
(21.2.1945) 44
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt de« Betrisranden Bfiig«im«isie» der Freien Hrmieitmlt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

AmtUches Verkfiadungsblatt des Beichssiaähaltera in Oldenburg und Bremen

Kummer 44 15. Jahrgang

Mittwoch, 21. Februar 1945

Einzelpreis 15 Rpi.

..Deutschland wird alles Leid ertragen und eine neue Welt schaffen"

Ein deutsches Mädchen antwortete

Die 17jährige BDM.-fuhrerin Maria Schulz als leuchtendes Beispiel der Haltung der deutschen Jugend

Genf, 20. Febr. Der Kriegskorrespondent der „Daily Mail“, Walter Farr, gibt seinem Blatt in einem Bericht aus Monschau einen Begriff von der stolzen Haltung und uner­schütterlichen Zuversicht der deutschen Ju­gend in dem von den Anglo-Amerikanern be­setzten deutschen Gebietsstreifen im Westen. Farr führt das Beispiel der 17jährigen BDM.- Fiihrerin Maria Schulz als kennzeichnend an, die mit einigen Kameradinnen unter der Be­schuldigung, mit Deutschen in Verbindung ui stehen, von den Amerikanern verhaftet wurde. Sie wurde ununterbrochen verhört, ohne auch nur einen Augenblick wankend zu werden.

Maria Schulz und ihre Kameradinnen gaben auf jede mögliche Weise zu erkennen, 'Mto berichtet Farr, daß sie nichts als Haß ß' gegen die amerikanischen Soldaten führten.

~! Sie benahmen sich seit ihrer Festnahme „wie ? wilde Katzen“ und schleuderten den Ameri- }' kanem ständig die Niedertracht der Terror­angriffe gegen die deutschen Städte iris Ge­sicht. Der Schluß ihrer Aussage war immer; „Deutschland wird alles Leid ertragen und eine neue Welt schaffen".

Die anglo-amerikanische Untersuchungs­behörde hat eine große Anzahl Briefe, die Maria Schulz in der Hoffnung, sie später ,an ihren im Felde stehenden Verlobten absenden zu können, schrieb, beschlagnahmt und sie dem englischen Korrespondenten zur Ein­sicht vorgelegt. Der Korrespondent muß ge­stehen, daß er fassungslos vor dem pracht­vollen Geist steht, der aus jeder Zeile spreche. Die deutsche Jugend, schreibt das Mädel, sei in vielem Leid stahlhart geworden und kämpfe bis zum Letzten für den Führer. Aus eigener Anschauung habe Maria Schulz einen sehr geringen Eindruck von dem Wert der amerikanischen Soldaten gewonnen. „Der Amerikaner“, so heißt es in einem ihrer f Briefe, „ist im ganzen ein recht seltsamer Soldat und keineswegs besser als der deutsche Soldat.“

Die Briefschreiberin drückt immer wieder ihr felsenfestes Vertrauen auf Deutschlands Zukunft ans und betont, daß sie gerade jetzt unter dein Druck der Feindbesetzung das große Glück, eine Deutsche zu sein, in tiefster Seele fühle. Resigniert schließt der britische Korrespondent seine Darstellung mit der Bemerkung, daß Aan aus dem Brief und der Haltung,dieses deutschen Mädels den Ein­druck einer Geistesverfassung der deutschen Jugend gewinne, die bereit sei, unnachgiebig, bis zum äußersten gegen den Feind zu arbei­ten und zu kämpfen, was auch Immer ge­schehe.

Deutscher Lehenswille

J Drahtbericht unserer Berliner Schrlftleltung Et bm. Berlin, 20. Febr. Der Krieg ^schreitet in ] diesen Tagen jene Zonen des Entscheidung vollen, in denen die Vergleichsetzung Mtesse gegen Haltung den Charakter des ScWagwor- tes verliert und zu einer festen Realität vrird. Jede Stunde gebiert eine Unzahl von Einzel- leistungen, geformt aus dem Mut un Entschlossenheit alterfahrener Soldaten, sech- zehnjähriger Hitlerjungen, vom Fanatismus beseelter Volksturmmänner, ja auch deutscher ‘Frauen und Mädchen, Einzelleistungen, die Vorbild und mitreißendes Beispiel wurden, indem sie Unentschlossene mit sich rissen und die Wege weisen, auf denen der Kampf gegen die Masse "geführt werden kann Jedes Zeugnis des festen Widerstandswillens aber-

ragt über den militärischen auch “*sn poli­tischen Bezirk hinein, da er dem Gegn ®y d Schwierigkeit des Unterfangens- ^r Augen führt, diese feste deutsche Widerstandskraft zu zerbrechen. Der Gegner muß und- soll hier die Aussichtslosigkeit einer Krtegsplanung er­kennen. die mit bestimmten Erfolgen rechnet, die jedoch in dem Augenblick zersplittern muß, in dem sie die Grenzbezirke ^er Ent­scheidung durchschritten hat und die politi­schen Spannungen der alliierten Koalition vor ihre stärkste Zerreißprobe stellt.

Der Lebenswille des deutschen Volkes wird und muß stärker sein als jede Vemichtungs- absicht des Gegners. Ein Front-Korrespon­dent der ..Daily Mail“ gibt durch die Schllde- rune der Oeriohtsvernehmimg der siebzehn­jährigen BDM.-Führerih '-Maria Schulz aus Monschau eines der Beispiele der durch mc_ _ zu erschütternden Haltung, wie sie'von der deutschen Jugend in dem von den Alliierten beseiten Stre’fen des westdeutschen' Gebietes vertriebt wird. Das deutsche Volk ist bar je­der Illusionen. In der Zukunft aber wird es sich erweisen, was härter ist: die Wi e standsicraft eines von der Rechtmäßigkeit sei­nes Kampfes überzeugten Volkes oder der Vernichtungswille eines Geeners, der nur den - Haß k Pnn t„ hinter diesem-Kriegsziel des Has­ses i»dooh die Leere der Planlosigkeit dieses

Krieges fühlt. „ _

BriHsfV-p ln diesen Th-

gen an Londoner Zeitungsredaktionen, daß sie oftmals, trotz bester Ausrüstung, ein Ge­fühl der Unterlegenheit in sich verspürten, da sie einem Gegner gegenüberstünden, der von fsnet'scher KAnwfpntschlossenheit beseelt sei. Es soll nicht verhehlt werden, daß die räum­lichen Fortschritte einer Offensive den an- üielf enden Soldaten eine starke moralische

Schlacht jedoch, ln der die Feuergewalt der Waffen die Nähe des Todes zeigt, steht die Frage des Warum und Wofür vor den Aur'n eines jeden Soldaten, Und das ist das Ent­scheidende, daß der deutsche Soldat die klare Antwort auf diese Fragen in sich trägt. .

Jahrgang 1928

Maria Schulz, das Mädchen, das diese muti- gen'und stolzen Worte gesprochen hat, gehört dem Jahrgang 1928 an. Ihre ersten Kind­heitsjahre fielen in die schwere Zeit der Wirt­

schaftskrise. Sie wird sich wohl kaum noch an diese harten Jahre erinnern, denn be­herrscht ist ihre ganze Jugend von dem Er­leben der nationalsozialistischen Volksgemein­schaft, von der Größe des Reiches und von dem Glück, diesem Reich anzugehören. Sie hat nun in den letzten sechs Jahren miter- lßbt, wie die Feinde des Reiches all das, was bisher zu 7 ihrem Leben gehörte,. vernichten wollen. Der Wille zum Leben hat sich in ihr aufgebäumt und hat ihr die Kraft gegeben," auch in schweren Stunden die Haltung zu

bewahren, die jeder Deutsche bewahren muß. Während ihre Kameraden aus der Hitler­jugend auf dem Schlachtfeld angetreten sind und mit der Waffe in der Hand den Vemich- tungswillen des Feindes zu brechen versuchen, hält das 17jährige Mädchen diesem Vernich­tungswillen die ganze Kraft ihres Glaubens und ihrer Zuversicht entgegen, aber ebenso ihren ganzen Haß gegen die Vernichter des deutschen Lebens. Die Antwort, die sie ge­geben hat, hat sie deshalb im Namen des ganzen deutschen Volkes gegeben.

Vor der neuen großen Schlacht an der Ostfront

Eigener Drahtbericht

rd. B e r 1 i n , 20. Febr. Die Ostkämpfe dieser Tage müssen unter dem Gesichtspunkt be­trachtet werden, daß der Feind seine ins Stocken geratene Offensive mit einer noch­maligen Kräftekonzentrieiung wieder beweglich machen und der deutschen Verteidigungskraft den Todesstoß versetzen will. An vielen Stellen der Ostfront sind deshalb Umgruppierungen, Neuauffülluhgen und das Heranziehen frischer Kräfte aus der Tiefe des feindlichen Raumes beobachtet worden. Das Abflauen der Kämpfe an vielen Stellen der Ostfront kann deshalb leicht zu trügerischen Deutungen führen. Zwar hat sich die gesamtdeutsche Verteidigung an der Ostfront wesentlich versteift und der Auf­bau einer allgemeinen Abwehrfront muß als durchgeführt angesehen werden, doch bleibt die große Auseinandersetzung zwischen der deutschen Wehrmacht und den bolschewisti­schen Truppen noch offen. Während feind­liche Vorhuten um Sturmausgangsstellungen kämpfen oder sich bemühen, wichtige Ver­kehrswege des deutschen Raumes zu durch- schneiden .oder Eingänge zu Industriezentren, .wegzunehmen und auf unserer Seite deutsche Eingreifverbände eine Verlangsamung des feindlichen Vormarsches erzwangen oder Pan­zerspitzen kniffen, wird auf beiden Seiten hin­ter den Fronten fieberhaft gerüstet, neu auf­gestellt und Material angesammelt. Der Feind wird in nicht allzu ferner Zukunft mit einer ähnlichen Stoßkraft gegen uns vorbrechen, wie dies za Beginn der Wint'eroffensive der Fall war. Wir wissen demgegenüber, daß wir keinen Schritt zurück mehr tun dürfen, weil mit jedem Dorf und mit jeder Stadt, die der Feind in Besitz nehmen 0 kann, unsere Gesamtkrieg-' führung geschwächt und die Erfolgschancen für uns verringert werden.

Zur Zeit greifen die Bolschewisten in der Hauptsac' ■* auf der Linie Lauban—Sorau— Guben an und konnten wiederum Gelände ge­winnen. Wir haben auf diesem Kampfgelände starke deutsche Eingreifverbände in Bereit­schaft, und der Kampfesmut unserer Soldaten war niemals größer als ln diesen Tagen, da die Berichte über die sowjetischen Greuel an der Front bekannt geworden sind. Dennoch konn­ten die Bolschewisten Vordringen. Als Erklärung bleibt nur die ungeheure Kräftemassierung des Feindes und das &üsammenraffen aller Stoß­einheiten zu Durchbruchsversuchen ohne Rück­sicht auf Verluste übrig. Wahrscheinlich rech­net die bolschewistisch^ Truppenführung damit,

daß zwar das Erreichen einer Sturmausgangs­stellung von Guben bis Breslau diesseits der Oder ungeheuer viel Blut kostet, daß aber der danach beabsichtigte Offensivstoß um so gün­stigere Grundlagen zur Verfügung hat. Man er­kennt hieraus sehr leicht die Schwierigkeit der Gesamtsituation und die Gefährlichkeit der Dinge, die sich hinter der augenblicklichen scheinbaren Ruhe anbahnen. Wir dürfen des­halb in unseren Vorbereitungen für den deut­schen Gegenstoß und in der Neuerstel­lung von Abwehrkräften keinen Augenblick erlahmen, damit wir nicht eines Tages von neuen feindlichen Masseneinsätzen überrascht werden.

Alle anderen Brennpunkte der Ostfront hän­gen weitgehend mit den kommenden Ereig­nissen in Schlesien und in. der Lausitz zu­sammen. Im pommerschen Raum, wurde dar

Vernichtender Schlag gegen feindlichen Geleiizug

Aus dem Ffihrerhauptquartier, 20. Febr. Das Oberkommando de* Wehrmacht gibt bekannt:

Ein von Murmansk nach England zurück- fahrender feindlicher Geleitzug wurde heute vormittag von deutschen Torpedoflugzeugen bei niedriger Wolkendecke überraschend an-

Vor einer Wendung im Kampf um Manila ?

ep. Tokio, 20. Febr. Der Kampf um die philippinische Hauptstadt hat nunmehr nach zweiwöchiger Dauer durch das Eingreifen der japanischen. Eliteformationen auf Luzon eine Wendung genommen. Die Japanischen Ver­bände, die nördlich von’ Manila auf den ge­eigneten Zeitpunkt für ihren Einsatz warteten, stießen am Sonntag plötzlich an der ganzen nach Norden führenden Linie in den Rücken der amerikanischen Truppen, die im Gebiet von Manila operieren. Gleichzeitig griff eine andere japanische Einheit, die vom Süden aus vorstieß, die amerikanischen motorisierten Truppen an, brachte sie »in Verwirrung und setzte sich nach hartem Kampf in den Besitz von Marikina, nordwestlich von Manila. Den

Peinliches Nachspiel von Jalta “ Churchill in London

Drahtbericht unserer Berliner Schrlftleltung g. Berlin,- 20. Febr. Churchill Ist in London angekommen und ausführlich wird geschüdert, ln welch großem Stil er empfangen wurde. Dann folgt die kleine Meldung, daß er sich mit Eden sofort in den Kabinettssaal begab, um seinen Ministerkollegen Bericht zu erstatten. Damit hat für ■ Churchill das peinliche Nach­spiel der Jalta-Konferenz begonnen, denn offen­sichtlich wird es schwierig sein, der politischen Öffentlichkeit manche der Jalta-Beschlüsse klar­zumachen. Da die Mitglieder des Kabinetts als Vertreter der Koalitionsparteien in diesem Sinne auch die Öffentlichkeit repräsentieren oder sich doch ihr stellen müssen, wird in der Kabiriettsberatung für Churchill bereits das Problem beginnen, sich mit schwierigen Fragen und widersprechenden Auffassungen auseinan­derzusetzen. Das wird für ihn um so anstren­gender sein, als die Folgen der Jalta-Beschlüsse bereits ln Erscheinung treten oder besprochen werden, während Hintergründe und Einzel­heiten seiner und Roosevelts Niederlage gegen­über dem Stalinschen Europa-Diktat noch nicht einmal dem engsten Kreis der englischen Mi­nister bekanntgegeben sind.

Ein sprechendes Beispiel: Eine Erklärung der Zeitschrift „Time and Tide“ über englandfeind­liche Bestrebungen auf dem Balkan, der einst in den britischen Kalkulationen als Brücke zum Nahen Osten eine wichtige Rolle spielte. „Oestütet auf Englands verfehlte Politik auf dem Balkan hat sich Tito zum Alleinherrtcher ln Jugoslawien machen können“, schreibt das Blatt, „und er zeigt heute offen, daß er eng­landfeindlich gesinnt ist. Tito versprach, eine Armee von 300 000 bis 450 000 Mann gegen Deutschland aufzustellen. Das ist unterblieben,

Ein zweites Beispiel zeichnet sich ln Rumä­nien ab. Dort werden nach dem Muster, das man s. Z. bei der ersten Sowjetbesetzung ln den baltischen Ländern kennenlernte, Demon­strationen der Werktätigen veranstaltet, 'd. h. rein bolschewistische Aufmärsche, deren Zweck es ist, durch eine Kette von Regierungskrisen die angestrebte kommunistische Regierung her­beizuführen. General Radescu, vor wenigen Wochen erst von den sowjetischen Besatzungs­behörden wegen seiner Feindschaft gegen Anto- nescu als Regierungschef bewilligt, wird heute vorgeworfen, daß seine Kabinettsmitglieder „faschistische Banditen, Reaktionäre und Sabo­teure" seien. Der stellvertretende rumänische Außenminister ist bereits zurückgetreten, weil die Kommunisten ihm vorwerfen, er sei mit Blüttrlbunalen und Hinrichtungen nicht schnell und radikal genug vorgegangen. Die Ausbrei­tung des Bolschewismus auf dem Balkan wird also England bald ganz aus dieser Sphäre aus­schalten.

Nur am Rand als ein weiteres Beispiel ist zu erwähnen, daß auch im eigentlichen Mittel­europa die Sowjets offen dahin arbeiten, die Zugeständnisse zu erweitern, die ihm gemacht worden sind. Eines der Lubliner Blätter er­klärt heute, daß die Oder-Grenze dem künfti­gen Sowjet-Polen nicht genüge. Es müsse seine Westgrenze ln das Gebiet westlich der Oder verschieben und außer Stettin auch noch Teile der Uckermark und Westpommerns bean­spruchen. Ehe also Churchill seinen Kabinetts­mitgliedern und seinem Parlament .noch er­klären konnte, welclie Zugeständnisse er bis jetzt an Stalin gemacht hat, sind diese Zuge­ständnisse schon wieder überholt und Stalin legt seinen Anhängern bereits neue Forderpn-

w.n ihn militärische Fragen weniger interes-, gen vor. Dazu gehört es, wenn englisch-ameri-

sierten^liT'die^Festlgung* seines Kommunist!-1 —----- «"

sehen Regiments. Tribunale werden errichtet, die eine unmenschliche Schreckensherrschaft ausüben. Der Terror ln Jugoslawien bleibt n cht hinter' den Grausamkeiten in anderen Teilen des besetzten Europas zurück- Daß T' 4 ®™* eine kleine Minderheit repräsentiert, bezweifelt niemand; aber er verfügt über die Waffen, und so muß Jugoslawien durch die d ” nke l" t ® *®‘ riode seiner Geschichte gehen, da ihm die Ver­treibung der Deutschen nicht die IteeihelL son­dern ein grausames Regime gebracht hat. Das ist eine unzweideutige Stellungnahme, und jeder kann sich ausrechnen, daß die Zast f? d ®’ die ln Jugoslawien herrschen, darauf *orück gehen, daß den Sowjets freie Hand auf deip

kanische Politiker Betrachtungen darüber an- stellen, daß die Sowjetunion drei große Staatenbündnisse erstrebt, um auf sie ihre Herrschaft zu stützen: einen panslawischen

Staatenbund, der im wesentlichen den Balkan umfaßt, einen zentraleuropälschen Staatenbuud, der von Ungarn bis zur polonislerten Ostsee reichen soll und einen arabischen Staatenbund, der England und die USA aus dem Nahen Osten ausschaltet. Allein die Zusammenstellung dieser wenigen Beispiele läßt auf die Fragen schließen, die man Churchill im Kabinett, Parlament und Öffentlichkeit stellen wird und läßt ferner daranf schließen, daß der Empfang hinter verschlossenen Türen weniger feierlich sein wird, als der öffentliche Empfang, der ihm bei seiner Ankunft zuteil wurde.

Frauen ohne Wankelmut

Von Barbara Nadolni

Es sind nicht nur Männer gewesen, die dem Nationalsozialismus in zähem, oft aus­sichtslos erscheinendem Kampf zum Siege verholfen haben; einen nicht geringen Anteil daran hatte auch die deutsche Frau. Das hat der Führer immer wieder anerkannt, wenn er seinen alten Kampfgefährten Dank sagte und die Frauen als seine treuen An­hängerinnen in diesen Dank mit einbezog. Nicht, daß ihre Zahl ln den Mitgliederlisten der NSDAP, ausschlaggebend gewesen wäre, des bedurfte es nicht. Aber die Herzen un­gezählter Frauen begleiteten mit all ihrer Bereitschaft und Stärke, mit ihren Hoffnun­gen und Wünschen den Kampf der jungen Bewegung und ihres Führers. Vielleicht nicht so sehr aus Erkenntnis der politischen und weltanschaulichen Notwendigkeit heraus stellte sich die Frau hinter den Führer, son­dern rein gefühlsmäßig erkannte sie, daß hier ehrlich und bis zur letzten Konsequenz, wenn es sein mußte unter Einsatz des eigenen Lebens, um die Verwirklichung eines Programms gerungen wurd,e, das auch ihrem Herzen entsprach, — ging es doch dabei um die gesicherte Zukunft der deutschen Familie, der Kinder und damit auch der häuslichen Welt, für die die Frau lebte und arbeitete.

Was der Nationalsozialismus aus seiner Achtung für die Frau heraus bis zum heuti­gen Tag im sechsten Kriegsjahr an sozi­alen Maßnahmen und Einrichtungen gerade für die Familie, für Mutter und Kind geschaffen hat, ist einmalig in der Welt. Es gibt wohl keine Frau und Mutter in Deutsch­land, die nicht schon einmal am eigenen Leibe gespürt hätte, welche Fürsorge und welchen Schutz man Ihr und ihren Kindern angedeihen läßt. Sei es, daß sie in einem Müttererholungsheim ausspannen konnte oder daß sie ihre Kinder in einem NSV.- Kindergarten glücklich aufgehoben weiß'; daß der erholungsbedürftigen Fabrikarbeiterin ein zusätzlich bezahlter Urlaub ermöglicht wurde oder auch die Landfrau einmal für ein paar Wochen von ihrem Hof herunter­kam, seien es die Beihilfen und Erleich­terungen, die der kinderreichen Familie zu­gutekommen oder die Möglichkeiten, die auch einem Kinde minderbemittelter Eltern bei guten Fähigkeiten den Weg zum Aufstieg ebnen. Und doch sind das alles zunächst nur Anfänge, die bemüht waren, dem deutschen Volke eine Lebensgrundlage zu schaffen, wie sie eigentlich selbstverständlich und nur allzu natürlich sein müßte, Anfänge eines sozialen Aufbaues, dem der Krieg Einhalt gebot.

Aber auch lm Kriege ist es wiederum Gegner beständig vor sieh hertreibend, be- dle Soldatenfrau, die Mutter und ihre Kin­drängt die gleiche japanische Einheit nunmehr der - der nur aller erdenklicher Schutz zuteil die alliierten Truppen in Quezon, sowie in der I wird, soweit ihn Menschenhand bei den

Feind unter Abschuß von 26 Panzern gewor­fen. Die Festung Graudenz wehrte starke Feindangriffe ab, und Ostpreußen hat in der zusammengedrückten Igelstellung sich wie­derum starker Panzerangriffe erwehren müssen und hierbei 04 Sowjetpanzer vernichtet. Seestreitkräftc greifen in» die Kämpfe an der Samlandküüte ein, Schlachtfliegerverbände ver­suchen, den Mangel an Mannschaften auf deut­scher Seite • zu überbrücken, indem der sowjetische Nachschub empfindlich ge­stört wird.

Aber alles kann nur dann grundlegend ge­ändert werden, wenn sich das deutsche Volk in diesen Tagen jetzt zu einer großen und ge­waltigen Kraftanstrengung aufrafft, um den Würgegriff des Bolschewismus abzuschütteln. Über alle Teilfcmnkte im Osten entscheidet die kommende große Schlacht.

gegriffen und vernichtend getroffen. Zwei Leichte ^Kreuzer, zwei Zerstörer imd acht Handelsschiffe mit 57 000 BRT. wurden ver­senkt. Die Beschädigung von drei weiteren Dampfern mit 19 000 BRT. ist wahrscheinlich. Die unter Führung von Oberstleutnant Stemmler angreifenden Torpedoflieger ver­loren nur zwei Flugzeuge.

Umgebung von Manila. Japanisch^ Sturmein­heiten drangen tief’ in die alliierten Linien bei San Juan del Monte und -West-Marlkina ein. Di®i Kämpfe dauern an. Die Japanische Garni­son von Manila, die bisher ihre Stellungen auf einer Linie gehalten hat, die von dem Stadt­viertel Intramuros bis nach Fort McKinley führte, hat auf die Nachricht von der großan­gelegten japanischen Gegenoffensive hin im Norden von Manila ebenfalls aus eigener Ini­tiative den Vormarsch aufgenommen. Einige Einheiten der Garnison haben bereits den Pasig-Fluß überschritten und sind in das Zen­trum der alliierten Hauptkampflinie einge­drungen. Dieser plötzliche Vorstoß hat unter den Amerikanern große Verwirrung ausgelöst.

Japan erwartet weitere Angriffe

Eigener Drahtbericht

ep. Tokio, 30. Febr. Die USA-Luftangriffe aui das Gebiet von Tokio während des letzten Wochenende*, bei denen insgesamt 1600 träger­basierte amerikanische Flugzeuge eingesetzt wurden, bilden den Auftakt eines seit längerer Zeit erwarteten Vorstoßes der Amerikaner von den Marianen aus nach Norden. Man ist sich auf japanischer Seite durchaus darüber klar, daß mit einer Wiederholung und einer Inten­sivierung der Luftangriffe der letzten Tage zu rechnen ist. Die Taktik der Amerikaner beim Einsatz der schnellen Flugzeugträgerver­bände ist deutlich erkennbar. So wurden die ersten großen Luftangriffe auf Taiwan von trägerbesierten Flugzeugen in der ersten Okto­berhälfte des letzten Jahres etwa eine Woche lang zur Deckung des Landungsunternehmens auf Leyte unternommen. Auch bei der Landung auf Luzon fanden amerikanische Flugzeugträger Verwendung. Gegen Taiwan und die südchine­sische Küste haben sie drei Wochen lang ab­schirmend operiert.

brutalen Kampfmethoden des Feindes bieten, kann. Vorsorgliche Evakuierung von Frauen und Kindern, erweiterte Kinderlandver­schickung, Mutterschutz der schaffenden Frau, Kriegsentbindungsheime und -bunker, Hilfeleistungen .für Rückgeführte und Um­quartierte — das sind nur wenige Stationen auf einem langen Weg von segensreichen Maßnahmen für Mütter und Kinder. Erst die zunehmende Härte des Krieges und sein bedrohliches Näherrücken hat die" A^r.- beitspflicht von Frauen und Mädchen, die Bildung eines Wehrmachthelferinnen­korps und die Heranziehung von Frauen und Mädchen zu Aufgaben, die wir auch heute noch dem Manne Vorbehalten glauben, notwendig gemacht. Wir können gewiß sein, daß das unserer Führung, die gern den Luft­krieg und alle schweren Belastungen von Frauen und Kindern femgehalten hätte, wohl mit das schmerzlichste Zugeständnis an den Krieg war. Aber die vernünftige Einstellung der Frau zu allen zwangsläufig notwendigen Maßnahmen, die sie selbst be­trafen, ihr Wille, nicht abseits zu stehen, wo jede Kraft gebraucht wird, erleichterte un­serer Führung jeden Eingriff in das Familienleben und den persönlichsten Be­reich des einzelnen.

Skeptiker mögen sagen, was könnte die Frau auch anders tun, als sich einzufügen? Aber Jeder irrt, der da meint, unsere Frauen seien im Verlaufe des Krieges zu gleich­mütigen Fatalistinnen geworden, die mecha­nisch ihre Arbeit verrichten, zu allen Ein­schränkungen die Schultern zucken, teil­nahmslos Ihre Besorgungen verrichten und lm übrigen den Dingen ihren Lauf lassen.

Nichts als Agiiaiionsphrasen

Drahtbericht unsere» Vertreter» kl. Stockholm, 20. Febr. In der Stockholmer Zeitschrift „swensk Tidskrlft“ zeichnet Dozent Thorwald Höjer ein »ehr düsteres Bild der Welt von morgen, in der die europäischen Kleinstaaten gegen die Raubgelüste der Groß­mächte verzweifelt werden ankämpfen müssen. Der Verfasser stellt fest, daß alle schönen Betrachtungen, die man lm Laufe des Krieges über Recht und Unrecht, Freiheit von Not und Freiheit von. der Furcht hörte, nichts andere« als Agitationsphrasen waren und fährt fort: „Die Großmächte untereinander sind alles andere nur nicht einig. Die Gegensätze zwi­schen , ihnen sind unüberbrückbar. Die Groß­mächte setzen ihre Machtmittel rücksichtslos ein, um eine Politik durchzusetzen, die mit den bisher propagierten Grundsätzen für das Zusammenleben der Völker nichts mehr zu tun haben. In dem meisten „befreiten" Ländern treten die Auflösungserscheinungen immer stärker in Erscheinung, und die Vorschläge, die für den kommenden Frieden ausgearbeitet werden, müseen mit tiefstem Pessimismus be­trachtet werden. Die kleinen Staaten, die sich bisher aus dem Krieg heraushalten konnten, haben allen Anlaß, ihre Wachsamkeit und ihr

Mißtrauen noch zu steigern und sich klug aus allen Streitigkeiten herauszuhalten, die den Großen nur willkommenen Anlaß zum Ein­greifen bieten könnten.“

Die Diskussion über die Nachkriegspropleme hat sich in Schweden ebenso wie in allen anderen neutralen Ländern verstärkt. Noch niemals haben die Kleinstaaten ihre Zukunfts­aussichten so pessimistisch beurteilt wie jetzt. Das Ergebnis der Kr im-Konferenz wird von Ihnen als völlig ungenügend Abgelehnt, und das Schicksal Polens wird als Warnung empfunden. Daß sich Großbritannien um; die USA für Polen nicht mehr allzu stark enga­gieren würden, wußte man schon vorher, --.her die kalte Grausamkeit, mit der Polen von Churchill und Roosevelt geopfert werde, hat auch denjenigen Kreisen die Aur-i - "ffnet, die bisher in Uen beiden Westmäehten Be­schützer der kleinen Völker sahen. Diese Illu­sion ist zerstört worden, und die Kleinstaat . wissen, daß sie ln der Welt von morgen ein harter Existenzkampf erwartet.

In Provinzen der Landschaft Kampanien, Neapel, Palermo. Benevt und Avalllno ist erneut eine Pockenepidemie ausjebrochen.

■ Unterstützung geben. In dem Höhepunkt der Balkan gegeben wurde.